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Podcast #2021JLID – Jüdisches Leben in Deutschland Archiv

72 Episoden

Nambowa Mugalu

31 Minuten
Als sie hörte, dass es ein Festjahr geben sollte, das die Vielfalt von jüdischem Leben in Deutschland der Gegenwart zeigen und Antisemitismus etwas entgegenbringen sollte, musste Nambowa Mugalu nicht lange überlegen: Das Angebot, die Leitung der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit für das Festjahr zu übernehmen, nahm sie sofort an. Eineinhalb Jahre hat sie die unzähligen Projekte des Festivals begleitet, an die Öffentlichkeit vermittelt und auch selbst Dinge angestoßen, etwa den Podcast zu „1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland“, in dem sie im Austausch mit Gastgeberin Shelly Kupferberg Bilanz zieht. Ein Gespräch über Empathie, die sich beim Zuhören einstellt, über die unzähligen Begegnungen während eines Festjahrs und über Diskriminierungserfahrungen, die jüdische Menschen machen und auch Schwarze Deutsche wie Nambowa Mugalu.

Cyrus Overbeck

34 Minuten
Seine Familie bringt viel Geschichte und viele Geschichten mit: Als Enkelsohn eines deutschen Widerständlers, als Kind eines deutsch-persisch-jüdischen Elternhauses. Der erfolgreiche Bildende Künstler Cyrus Overbeck beschäftigt sich in seinen Arbeiten mit all den Fragen, die an diesen Geschichten hängen, darüber hinaus engagiert er sich für Demokratie und gegen Menschenfeindlichkeit. Dazu dient ihm auch sein Atelier in Duisburg, das inzwischen ein kultureller Treffpunkt geworden ist. Wie es zu alledem kam und was ihn dabei antreibt, darüber berichtet er im Gespräch mit Shelly Kupferberg.
42 Minuten
Die Journalistin und Filmemacherin Esther Schapira war lange Zeit leitende Fernsehredakteurin bei der ARD und hat sich mit Dokumentationen und Büchern regelmäßig zu kontroversen Themen zu Wort gemeldet. Ihre vielfach ausgezeichneten Arbeiten befassen sich sowohl mit dem Rechtsextremismus, Islamismus, als auch mit Shoah, Israel und Nahost. Was sie dabei persönlich bewegt, welche Debatten sich in den letzten Jahrzehnten wie entwickelt haben, darüber spricht sie mit Shelly Kupferberg.

Daniel Donskoy

1 Stunde 2 Minuten
Daniel Donskoy ist ein international gefragter Filmschauspieler, Regisseur und Musiker. Er hat in London eine Musicalausbildung absolviert und ist in Deutschland auch als Gastgeber der Latenight-Show „Freitagnach Jews“ bekannt geworden. Die Talkserie ist als Teil des Festjahres #2021JLID entstanden und mit dem deutschen Fernsehpreis ausgezeichnet worden. Im Gespräch mit Mirna Funk erzählt Daniel Donskoy, wie er als Kind als sogenannter Kontingentflüchtling aus Russland nach Deutschland kam, nur wenige Jahre später als Jugendlicher mit der Mutter nach Israel ging und was ihn zurückzog. Außerdem sprechen die beiden über Charme und Piefigkeit von Berlin. Und darüber, wie Jüdinnen*Juden heute in der deutschen Öffentlichkeit wahrgenommen werden.
52 Minuten
Natalia Sinelnikova ist Regisseurin und Drehbuchautorin. 1996 immigrierten sie und ihre Familie als jüdische Kontingentflüchtlinge aus Russland nach Deutschland. Sie studierte Kulturwissenschaften in Hildesheim und Filmregie in Potsdam. Ihr erster Langspielfilm “Wir könnten genauso gut tot sein” feierte seine Premiere bei der Berlinale 2022 und eröffnete die Sektion Perspektive Deutsches Kino. Der Kinostart ist im September geplant. Mit Mirna Funk spricht sie über ihr Ankommen in Deutschland, ihre jüdische Identität und darüber, wie man jüdische Figuren erzählt, ohne in Stereotype zu verfallen.

Elisa Klapheck

56 Minuten
Elisa Klapheck ist liberale Rabbinerin in Frankfurt und Professorin für jüdische Studien an der Universität Paderborn. Mit Mirna Funk spricht sie darüber, welche intellektuellen und religiösen Impulse sie in ihre Rolle in der Gemeinde geführt haben und was es für sie bedeutet, als Jüdin Feministin zu sein.

Deidre Berger

44 Minuten
Mit einigem Unbehagen ist Deidre Berger als Journalistin aus den USA nach Deutschland gekommen – und geblieben. Sie war lange Direktorin des American Jewish Committee Berlin und engagiert sich bis heute in zahlreichen Organisationen für die deutsch-jüdische Verständigung und das transatlantische Verhältnis. Für ihr Engagement wurde sie 2008 mit dem Bundesverdienstkreuz für ihre Verdienste um die deutsch-jüdischen Beziehungen ausgezeichnet. Im Gespräch mit Shelly Kupferberg verrät sie, welchem moralischen Kompass sie folgt und was ihr die Kraft gibt für ihre vielgestaltigen Aufgaben.

Ayala Goldmann

48 Minuten
Seit knapp zehn Jahren ist Ayala Goldmann Redakteurin bei der Wochenzeitung „Jüdische Allgemeine“ in Berlin. Zu Beginn ihres journalistischen Werdegangs hat sie in Tel Aviv für die Nachrichtenagentur dpa gearbeitet. Ihr Vater kam 1959 aus Israel nach Deutschland, um Medizin zu studieren. Er hatte ein skeptisches Verhältnis zu Religion, pflegte aber die jüdischen Traditionen. Die gibt Ayala Goldmann jetzt auch an ihren Sohn weiter. Mit Mirna Funk spricht sie im Podcast #2021JLID darüber, was ihre jüdische Identität ausmacht – und warum sie den Begriff eigentlich nicht mag.

Jonah Sievers

1 Stunde 3 Minuten
Mirna Funk trifft auf Jonah Sievers. Er ist ein deutscher Rabbiner und seit 2015 Gemeinderabbiner der Jüdischen Gemeinde zu Berlin. Er amtiert vornehmlich in der Synagoge Pestalozzistraße. Sievers ist geschäftsführendes Mitglied des Vorstands der Allgemeinen Rabbinerkonferenz Deutschlands. Zusammen mit Andreas Nachama ist er Herausgeber des Jüdischen Gebetbuches in vier Bänden. Im Podcast 2021JLID spricht Mirna Funk mit Jonah Sievers über das Judentum. Wie wird man eigentlich Jude und was muss man dafür tun? Darf jeder seine Identität selbst bestimmen und welche Rolle spielt die Halacha, das jüdische Gesetzbuch, im Leben eines jeden Juden? Neben solchen Fragen erzählt Sievers wie er Rabbiner wurde, wie er sein eigenes Judentum definiert und welche Rolle Gott für ihn spielt.

Patrick Fels

40 Minuten
Das NS-Dokumentationszentrum in Köln ist vielerlei: Gedenkort, Lernort und Forschungsort. Dort ansässig ist auch die Fachstelle „[m²] miteineinander mittendrin. Für Demokratie – gegen Antisemitismus und Rassismus“. Der Politikwissenschaftler Patrick Fels arbeitet bereits seit vielen Jahren am NS-Dok und bei [m²], welche Themen ihm dabei wichtig sind und wie er und seine Kolleg*innen arbeiten, darüber berichtet er im Gespräch mit Shelly Kupferberg.

Esther Hirsch

38 Minuten
Schon als Kind liebte sie die Gesänge während des Gottesdienstes in der Synagoge, lange sang sie im Synagogalchor, bevor sie selbst eine Kantorinnenausbildung machte. Heute ist Esther Hirsch Kantorin der Berliner Gemeinde Sukkat Shalom und gleichzeitig eine von drei Referentinnen des „House of One“ in Berlin. Das ist ein Haus des Gebets und der interdisziplinären Lehre - denn dort werden in Zukunft eine Moschee, eine Kirche und eine Synagoge zusammen untergebracht sein und Raum für Begegnung schaffen. Warum Esther Hirsch sich dort engagiert, und was Religionen für gesellschaftliche Impulse geben können, darüber berichtet sie im Gespräch mit Shelly Kupferberg.

Doron Kiesel

51 Minuten
Doron Kiesel war bis 2016 Professor für interkulturelle und internationale Pädagogik an der Fachhochschule Erfurt und ist seit zehn Jahren Wissenschaftlicher Direktor der Bildungsabteilung im Zentralrat der Juden in Deutschland. Im Gespräch mit Mirna Funk erzählt er, wie er als Zehnjähriger in den 1960er Jahren aus Israel nach Deutschland kam und erst langsam verstand, in welchem Land er angekommen war. Außerdem sprechen die beiden über die Rolle von Bildung für die Arbeit des Zentralrats und über den Aufbau der jüdischen Akademie in Frankfurt am Main als Ort der Selbstverständigung und der Kontroversen.

Gerald Beyrodt

51 Minuten
Er berichtet über jüdisches Leben, etwa als Moderator der Sendung „Aus der jüdischen Welt“ im Deutschlandfunk Kultur. Gerald Beyrodt hat Religions- und Literaturwissenschaft studiert, lange aus Berlin als freier Reporter über jüdische Themen berichtet und lebt heute in Köln. Mit Mirna Funk redet er über seine Lust an Kontroversen, sein Engagement in der liberalen jüdischen Gemeinde Köln und darüber, warum er als Kind von seiner eigenen jüdischen Identität kaum etwas wusste.
40 Minuten
Alexander Rasumny ist Referent für Öffentlichkeitsarbeit des Bundesverbandes der Recherche- und Informationsstellen Antisemitismus (RIAS). Der wurde 2018 in Berlin gegründet, um zusammen mit jüdischen und nichtjüdischen Organisationen ein bundesweites Meldenetzwerk für antisemitische Vorfälle aufzubauen. Wie die einzelnen Meldestellen bundesweit arbeiten und wie sich die Wahrnehmung auf Antisemitismus in Deutschland in den vergangenen Jahren verändert hat, davon berichtet er im Gespräch mit Shelly Kupferberg.
47 Minuten
Gerade lebt sie in Jerusalem und besucht eine egalitäre Jeschiwa, eine Tora- und Talmud-Hochschule: Die Berlinerin Rebecca Rogowski ist 24 Jahre alt, Stipendiatin des Ernst Ludwig Ehrlich Studienwerks (ELES) und engagiert sich für das „House of One“. Bei diesem weltweit einmaligen interreligiösen Projekt in Berlin bauen Juden, Christen und Muslime gemeinsam ein Haus des Gebets und der interdisziplinären Lehre. Mit Mirna Funk spricht Rebecca Rogowski über ihre Eindrücke aus Jerusalem, über ihre Motive, Judaistik zu studieren und über ihre Arbeit als Co-Moderatorin des Podcasts „331- drei Frauen, drei Religionen, ein Thema“, in dem sie sich mit einer evangelischen und einer muslimischen Theologin über ihr religiöses Leben austauscht.