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44 Minuten
In dieser Folge ist Florian Egermann zu Gast bei »Kopf hoch«. Florian ist Künstler, Grafiker und der Begründer von Failed Artist International. Das ist ein Projekt, das versucht, den Begriff des Scheiterns zu verändern und ihm so den Schrecken zu nehmen. (Er kann das viel besser erklären als ich, hört bitte selbst.)

Wir sprechen also vor allem darüber: über das Scheitern und die Frage, wie es in einem kapitalistischen System gehen soll, nicht irgendwann an den Punkt zu kommen, an dem man das Gefühl bekommt, man wäre nicht (erfolgreich) genug: zu wenig Ausstellungen, zu wenige Follower*innen, zu wenig Verkäufe, zu wenig Impact. Was heißt das überhaupt, »zu wenig«? Wer entscheidet das?

Eine psychische Erkrankung hat Florian nicht, aber er kennt die nagenden Zweifel, die einen lähmen und fertigmachen können. Und die dann dazu führen, dass man glaubt, man selbst oder die eigene Arbeit wäre nichts wert.

Gerade hat Florian übrigens ein Album veröffentlicht (ja, der Mann macht auch Musik!), und die Folge endet nicht mit meinem üblichen Jingle, sondern mit seinem Song »Ozonloch«. Das gesamte Album findet ihr hier.

Inhaltswarnung: Es geht in dieser Folge nicht explizit um psychische Erkrankungen, passt beim Anhören bitte trotzdem auf euch auf oder lasst die Folge aus. Und wenn es euch schlecht geht und/oder ihr Suizidgedanken habt, meldet euch bitte umgehend bei der Telefonseelsorge, die 24/7 unter den Telefonnummern 0800 / 111 0 111 und 0800 / 111 0 222 zu erreichen ist.

Eins noch in eigener Sache: Wenn euch der Podcast gefällt, unterstützt mich gerne bei Patreon. Ich mache nicht nur diesen Podcast, ich schreibe außerdem Bücher und mache Musik. Und seit Anfang 2023 veröffentliche ich jede Woche den Song der Woche. Schaut mal rein!

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42 Minuten
In dieser Folge ist Ronja Nippert Gästin bei »Kopf hoch«. Ronja ist Psychologische Psychotherapeutin und Vorstandsvorsitzende des Aktionsbündnis Psychotherapie e.V.. Sie ist außerdem betroffen von einer rezidivierenden Depression und hat ADHS.

Wir sprechen vor allem über die gerade von der Bundesregierung beschlossenen Einsparungen in der Psychotherapie und wie katastrophal diese für Therapeut*innen und Patient*innen sind beziehungsweise sein werden. Je nach Studienlage bringt jeder Euro, der in Psychotherapie investiert wird, volkswirtschaftlich zwei bis vier Euro ein. Bei einem Kanzler wie Merz, der die Deutschen ständig als faul beschimpft, sollte mensch doch denken, das wäre ein Argument für Psychotherapie. Spoiler alert: ist es nicht. Entsprechend erfahrt ihr gleich am Anfang, wie wütend, verzweifelt und fassungslos Ronja auf einer Skala von eins bis zehn ist.

Wir sprechen außerdem darüber, wie oft es, passiert, dass davon ausgegangen wird, Therapeut*innen (wie Ronja und ihre Kolleg*innen) wären selbst nicht psychisch erkrankt beziehungsweise irgendwie davor gefeit: Auf der einen Seite die Behandler*innen, auf der anderen die Patient*innen. Auch das ist etwas, wofür Ronja Bewusstsein schaffen will.

Und sie erzählt, wie sie es trotz allem schafft, nicht die Hoffnung oder den Mut zu verlieren & wie hilfreich Selbstwirksamkeit ist.

Inhaltswarnung: Es geht in dieser Folge um psychische Erkrankungen (konkret: Depression) sowie um Suizid. Passt beim Anhören bitte auf euch auf oder lasst die Folge aus. Und wenn es euch schlecht geht und/oder ihr Suizidgedanken habt, meldet euch bitte umgehend bei der Telefonseelsorge, die 24/7 unter den Telefonnummern 0800 / 111 0 111 und 0800 / 111 0 222 zu erreichen ist.

Zur Website des Aktionsbündnis Psychotherapie geht es hier.

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43 Minuten
Heute ist Prof. Dr. Maike Luhmann bei »Kopf hoch«. Sie forscht an der Ruhruni Bochum zu Einsamkeit und hat auch ein Buch darüber geschrieben: »Einsamkeit. Warum sie uns alle betrifft«. Wir sprechen natürlich über ihr Buch, und sie gibt einen Einblick in ihre Forschung: Was genau ist eigentlich Einsamkeit und warum ist sie keine psychische Erkrankung? Wieso ist sie trotzdem nicht ungefährlich bzw. wann wird sie gefährlich? Wir sprechen über Politik und Kapitalismus, über Incels und die sogenannte »male loneliness epidemic« und warum einsame Menschen (vor allem Männer) oft an Verschwörungstheorien glauben, zu denen Misogynie, Rassismus und Antisemitismus gehören.

Inhaltswarnung: Es geht in dieser Folge um psychische Erkrankungen (konkret: Depression), um Incels und Gewalt gegen Frauen sowie um den Druck, den der Kapitalismus auslöst. Passt beim Anhören bitte auf euch auf oder lasst die Folge aus. Und wenn es euch schlecht geht und/oder ihr Suizidgedanken habt, meldet euch bitte umgehend bei der Telefonseelsorge, die 24/7 unter den Telefonnummern 0800 / 111 0 111 und 0800 / 111 0 222 zu erreichen ist.

Maike Luhmanns Buch findet ihr hier, ihre Instagram-Seite gibt es hier.

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1 Stunde 23 Minuten
In dieser Folge »Kopf hoch« ist niemand zu Gast, denn: es ist keine reguläre Folge: Ich habe am 28. Mai auf Einladung der Lesereihe »Literaturtankstelle« in der Lindener Buchhandlung in Hannover aus »Weit weg von mir selbst« gelesen, meinem autobiografischen Buch über meine Zwangsgedanken und Depression.

Moderiert hat mein lieber Freund Jan Fischer, der auch die Idee hatte, die Lesung aufzunehmen. (Danke!)

Ihr hört hier also gute anderthalb Stunden Lesung und Gespräch sowie ein bisschen Musik und Fragen aus dem Publikum.

Wenn ihr mögt, könnt ihr mir via paypal.me/martinspiessofficial eine Spende in den Hut schnippen.

Inhaltswarnung: Es geht in dieser Folge explizit um Suizidgedanken, Zwangsgedanken und Depression sowie an einer Stelle um grenzverletzendes, übergriffiges Verhalten Frauen gegenüber. Passt beim Anhören also bitte auf euch auf oder lasst die Folge aus. Und wenn ihr Suizidgedanken habt, meldet euch bitte umgehend bei der Telefonseelsorge, die 24/7 unter den Telefonnummern 0800 / 111 0 111 und 0800 / 111 0 222 zu erreichen ist.

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37 Minuten
Meine heutige Gästin ist Salomea Genin. Sie musste mit neun Jahren aus Nazi-Deutschland nach Australien fliehen, weil sie Jüdin war, wurde mit 12 Kommunistin und zog Anfang der 60er Jahre aus Überzeugung in die DDR. Dort war sie 20 Jahre IM – sogenannte »informelle Mitarbeiterin« – im Auftrag der Stasi, die die Menschen in der DDR überwacht und so unter Druck gesetzt und kontrolliert hat. Als ihr klar wurde, welchem System sie da dient, stürzte sie in Verzweiflung und dachte, es helfe nur der Suizid.

Aber: Salomea Genin hat sich fürs Leben entschieden. Sie ist heute 93 Jahre alt und ich habe mich sehr gefreut, als ihre Zusage kam, bei »Kopf hoch« zu Gast zu sein und mir aus ihrem Leben zu erzählen.

Inhaltswarnung: Es geht in dieser Folge explizit um Suizidgedanken sowie um Depression. Passt beim Anhören also bitte auf euch auf oder lasst die Folge aus. Und wenn ihr Suizidgedanken habt, meldet euch bitte umgehend bei der Telefonseelsorge, die 24/7 unter den Telefonnummern 0800 / 111 0 111 und 0800 / 111 0 222 zu erreichen ist.

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Über diesen Podcast

Kopf hoch ist ein Podcast, der über psychische Erkrankungen aufklären und Stigmata abbauen will. In unregelmäßigen Abständen redet Schriftsteller, Musiker & Comedian Martin Spieß mit Menschen, die an einer (oder mehreren) psychischen Erkrankung(en) leiden: Wie kam es dazu? Wie lebt man damit? Wird es besser? Einfühlsam und auf Augenhöhe wird hier über psychische Erkrankungen gesprochen, wie Menschen auch über Rheuma, Bluthochdruck und Diabetes reden: Als Krankheiten, für die man sich nicht schämen muss, und für die niemand stigmatisiert werden sollte. Hosted on Acast. See acast.com/privacy for more information.
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„Kopf hoch“

Worum geht es? Danach fragen wir noch nach dem Grund.

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