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Stadtgeschichte[n] aus dem stadtmuseum gera Archiv

39 Episoden
42 Minuten
Ein politisches Machtzentrum, heute geschichtsträchtiges Denkmal: Die ehemalige SED-Bezirksleitung Gera erzählt ein bedeutendes Kapitel der jüngeren Stadtgeschichte. Doch welche Geschichte verbirgt sich hinter dem markanten Gebäudekomplex? Welche Rolle spielten Architektur, Kunst und der heutige Park der Demokratie? Und wie veränderte sich der Ort nach dem Ende der DDR?

In dieser Folge von "Stadtgeschichte[n]" sprechen wir mit Dr. Alexander Jörk über die wechselvolle Geschichte des Areals, die Inszenierung politischer Macht und den heutigen Umgang mit diesem besonderen Denkmal. Eine spannende Spurensuche zwischen Vergangenheit, Erinnerung und Zukunft. 
15 Minuten
Gera als Filmstadt? Tatsächlich war unsere Stadt schon Kulisse für zahlreiche nationale und internationale Film- und Fernsehproduktionen. In dieser Folge von "Stadtgeschichte[n]" sprechen wir mit Ausstellungskurator Konrad Kessler darüber, warum Gera für Filmschaffende so interessant ist, in welche Orte sich die Stadt vor der Kamera bereits verwandelt hat und welche bekannten Produktionen hier entstanden sind. Außerdem geht es um besondere Dreharbeiten, prominente Gäste und spannende Geschichten hinter den Kulissen.
22 Minuten
Gemeinsam mit dem Geraer Gästeführer Uwe Lehmann lädt diese Folge zu einer spannenden Zeitreise in die 1920er-Jahre ein. Unter der Überschrift „Volksstaat, Kapp-Putsch, pro-pro-bru“ widmet sich die aktuelle Folge den tiefgreifenden Veränderungen, die Gera nach dem Ende des ErstenWeltkriegs prägten. Themen sind unter anderem der Übergang vom Fürstentum zum Volksstatt Reuß, die Auswirkungen des Kapp-Putsches auf die Stadt sowie diekulturelle Blüte der sogenannten „Goldenen Zwanziger“. Auch der rätselhafte Begriff „pro-pro-bru“ wird näher erläutert und in seinen historischen Zusammenhang eingeordnet.

Darüber hinaus geht es um die wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Entwicklungen dieser Zeit sowie um das abrupte Ende des Aufschwungs infolge der Weltwirtschaftskrise von 1929. Mit zahlreichen historischen Hintergründen und anschaulichen Beispielen vermittelt die Folge ein facettenreiches Bild eines Jahrzehnts, das die Geschichte Geras nachhaltig geprägt hat.
25 Minuten
Wann fuhren die ersten Autos durch Gera? Welcher gebürtige Geraer wurde mit dem Pulitzer-Preis ausgezeichnet? Und wer war Geras erste Taxifahrerin?

In der 37. Folge von „Stadtgeschichte[n]“ begibt sich das Stadtmuseum Gera gemeinsam mit Frank Rüdiger auf eine spannende Spurensuche durch die Geschichte der Stadt. Freuen Sie sich auf überraschende Geschichten, interessante Persönlichkeiten und faszinierende Einblicke in bekannte und weniger bekannte Kapitel der Geraer Vergangenheit.
21 Minuten
Die 36. Folge des Podcasts "Stadtgeschichte[n]" aus dem Stadtmuseum Gera widmet sich den 1980er Jahren - dem letzten Jahrzehnt der DDR, das von Gegensätzen und tiefgreifenden Veränderungen geprägt war. Im Mittelpunkt steht die Ausstellung "Das waren die 80er! Gera im letzten Jahrzehnt der DDR", die Einblicke in den Alltag, die Lebensbedingungen und die gesellschastlichen Entwicklungen dieser Zeit bietet. 

Die Episode beleuchtet das Leben zwischen Manegelwirtschaft und Improvisation, staatlicher Kontrolle und wachsedem Veränderungswillen. Im Gespräch mit dem Kurator und Sammlungsleiter Matthias Wagner werden zentrale Aspekte der Alltagskultur sowie politische und soziale Entsicklungen in Gera herausgearbeitet. Dabei wird deutlich, wie nachhaltig die 1980er Jahre das Stadtbild und die Erinnerungen der Menschen geprägt haben. 
42 Minuten
In der 35. Folge von „Stadtgeschichte[n] aus dem Stadtmuseum Gera“ steht mit dem Hofwiesenpark einer der bekanntesten und beliebtesten Orte der Stadt im Mittelpunkt. Was heute als weitläufige Grünanlage zur Erholung einlädt, blickt auf eine bewegte und vielschichtige Geschichte zurück, die eng mit der städtebaulichen Entwicklung Geras verknüpft ist. Gemeinsam mit dem Stadtplaner Thomas Leidel erkunden wir die Entstehung, Gestaltung und Bedeutung dieses besonderen Parks – und werfen dabei auch einen Blick hinter die Kulissen moderner Stadtplanung. Gleichzeitig entsteht diese Episode erstmals an einem neuen Aufnahmeort, dem SmartCityStudio in den Gera Arcaden.
23 Minuten
In dieser Episode von „Stadtgeschichte[n] aus dem Stadtmuseum Gera“ wenden wir uns einer außergewöhnlichen Persönlichkeit zu, die weit über die Stadtgrenzen hinaus Geschichte geschrieben hat: dem Physiker Otto Lummer. Geboren in Gera, prägte er mit seinen Forschungen zur Strahlungsphysik und zur Entwicklung optischer Instrumente die Wissenschaft an der Schwelle zur Moderne entscheidend mit. Gemeinsam mit Prof. Dr. Peter Bussemer werfen wir einen Blick auf Lummers Lebensweg, seine wissenschaftlichen Leistungen und seine enge Verbindung zu seiner Heimatstadt – und entdecken dabei, wie lokale Geschichte und globale Entwicklungen miteinander verwoben sind.
27 Minuten
Zu Gast ist Annerose Kirchner, Lyrikerin und Autorin des eindrucksvollen Buches Spurlos verschwunden: Dörfer in Thüringen – Opfer des Uranabbaus. Im Gespräch berichtet sie von Orten, die durch den Uranabbau vollständig zerstört wurden – Dörfer, deren Namen, Geschichten und Lebenswelten heute kaum noch bekannt sind.

Gemeinsam mit der Autorin begibt sich der Podcast auf eine eindringliche Spurensuche: Wie lebten die Menschen in diesen Dörfern? Welche politischen und wirtschaftlichen Entscheidungen führten zu ihrem Verschwinden? Und warum ist es bis heute wichtig, an diese Orte zu erinnern? Frau Kirchner gibt dabei nicht nur Einblicke in ihre intensive Recherchearbeit, sondern spricht auch über die emotionale Dimension des Erinnerns und Bewahrens regionaler Geschichte.

Mit dieser Folge setzt „Stadtgeschichte[n]“ seine Reihe zu prägenden, oft übersehenen Aspekten der Stadt- und Regionalgeschichte fort und lädt Hörerinnen und Hörer dazu ein, Geschichte aus persönlicher, menschlicher Perspektive zu entdecken.
20 Minuten
Im Mittelpunkt steht diesmal ein Areal, das aktuell umfassend saniert wird und seit Jahrhunderten eine zentrale Rolle in der Geschichte Geras sowie der Landesherrschaft spielt: Schloss Osterstein. Das Stadtmuseum Gera widmete dem einstigen Residenzschloss bereits 2021/2022 eine große Sonderausstellung unter dem Titel „Schloss Osterstein – Facetten einer Residenz“.

Kurator dieser Ausstellung war Matthias Wagner, Sammlungsleiter am Stadtmuseum Gera. Er ist auch in der aktuellen Podcast-Folge zu Gast und nimmt die Hörerinnen und Hörer mit auf eine spannende Reise durch die Geschichte des Schlosses – von seiner Funktion als Residenz über seine wechselvolle Nutzung bis hin zur heutigen Bedeutung im Stadtbild.
31 Minuten
Seit Jahrhunderten sind Städte nicht nur Orte des Handels, der Kultur und des gesellschaftlichen Lebens, sondern auch immer wieder Schauplätze von Zerstörung, Leid und tiefgreifenden Veränderungen durch Kriege. Plünderungen, Hungersnöte, Brände und politische Umbrüche haben ihre Spuren hinterlassen – weit über die Zeit des eigentlichen Kriegsgeschehens hinaus.

Auch die Geschichte Geras ist geprägt von militärischen Konflikten: Vom Sächsischen Bruderkrieg über den Deutschen Bauernkrieg, den Dreißigjährigen Krieg und die Napoleonischen Kriege bis hin zu den Kriegen des 20. Jahrhunderts wurde die Stadt immer wieder erschüttert. Jeder Krieg hinterließ Wunden – durch Verlust an Menschenleben, Zerstörung, wirtschaftlichen Niedergang oder gesellschaftliche Umwälzungen.

Die Sonderausstellung im Stadtmuseum beleuchtet exemplarisch diese Auswirkungen und lädt dazu ein, über die Bedeutung von acht Jahrzehnten Frieden in Deutschland nachzudenken und diesen Wert neu zu schätzen.

In der neuen Podcast-Folge spricht der Kurator der Ausstellung, Konrad Kessler, über ausgewählte Objekte, historische Hintergründe und darüber, wie die Kriege das Leben der Menschen in Gera geprägt haben.
29 Minuten
„Vor langer Zeit da schürte man die Fässer auf den Gassen,

der hohe Rat beschloss alsdann den Ukas zu erlassen:

Den Böttchern soll verboten sein das Schüren auf denStraßen, davon die Leute groß und klein bekommen schwarze Nasen.“

 

Diese erste Strophe eines Gedichts aus dem Jahr 1885,gezeichnet mit „B.“, wurde kürzlich im Stadtarchiv Gera entdeckt. Der Fundereignete sich im Rahmen einer Recherche von Herrn Manfred Taubert, der aufeine ihm bislang unbekannte Straßen- bzw. Platzbezeichnung gestoßen war.Hinweise darauf fand er in einem Adressbuch aus den Jahren 1866 und 1867.

Herr Taubert widmet sich seit vielen Jahren derErforschung von Straßennamen und hat das ursprünglich 2006 von Siegfried Mues verfasste Werk „Die Straßennamen der Stadt Geravon A bis Z – Ihre Geschichte und Geschichten“ grundlegend überarbeitet. Diezweite, erweiterte Auflage erschien im Jahr 2020.

Das Buch beleuchtet nicht nur die Herkunft und Bedeutungder Straßennamen, sondern auch die gesellschaftlichen und politischenVeränderungen, die sich in ihnen widerspiegeln. Denn Straßennamen sind mehr alsbloße Wegweiser – sie erzählen von der Geschichte einer Stadt, vom Zeitgeistihrer Epochen, von Machtwechseln und urbaner Identität.

In der neuesten Folge des Podcasts Stadtgeschichte[n] des StadtmuseumsGera wird genau diesem Thema nachgegangen: der Geschichte der GeraerStraßennamen. Und vielleicht wird darin auch aufgelöst, welche fast vergesseneStraßen- oder Platzbezeichnung Herr Taubert bei seiner Recherche zutagegefördert hat.
34 Minuten
Am Morgen des 31. Juli 1912 bot sich in Gera ein Bild,das heute fast unwirklich erscheint: Gegen 8 Uhr fuhr ein mit Ziegeln beladener, von zwei Pferden gezogener Lastwagen der Firma G. Caspari den Nikolaiberg hinab – und rutschte, vermutlich aufgrund eines technischen Versagens, in das Schaufenster der Firma G. Pöhlitz. Bereits zur Mittagszeit konnten Neugierige in einem nahegelegenen Geschäft Fotografien des Vorfalls als Fotopostkarte erwerben.

Diese Szene ist mehr als eine kuriose Begebenheit: Sie steht exemplarisch für die Bedeutung historischer Fotopostkarten. Um die Jahrhundertwende wurden sie zum beliebten Massenmedium – sie verbanden aktuelle Bildmotive mit persönlicher Kommunikation und zeugen bis heute vom Alltagsleben, von politischen Ereignissen und kulturellen Entwicklungen. Oft liebevoll gestaltet, sind sie wichtige visuelle Quellen der Stadt- und Zeitgeschichte.

Der Geraer Sammler Hartmut Großmann hat über Jahre hinweg eine umfangreiche Sammlung solcher Postkarten zusammengetragen. Klaus Bordale und Frank Rüdigerhaben eine Auswahl daraus in einem zweiteiligen Bildband unter dem Titel „Ungehobene Schätze – historische Fotopostkarten aus der Sammlung Großmann“veröffentlicht.

In der 29. Folge des Podcasts „Stadtgeschichte[n]“ des Stadtmuseums Gera geben die drei Fotopostkarten-Experten spannende Einblicke in das Gera der frühen 1900er-Jahre. Sie zeigen, wie diese kleinen Bildträger große Geschichten erzählen – von spektakulären Vorfällen bis zu charmanten Alltagsmomenten.

Hören Sie rein – und entdecken Sie Gera auf Postkarten, die Geschichte schreiben.
21 Minuten
Die neuste Folge des Podcast Stadtgeschichte[n] widmet sich dem Leben und Werk des bedeutenden deutschen Künstlers Otto Dix. Bekannt für seine eindringlichen Darstellungen des Ersten Weltkriegs und seine schonungslose Gesellschaftskritik, zählt Dix zu den wichtigsten Malern des 20. Jahrhunderts.

In dieser Episode beleuchten wir, wie Dix‘ Erfahrungen als Soldat seine Kunst prägten, welchen Einfluss die Weimarer Republik auf sein Werk hatte und warum seine Gemälde bis heute provozieren und faszinieren. Dabei wird auch sein künstlerischer Wandel zwischen Expressionismus, Dadaismus und Neuer Sachlichkeit thematisiert. Hören Sie rein und tauchen Sie ein in die Welt eines Künstlers, der mit seinen Bildern Geschichte schrieb!
19 Minuten
Axel Benndorf nimmt in der 27. Folge des Podcasts Stadtgeschichte[n] des Stadtmuseums Gera die Zuhörer mit auf eine Reise durch die Geschichte der Fliegerei und zeichnet das bewegte Leben von Karl Weiser nach. Sein Werdegang steht exemplarisch für eine Generation, die vor rund 100 Jahren geboren wurde und deren Lebenswege durch Krieg, Neuanfang und leidenschaftliches Engagement geprägt waren.

1924 in Gera geboren, entdeckte Karl Weiser früh seine Begeisterung für das Fliegen. Nach einer Ausbildung zum Piloten wurde er gegen Ende des Zweiten Weltkriegs noch kurzzeitig eingesetzt. Doch seine wahre Mission begann erst nach Kriegsende: Mit unermüdlichem Einsatz setzte er sich für den Wiederaufbau und die Förderung des Flugsports in seiner Heimatstadt ein. In Gera-Leumnitz spielte er eine entscheidende Rolle beim Aufbau des Flugplatzes der Gesellschaft für Sport und Technik (GST) und prägte als engagierter Fluglehrer über Jahrzehnte hinweg Generationen junger Pilotinnen und Piloten.

Seine tiefe Verbundenheit zur Luftfahrt begleitete ihn ein Leben lang. Als Karl Weiser im Jahr 2017 verstarb, hinterließ Karl Weiser nicht nur Spuren in der Geschichte der ostdeutschen Fliegerei, sondern vor allem in den Herzen all jener, die er für die Magie des Fliegens begeistern konnte.
27 Minuten
Die 26. Folge des Podcasts „Stadtgeschichte[n]“ des Stadtmuseums Gera widmet sich einem besonders genussvollen Thema – dem Wein. Karin Schumann, seit 1999 als Gästeführerin tätig und bekannt dafür, Besuchern und Einheimischen die Geschichte und Besonderheiten ihrer Heimatstadt Gera näherzubringen, nimmt die Zuhörer mit auf eine faszinierende Reise in die Welt des Weinanbaus in Gera und im Reußenland. Mit spannenden Einblicken in diese traditionsreiche Kultur, bereichert durch eine Auswahl an Gedichten, verspricht diese Episode interessante und genussvolle Momente.