Stadtgeschichte[n] aus dem stadtmuseum gera Archiv
39 Episoden
11 Minuten
Frank Schenke zählt zu den bedeutendsten Fotografen Geras, dessen Aufnahmen wertvolle Zeugnisse der Zeitgeschichte darstellen. Seine Werke fangen nicht nur einzigartige Momente ein, sondern erzählen zugleich vom Wandel der Zeit. Mit beeindruckender Vielfalt meisterte er verschiedene fotografische Genres – von der Industriewerbung bis zur Porträtfotografie. Gemeinsam mit dem Sammlungsleiter des Stadtmuseums, Herrn Matthias Wagner, laden wir dazu ein, das Leben und Schaffen von Frank Schenke zu entdecken.
21 Minuten
Heinrichsgrün - eine idyllische Siedlung am Rande des Stadtwaldes im Geraer Stadtteil Debschwitz - wurde als Thüringens erste Gartenstadt errichtet. Ihr Hauptziel war es, die Wohn- und Lebensverhältnisse der Arbeiter und ihrer Familien deutlich zu verbessern. Die Initiative dazu ging von Dr. Clemens Weisker aus, der sich 1888 als Arzt in Gera niederließ und täglich mit den Auswirkungen von Industrialisierung und Urbanisierung auf die Bevölkerung konfrontiert war. Über die Entstehung und Bedeutung dieses besonderen Stadtteils berichtet der erfahrene Gästeführer Dr. Alexander Jörk.
20 Minuten
In der neusten Episode des Podcast ‚Stadtgeschichte[n]‘ aus dem Stadtmuseum Gera ist Frau Anne-Kathrin Seegler, wissenschaftliche Mitarbeiterin am Museum für Angewandte Kunst zu Gast. Anlässlich des 40-jährigen Bestehens des Museums gibt sie spannende Einblicke in die bewegte Geschichte dieser kulturellen Institution, die im historischen Ferberschen Haus beheimatet ist.
Unter dem Titel „Von Art déco bis DDR“ diskutiert die Episode herausragende Exponate der aktuellen Jubiläumsausstellung und beleuchtet die Persönlichkeiten, die das Museum in den vergangenen Jahrzehnten geprägt haben. Zudem wirft Frau Seegler einen Blick zurück auf die Gründung des Museums in den 1980er Jahren, einer Zeit, in der die Innenstadt von Gera umfassende Umgestaltungen erlebte.
Freuen Sie sich auf eine faszinierende Reise durch die Geschichte des Museums für Angewandte Kunst Gera, die Entwicklung des Ferberschen Hauses und die Bedeutung dieser Institution für die Stadt und darüber hinaus.
Unter dem Titel „Von Art déco bis DDR“ diskutiert die Episode herausragende Exponate der aktuellen Jubiläumsausstellung und beleuchtet die Persönlichkeiten, die das Museum in den vergangenen Jahrzehnten geprägt haben. Zudem wirft Frau Seegler einen Blick zurück auf die Gründung des Museums in den 1980er Jahren, einer Zeit, in der die Innenstadt von Gera umfassende Umgestaltungen erlebte.
Freuen Sie sich auf eine faszinierende Reise durch die Geschichte des Museums für Angewandte Kunst Gera, die Entwicklung des Ferberschen Hauses und die Bedeutung dieser Institution für die Stadt und darüber hinaus.
29 Minuten
In der Folge "Gut getroffen! Die Geraer Schützenbilder als Spiegel der Zeit" taucht Stephan Peetz, ein erfahrener Sportschütze mit 58 Jahren Erfahrung und Autor des Buches "Geras Schützenwesen in alter und neuer Zeit", tief in die Geschichte des Schützenwesens in Gera ein. Peetz beleuchtet die Entwicklung und die kulturelle Bedeutung des Schützenwesens und zeigt auf, wie diese Tradition die Stadt geprägt hat.
Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf den einzigartigen Geraer Schützenbildern, die derzeit in einer Ausstellung im Stadtmuseum Gera zu bewundern sind. Diese Bilder sind nicht nur kunsthistorisch wertvoll, sondern dienen auch als visuelle Chroniken, die das Leben und die Traditionen der Schützengilden dokumentieren. Peetz erklärt die Symbolik und die Geschichten hinter diesen Kunstwerken und verdeutlicht, wie sie als Spiegel ihrer Zeit fungieren. Die Ausstellung bietet somit nicht nur einen Einblick in die künstlerische Qualität der Schützenbilder, sondern auch in die reiche Geschichte und die kulturelle Identität Geras.
Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf den einzigartigen Geraer Schützenbildern, die derzeit in einer Ausstellung im Stadtmuseum Gera zu bewundern sind. Diese Bilder sind nicht nur kunsthistorisch wertvoll, sondern dienen auch als visuelle Chroniken, die das Leben und die Traditionen der Schützengilden dokumentieren. Peetz erklärt die Symbolik und die Geschichten hinter diesen Kunstwerken und verdeutlicht, wie sie als Spiegel ihrer Zeit fungieren. Die Ausstellung bietet somit nicht nur einen Einblick in die künstlerische Qualität der Schützenbilder, sondern auch in die reiche Geschichte und die kulturelle Identität Geras.
33 Minuten
Tauchen Sie ein in die faszinierende Welt des Bauhauses und dessen Rezeption in der DDR! Im Jahr 1919 von Walter Gropius gegründet, entwickelte sich das Bauhaus zu einer der einflussreichsten Kunst- und Designschulen des 20. Jahrhunderts. Aber wie entwickelten sich die Ideen und Konzepte des Bauhauses, als Deutschland nach dem Zweiten Weltkrieg in Ost und West geteilt wurde? Wie wurde das Erbe des Bauhauses in der DDR aufgenommen, interpretiert und weiterentwickelt?
Im neuesten Podcast der Reihe Stadtgeschichte[n] des Stadtmuseums Gera spricht Dipl.-Ing. Bernd Krüger über die vielfältigen Einflüsse und die besondere Bedeutung des Bauhauses in der DDR. Erfahren Sie spannende Hintergründe und Geschichten, die das kulturelle Erbe dieser bedeutenden Epoche lebendig werden lassen. Hören Sie jetzt rein und lassen Sie sich inspirieren!
Im neuesten Podcast der Reihe Stadtgeschichte[n] des Stadtmuseums Gera spricht Dipl.-Ing. Bernd Krüger über die vielfältigen Einflüsse und die besondere Bedeutung des Bauhauses in der DDR. Erfahren Sie spannende Hintergründe und Geschichten, die das kulturelle Erbe dieser bedeutenden Epoche lebendig werden lassen. Hören Sie jetzt rein und lassen Sie sich inspirieren!
29 Minuten
Ein Gewürz, das mit Gold aufgewogen wird! Ein Name, der nach Tausend und einer Nacht klingt, und doch wurde es einst in Ostthüringen angebaut. Und mehr noch, es wird heute wieder hier "gepflanzt" und hat immer noch seinen stolzen Preis. Nicht mehr in Gold, aber für ein Gramm zahlt man 20,00 € und mehr. Dieses Gewürz, wird sogar in einem Kinderlied besungen, und das schon vor über 500 Jahren. Und dieses Kinderlied wird heute noch gesungen! Die Rede ist von Safran, der hier während des ausgehenden Mittelalters angebaut und gehandelt wurde. Es durfte in keiner guten Küche, vor allem in den damaligen "Schwarzen Küchen" fehlen. Wie wichtig Safran für die Köche war, zeigt ein handgeschriebenes Kochbuch aus dem späten 16. Jahrhundert. Bei mehr als 260 von 500 darin enthaltenen Rezepten wird Safran verwendet. Über dieses interessante Gewürz und seine Geschichte hier in Ostthüringen berichtet der Historiker Dr. Hans-Joachim Kessler.
35 Minuten
Die Ostmoderne war die vorherrschende Architektur in der ehemaligen DDR und hinterließ auch in Gera ihre Spuren. Gerade der Status als Bezirksstadt führte zu großen architektonischen Umbrüchen, vor allem in der Zeit zwischen dem Ende der 1950er und Beginn der 1980er Jahre. Viele Gebäude der Innenstadt sind in dieser Zeit entstanden und prägen bis heute das Stadtbild. So z.B. das Kultur- und Kongresszentrum, welches 1981 als HdK – Haus der Kultur – eröffnet wurde oder die ehemalige SED-Bezirksleitung Amthorstraße, die heute immer wieder als Filmkulisse dient. Die Ostmoderne hatte aber auch Einfluss auf verschiedene Stadtteile wie bspw. den Bieblacher Hang oder Gera-Lusan.
Auf einen Rundgang durch Gera und zu interessanten Gebäuden der Ostmoderne begleitet sie Gästeführer Herr Dr. Alexander Jörk.
Auf einen Rundgang durch Gera und zu interessanten Gebäuden der Ostmoderne begleitet sie Gästeführer Herr Dr. Alexander Jörk.
35 Minuten
Die Villa Bardzki wurde vom Textilfabrikanten Stanislaus von Bardzki in Auftrag gegeben und zwischen 1908 und 1910 erbaut. Das Gebäude ist Zeugnis großbürgerlicher Wohnkultur und beeindruckt mit seiner Architektur und Geschichte bis heute. Baucharchitekt war Rudolf Schmidt, welcher die Villa vor den Toren der Stadt errichtete. Sowohl der symmetrisch angelegte Garten, welcher eine große Springbrunnenanlage besaß, als auch die interessante Inneneinrichtung, die bspw. ein Muschelzimmer, welches mit Steinen und Muscheln verziert war, aufwies waren Besonderheiten in der damaligen Zeit. Gästeführerin Marion Walter beschäftigt sich seit geraumer Zeit mit den Villen der Stadt und hat besonders an der Villa Barzdki gefallen gefunden. Sie stellt sowohl seine Bewohner, die Familie Bardzki, als auch die wechselvolle Geschichte des Gebäudes eindrucksvoll dar.
21 Minuten
Das Stadtzentrum ist das Aushängeschild einer Stadt. Ein Ort der Begegnung und Identifikation, der auch eine historische, wirtschaftliche und kulturelle Bedeutung hat. Doch gesellschaftliche und politische Veränderungen führten auch immer wieder zu Umbrüchen in den Innenstädten. Gerade das Geraer Stadtzentrum war im 20. Jahrhundert massiven Veränderungen unterworfen, die bis heute das Stadtbild prägen. Welche Pläne und Visionen es für das Stadtzentrum Geras in den 1920er Jahren, im Nationalsozialismus und in der Zeit der DDR gab, erklärt auf anschauliche Weise Matthias Wagner, wissenschaftlicher Mitarbeiter und Kurator der gleichnamigen aktuellen Sonderausstellung des Museums.
29 Minuten
Kino ist die Abkürzung von Kinematographentheater. Ein Kinematograph war eine Vorrichtung der Lumière-Gesellschaft die Ende des 19. Jahrhunderts entwickelt wurde und mit der man u.a. Filme abspielen konnte. Zunächst als Kuriosum auf Jahrmärkten und Volksfesten vertreten, avancierte der Film bald zum Leitmedium des 20. Jahrhunderts. So auch in der Stadt Gera, die sich zu einer wirklichen Kinostadt entwickelte.
Frau Gabriele Hartmann gibt einen spannenden Einblick in die Geschichte der Lichtspielhäuser in Gera. Von den ersten Aufführungen von 'Wanderkinos' über erste feste Spielstätten bis hin zur Eröffnung des 'Palasttheaters' im Jahr 1928 erfährt man viel Wissenswertes und manche Anekdote über die Geraer Kinogeschichte.
Frau Gabriele Hartmann gibt einen spannenden Einblick in die Geschichte der Lichtspielhäuser in Gera. Von den ersten Aufführungen von 'Wanderkinos' über erste feste Spielstätten bis hin zur Eröffnung des 'Palasttheaters' im Jahr 1928 erfährt man viel Wissenswertes und manche Anekdote über die Geraer Kinogeschichte.
35 Minuten
Viele geschichtsträchtige und prägende Gebäude in Gera sind in den letzten Jahrzehnten zu Lost Places verkommen. Also vergessene leerstehende Orte die immer weiter verfallen und dennoch Teil des Stadtbildes sind. Einige davon, wie bspw. das ehemalige Tietz-Kaufhaus sind immer wieder Diskussionsthema in der Stadt. Andere sind tatsächlich schon fast vergessen, wie das einstige Residenztheater in der heutigen Geschwister-Scholl-Straße. Gästeführer Dr. Alexander Jörk nimmt sie mit auf einen interessanten Spaziergang zu den Lost Places Geras - mystische, geschichtsträchtige Orte die nicht in Vergessenheit geraten sollten. Der Weg führt vorbei an einer der größten und renommiertesten Tintenfabriken Deutschlands, einer Villa die nach Entwürfen von Thilo Schoder gebaut wurde und einem Rittergut welches es im Stern auf die Liste der schaurigsten Orte zum Gruseln in Thüringen geschafft hat. All diese Gebäude haben eine spannende Geschichte zu erzählen und sind Teil der Historie der Stadt.
25 Minuten
Heinrich Posthumus Reuß, der am 10. Juni 1572 in Gera geboren wurde, war der bedeutendste Herrscher des Hauses Reuß jüngere Linie. Von 1595 bis zu seinem Tod im Jahre 1635 regierte er das Herrschaftsgebiet Reuß jüngere Linie, dessen Zentrum die Stadt Gera bildete. Hier befand sich auch die Residenz des Herren Reuß zu Gera – Schloss Osterstein auf dem Hainberg. In seiner Regierungszeit reformierte er Kirche und Verwaltung und förderte Handel und Gewerbe, was zu einem wirtschaftlichen Aufschwung vor allem in Gera führte. Des Weiteren unterstütze er u.a. die Arbeiten von Nicolaus des Smit, einem Zeugwarenhändler aus den Niederlanden und Heinrich Schütz, dem bedeutendsten deutschen Komponisten des Frühbarocks aus Köstritz. Daneben gründete er mit dem Rutheneum 1608 das erste Gymnasium der Stadt, welches sich zu einer national anerkannten Bildungseinrichtung entwickelte.
Der Geraer Manfred Taubert beleuchtet Leben und Wirken von Heinrich Posthumus Reuß und stellt seine Idee, das verschollene Posthumus Denkmal wieder auf dem Johannisplatz aufzustellen, vor.
Der Geraer Manfred Taubert beleuchtet Leben und Wirken von Heinrich Posthumus Reuß und stellt seine Idee, das verschollene Posthumus Denkmal wieder auf dem Johannisplatz aufzustellen, vor.
21 Minuten
320 Millionen Mark für ein Ei, 360 Milliarden Mark für einen Liter Milch oder 5,6 Billionen Mark für ein Kilogramm Rindfleisch. Unvorstellbare Mengen an Geld waren während der Hyperinflation, die im November 1923 ihren Höhepunkt fand, notwendig, um alltägliche Dinge zu kaufen. Säcke oder Schubkarren voller Geld und Kinder die mit Geldbündeln spielen, sind Bilder die kennzeichnend für diese Zeit waren. Die Finanzkrise zu Beginn der 1920er Jahre spielt eine zentrale Rolle in der neuen Sonderausstellung im Stadtmuseum Gera, die unter dem Titel 'Geld für Gera - von Münzen, Steuern und Finanzkrisen' seit dem 22. Juli 2023 zu sehen ist. ( Mehr Informationen unter www.gera.de/stadtmuseum)
Seit dem Mittelalter beherrscht Geld unser Leben. Bis ins 19. Jahrhundert sind Münzen, neben Naturalien, das einzige Zahlungsmittel. Der Geldbedarf der Industrialisierung bedingt die Einführung von Banknoten. Das Papiergeld braucht jedoch die Sicherheit von Gegenwerten und Vertrauen. Fehlt dies sind Krisen vorprogrammiert. Der Kurator der Ausstellung und Leiter des Stadtmuseums, Herr Konrad Kessler führt von der mittelalterlichen Münzgeschichte, als in Gera silberne Brakteaten geprägt wurden bis zur Einführung des Papiergeldes und der Entstehung von Aktiengesellschaften. Auch die Finanzkrisen der Kipper- und Wipperzeit und die Inflation von 1923 werden genauer beleuchtet.
Seit dem Mittelalter beherrscht Geld unser Leben. Bis ins 19. Jahrhundert sind Münzen, neben Naturalien, das einzige Zahlungsmittel. Der Geldbedarf der Industrialisierung bedingt die Einführung von Banknoten. Das Papiergeld braucht jedoch die Sicherheit von Gegenwerten und Vertrauen. Fehlt dies sind Krisen vorprogrammiert. Der Kurator der Ausstellung und Leiter des Stadtmuseums, Herr Konrad Kessler führt von der mittelalterlichen Münzgeschichte, als in Gera silberne Brakteaten geprägt wurden bis zur Einführung des Papiergeldes und der Entstehung von Aktiengesellschaften. Auch die Finanzkrisen der Kipper- und Wipperzeit und die Inflation von 1923 werden genauer beleuchtet.
19 Minuten
Wohin mit 1,4 Millionen Liter? Soviel Bier durfte nämlich im 17. Jahrhundert in Gera jährlich gebraut werden. Wie in anderen Städten auch, hatten die Bürger der Stadt – sofern man Hausbesitzer war – das Recht, Bier zu brauen. Geeignete Felsenkeller zur Lagerung gab es nicht in der Umgebung, die findigen Bürger gingen daher in die Tiefe. So entstand unter der Altstadt von Gera ein unterirdisches Labyrinth mit bis zu zehn Meter tiefen Kellern, die im Laufe der Jahrhunderte, kreuz und quer neben- und übereinander liegend und manchmal auch aneinanderstoßen, angelegt wurden. Gleichmäßige Temperaturen von 9 bis 13 Grad garantierten auch im Sommer jederzeit einen erfrischenden Biergenuss.
Der Geraer Nachtwächter Uwe Lehmann gibt interessante Einblicke in den Höhlerbau, das Brau- und Schankrecht der Stadt und die Nachnutzung der Höhler. Spannende Sagen und Geschichten rund um Bieresel und den Höhlergeist ‚Huckauf‘ kommen dabei natürlich auch nicht zu kurz.
Der Geraer Nachtwächter Uwe Lehmann gibt interessante Einblicke in den Höhlerbau, das Brau- und Schankrecht der Stadt und die Nachnutzung der Höhler. Spannende Sagen und Geschichten rund um Bieresel und den Höhlergeist ‚Huckauf‘ kommen dabei natürlich auch nicht zu kurz.
31 Minuten
Ende des 19. Jahrhunderts kam es in Gera, vor allem durch die Industrialisierung, zur raschen Entwicklung der Einwohnerzahlen. So kam es zu einer regen Bautätigkeit, um dringend benötigten Wohnraum zu schaffen. Dies betraf auch den Stadtteil Pforten. Dort wurde im Jahr 1874, bei der Entnahme von Baumaterial in der heutigen Pfortener Straße/Ecke Robert-Blum-Straße, die sogenannte ‚Lindentaler Hyänenhöhle‘ entdeckt. Dabei handelte es sich eigentlich um eine verfüllte Spalte im anstehenden Dolomit. Die anschließenden Grabungen brachten eine große Anzahl an Tierknochen, u.a. von Mammut, Wollnashorn, Höhlenlöwe und Höhlenhyäne, aber auch von noch heute existierenden Arten, wie Hirsch, Reh und Murmeltieren, hervor. Beeindruckend waren aber auch die Funde von Feuersteingeräten, deren Alter auf ca. 60 000 bis 40 000 Jahren geschätzt wird. Herr Frank Hrouda, Museumspädagoge des Museums für Naturkunde Gera, gibt spannende Einblicke in die Entdeckung der Höhle und deren Benennung und blickt auf die Lebenswelten verschiedener steinzeitlicher Tierarten.