In meinem Feed tauchte eine Anzeige auf: Ein „Arzt“ mit Stethoskop erzählt, was Japan angeblich über MS weiß und die westliche Medizin nicht. Drei B-Vitamine, japanische Studien, jahrzehntealtes Geheimwissen. Und für einen Moment habe ich gedacht: Ist da vielleicht was dran? In dieser Folge nehme ich die Anzeige auseinander. Ich zeige dir, was an der Geschichte wahr ist, was aufgeblasen wurde und warum solche Texte uns genau dann erwischen, wenn wir nach Hoffnung suchen. Darum geht es: • Warum Japan weniger MS-Fälle hat – und warum das nichts mit Geheimwissen zu tun hat • Was die zitierte japanische Studie von 1994 wirklich gezeigt hat • Die Warnsignale: unbekannte Experten, Zauberwörter, Laborstudien als „Beweis“, Garantien und Zeitdruck • Warum Nahrungsergänzungsmittel in der EU gar nicht mit der Behandlung von Krankheiten werben dürfen • Kurz eingeordnet: CBD, Biotin, Weihrauch und Trendprodukte wie Lion’s Mane • Mein Weg mit dem Coimbra-Protokoll: begleitet, regelmäßig gemessen, mit klaren Regeln Meine Devise: messen und machen, nicht einfach einwerfen. Ich bin nicht gegen Supplements – viele tun mir richtig gut. Aber sie gehören mit Sinn und Verstand eingesetzt, abgestimmt mit Ärztin, Arzt oder Therapeut:in deines Vertrauens. Das kannst du mitnehmen: 1. Erst Werte messen lassen, zum Beispiel Vitamin D, B12 und Eisen. Dann entscheiden. 2. Auch das absprechen, was „nur“ ein Supplement ist. 3. Eins nach dem anderen testen, als Faustregel etwa drei Monate. 4. Bei der nächsten Anzeige kurz die Warnsignale durchgehen, bevor du kaufst. Welche Anzeige hat dich schon mal fast überzeugt? Schreib es mir, ich sammle eure Beispiele. Wenn du dich mit anderen austauschen möchtest, komm gern in die RYVA NOVA MS-Community auf Telegram – schreib mir dafür einfach eine kurze Nachricht. Oder abonniere meinen Newsletter. Hinweis: Diese Folge ersetzt keine medizinische Beratung. Bitte sprich Änderungen an deiner Therapie oder Supplement-Einnahme immer mit deinen behandelnden Ärzt:innen ab.
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