Lasst uns über Depressionen sprechen Archiv
69 Episoden
60 Minuten
Vier Stunden saß Sven bei McDonalds und fragte sich, woher diese Panikattacke vorhin auf der Autobahn kam. Obwohl er viele Jahre im Außendienst tätig und gewohnt war, selbst mit dem Auto unterwegs zu sein, musste er sich an diesem Tag abholen lassen. Seither kann er kein Auto mehr fahren, geschweige denn, alleine das Haus verlassen. Schon der Gedanke daran löst in ihm starke Anspannung und Unruhe aus. "Hier zu Hause habe ich meine Sicherheit. Von hier aus kann ich meine Projekte organisieren." Sagt Sven. Trotz seiner Schwierigkeiten mit Öffentlichen Räumen, hat er bereits einige Projekte auf die Beine gestellt und sogar RTL als Begleitung dafür gewinnen können. Was Sven so alles macht und wie er mit seiner Erkrankung umgeht, hört ihr in dieser Episode. Viel Freude beim Hören.
44 Minuten
Zuerst einmal vielen Dank für eure zahlreichen Zuschriften! Ich freue mich über jede einzelne. In der aktuellen Folge möchte ich mich zwei Themen widmen, die am Ende auch miteinander verknüpft sind: Thema 1: Familie ist das wichtigste, oder? Diesen Spruch hört man doch recht oft. Aber stimmt das wirklich? Viele Familien funktionieren gar nicht als Rückhalt und Unterstützung. Muss ich dann trotzdem loyal bleiben? Oder entferne ich mich, habe aber ein schlechtes Gewissen? Thema 2: Fremdbestimmung In meiner täglichen Arbeit mit Klienten, fällt mir besonders auf, wie oft diese aus der Selbstbestimmung gefallen sind. Der ganze Tag ist seit langer Zeit bestimmt von Verantwortung, Erwartungen und Erledigungen. Das kann ja eigentlich nicht lange gut gehen. Dennoch sind viele Menschen gar nicht mehr in der Lage, das überhaupt wahrzunehmen. Ich wünsche euch viel Freude beim Hören dieser Folge!
41 Minuten
Thema 1: Antidepressiva - Nachbesprechung Ich möchte die Erkenntnisse aus der vorherigen Folge 33 über Antidepressiva noch einmal kurz einordnen. Mich haben ein paar Details sehr nachdenklich gemacht. Diese möchte ich noch einmal hervorheben und für euch klar herausstellen. Thema 2: "Funktionieren – obwohl innerlich alles brennt." In dieser Podcastfolge spreche ich auch über ein Phänomen, das viele Menschen mit Depression kennen: das 'Funktionieren'. Arbeiten, lächeln, den Alltag meistern – nach außen hin scheint alles okay. Doch im Inneren herrscht Leere, Erschöpfung, manchmal Verzweiflung. Warum funktioniert man weiter, obwohl es eigentlich nicht mehr geht? Und was macht das mit einem? Diese Folge ist für alle, die sich selbst oft nicht verstehen – und sich vielleicht endlich wieder spüren wollen. Viel Freude beim Hören!
1 Stunde
Alles was du über Antidepressiva wissen musst! Seit längerer Zeit war ich auf der Suche nach einem Spezialisten für Antidepressiva. Jemanden, der sich wirklich bis in alle Untiefen dieser Thematik auskennt. Dann entdeckte ich ein Buch, welches mir zufällig vorgeschlagen wurde. Der Titel "Antidepressiva: Wie man sie richtig anwendet und wer sie nicht nehmen sollte" hat mich zum Kauf animiert. Das Buch ist eines der Besten, welches ich über die Themen Antidepressiva und am Rande auch über Depressionen gelesen habe. Es vermittelt die komplexen Zusammenhänge in einfacher, anschaulicher Form und klärt über alle wichtigen Themen auf. Im Interview erklärt Herr Bschor auch, dass er an einigen der Studien selbst mit seinem Team beteiligt war und deshalb auch diese Expertise mitbringt. Ihr dürft euch also auf eine sehr wertvolle, spannende, aber auch unterhaltsame Folge freuen. Viel Freude beim Hören wünsche ich euch!
41 Minuten
Wenn wir die Themen der mentalen Gesundheit irgendwann einmal in der Gesellschaft als normal ankommen lassen wollen, müssen wir dort aufklären, wo die meisten Probleme entstehen. In der Kindheit und Jugend. Kinder sind grausam, heißt es oft. Sie sprechen unverhohlen die Wahrheit aus. Manche gehen auf andere Kinder los, z. B. indem sie Mobbing betreiben, um von den eigenen unzulänglichkeiten abzulenken. Und deshalb ist es unglaublich wichtig, den Kindern schon so früh wie möglich beizubringen, es ist in Ordnung, sich einmal nicht gut zu fühlen. Wir können nicht jeden Tag zu 100 % funktionieren. Und es gibt Ereignisse im Leben, die uns den Boden unter den Füßen wegziehen können. Wir müssen da aber nicht alleine durch. Wir dürfen darüber sprechen, uns Hilfe holen und diese dann auch annehmen. Genau darüber und über Ihr thematisch wunderbar passendes Buch, spreche ich heute mit Nora Hille.
30 Minuten
Lasst uns einmal über Selbsthilfegruppen sprechen. Denn diese Gruppen können ein sehr wichtiger Baustein auf einem Heilungsweg sein. Sie können aber auch, das berichten mir leider viele Betroffene, dazu beitragen, nicht weiter voranzukommen. Deshalb spreche ich in dieser Episode darüber, was gute Selbsthilfegruppen von schlechten Unterscheidet und wie du deine Gruppe am besten auswählen kannst. Ich gebe auch Informationen darüber, wie man selbst eine Gruppe starten kann und welche Fähigkeiten dazu von Vorteil sind. Ich wünsche euch viel Freue mit der Folge!
35 Minuten
Kennst du das Gefühl, als würde dein Leben in Grautönen verlaufen? Nicht tiefschwarz, nicht völlige Hoffnungslosigkeit – aber auch nie wirklich hell? Ein bisschen so, als wärst du immer einen Schritt hinter dem echten Glück, hinter der echten Energie, hinter dem echten Leben. Du funktionierst, du stehst auf, du machst, was du machen musst – aber die Freude, die Leichtigkeit, die Begeisterung… die bleibt oft aus. Falls du dich darin wiedererkennst, dann könnte es sein, dass du nicht einfach nur ‚schlecht drauf‘ bist oder eine längere Pechsträhne hast. Vielleicht steckt etwas anderes dahinter: Dysthymie – die chronische, leise Depression. In dieser Folge möchte ich genau darüber sprechen. Was ist Dysthymie eigentlich? Woran erkennt man sie? Warum bleibt sie oft jahrelang unbemerkt?
47 Minuten
Wir werfen in dieser Folge einen detaillierten Blick auf die Wahlprogramme der großen Parteien zur Bundestagswahl 2025 und analysieren, welche konkreten Maßnahmen sie vorschlagen, um die psychische Gesundheit der Bevölkerung zu stärken. Welche Angebote gibt es für Menschen mit psychischen Erkrankungen? Wie wollen die Parteien die Prävention fördern und den Zugang zu Therapien verbessern? Diese Fragen sind besonders wichtig, da psychische Gesundheit immer mehr zu einem entscheidenden Thema in unserer Gesellschaft wird. Was ich dabei gefunden habe, hat mich überrascht! Es gibt einige wirklich gute Ansätze, aber auch ein großes Problem. Ich wünsche euch viel Freude mit dieser Folge! Ich freue mich aber auch sehr über euer Feedback und Themenwünsche.
41 Minuten
Zum Arzt gehen und durch eine gezielte Untersuchung herausfinden, zu welchem Biotypen man zählt. Dieser Biotyp wird dann mit ganz bestimmten Behandlungsformen gezielt und effizient von seinen Depressionen geheilt. Klingt das nicht toll? Eine neue Studie macht nun Hoffnung darauf, eventuell schnelle, gezielte und effiziente Behandlungen zu ermöglichen. Durch die Bestimmung sogenannter Biotypen, wird jeder Patient kategorisch eingeteilt und erhält die vorgeschlagenen Behandlungen, die in der jeweiligen Kategorie bessere Ergebnisse verspricht. Die Stanford University hat diese Unterscheidung der Biotypen bei einer Studie aus dem Jahr 2024 herausgefunden. Die Ergebnisse möchte ich mit euch teilen und eine Einschätzung vornehmen. Zusätzlich habe ich eine Meta-Analyse über die Wirksamkeit von Sport bei Depressionen für euch. Und dort spreche ich dann auch noch über meine eigenen Erkenntnisse mit Sport. Ich wünsche euch viel Freude mit dieser Folge!
1 Stunde 5 Minuten
Und dann saß ich in diesem Warteraum, gespannt auf das was mich die nächsten Wochen erwarten sollte. Nachdem ich mich wirklich lange gesträubt habe, in eine Klinik zu gehen und meine Depression dort behandeln zu lassen, war es jetzt mein letzter Ausweg. Weil eben nichts half. Ich fühlte mich so lange wie ein bleierner Klotz, der sich gerade noch von Couch zu Bett schleppen konnte. Und so konnte es einfach nicht mehr weitergehen! In dieser Folge erzähle ich sehr persönlich, wie ich meinen Aufenthalt in der psychosomatischen Klinik empfunden habe und was mir letztlich auch die wichtigsten Erkenntnisse brachte. Ich wünsche dir viel Spaß beim Hören!
40 Minuten
Ich möchte dieses Mal auch auf die Präventionsmöglichkeiten von psychischen Erkrankungen eingehen. Vor allem ist mir dabei sehr wichtig, Unternehmen an deren Verantwortung gegenüber ihren Mitarbeitern zu unterstützen und zu erklären, wie es gelingen kann, das Thema psychische Gesundheit nachhaltig und offen im Unternehmen zu integrieren. Viel zu oft höre ich von Alibi-Aktionen hierzu. Zwei Mental Health Tage, oder ein 3stündiges Seminar alle zwei Jahre dazu. Das reicht heute einfach nicht mehr aus. Das sagen auch die Zahlen von Erkrankten und der Krankheitstage im Jahr, die durch psychische Belastungen entstehen. Hier gibt es einen riesigen Hebel, den viele Unternehmen zwar erkannt haben, aber in der Umsetzung einfach nicht wissen, wie es wirklich gut angegangen werden sollte. Ich wünsche euch viel Freude mit dieser Folge! Schreibt mir sehr gerne von euren Herausforderungen im Unternehmen zum Thema psychische Gesundheit. Wie wird das bei euch umgesetzt, ob positiv oder negativ. Schreibt mir gerne, wenn ihr dazu weitere Inhalte möchtet. Ich freue mich aber auch sehr über euer Feedback und Themenwünsche.
52 Minuten
Elli Kolb weiß wie es ist Depressionen zu haben. Auch ihr ging es einmal sehr schlecht, ohne die Hoffnung auf baldige Genesung. Doch sie fand für sich eine wirkungsvolles Instrument, das Eisbaden. Sehr schnell spürte sie Fortschritte in Ihrer Heilung. Sie gründete einen Blog, auf dem sie viele Artikel über die Mind-Body Connection veröffentlicht. Ein gleichzeitig sehr wichtiges, wie auch häufig übersehenes Thema. Weshalb ich mich umso mehr darüber freue, euch das Interview darüber präsentieren zu können. Abschließend sprechen wir auch noch über ihren Roman: 9 Grad Ich wünsche euch viel Spaß!
1 Stunde 10 Minuten
Depressionen sind für Betroffene häufig schon eine große Herausforderung. In der Partnerschaft kann die Erkrankung dann nochmal zu einem eigenen Kapitel werden. Der Betroffene selbst fühlt sich noch mehr als Last gegenüber des Partners, der immer wieder Aufgaben Übernehmen muss, die der Betroffene gerade nicht mehr schafft. Als Angehöriger mit den Stimmungsschwankungen umzugehen, ist ein Lernprozess, der nur durch gute Kommunikation, viel Verständnis und allgemeine Rücksicht möglich ist. Doch gerade an dieser Kommunikation kann es scheitern, wenn Betroffene in schweren Episoden stecken und alles einfach nur noch eine Herausforderung ist. Ich habe eine kleine Talkrunde gebildet mit Andy Feind, Friedhelm Bruns und Eva Jahnen, die alle Betroffene einer Depression sind und uns aus ihrem Alltag erzählen. Ich hoffe, diese Episode gibt euch viele Impulse, wie ihr in eurer Partnerschaft besser mit der Erkrankung umgehen könnt. Schreibt mir gerne euer Feedback. Viel Spaß beim hören!
47 Minuten
"Komm doch vorbei, dir tut das bestimmt gut mal rauszukommen!" Es hört sich eigentlich so einfach an, für Betroffene mit Depressionen kann es in gewissen Krankheitsstadien aber nahezu unmöglich werden, das Haus überhaupt zu verlassen. Sie ziehen sich immer weiter zurück und isolieren sich manchmal auch komplett von der Außenwelt. Leider können viele dafür nichts, es ist der Negativkreislauf, den diese Erkrankung manchmal einfach mit sich bringt. Anfangs führen die körperlichen Symptome dazu, dass Termine oder Einladungen abgesagt werden. Später sind es dann zusätzlich auch negative Gedanken und ein strudel aus eigenen Vorwürfen über die Unfähigkeit überhaupt noch Kontakt aufzunehmen. In dieser Folge beleuchte ich dieses Thema und möchte auch Lösungsansätze für Betroffene, aber auch Angehörige geben. Viel Spaß beim hören!
32 Minuten
Es gibt in Deutschland viele psychosomatische Kliniken, die sich auf die Krankheitsbilder der psychischen Erkrankungen spezialisiert haben. Auch für Depressionen finden sich Kliniken. Doch welche Klinik passt eigentlich zu mir? Was ist der Unterschied zwischen einer Tagesklinik, einer Psychiatrie und einer psychosomatischen Akutklinik? Muss ich dort Medikamente nehmen? Es gibt unzählige Fragen und noch mehr Mythen rund um das Thema Klinikaufenthalt bei psychischen Erkrankungen. In dieser Folge möchte ich über die wichtigsten Merkmale und Unterschiede aufklären. Auch meine eigene Geschichte und Erfahrung mit einem stationären Aufenthalt erzähle ich offen. Ich wünsche viel Spaß beim hören!
Lasst uns über Depressionen sprechen
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