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Kopflastig. Der Podcast über Musik, Lernen & das Leben Archiv

184 Episoden
1 Stunde 12 Minuten
Mein Gast heute ist Roman Sillipp, Pianist und Instrumentalpädagoge aus Wien. Als Kind klassisch ausgebildet, mit 13 über Falco zur Popmusik gekommen, danach zwanzig Jahre Berufsmusiker: Sideman, Barpianist, Keyboarder im Tonstudio und über zehn Jahre Komponist von Werbe-Jingles für McDonald's, Mastercard und andere. Mit 40 hat er noch einmal studiert und 2021 seinen Master in Popularmusik abgeschlossen.

Gleich zu Beginn demonstriert er die Erkenntnis, die seinen ganzen Unterricht trägt: Er spielt eine Mozart-Sonatine, dann dieselbe Melodie als Walzer, als Tango und als Disco-Nummer. Die Melodie bleibt gleich, nur die Begleitung ändert sich, und das Stück landet in einer völlig anderen Welt. Genau deshalb nennt er sich nicht Klavierlehrer, sondern Instrumentalpädagoge: Er zeigt nicht nur, welche Tasten man drückt, sondern warum diese Tasten so klingen.

Wir sprechen darüber, warum jedes Stück aus Melodie, Rhythmus und Begleitung besteht, wie man mit fünf Tönen die Ode an die Freude spielt, warum es bei ihm keine reinen Technikübungen gibt und weshalb er erst ab 13 Jahren unterrichtet. Außerdem: wie er sich als Jugendlicher Songs vom Radio heruntergehört hat, wie man aus drei halb gekonnten Sinatra-Songs ein Medley macht, wie sein Tonstudio Gerät für Gerät gewachsen ist und warum ihn die Rechnung 500 Euro gegen 50 Euro pro Stück zum Lehrer gemacht hat.

Und zum Schluss erzählt er, warum seine Gitarre bis heute an der Wand hängt. Diese Geschichte solltet ihr euch anhören.

Mehr über Roman: https://romansillipp.com

Eure Fragen an: kopflastigpodcast@gmail.com

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1 Stunde 14 Minuten
Jens Schlichting ist Pianist, Komponist und Musikpädagoge aus der Region Heidelberg, begleitet als Stummfilmpianist live improvisierend und bringt in Crashkursen erwachsenen Anfängern an einem Wochenende das Klavierspielen bei.

Wir sprechen über den Satz seines Professors, der seine Sicht auf Technik komplett verändert hat: Klaviertechnik ist, wenn die Finger das tun, was die Ohren hören wollen. Jens erklärt, warum die angeblichen Lernvorteile von Kindern zum Teil ein Mythos sind und welche Trümpfe Erwachsene tatsächlich in der Hand haben.

Dann wird es praktisch: mentales Üben nach Karl Leimer, also ein Stück auswendig lernen, bevor man es zum ersten Mal spielt. Warum Variieren der Schlüssel zu stabilem Können ist und stures Wiederholen dich sogar instabil macht. Und warum Notenlesen bei so vielen hakt: Zehn Symbole auf einmal sind zu viel, absolutes Lesen bremst, und ohne Fluss trainiert man nur das Buchstabieren.

Zum Schluss verrät er seine Ob-Wie-Was-Methode gegen den inneren Schweinehund, die vermutlich praktischste Idee, die ich in diesem Podcast bisher gehört habe.

Mehr über Jens und seine Kurse: https://klavier-kurs.de

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56 Minuten
Mein Gast heute ist Daniel "Dän" Dickopf, Gründer, Texter und Komponist der Wise Guys, die über 25 Jahre die erfolgreichste A-cappella-Band Deutschlands waren. Heute steht er mit Alte Bekannte auf der Bühne, schreibt Kinderlieder und gibt auf seinen Kanälen Einblicke ins Texten.

Der überraschendste Satz der Folge kommt früh: Dän hat nie Harmonielehre gelernt, kann bis heute keine Noten schreiben und sieht genau das als Vorteil. Wir sprechen darüber, wie er trotzdem A-cappella-Sätze arrangiert, warum die Gitarre dafür reicht und wieso das Erfinden von Nebenstimmen beim Familiensingen der Türöffner für alles war.

Dann geht es ans Handwerk: Woher Themen kommen, warum es fast kein Tabuthema gibt, wieso der Refrain wie eine Schlagzeile funktionieren muss und wie ein Reimlexikon ganze Songs inhaltlich umlenken kann. Dän erzählt, warum Deadlines ihm helfen, weshalb Couch und Fernseher seine größten Feinde sind und was Kreativ-Auszeiten im Ferienhaus bringen.

Außerdem: Warum das erste Vorspielen eines eigenen Songs ein Entblößen ist, wie ein ehrlicher Kollege einen vermeintlich lustigen Song in die Tonne schickte, warum man Ideen nie löschen sollte und was er Leuten rät, die gerade einfach keine Lust zum Schreiben haben.

Kapitel folgen.

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1 Stunde 12 Minuten
Mein Gast heute ist André Tolba, den viele als Adriano Batolba kennen: Gitarrist, Produzent und musikalischer Kopf hinter Dick Brave and the Backbeats, dem Rock'n'Roll-Projekt von Sascha, das 2004 auf Platz 1 der Charts landete. Er spielt mit Peter Kraus und mit Albie Donnelly's Supercharge, hat Boppin' B produziert und arbeitet gerade an seiner eigenen Blues-Platte.

Wir sprechen darüber, wie er mehrere Bands, Produktionen und eigenes Material unter einen Hut bekommt, warum er Social Media am liebsten abschaffen würde und wie alles anfing: mit der Single-Sammlung seiner verstorbenen Mutter, einer zufällig aufgenommenen Elvis-Doku und einem Kumpel, der nach einer einzigen Gitarrenstunde "Mein Hut, der hat drei Ecken" spielen konnte.

Der Wendepunkt kam mit 14, als Rick Abao, Berufsmusiker aus New Orleans, sein Lehrer und Mentor wurde. Von ihm stammt auch der Satz, der sich durch Andrés ganze Laufbahn zieht: Success is when preparation meets opportunity. Wir reden über Jazzstudium in Hilversum, was eine Hochschule kann und was nicht, welche Soft Skills kein Übezimmer beibringt und was man konkret üben sollte, wenn man Rock'n'Roll-Gitarre spielen will.

Und dann die Dick-Brave-Geschichte: Wie aus einem einmaligen Gag auf einer Weihnachtsfeier ein Nummer-1-Album wurde, warum tanzende Eisbären auf N24 daran maßgeblich beteiligt waren und weshalb wirklich niemand das geplant hatte. Zum Schluss geht es um Vintage-Amps, Streaming und die Frage des letzten Gastes: Wie lässt sich KI-Kunst moralisch rechtfertigen?

Kapitel folgen.

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1 Stunde 4 Minuten
Mein Gast heute ist Markus Steffen: Mitgründer der Prog-Metal-Pioniere Sieges Even, Gitarrist und Songwriter von Subsignal, klassischer Gitarrist, Lehrbuch-Autor und aktuell mein eigener Gitarrenlehrer. Anlass ist sein neues Konzertgitarren-Album "La Tristeza Del Mar", eingespielt auf sechssaitiger Konzertgitarre und elfsaitiger Altgitarre.

Wir sprechen darüber, wie so ein Album entsteht: vom Manuskript-Stapel aus der Corona-Zeit über die Konzeptfindung bis zur Aufnahme, bei der die Tagesform mitentscheidet. Markus erklärt, wie er mit Bildern, Titeln und Erinnerungen komponiert, warum viele Stücke Gedenkstücke für Verstorbene sind und wieso man Bach spielen sollte, wenn man Komposition verstehen will.

Dann reisen wir zurück: Angus Young im Starschnitt, die erste SG-Kopie, die Kellerband mit dem besten Freund, tägliche Proben mit Sieges Even, Demotapes auf dem Tascam-4-Spur, Tape-Trading und Fanzines, bis 1988 der erste Plattenvertrag kam, da war Markus 19. Und wir klären, warum er trotz Metal-Karriere der Konzertgitarre verfiel, was Julian Bream damit zu tun hat, warum Unterrichten ihn zum besseren Musiker gemacht hat und wie er nach über 40 Jahren im Musikgeschäft auf früher und heute blickt.

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1 Stunde 2 Minuten
Heute wird es wissenschaftlich fundiert! Mein Gast ist Prof. Dr. Andreas C. Lehmann, Professor für Systematische Musikwissenschaft und Musikpsychologie an der Hochschule für Musik Würzburg. Er war Postdoc bei Anders Ericsson, dem Forscher hinter dem Konzept "Deliberate Practice", das durch die berühmte 10.000-Stunden-Regel um die Welt ging.

Wir klären, was bewusstes Üben wirklich bedeutet und warum Rumjammen nicht dazugehört, wie viele Stunden konzentriertes Üben pro Tag überhaupt möglich sind und was von den Geschichten über 12-Stunden-Übetage zu halten ist. Lehmann erklärt das Herzstück seiner Forschung, die mentalen Repräsentationen: Warum Anfänger glauben, lauter zu spielen, es aber nicht tun, was der Halbtempo-Test über dein Können verrät und warum die Motorik bei Anfängern fast die ganze Aufmerksamkeit auffrisst.

Außerdem: Wie er durch puren Zufall bei Ericsson landete, warum Mozart, Rubinstein und Michael Jackson beim Üben ständig beaufsichtigt wurden, wieso Jazzer anders üben müssen als Klassiker, das geniale Weihnachtsmann-Beispiel eines Geigenlehrers und die große Frage: Gibt es Talent überhaupt? Seine Antwort im Ericsson-Stil: "What's the evidence?"

Kapitel:

00:00 Begrüßung: Prof. Dr. Andreas C. Lehmann

01:50 Erste Berührungspunkte mit Musik und Solfège

04:40 Purer Zufall: Wie er Postdoc bei Anders Ericsson wurde

07:45 Was ist Deliberate Practice wirklich?

13:35 Raus aus der Komfortzone: Mentale Repräsentationen

17:20 Warum Anfänger sich nicht zuhören können (die Pizza-Regel)

20:05 Wie viele Stunden Üben pro Tag sind möglich?

22:05 10 Stunden am Tag üben: Mythos oder Realität?

24:30 Schumann, Mozart und die Wunderkinder: Die Rolle der Umgebung

29:30 So läuft Unterricht an der Musikhochschule

31:25 Die optimale Lehrsituation: Meister und Schüler

33:15 Deliberate Practice in anderen Domänen: Schach, Jazz, BMX

42:05 Von Liszt bis Malmsteen: Wie sich Virtuosität entwickelt

46:00 Übe-Mythen und Halbwissen: Was stimmt wirklich?

48:20 Guter Spieler, schlechter Lehrer? Das Weihnachtsmann-Beispiel

52:15 Die große Frage: Gibt es Talent?

57:05 Das Labyrinth-Bild: Sein eigener Lehrer werden

1:00:35 Die Traditionsfrage von Dr. Gerard Madden

1:02:50 Verabschiedung

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58 Minuten
My first interview in English! My guest is Dr. Gerard Madden from the Institute of Musicians' Medicine at the Dresden University of Music. Gerard is a classically trained guitarist from Ireland, a bass player, fencing instructor and psychologist, and he even appeared as an extra in eight fight scenes of Game of Thrones.

His research topic is a big one: emotion regulation in music practice. How do musicians want to feel while practicing, and how should they feel to actually get better? The surprising answer: it's not about feeling good, it's about feeling the way the task in front of you requires. We talk about why musicians with high technical goals are willing to accept anxiety, whether frustration helps or hurts your learning, what I should do about my frustrated teenage student, and why a short self-reflection after every practice session is one of the most powerful tools there is.

Also in this episode: what a researcher's workday actually looks like, why wind instruments are a hygiene issue, delayed gratification instead of social media, and the traditional question from our previous guest.

Hinweis für meine deutschen Hörer: Dieses Interview war nur auf Englisch möglich. Probiert gern die automatische Übersetzung von YouTube aus. Die wichtigsten Erkenntnisse gibt es außerdem als deutsches PDF auf Patreon.

Chapters:

00:00 Welcome: My first interview in English

00:20 Were you really in Game of Thrones?

01:28 From classical guitar to fencing to psychology

09:42 The Institute of Musicians' Medicine in Dresden

10:54 What does a researcher actually do all day?

14:39 Where do research questions come from?

19:20 Mold and bacteria: hygiene in wind instruments

21:09 The big study: emotion regulation in music practice

25:01 Hedonic vs. instrumental: how do you want to feel?

28:57 Mastery: why ambitious musicians accept anxiety

31:33 Is frustration good or bad for learning?

35:42 Does practice have to be fun for kids?

38:31 My frustrated teenage student: what should I do?

42:57 What surprised you in the data?

45:18 Dream research: hands, skin and blisters

48:40 Your most important tip from all the research

50:53 Delayed gratification instead of social media

53:11 Does a researcher hear music differently?

54:45 The traditional question: what does music mean to you?

56:52 Goodbye

Send me your questions: kopflastigpodcast@gmail.com

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1 Stunde 15 Minuten
Heute beantworte ich eure E-Mails, und die haben es in sich!

Marco aus Wesel hat sich Lernhilfen gebaut, die Akkorden Farben und Emotionen zuordnen. Ich erzähle, warum Steve Vai und mein alter Gitarrenlehrer genau das auch machen, was echte Synästhesie von antrainierten Farbzuordnungen unterscheidet, ob man sich ein absolutes Gehör als Erwachsener antrainieren kann und warum du dir jedes Konzept auf mehreren Wegen einprägen solltest.

Ben aus Hamburg (39, spielt seit fünf Monaten) hängt im Buch "Blues You Can Use" fest und fragt, ob es zu schwer ist. Meine ehrliche Antwort: Ja, für den Anfang ist das viel. Ich erkläre, wie du solche Stücke in Einzelteile zerlegst, in welcher Reihenfolge du Blues wirklich lernen solltest und warum weniger Übe-Themen mit mehr Konzentration oft schneller zum Ziel führen.

Und Dieter, Schlagzeuglehrer aus Ostwestfalen, hat mir eine lange Mail mit Wünschen für den Podcast geschrieben. Daraus wird ein Ritt durch viele Themen: warum der Monolog für mich eine Form des Denkens ist, meine Informationsdiät gegen die Reizüberflutung, warum ich Wissenschaftler einlade, obwohl es "nichts über die Erfahrung von Musikern geht", wie ich mit Trollen umgehe, Achtsamkeit beim Üben, warum Notenlesen auf der Gitarre so schwer ist und weshalb ihr von mir keine Equipment-Videos sehen werdet.

Kapitel:

00:00 Intro

00:50 Marco: Akkorde als Farben, Bilder und Tastenmuster lernen?

23:05 Ben: Ist "Blues You Can Use" zu schwer für Anfänger?

33:15 Besser üben: weniger Themen, mehr Konzentration

39:40 Dieter: Monolog oder mehr Gäste? Informationsflut und Denkzeit

51:20 Musiker-Erfahrung oder Wissenschaft?

58:30 Wie ich mit Hass-Kommentaren umgehe

1:02:20 Achtsamkeit beim Üben

1:04:30 Notenlesen auf der Gitarre

1:09:30 Warum ich keine Equipment-Videos mache

1:15:00 Verabschiedung

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1 Stunde 9 Minuten
Zurück aus dem Urlaub und direkt rein in eure Fragen! In dieser Folge beantworte ich drei Zuschriften, die es in sich haben.

Woher weiß ein Musiker beim Improvisieren, welche Töne er über welche Akkorde spielen kann? Ich erkläre, warum es darauf keine einfache Antwort gibt, was Licks, Gehörbildung und Intuition damit zu tun haben und warum das eigentliche Denken beim Üben stattfinden sollte, nicht auf der Bühne.

Außerdem geht es um Veränderung: Warum kommen manche Menschen leicht damit klar, während sie andere schmerzt? Ich erzähle, wie Corona mein ganzes Geschäftsmodell umgekrempelt hat, wie es nach Vitalis Ausstieg mit dem Podcast weitergeht und welche zwei hochkarätigen Forscher demnächst zu Gast sind.

Ein Hörer fragt, wie man damit umgeht, dass immer nur der Frontmann wahrgenommen wird, obwohl die Band mehr kann als er. Meine Antwort führt über die Philosophie von Alfred Adler und den Buchtipp "Du musst nicht von allen gemocht werden" zu der Frage: Warum brauchen wir überhaupt Anerkennung von anderen?

Und zum Schluss: Warum spielen auf Stadtfesten so oft Schlagerbands? Warum fahren Leute auf Malle-Mucke ab? Und wann beende ich eigentlich den Unterricht, wenn Schüler nicht üben? (Spoiler: fast nie, und wenn ein Schüler etwas nicht versteht, ist das zu 100 Prozent mein Versagen.)

Kapitel / Zeitstempel:

00:00 Intro und Urlaubs-Update

00:56 Woher weiß ein Musiker, was er beim Improvisieren spielt?

13:54 Zieht sich Vitali komplett zurück?

17:24 Warum fällt Veränderung so schwer?

27:24 Nur der Frontmann wird gesehen: Umgang mit fehlender Anerkennung

34:23 Buchtipp: "Du musst nicht von allen gemocht werden" (Alfred Adler)

46:24 Warum läuft auf Stadtfesten Schlager? Und warum lieben Leute Malle-Mucke?

1:05:06 Wann beende ich den Unterricht, wenn Schüler nicht üben?

1:07:16 Verabschiedung

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1 minute
"Wie übst du eigentlich?" – Diese Frage bekomme ich immer wieder von Schülern und Hörern. In dieser Folge gebe ich die ausführliche Antwort: Ich zeige dir mein komplettes Übesystem – von der Zielsetzung über die tägliche Routine bis zum Übeprotokoll.

Am konkreten Beispiel (Halbton-Ganzton-Leiter in die Improvisation einbauen) erkläre ich, warum ich nichts ohne konkretes Ziel übe, wie ich Ziele in Teilschritte zerlege, warum Tonleiterübungen allein nicht reichen und wie ich mit Pomodoro-Technik, Übeprotokoll und täglicher Routine dranbleibe. Dazu: die häufigsten Übe-Fehler – zu viel, zu wenig, zu leicht, zu schwer – und woran du den optimalen Lernpunkt erkennst.

Im zweiten Teil beantworte ich Fragen aus den YouTube-Kommentaren: Wunschgäste für den Podcast, wie ich mich auf meine Schüler vorbereite, wie man sich Songs und Theorie merkt und was meine musikalischen Ziele sind.

Kapitel:

00:00 – Intro: "Talent to go" von Daniel Coyle

02:04 – Warum 1:1-Unterricht am besten funktioniert

05:30 – Schritt 1: Ein konkretes Ziel setzen

12:30 – Schritt 2: Das Ziel in Teilschritte zerlegen

13:30 – Bereich 1: Tonleiterübungen

18:00 – Bereich 2: Echte Musikbeispiele lernen

23:40 – Bereich 3: Improvisieren üben

27:30 – Schritt 3: Die tägliche Routine (+ Habit Stacking aus "Atomic Habits")

36:30 – Schritt 4: Übezeit einteilen mit der Pomodoro-Technik

42:00 – Schritt 5: Das Übeprotokoll

46:00 – Schritt 6: Übungen täglich weiterentwickeln

51:00 – Schritt 7: Geduld – realistische Zeithorizonte

55:30 – Die häufigsten Übe-Fehler

01:02:30 – Fragen aus den Kommentaren: Wunschgäste

01:11:30 – Wie ich mich auf meine Schüler vorbereite

01:19:45 – Wie merkt man sich Songs und Theorie?

01:30:00 – Meine musikalischen Ziele

Die 7 Schritte als PDF gibt's auf Patreon.

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Bücher aus der Folge: "Talent to go" (Daniel Coyle), "Atomic Habits" (James Clear)
1 Stunde 20 Minuten
"Kein Talent" – und jetzt? Warum du trotzdem alles lernen kannst

Habe ich Talent? Und was, wenn nicht – ist Gitarre lernen dann Zeitverschwendung? Diese Frage bekomme ich immer wieder gestellt, zuletzt in einer ausführlichen Hörer-Mail, die ich in dieser Folge beantworte.

Ich erzähle euch, warum ich fest davon überzeugt bin, dass man alles lernen kann – und wie ich zu dieser Überzeugung gekommen bin. Es geht um Charles Darwin und seinen Cousin Francis Galton, um Neuroplastizität, um Myelin und die Frage, ob Einsteins Gehirn wirklich anders war. Und um die Geschichte, die mich bis heute nicht loslässt: Barbara, eine Frau mit massiven Lernbehinderungen, die sich durch selbst entwickelte Übungen buchstäblich ein besseres Gehirn gebaut hat.

Außerdem in dieser Folge:

– Warum „Talent" ein schwammiges Wort ist, das dir nicht weiterhilft

– Gehör, Rhythmus, Konzentration, Geduld – was davon ist wirklich trainierbar?

– Warum die Lernmethode über deinen Erfolg entscheidet (Vera F. Birkenbihl)

– Was „Faulheit" wirklich ist – und was fehlende Motivation damit zu tun hat

– Warum du dir Vorbilder suchen solltest, die ohne Talent gestartet sind

Erwähnte Bücher:

– Norman Doidge: „Neustart im Kopf – Wie sich unser Gehirn selbst repariert"

– Geoff Colvin: „Die Talent-Lüge – Warum wir (fast) alles erreichen können"

– Joachim-Ernst Berendt: „Nada Brahma – Die Welt ist Klang"

– Friedemann Schulz von Thun: „Miteinander reden"

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55 Minuten
Vitali ist weg – der Podcast geht weiter. In dieser ersten Solo-Folge erzähle ich, wie es mit Kopflastig weitergeht: konkrete Themen statt reinem Plaudern, mehr Gäste (der erste hat bereits zugesagt!), eure Fragen als festes Format und vielleicht ein Segment namens „Antisocial Media".

Außerdem geht's um das, was mich nach fast 30 Jahren Gitarre beschäftigt: Gitarre üben. Warum lernt das erwachsene Gehirn nur mit voller Konzentration, Wiederholung und emotionaler Beteiligung? Was ist dran an 5-Minuten-Übeplänen. Und was ist Attention Residue? Warum habe ich meine Meinung übers Üben (und übers Notenlesen) immer wieder geändert? Und warum ist es ein Problem, wenn du dich mit deinen Gedanken und Meinungen identifizierst?

Schickt mir eure Fragen rund um Musik, Üben und Instrumente lernen an: kopflastigpodcast@gmail.com
1 minute
In dieser Folge wird's emotional: Es ist die letzte gemeinsame Folge von Kopflastig. Nach drei Jahren und über 160 Folgen verabschiedet sich Vitali, um sich auf seinen eigenen Weg zu konzentrieren. Davor reden wir aber noch mal ausführlich übers Sommerloch im Musikerleben – und darüber, was für mich gerade alles spannender ist als das schöne Wetter.

Themen dieser Folge:

– Der „Erntesommer" für Musiker: Festivals, Hochzeiten, Ostsee-Touren

– und warum Buddy in Concert trotzdem Sommerpause macht

– GEMA-Gebühren: Wie das Land NRW jetzt ehrenamtliche Vereine entlastet

– Warum die Zahl der Musikstudierenden drastisch zurückgeht – und ob man überhaupt noch Musik studieren muss

– KI, immer gleiche Thumbnails und die Hoffnung, dass uns das irgendwann langweilt

– Warum man bei Hitze schlechter Gitarre spielt (Stichwort: Feinmotorik und geschwollene Finger) – Unsere persönlichen Sommerhits und -alben – Mein neues Lieblingsbuch von Barry Galbraith und die Suche nach dem perfekten Fingersatz

– Cal Newports „Slow Productivity" und der Gedanke vom Monotasking

Und zum Schluss: Abschied, Dankbarkeit und warum am Ende alles seinen Sinn hat Vitali, danke für drei Jahre. Es war immer schön mit dir.

Wenn euch der Podcast etwas bedeutet hat: Lasst Vitali zum Abschied einen lieben Kommentar da.
1 minute
Eine Folge quer durch alles, was uns gerade beschäftigt!

Vitali hat einen günstigen Bass zerlegt, Thunderbird-Tonabnehmer reingefräst und sich zum zweiten Mal im Leben ans Löten getraut. Bei Sebastian ist das frisch gebaute Pedalboard für den Rockabilly-Gig mit Frank Barracuda fertig... ...inklusive der Erkenntnis, warum echte Pedale eigentlich nerven …

Dann wird's wild: Touren als eingekaufter Gitarrist, Rock'n'Roll-Kreuzfahrten und die Frage, wie man eigentlich einen Gig spielt, den man mit nur einer Probe vorbereitet hat. Plus die schönste Ansage kurz vor dem Auftritt: „Spiel bitte nicht so viel."

Außerdem reden wir über den James-Brown-Film, Doku-Tipps (Tote Hosen, Udo Lindenberg), die Amigos und ihren Abschied 2027, vergessene Platten wie Danny Gattons „American Music", Big Jim Sullivan an Tom Jones' Seite und natürlich das Fender-Trademark-Drama, das gerade jeden Gitarren-YouTuber befällt.

Viel Spaß beim Hören! Werbefrei dank euch – unterstützt den Podcast auf Patreon.
1 Stunde 14 Minuten
Didi Beck ist seit über 40 Jahren der Mann am Kontrabass von Boppin'B – einer Band, die ihre eigene Szene gegen sich aufgebracht hat. In dieser Folge erzählt er, warum bei Konzerten Bierflaschen flogen, wie Boppin'B moderne Coversongs als Rockabilly machte, lange bevor Dick Brave damit berühmt wurde, und warum die Band heute wieder fast nur eigene Songs spielt.

Wir reden über seinen Weg vom Basketballfeld zum Bass, über den HipHop-Opa in ihm (Advanced Chemistry, Dendemann, Retrogott), über Burnout mit Mitte 40 und wie ihn das Laufen zurückgeholt hat. Außerdem: Warum Didi glaubt, dass Authentizität unsere beste Waffe gegen KI-Musik ist, was er von James Browns Bandführung gelernt hat – und welche Bücher er nicht mehr aus dem Kopf bekommt.

Eine Folge über Musik als Beat, übers Dranbleiben statt Talent und darüber, was bleibt, wenn man eine Band ein halbes Leben lang zusammenhält.

Didi Beck / Boppin'B: https://www.boppinb.de/

Didi Beck Instagam: https://www.instagram.com/boppinb_didi/

Didi Beck YouTube: https://www.youtube.com/@didibeckmusic
Kopflastig. Der Podcast über Musik, Lernen & das Leben

Kopflastig. Der Podcast über Musik, Lernen & das Leben

Mit Sebastian Bluschke – Berufsmusiker und Gitarrenlehrer.