Unter freiem Himmel: Das Lagerfeuer für Nomaden-Christ:innen (RefLab) Archiv
72 Episoden
22 Minuten
Der Nachfolgeroman von Paul William Young spielt im Todestrakt eines Gefängnisses. Wie schon in «Die Hütte» werden grosse theologische Fragen mit den Werkzeugen eines Romans angegangen. Wie überzeugend gelingt das? Theologin Evelyne Baumberger bespricht «Die Rückkehr zur Hütte» von William Paul Young. Sie würdigt das liebevolle Gottesbild und die klare Haltung gegen die Todesstrafe, hinterfragt aber, wie folgerichtig der Roman auf Vergebung und Versöhnung hinausläuft. Eine theologische Rezension über Schuld, Menschenwürde und das Recht, den eigenen Weg zu finden.
14 Minuten
Einige Christ:innen sagen, den «Zeitgeist» müsse man ablehnen. Oder sogar dagegen aufstehen. Ich bin einverstanden – aber nicht so, wie sie denken.
11 Minuten
Jesus – «Sohn Gottes»? Was bedeutet das eigentlich? Ist das einfach ein schöner Titel – oder steckt da mehr dahinter? In dieser Folge erkläre ich (Evelyne Baumberger, Theologin im RefLab), warum dieser Ausdruck in der Antike politisch aufgeladen war, wie er biblisch verstanden wurde – und was das theologisch bedeutet. Spoiler: Es geht nicht um Biologie. Sondern um Identität und Würde. Und was heisst das für uns Menschen? Laut Bibel können wir auch «Kinder Gottes» sein... Zu diesem Podcast gibt es auch einen Artikel - du findest ihn unter reflab.ch
35 Minuten
Kann man gleichzeitig der Wissenschaft trauen und an Gott glauben? Was ist mit Wundern? Und was ist mit den grossen, schwierigen Fragen des Lebens, auf die es irgendwie keine rationale Antwort gibt? Darum geht's in dieser Folge. 4 Modelle religiöser Entwicklung: - Stufenmodell (James Fowler etc.) - religiöse Stile (Heinz Streib u. a.) - Jahreszeiten - Intensivierung/Abschwächung Möglichkeiten zum Umgang mit Spannungen: 1. Gebet, Kontemplation 2. Gespräch mit anderen 3. In die Wissenschaft eintauchen 4. Kreativ tätig werden Was denkst du? Schreib gerne einen Kommentar. Zu diesem Podcast gibt es auch einen Artikel - du findest ihn auf reflab.ch.
12 Minuten
In der dunklen Jahreszeit, im Advent, scheinen viele Lichter auf, Kerzen geben Wärme – und trotzdem sind Kälte und Dunkelheit immer wieder zu spüren. In dieser Zeit erinnere ich mich an eine Podcastfolge, die ich vor etwa einem Jahr aufgenommen habe. Sie gehört thematisch nicht in den Advent, passt aber sehr gut, deswegen spiele ich sie nochmals ein. Es geht um Licht, das in die Welt scheint, aber auch um das weihnachtliche Bild des Friedenskönigs, der kommt: Im «Unser Vater»-Gebet gibt es die Zeile «Dein Reich komme». Der Begriff «(König-)Reich» klingt jedoch fremd, er birgt im besten Fall Assoziationen an Märchenwelten – im schlechteren an Nationalismus und Dominanzherrschaft. In der Podcastfolge erkläre ich, was damit in der Zeit von Jesus gemeint war. Zudem kam mir durch die theologische Recherche der Gedanke, diese Zeile zu beten sei, wie das Gesicht in die Sonne zu halten. Sich von Schimmern des Lichts anstrahlen zu lassen, wo sie im Alltag aufscheinen, und sie zu reflektieren. Wenn es dir geht wie mir, sehnst du dich vielleicht in diesen Tagen vermehrt danach, mal kurz die Augen zu schliessen und das Gesicht von Sonnenstrahlen wärmen zu lassen. Innezuhalten und sich bewusst zu machen, dass Frieden und Licht nichts damit zu tun habe, dass ich möglichst viel leiste. Sondern mit der Fähigkeit, Mensch zu sein, Liebe zu empfangen und weiterzugeben. Die Gedanken aus der «Unser Vater»-Serie kannst du bei reflab.ch/unser-vater auch als Artikel nachlesen.
28 Minuten
Klagelieder – oder: was nützen Gebet und Kunst, wenn keine Hoffnung besteht? «Alles wird gut», so lautete das Motto des RefLab Podcast-Festivals 2025. Doch manchmal ist es eben nicht gut und es erscheint auch kein Silberstreifen am Horizont. «Not lehrt beten», heisst es, und «aus Kummer entstehen die schönsten Lieder». Aber was nützt Gebet, was hilft Kunst, wenn sich eine Situation nicht ändern lässt? In einem Workshop zusammen mit Tamara Boppart ging ich, Theologin Evelyne Baumberger vom RefLab, dieser Frage auf die Spur. Alle Podcastfolgen vom RefLab-Festival 2025 findest du auf reflab.ch bei "Themenwelten".
15 Minuten
Was Kirche ausmacht, ist, dass hier der Glaube kein Tabu ist. Das braucht Mut – und Verantwortungsbewusstsein. Eine Studie hat ergeben, dass Kirchgemeinden nicht primär als Orte wahrgenommen werden, an denen der eigene Glaube praktiziert werden kann. Viel stärker fällt etwa ins Gewicht, dass sich die Kirche für «Bedürftige» einsetzt oder dass durch die eigene Kirchenmitgliedschaft eine gewisse Tradition erhalten bleibt. Warum? Liegt hier Potenzial für die Zukunft?
12 Minuten
Zu Sommerzeit/Wanderzeit wiederhole ich eine bereits erschienene Podcastfolge mit einer Übung, die man zu jeder Jahreszeit draussen machen kann. Sie heisst «Terra divina» oder «Schwellengang». Man geht in die Natur, hört auf den inneren Kompass, und sobald einem eine «Schwelle» auffällt wie etwa ein Zweig oder ein umgekippter Baumstamm, tritt man darüber. Mit Respekt und Offenheit gegen innen und aussen öffnet man alle Sinne, spürt, was passiert und schaut hin, was einem auffällt. Man versucht, Gottes Stimme in der Natur zu hören und sich mit ihr zu verbinden. Du kannst die Übung alleine machen, oder in einer Gruppe, wo ihr euch eine Weilte trennt und danach Erfahrungen austauscht. Probiers gerne aus und schreib einen Kommentar, was du erlebt hast! Kommst du zum RefLab Podcast-Festival? www.reflab-festival.ch
14 Minuten
Kennst du das? Freundschaften, die einem wichtig sind – aber man sieht sich kaum. Man will sich schon lange wieder mal melden, doch irgendwie stresst der Gedanke gerade. Der Alltag, die To-dos, das Gefühl, dass für ein echtes Gespräch gerade die Energie fehlt. Eine Freundin von mir hat aus ihrer Zeit in Burkina Faso eine wunderbare Tradition mitgebracht: das «petit bonjour»; das «kleine Hallo».
19 Minuten
Rückblick auf meine Erlebnisse am Deutschen Evangelischen Kirchentag 2025 in Hannover. Ich (Theologin Evelyne Baumberger, RefLab) durfte am Eröffnungsgottesdienst predigen zum Thema Mut – bzw., was ist, wenn man sich nicht mutig fühlt.
10 Minuten
Kann man die eigene Würde verlieren, oder jemandem Würde zurückgeben? Nein, denn Würde ist jedem Menschen angeboren. So steht es in der allgemeinen Erklärung der Menschenrechte – und so sieht es auch die christliche Ethik. Was das bedeutet, dazu mehr in dieser Podcastfolge. ️ Wenn du zu diesem komplexen Thema noch mehr wissen möchtest, lies den Artikel auf reflab.ch.
14 Minuten
1. Finde die richtige Bibel-Version für dich - Genaue Bibeln: z. B. Elberfelder, Schlachter 2000, Neue Zürcher Bibel - Verständlichere Bibeln: z. B. Hoffnung für alle, Basis Bibel, Gute Nachricht 2. Lies nicht von vorne nach hinten... ...sondern überleg dir, was du gerade suchst und was dich interessiert. Zu Jesus Christus: - Markus-Evangelium (etwa bei 2/3 der Bibel) - überhaupt die vier sogenannten «Evangelien» Für Lebensweisheiten: - Buch der «Sprüche» - «Bergpredigt» (Matthäus 5-7) Psalmen: - zum Beispiel Psalm 23 (Gott als guter Hirte), Psalm 121 (Gott als Beschützer), Psalm 8 (Die Schönheit der Schöpfung), Psalm 139 (Gott kennt mich ganz genau), Psalm 37,5 (Vertrauen auf Gott), Psalm 103 (Dankbarkeit und Vergebung). Hier eine Korrektur: Im Podcast erwähne ich Psalm 42, meine aber Psalm 104 (die Schönheit der Natur). 3. Nutze Erklärungen Sogenannte Bibellese-Hilfen findest du in christlichen Buchhandlungen, online, als Funktionen in Apps. Manche Bibeln wie die Basis-Bibel enthalten auch selbst schon erklärende Abschnitte, die den Einstieg erleichtern. 4. Lass dir Zeit! Lies in unterschiedlichen Stimmungen und Lebenssituationen in der Bibel. Was dir daraus entgegenkommt, verändert sich. Spricht mit anderen über deine Fragen und Erkenntnisse. Hast du Fragen? Schreib mir an contact@reflab.ch!
3 Minuten
«Unter freiem Himmel» pausiert ganz kurz – in 2-3 Wochen geht's weiter mit neuen Folgen. Falls du Ideen oder Fragen hast zu neuen Folgen von «Unter freiem Himmel», schreib mir gerne! Zum Beispiel per Mail an contact@reflab.ch.
10 Minuten
Warum noch die alten Worte des «Unser Vater?» Und darf man das Gebet frei übersetzen? Darum geht's in dieser Folge, der letzten in der Serie. Das «Unser Vater» ist ein Gebet, das verbindet, weil so viele die gleichen Worte auswendig können und gemeinsam beten. Gleichzeitig ist gerade im persönlichen Gebet aber auch Raum für neue Worte. Welche Version spricht dich an? Nimm diese Podcastfolge als Inspiration, dein eigenes «Unser Vater»-Gebet zu schreiben! ️ Schriftlich gibt's die Gedanken bei reflab.ch!
12 Minuten
Der Schluss steht so nicht in der Bibel Jedenfalls nicht dort, wo der Rest des Gebets steht: „Denn dein ist das Reich…“ etc. stammt aus dem Alten Testament. Die Worte stehen in 1. Chronik 29,11. Doch dieser Schluss gehört seit dem 1. Jahrhundert zum Gebet. Warum? Weil es üblich war, ein Gebet mit einem Gotteslob abzuschliessen. Die Worte klingen nach Glanz und Gloria, nach einem erhabenen König. Deswegen gibt es dazu auch Kritik - doch die Bibel bricht schon selber mit diesem Königsbild: Wie, erklärt Evelyne im Podcast. Was bedeutet dieser Schluss für dich? Schreib’s in die Kommentare!
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Das Lagerfeuer für Nomaden-Christ:innen