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Märchenpott Archiv

135 Episoden
15 Minuten
Es war einmal... die Tochter eines reichen Mannes. Doch wie so oft im Märchen endet ihr wohlbehütetes Leben mit dem Tod der geliebten Mutter. Die Stiefmutter verbannt sie zur Drecksarbeit und fortan muss sie in der Asche neben dem Herd schlafen. Und als wenn das nicht schon schlimm genug wäre, gibt es da noch die zwei garstigen Stiefschwestern, die dem armen Aschenputtel das Leben auf alle erdenkliche Weise schwer machen. Was für ein Glück, dass das Mädchen einen kleinen Zauberbaum im Garten hat und sich auf die Hilfe der Täubchen verlassen kann.
57 Minuten
Es war einmal.... Weihnachtszauber. Irgendwie ein kitschiger und ziemlich abgedroschener Begriff, der doch so viel Schönheit, Freude und Magie beinhaltet. Oder beinhalten kann, wenn man weiß, wie man sich diesen Weihnachtszauber bewahrt und ihn jedes Jahr aufs Neue wieder zum Leben erwecken und mit neuen Erinnerungen und Geschichten füllen kann. Das versuchen wir mit dieser Folge. In ihr geht es ums Innehalten und Erinnern, um Vorfreude und natürlich um die Geschichte unserer letzten Märchenstunde, "Die Heilige Nacht" von Selma Lagerlöf. Außerdem beleben wir eine alte Weihnachtstradition wieder und haben euch unsere liebsten Weihnachtsgedichte mitgebracht. Und ja: Es wird kitschig. Das liegt aber nicht allein am Weihnachtszauber, sondern auch daran, dass der Märchenpott mit dieser Folge seinen ersten Geburtstag feiert. Darüber freuen wir uns mindestens genau so sehr wie übers Christkind. Und wir danken euch auch an dieser Stelle dafür, dass ihr uns auf unserer Reise in die Märchenwelt begleitet und euch ein wenig Märchenzauber im Alltag bewahrt. Märchenhafte Weihnachten und auf ein mindestens genauso märchenhaftes Jahr 2023!
15 Minuten
Es war einmal... Weihnachten. Und weil wir drei Weihnachten so lieben, haben wir für diese Märchenstunde kein Märchen, sondern eine Weihnachtsgeschichte ausgesucht: "Die Heilige Nacht" von Selma Lagerlöf. Das heißt aber nicht, dass es weniger märchenhaft wird, denn die Geschichte der schwedischen Autorin und Literaturnobelpreisträgerin ist in ihrer Erzählweise einem Märchen ziemlich ähnlich. Sie zeigt uns, dass neben dem Wunsch nach Liebe und Frieden, Großmut und Freude, der Zauber von Weihnachten vor allem in den Erinnerungen an früher liegt. Wenn wir uns diese Erinnerungen bewahren, bewahren wir uns auch den Weihnachtszauber im Herzen. In diesem Sinne wünschen wir euch eine frohe und glückliche Weihnachtszeit und viel Spaß beim Hören!
1 Stunde 10 Minuten
Es war einmal... das Versprechen, das wir alle mit der Geburt bekommen – das Versprechen vom Tod. Doch so unausweichlich er auch ist, so detailliert wir den körperlichen Sterbeprozess inzwischen wissenschaftlich erklären können – der Tod als solches bleibt etwas Abstraktes, dem die Menschen seit jeher ein Gesicht geben wollen. Ackermann, Freund Hein und Knochenmann sind seine Namen, ebenso Gevatter, Schnitter und Sensenmann. Als dünnbeiniges Gerippe trägt er Kutte und Sense, manchmal aber erscheint er auch als Freund oder großer Verführer. Immer aber ist er ein Mysterium voll Faszination und Schrecken, voll Anziehung und Abstoß. Während der Tod nach wie vor zu den großen Themen und Fragen der Menschheit gehört, hat sich sein Umgang mit ihm über die Jahrhunderte jedoch verändert. In dieser Folge schauen wir uns an, wie der Tod im Märchen dargestellt wird, was uns das über den zeitgeschichtlichen Kontext verrät und welche Funktion der Tod im Märchen hat. Dafür beleuchten wir vor allem fünf Aspekte: die Personifizierung des Todes, die Darstellung des Todes, den Tod von Figuren, die Todesarten sowie Auferstehung und Wiedergeburt. Und natürlich besprechen wir auch das Märchen unserer letzten Märchenstunde, Folge 26, "Gevatter Tod". Zum besseren Verständnis empfehlen wir euch: Unbedingt reinhören! **DISCLAIMER: In dieser Folge sprechen wir über Tod und Sterben. Seid also bitte vorsichtig, wenn ihr für diese Themen sensibel seid.**
9 Minuten
Es war einmal... ein junger Arzt, erfolgreich und hoch angesehen. Als dreizehntes Kind einer armen Familie war es einst völlig undenkbar gewesen, dass er einmal Medizin studieren würde. Doch statt sich dessen in Demut zu erinnern und seinem Paten, der ihm diesen Werdegang aller sozialen Barrieren zum Trotz ermöglicht hatte, dankbar zu sein, wollte der Arzt mehr und mehr. In seiner Arrognaz und Gier maßte er sich gar an, über das Leben selbst zu entscheiden. Diese Entscheidung aber, trifft nur einer: der Gevatter Tod. Und so musste der Arzt lernen: Den Tod kannst du nicht überlisten.
1 Stunde 33 Minuten
Es waren einmal... ein Serienmörder mit einem Becken voller Blut und Leichenteilen im Keller. Eine junge Braut in einem Mörderhaus. Und ein Mädchen, das für den leichtsinnigen Deal ihres Vaters ein schreckliches Martyrium erleiden muss. Klingt nach krassem Horrorfilm? Tatsächlich: Wenn man so manch ein Märchen verfilmen würde, würde es ganz sicher keine Jugendfreigabe erhalten. FSK 18 eben. Wir haben euch die drei grausamsten Märchen zusammengestellt – es gibt nämlich durchaus Märchen, die es mit "Der Wacholderbaum", dem Märchen unserer letzten Märchenstunde (Folge 24), aufnehmen können. Dabei geht es uns aber nicht um den plumpen Gore-Faktor. In dieser Märchenkunde möchten wir das Thema "Grausamkeit im Märchen" beleuchten und damit einen Aspekt, an dem man kaum vorbeikommt, wenn man sich mit dieser Textsorte näher beschäftigt. Denn Grausamkeit ist Bestandteil vieler Märchen und ein ebenso häufiger Kritikpunkt. Warum diese Kritik oft zu einseitig ist, welche Funktion Grausamkeit im Märchen hat und weshalb die Sache mit dem FSK-18-Label gar nicht so weit hergeholt ist – das alles und vieles mehr hört ihr hier. Einen starken Magen setzen wir voraus.
20 Minuten
Es waren einmal... ein brutaler Mord. Ein hinterlistiger Vertuschungsversuch. Ein herzzerreißendes Familiendrama. Ein spannender Kriminalfall. Und jede Menge Blut und Knochen. Das Märchen "Der Wachholderbaum", bei den Grimms auf plattdeutsch als "Von dem Machandelboom" an Stelle 47 zu finden, ist ein Märchen, das es wirklich in sich hat. Und wenn ihr dachtet, "Hänsel und Gretel", "Rotkäppchen" oder "Schneewittchen" seien blutrünstig und grausam, dann wartet ab, bis ihr den Wacholderbaum gehört habt. Denn der erinnert eher an einen Horrorfilm FSK 18. Nicht übertrieben. - Märchenpottcast, der Blog: **https://maerchenpottcast.de/** - Märchenpott auf Instagram: **https://www.instagram.com/maerchenpottcast/?hl=de** - Musik: Johann Gottfreid Müthel, Cembalokonzert d-Moll 2. Satz; Johann Sebastian Bach, Cembalokonzert d-Moll BWV 1052 2. und 3. Satz, Chromatische Fantasie d-Moll BWV 903; Carl Philipp Emanuel Bach, Cembalokonzert d-Moll 3. Satz; Antonio Vivaldi, Flötenkonzert D-Dur "Il Cardellino" 2.Satz
1 Stunde 55 Minuten
Es war einmal... eine alte, runzelige Frau mit roten Augen und Hakennase, die lebte allein im Wald. Sie hatte ein Lebkuchenhaus und das nur aus einem einzigen Grund: um Kinder anzulocken und zu fressen. Die Hexe aus "Hänsel und Gretel" ist der Archetyp der Märchenhexe, ein böser Kinderschreck, der als Personifizierung des Urbösen eine didaktische Funktion erfüllt. Doch auch wenn ihr euch denkt "Typisch Märchenhexe eben" – ganz so einfach ist es, wie immer, nicht. Denn auch die Märchenhexe ist nicht so eindimensional, wie es im ersten Moment scheint. Das zeigen wir euch am Beispiel des Grimmschen Märchens "Die Gänsehirtin am Brunnen" und des russischen Märchens "Elena, die Weise" (ein Titel, der es natürlich nicht ganz zufällig in unsere Märchenkunde geschafft hat :)). Da das Hexenbild als solches aber keinen märchenhaften, sondern einen historischen Ursprung hat, nehmen wir euch außerdem mit in ein sehr dunkles Kapitel Menschheitsgeschichte. Wir reisen zurück in die Zeit der Hexenverfolgungen, schauen uns an, wie die Vorstellung der teuflischen Hexe überhaupt entstanden ist und wie es dazu kommen konnte, dass der Hexenglaube zu einem Wahn mutiert ist, der Hundertausende in einen qualvollen Tod riss. Was davon hat die Märchenhexe beeinflusst? In welchen Verhältnis steht sie zu unserem modernen Hexenbild? Und vor allem: Welches Lied singt Jenny eigentlich für uns? Wir sagen nur so viel: "Ich, ich habe keine Angst..." Zum Nachhören: Christian nimmt in dieser Folge Bezug zum Märchen "Die Hexe Pfarrerin". Dieses Märchen hat er euch in Folge 3 "Märchen für wenn et kalt ist" bereits ausführlich vorgestellt. Hört also gerne nochmal rein. - Märchenpottcast, der Blog: **https://maerchenpottcast.de/** - Märchenpott auf Instagram: **https://www.instagram.com/maerchenpottcast/?hl=de** - Musik: Archivproduktion des musikhistorischen Studios der Deutschen Grammophon Gesellschaft, "Quartett für Blockflöte, Oboe, Violine und Continuo G-Dur", Georg Philipp Telemann, 1.Satz (Intro) und 3. Satz (Outro).
17 Minuten
Es waren einmal... zwei arme Kinder, die sich im Wald verliefen. Eine böse Hexe, die gerne kleine Kinder fraß. Und ein cleveres Gretel, das seinen Bruder vor einem grausamen Tod bewahrte. In der heutigen Märchenstunde lesen wir eines der bekanntesten Märchen für euch: Hänsel und Gretel. Das Märchen über die beiden Geschwister kennt wirklich jede*r. Und seid ehrlich: Habt ihr euch nicht auch schon mal ein Lebkuchenhaus voller Süßigkeiten gewünscht?
1 Stunde 34 Minuten
Es waren einmal... zwei Brüder, die sich aufmachten, Geschichten zu sammeln, um sie vor dem Vergessen zu bewahren. Dafür zogen sie durchs ganze Land, durch Wald und Feld, trafen Bauern, Mägde und Handwerksleute, lauschten deren Erzählungen und schrieben sie nieder. Na ja, so stellen wir uns das zumindest irgendwie vor, wenn wir hören, dass Wilhelm und Jakob Grimm Märchen gesammelt haben. Und auch sie selbst haben sich das ursprünglich mal so gedacht. Tatsächlich aber war das alles ganz anders. In dieser Märchenkunde hört ihr, wie die Märchensammlung der Grimms wirklich entstanden ist. Außerdem sprechen wir über das Leben der beiden Brüder und den zeitgeschichtlichen Kontext, in dem sie gewirkt haben und der auch die Kinder- und Hausmärchen unverkennbar beeinflusst hat. So viel sei verraten: Es wird romantisch. Aber wenn ihr dabei jetzt an Kerzenschein und Sonnenuntergang denkt, dann ist das ein weiterer Irrglaube, mit dem wir in dieser Folge aufräumen.
8 Minuten
Es war einmal ein Prinz, der fristete sein Dasein als Frosch in einem Brunnen. Als er einer Prinzessin begegnete, der ihre goldene Kugel beim Spielen in den Brunnen fiel, sah er seine Chance auf Erlösung gekommen. Unglücklicherweise hatte die Prinzessin aber mal so gar keinen Bock auf die schleimige Fretsche. Wie aus dem Frosch am Ende doch noch ein Prinz wird, hört ihr in dieser Märchenstunde. Außerdem erlebt ihr Christian in seiner Paraderolle – man könnte glatt meinen, wir hätten tatsächlich einen Frosch engagiert.
60 Minuten
Es waren einmal... Bergbau, Kohle, Stahl und Hochöfen. Dat is Geschichte. Schrebergärten, Trinkhallen, gemischte Tüten, Pommes Schranke, Fußball, Industriekultur und Multikulti – dat is dat Heute. Und in all dem schlagen unverändert Malochermentalität und ein Herz aus Kohle und Stahl. Und weil dieses Herz auch in uns schlägt, nehm' wa euch in dieser Märchenstunde mit in den Pott und bringen euch den besonderen Charme unserer Heimat näher. Ihr erfahrt, wie es zum Namen "Märchenpott" kam, warum wir es lieben, in der ärmsten Stadt Deutschlands zu leben und wat so dolle Wörter wie "Kokolores" oder "Köttelbecke" bedeuten. Neben jeder Menge Lokalpatriotismus beömmeln wa uns ziemlich viel, palavern aber auch über die drei Ruhrpott-Sagen, die wa euch inne letzte Märchenstunde vorgestellt haben: "Die Entdeckung der Steinkohle", "Die weiße Dame von Schloss Grimberg" und "Der Ritter von Darl". Dabei klär'n wa auch, wat eigentlich der Unterschied zwischen Sagen und Märchen sind. Damit ihr wisst, wo der Frosch die Locken hat.
11 Minuten
Es waren einmal... rauchende Hochöfen, die den Himmel verdunkelten, schwarzer Kohlenstaub, der sich auf Dächer, Gassen und Gräser legte und schwere Hämmer, die tagein tagaus auf glühenden Stahl schlugen. Diese Zeiten sind heute vorbei, im Ruhrpott wird keine Kohle mehr gefördert und die großen Schornsteine der Stahlindustrie spucken längst keine Rußwolken mehr in den Himmel. Das Ruhrgebiet ist inzwischen so viel mehr als Bergbau, Lärm und Schmutz. Zum Beispiel hat es auch erzählerisch jede Menge zu bieten. In dieser Märchenstunde lesen wir euch drei Sagen vor, die die Vielfalt des Ruhrgebiets zeigen. So lernt ihr die geheimnisvolle weiße Dame von Schloss Grimberg kennen, trefft den unbarmherzigen Ritter von Darl und erfahrt, wie die Steinkohle entdeckt wurde. Und ihr werdet hören: Das alles ist das Ruhrgebiet. Das alles sind wir, der Märchenpott.
1 Stunde 18 Minuten
Es war einmal... eine Geschichte, in der eine Frau namens Sheherazade einen grausamen König zur Vernunft bringen wollte, indem sie ihm Geschichten erzählte, tausendundeine an der Zahl. Diese Geschichten handeln von Geschichten, mal tragisch, mal komisch, mal schwankhaft, mal romantisch. Doch anders als der König werden wir niemals all diese Geschichten zu hören bekommen, denn nur ein Bruchteil der Erzählungen aus 1001 Nacht ist noch erhalten. In dieser Märchenkunde sprechen wir darüber, was die Faszination von 1001 Nacht ausmacht, welche Unterschiede und Gemeinsamkeiten es zu den Märchen der Brüder Grimm gibt und warum die Erzählungen auch literatrisch einen so besonderen Stellenwert einnehmen. Und wie ihr uns kennt, geht es natürlich auch um Themen wie den zeitgeschichtlichen Kontext, Klischees und das Frauenbild. Außerdem stellen wir euch einen Helden vor, der mit 1001 Nacht ursprünglich gar nichts zu tun hat, wir lösen das Rätsel um drei Äpfel und wir hören zwei Geschichtchen aus dem Teil von 1001 Nacht, der bis vor wenigen Jahren noch verschollen war. Folgt uns auf unserer Reise in das sagenumwobene Morgenland und lauscht den Geschichten übder die Geschichten in den Geschichten. Es gibt eine Menge zu erzählen.
29 Minuten
Es war einmal... eine weit entfernte Welt voller endloser Wüsten mit heißem, weichen Sand, saftigen, blühenden Oasen und prunkvollen Palästen. Eine Welt, wo in versteckten Höhlen geheimnisvolle Schätze und sagenumwobene Reichtümern warten und wo man mit dem Glück des*r Tüchtigen Wunderlampen, Flaschengeister oder fliegende Teppiche finden kann. Das ist die Welt von 1001 Nacht. Doch 1001 Nacht erzählt nicht bloß die Geschichte von Aladdin, Ali Baba und Sindbad, dem Seefahrer. Die Geschichtssammlung umfasst zahlreiche weitere Märchen und sie alle gehen zurück auf eine ganz besondere Frau: Sheherazade. Folgt uns in dieser Märchenstunde in die Welt von 1001 Nacht und lernt den Anfang der Geschichten kennen – und mit ihm eine clevere Frau, die keine Angst davor hat, es mit einem barbarischen Herrscher aufzunehmen.
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