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Erstklassisch mit Mischke - Klassik hautnah Archiv

142 Episoden
52 Minuten
Geht nicht gibt’s nicht bei Philipp Klais: Orgel-Teile, die als Puzzle in Kisten verpackt, per Hubschrauber zur Endmontage in die schottischen Highlands geflogen wurden. Eine Orgel, die man quer durch den Saal fahren kann. Und nicht zuletzt: die Orgel im Großen Saal der Elbphilharmonie. Klais‘ Bonner Orgel-Werkstatt ist eine Weltmarke, man ist seit 138 Jahren Familienbetrieb und Global Player zugleich. Kürzlich war Klais in Hamburg, weil er die ziemlich ramponierte Orgel von St. Nikolai am Klosterstern runderneuern soll. Im Gespräch für „Erstklassisch mit Mischke“ zogen wir zumindest einige Register, um das Thema Orgel angemessen zu bespielen.
52 Minuten
Verdammt lang her, ihre Zeit im Opernstudio der Hamburger Staatsoper. Seitdem hat die Sopranistin Christiane Karg eine große internationale Karriere gemacht. Und wie bei so schrecklich vielen Künstlerinnen und Künstler waren auch ihre letzten Monate wegen der Corona-Pandemie eine Achterbahnfahrt. Wir sprachen für „Erstklassisch mit Mischke“ darüber, wie es war, wie es ist und wie es bald sein sollte, aber auch über ihren Auftritt beim G-20-Konzert in der Elbphilharmonie.
39 Minuten
Sie ist schlagfertig, amüsant, großer „Star Wars“-Fan und im Hauptberuf seit Jahrzehnten eine Jahrhundert-Geigerin. Mit Anne-Sophie Mutter über Musik und anderes zu reden, ist ein großes Vergnügen, weil sie sofort und smart auf den Punkt kommt. Auch für sie waren die letzten Monate, mit und wegen Corona, eine dramatische Zäsur. Auch sie fädelt sich jetzt wieder ein ins Musikleben. Und nebenbei erfährt man auch beim „Erstklassisch mit Mischke“-Gespräch auch noch, wie ihr Popcorn beim Kino-Besuch unbedingt zu sein hat.
54 Minuten
„Ich habe Spaß an allem, wenn es gut ist.“ Als Chefdirigent der Symphoniker Hamburg ist Sylvain Cambreling in einer interessanten Führungsposition: Sein Orchester ist nicht das größte der Stadt, hat aber mit der Laeiszhalle eine großartige Spielstätte fast für sich, weil sich das meiste in der Elbphilharmonie abspielt. Cambreling ist Franzose, war Posaunist und besitzt wirklich sehr viele Bücher. Und als er jung war, war seine gesamte Familie den Nachbarn in Amiens verhasst. In „Erstklassisch mit Mischke“ erzählt er, warum.
49 Minuten
Von heute aus betrachtet, sind Beethovens Sinfonien Klassiker. Ändert man aber diese Perspektive, sieht alles schon ganz anders aus. Der spanische Dirigent Jordi Savall hat seine Interpretation dieser neun Meisterwerke mit den Augen und den Ohren des Barock-Experten gründlich unter die Lupe genommen. Die Ergebnisse sind sensationell anders. An diesem Wochenende ist Savall mit seinem Spezialisten-Ensemble Le Concert des Nations in der Laeiszhalle, mit immerhin fünf der neun Sinfonien auf den Notenpulten. Für „Erstklassisch“ mit Mischke sprach er über dieses Projekt und über Beethovens Einmaligkeit.
37 Minuten
Ausgerechnet Lang Lang, der Pianist, der schneller spielen kann als sein Schatten, und Barock? Und dann auch noch Bachs „Goldbergvariationen“? Man könnte skeptisch staunen. Andererseits: 2017 hatte er sich durch zu viel Üben von Ravels Konzert für die linke Hand eine Sehnenscheidenentzündung eingehandelt. Eine monatelange Zwangspause folgte. Zuletzt ließ er mit einem sonderbaren „Piano Book“ von sich hören, Nun aber möchte Lang Lang eine neue Karriere-Phase eröffnen. Ernsthaft Abstand zum Circensischen der früheren Jahre gewinnen. Die Corona-Pandemie brachte seine Pläne noch einmal durcheinander, so dass das Gespräch für „Erstklassisch mit Mischke“ ein Sehrferngespräch wurde, weil Lang Lang seit Monaten in China ist.
42 Minuten
Was macht eigentlich: Patricia Kopatchinskaja? In den letzten Jahren war diese Geigerin immer höchsttourig unterwegs, sie hat Programme gespielt und CDs aufgenommen, die komplex und komplett anders waren. Sie hat Hör- und Spielgewohnheiten auf links gekrempelt wie keine andere Musikerin. Das hat ihr nicht nur Freunde eingebracht. In den vergangenen Monaten fehlte auch sie. Wie sie mit ihrer Familie in Bern durch diese Zeit gekommen ist und was Spinatstrudel und Installateure damit zu tun haben, darüber sprachen wir für „Erstklassisch mit Mischke“, bis einer fast nicht mehr konnte.
54 Minuten
Joachim Mischke Hamburg „Ich liebe Qualität“. Und weil dieses Wort auch mit Quälen zu tun hat, ist Pierre-Laurent Aimard seit Jahrzehnten einer jener sehr wenigen Pianisten, denen man so ziemlich alles zutraut – oder wohl eher: zumutet. Er hat unter anderem mit Pierre Boulez, György Ligeti oder Karlheinz Stockhausen Erfahrungen gesammelt und fürs Leben gelernt. Wie Aimard alle 18 Ligeti-Etüden in der Elbphilharmonie bewältigte, die zum Schwersten überhaupt zählen, war oberhalb von Sensation und auch wegen der enormen körperlichen Anstrengung ein Kraftakt. Aimard gilt als der Mann für die ganz großen Aufgaben, die Bandbreite reicht vom Barock bis ins musikalische Jetzt, aber noch lieber, bis weit ins Morgen.
44 Minuten
„Man muss das Publikum verführen, dieser neuen Situation zu folgen und ein Vertrauen schaffen, dass es sich bei uns wohl und sicher fühlt und uns auch mit Neugierde begegnet.“ Die erste Hälfte ist rum, seit fünf Jahren ist Georges Delnon mittlerweile Staatsopern-Intendant in Hamburg, seinen Vertrag hat er bis vor knapp drei Jahren bis 2025 verlängert. Doch auch wenn es für einen Schweizer klischeebedingt nahe läge, an ein Bergfest zu denken – spätestens seit Mitte März gibt es für einen Opern-Intendanten wegen Corona keine Gründe zum Feiern mehr. Machen, was geht, ist jetzt das Krisen-Motto. Darüber sprachen wir für „Erstklassisch mit Mischke“.
41 Minuten
Die Musterschüler-Optik, auf die er oft reduziert wird, die täuscht. Der isländische Pianist Víkingur Ólafsson ist weit weniger berechenbar, als manche glauben. Er hat Klavierstücke von Philipp Glass‘ wieder so populär gemacht, wie sie es verdienen. Danach kamen ein Bach-Album, interessante Remixe und sehr spezielle Musik-Videos. Wäre die Welt eine andere, gäbe er jetzt ständig Konzert mit Werken seiner beiden aktuellen Favoriten Rameau und Debussy. Doch die Welt ist, wie sie seit März ist, deswegen schaltete er sich aus Berlin in eine Zoom-Videokonferenz, um für „Erstklassisch mit Mischke“ über Komponisten, Ideen, Klänge und ihre Farben zu sprechen https://vikingurolafsson.com
48 Minuten
„Dieses Unpolitische, gerade in der klassischen Musik, das geht mir schwer auf die Nerven, das sage ich auch ganz offen. Da haben wir zu wenig Mut.“ Er konnte schon als kleiner Junge jonglieren und hat von einer ganz speziellen Kuhglocke aus Versehen ein Dutzend Exemplar in seinem Instrumentenlager, außerdem schreibt er regelmäßig Zeitungs-Kolumnen, in denen Martin Grubinger auch für die Vereinigten Staaten von Europa plädiert. Der österreichische Schlagzeuger hat offenbar immer und gern alle Hände voll zu tun, vor allem bei seinen Konzerten. In Kürze ist er für eine Roadshow mit zwei Lastwagen voller Instrumente beim Schleswig-Holstein Musik Festival zu Gast. Und jetzt ist auch klar, womit sich Schlagzeuger vor Konzerten gutes Gelingen wünschen, kleiner Tipp: Es hat mit dem Film „Gladiator“ zu tun.
40 Minuten
Wenn Parsifal oder Siegfried, dann ist Andreas Schager eine erste Wahl. Und wenn frischer Wagner mit ihm in diesem Sommer, dann in Bayreuth, beim neuen „Ring“, in dem der Heldentor aus Österreich die Partie des furchtlosen Drachentöters gesungen hätte. Hätte. Wir sind kurz vor dem 25. Juli, dem traditionellen Start-Datum dieser Festspiele. Aber: von wegen. Corona. Kein Bayreuth. Erst recht kein neuer „Ring“. Und auch sonst fast nichts im Kalender des weltweit auf Wagner abonnierten Sängers, und frustrierend wenig am Horizont. „Es war von 100 auf Null, sofort.“ Für „Erstklassisch mit Mischke“ haben wir über das Jetzt und das Bald gesprochen
44 Minuten
Es lief bei ihm, bestens sogar. Für dieses Jahr hatte Xavier de Maistre so viele Projekte im Kalender wie noch nie. Dann kam es anders, und der französische Musiker ist nun seit Wochen mit seiner Familie zuhause, in Monaco, und klingt mal frustriert, mal wütend, aber auch optimistisch. Nicht zuletzt, weil er trotz Corona als diesjähriger Residenzkünstler beim Schleswig-Holstein Musik Festival Termine haben wird, die zwar keine klassischen Konzerte im klassischen Sinne sein werden. Aber besser als weiterhin praktisch nichts sind sie eben auch.
57 Minuten
Etwa ein halbes Beethoven-Jahr haben wir noch. Theoretisch jedenfalls, denn live im Konzert zu hören ist seiner Musik praktisch nichts. Was für ein Timing für das Projekt, das der Dirigent und Ex-Geiger Reinhard Goebel vor einigen Jahren anschob: „Beethovens Welt“, eine CD-Reihe mit Aufnahmen von Zeitgenossen, die heute kaum jemand kennt, die damals aber ernsthafte Konkurrenten und wichtige Einflüsse waren. Goebel ist einer dieser wissenshungrigen Archiv-Wühler, die erst glücklich sind, wenn sie das historische Umfeld von Komponisten und ihren Stücken gründlichst ausgeleuchtet haben. Dass Goebel mit seinem Ensemble Musica Antiqua viele Jahre in Köln gearbeitet hat, hört man beim coronabedingten Telefonat für „Erstklassisch mit Mischke“ sofort. Dass er klare Ansagen mag, ebenso.
41 Minuten
Für Christian Gerhaher fängt das Singen erst an, wenn es mehr als Notenproduktion ist. Es gibt momentan keinen bedeutenderen Bariton, als Liedsänger wird er weltweit ebenso gefeiert wie in Opern. „Wenn ich singe, höre ich mir selbst zu, nein, eigentlich höre ich dem Werk zu“, sagte er einmal. „Und es ist dieses Zuhören, das mich ein Werk immer wieder neu und tiefer kennenlernen lässt. Es ist das Zuhören, das mich überwältigt.“ Momentan aber ist Gerhaher zuhause in München. Wartend darauf, dass es wieder Konzerte mit Publikum gibt, aber auch besorgt und verärgert über die Existenzbedrohung, mit der sich die Kultur auseinandersetzen muss.
Erstklassisch mit Mischke - Klassik hautnah

Erstklassisch mit Mischke - Klassik hautnah

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