PSYCHOLOGOS Archiv
85 Episoden
35 Minuten
ADHS bei Kindern- und Jugendlichen ist ein polarisierendes Thema. Mit Ratgebern und Fachliteratur dazu könnte man ganze Bibliotheken füllen. Umso mehr hat es mich interessiert, wie PSYCHOLOGOS Expertin Dagmar Pauli zu diesem Thema steht. Unten stichwortartig aufgelistet, findet ihr die wichtigsten Punkte aus dem Gespräch mit der Kinder- und Jugendpsychiaterin.
Viel Vergnügen beim Zuhören!
-Klinische Untersuchung und Anamnese (Beobachtung und Befragung)
-ADHS (Aufmerksamkeits-Defizit-Hyper-Aktivitäts-Störung)
-Die Symptome (Konzentrationsschwäche, Impulsivität, Selbstregulation- und Organisationsschwäche etc.) verursachen dauerhafte Beeinträchtigungen bzw. es sind keine Phasen
-neurobiologisch bedingt / genetische Veranlagung
-Die Umwelt spielt eine starke Rolle: gut strukturiertes Umfeld, weniger Ablekungsreize, nur eine Aufforderung auf einmal, Erwartungsmanagement, elektronische To-Do-Liste einführen bzw. keine Zettelwirtschaft, Erfolgserlebnisse schaffen (Loben, Wertschätzen)
-Therapien und Medikation (Ritalin): vorurteilsfreie und individuelle Herangehensweise
-wächst sich gemäss Studien im Jugend- und Erwachsenenalter nicht aus, erlernte Strategien ermöglichen dann meist einen guten Umgang damit
Support Psychologos: https://www.psychologos.ch/support
Twint: +41 76 532 55 80
Danke für deine Unterstützung.
PSYCHOLOGOS ist ein Podcast über das gesamte Spektrum der menschlichen Psyche.
Mit wechselnden Gästen und einem offenen Blick auf psychische Gesundheit.
Vielen Dank für deine Unterstützung, damit ich Psychologos auch weiterhin unabhängig produzieren kann.
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-neurobiologisch bedingt / genetische Veranlagung
-Die Umwelt spielt eine starke Rolle: gut strukturiertes Umfeld, weniger Ablekungsreize, nur eine Aufforderung auf einmal, Erwartungsmanagement, elektronische To-Do-Liste einführen bzw. keine Zettelwirtschaft, Erfolgserlebnisse schaffen (Loben, Wertschätzen)
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31 Minuten
Irene Hauser wurde eineinhalb Jahre von einer Unbekannten gestalkt. Die Stalkerin war die Vormieterin ihrer Wohnung. Es war also purer Zufall und grosses Pech, dass Irene diese einschneidenden und sie für immer prägenden Erfahrungen machen musste.
In dieser Folge schildert Irene ihre Erlebnisse und was sie dabei durchmachen musste. Sie zog sich zurück, hatte Angstzustände, wurde depressiv, hatte Schlafstörungen. Sie fühlte isch komplett im Stich gelassen, weil ihr niemand wirklich helfen konnte. So geht es vielen. Das darf nicht sein.
Teile diese Folge und mache auf unsere Online-Petition Stopp Stalking aufmerksam. Mit öffentlichem Druck können wir einen kleinen aber wichtigen Beitrag leisten, damit sich für Stalking-Betroffene in der Schweiz die rechtliche Lage endlich verbessert.
Es ist verständlicherweise nicht einfach Menschen zu finden, die ihre Stalking-Geschichte erzählen.
Vielen Dank Irene Hauser für deine Bereitschaft und Offenheit. Herzlichen Dank Helena Trachsel, ehemalige Leiterin der Fachstelle Gleichstellung Kanton Zürich, für die Gesprächsführung.
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37 Minuten
Staatsanwältin Sabine Tobler ist seit 20 Jahren im Amt und hat die unterschiedlichsten Fälle von Stalking betreut. Für sie steht fest: Opfer müssen per Gesetz besser vor Stalking geschützt werden, sie müssen durch eine verbesserte Rechtslage wehrfähiger werden.
Als mögliches Vorbild, sieht sie den Straftatbestand §238 Nachstellung, der in Deutschland seit einigen Jahren erfolgreich Anwendung findet.
Sabine Tobler berichtet aus ihrer langjährigen Erfahrung mit Stalking-Prozessen vor Gericht und was es für Schritte braucht, bis es dazu kommt. Zudem erzählt sie exemplarisch von zwei Fällen von Stalking, welche sie betreut hat.
Eine lehrreiche Folge PSYCHOLOGOS. Noch nie fand ich eine Lektion Rechtskunde so spannend wie diese :-) ! Danke fürs Unterschreiben der Online-Petition, fürs Teilen und Weitererzählen.
Ich finanziere meinen Podcast völlig unabhängig ohne Werbung oder Institution im Rücken.
Über einen finanziellen Support für die Produktion meines Podcasts würde ich mich sehr freuen.
Vielen Dank fürs Zuhören!
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25 Minuten
Heute berichtet OK-Mitglied Helena Trachsel aus ihrer langjährigen Erfahrung in der Beratung von Stalking-Opfern.
Sie schildert uns vier Fälle von Stalking, die sie betreut hat. In fast allen Fällen hat sie den Opfern geraten, die Polizei einzuschalten und Anzeige zu erstatten. Das Eingreifen der Polizei hatte bei ihren Beratungsfällen immer positive Auswirkungen. Die Anzeigen hingegen haben selten etwas bewirkt.
„Ich weiss, dass die Polizei nichts machen kann“ – hat ein Stalker gegenüber seinem Opfer gesagt. Leider ist das in den meisten Fällen brutale und harte Realität.
Die Dunkelziffer von Stalking schätzt Helena Trachsel hoch ein. Gerade viele von Stalking betroffene Männer, würden sich aus Scham und Ohnmacht nicht melden oder viel zu lange abwarten, bis sie etwas unternähmen.
Erfahre mehr in der aktuellen Folge... Danke fürs Unterschreiben der Online-Petition, fürs Teilen und Weitererzählen.
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Die Dunkelziffer von Stalking schätzt Helena Trachsel hoch ein. Gerade viele von Stalking betroffene Männer, würden sich aus Scham und Ohnmacht nicht melden oder viel zu lange abwarten, bis sie etwas unternähmen.
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14 Minuten
Aufgrund unzähliger Rückmeldungen auf die Stalking-Episode starten wir eine Online-Petition für einen eigenen Stalking Straftatbestand.
Unterzeichne diese Online-Petition auf www.psychologos.ch und setze ein Zeichen gegen Stalking. Damit Opfer in Zukunft besser geschützt werden. Danke.
Online-Petition: Stalking
Es gibt viele Formen von Stalking. Alle diese Formen können zu einer massiven Beeinträchtigung des Lebens der Opfer führen. Anders als beispielsweise Deutschland kennt die Schweiz bislang aber keinen eigenen Straftatbestand für Stalking, so dass die Täter strafrechtlich oft nichts zu befürchten haben. Daher handelt es sich bei Stalking für Täter oft um risikolose Taten, bei denen Opfer häufig auf sich alleine gestellt sind und im Stich gelassen werden. Das ist seit vielen Jahren bekannt. Dennoch hat es die Politik bislang versäumt, durch die Schaffung eines eigenen Straftatbestandes die Strafverfolgung der Täter zu stärken und die Opfer besser zu schützen.
Dieses Versäumnis der Politik ist inakzeptabel. Wir fordern die Politik daher auf, endlich zu handeln und umgehend einen eigenen Straftatbestand Stalking in der Schweiz zu schaffen.
Bitte unterstütze diese Online-Petition und teile sie per Mail oder über soziale Medien.
(weitere Infos, warum die Schaffung eines Straftatbestandes Stalking für einen besseren Opferschutz unverzichtbar ist Podcast Psychologos: Stalking)
Zusätzliche Infos Der Psychologos Podcast vom 11. April 2023 zum Thema Stalking hat zu vielen Reaktionen geführt. Betroffene schilderten fürchterliche Geschichten. Sehr viele Personen schlossen sich der Forderung an, auch in der Schweiz endlich einen eigenen Straftatbestand für Stalking zu schaffen, um eine bessere Handhabe gegen die Täter zu haben. Aufgrund der grossen Resonanz haben wir uns entschlossen, eine Online-Petition zu starten, um den politischen Druck zu erhöhen. Es ist lange genug gewartet worden und daher höchste Zeit, endlich zu handeln. Aktuell hat die Rechtskommission des Nationalrates vorgeschlagen, einen solchen Straftatbestand zu schaffen (Geschäft 19.433) und die Vernehmlassung gestartet. Das ist zu begrüssen.
Erste Initiativen in dieser Richtung reichen aber bis ins Jahr 2007. Sie wurden bislang stets von verschiedener Seite bekämpft, so dass im Ergebnis seit mehr als 15 Jahren Stillstand herrschte und nichts geschah. Aufgrund dieser Erfahrungen aus der Vergangenheit ist die aktuelle Initiative der Rechtskommission kein Grund, die Hände in den Schoss zu legen. Im Gegenteil ist nun erst recht der richtige Zeitpunkt, zusätzlich öffentlichen Druck zu erzeugen, damit die Initiative der Kommission nicht einmal mehr scheitert, sondern nun endlich tatsächlich zum längst überfälligen Stalking-Straftatbestand führt. Vorbild sollte der entsprechende § 238 StGB im deutschen Strafgesetzbuch sein. Stalking ist dort seit 2017 ein Gefährdungsdelikt in Form eines so genannten abstrakten Eignungsdelikts.
Das bedeutet: Nicht die Opfer müssen mühsam belegen, dass das eigene Leben durch den Täter massiv beeinträchtigt ist, sondern es wird richtigerweise davon ausgegangen, dass Stalking immer eine massive Schädigung des Opfers beabsichtigt oder zumindest in Kauf nimmt. Bei der Definition von Stalking werden Häufigkeit, Kontinuität und die Intensität der Handlungen der Handlungen berücksichtigt. Der § 238 StGB zeigt, dass es – anders als bisweilen behauptet – leicht möglich ist, einen Straftatbestand Stalking zu schaffen. Um die Opfer besser zu schützen, ist es notwendig, auch in der Schweiz endlich konsequent gegen Stalker vorzugehen.
OK Online-Petition Stalking: Sabine Tobler, Staatsanwältin Kanton Zürich für Schwere Gewaltkriminalität, Helena Trachsel, langjährige ehemalige Leiterin der Fachstelle Gleichstellung Kanton Zürich, Sara Taubman & Frank Urbaniok
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Dieses Versäumnis der Politik ist inakzeptabel. Wir fordern die Politik daher auf, endlich zu handeln und umgehend einen eigenen Straftatbestand Stalking in der Schweiz zu schaffen.
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Erste Initiativen in dieser Richtung reichen aber bis ins Jahr 2007. Sie wurden bislang stets von verschiedener Seite bekämpft, so dass im Ergebnis seit mehr als 15 Jahren Stillstand herrschte und nichts geschah. Aufgrund dieser Erfahrungen aus der Vergangenheit ist die aktuelle Initiative der Rechtskommission kein Grund, die Hände in den Schoss zu legen. Im Gegenteil ist nun erst recht der richtige Zeitpunkt, zusätzlich öffentlichen Druck zu erzeugen, damit die Initiative der Kommission nicht einmal mehr scheitert, sondern nun endlich tatsächlich zum längst überfälligen Stalking-Straftatbestand führt. Vorbild sollte der entsprechende § 238 StGB im deutschen Strafgesetzbuch sein. Stalking ist dort seit 2017 ein Gefährdungsdelikt in Form eines so genannten abstrakten Eignungsdelikts.
Das bedeutet: Nicht die Opfer müssen mühsam belegen, dass das eigene Leben durch den Täter massiv beeinträchtigt ist, sondern es wird richtigerweise davon ausgegangen, dass Stalking immer eine massive Schädigung des Opfers beabsichtigt oder zumindest in Kauf nimmt. Bei der Definition von Stalking werden Häufigkeit, Kontinuität und die Intensität der Handlungen der Handlungen berücksichtigt. Der § 238 StGB zeigt, dass es – anders als bisweilen behauptet – leicht möglich ist, einen Straftatbestand Stalking zu schaffen. Um die Opfer besser zu schützen, ist es notwendig, auch in der Schweiz endlich konsequent gegen Stalker vorzugehen.
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37 Minuten
In dieser Folge erzählen uns Robin und Raffi über ihre Arbeit bei „ZETA Movement“. Der Verein ZETA Movement kämpft für die Entstigmatisierung von psychischen Krankheiten und tut dies insbesondere mit Ambassadoren, die ihre eigene Lebensgeschichten mit Jugendlichen teilen.
Ein solcher Ambassador ist Raffi. Er hat eine Bipolare Störung und eine soziale Phobie. Es hat lange gedauert, bis er eine konkrete Diagnose erhalten hat. Diese hat ihm sehr geholfen. Raffi sagt von sich selber, dass er viel zu lange nicht über seine mentalen Herausforderungen geredet habe.
Der Peer-to-Peer-Ansatz von ZETA Movement ist ein grosser Erfolg. Der Verein hat weit mehr Anfragen, als Ambassadoren zur Verfügung.
Entstanden ist ein offenes Gespräch über Mental Health, die Bedeutung von Prävention, eine aktuelle Einschätzung der aktuellen Situation der Jugendlichen und persönliche Einblicke in ein Leben mit einer Bipolaren Störung. Danke euch fürs Zuhören und Teilen.
Ich finanziere meinen Podcast völlig unabhängig ohne Werbung oder Institution im Rücken.
Über einen finanziellen Support für die Produktion meines Podcasts würde ich mich sehr freuen.
Vielen Dank fürs Zuhören!
https://psychologos.ch/support/
Weiterführende Informationen:
https://www.zetamovement.com
https://www.zetamovement.com/auszeichnungen#:~:text=ZETA%20Movement%20hat%20den%20Demokratiepreis,Preis%20sind%20hier%20zu%20finden.
https://www.projuventute.ch/de
https://www.147.ch
https://www.neurologen-und-psychiater-im-netz.org/psychiatrie-psychosomatik-psychotherapie/stoerungen-erkrankungen/bipolare-erkrankungen/
https://www.netdoktor.ch/krankheiten/bipolare-stoerung/
https://www.psychiatrie-sg.ch/behandlung/diagnosen/bipolare-stoerung
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In dieser besonderen Podcastfolge ist Anja zu Gast. Anja ist Botschafterin bei ZETA Movement. Sie spricht offen über ihre Borderline-Persönlichkeitsstörung, teilt ihre Geschichte und ihre Erfahrungen mit uns. Dadurch hilft sie, das Bewusstsein für diese komplexe psychische Erkrankung zu erweitern und Vorurteile abzubauen.
Anja erzählt uns über ihre Symptome, die Auswirkungen auf das tägliche Leben, den Umgang mit zwischenmenschlichen Beziehungen und die therapeutischen Ansätze, die ihr geholfen haben, einen Weg mit ihrer Herausforderung zu finden.
Die besprochenen Erfahrungen sind individuell und treffen nicht auf jede:n mit Diagnose Borderline zu. Jeder Mensch ist einzigartig und erlebt diese Erkrankung auf unterschiedliche Weise.
Das Gespräch mit Anja hat mich persönlich sehr berührt. Ich lade euch herzlich ein, euch Zeit zu nehmen, zuzuhören und von den Erfahrungen Anjas zu lernen. Gemeinsam können wir dazu beitragen, dass Menschen mit Borderline-Persönlichkeitsstörung und anderen psychischen Erkrankungen die Unterstützung und Empathie erhalten, die sie brauchen.
Weiterführende Links:
https://www.zetamovement.com
https://www.zdf.de/nachrichten/panorama/borderline-syndrom-persoenlichkeitsstoerung-experte-100.html
https://www.projuventute.ch/de/eltern/entwicklung-gesundheit/selbstverletzung-kind
https://www.nzz.ch/zuerich/ein-leben-mit-borderline-betroffene-und-angehoerige-erzaehlen-ld.1630782?reduced=true
https://www.tiktok.com/@147.ch/video/7119527342548028677
https://www.netdoktor.de/krankheiten/borderline-syndrom/therapie/
https://www.deutschlandfunk.de/ruhe-nach-dem-daueralarm-wie-sich-borderline-heilen-laesst-100.html
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Die besprochenen Erfahrungen sind individuell und treffen nicht auf jede:n mit Diagnose Borderline zu. Jeder Mensch ist einzigartig und erlebt diese Erkrankung auf unterschiedliche Weise.
Das Gespräch mit Anja hat mich persönlich sehr berührt. Ich lade euch herzlich ein, euch Zeit zu nehmen, zuzuhören und von den Erfahrungen Anjas zu lernen. Gemeinsam können wir dazu beitragen, dass Menschen mit Borderline-Persönlichkeitsstörung und anderen psychischen Erkrankungen die Unterstützung und Empathie erhalten, die sie brauchen.
Weiterführende Links:
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https://www.zdf.de/nachrichten/panorama/borderline-syndrom-persoenlichkeitsstoerung-experte-100.html
https://www.projuventute.ch/de/eltern/entwicklung-gesundheit/selbstverletzung-kind
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23 Minuten
Shownotes:
In der dreiteiligen Reihe mit Pro Juventute und ZETA Movement reden wir über die aktuelle Lage der Kinder- und Jugendlichen in der Schweiz. Mentale Probleme haben seit Corona sprunghaft zugenommen und die Lage ist besorgniserregend.
Pro Juventute musste im Jahr 2019 57x eine Krisenintervention auslösen. Das bedeutet, dass sich 57 junge Menschen mit konkreten Suizidgedanken bei der Stiftung gemeldet haben. Letztes Jahr 2022 waren es 161 Kriseninterventionen. Die Anzahl hat sich also innert drei Jahren verdreifacht.
Dasselbe Bild zeichnen die Zahlen der Spitaleinweisungen. Bei den 10 – 24-jährigen sind psychische Leiden zum Hauptgrund für Hospitalisierungen geworden.
Im Gespräch mit Lulzana Musliu, sie verantwortet Medien & Politik bei Pro Juventute, beleuchten wir die aktuelle Situation aus gesellschaftlicher und politischer Sicht.
„Die Lage ist sehr akut“, sagt Lulzana Musliu. Die Multikrise unterscheidet sich zu früheren Krisen vor allem dadurch, dass Digitale Medien einen grossen Einfluss auf die heranwachsende Generation habe, so Musliu. (Durchschnittliche Bildschirmzeit pro Tag 3-5 Stunden)
Erfahre mehr aus dem spannenden Gespräch mit Lulzana und teile die Folgen, wenn sie dir einen Mehrwert gebracht haben, das würde uns freuen.
Wenn du meine unabhängige Produktion von PSYCHOLOGOS unterstützen möchtest, würde mich das sehr freuen! Vielen Dank!
Mit Absender: https://psychologos.ch/support/
Oder anonym über die Startseite: https://psychologos.ch
Mehr Informationen:
https://www.147.ch/de/dein-kontakt-zu-uns/
https://www.projuventute.ch/de
https://www.projuventute.ch/de/eltern/entwicklung-gesundheit/krisen-belasten-kinder-und-jugendliche
https://www.zetamovement.com
https://www.bfs.admin.ch/asset/de/23772011
https://saez.ch/article/doi/saez.2023.21352
https://www.nzz.ch/meinung/corona-jugendliche-leiden-besonders-das-hat-folgen-fuer-alle-ld.1594357?reduced=true
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https://www.bfs.admin.ch/asset/de/23772011
https://saez.ch/article/doi/saez.2023.21352
https://www.nzz.ch/meinung/corona-jugendliche-leiden-besonders-das-hat-folgen-fuer-alle-ld.1594357?reduced=true
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PSYCHOLOGOS ist ein Podcast über das gesamte Spektrum der menschlichen Psyche.
Mit wechselnden Gästen und einem offenen Blick auf psychische Gesundheit.
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Shownotes:
In der dreiteiligen Reihe mit Pro Juventute und ZETA Movement reden wir über die aktuelle Lage der Kinder- und Jugendlichen in der Schweiz. Mentale Probleme haben seit Corona sprunghaft zugenommen und die Lage ist besorgniserregend.
Pro Juventute musste im Jahr 2019 57x eine Krisenintervention auslösen. Das bedeutet, dass sich 57 junge Menschen mit konkreten Suizidgedanken bei der Stiftung gemeldet haben. Letztes Jahr 2022 waren es 161 Kriseninterventionen. Die Anzahl hat sich also innert drei Jahren verdreifacht.
Dasselbe Bild zeichnen die Zahlen der Spitaleinweisungen. Bei den 10 – 24-jährigen sind psychische Leiden zum Hauptgrund für Hospitalisierungen geworden.
Im Gespräch mit Lulzana Musliu, sie verantwortet Medien & Politik bei Pro Juventute, beleuchten wir die aktuelle Situation aus gesellschaftlicher und politischer Sicht.
„Die Lage ist sehr akut“, sagt Lulzana Musliu. Die Multikrise unterscheidet sich zu früheren Krisen vor allem dadurch, dass Digitale Medien einen grossen Einfluss auf die heranwachsende Generation habe, so Musliu. (Durchschnittliche Bildschirmzeit pro Tag 3-5 Stunden)
Erfahre mehr aus dem spannenden Gespräch mit Lulzana und teile die Folgen, wenn sie dir einen Mehrwert gebracht haben, das würde uns freuen.
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***Wenn du die Folgen von PSYCHOLOGOS magst, teile eine Folge mit jemandem, den du magst und empfehle den Podcast weiter, das würde mich freuen !***
In der Schweiz gibt es weder einen Straftatbestand noch repräsentative Erhebungen für Stalking. Zahlen dazu gibt es lediglich von der Stalking-Beratungsfachstelle der Stadt Bern. Sie sind besorgniserregend. Denn sie zeigen auf, dass Stalking in den letzten Jahren kontinuierlich zugenommen hat.
Prof. Dr. med. Frank Urbaniok fordert eine gesetzliche Grundlage, die es Opfern von Stalking einfacher macht, juristisch gegen ihre Täter vorzugehen. Gegenwärtig können nur einzelne Handlungen angezeigt werden – ein Flickenteppich, welcher für Opfer einen massiven juristischen Aufwand bedeutet und häufig ins Leere läuft. Oft auf zivilrechtlichem Weg, der hohe Kosten mit sich bringt.
Das Leid der Stalking-Opfer und der harzige juristische Weg gegen Stalkende vorzugehen, steht in keinem Verhältnis zu den Strafen (meist Geldbussen), die nach erfolgreicher Anklage erfolgen. Die Fachstelle Stalking-Beratung Bern meldet zudem, dass bei 73% der als Stalking gemeldeten Beeinträchtigungen, keine Strafanzeige eingereicht werden konnte.
Der grösste Anteil Stalkender sind Ex-Beziehungspartner:innen, gefolgt von Nachbarn, Bekanntschaften, beruflichen Kontakten und intimen Bekanntschaften. Grundsätzlich kann es aber jeden treffen. Das Leben der Opfer ist von Angst und Stress geprägt, die psychischen Leiden reichen von Schlafstörungen, Depressionen bis zu Suizidgedanken. Stalking ist Psychterror. Die Opfer in den allermeisten Fällen auf sich alleine gestellt. Das muss sich ändern. Mehr dazu in der aktuellen Folge mit Frank Urbaniok. Danke fürs Zuhören und Mitdenken!
Weitere Informationen:
https://www.stadt-zuerich.ch/pd/de/index/stadtpolizei_zuerich/praevention/kriminalpraevention/stalking.html
https://www.bif-frauenberatung.ch/haeusliche-gewalt/stalking/
https://www.humanrights.ch/de/ipf/menschenrechte/familie/dossier/situation-in-der-schweiz/stalking/
https://www.beobachter.ch/gesetze-recht/stalking-wie-sie-sich-als-opfer-wehren-konnen-172185?utm_source=google&utm_medium=cpc&utm_campaign=SK_mktzh_conversion&utm_id=BEDAG2301010102G&utm_content=dsa&gclid=CjwKCAjw586hBhBrEiwAQYEnHRvz0IsFY_zdO7JGy9_uA5EQeDZ05I2sFL6arCN35i6Mtm3sRUGB-BoCRjQQAvD_BwE
https://www.opferhilfe-schweiz.ch/de/
https://www.skppsc.ch/de/themen/gewalt/stalking/
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Prof. Dr. med. Frank Urbaniok fordert eine gesetzliche Grundlage, die es Opfern von Stalking einfacher macht, juristisch gegen ihre Täter vorzugehen. Gegenwärtig können nur einzelne Handlungen angezeigt werden – ein Flickenteppich, welcher für Opfer einen massiven juristischen Aufwand bedeutet und häufig ins Leere läuft. Oft auf zivilrechtlichem Weg, der hohe Kosten mit sich bringt.
Das Leid der Stalking-Opfer und der harzige juristische Weg gegen Stalkende vorzugehen, steht in keinem Verhältnis zu den Strafen (meist Geldbussen), die nach erfolgreicher Anklage erfolgen. Die Fachstelle Stalking-Beratung Bern meldet zudem, dass bei 73% der als Stalking gemeldeten Beeinträchtigungen, keine Strafanzeige eingereicht werden konnte.
Der grösste Anteil Stalkender sind Ex-Beziehungspartner:innen, gefolgt von Nachbarn, Bekanntschaften, beruflichen Kontakten und intimen Bekanntschaften. Grundsätzlich kann es aber jeden treffen. Das Leben der Opfer ist von Angst und Stress geprägt, die psychischen Leiden reichen von Schlafstörungen, Depressionen bis zu Suizidgedanken. Stalking ist Psychterror. Die Opfer in den allermeisten Fällen auf sich alleine gestellt. Das muss sich ändern. Mehr dazu in der aktuellen Folge mit Frank Urbaniok. Danke fürs Zuhören und Mitdenken!
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Weisheit. Bei diesem Begriff sehen wir vor unserem inneren Auge vielleicht einen einsteinartig zerzausten Professor oder eine ältere Frau mit vielen Falten und einem erhabenen Blick.
Weisheit ist aber nicht nur an Alter und Intelligenz gekoppelt. Es gibt Wissenschaftler:innen, die sich eingehend mit dem Phänomen befassen. Zum Beispiel Weisheits-Forscherin Judith Glück. Einen weisen Menschen machen ihrzufolge folgende Ressourcen aus: „Offenheit für neue Perspektiven, Einfühlungsvermögen, Reflektiertheit, ein kluger Umgang mit den eigenen Gefühlen und Selbstvertrauen.“ Weisheit kann man in einigen Grundlagen also kultivieren:-Achtsamkeit (kluger Umgang mit den eigenen Gefühlen und Selbstvertrauen)-Gleichmut-Reflexion/ offen sein für neue Perspektiven-Erfahrungen und Wissen in ein Narrativ setzen können
Dietmar Hansch spannt diese Definition weiter. Ausgehend von den "Drei Sieben des Sokrates" über "Aikido-Prinzipien" bis zu den derzeitigen Grenzen der Künstlichen Intelligenz ist ein reichhaltiges Gespräch entstanden. Viel Freude euch dabei!
Weiterführende Links:
https://www.psychologie-heute.de/leben/artikel-detailansicht/41637-kompetenz-im-menschsein.html
https://www.deutschlandfunkkultur.de/judith-glueck-die-5-prinzipien-des-gelingenden-lebens-100.html
https://www.ardaudiothek.de/episode/achtsam-deutschlandfunk-nova/weisheit-wie-wir-unser-inneres-wissen-kultivieren/deutschlandfunk-nova/10781083/
https://ethik-heute.org/weisheit-ist-faehigkeit-das-leben-zu-meistern/
https://www.gq-magazin.de/lifestyle/artikel/weisheit-test-fragen-psychologie
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34 Minuten
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Mike sitzt vor dem Computer versunken in einer digitalen Spielwelt. Kopfhörer auf den Ohren und Joystick in der Hand. Das Szenario zieht sich über mehrere Stunden am Tag. Freunde trifft Mike selten. Er trifft sie vor allem im digitalen Raum.
Gamen ist oft eine Ausweichstrategie. Erfährt man im realen Alltag zu wenig Selbstwirksamkeit, Wertschätzung und Anerkennung, lockt die digitale Spielwelt. Die Produzenten von Videospielen wissen, wie die Belohnungszentren im Hirn aktiviert werden und macht sich dessen zu Nutze, um die Kundschaft an sich zu binden.
Viele Eltern kämpfen mit ihren Kindern, um einen gesunden Umgang mit digitaler Zerstreuung.
8.5 % der 12-19-jährigen haben einen problematischen Konsum von Games und Internet. Spielsüchtig sind 1-2%.
Kinder- und Jugendpsychiaterin Dagmar Pauli weiss aus eigener Erfahrung, dass „Gamen“ das Familienklima belasten kann. Sie ordnet die Problematik ein und gibt Ratschläge, um präventiv dafür zu sorgen, dass der Konsum digitaler Medien nicht überhand nimmt.
Kommt es zur Spielsucht, kann ein kalter Entzug im familiären Umfeld eine Möglichkeit sein, meist hilft aber nur noch eine professionelle Therapie.
Weiterführende Infos:
https://suchtpraevention-zh.ch/safer-use-und-sucht/verhaltenssuchte/online-konsum/
https://www.sozialministerium.at/Themen/Gesundheit/Drogen-und-Sucht/Verhaltenssüchte/Spielsucht/Computerspielsucht1.html
https://www.netdoktor.ch/krankheiten/computerspielsucht/
https://www.spielsucht-beratung.ch/computerspielsucht
https://www.ndr.de/kultur/Computerspiele-Wann-wird-Gaming-zur-Sucht,medien226.html
https://www.spielsucht-therapie.de/computerspielsucht/
https://www.parlament.ch/de/ratsbetrieb/suche-curia-vista/geschaeft?AffairId=20194358
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„Jeder hat ein Recht auf die eigene Meinung aber kein Recht auf die eigenen Fakten.“
Winfried Kretschmann, Ministerpräsident Baden-Württemberg (Grüne).
In der weiterführenden Folge geht es ausgehend von Kretschmanns Zitat um:
-Fake News bzw. Alternative Fakten
-Systemkampf Westen – Osten
Demokratie, Liberalismus und Individualismus auf dem Prüfstand
Weiterführende Infos:
Folge PSYCHOLOGOS auf Instagram, Twitter und Facebook. Zu den verschiedenen Podcast-Themen gibt es auf Instagram auch Live-Gespräche mit Interviewgästen aus anderen Fachgebieten, welche die Themen aus einem zusätzlichen Blickwinkel/Erfahrungshorizont betrachten:
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https://www.admin.ch/gov/de/start/dokumentation/medienmitteilungen.msg-id-85261.html
https://www.nationalgeographic.de/geschichte-und-kultur/2022/12/neue-studie-gefaehrden-digitale-medien-die-demokratie
https://www.bundesregierung.de/breg-de/themen/umgang-mit-desinformation/gefaehrliche-falschnachrichten-1905340
https://www.srf.ch/play/tv/sternstunde-philosophie/video/ivan-krastev—der-krieg-in-der-ukraine-und-die-zukunft-europas?urn=urn:srf:video:fd3a89bf-fe9d-4cf3-89ec-b60a23f8ba4c
https://www.quarks.de/gesellschaft/so-wird-eine-demokratie-widerstandsfaehiger/https://www.ardaudiothek.de/episode/quarks-hintergrund/chancen-der-digitalen-demokratie/wdr-5/84665816/
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Weltweit sind Demokratien seit Jahren rückläufig. Das politische System, das Freiheit, Meinungsfreiheit, Teilhabe, Zugang zu Bildung, direkte Wahlen für alle Bürger:innen etc. gewährleisten soll, bröckelt. Wieso ist das so?Im Gespräch mit Prof. Dr. med. Frank Urbaniok kristallisieren sich verschiedene Argumentations-Stränge heraus:
-Die Evolution hat bei uns Menschen im Laufe von Jahrmillionen in ein grosses, energieverbrauchendes Gehirn investiert. Das hat Vor- und Nachteile. Menschen sind nämlich insbesondere auch Gefühlswesen. Daher ist der Verstand anfällig für Verzerrungen. Es geht grundsätzlich darum, etwas schnell zu begreifen und einzuordnen. Zur Erklärung erläutert Urbaniok sein RSG-Modell (registrieren, subjektivieren, generalisieren) mit dem er aufzeigt, dass der menschliche Verstand anfällig für gefühlte, subjektive Wahrheiten ist.
-Verkürzte Darstellungen, Nachrichten, die auf Emotionen zielen, Superlative; darauf springen viele Menschen an. Der menschliche Verstand ist anfällig für Effekthascherei und Propaganda, was zu einer verzerrten oder falschen Wahrnehmung führen kann.
-In einem demokratischen System kann dies dank Digitalisierung und Beschleunigung von Information einfacher und schneller gelingen. Es gedeihen eigene Glaubenssysteme (alternative Fakten). Vor diesem Hintergrund steigt das Risiko der Entstehung gefährlicher populistischer Propaganda, gespaltener Gesellschaften, die auf ihren Polen argumentieren und keinen fruchtbaren Boden für einen argumentativen Austausch mehr finden. Ein Grundpfeiler des Nährbodens für Demokratie, Wahrheit und Faktenbasiertheit, geht dadurch verloren.
-Ein weiterer Faktor ist die Entscheidungsfreudigkeit. Zu viele Regeln und Meinungen machen effizientes Umsetzen und Ausführen schwierig. Demokratie ist anfällig für Verbürokratisierung, Entscheidung- und Umsetzungsschwäche.
-Die Grundwerte der Aufklärung, auf welchen demokratische Systeme beruhen, sind daher keinesfalls gegeben. Sie müssen permanent erkämpft und verteidigt werden.
Weitere Infos:
https://www.eda.admin.ch/aboutswitzerland/de/home/politik-geschichte/politisches-system/direkte-demokratie.html
https://www.arte.tv/de/videos/103960-027-A/mit-offenen-karten/https://www.frankurbaniok.com/post/ausl%C3%A4nderkriminalit%C3%A4t-ein-pl%C3%A4doyer-f%C3%BCr-transparenz
https://www.frankurbaniok.com/post/ausl%C3%A4nderkriminalit%C3%A4t-ein-pl%C3%A4doyer-f%C3%BCr-transparenz
https://www.youtube.com/watch?v=iviBqjZlohQ&t=105s
https://www.swr.de/swr2/leben-und-gesellschaft/demokratie-unter-druck-wie-zerrissen-sind-die-usa-100.html
https://www.watson.ch/international/analyse/481599143-demokratie-unter-druck-doch-sind-diktaturen-wirklich-besser
https://www.quarks.de/gesellschaft/so-wird-eine-demokratie-widerstandsfaehiger/
https://www.ardaudiothek.de/episode/quarks-hintergrund/chancen-der-digitalen-demokratie/wdr-5/84665816/
https://www1.wdr.de/radio/wdr5/sendungen/philosophisches-radio/patrizia-nanz-104.html
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Weltweit sind Demokratien seit Jahren rückläufig. Das politische System, das Freiheit, Meinungsfreiheit, Teilhabe, Zugang zu Bildung, direkte Wahlen für alle Bürger:innen etc. gewährleisten soll, bröckelt. Wieso ist das so?Im Gespräch mit Prof. Dr. med. Frank Urbaniok kristallisieren sich verschiedene Argumentations-Stränge heraus:
-Die Evolution hat bei uns Menschen im Laufe von Jahrmillionen in ein grosses, energieverbrauchendes Gehirn investiert. Das hat Vor- und Nachteile. Menschen sind nämlich insbesondere auch Gefühlswesen. Daher ist der Verstand anfällig für Verzerrungen. Es geht grundsätzlich darum, etwas schnell zu begreifen und einzuordnen. Zur Erklärung erläutert Urbaniok sein RSG-Modell (registrieren, subjektivieren, generalisieren) mit dem er aufzeigt, dass der menschliche Verstand anfällig für gefühlte, subjektive Wahrheiten ist.
-Verkürzte Darstellungen, Nachrichten, die auf Emotionen zielen, Superlative; darauf springen viele Menschen an. Der menschliche Verstand ist anfällig für Effekthascherei und Propaganda, was zu einer verzerrten oder falschen Wahrnehmung führen kann.
-In einem demokratischen System kann dies dank Digitalisierung und Beschleunigung von Information einfacher und schneller gelingen. Es gedeihen eigene Glaubenssysteme (alternative Fakten). Vor diesem Hintergrund steigt das Risiko der Entstehung gefährlicher populistischer Propaganda, gespaltener Gesellschaften, die auf ihren Polen argumentieren und keinen fruchtbaren Boden für einen argumentativen Austausch mehr finden. Ein Grundpfeiler des Nährbodens für Demokratie, Wahrheit und Faktenbasiertheit, geht dadurch verloren.
-Ein weiterer Faktor ist die Entscheidungsfreudigkeit. Zu viele Regeln und Meinungen machen effizientes Umsetzen und Ausführen schwierig. Demokratie ist anfällig für Verbürokratisierung, Entscheidung- und Umsetzungsschwäche.
-Die Grundwerte der Aufklärung, auf welchen demokratische Systeme beruhen, sind daher keinesfalls gegeben. Sie müssen permanent erkämpft und verteidigt werden.
Weitere Infos:
https://www.eda.admin.ch/aboutswitzerland/de/home/politik-geschichte/politisches-system/direkte-demokratie.html
https://www.arte.tv/de/videos/103960-027-A/mit-offenen-karten/https://www.frankurbaniok.com/post/ausl%C3%A4nderkriminalit%C3%A4t-ein-pl%C3%A4doyer-f%C3%BCr-transparenz
https://www.frankurbaniok.com/post/ausl%C3%A4nderkriminalit%C3%A4t-ein-pl%C3%A4doyer-f%C3%BCr-transparenz
https://www.youtube.com/watch?v=iviBqjZlohQ&t=105s
https://www.swr.de/swr2/leben-und-gesellschaft/demokratie-unter-druck-wie-zerrissen-sind-die-usa-100.html
https://www.watson.ch/international/analyse/481599143-demokratie-unter-druck-doch-sind-diktaturen-wirklich-besser
https://www.quarks.de/gesellschaft/so-wird-eine-demokratie-widerstandsfaehiger/
https://www.ardaudiothek.de/episode/quarks-hintergrund/chancen-der-digitalen-demokratie/wdr-5/84665816/
https://www1.wdr.de/radio/wdr5/sendungen/philosophisches-radio/patrizia-nanz-104.html
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37 Minuten
Wenn sich Menschen mit ihrem biologischen Geschlecht überhaupt nicht identifizieren können, sind sie trans.
Für Transmenschen ist es schwierig, die eigene Identität zu finden. In der breiten Gesellschaft fehlt die Akzeptanz dafür, dass es Menschen gibt, die sich in ihrem Geschlecht falsch fühlen. Die fehlende Akzeptanz resultiert in einem grossen Leidensdruck der Betroffenen.
Kinder- und Jugendpsychiaterin Dagmar Pauli ist Expertin und Pionierin auf dem Gebiet der Geschlechtsinkongruenz und leitet seit 20 Jahren Sprechstunden für Transkinder, Transjugendliche und deren Angehörige. Sie weiss, was sich über die vergangenen Jahre zum Positiven verändert hat, wo es aber auch immer noch Hindernisse und falsche Vorurteile gibt.
In diesem Podcast teilt sie Ihre langjährigen Erfahrungen und wünscht sich, dass wir das Thema ganz anders angehen: sachlich und differenziert.
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