Kunst musst Du nicht verstehen Archiv
103 Episoden
16 Minuten
Zeichnen im SloMo-Tempo und das ist ganz und gar entspannend, so dass Du auch ohne jegliche künstlerische Ambitionen auf Deine Kosten kommst. Der Prozess steht im Mittelpunkt, aber Du bekommst immer auch ein Ergebnis. Prüfe für Dich, ob es einfach so stehen bleiben soll oder nicht. Dein Blatt kann eine Inspiration für weiterführende Arbeiten sein, z. B. eine Serie, eine farbige Gestaltung, eine Collage.
Du brauchst nur
ein Stück dickeres Papier oder ein Skizzenbuch
und einen FineLiner, Tuschestift, dünnen Filzstift, Bleistift, Kohle oder was auch immer Du gerne zum Zeichnen verwendest.
Wenn Du magst, poste Deine Zeichnung auf Instagram @astridblohme #mindlessdrawings.
Das wöchentliche SPECIAL von "Kunst musst Du nicht verstehen" kannst Du hier https://anchor.fm/astrid-blohme/subscribe für einen kleinen Beitrag abonnieren. Folge #01 und Folge #02 sind kostenlos.
Links:
Astrid Blohme https://astridblohme.de/
https://www.instagram.com/astridblohme/
Musik:
Lets's Go von Danijel Zambo
Cali Sunset von Richard Smithson
Endless Spirits von Adi Goldstein
Crystal von Zimpzon
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und einen FineLiner, Tuschestift, dünnen Filzstift, Bleistift, Kohle oder was auch immer Du gerne zum Zeichnen verwendest.
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Musik:
Lets's Go von Danijel Zambo
Cali Sunset von Richard Smithson
Endless Spirits von Adi Goldstein
Crystal von Zimpzon
5 Minuten
Der Podcast zum Zeichnen ohne Verstand
Was Du hier machen kannst, ist so etwas wie geführtes Doodlen. Mit geschlossenen Augen locker herumzeichnen, ganz erwartungsfrei und voller Überraschungen. Du lauschst einfach meiner Stimme und bringst Deine inneren Bilder auf das Blatt. Gerade wenn Du noch nie gezeichnet hast, ist das ein wunderbarer Einstieg. Du musst gar keine Hürden dafür überspringen. Aber auch für sehr erfahrene KünstlerInnen sind die Zeicheneinheiten eine neue und frische Herangehensweise, denn Du findest Formen, die der reine Verstand Dir wahrscheinlich so nie geliefert hätte. Erlaube Dir hier das Unperfekte und erlaube Dir vor allen Dingen herumzuspielen.
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Astrid Blohme https://astridblohme.de/
https://www.instagram.com/astridblohme/
Amy Maricle https://mindfulartstudio.com/
Musik: Let's Go, Künstler: Danijel Zambo
Was Du hier machen kannst, ist so etwas wie geführtes Doodlen. Mit geschlossenen Augen locker herumzeichnen, ganz erwartungsfrei und voller Überraschungen. Du lauschst einfach meiner Stimme und bringst Deine inneren Bilder auf das Blatt. Gerade wenn Du noch nie gezeichnet hast, ist das ein wunderbarer Einstieg. Du musst gar keine Hürden dafür überspringen. Aber auch für sehr erfahrene KünstlerInnen sind die Zeicheneinheiten eine neue und frische Herangehensweise, denn Du findest Formen, die der reine Verstand Dir wahrscheinlich so nie geliefert hätte. Erlaube Dir hier das Unperfekte und erlaube Dir vor allen Dingen herumzuspielen.
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Musik: Let's Go, Künstler: Danijel Zambo
18 Minuten
In einer Menschenmenge stehen und getanzt werden. Hast Du das schon einmal erlebt? Auf engstem Raum kannst Du Dich nur der sich bewegenden Masse anpassen. Berauscht oder erdrückt, überrumpelt? Wie schafft es die Musik, ein Fußballspiel, eine Rede, Menschen zu synchronisieren? Diesem Rätsel wollte ich mit meinem Bild „Synchronisiert“ (2013) auf die Spur kommen. Die Masse ist ein zweischneidiges Phänomen. Die Gemeinschaft, das Mittendrinsein, der Schutz, das Mitschwingen - damit sind schöne Erlebnisse und Gefühle verknüpft, machen Dich aber manchmal zu einer Person, die Du außerhalb dieser wogenden Kraft gar nicht bist. Hinterher stehst Du da und wunderst Dich, wie das alles passieren konnte.
Wenn dieser Podcast Dein Leben bereichert und Du meine Arbeit unterstützen möchtest, kannst Du das hier tun: https://www.paypal.me/astridblohme. Ich freue mich über Deinen Beitrag!
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22 Minuten
Wie war das Leben eines hoch intelligenten und sensiblen Menschen dunkler Hautfarbe in den 1980er Jahren in New York? Was an äußeren und inneren Provokationen zu verarbeiten war, zeigt Jean-Michel Basquiat in seinen großformatigen Bildern, die mit der Zeit immer voller werden: archaische Symbole, Schriftzüge, Logos, anatomische zeichnerische Elemente, farbintensive Flächen. Ein Inferno mit ungeheurer Kraft. In Basquiats kurzem Leben dreht sich alles um ein zentrales Thema: die eigene Diskriminierung aufgrund der Hautfarbe. „Cabeza“, 1982 gemalt, ist ein sehr eindringliches Beispiel dafür.
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24 Minuten
Nach „subtil“ (siehe Folge #37, Gerhard Richter) kommt „schreiend“. Die Wege zum kommerziellen Erfolg auf dem Kunstmarkt sind nur schwer vorhersagbar. Wir leben im Instagram-Zeitalter mit schnellen Bilderwechseln und verkürzter Aufmerksamkeitsspanne.
Instagram ist die ideale Plattform zur Selbstinszenierung, insbesondere für ganz junge Künstler wie Alexander Höller, Jg. 1996. Momentan schenken ihm 42.4 K Follower seine Aufmerksamkeit. Ich stelle hier bewusst seine Person in den Vordergrund, da auf seinem Account weniger sein Werk als er selbst zu sehen ist.
Alexander Höllers Bilder sind farblich und vom Strich her laut, kreischend expressionistisch. Pavian 01, eine Arbeit aus der Reihe „Der stumme Schrei“, macht da keine Ausnahme. Dieses Bild, das sehr offensichtlich vom Werk von Jean-Michel Basquiat inspiriert ist, habe ich für die aktuelle Podcastfolge ausgewählt.
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Alexander Höllers Bilder sind farblich und vom Strich her laut, kreischend expressionistisch. Pavian 01, eine Arbeit aus der Reihe „Der stumme Schrei“, macht da keine Ausnahme. Dieses Bild, das sehr offensichtlich vom Werk von Jean-Michel Basquiat inspiriert ist, habe ich für die aktuelle Podcastfolge ausgewählt.
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19 Minuten
„Blumen“. Ein schlichter Titel für ein Bild, das mich beim Betrachten und beim Sprechen darüber immer tiefer hineingezogen hat. Bei den Blumen handelt es sich um stolze knallrote Amaryllis-Blüten. In wenigen Wochen haben sie wieder Saison. Stelle Dir die Blumen in ihrer leuchtenden Schönheit vor und höre oder schaue Dir dann dieses Bild an. Gerhard Richter hat es 1994 gemalt und ihm die Nummer 815-2 zugeordnet. Amaryllis-Blüten sind noch auf mindestens einem anderen Werk von ihm zu sehen. Der Titel lautet ebenfalls „Blumen“, aber Du merkst schnell, dass die Bildbeschreibung darauf nicht ganz passt.
"Lasst Blumen sprechen" heißt es. Die Amaryllis hat hier meinem Eindruck nach etwas anderes zu erzählen als es die übliche Blumendeutung vermittelt.
"Lasst Blumen sprechen" heißt es. Die Amaryllis hat hier meinem Eindruck nach etwas anderes zu erzählen als es die übliche Blumendeutung vermittelt.
16 Minuten
Melancholisch, still wird es jetzt. Nicht nur draußen, sondern auch in der neuen Folge von „Kunst musst Du nicht verstehen“. Eine alte Frau ist fast schon zum Möbelstück in Vilhelm Hammershøis dunklem Innenraum geworden. Sie blickt ins Leere und an uns vorbei. Das Bild besteht aus wenigen Elementen und das Licht markiert das, worauf es ankommt: das erzählende alte Gesicht und die gefalteten Hände. Nein, die Frau betet wohl nicht. Hier gehen Dinge tief im Innern vor sich und auf Fragen bekommt man keine Antwort. Ein dunkelroter Streifen schließt das Bild nach rechts hin ab, ein Vorhang vielleicht. Wahrscheinlich hat Hammershøi die Dinge genau so arrangiert, um diese mysteriöse, entrückte Stimmung zu erzeugen. In seiner Schlichtheit wirkt das Bild schon fast wieder modern, obwohl es 1886 gemalt worden ist.
18 Minuten
Goldene Äpfel - dieses Bild von Neo Rauch mutet von der Malweise und der Farbigkeit her nostalgisch an. Trotzdem unterscheidet es sich stark von altmeisterlichen Werken, denn inhaltlich stiftet das Bild Verwirrung. Es liefert den Beginn einer Geschichte, die irgendwo versandet und Unzufriedenheit zurücklässt. Gerade das macht vielleicht den Reiz von Neo Rauchs Arbeiten aus.
Zumindest ein paar Äpfel im Bild scheinen aus reinem Gold zu sein. Ihnen wird von drei vornehm gekleideten Personen ein besonderer Blick und ungewöhnlich starke Bewunderung entgegen gebracht. Die Szenerie ist eingebettet in eine herbstlich-braune Weltuntergangsstimmung. Immerhin haben wir die Kostbarkeiten der Natur. Darauf können wir uns verlassen.
Zumindest ein paar Äpfel im Bild scheinen aus reinem Gold zu sein. Ihnen wird von drei vornehm gekleideten Personen ein besonderer Blick und ungewöhnlich starke Bewunderung entgegen gebracht. Die Szenerie ist eingebettet in eine herbstlich-braune Weltuntergangsstimmung. Immerhin haben wir die Kostbarkeiten der Natur. Darauf können wir uns verlassen.
19 Minuten
Wie finden wir eine Richtung im Chaos und eine Idee davon, wie es weitergehen kann? Im Planetenladen gibt es vielleicht ein passendes Angebot. Die zeitgenössische deutsche Malerin Rosa Loy - ihre Kunst wird der Neuen Leipziger Schule zugeordnet - hat 2009, zu Zeiten der letzten großen Finanzkrise, ein Bild eines Ladens entworfen, in dem es offensichtlich um Astrologie geht. Von der Malweise her sieht das Bild traditionell aus und auch das verwendete Material - Kaseinfarbe auf Leinwand - hat eine ganz lange Geschichte, genauso wie das Ableiten von Informationen aus der Konstellation der Himmelskörper.
18 Minuten
Vielleicht ist dein Kaffeebecher neoplastizistisch? Das ist nichts Schlimmes, sondern eine Idee von Piet Mondrian: schwarze breite Linien, im rechten Winkel sich kreuzend auf weißem Grund. Viereckige Flächen in Rot, Gelb oder Blau schaffen ein optisches Gleichgewicht zwischen all dem.
Dieses radikale und sehr prägnante Konstruktionsprinzip hat sich in einem jahrelangen Reduktionsprozess entwickelt und ist schon fast allgegenwärtig. Mondrian selbst hat dazu beigetragen, dass es auf Mode, Interiordesign und Architektur übergesprungen ist.
„Dünen bei Domburg“ ist ein Bild, was eine Zwischenstation im erstaunlichen Wandel von Mondrians früher naturalistischer Malerei bis hin zur totalen Abstraktion darstellt. Im Keim ist schon hier erkennbar, was sich später deutlich zeigen wird.
Dieses radikale und sehr prägnante Konstruktionsprinzip hat sich in einem jahrelangen Reduktionsprozess entwickelt und ist schon fast allgegenwärtig. Mondrian selbst hat dazu beigetragen, dass es auf Mode, Interiordesign und Architektur übergesprungen ist.
„Dünen bei Domburg“ ist ein Bild, was eine Zwischenstation im erstaunlichen Wandel von Mondrians früher naturalistischer Malerei bis hin zur totalen Abstraktion darstellt. Im Keim ist schon hier erkennbar, was sich später deutlich zeigen wird.
19 Minuten
Riesig, farbgewaltig und völlig gegenstandslos. Hans Hartung, der die europäische abstrakte Kunst der Nachkriegsjahre stark mit geprägt hat, brachte Spuren auf die Leinwand, die an natürliche Strukturen oder Formen wie zum Beispiel Wellen, Haare, Borsten oder Vogelschwärme erinnern. Wir finden als BetrachterInnen meistens Ankerpunkte, obwohl die damals aufkeimende Kunstrichtung des Informel es vermeiden wollte, Konkretes anzubieten.
Hans Hartung verwendete Besen, Quaste, Schabemesser und viele andere zum Teil selbst entwickelte Werkzeuge, mit denen er den Malprozess weitestgehend der Kontrolle entziehen und seine Kraft auf die raumgreifenden Leinwände übertragen konnte.
Hans Hartung verwendete Besen, Quaste, Schabemesser und viele andere zum Teil selbst entwickelte Werkzeuge, mit denen er den Malprozess weitestgehend der Kontrolle entziehen und seine Kraft auf die raumgreifenden Leinwände übertragen konnte.
15 Minuten
Für diese Podcastfolge ist mir wieder ein düsteres, rätselhaftes, auch schockierendes Bild in die Hände gefallen. Ein bisschen kalte Grausamkeit steckt darin. Lass Dich dadurch nicht abschrecken. Es ist „nur“ eine von vielen möglichen Ansichten, aber sie gehört nun einmal dazu, denn es gibt sie in der surrealistischen Welt von René Magritte. Andererseits gibt es Absurditäten, Verrücktheiten und viel Komisches in Magritte's Leben und Bildern. Du darfst also einen Blick riskieren.
18 Minuten
Der Ursprung der Welt. Was verbindest Du damit? Eine Diskussion über den Urknall, vielleicht etwas Philosophisches? Für Gustave Courbet war es das biologische Zentrum der Frau. Wahrscheinlich kennst Du das Bild, 1866 gemalt und sehr lange „under cover“ weitergereicht. Bis heute schlägt dieses Werk Wellen. Courbet, aus einer Bauernfamilie stammend und Jäger, hat darin vielleicht „nur“ ein Stück Natur gesehen. Er hat vieles in Frage gestellt - gesellschaftliche Konventionen, die bis dahin an den Akademien übliche Malweise und den Bildgegenstand. Der Ursprung der Welt ist enthüllt, offiziell, seit 1995 im Musée d'Orsay in Paris.
22 Minuten
Es muss irgendetwas dahinter sein! Das denke ich, wenn ich die Bilder von Anita Albus anschaue: klein bis winzig und unglaublich detailreich, altmeisterlich präzise, fast hyperrealistisch und ohne Pinselspuren, farblich extrem tief und brillant. Tatsächlich öffnet sich beim Drehen des Bildes „der Waldboden“ um 180 Grad noch eine zweite Ebene und das Profil des wilden Mannes wird sichtbar. Das alles wirkt auf mich befremdlich, obwohl oder vielleicht weil die Erforschung der Natur in all ihrem Reichtum an Formen, Farben und Strukturen erfahrbar wird.
Die Kraft von Anita Albus' Arbeiten liegt in der messerscharfen Präzision, den besonderen Farbpigmenten und der Zeit, die ihre Bilder geflossen ist - mitsamt ihrer Person ein Gesamtkunstwerk!
Die Kraft von Anita Albus' Arbeiten liegt in der messerscharfen Präzision, den besonderen Farbpigmenten und der Zeit, die ihre Bilder geflossen ist - mitsamt ihrer Person ein Gesamtkunstwerk!
17 Minuten
Geometrisch zerlegte Realität, zu etwas Neuem zusammengesetzt. Diesen Eindruck habe ich beim Anschauen kubistischer Bilder. Die seltsame Gleichzeitigkeit von Zwei- und Dreidimensionalität sorgt für Spannung.
Die Kernzeit des Kubismus, der stark von Georges Braque und von Pablo Picasso geprägt worden ist, war schon einige Jahre beendet, als Braque 1920 sein Bild „Die Anrichte“ gemalt hat. Deshalb wird es dem Postkubismus zugeordnet, aber das ist reiner Formalismus. Wie immer in dieser Podcastreihe geht es um das, was Du siehst, wie es direkt auf Dich wirkt und was es in Dir auslöst. War der Kubismus einfach nur eine Idee, um die Malerei zu modernisieren? Warum entstand er genau zu dem Zeitpunkt (1906/07)?
Die Kernzeit des Kubismus, der stark von Georges Braque und von Pablo Picasso geprägt worden ist, war schon einige Jahre beendet, als Braque 1920 sein Bild „Die Anrichte“ gemalt hat. Deshalb wird es dem Postkubismus zugeordnet, aber das ist reiner Formalismus. Wie immer in dieser Podcastreihe geht es um das, was Du siehst, wie es direkt auf Dich wirkt und was es in Dir auslöst. War der Kubismus einfach nur eine Idee, um die Malerei zu modernisieren? Warum entstand er genau zu dem Zeitpunkt (1906/07)?