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180 Episoden
8 Minuten
Licht in die Tiefe des menschlichen Herzens zu senden, meinte Robert Schumann, sei die Aufgabe von Kunst und der englische Bildhauer Antony Gormley nannte jene Zeichnung, die das Programm der diesjährigen Festspiele ikonografisch begleitet, „Sight“. Ist es ein Blick, der sich in die Ferne weitet, oder ist es selektives Sehen, das sich einen Spalt breit in die Ewigkeit hinein öffnet? Frisst sich Licht durch die Dunkelheit? Zwischen Hell und Dunkel oszilliert das Festspielprogramm 2023. Im Gespräch für wissensART, reflektiert Intendant Markus Hinterhäuser, über dieses breite Spektrum. Antony Gormley, Sight, 1986. black pigment, linseed oil and charcoal on paper, 28 x 38 cm, (c) the Artist. Text: Elisabeth J. Nöstlinger
16 Minuten
"Lassen Sie Ihre Blase platzen"! Bundespräsident Alexander van der Bellen forderte die Zuhörer in der Felsenreitschule dazu auf. Der Anlass: Die Eröffnung der Salzburger Festspiele 2023. Es war eine kurzweilige Rede, die sich um Follower in der Blase der sozialen Medien drehte und um die eingeschränkte Realität, die in der Blase entsteht. Lassen Sie also Ihre Blase platzen und hören Sie andere Meinungen, lesen Sie die Gegenseite, dann erklennen Sie, wie die Wirklichkeit anderer Menschen aussieht. Beispielsweise die des Nobelpreisträgers für Quantenphysik Anton Zeilinger. Er hielt die Eröffnungsrede bei den diesjährigen Salzburger Festspielen. Ein Ausschnitt daraus, ist in dieser Podcast-Folge zu hören. Text: Elisabeth J. Nöstlinger Foto: (c) Jacqueline Godany
24 Minuten
"Licht in die Tiefe des menschlichen Herzens zu senden", meinte Robert Schumann, sei die Aufgabe von Kunst und der englische Bildhauer Antony Gormley nannte jene Zeichnung, die das Programm der diesjährigen Festspiele ikonografisch begleitet „Sight“. Ist es ein Blick, der sich in die Ferne weitet, oder ist es selektives Sehen, das sich einen Spalt breit in die Ewigkeit hinein öffnet? Frisst sich Licht durch die Dunkelheit? Zwischen Hell und Dunkel oszilliert das diesjährige Salzburger Festspielprogramm. Im Gespräch für wissensART, reflektiert Intendant Markus Hinterhäuser, über dieses breite Spektrum. SF/Marco Riebler
20 Minuten
Was haben Pfingsten, Fronleichnam und ChatGPT gemeinsam? Sie sind schwer greifbare Themen. Die ersten beiden sind sozusagen von Gott gemacht, letzteres von Menschenhand. Außerdem fanden zu diesem Zeitpunkt an zwei unterschiedlichen Orten, Diskussionen über künstliche Intelligenz und den Chatbot ChatGPT statt. Mit dem Arzt, Neurowissenschaft und Psychotherapeuten Joachim Bauer sprach ich in Goldegg und mit dem Vizerektor der TU Graz, Horst Bischof und der Digitalisierungsvordenkerin Sarah Spiekermann auf Schloss Seggau. Dort, in der Steiermark, war auch Geoffrey Hinton Thema. Nun erneuerte der "Godfather" der Technologie und künstliche Intelligenz (KI), sowie ehemaliger Google-Entwickler, seine Warnungen vor den Risiken durch KI. „Bevor die KI schlauer ist als wir, sollten die Entwickler viel Arbeit investieren, um zu verstehen, wie sie versuchen könnte, uns die Kontrolle zu entziehen“, sagte Hinton, bei einer Technologiekonferenz im kanadischen Toronto. „Ich denke, es ist wichtig, dass die Menschen verstehen, dass es sich hier nicht um Science-Fiction handelt, nicht nur um Angstmacherei“, meinte er weiter. „Es ist ein reales Risiko, über das wir nachdenken müssen, und wir müssen uns im Voraus überlegen, wie wir damit umgehen können.“ Wie auch bei den Pfingstdialogen plädierte der KI Experte für eine verpflichtende Kennzeichnung von KI-generierten Inhalten aus. Die EU plant derzeit ein entsprechendes KI-Gesetz. „Es ist sehr wichtig zu versuchen, zum Beispiel alles, was gefälscht ist, als gefälscht zu kennzeichnen. Ob wir das technisch hinbekommen, weiß ich nicht“, sagte Hinton. Wenn wir dies in Europa hinbekommen, dann haben wir sicher eine Vorreiterrolle auf der ganzen Welt. Text: Elisabeth J. Nöstlinger Foto: Gemälde von Kresiah Mukawzhi (c) Elisabeth J. Nöstlinger
14 Minuten
Wenn die Welt von Gestern in die Zukunft führt, sitzt man im Stadttheater Gmunden, lauscht dem Schauspieler Fritz Karl, der aus Werken von Stefan Zweig liest. Karin Bergmann, Leiterin des Theaterprogramms und der Literaturveranstaltungen, setzt neben den Klassikern wie Shakespeare und einer Neuinszenierung des "Sturms", auch auf zeitgenössische Literatur. Die zu etablieren ist eine Herausforderung; die Segel sind gesetzt und das Boot fährt spätestens seit der Eröffnung der Salzkammergut Festspiele, in den Kultursommer zum Erfolg. Etabliertes, Gewagtes, Stars und junge Talente werden im Theater, auf der Halbinsel Toscana und den Schauplätzen der Hausmusikroas zu sehen und zu hören sein. Infos zum Programm: www.festwochen-gmunden.at Text: Elisabeth J. Nöstlinger Foto: (c) Rudi Gigler
12 Minuten
Green Deal or no Deal "Geist und Gegenwart" nennt Prof. Herwig Hösele Die Pfingstdialoge, die seit 2005 im Zweijahresrhythmus auf Schloss Seggau stattfinden. Hochkarätige Keynote-Speeker werden eingeladen, namhafte Podiumsteilnehmer diskutieren über aktuelle Themen zum"Projekt Europa". Das Generalthema des 10. Pfingstdialogs 2022 lautete "Green Europe - Deal or no Deal". Der Diskussion um den Krieg in der Ukraine zeichnete das zerstörerische Potential in der Südsteirischen Landschaft. Zusätzliche Fragen warf der Philosoph Richard David Precht auf. Landeshauptmann Christopher Drexer und Europaministerin Karoline Edtstadler diskutierten die provokanten Quergedanken des Philosophen. Foto (c) Elisabeth J. Nöstlinger-Jochum
16 Minuten
Viele Anstrengungen der Menschen lassen sich als Versuche deuten, den Tod zu überwinden und etwas zu schaffen, was das eigene Leben überdauert. In der modernen Welt haben sich die Strategien, der Endlichkeit zu trotzen, gewandelt. Doch auch im technischen Zeitalter wird uns vor Augen geführt, dass wir unser Leben in einer zeitlich begrenzten Perspektive zu leben haben. Das heißt für Dompfarrer von St. Stefan Toni Faber, sich auch mit dem Zweifel auseinanderzusetzen. Jedem der sagt, er glaube ohne Zweifel, misstraut der Dompfarrer von St. Stephan, hält ihn für scheinheilig. Christen glauben an ein Weiterleben nach dem Tod, glauben an eine Macht die sie hält. Andere meinen, wenn sie sterben, sei alles vorbei. Ja sagen zum Leben hängt aber nicht zwingend daon ab, ob man an ein Weiterleben nach dem Tod glaubt oder nicht. Jeder hat die Möglichkeit in seiner Lebenszeit ein aufregendes, erfülltes Leben zu führen. Dazu mag auch die Auseinandersetzung mit dem Tod gehören. Diese hat Toni Faber bereichert, seinem Leben enorme Gestaltungskraft verliehen. Der Künstler Peter Baldinger will ihn durch seine Kunst überwinden. Mit seinen Bildern zu Hans Holbein´s Danse Macabre hat Peter Baldinger erneut eine Grundlage dafür geschaffen. Zu sehen sind sie in der Galerie Dantendorfer und im Atelier von Peter Baldinger. Foto (c) Elisabeth J. Nöstlinger
6 Minuten
Hubert Scheibl ist einer der bekanntesten Künstler aus dem Salzkammergut und Wolfgang Welsch ist in Oberfranken aufgewachsen. Ihr Leben hat beide zu Kosmopoliten gemacht. Der Philosoph Welsch hat neuartige Gedanken zur Ästhetik, zur Postmoderne, zur Vernunft, zur Transkulturellen Gesellschaft und zum Verhältnis von Mensch und Welt entwickelt. Die Kunst hat ihn dabei stets begleitet. Der Künstler Hubert Scheibl gehörte in den 1980 Jahren den "Neuen Wilden" an. Der Ausbruch der Pandemie 2020 lehrte ihn neue Erfahrungen zum Lebensraum des Menschen, zum Umgang mit diesem Lebensraum und damit auch zum Umgang mit Geschichte, Evolution und Zeit. Noch immer changiert er zwischen Anpassung und Widerstand; sowohl in der Malerei als auch in der Musik. "Die Wahrheit", so der Künstler, "ist die, dass wir ein Teil des Ganzen sind und uns aus der Vergangenheit erklären". Dabei kann der Zufall durchaus eine Rolle spielen. Darüber reflektiert der Philosoph Wolfgang Welsch. Hubert Scheibl zählt zu den wichtigsten österreichischen Vertretern der abstrakten Malerei und Wolfgang Welsch ist einer der bedeutendsten Denker der zeitgenössichen Philosophie. "Eros der Sommerfrische" ist eine Ausstellung über Margaret Stonborough mit Werken von Hubert Scheibl und Peter Baldinger, sowie Vorträgen von Adriane von Schirach, Ilse Somavilla, Reinhard Haller und einer Diskussionsrunde zum Abschluss der Veranstaltung. Eros der Sommerfrische, am 18. März 2023, 11h, Seeschloss Orth in Gmunden am Traunsee. Musik: Hubert Scheibl Foto: (c) Marlene Poekh Text: Elisabeth J. Nöstlinger
16 Minuten
Sie galt als Grand Dame der Wiener Moderne. Wie kaum eine andere Frau aus dem großbürgerlichen Milieu der Jahrhundertwende verkörperte sie Aufbruch, Selbstbestimmtheit und Selbstbewusstsein. Diese Eigenschaften behielt sie auch während der dunklen Zeiten der NAZI-Herrschaft bei. Aus der großen Villa Toscana vertrieben, der Heimat beraubt, ihres Vermögens großteils entledigt, lebte sie in New York. Doch kaum war der zweite Weltkrieg beendet trat sie die Reise nach Östererich an und fand eine desolate Villa vor. Der Glanz war erloschen, der Wille, die Villa weiterhin zu behalten war geblieben. Marie-Therese Arnbom erzählt davon. Margret Greiner beleuchtet in vielen verschiedenen Facetten, was es bedeutete, sich in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts als autonome weibliche Person zu entwerfen und als solche zu handeln. Auch in schweren Zeiten. Mit ihr erählen, Ursula Prokop, Lea Singer und Ilse Somavilla über die Kindheit Margaret Stonboroughs in Wien. Text: Elisabeth J. Nöstlinger Foto (c) Elisabeth J. Nöstlinger
8 Minuten
Unvergessen ist Margaret Stonborough-Wittgenstein durch das Gemälde von Gustav Klimt. In Erinnerung bleibt sie auch wegen ihrer facettenreiche Persönlichkeit. Vieles wurde jedoch vergessen. Der Verlust des Vermögens beispielsweise, oder die Zwistigkeiten unter den Geschwistern. Manches mag sich damals auch mangels Wertschätzung ereignet haben. Dabei kann gerade echte Wertschätzung wahre Wunder bewirken. "Sie aktiviert unser Belohnungs- und hemmt unser Angstzentrum im Gehirn. So entfaltet sich in kürzester Zeit Kreativität, Motivation und Beziehungsfähigkeit", schreibt der Bestsellerautor Reinhard Haller. Wird Eros mit dieser Fähigkeit auch sein Ziel erreichen? "Eros der Sommerfrische" ist eine Ausstellung über Margaret Stonborough, Werken von Hubert Scheibl und Peter Baldinger, sowie Vorträgen von Ariadne von Schirach, Ilse Somavilla, Reinhard Haller und einer Diskussionsrunde zum Abschluss der Veranstaltung. Eros der Sommerfrische, am 18. März 2023, 11h, Seeschloss Orth in Gmunden am Traunsee. Foto (c) Peter Baldinger Text Elisabeth J. Nöstlinger-Jochum
19 Minuten
"Tatsache ist, dass Sie gekommen ist, hat´s gesehen, hatte das Geld und hat´s gekauft", erzählt Pierre Stonborough, Enkel von Margret Stonborough-Wittgenstein. Die Rede ist von der Villa Toscana, auf der gleichnamigen Halbinsel in Gmunden am Traunsee. 1913 hattte die Tochter aus einer der wohlhabendsten Familien in Österrech, von ihrem Erbe nach ihrem Vater Karl Wittgenstein, das Anwesen von den Habsburgern gekauft und umgebaut. Es sollte Jahre dauern, bis es fertig gestellt war, denn die Dame hatte erstens keinen einfachen Geschmack und zweitens waren es - politisch betrachtet - schwierige Zeiten. Dennoch entstand ein prachtvoller Bau mit sehenswerten Ornamenten, Interieur der Wiener Werkstätten und technischen Innovationen. Vor Jahren hat sich Florian Ketter damit beschäftigt und erinnert sich für den "Eros der Sommerfrische". Urusla Prokop hat darüber publiziert und Marie-Therese Arnbom kennt die Villen vom Traunsee wie ihre Westentasche. Foto (c) Florian Ketter Musikeinschspielung Schubert: Eduard Kutrowatz
6 Minuten
Unvergessen ist Margaret Stonborough-Wittgenstein durch das Gemälde von Gustav Klimt. In Erinnerung bleibt sie auch wegen ihrer facettenreichen Persönlichkeit. Der Künstler Peter Baldinger greift sie in seinen Bildern auf, "pinselt" sei neu und erschafft eine zeitgeistige Ästhetik. Manches Geschehen erinnert heute an die Zeit um 1900. Krieg, Vertreibung, Verlust von Vermögen. Manches mag sich damals auch mangels Wertschätzung ereignet haben. Dabei kann gerade echte Wertschätzung wahre Wunder bewirken. "Sie aktiviert unser Belohnungs- und hemmt unser Angstzentrum im Gehirn. So entfaltet sich in kürzester Zeit Kreativität, Motivation und Beziehungsfähigkeit", schreibt der Bestsellerautor Reinhard Haller. Wird Eros mit dieser Fähigkeit auch sein Ziel erreichen? "Eros der Sommerfrische" ist eine Ausstellung über Margaret Stonborough, Werken von Hubert Scheibl und Peter Baldinger, sowie Vorträgen von Ariadne von Schirach, Ilse Somavilla, Reinhard Haller und einer Diskussionsrunde zum Abschluss der Veranstaltung. Eros der Sommerfrische, am 18. März 2023, 11h, Seeschloss Orth in Gmunden am Traunsee. Foto (c) Peter Baldinger Text Elisabeth J. Nöstlinger-Jochum
8 Minuten
Versiegelte Briefe, verschlüsselte Botschaften, geheime Schriften Was gibt es ist hier zu erfahren, was im Zeitalter permanenter Selbstdarstellung zu entdecken? Eros der listige Gott ist auf der Jagd, die Geheimnisse vergangener Tage zu entschlüsseln. Am 18. März 2023 gelingt es ihm im Seeschloss Ort. Briefe von Margaret Stonborough-Wittgenstein liegen auf, Tagebücher sind zu sehen und Tonstücke erzählen über das Leben auf der Halbinsel Toscana. Foto (C) Reinhard Werner
19 Minuten
Musikalische Soireen, Salongespräche, Künstlereinladungen; in diesem Umfeld wuchs Margarthe Wittgenstein auf. Es war eine prunkvolle Welt in die sie hineingeboren wurde; eine Welt des unermesslichen Reichtums, die im Wandel war. Kulturell und politisch. Es war eine Zeit, die viele Zerrüttungen bereit hielt. Die Familie Wittgenstein war davor nicht gefeit. In diesem Tonstück erzählen Pierre Stonborough, Enkelsohn von Margaret, Univ.-Prof. Dr. Klaus Mayerhofer, er ist Mitglied der Familie Wittgenstein und die Kunsthistorikerin Ursula Prokop über unbeschwerte Zeiten auf der Hochreith, dem Landsitz der Familie Wittgenstein, Aufenhalte in der Villa Toscana und den starken Frauen der Familie in den schlechten Zeiten. Musikeinspielung: Eduard Kutrowatz Foto (c) Peter Baldinger
7 Minuten
In seinen Bildern begibt sich Peter Baldinger immer an die Kante dessen, was noch erkennbar ist. Der Künstler fordert den Betrachter auf, zweimal hinzuschauen, denn durch den zweiten Blick eröffnet sich vielleicht ein Werk aus einer anderen Zeit. Diesmal ist es der Totentanz von Hans Holbein, der sich erkennen lässt. 1526 schuf Hans Hollein der Jüngere 41 Holzschnittentwürfe zum Thema des Totentanzes. Jedes etwa so groß wie eine Streichholzschachtel. Und auf jedem dieser etwa 5cm großen Holzschnittentwürfe trifft der Tod auf einen Ständevertreter oder eine Vertreterin. Hans Holbeins Totentanzzyklus beginnt mit der Schöpfung, schreitet voran zum Sündenfall, der Vertreibung aus dem Paradies und kommt dann zu den Schicksalen einzelner Berufs- und Standesgruppen. Der Totentanz endet mit dem jüngsten Gericht. Dort sind alle Menschen gleich. Die Arbeiten von Peter Baldinger werden in der Galerie Dantendorfer, Rankgasse 11, 1160 Wien gezeigt. . Foto (c) Peter Baldinger
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