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Paul fragt! Archiv

21 Episoden
45 Minuten
Würdest Du sagen, Du bist idealistisch? So ne Art Weltretter oder Retterin? Wir wissen ja heute ziemlich genau, was gut ist für unseren Planeten und seine Lebewesen. Umweltschutz, Veganismus, faire Arbeitsbedingungen zum Beispiel. Und auch wenn ich das alles verstanden habe, scheitere ich persönlich jeden Tag an meinen eigenen Vorsätzen. Vor allem weil mir mein Komfort und Genuss doch häufig wichtiger sind, als die Vorstellung, wie unsere Welt wohl in 50 Jahren aussehen wird. Mein Gast in dieser Folge heißt Sina. Sina arbeitet beim Verein rehab republic, der sich für ein Leben ohne Müll und für mehr Nachhaltigkeit engagiert. Ich kenne Sina, weil wir seit einigen Monaten zusammen für rehab arbeiten. Und ich finde, sie verkörpert nahezu perfekt die Vision einer wirklich nachhaltigen Lebensweise. Bei allem, was sie tut, achtet sie sehr genau auf die Umwelt und ihre Mitmenschen und verzichtet dabei auf so manchen Luxus. Ich bewundere ihre Einstellung und hab mich gleichzeitig gefragt: Ist es nicht mega anstrengend so konsequent zu leben? Vielen Dank, liebe Sina, ich bewundere Deine Konsequenz! Für alle, die noch mehr wissen möchten zu rehab republic e.V.: https://rehab-republic.de/ https://www.instagram.com/rehabrepublic/ Und hier findet Ihr Paul: https://www.linkedin.com/in/paulkuhlmann/ https://www.instagram.com/paulekuhlmann/
44 Minuten
Erinnert Ihr Euch noch an diese Sparkassenwerbung aus den 90ern? Zwei Businesstypen, die zusammen zur Schule gegangen sind, treffen sich nach Ewigkeiten in einer Kneipe wieder und erzählen sich, was sie so erreicht haben im Leben. Und dann kommt: Mein Haus, mein Auto, mein Boot. Findet man auf Youtube. Und auch wenn die zwei Vögel aus der Werbung ziemlich lächerlich wirken, steckt in dem Gespräch ja eine spannende Frage: Bin ich erfolgreich? Und was bedeutet eigentlich Erfolg für mich? Mein Gast in dieser Folge heißt Kai. Er arbeitet wie ich im NGO Bereich und er ist eine beeindruckende Persönlichkeit. Als ich Kai im Herbst 2019 kennenlernte, hatte er noch einen anderen Namen: Er hieß Manuela. Vor einiger Zeit hat er einen Transitionsprozess von der Frau zum Mann gestartet und öffentlich gemacht. Kein leichter Schritt, dachte ich mir. Ein ziemlich großer Erfolg. Aber für Kai ist das Ganze offensichtlich gar keine besonders große Sache. Er hat es ja eh schon immer gewusst. Was ist also sein größter Erfolg? In unserem Gespräch ging es nur am Rande um die Transition, dafür aber um Busreisen zum Nordkap, Radtouren nach Istanbul und die magische Kraft des Scheiterns. Vielen Dank, lieber Kai, Du bist großartig! Für alle, die noch mehr wissen möchten zu Kai: https://www.friendly-relations.de/ https://www.instagram.com/kaifreesewagner/ Und hier findet Ihr Paul: https://www.linkedin.com/in/paulkuhlmann/ https://www.instagram.com/paulekuhlmann/
53 Minuten
Wenn ich mir mich selbst mal als Rentner vorstelle, sehe ich einen älteren, grinsenden Mann mit Strickjacke, grauen Haaren und Zeitung an einem Tisch am Fenster sitzen. Definitiv schlürfe ich eine Tasse duftenden Kaffee. Als Rentner stell ich mir das Leben eigentlich ganz gemütlich vor, alles etwas langsamer halt. Aber schön. Mich beruhigt bei der Vorstellung aber auch irgendwie, dass sie mir noch ziemlich weit weg erscheint. Im Arbeitsleben sehe ich zumindest heute noch eher die Vorteile des Älterwerdens: das größere Netzwerk, steigende Verantwortung, und vielleicht das wichtigste: ich weiß immer mehr was mir liegt und auch worauf ich keinen Bock habe. Aber die Nachteile lassen bestimmt nicht lang auf sich warten: Wahrscheinlich werd ich nach und nach schlechter mit Stress umgehen können, die Technik mit mehr verstehen und leichter krank werden. Und dann irgendwann von Jüngeren überholt werden und dann halt irgendwann in Rente gehen. Wie sich das wohl anfühlen wird? Diese Frage habe ich einer Person gestellt, die kurz vor der Rente steht. Petra Birnbaum ist Geschäftsführerin der BürgerStiftung München, für die ich auch aktiv bin. Seit fast 20 Jahren ist Petra eins der Gesichter der Stiftung und kennt quasi jeden und jede in der Stadt. Petra ist klug, lacht viel und hat ordentlich Power. Nun steht sie kurz vor dem Renteneintritt. Ist sie erleichtert oder macht ihr das Angst? Vielen Dank, liebe Petra. Du wirst eine richtig coole Rentnerin! Für alle, die noch mehr wissen möchten zur BürgerStiftung München. www.buergerstiftung-muenchen.de Und hier findet Ihr Paul: https://www.linkedin.com/in/paulkuhlmann/
1 Stunde 3 Minuten
Habt Ihr Euch schon mal gefragt, wie Ihr schreibt? Also was Euren Schreibstil ausmacht? Und woran man den wiedererkennt? Oder auch den Schreibstil von dem Unternehmen, für das Ihr arbeitet. Ist der einzigartig und einheitlich oder schreibt jede*r bei Euch im Team so wie er oder sie will? Sabrina Lettenmaier sagt: Setzt Euch mal intensiv mit dem eigenen Schreibstil auseinander. Das lohnt sich. Denn: Wer richtig schreibt, wird auch gelesen und bringt seine oder ihre Botschaften schneller an die Kund*innen oder wen auch immer Ihr erreichen wollt. Zum Beispiel auf der Website, bei Insta, Linkedin oder auch im Newsletter. Sabrina ist professionelle, selbstständige Texterin. In unserem Gespräch ging's aber nicht nur um’s Schreiben, sondern auch um das Thema Aufmerksamkeit. Denn darum buhlen wir ja alle in der heutigen Informationsflut. Alle wollen unbedingt gesehen und gelesen werden. Sabrina widerstrebt das total. In den Sozialen Medien ist sie selbst fast gar nicht aktiv. Und trotzdem bekommt sie Aufmerksamkeit für ihre Arbeit. Warum? Meine Vermutung nach unserem Gespräch ist, dass sie einfach ziemlich gute Arbeit macht und sich den ganzen Wahnsinn dadurch sparen kann. Das gibt mir auch im Nachgang noch zu denken.
1 Stunde 1 Minute
Wie viele Stunden arbeitet Ihr so pro Woche? Also bei mir sind es aktuell so 40, ganz normal eigentlich. Aber ich würde gerne weniger arbeiten. Natürlich bei gleichem Gehalt. Vier Arbeitstage wären super! Und ganz ehrlich, ich glaube, das wär möglich, wenn ich mich noch etwas besser organisieren würde. Damit das bald klappt, hab ich mir Tipps von einer Expertin geholt. Maike Burk kenn ich aus dem Impact Hub, dem Coworking Space in dem ich arbeite. Sie hat das Unternehmen Satzgestalt gegründet und berät Menschen zum Thema SEO, also Suchmaschinenoptimierung. Auch bei SEO geht’s ja letztlich um Zeitersparnis, weil man, wenn man es richtig macht, schneller bei Google & Co gefunden wird und sich Zeit für’s Marketing spart. Maike ist online mega aktiv. Ich bekomme wöchentlich Newsletter von ihr und seh sie täglich bei Instagram. Ihr Content ist dabei immer gut und hilfreich mit vielen Tipps. Gleichzeitig hab ich durch ihre Instastories auch das Gefühl, dass die Frau eigentlich andauernd Urlaub macht. Sie arbeitet offensichtlich ziemlich effizient. Ich hab sie also gefragt: Wie schaffst Du so viel Arbeit in so kurzer Zeit?
37 Minuten
Kennt Ihr das - Ihr geht auf ne Party und die erste Frage ist: Und was machst Du so? Und dann geht’s meist nicht um Joggen oder Netflix schauen, sondern um den Job. Der scheint irgendwie das Wesentliche Ding in unserer Gesellschaft zu sein. An der Arbeit sieht man offenbar, ob jemand cool oder uncool, langweilig oder risikobereit, Idealistin oder Ignorant ist. War die Grundidee von Arbeit nicht eigentlich mal, damit Geld zu verdienen, oder reicht das nicht mehr? Ist unsere Arbeit jetzt echt dafür da, uns glücklich zu machen? Auf der Suche nach einer Antwort hab ich Will vom Unternehmen Autorenwelt eingeladen. Die Autorenwelt ist eine Online-Plattform und ein Webshop von und für Buchautoren und Autorinnen. Sie können hier ihre Bücher verkaufen und verdienen mehr daran, als wenn sie z.B. über Amazon & Thalia gehen. Will ist Mitgründer und Geschäftsführer der Autorenwelt. In meinem Gespräch mit Will geht es aber gar nicht so sehr um die Autorenwelt als Unternehmen, sondern um Wills Einstellung zum Thema Arbeit und was ihn daran motiviert. Ich hab Will eingeladen, weil ich gehört habe, dass er eine sehr starke Meinung zum Thema Lust auf Arbeit hat. Nach unserem Gespräch glaube ich ehrlich gesagt, dass Will ein ziemlicher Workaholic ist. Jedenfalls im Vergleich zu mir. Will liebt Arbeiten und ist glaub ich der Typ, den man gegen 20 Uhr überreden muss, auch mal Feierabend zu machen. Nachdem wir gesprochen haben, glaub ich, seine Lust auf Arbeit ist so groß, weil er das Gefühl hat, mit dem was er tut unsere Gesellschaft zu verändern. Sicherlich erstmal im Kleinen, aber doch spürbar. Dafür ist er bereit auf viel Geld zu verzichten, das er eigentlich als kluger Kopf verdienen könnte. Mich hat Wills unendliche Motivation sehr beeindruckt und auch etwas abgeschreckt. Ihr könnt ja mal schauen, was Ihr dazu denkt...
Paul fragt!

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