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VomensBar digitale - (D)Eine offene feministische Bühne Archiv

72 Episoden
1 Stunde 18 Minuten
Warum ist Mutterschaft kein allgegenwärtiges Thema feministischer Diskurse und Gruppen?

Schwangerschaftsabbruch, Verhütung und Sex sind wichtige Themen – keine Frage! Aber leider endet feministische Solidarität oft am Kinderzimmer. Mutterschaft wird auch in profeministischen Diskursen oft umschifft und/oder als uniformer Lebensentwurf gelabelt. Das ist er nicht! Genauso wenig wie in jeder Person mit Uterus ein sehnlicher Kinderwunsch schlummert.

Mutterschaft ist nicht die Erfüllung deiner kühnsten Träume?

Rabenmutter!

Die gesellschaftlichen Strukturen arbeitet gegen FLINTA die sich gegen diese Rolle stellen und silenct alle Personen, die sich als Mutter bezeichnen. Es gibt kaum Vorteile, in unserer Gesellschaft Mutter zu sein, aber wenn FLINTA keine sein möchte, ist das ebenfalls ein Skandal.

Vier FLINTA sprechen bei dieser VomensBar über ihre Einstellungen zu und Erfahrungen mit Mutterschaft. Ihre Lebensentwürfe geben einen Ausblick auf diverse Lebensentwürfe und macht Mut aus der passiven, benachteiligten Situation heraus laut zu werden.

Laut sind auch die Hysterischen Milfs…
60 Minuten
"Es gibt da halt einfach Diskriminierungsformen, die wir wegen unserer weiblichen Situierung erleben. Und dass die wirklich gesehen werden und die Auswirkungen auf die Psyche wahrgenommen werden und dann auch direkt Hilfe angeboten wird, das ist schon outstanding für mich. Da bin ich sehr dankbar für und habe ich in dieser Form noch nie mit cis männlichen Freunde erlebt."

Zweite Staffel VomensBar digitale!

Zur Feier des neuen Saison-Starts, lassen wir nicht nur die vergangenen zehn Episoden Revue passieren, sondern wollen auch mit euch zusammen reflektieren, was FLINTA-Räume auszeichnet. Darum haben wir euch im Vorfeld und viel Mut, Support und Solidarität aus euren Sprachnachrichten herausgehört – und auch Kritik. Utopien können nicht ohne Konflikte und Streits mit sich selbst und anderen entstehen. Und trotzdem oder deshalb bieten FLINTA Räume oft Freiheiten, Dinge anders zu machen?
55 Minuten
"In meinem Ferien-Kommunismus werde ich nicht beim Duschen gefilmt"

Die Gruppe mbinyp hat sich aus der FLINTA-Support Struktur im Zuge der sexistischen Vorkommnisse bei Monis Rache gegründet."Monis Rache hatte auch ein Awareness-Team und ganz offensichtlich reicht das nicht. Es ist ein strukturelles Problem, also brauchen wir auch strukturelle, vielschichtige und komplizierte Lösungen.“

Mybodyisnotyourporn – eigentlich schon ein alleinstehendes Statement. Nach einigen Demos organisiert die Gruppe nun einen Social Hackathon, bei dem sie gemeinsam mit Festival-Besucher:innen, -organisator:innen, Acts, Security und allen, die sonst mitsprechen wollen eine digitale Denkwerkstatt veranstalten: Wie könnten Festivals in Zukunft aussehen? Was muss sich ändern, damit sich nicht nur weiße Mittelschicht cis Typen in einem Utopie-ähnlichem Festival-Modus bewegen können? Was braucht es für eine aware Feier-Kultur?

Denn klar ist: Sexualisierung von FLINTA und Sexismus, cultural appropiation, white supremacy, Homophobie, Rassismus … - all das sind strukturell verankerte Probleme. Monis Rache ist kein Einzelfall. Davor die Augen zu verschließen, verschließt den Zugang zu Festivals für viele.
59 Minuten
„Warum soll es beim Tätowieren auf einmal cool sein, Motive zu stechen, die total problematisch sind?“

In der VomensBar digitale zum feministischen Streik am 8. März, sprechen Yasemin und Kira mit uns über linke Subkultur, Tattoos und safer spaces.

Als frühere Managerin des Tattoo-Studio Studio394 im Leipziger Osten versucht Yasemin bis heute mit den Tätowierer:innen ein Awareness-Konzept zu entwickeln. Kira, alias alwaysnein, ist selbst Tätowiererin im FLUX Atelier, ein FLINTA-Studio.

Wir vier sind tätowiert. Wir haben den empowernden Bad-Ass-Charakter erlebt. Noch immer existiert die Norm des weichen, makellosen Frauenkörper, der in die Selbstwahrnehmung vieler - wenn nicht sogar aller - FLINTA-Personen massiv eingreift. Tattoos können da ein emanzipatives, provokantes Moment sein.

Aber wir alle haben auch grenzüberschreitendes Verhalten, Diskriminierung(-en), Mackertum und cis männliche Autorität einer vermeintlich so alternativen Szene mitbekommen, die weniger aware nicht sein könnte. Rassismus, Sexismus, Antisemitismus, heteronormative Körperideale und ideologische Symboliken - Tattoos sind nicht selten genauso problematisch wie unthematisiert. In einem toxischen Verhältnis zwischen Körperkult, Trend und Traditionalität, dümpelt die Szene in ihrer eigenen Coolness dahin.

Mit dieser Episode wollen wir den hippen Trend-Status dekonstruieren, einen Raum für längst notwendige Debatten öffnen und sowohl Menschen mit Tattoo-Wunsch als auch Tätowierer:innen adressieren. Alwaysnein und Yasemin zeigen uns, dass Awareness kein Zustand, sondern eine fortlaufende Reflexion bedeutet. Safe Spaces können nicht sein, sondern nur werden und das ist eine Entscheidung.

Das, was ihr euch tätowiert, bleibt. Das was ihr Menschen unter die Haut setzt, ist mehr als „ironisch gemeinte“ Kritzelei.

Erst denken, danke.
1 Stunde 9 Minuten
„Ich kenne ja nur das Produkt Mann. Ich kenne ja sozusagen die männliche Sozialisation nicht. Und das Produkt find ich jetzt nicht so toll.“

Bei dieser VomensBar digitale spricht Leor mit uns über medizinische, soziale und juristische Transition und darüber, dass der Identitätsbegriff in Bezug auf Gender kritisch zu betrachten ist. Im Interview geht es um gesellschaftliche Gender-Privilegien, vergeschlechtlichte und Geschlechts-Körper und um die Ambivalenz von Zugehörigkeiten. Wir reden über Sexualität und warum Leor sich nicht mit der normativen Rolle „heterosexueller Cis-Mann“ identifizieren will und sich fragt, warum das nicht mehr Menners tun…

Außerdem geht es um Diskriminierungserfahrungen, Empowerment und die Links zwischen Feminismus und Trans*-Aktivismus.

Leor arbeitet im Kompetenzzentrum Trans* Identität und Diversität in Gießen. Das KTD ist das erste Zentrum für Trans*- und Inter*fragen deutschlandweit, das Beratung von transidenten und intergeschlechtlichen Menschen, Vernetzung von Selbsthilfe- und Fürsorgeeinrichtungen und politische sowie berufliche (Weiter-) Bildung von Institutionen und am Thema interessierten Menschen gleichermaßen in sich vereint!

Mit dieser Folge könnt ihr alle mal schön eure eigenen Stereotype reflektieren und endlich anfangen, umzudenken.

Check your privilege!
1 Stunde 3 Minuten
TRIGGERWARNUNG

Sexualisierte, queerfeindliche, patriarchale Gewalt

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Am 3. Dezember wurde an der Ecke Konradstraße/Elisabethstraße im Leipziger Osten eine Frau von einem Mann vergewaltigt. Einige Tage später veranstalteten Freund:innen der betroffenen Person mit deren Einverständnis eine Kundgebung unter dem Titel "Ein Angriff auf Eine* ist ein Angriff auf uns Alle - Solidarisch gegen patriarchale Gewalt".

Auch wir sind der Meinung: Leipzig ist kein sicherer Ort für FLINTA. Patriarchale Gewalt, Grenzüberschreitung und Herabwürdigung ist kein individuelles Problem, sondern die Gesellschaftsstruktur eine tagtägliche Gefahr für als weiblich gelesene und queere Personen. Nicht einzelne Männer sind das Problem, Männlichkeit ist es. Die linke Szene ist kein Safe Space. 

Die Kundgebung am 13. Dezember war nicht nur ein Anprangern der Verhältnisse. Sie hat darüber hinaus gezeigt, wie stark, solidarisch und pissed wir FLINTA sind: Ja, wir sind betroffen, aber wir sind nicht still!

Auf die Fresse Patriarchat.
38 Minuten
Sex ist der Austragungsort patriarchaler Machtstrukturen. Privatheit und öffentliche Darstellung, Praktiken, Sexualisierung und ein riesiger Sex-Markt, all das folgt tendenziell mann-gemachten Vorstellungen.

Zur Release des 3. Das Erotik Magazins gibt es eine besondere Episode VomensBar digitale in der wir gemeinsam mit den Ladies des sexy Hefts gewohnt pissed eine Utopie feministischer Erotik spinnen wollen – ohne Kompromisse, dafür always hothothot.
53 Minuten
What to do während des zweiten Lockdown („light“)? Was können wir gegen Abstumpfung, Langeweile, mental breakdowns und loneliness tun?

In dieser Episode der VomensBar reden wir darüber, was uns gut tut, uns bewegt und unterhält, um euch den physischen und psychischen Rückzug zu versüßen (und natürlich feministisch zu fordern)!

Achtet auf euch und aufeinander, nehmt euch und eure feelings ernst, bleibt gesund und schaltet wieder ein!
53 Minuten
Laut einer Studie des BMFSFJ zeigen gerade einmal 8 % der als weiblich gelesenen Personen, die sexualisierte Gewalt erfahren haben, diese auch an. Sexismus, grenzüberschreitendes Verhalten, Beleidigungen, männliche Machtdemonstrationen, psychische und physische Gewalt passieren uns nicht oft - sie passieren uns jeden Tag.

Meist sagt man uns: Reagiere nicht über. Vergiss es doch einfach.

Wir wollen nicht vergessen! Wir wollen reagieren wie wir wollen!

!! Triggerwarnung !!

Hilfetelefon Gewalt gegen Frauen - anonym, rund um die Uhr: 08000 116 016
46 Minuten
Laut einer Studie der Agentur der Europäischen Union für Grundrechte von 2014 haben 33 % der als weiblich gelesenen Personen in Europa seit ihrem 15. Lebensjahr schon (mindestens) einmal körperliche oder sexuelle Gewalt erfahren. Gewalt gegenüber FLINTA ist kein Randphänomen, kein Familiendrama und keine zwischenmenschliche Tragödie.

Es handelt sich um tödliche, strukturelle Misogynie.

In einem Radio-Talk mit Wenke, einer Mitarbeiterin aus dem Frauen- und Kinderschutzhaus e.V. Leipzig, und der Autorin Bettina Wilpert diskutieren wir bei dieser Episode über (sexualisierte) Gewalt gegenüber FLINTA, die auch vor der linken Szene nicht halt macht.

Wenn ihr das Frauen- und Kinderschutzhaus e.V. Leipzig unterstützen könnt/wollt:

https://www.frauenhaus-le.de/spenden/

Außerdem kauft alle Bettina Wilperts Buch „Nichts was uns passiert“

z.B. bei el Libro (online oder in Connewitz/Leipzig) oder bei rotorbooks (Zentrum West/Leipzig). Support your local bookstore!
28 Minuten
Als weiblich eingeordnete Stimmen? Irgendwie nervig.

Themen von FLINTA? Eher privat... Muss man da öffentlich drüber reden?

Radiosendungen von FLINTA? Wirkt auf mich unprofessionell, die reden ja nicht über Fakten sondern nur über ihre Meinungen.

In dieser Episoe soll es um Selbstdarstellung von FLINTA in öffentlichen Medien gehen. Noch immer ist dieser Raum stark cis männlich dominiert und an FLINTA besteht ein besonderer Anspruch, um Respekt oder Lob zu erfahren - von official Support ganz zu schweigen. Tone Policing und Sprech-Training? Wir sagen Nein und nehmen uns bei dieser VomensBar viel lieber Zeit laut zu brainstormen, zu pöbel und zu ranten, wobei uns bewusst ist, dass auch wir nur eine Sichtweise darstellen.
38 Minuten
Die beste feministische Bar im Leipziger Osten, findet wieder statt. Covid-bedingt sind wir aus der lauschigen Bar-Atmo im Helmut in den digitalen Raum eingekehrt.

Bei der ersten Folge der VomensBar digitale sprechen wir über Komplexe die wir hatten und haben - und warum diese oftmals so schwer abzulegen sind. Patriarchale Strukturen und Institutionen lassen uns die weirdesten Sachen über uns selbst denken: Wie wir zu sein haben, was wir wie zu tun haben, wie wir wo auszusehen haben. Zeit damit aufzuhören!

Wir schließen diese Episode mit einer Audioinstallation. Während einiger Bar-Abende hattet ihr die Möglichkeit, anonym eure Komplexe loszuwerden. Wir haben sie eingesprochen...