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„Warum soll es beim Tätowieren auf einmal cool sein, Motive zu
stechen, die total problematisch sind?“

In der VomensBar digitale zum feministischen Streik am 8. März,
sprechen Yasemin und Kira mit uns über linke Subkultur, Tattoos
und safer spaces.

Als frühere Managerin des Tattoo-Studio Studio394 im Leipziger
Osten versucht Yasemin bis heute mit den Tätowierer:innen ein
Awareness-Konzept zu entwickeln. Kira, alias alwaysnein, ist
selbst Tätowiererin im FLUX Atelier, ein FLINTA-Studio.

Wir vier sind tätowiert. Wir haben den empowernden
Bad-Ass-Charakter erlebt. Noch immer existiert die Norm des
weichen, makellosen Frauenkörper, der in die Selbstwahrnehmung
vieler - wenn nicht sogar aller - FLINTA-Personen massiv
eingreift. Tattoos können da ein emanzipatives, provokantes
Moment sein.

Aber wir alle haben auch grenzüberschreitendes Verhalten,
Diskriminierung(-en), Mackertum und cis männliche Autorität einer
vermeintlich so alternativen Szene mitbekommen, die weniger aware
nicht sein könnte. Rassismus, Sexismus, Antisemitismus,
heteronormative Körperideale und ideologische Symboliken -
Tattoos sind nicht selten genauso problematisch wie
unthematisiert. In einem toxischen Verhältnis zwischen
Körperkult, Trend und Traditionalität, dümpelt die Szene in ihrer
eigenen Coolness dahin.

Mit dieser Episode wollen wir den hippen Trend-Status
dekonstruieren, einen Raum für längst notwendige Debatten öffnen
und sowohl Menschen mit Tattoo-Wunsch als auch Tätowierer:innen
adressieren. Alwaysnein und Yasemin zeigen uns, dass Awareness
kein Zustand, sondern eine fortlaufende Reflexion bedeutet. Safe
Spaces können nicht sein, sondern nur werden und das ist eine
Entscheidung.

Das, was ihr euch tätowiert, bleibt. Das was ihr Menschen unter
die Haut setzt, ist mehr als „ironisch gemeinte“ Kritzelei.

Erst denken, danke.
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„Tattoo, Szene, Safer Spaces?“

Worum geht es? Danach fragen wir noch nach dem Grund.

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