VomensBar digitale - (D)Eine offene feministische Bühne Archiv
72 Episoden
45 Minuten
„Es gehen gerade alle auf die Straße. Minderheiten bekommen zum Teil zum ersten Mal eine Stimme. Die werden das erste Mal gehört. Wir können sagen, das ist eine Revolution – aber wir sollten es beim Namen nennen: Es ist eine feministische Revolution!“
TRIGGERWARNUNG Vergewaltigung, Gewalt
In dieser Folge spricht Arezoo über ihren Aktivismus und was die Berichte und Zeugnisse der Gewalt und Misshandlungen in ihr auslösen. Arzeoo gewährt einen höchst persönlichen Blick auf ihre Betroffenheit, ihren Schmerz – und die unvergleichliche Kraft feministischer Solidarität!
Patriarchale Gewalt hat viele Gesichter. Ein besonders Hässliches zeigt sich derzeit mehr als klar im Iran: Menschen werden massenhaft inhaftiert, Frauen, die ihre Freiheiten wollen werden misshandelt und vergewaltigt. Eine Person, die heute auf die Straße geht, so Arezoo, weiß nicht ob sie abends wieder nachhause kommt. In einer Gesellschaft, in der weiblich gelesene Personen ganz offiziell halb so viel Wert besitzen, sind es derzeit vor allem auch weiblich gelesene Personen, die den Ist-Zustand keinen Tag länger akzeptieren – im Schulterschluss mit anderen Personen.
TRIGGERWARNUNG Vergewaltigung, Gewalt
In dieser Folge spricht Arezoo über ihren Aktivismus und was die Berichte und Zeugnisse der Gewalt und Misshandlungen in ihr auslösen. Arzeoo gewährt einen höchst persönlichen Blick auf ihre Betroffenheit, ihren Schmerz – und die unvergleichliche Kraft feministischer Solidarität!
Patriarchale Gewalt hat viele Gesichter. Ein besonders Hässliches zeigt sich derzeit mehr als klar im Iran: Menschen werden massenhaft inhaftiert, Frauen, die ihre Freiheiten wollen werden misshandelt und vergewaltigt. Eine Person, die heute auf die Straße geht, so Arezoo, weiß nicht ob sie abends wieder nachhause kommt. In einer Gesellschaft, in der weiblich gelesene Personen ganz offiziell halb so viel Wert besitzen, sind es derzeit vor allem auch weiblich gelesene Personen, die den Ist-Zustand keinen Tag länger akzeptieren – im Schulterschluss mit anderen Personen.
55 Minuten
Mutterschutz, das bedeutet schwangeren Personen mit Uterus rund um die Geburt eine finanzielle Absicherung zu verschaffen. In Deutschland haben darauf nur angestellte Personen uneingeschränkten Anspruch. Die Konsequenz daraus kann sein, dass eine selbstständige und schwangere Handwerker:in bis zum Geburtstermin in der Werkstatt, eine Physiotherapeut:in im direkten Kund:innenkontakt steht. Oder dass eine Person aus dem Wochenbett E-Mails beantwortet um ihr Business am Laufen und ihre Auftraggeber:innen bei Laune zu halten, neue Aufträge zu bekommen, im Gespräch zu bleiben. Dass das unmenschlich und medizinisch nicht zu empfehlen ist, ist klar, aber Alternativen fehlen, denn laufende Kosten, wie Mieten zahlen sich nicht von alleine. Nicht nur die Gästin der VomensBar Sabine haben diese Umstände vorübergehend dazu genötigt, ihr Gewerbe aufzugeben.
Wollen selbstständige Personen schlicht und einfach zu viel, wenn sie sich ein Kind wünschen?!
Was sagt es über unsere Gesellschaft aus, wenn Schwangerschaft nicht nur ein firmenstrategisches Risiko sondern auch den finanziellen Ruin bedeuten können?
In dieser VomensBar digitale sprechen Annabell, Eva und Sabine darüber, welche Auswirkungen Schwangerschaft auf ihre selbstständige Tätigkeit hat(te). Denn dieses Thema zeigt nicht nur die Prekarität werdender Mütter, sondern gibt auch einen Ausblick auf die stark traditionelle Mutterrolle. Wir klären gemeinsam: Elterngeld, Mutterschutz, Kindergeld, Beschäftigungsverbot... Wie kann man welche Ersatzgelder beantragen? Welche finanziellen Mittel gibt es unter welcher Bedingung? Was bleibt noch zu tun?
Eva ist Coachin bei @wir_und_ich
Annabell ist Grafikerin, Fotografin und Illustratorin: annieze.de
Sabine alias @freulein_stich ist Tätowiererin im Leipziger Tattoo-Studio @atelier.fat
Wollen selbstständige Personen schlicht und einfach zu viel, wenn sie sich ein Kind wünschen?!
Was sagt es über unsere Gesellschaft aus, wenn Schwangerschaft nicht nur ein firmenstrategisches Risiko sondern auch den finanziellen Ruin bedeuten können?
In dieser VomensBar digitale sprechen Annabell, Eva und Sabine darüber, welche Auswirkungen Schwangerschaft auf ihre selbstständige Tätigkeit hat(te). Denn dieses Thema zeigt nicht nur die Prekarität werdender Mütter, sondern gibt auch einen Ausblick auf die stark traditionelle Mutterrolle. Wir klären gemeinsam: Elterngeld, Mutterschutz, Kindergeld, Beschäftigungsverbot... Wie kann man welche Ersatzgelder beantragen? Welche finanziellen Mittel gibt es unter welcher Bedingung? Was bleibt noch zu tun?
Eva ist Coachin bei @wir_und_ich
Annabell ist Grafikerin, Fotografin und Illustratorin: annieze.de
Sabine alias @freulein_stich ist Tätowiererin im Leipziger Tattoo-Studio @atelier.fat
36 Minuten
„ ‚Homo‘ ist ein Schimpfwort auf dem Schulhof, aber ‚cis Hete‘ nicht.“
Die VomensBar digitale ist zurück aus der Sommerpause und geht etwas verspätet zum Schulstart mit einem prominenten ignorierten Thema in die neue Saison: Queere Pädagogik.
Charlotte hat sich im Rahmen ihrer Staatsexamensarbeit intensiv mit dem Thema auseinandergesetzt – beziehungsweise eher damit, warum sich die meisten Lehrenden, Pädagogiken und Lehrpläne noch immer dagegen sträuben. Fakt ist: Sexuelle und Genderdiversität ist in Klassen von 30 Schüler:innen sehr wahrscheinlich und weil Feminismus Gleichheit aller Geschlechter bedeutet, betrifft das noch immer mindestens die Hälfte einer Schulklasse grundlegend betrifft. Fakt ist aber auch: Der Common Sense verbietet gendersensible Sprache an sächsischen Schulen und sieht Queerness als Modeerscheinung aus. Charlotte: „Da kommen ernsthaft Lehrer:innen und fragen was dieses ‚quer’ bedeutet!“
Dabei ist gerade das Jugendalter eine relevante identitätsgebende Betrachtung hinsichtlich sexueller Identität und Geschlecht. In dieser Folge sprechen wir deshalb über den deprimierenden Ist-Zustand an deutschen (und besonders an sächsischen) Schulen, Zahlen und Fakten aber auch Utopien und Ansätze zum Umdenken.
Die VomensBar digitale ist zurück aus der Sommerpause und geht etwas verspätet zum Schulstart mit einem prominenten ignorierten Thema in die neue Saison: Queere Pädagogik.
Charlotte hat sich im Rahmen ihrer Staatsexamensarbeit intensiv mit dem Thema auseinandergesetzt – beziehungsweise eher damit, warum sich die meisten Lehrenden, Pädagogiken und Lehrpläne noch immer dagegen sträuben. Fakt ist: Sexuelle und Genderdiversität ist in Klassen von 30 Schüler:innen sehr wahrscheinlich und weil Feminismus Gleichheit aller Geschlechter bedeutet, betrifft das noch immer mindestens die Hälfte einer Schulklasse grundlegend betrifft. Fakt ist aber auch: Der Common Sense verbietet gendersensible Sprache an sächsischen Schulen und sieht Queerness als Modeerscheinung aus. Charlotte: „Da kommen ernsthaft Lehrer:innen und fragen was dieses ‚quer’ bedeutet!“
Dabei ist gerade das Jugendalter eine relevante identitätsgebende Betrachtung hinsichtlich sexueller Identität und Geschlecht. In dieser Folge sprechen wir deshalb über den deprimierenden Ist-Zustand an deutschen (und besonders an sächsischen) Schulen, Zahlen und Fakten aber auch Utopien und Ansätze zum Umdenken.
48 Minuten
„Die osteuropäische Frau ist schön und gut erzogen, ne christliche Familienmutter aber auch voll sexy und arbeitsam. Irgendwie die perfekte Mischung nach einem male gaze. Das ist so ne Ambivalenz zwischen billig schön aber auch billige Putzfrau.“
In dieser Episode der VomensBar digitale ist Lisa Jarzynski unsere Gästin. Die Kulturwissenschaftlerin und Aktivistin spricht mit uns über ihr aktuelles Projekt zur Konstruktion und Sexualisierung der Figur der „osteuropäischen Frau“.
Diese Figur bewegt sich irgendwo zwischen extremer Sexualisierung und Objektivizierung und entsexualisierter Babuschka. Angelehnt an Freuds Madonna-Hure-Komplex erscheint „die“ geografisch verortete, weiblich gelesene Person als besonders care taking Leiharbeiter:in, als „Ostblock-Nutte“, als slavische Schönheit in der TV-Sendung Traumfrau gesucht oder seit der russischen Invasion in der Ukraine in Form trendender Suchbegriffe wie ukranian porn.
„Meine Mama hat mir verboten, roten Lippenstift zu tragen, weil ich sonst aussehe wie eine Ostblock-Nutte. Oder ein Typ, der will, dass ich beim Sex polnisch spreche. Das ist alles passiert!“
Wer oder was ist denn der Ostblock?!!
Lisa spricht mit uns über antislavischen Rassismus, rassifizierten Sexismus und die Konstruktion multiethnische osteuropäische Länder, Politiken und Feminismen. Dabei greift sie sowohl auf ihre polnische Familiengeschichte, eigene Erfahrungen sowie theoretische und politische Argumente zurück.
In dieser Episode der VomensBar digitale ist Lisa Jarzynski unsere Gästin. Die Kulturwissenschaftlerin und Aktivistin spricht mit uns über ihr aktuelles Projekt zur Konstruktion und Sexualisierung der Figur der „osteuropäischen Frau“.
Diese Figur bewegt sich irgendwo zwischen extremer Sexualisierung und Objektivizierung und entsexualisierter Babuschka. Angelehnt an Freuds Madonna-Hure-Komplex erscheint „die“ geografisch verortete, weiblich gelesene Person als besonders care taking Leiharbeiter:in, als „Ostblock-Nutte“, als slavische Schönheit in der TV-Sendung Traumfrau gesucht oder seit der russischen Invasion in der Ukraine in Form trendender Suchbegriffe wie ukranian porn.
„Meine Mama hat mir verboten, roten Lippenstift zu tragen, weil ich sonst aussehe wie eine Ostblock-Nutte. Oder ein Typ, der will, dass ich beim Sex polnisch spreche. Das ist alles passiert!“
Wer oder was ist denn der Ostblock?!!
Lisa spricht mit uns über antislavischen Rassismus, rassifizierten Sexismus und die Konstruktion multiethnische osteuropäische Länder, Politiken und Feminismen. Dabei greift sie sowohl auf ihre polnische Familiengeschichte, eigene Erfahrungen sowie theoretische und politische Argumente zurück.
58 Minuten
TRIGGERWARNUNG Sexualisierte Gewalt
Über zwei Jahre ist es her, dass funk die STRG_F-Dokumentation zu unkonsensualen, voyeuristischen pornografischen Videos veröffentlicht hat. Die Journalistin Patricia Schlosser recherchierte zu dem Thema und fand heraus das H. über mehrere Jahre auf dem linken Festival Monis Rache auf Dixi-Toiletten filmte und die Videos auf Porno-Websites verkaufte.
Was für das Filmteam – und den hegemonialen, medialen Kosens – ein Coup war, bedeutete für viele weiblich gelesene Personen Betroffenheit von sexualisierter Gewalt. Was für einige Erst-Kenntnis-Personen der Festival-Orga der Versuch war, transformative Gerechtigkeit walten zu lassen, bedeutete für viele FLINTA andauernde Bevormundung und Vertrauensverlust in eine vermeintlich alternative Szene. Nicht nur die Berichterstattung, auch der Umgang mit Misogynie stellte einen langen, belastenden Weg für viele FLINTA dar und den propagierten Profeminismus einer politischen Community komplett in Frage.
Gleichzeitig, oder genau deshalb, entwickelte sich eine breite Solidarität und partiell nachhaltige profeministische, reflektierte Strukturen.
Mora ist eine feministische Gruppe aus Leipzig, die sich als aktivistische AG aus der Betroffenenvernetzung formiert hat. Jetzt bringen sie ein Buch raus mit dem Titel „Piss on Patriarchy“, in dem die Prozesse im Kontext mit H.s Taten und seinen Folgen rekapituliert werden. In dieser Episode der VomensBar digitale stellen drei Autorinnen des Buches ihre Themen vor und lesen exklusiv daraus vor:
Betroffenenvernetzung, patriarchale mediale Berichterstattung und transformative Justice.
Über zwei Jahre ist es her, dass funk die STRG_F-Dokumentation zu unkonsensualen, voyeuristischen pornografischen Videos veröffentlicht hat. Die Journalistin Patricia Schlosser recherchierte zu dem Thema und fand heraus das H. über mehrere Jahre auf dem linken Festival Monis Rache auf Dixi-Toiletten filmte und die Videos auf Porno-Websites verkaufte.
Was für das Filmteam – und den hegemonialen, medialen Kosens – ein Coup war, bedeutete für viele weiblich gelesene Personen Betroffenheit von sexualisierter Gewalt. Was für einige Erst-Kenntnis-Personen der Festival-Orga der Versuch war, transformative Gerechtigkeit walten zu lassen, bedeutete für viele FLINTA andauernde Bevormundung und Vertrauensverlust in eine vermeintlich alternative Szene. Nicht nur die Berichterstattung, auch der Umgang mit Misogynie stellte einen langen, belastenden Weg für viele FLINTA dar und den propagierten Profeminismus einer politischen Community komplett in Frage.
Gleichzeitig, oder genau deshalb, entwickelte sich eine breite Solidarität und partiell nachhaltige profeministische, reflektierte Strukturen.
Mora ist eine feministische Gruppe aus Leipzig, die sich als aktivistische AG aus der Betroffenenvernetzung formiert hat. Jetzt bringen sie ein Buch raus mit dem Titel „Piss on Patriarchy“, in dem die Prozesse im Kontext mit H.s Taten und seinen Folgen rekapituliert werden. In dieser Episode der VomensBar digitale stellen drei Autorinnen des Buches ihre Themen vor und lesen exklusiv daraus vor:
Betroffenenvernetzung, patriarchale mediale Berichterstattung und transformative Justice.
45 Minuten
Was weißt du eigentlich über deine Rechte in einem (potenziellen) Strafprozess bei sexualisierter Gewalt?
Wenig? Zu wenig?
Die Anwältin Britta Lehnert beobachtete gerade im Kontext diverser Out Calls und öffentlicher Diskurse in den letzten Jahren ein vermeidbares juristisches Halbwissen bei Freund:innen und bekannten Personen. Juristisches Wissen sollte kein Fachwissen sein, findet sie und möchte in dieser VomensBar digitale einige Basics klarstellen: Sollte man anzeigen? In welcher Position kann man möglichst machtvoll vor Gericht auftreten? Was bedeutet es Nebenkläger:in zu sein – und was sind die Vorteile im Kontext mit sexualisierter Gewalterfahrung? Welche Möglichkeiten gibt es, Prozesskosten zu finanzieren? Heißt nein wirklich nein – und was resultiert daraus?
Außerdem sprechen wir über patriarchale Fallstricke des Rechts und an welchen Stellen es dringend einer feministischen Revision bedarf.
Alle einschalten: 3.7.22 um 20 Uhr @sphere.radio
@kanzlei_lehnert
@vomensbar
Save the date: 11. Juni 2022 findet mal wieder ein Bar-Abend im Leipziger Osten statt. FLINTA and Queers only!
Wenig? Zu wenig?
Die Anwältin Britta Lehnert beobachtete gerade im Kontext diverser Out Calls und öffentlicher Diskurse in den letzten Jahren ein vermeidbares juristisches Halbwissen bei Freund:innen und bekannten Personen. Juristisches Wissen sollte kein Fachwissen sein, findet sie und möchte in dieser VomensBar digitale einige Basics klarstellen: Sollte man anzeigen? In welcher Position kann man möglichst machtvoll vor Gericht auftreten? Was bedeutet es Nebenkläger:in zu sein – und was sind die Vorteile im Kontext mit sexualisierter Gewalterfahrung? Welche Möglichkeiten gibt es, Prozesskosten zu finanzieren? Heißt nein wirklich nein – und was resultiert daraus?
Außerdem sprechen wir über patriarchale Fallstricke des Rechts und an welchen Stellen es dringend einer feministischen Revision bedarf.
Alle einschalten: 3.7.22 um 20 Uhr @sphere.radio
@kanzlei_lehnert
@vomensbar
Save the date: 11. Juni 2022 findet mal wieder ein Bar-Abend im Leipziger Osten statt. FLINTA and Queers only!
56 Minuten
In dieser Episode der Vomens Bar digitale spricht die Autorin Bettina Wilpert über ihr neues Buch, den Schreibprozess zu corona times und Herausforderungen, als westdeutsche Autorin in der dritten Täter:innen-Generation, einen historischen Roman zu schreiben.
Der Roman Herumtreiberinnen ist in mehreren Strängen erzählt. Man folgt drei Protagonist:innen, die zu unterschiedlichen Zeiten in Leipzig leben: Lilo, die ihrem Vater beim Aktivismus des kommunistischen Widerstandes während des NS hilft und gefangen genommen wird, die in der DDR lebende Manja, die während (/ aufgrund) einer love story in eine geschlossenen venerologischen Station interniert wird und Robin. Robin arbeitet in der Ist-Zeit als Sozialarbeiterin mit geflüchteten Personen. Verbunden werden die Geschichten über ein Gebäude, ein Heim, eine Krankenstation, ein Gefängnis. Bettina Wilpert spinnt dabei die Geschichte der Riebeckstraße 63 im Leipziger Osten fiktiv weiter.
Bettina Wilperts Buch ist nicht nur ein Roman mit historischen Bezügen. Als lesende Person kann man in die Gefühle und Gedanken der Herumtreiber:innen eintauchen. Ganz coming of age, geht es um Ambivalenzen, um Freund:innenschaft und Familie, Freiheit und Begrenzung, weibliche Sozialisation und den Ausbruch aus zu engen Rollen.
Neben einem spannenden Talk gibt es auch einige Auszüge aus dem Roman, gelesen von Mim.
Der Roman Herumtreiberinnen ist in mehreren Strängen erzählt. Man folgt drei Protagonist:innen, die zu unterschiedlichen Zeiten in Leipzig leben: Lilo, die ihrem Vater beim Aktivismus des kommunistischen Widerstandes während des NS hilft und gefangen genommen wird, die in der DDR lebende Manja, die während (/ aufgrund) einer love story in eine geschlossenen venerologischen Station interniert wird und Robin. Robin arbeitet in der Ist-Zeit als Sozialarbeiterin mit geflüchteten Personen. Verbunden werden die Geschichten über ein Gebäude, ein Heim, eine Krankenstation, ein Gefängnis. Bettina Wilpert spinnt dabei die Geschichte der Riebeckstraße 63 im Leipziger Osten fiktiv weiter.
Bettina Wilperts Buch ist nicht nur ein Roman mit historischen Bezügen. Als lesende Person kann man in die Gefühle und Gedanken der Herumtreiber:innen eintauchen. Ganz coming of age, geht es um Ambivalenzen, um Freund:innenschaft und Familie, Freiheit und Begrenzung, weibliche Sozialisation und den Ausbruch aus zu engen Rollen.
Neben einem spannenden Talk gibt es auch einige Auszüge aus dem Roman, gelesen von Mim.
51 Minuten
„Wenn wir von einem öffentlichen Diskurs über Sex ausgehen, wird da oberflächlich sehr viel gesprochen, aber tatsächlich sehr wenig wirklich gesagt. Ein ehrlicher Austausch über Gefühle und Bedürfnisse beim Sex fehlt oft. Stattdessen herrscht oft ein Performance-Druck, alle hätten immer Lust auf alles. Ganz abgesehen davon, dass in den aller meisten Fällen super binär über Sex gesprochen wird.“
In dieser Episode der VomensBar sind Linda und Julez aus dem Juicy aus Connewitz Gäst:innen - einem queerfeministischen Sexshop „für alle“. Neben Sextoys, handgefertigten Dessous, regional produzierten BDSM-Produkten und sexpositiver Kunst, gibt es hier auch feministische Workshops und sexuelle Bildung oder Kund:innen-Beratungen zu Binding, Tucking- oder Packer-Unterwäsche oder Brust-Kompressionen.
In dieser Folge lesen wir gemeinsam Lüste gegen den Strich und demaskieren die hegemoniale Genderbinarität vieler sexuellen Praktiken und erotischer Fantasien. Wir sprechen über den empowernden Moment von solo und kinky Sex - denn dass man „außerhalb“ einer vermeintlichen Norm Sex haben kann, zeigt ja, dass Sexualität ebenso wie Sex immer auch einen politischen Aspekt hat. Hängen Erotik und Begehren immer zusammen? Ist queerer Sex frei von Stereotypen? Was meint Sexpositivität? Welchen Stellenwert hat Verantwortung beim Sex – und welchen Egoismus? ...
Neben einem spannenden Talk, gibt’s sexy toy sounds!
In dieser Episode der VomensBar sind Linda und Julez aus dem Juicy aus Connewitz Gäst:innen - einem queerfeministischen Sexshop „für alle“. Neben Sextoys, handgefertigten Dessous, regional produzierten BDSM-Produkten und sexpositiver Kunst, gibt es hier auch feministische Workshops und sexuelle Bildung oder Kund:innen-Beratungen zu Binding, Tucking- oder Packer-Unterwäsche oder Brust-Kompressionen.
In dieser Folge lesen wir gemeinsam Lüste gegen den Strich und demaskieren die hegemoniale Genderbinarität vieler sexuellen Praktiken und erotischer Fantasien. Wir sprechen über den empowernden Moment von solo und kinky Sex - denn dass man „außerhalb“ einer vermeintlichen Norm Sex haben kann, zeigt ja, dass Sexualität ebenso wie Sex immer auch einen politischen Aspekt hat. Hängen Erotik und Begehren immer zusammen? Ist queerer Sex frei von Stereotypen? Was meint Sexpositivität? Welchen Stellenwert hat Verantwortung beim Sex – und welchen Egoismus? ...
Neben einem spannenden Talk, gibt’s sexy toy sounds!
50 Minuten
In dieser Episode der VomensBar digitale dreht sich alles um den feministischen Kampftag.
Wie auch in den Anfängen der proletarischen Frauenbewegung, stellen auch heute noch kapitalistische Ausbeutung (besonders durch Mehrfachbelastungen), materielle Verhältnisse und Lohnabhängigkeit die Lebensrealität der meisten FLINTA dar und bestimmen diese grundlegend. Rosa hat sich intensiv mit der Geschichte des 8. März bis heute auseinandergesetzt.
Aber wer kämpft am 8. März eigentlich um was? Wer darf und kann überhaupt streiken? Muss man streiken dürfen oder ist nicht genau das der Sinne – es einfach zu machen? Inwiefern kann ein Streik politischer Aktivismus sein? Ist ein Streik überhaupt das adäquate Mittel für FLINTA, die neben der Lohnarbeit noch diverse Care und Emo Arbeiten nebenher verrichten? Wie viele Personen braucht es für einen Streik? Und wie sehen ganz aktuell die (materialistischen) Verhältnisse von FLINTA aus? Anna von der FAU Leipzig ist die perfekte Gästin zur Diskussion dieser Fragen.
@feministischer_streik_leipzig
@fau_leipzig
@flintaonstrike
Wie auch in den Anfängen der proletarischen Frauenbewegung, stellen auch heute noch kapitalistische Ausbeutung (besonders durch Mehrfachbelastungen), materielle Verhältnisse und Lohnabhängigkeit die Lebensrealität der meisten FLINTA dar und bestimmen diese grundlegend. Rosa hat sich intensiv mit der Geschichte des 8. März bis heute auseinandergesetzt.
Aber wer kämpft am 8. März eigentlich um was? Wer darf und kann überhaupt streiken? Muss man streiken dürfen oder ist nicht genau das der Sinne – es einfach zu machen? Inwiefern kann ein Streik politischer Aktivismus sein? Ist ein Streik überhaupt das adäquate Mittel für FLINTA, die neben der Lohnarbeit noch diverse Care und Emo Arbeiten nebenher verrichten? Wie viele Personen braucht es für einen Streik? Und wie sehen ganz aktuell die (materialistischen) Verhältnisse von FLINTA aus? Anna von der FAU Leipzig ist die perfekte Gästin zur Diskussion dieser Fragen.
@feministischer_streik_leipzig
@fau_leipzig
@flintaonstrike
1 Stunde 8 Minuten
Triggerwarnung
Jedes Jahr am 25. November ist der internationale Tag zur Beseitigung von Gewalt gegen FLINTA. Patriarchale Gewalt ist ein strukturelles Problem, das individuelle Auswirkungen auf uns alle hat. Misogynie, also Abwertung, Ablehnung und Hass von allem, was feminin assoziiert wird und allen, die weiblich gelesen werden, findet alltäglich statt – ob in gesellschaftlichen Debatten, in der Gesetzgebung, im (un-)sozialen Miteinander… Die Liste ist leider unendlich erweiterbar.
Ein Appell an uns alle: Es ist Zeit, endlich Verantwortung zu übernehmen.
In dieser Episode der VomensBar senden wir noch einmal alle Redebeiträge der Kundgebung, die am 25.11. in Leipzig stattfand, zu senden. Gemeinsam mit Jule, Mitarbeitende des 4. Leipziger Frauen:- und Kinderschutzhaus und in der zentralen Sofortaufnahme, führen wir durch die Texte. Patriarchale Gewalt ist vielschichtig. Die Beiträge thematisieren Gewalt in Beziehungen, in queeren Räumen und der linken Szene, Täter:innenschutz und die globale, verbrecherische Dimension sowie Feminizide als Spitze des Eisbergs.
Mit dabei (in der Reihenfolge im Podcast):
@KeinemehrLeipzig
@queeringdefaults
@fightbackleipzig
@initiativesupportafghansatrisk
Spendenaufruf: https://www.betterplace.me/unterstuetzung-fuer-afghan-innen-in-drittstaaten
@frauen_fuer_frauen_leipzig
http://www.frauenfuerfrauen-leipzig.de/
Kollektiv Unbequem
Telefonnummer der zentralen Sofortaufnahmestelle für Betroffene patriarchaler Gewalt Leipzig:
0341-55010420 (24/7 besetzt)
Jules Vortrag „Täterschutz in linken Strukturen“ in der @MonaLisa Leipzig: https://www.mixcloud.com/MONAliesA_Leipzig/t%C3%A4terschutz-in-linken-strukturen/
Buchempfehlung:
Rona Torenz: Ja heißt ja. Feministische Debatten um einvernehmlichen Sex.
Jedes Jahr am 25. November ist der internationale Tag zur Beseitigung von Gewalt gegen FLINTA. Patriarchale Gewalt ist ein strukturelles Problem, das individuelle Auswirkungen auf uns alle hat. Misogynie, also Abwertung, Ablehnung und Hass von allem, was feminin assoziiert wird und allen, die weiblich gelesen werden, findet alltäglich statt – ob in gesellschaftlichen Debatten, in der Gesetzgebung, im (un-)sozialen Miteinander… Die Liste ist leider unendlich erweiterbar.
Ein Appell an uns alle: Es ist Zeit, endlich Verantwortung zu übernehmen.
In dieser Episode der VomensBar senden wir noch einmal alle Redebeiträge der Kundgebung, die am 25.11. in Leipzig stattfand, zu senden. Gemeinsam mit Jule, Mitarbeitende des 4. Leipziger Frauen:- und Kinderschutzhaus und in der zentralen Sofortaufnahme, führen wir durch die Texte. Patriarchale Gewalt ist vielschichtig. Die Beiträge thematisieren Gewalt in Beziehungen, in queeren Räumen und der linken Szene, Täter:innenschutz und die globale, verbrecherische Dimension sowie Feminizide als Spitze des Eisbergs.
Mit dabei (in der Reihenfolge im Podcast):
@KeinemehrLeipzig
@queeringdefaults
@fightbackleipzig
@initiativesupportafghansatrisk
Spendenaufruf: https://www.betterplace.me/unterstuetzung-fuer-afghan-innen-in-drittstaaten
@frauen_fuer_frauen_leipzig
http://www.frauenfuerfrauen-leipzig.de/
Kollektiv Unbequem
Telefonnummer der zentralen Sofortaufnahmestelle für Betroffene patriarchaler Gewalt Leipzig:
0341-55010420 (24/7 besetzt)
Jules Vortrag „Täterschutz in linken Strukturen“ in der @MonaLisa Leipzig: https://www.mixcloud.com/MONAliesA_Leipzig/t%C3%A4terschutz-in-linken-strukturen/
Buchempfehlung:
Rona Torenz: Ja heißt ja. Feministische Debatten um einvernehmlichen Sex.
55 Minuten
„Ein Outcall ist eigentlich immer nur die letzte Instanz überhaupt.“
In der ersten VomensBar-Episode 2022 sprechen wir über Outcalling und canceln: Ist die Möglichkeit eines Outcalls eine empowernde Strategie für jene Personen, denen im hegemonialen Diskurs weniger/kein Gehör geschenkt wird – oder hat ein Outcall nicht mehr Macht, als ein punktueller Aufschrei? Kann die vermeintliche „cancel culture“ als produktive Taktik strukturkritischer, feministischer Kämpfe gesehen werden – oder sind die möglichen Nebenwirkungen eines öffentlichen Outcalls gerade für marginalisierte Personen riskant? Wem wird was geglaubt?
Natascha, die Regisseurin des Filmprojekts Monis Rache am Patriarcht, ist schon eine Weile in der Medien- und Filmbranche aktiv. Der Film soll bildbasierte sexualisierte Gewalt an FLINTA betroffenenzentriert thematisieren. Spätestens #metoo hat Outcalling zu ein Thema in der Branche gemacht, aber Sexismus gab es schon lange davor und die misogynen Strukturen dauern fort.
@Consti hat einen größeren Outcall in der Leipziger Musik- und Club-Szene begleitet. Sie musste selbst die negativen Konsequenzen und Ängste erleben, die ein solcher Schritt (leider sehr oft) nach sich zieht. Gerade linke Szenen und politische Kollektive sind oftmals sehr gut darin, mit ihrer vermeintlichen Wokeness die internalisierten Diskriminierungen kaschieren zu wollen.
In der ersten VomensBar-Episode 2022 sprechen wir über Outcalling und canceln: Ist die Möglichkeit eines Outcalls eine empowernde Strategie für jene Personen, denen im hegemonialen Diskurs weniger/kein Gehör geschenkt wird – oder hat ein Outcall nicht mehr Macht, als ein punktueller Aufschrei? Kann die vermeintliche „cancel culture“ als produktive Taktik strukturkritischer, feministischer Kämpfe gesehen werden – oder sind die möglichen Nebenwirkungen eines öffentlichen Outcalls gerade für marginalisierte Personen riskant? Wem wird was geglaubt?
Natascha, die Regisseurin des Filmprojekts Monis Rache am Patriarcht, ist schon eine Weile in der Medien- und Filmbranche aktiv. Der Film soll bildbasierte sexualisierte Gewalt an FLINTA betroffenenzentriert thematisieren. Spätestens #metoo hat Outcalling zu ein Thema in der Branche gemacht, aber Sexismus gab es schon lange davor und die misogynen Strukturen dauern fort.
@Consti hat einen größeren Outcall in der Leipziger Musik- und Club-Szene begleitet. Sie musste selbst die negativen Konsequenzen und Ängste erleben, die ein solcher Schritt (leider sehr oft) nach sich zieht. Gerade linke Szenen und politische Kollektive sind oftmals sehr gut darin, mit ihrer vermeintlichen Wokeness die internalisierten Diskriminierungen kaschieren zu wollen.
1 Stunde
@lena_vve ist feministische Stadtplanerin und überzeugte intersektionale Feministin. Raum kann Wirklichkeiten schaffen, davon ist sie fest überzeugt.
In ihrem Job als Stadtplanerin versucht sie die Bedürfnisse diverser Lebendrealitäten im öffentlichen urbanen Raum zu realisieren: Wer kommt im derzeitigen Stadtbild weniger/nicht vor? Im Kontext ihrer Lehre denkt sie über Utopien städtischen Lebens nach: Was passiert mit den Menschen in der Stadt, wenn ursprünglich für cis Männer geplante Städte umgeplant werden? Wie könnte Materie und Ästhetik abseits der Norm aussehen und gebraucht werden? Und ihr Aktivismus testet intersektionale Raumgestaltung und -nutzung - denn "wir alle machen alltäglich die Stadt".
Nach dieser Episode der VomensBar seht ihr eure alltäglichen Wege mit anderen Augen.
.
.
.
Außerdem:
Ein Teaser zum Dokumentarfilm-Projekt @monis_rache_am_patriarchat_dok.
Bitte spendet, um diesen wichtigen FLINTA zentrierten Blick auf bildbasierte sexualisierte Gewalt zu realisieren. Deshalb eine
+++ TRIGGERWARNUNG +++
zu den ersten 10 Minuten der Episode.
https://www.startnext.com/monis-rache-am-patriarchat
In ihrem Job als Stadtplanerin versucht sie die Bedürfnisse diverser Lebendrealitäten im öffentlichen urbanen Raum zu realisieren: Wer kommt im derzeitigen Stadtbild weniger/nicht vor? Im Kontext ihrer Lehre denkt sie über Utopien städtischen Lebens nach: Was passiert mit den Menschen in der Stadt, wenn ursprünglich für cis Männer geplante Städte umgeplant werden? Wie könnte Materie und Ästhetik abseits der Norm aussehen und gebraucht werden? Und ihr Aktivismus testet intersektionale Raumgestaltung und -nutzung - denn "wir alle machen alltäglich die Stadt".
Nach dieser Episode der VomensBar seht ihr eure alltäglichen Wege mit anderen Augen.
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Außerdem:
Ein Teaser zum Dokumentarfilm-Projekt @monis_rache_am_patriarchat_dok.
Bitte spendet, um diesen wichtigen FLINTA zentrierten Blick auf bildbasierte sexualisierte Gewalt zu realisieren. Deshalb eine
+++ TRIGGERWARNUNG +++
zu den ersten 10 Minuten der Episode.
https://www.startnext.com/monis-rache-am-patriarchat
56 Minuten
In dieser Episode der VomensBar digitale sprechen wir mit female DJs aus zwei FLINTA Kollektiven und zeigen Ausschnitte aus ihren Sets. Einerseits dem Blade aus Leipzig und dem überregional organisierten forward collective.
Noch immer beträgt der Anteil weiblicher DJs hinter den Decks nur 25 Prozent. Das ist zu wenig, auch wenn sich das Verhältnis in den letzten Jahren schon verbessert hat. Aber überall? Laut Franzi steht und fällt genderegalitäres Booking mit der Awareness der Booker:innen. Die elektronische Musik-Szene ist cis männlich, das haben Laura von Dynamic Klits, Laura alias Bunny Tsukino und Franzi aka Vilma ebenfalls nicht nur einmal am eigenen Leib erfahren: Sei es der cis männliche Co-Booker, der sich selbstverständlich selbst als main act einteilt, Orte die FLINTA nicht bespielen möchte, cis männliche Hobby-DJs, die einem das Set versauen... – es bleibt oft eine Gradwanderung zwischen feministischer (Bildungs-)Arbeit, Aktionismus und Spaß.
Die drei wollen keine Quoten-Personen sein. Sie wollen als technische Expert:innen ernst- und musikalische Künstler:innen wahrgenommen werden. Die Kollektive bieten ihnen einen Raum für Sicherheit und Erfolg, Solidarität und neue Erfahrungen.
Kollektive:
@blade__lpz
@forward_collective_
Noch immer beträgt der Anteil weiblicher DJs hinter den Decks nur 25 Prozent. Das ist zu wenig, auch wenn sich das Verhältnis in den letzten Jahren schon verbessert hat. Aber überall? Laut Franzi steht und fällt genderegalitäres Booking mit der Awareness der Booker:innen. Die elektronische Musik-Szene ist cis männlich, das haben Laura von Dynamic Klits, Laura alias Bunny Tsukino und Franzi aka Vilma ebenfalls nicht nur einmal am eigenen Leib erfahren: Sei es der cis männliche Co-Booker, der sich selbstverständlich selbst als main act einteilt, Orte die FLINTA nicht bespielen möchte, cis männliche Hobby-DJs, die einem das Set versauen... – es bleibt oft eine Gradwanderung zwischen feministischer (Bildungs-)Arbeit, Aktionismus und Spaß.
Die drei wollen keine Quoten-Personen sein. Sie wollen als technische Expert:innen ernst- und musikalische Künstler:innen wahrgenommen werden. Die Kollektive bieten ihnen einen Raum für Sicherheit und Erfolg, Solidarität und neue Erfahrungen.
Kollektive:
@blade__lpz
@forward_collective_
48 Minuten
„Ist die politische Bildung in Awareness-Teams ein individuelles Ding? Hängt es am Individuum, ob die Personen eines Awareness-Teams ihre Privilegien reflektieren? Gibt es festgelegte Verhaltensweisen je nach Situation? Und wer legt die fest?“
In dieser Episode der VomensBar digitale haben wir euch zugehört: Was bedeutet Awareness im Club- und Feier-Kontext? Welchen Anspruch habt ihr an Clubs mit Awareness-Konzept – und wo liegen eure Grenzen?
„Nur ein Viertel der Arbeit ist die Arbeit im Club. Viel ist auch Vor- und Nachbereitung. Und ich finde, es geht auch darum, Veranstalter:innen zu sensibilisieren.“
Außerdem sprechen wir mit Awareness-Mitarbeitenden aus verschiedenen Kontexten der Leipziger Club-Szene. Awareness-(Lohn)Arbeit ist ihrer Ansicht nach oft politische Bildungsarbeit, mehr als die Dauer einer Schicht und konzeptionell von Fall zu Fall neu – und deshalb oft so schwierig.
Ein unabgeschlossener Einblick...
Außerdem 1 Hit von @gruppe_reiser zu Täterschutz!
In dieser Episode der VomensBar digitale haben wir euch zugehört: Was bedeutet Awareness im Club- und Feier-Kontext? Welchen Anspruch habt ihr an Clubs mit Awareness-Konzept – und wo liegen eure Grenzen?
„Nur ein Viertel der Arbeit ist die Arbeit im Club. Viel ist auch Vor- und Nachbereitung. Und ich finde, es geht auch darum, Veranstalter:innen zu sensibilisieren.“
Außerdem sprechen wir mit Awareness-Mitarbeitenden aus verschiedenen Kontexten der Leipziger Club-Szene. Awareness-(Lohn)Arbeit ist ihrer Ansicht nach oft politische Bildungsarbeit, mehr als die Dauer einer Schicht und konzeptionell von Fall zu Fall neu – und deshalb oft so schwierig.
Ein unabgeschlossener Einblick...
Außerdem 1 Hit von @gruppe_reiser zu Täterschutz!
1 Stunde 7 Minuten
- - - TRIGGERWARNUNG - - - Sexualisierte Gewalt // Vergewaltigung - - -
In Folge unserer Episode Tattoo, Szene, Safer Spaces? veröffentlichte Kira, @alwaysnein, einen Aufruf über Instagram, in dem sie FLINTA dazu ermutigen wollte, ihre Erfahrungen mit cis männlichen Tätowierern zu teilen. Ihr Ziel war die Demaskierung und Enttabuisierung des Sexismus innerhalb der Szene:
„Wie kann man eine Situation oder einen Diskurs schaffen, um auf strukturell problematisches Verhalten früh genug hinzuweisen, dass Personen anfangen sich selbst zu kritisieren und ihre internalisierten Verhaltensweisen zu reflektieren, damit Sexismus und Machtmissbrauch gar nicht erst zustande kommt, dass es Betroffene gibt, dass es Personen gibt, die sich unwohl fühlen? Weil meiner Meinung nach sind Tätowierer:innen dafür verantwortlich, dass Kund:innen sich zu jedem Zeitpunkt respektiert und wohl fühlen.“
Ein halbes Jahr später ist Kira wieder in der Bar unsere Gästin. Sie möchte erzählen, was nach dem Aufruf passiert ist. Wir sprechen gemeinsam über eingesendete Fälle und was sich Kiras Ansicht nach ändern müsste, um zukünftig safere Strukturen im Tattoo-Kontext etablieren zu können – aber auch gegen welche Widerstände es zu kämpfen gilt. Den spezifischen Sexismus in einer vermeintlich alternativen Tattoo-Szene, hat auch Rebecca, alias @rebecca_rose_tattoo erleben müssen. Sie prangert diese als unsensibel an und erzählt, was die Uneinsichtigkeit zufolge haben kann.
Danke an alle Personen, die sich Kira anvertraut haben. Euer Mut und eure Stärke geben vielen weiteren FLINTA die Möglichkeit, die Problematik in der Struktur zu erkennen. Alle Namen sind natürlich anonymisiert.
In Folge unserer Episode Tattoo, Szene, Safer Spaces? veröffentlichte Kira, @alwaysnein, einen Aufruf über Instagram, in dem sie FLINTA dazu ermutigen wollte, ihre Erfahrungen mit cis männlichen Tätowierern zu teilen. Ihr Ziel war die Demaskierung und Enttabuisierung des Sexismus innerhalb der Szene:
„Wie kann man eine Situation oder einen Diskurs schaffen, um auf strukturell problematisches Verhalten früh genug hinzuweisen, dass Personen anfangen sich selbst zu kritisieren und ihre internalisierten Verhaltensweisen zu reflektieren, damit Sexismus und Machtmissbrauch gar nicht erst zustande kommt, dass es Betroffene gibt, dass es Personen gibt, die sich unwohl fühlen? Weil meiner Meinung nach sind Tätowierer:innen dafür verantwortlich, dass Kund:innen sich zu jedem Zeitpunkt respektiert und wohl fühlen.“
Ein halbes Jahr später ist Kira wieder in der Bar unsere Gästin. Sie möchte erzählen, was nach dem Aufruf passiert ist. Wir sprechen gemeinsam über eingesendete Fälle und was sich Kiras Ansicht nach ändern müsste, um zukünftig safere Strukturen im Tattoo-Kontext etablieren zu können – aber auch gegen welche Widerstände es zu kämpfen gilt. Den spezifischen Sexismus in einer vermeintlich alternativen Tattoo-Szene, hat auch Rebecca, alias @rebecca_rose_tattoo erleben müssen. Sie prangert diese als unsensibel an und erzählt, was die Uneinsichtigkeit zufolge haben kann.
Danke an alle Personen, die sich Kira anvertraut haben. Euer Mut und eure Stärke geben vielen weiteren FLINTA die Möglichkeit, die Problematik in der Struktur zu erkennen. Alle Namen sind natürlich anonymisiert.