AstroGeo - Geschichten aus Astronomie und Geologie Archiv
149 Episoden
57 Minuten
Sie heißen Eyjafjallajökull, Grímsvötn und momentan Bárðarbunga: Isländische Vulkane sind spätestens nach der Aschewolke von 2010 in aller Munde, wenn sie denn aussprechbar sind. Wir wissen mittlerweile: Island ist die Insel der Vulkane, die jederzeit ausbrechen können und die nicht nur das Leben einiger skandinavischer Bauern sondern von uns allen beeinflussen können. Am 28. August 2014 begann der Bárðarbunga, viel Lava in das Vorland des Gletschers Vatnajökull zu schicken. Das nehme ich zum Anlass, mit Tobias Dürig zu sprechen. Der Würzburger Geophysiker arbeitet gerade an der Universität Island am europäischen Forschungsprojekt FutureVolc, das Ausbrüche zukünftig berechenbarer machen soll. Tobias beobachtet deshalb auch den aktuellen Ausbruch.
46 Minuten
Der Weltraum ist gefährlich und eine Reise dorthin ist riskant. Das war so, als der erste Mensch ins All startete - und es ist bis heute so. Selbst unbemannte Satelliten und Raumsonden sind ständig bedroht: Extreme energiereiche Teilchen von der Sonne und tief aus dem Universum können immense Schäden anrichten. Elektronische Bauteile müssen entsprechend gehärtet werden, um unter dem Teilchenstrom nicht schnell Schaden zu nehmen. Dabei ist es bis heute aber nicht möglich, in irdischen Labors die kosmische Strahlung korrekt nachzubilden. Zwar testen Raumfahrtingenieure die Bordcomputer und Sensoren von Satelliten ausgiebig. Kosmische Strahlung wirklich im Labor zu erzeugen, ist aber nicht möglich. Darüber spreche mit Oliver Karger, Doktorand am Institut für Experimentalphysik der Universität Hamburg. Er arbeitet an einer neuen Methode, kosmische Strahlung mit Lasern im Labor nachzubilden. Und er will dazu beitragen, dass Satelliten und Sonden bald deutlich realistischer getestet werden können, um Missionen eines Tages vielleicht zuverlässiger und langlebiger zu machen.
1 Stunde 4 Minuten
Millionen Objekte bevölkern unser Sonnensystem: von winzigen Asteroiden über mittelgroße Gesteinsplaneten bis zu den gewaltigen Gasriesen. All das ist vor langer Zeit aus einer Urwolke entstanden und diese Einsicht ist schon über 200 Jahre alt. In den letzten Jahrzehnten haben Forscher aber gelernt, aus der Chemie von Meteoriten deutlich mehr herauszulesen. Die Geochemie eröffnet uns einen tiefen Blick in die Geschichte des Sonnensystems - bis zur Entstehung des Lebens.Mit Mario Trieloff von der Universität Heidelberg wage ich einen Ritt durch die letzten 4,6 Milliarden Jahre, alle Körper des Sonnensystems und die Innereien der Erde. Er ist Professor am Institut für Geowissenschaften und leitet die Forschungsgruppe Geo- und Kosmochemie.
30 Minuten
Rosetta ist ein Novum: Es ist der erste Versuch, eine Raumsonde um einen Kometen kreisen zu lassen, um schließlich einen Lander auf ihm abzusetzen. Rosetta ist auch einer der ersten Versuche Europas, in der Raumfahrt mal alleine etwas ganz Neues zu versuchen. Was dabei passieren kann: Es passieren unvorhergesehene Dinge. Etwa wird Rosettas Zielkomet 67P/Tschurjumov-Gerasimenko wohl schon etwas früher aktiv als geglaubt. Er pustet also schon eher Gas und Staubpartikel ins All, als Vorstufe zu seinem Schweif. Das ist eigentlich keine Neuigkeit: Im August 2013 habe ich darüber bereits mit Colin Snodgrass und Hermann Böhnhardt vom Max-Planck-Institut für Sonnensystemforschung in Katlenburg-Lindau gesprochen. Das volle Interview ist aber weiter aktuell - gerade so kurz nach Rosettas beendetem Winterschlaf.
46 Minuten
Gold ist ein aufgeladener Rohstoff: Seit Menschheitsgedenken wird ihm ein hoher Wert zugedacht. Er war Zahlungsmittel und Grundstoff der Schmuckhersteller zwischen Urgeschichte und heute. Trotzdem interessiert sich kaum einer der Kunden heutiger Juweliere, unter welch katastrophalen Bedingungen das Gold oft abgebaut wird.
20 Minuten
Die Vereinigten Staaten sind die größte Wissenschaftsnation der Welt. Der Shutdown im US-Haushaltsstreit legt nun nicht nur viele Ämter lahm, sondern auch Teile der Forschungslandschaft. Daher habe ich kurz mit der Geologin Professor Dawn Sumner von der Universität von Kalifornien in Davis gesprochen. Sie steckt in zwei wichtigen Forschungsprojekten: Sie ist seit Jahren in diversen Teams um den Rover Curiosity aktiv. Sie half bei der Suche der Landestelle und beteiligt sich heute als Langzeitplanerin. Sie arbeitet auch maßgeblich an der geologischen Kartierung des Galekraters mit. Außerdem hat sie eine Expedition in die Antarktis vorbereitet, die eigentlich jetzt beginnen sollte.
1 Stunde 15 Minuten
Vor genau einem Jahr landete Curiosity auf dem Mars: Der schwerste, teuerste und komplexeste Rover, den Menschen jemals auf einen anderen Himmelskörper geschickt haben. Auch das Preisschild der Mission ist auffällig: Mit 2,5 Milliarden US-Dollar liegt sie bei einem Vielfachen gewöhnlicher Raumsonden. Wir nehmen das zum Anlass, auf die einjährige Missionszeit zurückzublicken: Was passierte während Curiositys Landung und danach? Wohin führte die Reise des gutmotorisierten Gefährts? Warum war die Fahrt bisher eher kurz? Und was sind die kommenden Ziele? All das klärt Karl Urban mit seinem Gastmoderator Faldrian.
46 Minuten
Ist es dreckig, gefährlich und unverantwortlich? Oder ist es Garant für zukünftigen Wohlstand? Wenn es um unkonventionell gefördertes Schiefergas mittels Fracking geht, stehen diese Fragestellungen unversöhnlich gegeneinander.Obwohl Fracking in aller Munde ist, konzentriert sich die öffentliche Kritik dabei meist auf die Fracking-Flüssigkeit, darin enthaltene Chemikalien und die befürchtete Gefährdung des Grundwassers.In dieser Sendung sprechen die beiden Wissenschaftsjournalisten Lars Fischer (Fischblog) und Karl Urban (Pikarl) über tiefer liegende Aspekte des Frackings: Was ist das für Wasser, das in der Lagerstätte steckt? Wohin wird es hinterher entsorgt? Ist genügend Platz in der Tiefe für die vielen Bohrungen? Und: wie realistisch sind die Ressourcen, die angeblich noch in der Tiefe schlummern?
1 Stunde 20 Minuten
Erdbeben gehören zu den verheerendsten Naturkatastrophen überhaupt. Sie fordern weltweit viele Opfer, auch weil sie nicht genau vorhergesagt werden können. Dabei ist nicht immer die Natur mit im Spiel: Es gibt auch menschgemachte Erdbeben. In dieser Sendung spricht Gastmoderator Faldrian mit Karl Urban über dessen Sicht auf menschgemachte Erdbeben. Es geht zunächst um die Ursachen gewöhnlicher Erdbeben. Dann sprechen wir über die Eingriffe des Menschen, die Erdbeben anstoßen oder sogar auslösen können.
50 Minuten
Er ist einer der am besten erhaltenen Meteoritenkrater der Welt. Er ist geologisch extrem jung (nur 15 Millionen Jahre). In ihm trainierten Astronauten, die später auf dem Mond landeten. Kurz: Das Nördlinger Ries und das dortige Meteoritenmuseum im Westen Bayerns lohnt einen Besuch. Diese Ausgabe dreht sich um zwei Themen: Zunächst spreche ich mit Stefan Hölzl über den metergroßen Neuschwanstein-Meteoriten, der vor zehn Jahren über Bayern niederging. Mehrere Bruchstücke wurden seitdem gefunden, was weltweit nur selten gelingt. Drei Fragmente davon liegen derzeit in einer Sonderausstellung des Rieskratermuseums. Im zweiten Teil spreche ich mit Gisela Pösges über den Rieskrater selbst, der durch ein kilometergroßes Geschoss entstand. Es geht um die Theorien altvorderer Geologen, die Besonderheiten großer Einschlagsbecken und die Naturgewalten in der Todeszone, in der heute mehrere deutsche Großstädte liegen.Audio
1 Stunde 3 Minuten
Verblüfft, empört, gleichgültig. Egal wie man zum Bergbau und unserem Rohstoffkonsum steht: Es gibt ihn. Weltweit steigt nicht nur die Zahl der Menschen, sondern auch ihr Bedarf an Rohstoffen. Und der Bergbau nimmt weiter zu. Ich lasse deshalb mal jemanden erzählen, der direkt dabei ist: Johannes Holzäpfel ist Lagerstättengeologe und arbeitete zum Zeitpunkt der Aufnahme in Indonesien. Er sucht (oder exploriert) hier für eine kanadische Explorationsfirma Goldlagerstätten.Wir sprechen darüber, wie das geht, zu explorieren, ob das Spaß macht und auch, was der Bergbau für die Einheimischen bedeutet.
1 Stunde 2 Minuten
Er ist rot, staubig, windig. Der Mars ähnelt in Vielem den trockensten Wüsten der Erde, wo kaum Leben zu erwarten ist. Doch es gibt eine andere Seite des Mars. Planetologen wissen heute, dass der Planet an manchen Orten feucht ist und damit ein Lebensraum sein könnte. Ich wollte erfahren, wie dieser scheinbar gleichförmig staubige Planet auf Forscher wirkt, die dort fast täglich herumfahren. Christian Schröder arbeitet als wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität Tübingen und beschäftigt sich seit mehreren Jahren mit dem Roten Planeten. Er wertete gemeinsam mit NASA-Kollegen die Daten der Mars Exploration Rover Spirit und Opportunity aus, die durchaus mehr herausgefunden haben, als nur: "Es gibt Wasser." Am Ende blicken wir in die Zukunft: Was erwartet uns mit dem neusten Marsrover Curiosity, der am 6. August 2012 im Galekrater landen wird?Er ist rot, staubig, windig. Der Mars ähnelt in Vielem den trockensten Wüsten der Erde, wo kaum Leben zu erwarten ist. Doch es gibt eine andere Seite des Mars. Planetologen wissen heute, dass der Planet an manchen Orten feucht ist und damit ein Lebensraum sein könnte.Am Ende blicken wir in die Zukunft: Was erwartet uns mit dem neusten Marsrover Curiosity, der am 6. August 2012 im Galekrater landen wird?
53 Minuten
Ein so tolles Material, das fast überall verwendet wurde: Von der Dachschindel, über die Thermoskannen-Isolation bis zum feuerfesten Handschuh. Es wäre ein tolles Material, würde es nicht krank machen. Und doch wird es noch immer in vielen Ländern abgebaut - und in anderen Ländern verbaut. Selbst in Deutschland gibt es noch immer viel Asbest, denn verboten ist es erst seit 1993. Ich spreche mit Gunnar Ries, der als Mineraloge mit Asbest zu tun hat. Er arbeitet in der Analytik, wo er etwa Baustoffproben auf die kleinen, spitzen Nadeln absucht. Neben dem mineralogischen Hintergrund geht es vor allem um den Umgang mit Asbest, die Alternativen, die Fallstricke und neue Überraschungen.
5 Minuten
Hallo Universum. Hallo Internet. Dies ist AstroGeo, der Podcast. Die Nullnummer erklärt in Kürze, was das hier werden soll. Ich will reden, mit weit gereisten Geologen, weit spähenden Sternenguckern. Der Podcast ist ein Versuch. Ich freue mich über Feedback.
AstroGeo - Geschichten aus Astronomie und Geologie
Im AstroGeo Podcast erzählen sich die Wissenschaftsjournalisten Franziskia Konitzer und Karl Urban regelmäßig Geschichten, die ihnen entweder die Steine unseres kosmischen Vorgartens eingeflüstert – o...