Mach' Mal Lauter Archiv
51 Episoden
36 Minuten
„Kinder und Jugendliche brauchen einen beweglichen Raum, der sich ihnen anpasst und an dem sie stattfinden dürfen! Mit allem, was zu ihnen gehört.“ In dieser Folge sprechen Denise und Joanna, die Projektleiterinnen der JuKi Lobby, über die neue Säule der Stiftung. Was ist die JuKi Lobby? Wofür ist sie da? Für wen ist sie gedacht? Darüber hinaus stellen sie das JuKi DOCK vor, das in diesem Jahr zum ersten Mal stattfinden wird. Warum diese Veranstaltung öffentlich kaum zu finden ist, was es auf dem JuKi DOCK alles geben wird und wie ihr uns erreichen könnt, für den Fall, dass ihr Kinder und Jugendliche für das anstehende JuKi DOCK anmelden wollt, all das erfahrt ihr in dieser Folge. Viel Spaß beim Anhören!
1 Stunde 39 Minuten
TW: chronische Erkrankung, seelischer Schmerz „Ich fühle mich gesehen, während ich das Gefühl habe, immer mehr zu verschwinden“ Diese Folge ist wohl die Persönlichste, die es bisher in unserem Podcast gab. Denise spricht mit Sabrina über Ableismus, Verletzungen und Stigma. Über ihre Arbeit als Rednerin und Aktivistin. „Wer bist du noch?“ und „was ich sehe, wenn ich dich ansehe.“ Fragen, die das Gespräch in eine so echte Richtung abbiegen lassen, dass Schmerz und Kraft, zwei verwobene Säulen, transparent und verständlich werden. Identität, Ungerechtigkeit, Einsamkeit und die Sehnsucht nach „ein bisschen mehr Meer.“ Stracciatella Eis, Muscheln, und „Pizza mit viel Käse nennt man Margherita.“ Eine Folge, so bunt wie ihre Protagonistin. Danke Sabrina! „Lass‘ uns ein bisschen durchs Leben hüpfen. Zusammen!“
1 Stunde 14 Minuten
„Ich fühle mich heute sicher in mir. Und Zuhause“ Als Samuel drei Jahre alt war, spürte er, dass ihm etwas fehlte. Etwas, das er in sich trug aber außen nicht sichtbar zu sein schien, denn er wurde nicht als das gelesen, was er deutlich in sich spürte. „Ich bin ein Junge“ Biologisch als Mädchen geboren, begann für Samuel ein steiniger und emotionaler Weg der Identitätsverteidigung. Im Elternhaus, in der Schule, gesellschaftlich. Sein verlässlichster Verbündeter war er selbst. Sich selbst tragend, durchlief er den Weg der Transition, hinein in ein freies, selbstbestimmtes, stimmiges Leben. Warum Drogen eine lange Zeit zu Samuels Leben gehörten, wieso die Wahl zum Schulsprecher ein wichtiger Gamechanger für ihn war, warum er heute „divers“ anstatt „männlich“ in Formularen ankreuzt und warum wir in dieser Folge ganze dreimal zu weinen anfingen, ihr es aber nicht hören könnt, all das erfahrt ihr in dieser Episode. Vielen Dank, Samu! Samuel möchte an dieser Stelle folgendes sagen: Ich möchte mich von Herzen bei allen Menschen, die meinen Weg geprägt haben, bedanken. Dank euch und in Zusammenarbeit mit mir, da ich zugelassen habe, bin ich heute der, der ich bin. Familie, Freunde, Wahlbrüder und Wahlschwestern, Lehrer, Schüler - Institutionen. Ein ganz besonderer Dank geht an meine Mama Hilde und an mein Papa Klaus - auch wenn es nicht immer ganz einfach war meine Welt zu verstehen, weiß ich, dass sie zu jeder Zeit alles aufgegeben hätten und alles aufgeben würden um mich zu unterstützen. Solch ein Grundfundament ist nicht selbstverständlich, deshalb empfinde ich heute tiefe Dankbarkeit und wünsche allen da draußen Menschen, die euch wahrhaftig Lieben.
55 Minuten
„Fragt mich lieber! Über mich zu sprechen, während ich daneben stehe, und euren Kindern zu erzählen, ich hätte eine Verbrennung, einen Unfall gehabt oder sei ansteckend, ist verletzend und diskriminierend. Und vor allem unwahr!“ Clara Ziegler ist 22 Jahre alt. Sie ist Studentin, zeichnet gerne, liebt Ed Sheeran und hat EB. Epidermolysis bullosa, einigen vielleicht bekannt unter dem Namen „Schmetterlingskrankheit.“ Denn die Haut der Betroffenen ist so empfindlich, wie die Flügel eines Schmetterlings. In dieser Folge spreche ich mit Clara über ihre Kindheit, ihre Jugend, darüber, wie sie mit kaum aushaltbaren Komplikationen zurechtkommt, zum Beispiel einer schweren Sepsis vor einigen Jahren, über ihre täglichen Verbandswechsel, Stigmatisierung und Aufklärung. Wie Clara ihren Alltag gestaltet, was sie sich für die Zukunft wünscht und warum jeder und jede mit einem Lächeln aus dieser Folge heraus gehen wird, all das erfahrt ihr beim zuhören. Viel Spaß!
1 Stunde 6 Minuten
„Ich wollte, dass Kinder das fühlen, was ich als Kind fühlen durfte.“ Samer Ismailat ist ein ehemaliger Basketballprofi und der Initiator von den St. Pauli Bats. Überall, wo jemand gebraucht wird, findet man Samer. Er arbeitet als Streetworker in Geflüchteten Unterkünften, setzt sich, zusammen mit seinem Team, in der Stadtteilentwicklung St.Pauli ein, trainiert unter anderem Kinder und Jugendliche im Baskteball und baut gerade das Projekt „der Bats Bus“ aus. Was es damit auf sich hat, wie Samers eigene Kindheit aussah, wie er, nach der Flucht aus dem Libanon, in Deutschland Fuß fasste und wie die Zukunft der „Bats“ aussieht, all das erfahrt ihr in dieser Folge. Anmerkung: Wir als Stiftung unterstützen das „Bats Bus“ Projekt. In der Folge hört ihr, warum das Projekt ein großer Meilenstein für Kinder und Jugendliche sein wird. Wenn ihr möchtet, unterstützt Samer und den „Bats Bus“ mit einer Spende unter folgendem Link. https://www.paypal.com/paypalme/batsspende
1 Stunde 18 Minuten
„Ich hatte keine Sekunde Angst. Ich wusste, er schafft es.“ Der Gedanke einer Mutter, die nach 943 Tagen erfährt, dass es endlich ein Spenderherz für ihren 3 Jährigen Sohn gibt. Vom Tag der Diagnosestellung, über Komplikationen bis zur erlösenden Nachricht. Diana gibt uns einen schmerzlichen Einblick in die schwierigste Zeit ihres Lebens. Wieso zu Beginn niemand erkannte, dass Daniel tot krank ist, was das „Berlin Heart“ ist, wie ein Leben im Krankenhaus aussieht, woher sie ihre Kraft nimmt und wieso die Kelly Family der Grund dafür ist, dass es diese Folge heute überhaupt gibt, all das erzählt sie uns in dieser Folge. Diana ist eine Heldin. Ein Attribut, das sie vermutlich vom aller Besten lernen durfte. Ihrem Sohn Daniel!
1 Stunde 18 Minuten
„Die Tatsache, dass Frauen wie selbstverständlich diskriminiert werden, macht mich wahnsinnig“ Gila Rosenberg ist Projektleiterin im Junglesben* Zentrum in Hamburg. Hier finden jungen Frauen* einen sicheren Ort, an dem sie sprechen, fühlen, beobachten und in den Austausch gehen dürfen. Gila ist wütend. Über wiederkehrende stupide Ansichten, die es vielen jungen Mädchen* sehr schwer macht, sich sicher und richtig zu fühlen. Sie spricht über ihre Motivation, ihren Antrieb, eigene Erfahrungen und die Quintessenz ihrer Arbeit. Warum ihr lesbische Paare in einer Vorabend Serie nicht ausreichen und in welche Schönheit sie als junges Mädchen verliebt war, all das erfahrt ihr in dieser Folge. Spoiler: Es wird einen zweiten Teil geben! Danke Gila!
57 Minuten
„Mit 13 hatte ich schon drei Magengeschwüre. Und niemand wurde stutzig“ In dieser Folge spreche ich mit Mina über innerfamiliäre Gewaltstrukturen, im besonderen durch die eigene Mutter, und die Folgen solcher schweren Erfahrungen. Ganz offen erzählt Mina uns, was ihr zugestoßen ist, wie sie lernen musste, sich behutsam um ihre Wunden zu kümmern, welche Barrieren sich immer wieder auftun, wie sie mit ihren eigenen Kindern umgeht und warum die Frau, die sie geboren hat, noch heute klar gesetzte Grenzen verletzt. Ein ungeschminktes aber weiches Gespräch, mit einer jungen Frau, die mich schwer beeindruckt.
42 Minuten
„Mein Dank geht auch an meine Familie“ In dieser Folge lassen wir drei Tage „Gewalt im Alltag“ Revue passieren. Magdalena Blüchert, Vorständin der KWB Stiftung, spricht über die Veranstaltung, ihre Vision hierzu, über das Jahr 2022 und darüber, dass die Stiftungsarbeit das größte Abenteuer ist, das sie bisher erlebt hat. Viel Spaß beim anhören.
1 Stunde 15 Minuten
„Ich will leben, aber nicht um jeden Preis“ Ein schmerzhafter Satz, der vor 2 Jahren fiel, als sich Claudias Zustand massiv verschlechterte. Claudia bekam 2004, ausgelöst durch ein Medikament nach einer Mandel OP, die Diagnose Morbus Crohn. Acht Jahre war sie fast durchgehend in Krankenhäusern und in akuten Schüben, bis sich ihr Zustand plötzlich stabilisierte und besser wurde. Sie gab ihren großen Traum auf, zog zurück in ihre Heimat gründete eine Familie und lebte ein, durch Medikamente, fast symptomfreies Leben. Vor 2 Jahren dann der Rückschlag. Krankenhausaufenthalte, Operationen, Zuspitzung und Verkettungen von unsagbaren Diagnosen und Zuständen. Wie Claudia heute lebt, wie sie die letzten Jahre durchgestanden hat, wie ihre Kinder damit umgehen und warum sie sich meistens eine Tasche vor den Bauch hält, all das erfahrt ihr in dieser Folge. Ein humorvolles und ehrliches Gespräch über eine Erkrankung, die die Rechnung oft ohne die Betroffenen macht. Was sie nicht wissen konnte, als sie kam: Sie hat sich mit der Falschen angelegt!
1 Stunde 4 Minuten
„Wir begleiten, stärken und fragen vor allem, was die Menschen eigentlich wollen“ In dieser Folge sprechen wir mit Alena und Marion von Qplus Alter. Für viele ältere Menschen mit Unterstützungsbedarf stellt sich die Frage: Wie gestalte ich meinen Alltag zuhause nach meinen eigenen Vorstellungen? Wie kann ich in meinem vertrauten Umfeld wohnen bleiben? Wie finde ich die passende Unterstützung? Oft sind ältere Menschen dabei auf sich allein gestellt. Für solche und ähnliche Fragen gibt es im Bezirk Hamburg Nord seit Mai 2019 das Modellprojekt QplusAlter. Hauptamtliche Lotsinnen von QplusAlter begleiten ältere Menschen und pflegende Angehörige dabei, eine passende Mischung an Unterstützung zu planen. Ein fachlich sehr starkes Gespräch, gepaart mit einer guten Prise Emotionen und einem Hauch Humor.
48 Minuten
"Ich bin nicht glücklicher, nur weil ich jetzt dünn bin." Nach zwei überstandenen Lungenembolien, ausgelöst durch eine Gerinnungsstörung, entschied sich Mia für einen mutigen und nicht ganz ungefährlichen Schritt. Durch die Veränderung und das kompromisslose "Ja" zu sich, zeigten sich neue Wege und Veränderungen. Manche taten weh, andere erleichterten. Mia erzählt uns von Diskriminierungserfahrungen seit sie ein Kind war, spricht offen über Bodyshaming, Feeder und Catcalling. Mias Leben war nicht immer fair. Umso beeindruckender, wie sie sich ein für alle mal das Ruder zurückgeholt hat!
1 Stunde 6 Minuten
„Ich dachte, das hört nie auf.“ Chris Gust ist Autorin, Künstlerin, Initiatorin von Mutruf und… frei von Angst! Sieben Jahre wurde sie von ständiger Anspannung, Angst und Panikattacken begleitet. Ihren Weg zu sich und ihren roten Fäden beschreibt sie in ihren Büchern. Chris teilt ihre Geschichte, um Betroffenen eine Stimme zu geben und im besten Sinne aufzuzeigen, was zu Viele nicht sehen wollen. Angst ist kein Nischenthema! Wir sprechen über Chris‘ Angstdiva, über ihr Hilfetelefon „Mutruf“ und darüber, wie es sich anfühlt, frei zu sein.
51 Minuten
„Sei, wer du willst“ – In dieser Folge sprechen wir mit Peggy und Basti von Kliemannsland. Kliemannsland, ein Kreativprojekt, unkonventioneller „Freizeitpark“, Begegnungsstätte, eine Idee, ein großes Faß mit ganz viel Boden! 2016 gründetet Fynn Kliemann sein Kliemannsland. Heute besteht das Team aus knapp 35 Mitarbeiter/innen, die sich selbst als Freunde und Familie verstehen. Entkoppelt von Konventionen und vielem was es schon gibt, erzählen uns Peggy und Basti, was ihr persönlicher Antrieb ist, was Kliemannsland alles kann und noch können möchte und wieso die Welt ein bisschen besser wäre, wenn wir uns alle hier und da nicht ganz so ernst nehmen würden.
48 Minuten
Im Gespräch mit Joanna Nadjmi, Projektleiterin des DOCK - Tage ohne Sorgen und Pascal Fromme von Pfand gehört daneben, einer Initiative von fritz-kola. In dieser Folge lassen wir das DOCK - Tage ohne Sorgen Revue passieren. Wir sprechen über persönliche Eindrücke, bewegende Momente auf dem DOCK und darüber, wie sich ein Gespräch mit einem Taxifahrer in eine, im wahrsten Sinne, erstaunliche Richtung entwickelt. Ein emotionaler und ehrlicher Austausch mit zwei Menschen, die Inspiration, Mut und Haltung platzieren. Unbedingt reinhören!