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Hedgework-Talk rund um alternative, digitale und nachhaltige Investments Archiv

98 Episoden
26 Minuten
Vor gut einem Jahr hat Alice Brader-Ellis im 11. Hedgework Talk zu Protokoll gegeben: „Wir stehen vor einem Wendepunkt an den Kapitalmärkten“. Damit hat die Investment-Direktorin des englischen Vermögensverwalters Ruffer LLP einen Volltreffer gelandet. Ruffer ist ein Spezialist für Absolut-Return-Strategien mit einem Fokus auf Kapitalerhalt. Im Gespräch erklärt Frau Brader-Ellis, dass es wichtig ist, sich zuerst die Risiken anzuschauen und darauf basierend Strategien zu entwickeln, die vor diesen Risiken schützen. Seit 1995 hat Ruffer für seine Kunden eine durchschnittliche jährliche Rendite von acht Prozent erzielt. Und auch in den vergangenen 12 Monaten wurde das Kapital der Kunden bewahrt und sogar eine kleine Rendite von einem Prozent erwirtschaftet. „Das gelingt nur mit kreativen Portfoliokonstruktionen“, sagt Frau Brader-Ellis. Für die kurze und mittlere Frist erwartet sie, dass es weiter bergab gehen kann. „Deswegen bleiben wir weiter sehr defensiv positioniert.“
29 Minuten
Unter der Leitung von Tobias Bittrich, Mitglied der Erweiterten Geschäftsführung von Berenberg und Leiter Corporate Banking, hat sich das Haus zu einem der führenden Anbieter von Kreditfonds etabliert. „Bei Private Debt geht es um Komplexität und Geschwindigkeit, Transaktionen sind immer zeitkritisch“, hebt Bittrich im Hedgework-Talk mit Uwe Lill hervor. Berenberg ist mit 20 verschiedenen Kreditfonds am Markt, die fünf Assetklassen mit unterschiedlichen Strategien abdecken und aufgrund der besonderen Renditeaussichten und Diversifikationseigenschaften auf eine große Nachfrage von institutionellen Investoren treffen. Das Spektrum reicht im Infrastrukturbereich von Erneuerbare-Energien-Anlagen bis hin zu Glasfasernetzen, dazu kommen Transaktionsfinanzierungen und Schiffshypotheken. Einen großen Wachstumsschub erwartet Bittrich bei Real Estate Debt aufgrund regulatorischer Änderungen. „Da ist jetzt richtig Musik drin!“
22 Minuten
Alle Blicke richten sich auf die Pläne der Europäischen Zentralbank (EZB), die Inflation mit Zinserhöhungen und einer strafferen Geldpolitik zu stoppen. Allerdings seien ihr die Hände gebunden, sagt Hanno Beck, Professor für Volkswirtschaftslehre, Buchautor und Wirtschaftsjournalist, im aktuellen Hedgework-Talk: „Die EZB weiß, wenn sie die Zinsen erhöht, um die Inflation zu stoppen, bekommen wir eine Euro-Staatschuldenkrise.“ Ein Zielkonflikt, der kaum zu lösen sei. Jetzt räche sich, dass der Geburtsfehler der Währungsunion, die fehlende Harmonisierung von Steuer- und Schuldenpolitik in Europa, nie geheilt wurde. „Wir haben eine monetäre Staatsfinanzierung durch die EZB, was nie hätte passieren dürfen. Die aktuelle Euro-Staatsverschuldung kann im Prinzip nur gestoppt werden, wenn die Währungsunion scheitert.“ Nötig wäre eine ergebnisoffene, ehrliche Diskussion und kein „Weiter so“ mit öffentlicher Schuldenfinanzierung.
18 Minuten
Plattformen sind weiterhin das erfolgreichste Geschäftsmodell der digitalen Ökonomie, sagt Dr. Holger Schmidt, der Digitale Transformation an der TU Darmstadt lehrt und einen Plattform-Index entwickelt hat, im aktuellen Hedgework-Talk. Amazon, Airbnb oder Alibaba aus China vermitteln zwischen Anbietern und Nachfragern und konnten in der Vergangenheit rasant wachsen. Durch die Zinswende und Rezessionsgefahren sind die Kurse vieler börsennotierter Plattformen unter die Räder gekommen. „Das betrifft vor allem die unprofitablen Unternehmen, die großen Plattformen werden durch ihre Cash-Reserven in der aktuellen Krise noch stärker“, sagt Schmidt, der sich als „Netzökonom“ einen Namen gemacht hat. Aktuell schaut Schmidt besonders auf Plattform-Unternehmen, die ihre Daten mit Hilfe von Künstlicher Intelligenz auswerten. „Damit lassen sich Vorhersagen über den Absatz von Produkten treffen, das ist eine ganz neue Art des Wirtschaftens“, sagt Schmidt.
20 Minuten
Mikrofinanzfonds liefern ihren Investoren nicht nur Rendite in Form von monetären Zuflüssen. Sie haben auch eine soziale Komponente, die vielen Anlegern ebenso wichtig ist. Michael Zink, Chief Customer Officer von Invest in Visions, erläutert im aktuellen Hedgework-Talk, dass sich das Umfeld für Mikrofinanzfonds derzeit kräftig wandelt. So konnte die Anlageklasse Mikrofinanz in den vergangenen Jahren vom Niedrigzinsumfeld und von der Umleitung der Finanzströme hin zu nachhaltigen Anlageformen profitieren. Inzwischen hat sich das makroökonomische Umfeld aber deutlich verändert. Die Renditen am langen Ende der Zinskurve steigen, die Inflationsraten in den USA und Europa haben deutlich angezogen. Dazu kommen Lieferengpässe wegen Covid und geopolitischer Sondersituation wie der russischen Aggression gegen die Ukraine. Im Podcast erklärt Michael Zink, warum trotz dieser Umstände die Anlageklasse Mikrofinanz eine ertragsoptimierende oder risikoreduzierende Portfoliobeimischung sein kann. Invest in Visions wurde 2006 von Edda Schröder gegründet.
20 Minuten
Kaum ein anderer Hedgefonds-Manager hat seine Strategien so stark auf volatile Kapitalmärkte ausgerichtet wie Roy Niederhoffer, Gründer der gleichnamigen New Yorker Investmentboutique. „Unsere kurzfristigen quantitativen Trading-Systeme haben in Marktkrisen stets sehr gute Performance geliefert, auch aktuell – ich liebe Volatilität“, sagt Niederhoffer im Hedgework-Talk mit Uwe Lill. Sowohl das Flaggschiff, das 1993 gestartete Diversified Program, als auch der in Europa zugelassene KLS Niederhoffer Smart Alpha Fund haben in den vergangenen Jahren hervorragende Renditen geliefert. Grundlage der Trading-Algorithmen sind Lehren aus der Verhaltensökonomie. „Menschen handeln emotional, das können wir ausnutzen“, stellt Niederhoffer fest. Roy Niederhoffer hat 60 menschliche Verhaltensweisen analysiert und in Trading-Algorithmen umgesetzt. Gehandelt wird in über 40 Märkten von Anleihen über Währungen und Rohstoffe bis hin zu Aktien.
22 Minuten
Im Grunde gehören Hedgefonds in jedes Portfolio, ist Marcus Storr, Head of Alternative Investments bei FERI Trust, überzeugt. Im Hedgework-Talk mit Uwe Lill erklärt Storr, weshalb aktuell vor allem Hedgefonds-Strategien wie Trendfollower (CTA) oder Arbitrage zuverlässig attraktive Renditen liefern. Für Investoren gibt es zudem eine Möglichkeit, sich bei jungen, schnell wachsenden Hedgefonds gleich mit zwei Einnahmequellen zu beteiligen. Wie dieses „Acceleration Capital“-Modell genau funktioniert, erklärt Marcus Storr im Interview.
20 Minuten
Der deutsche Spezialist für Fremdkapitalinvestments Robus Capital Management profitiert von der Zinswende an den Kapitalmärkten, erläutert Geschäftsführer Dieter Kaiser im Hedgework Talk mit Uwe Lill: „Wir schauen sehr positiv in die Zukunft, wir können hohe Renditen generieren in einem volatilen Umfeld.“ Robus Capital ist spezialisiert auf Fremdkapitalinstrumente für mittelständische Unternehmen. Bis vor kurzem war der Mittelstand verwöhnt mit angebotenem Fremdkapital, jetzt ist der Wendepunkt zu höheren Zinsen vollzogen, betont Kaiser: „Robus Capital kann aktuell bei vergleichbarem Risiko zwei Prozentpunkte Rendite pro Jahr mehr generieren, nach vorne gerichtet.“ Robus Capital bietet Kreditfonds als offene und geschlossene Strukturen mit verschiedenen Investitions-Schwerpunkten an.
21 Minuten
Die unglaubliche Dynamik bei Krypto-Projekten hat nach Ansicht von Claus Hilpold von der L1 Digital AG in der Schweiz zwei Gründe: „Im dezentralen Krypto-Universum muss sich keiner um einen Job bewerben, sondern kann einfach loslegen.“ Der zweite Grund hat nach Ansicht von Hilpold mit der Incentivierung zu tun: „Jeder Beteiligte – die Programmierer oder auch die Nutzer, für das Bereitstellen der Infrastruktur – wird mit Tokens entlohnt, während bei zentralen Projekten nur das Management und die Aktionäre verdienen“, stellt Hilpold klar. Im Gespräch mit Uwe Lill im 30. Hedgework Talk erläutert Hilpold diese Vorteile am Beispiel des Aave-Projekts. Dort können Nutzer für ihre Einlagen Zinsen erhalten, oder verzinste Kredite aufnehmen – ganz ohne zentralen Bankdienstleister.
21 Minuten
Für Dimitri Speck, Mit-Gründer der Investmentboutique Seasonax Capital aus Wien, stehen die Kapitalmärkte vor einer Zäsur: „Es hat ein neues Zeitalter an den Märkten angefangen, das Anleihen und hoch bewertete Aktien bestrafen und in den kommenden Jahren Rohstoffe favorisieren wird“, sagt Speck im aktuellen Hedgework-Talk mit Uwe Lill. Die Gründe für diese Entwicklung sind vielfältig: Die Sanktionen wegen des russischen Angriffs auf die Ukraine treiben die Rohstoffpreise in die Höhe, aber das ist nur ein Argument. Auch die bereits massiv gestiegene Geldmenge und die Verschuldung vielerorts tragen dazu bei. Zudem sind die Rohstoffpreise nach Ansicht von Speck im Vergleich zu anderen Anlageklassen aus langfristiger Perspektive als noch relativ niedrig zu bewerten.
20 Minuten
Gut gemeint ist oft das Gegenteil von gut gemacht. Das scheint auf die Regulierung zuzutreffen, mit denen Kriterien für nachhaltig ausgerichtete Fonds festgelegt werden. Thomas Richter, Hauptgeschäftsführer des Deutschen Fondsverbands BVI, spricht im Hedgework-Talk mit Uwe Lill aufgrund zahlreicher, teils widersprüchlicher Regelwerke von einem „babylonischen Durcheinander“. Beispielsweise dürfen Fonds, die nach Artikel 8 Offenlegungsverordnung heute als „nachhaltig“ bezeichnet werden, – nach aktuellem Stand – ab August 2022 nicht im Sinne der Finanzmarktrichtlinie MiFID II als „nachhaltig“ verkauft werden. Viele offene Fragen bestehen nach Ansicht von Richter auch bei der sozialen Taxonomie, die gerade verhandelt wird. „Hier geht es um ethische Standards, da kann man keinen Konsens verordnen“, sagt Richter.
19 Minuten
Trotz aller Schwankungen in den vergangenen Wochen besitzen Kryptoassets einen großen Vorteil: „Sie vermeiden vor allem die Geldentwertung, die klassische Zentralbank-Währungen langfristig zeigen“, sagt Michael Althof, Portfoliomanager beim Alternative Investment Fund Manager Royalton Partners im aktuellen Hedgework-Talk. Um Kryptoassets für institutionelle Investoren investierbar zu machen, haben Althof und ein Team um Professor Wolfgang Härdle von der Humboldt-Universität in Berlin eine eigene Benchmark entwickelt: „Der Royalton CRIX ist der einzige Krypto-Index, der wissenschaftlich basiert und dynamisch den Gesamtmarkt abbildet“, hebt Härdle hervor. Royalton Partners plant, in Abstimmung mit den Regulierungsbehörden, Anlageprodukte auf den Markt zu bringen, die den Royalton CRIX abbilden.
19 Minuten
Den CO2-Fußabdruck genau zu bestimmen, ist für Christian Schwehm, Gründer von Calcolution, ein ernstes Anliegen. Im Gespräch mit Hedgework-Gastgeber Uwe Lill beschreibt der Wirtschaftsmathematiker, dass die bisherigen Konzepte zu grob sind. Deshalb hat Schwehm, bis vor kurzem bei Quoniam als Product Owner für die Neuentwicklung der Quoniam Investmentplattform tätig, einen „Stakeholder Carbon Footprint“ entwickelt. Dann werden zum Beispiel die CO2-Emissionen, die bei einer Autofahrt entstehen, nicht nur dem Fahrzeug zugerechnet. „Der Autohersteller, die Werkstatt, die Straßenbauer, es gibt viele Beteiligte – Stakeholder –, die ihre Emissionen reduzieren können“, sagt Schwehm. Wichtig ist ihm der kooperative Ansatz: „Es bringt gar nichts, mit dem Finger auf andere zu zeigen, jeder sollte seine Emissionen reduzieren.“ Aktuell sucht Schwehm nach Unternehmen, die bereit sind, bei der Berechnung ihres Stakeholder Carbon Footprint mitzuarbeiten!
22 Minuten
Auch im vergangenen Jahr haben institutionelle Investoren ihre Allokation mit Alternativen Investments wieder deutlich erhöht. „Ein wichtiger Grund für eine Investition war das attraktive Rendite-Risiko-Verhältnis von Alternativen Investment gerade im Niedrigzinsumfeld“, sagt Frank Dornseifer, Geschäftsführer des Bundesverbandes Alternative Investments (BAI) im Hedgework Talk mit Uwe Lill.
20 Minuten
Bereits im März 2021 hatte Hanno Beck, Professor für Volkswirtschaftslehre, Buchautor und Wirtschaftsjournalist, im 4. Hedgework Talk vor einer deutlich steigenden Inflation gewarnt. Die aktuellen Inflationsraten von bis zu 7% in den USA überraschen ihn daher nicht. Mit Hedgework-Gastgeber Uwe Lill diskutiert Professor Beck unter anderem, wie die Zentralbanken auf die gestiegene Inflation reagieren könnten. Es werde spannend sein zu beobachten, ob die Europäische Zentralbank (EZB) die Zinsen erhöhe, um die Inflation zu bekämpfen: „Wenn die EZB die Zinsen erhöht, könnten einige Euro-Länder massive Schwierigkeiten bekommen und ihre Staatsschulden nicht zurückzahlen.“
Hedgework-Talk rund um alternative, digitale und nachhaltige Investments

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Hedgework-Interviews rund um alternative, nachhaltige und digitale Investments