Radetzkystrasse 1 Archiv
115 Episoden
34 Minuten
Direkt beim Steinbruch Tiergarten und der Autobahn A3 in Mels im Kanton St. Gallen in der Ost-Schweiz steht es: ein kleines Häuschen. Laut dem Bundesamt für Straßen rauschen täglich rund 40.000 Motorenfahrzeuge an ihm vorbei, dazu kommen dutzende Züge. Eingebettet zwischen Straße und Schienenstrang und derart hoch frequentiert kämpft das kleine Häuschen auf dem Gelände eines 170 Jahren alten Steinbruchs seit vielen Jahren noch im Zerfallen tapfer gegen die Zeit.
Die spannende Kunst- und Literaturinitiative «Oh, Darling, du zerfällst mir sehr» hat sich dem Häuschen, seinem Zerfall und dem alten Steinbruch mit leidenschaftlichem Forscherdrang hingegeben. In der Radetzkystrasse 1 spricht die Schweizer Autorin und Initiatorin des Projektes Andrea Keller mit Frauke darüber, was sich dabei alles unerwartet an die Oberfläche gespielt hat oder aus den Tiefen geborgen und freigelegt wurde. Ein kurzweiliges Gespräch über die Ruhe der Ewigkeit, das Vergängliche und den Gedanken, dass wir alle Zeit weder verlieren noch gewinnen können.
Im Anschluss an das Gespräch hört ihr Gedichte von Tanja Kummer, Gabriella Alvaraz-Hummel, Barbara Schibli und Martina Caluori, die im Rahmen des Projektes entstanden sind.
Vielen Dank für dieses so schöne Gespräch, liebe Andrea!
Oh Darling, du zerfällst mir sehr!
Die spannende Kunst- und Literaturinitiative «Oh, Darling, du zerfällst mir sehr» hat sich dem Häuschen, seinem Zerfall und dem alten Steinbruch mit leidenschaftlichem Forscherdrang hingegeben. In der Radetzkystrasse 1 spricht die Schweizer Autorin und Initiatorin des Projektes Andrea Keller mit Frauke darüber, was sich dabei alles unerwartet an die Oberfläche gespielt hat oder aus den Tiefen geborgen und freigelegt wurde. Ein kurzweiliges Gespräch über die Ruhe der Ewigkeit, das Vergängliche und den Gedanken, dass wir alle Zeit weder verlieren noch gewinnen können.
Im Anschluss an das Gespräch hört ihr Gedichte von Tanja Kummer, Gabriella Alvaraz-Hummel, Barbara Schibli und Martina Caluori, die im Rahmen des Projektes entstanden sind.
Vielen Dank für dieses so schöne Gespräch, liebe Andrea!
Oh Darling, du zerfällst mir sehr!
30 Minuten
Eine kleine Dorfbibliothek hat andere Herausforderungen zu meistern, als eine Landesbibliothek. Als die Sozialpädagogin Margit Brunner Gohm vor zehn Jahren die Leitung der Bibliothek Satteins übernahm, nutzte sie die Gelegenheit hier eine eher antiquariatsmäßig geführte Bibliothek aus ihrem Dornröschenschlaf aufzuwecken und in eine moderne Bibliothek zu verwandeln. Es geht um Chancengleichheit, Antidiskriminierung, Nachhaltigkeit, Umweltschutz und ein gutes Miteinander. Auch eine Bibliothek am Land, die anders genutzt wird, als in der Stadt kann Wertehaltungen vermitteln und sozialpolitisches Engagement zeigen, findet Margit Brunner Gohm. Im Gespräch mit Jenny redet sie über die wichtige Rolle, die Bibliotheken als dritter Raum in der Gesellschaft einnehmen, über Leseförderung bei Kindern und Jugendlichen und über ihr Kindersachbuch „Anna und Paul entdecken Vorarlberg“, das sie mit großem Aufwand selbst publizierte.
Vielen Dank für das schöne Gespräch, Margit Brunner Gohm!
Vielen Dank für das schöne Gespräch, Margit Brunner Gohm!
35 Minuten
Er hat 2024 den Hans Christian Andersen Award für sein Lebenswerk erhalten, den renommiertesten internationalen Kinderbuchpreis. Mit mehr als 150 Gedichten, Kurzgeschichten und Erzählungen für Kinder bereichert Heinz Janisch jung und alt. Weil sein Großvater stets mit ihm Wolkenbilder angeschaut hatte, wurde Heinz Janisch Geschichtenerzähler. Seine Ideen fliegen ihm zu, landen auf Zetteln und in eigens dafür hergerichteten Schatzkisten, bis sie schließlich in die Köpfe der Kinder fliegen. Heinz Janisch geht mit Buchstaben, Wörtern und Sprache so leichtfüßig und verspielt um, wie kaum ein anderer Kinderbuchautor. Mit seinem ORF Format „Menschenbilder“ hat er ungewöhnliche, berühmte und ausgezeichnete Menschen interviewt und genoss es, ihren Lebensgeschichten stundenlang zuzuhören. Als Autor liebt er es dagegen, wenn die Kinder ihm Fragen stellen: „Warum bist du alt? Hast du eine Katze und wieso hast du lange Haare?“ Über die Magie der Sprache und warum es nicht schadet, die Fantasie zu trainieren, redet Jenny mit Heinz Janisch in der Radetzkystrasse 1.
Vielen Dank für das angenehme und inspirierende Gespräch, Heinz Janisch.
Und vielen Dank der Stadtbücherei Bregenz, die uns ihre Räumlichkeiten und ihre Zeit für dieses Interview geliehen haben.
Vielen Dank für das angenehme und inspirierende Gespräch, Heinz Janisch.
Und vielen Dank der Stadtbücherei Bregenz, die uns ihre Räumlichkeiten und ihre Zeit für dieses Interview geliehen haben.
44 Minuten
Der letzte Abend eines jungen Paares im hochsommerlichen Hannover kurz vor dem Umzug nach Berlin. Noch einmal sollen alle Freund:innen zusammenkommen, um gemeinsam Abschied zu feiern. Doch der Abend verläuft anders als geplant. Erst verbrennt die Lasagne, geladene Gäste sagen kurzfristig ab, ungeladene stehen plötzlich vor der Tür und sitzen schließlich am Tisch. Rund um diese turbulente Szenerie offenbaren sich von Minute zu Minute die wunden Punkte aller Figuren dieses Kammerspiels und es faltet sich das fragile Beziehungsgeflecht zwischen Lisa und Clemens auf.
Der Vorarlberger Schauspieler und Drehbuchautor Sebastian Jakob Doppelbauer schrieb gemeinsam mit Lukas Nathrath das Drehbuch und übernahm mit der Figur Clemens eine der beiden Hauptrollen. Ein nuancenreiches Spiel, das ihm prompt eine Nominierung als Bester Nachwuchsschauspieler beim Max Ophüls-Preis 2023 einbrachte. In der Radetzkystrasse 1 spricht Sebastian mit Frauke nicht nur über das Schauspiel und die Sprache, sondern auch darüber, was es bedeutet, mit knappen Mitteln, ein Drehbuch in drei Wochen zu schreiben, einen Film in vier Wochen zu drehen und warum gerade dann Preise ein Game Changer sein können.
Vielen Dank für das schöne Gespräch, Sebastian Jakob Doppelbauer!
Der Vorarlberger Schauspieler und Drehbuchautor Sebastian Jakob Doppelbauer schrieb gemeinsam mit Lukas Nathrath das Drehbuch und übernahm mit der Figur Clemens eine der beiden Hauptrollen. Ein nuancenreiches Spiel, das ihm prompt eine Nominierung als Bester Nachwuchsschauspieler beim Max Ophüls-Preis 2023 einbrachte. In der Radetzkystrasse 1 spricht Sebastian mit Frauke nicht nur über das Schauspiel und die Sprache, sondern auch darüber, was es bedeutet, mit knappen Mitteln, ein Drehbuch in drei Wochen zu schreiben, einen Film in vier Wochen zu drehen und warum gerade dann Preise ein Game Changer sein können.
Vielen Dank für das schöne Gespräch, Sebastian Jakob Doppelbauer!
45 Minuten
Die rötlich leuchtende Hausfassade ist bereits aus der Entfernung gut zu erkennen. Etwas näher offenbart sich ein warm erleuchtetes Schaufenster, mit schönsten Büchern in der Auslage. Über der schmalen Eingangstreppe hängt ein altmodisch anmutendes Schild mit der Aufschrift: Edition Moderne. Avantgarde seit 1981 - der Klassiker. In einer kleinen Seitenstraße mitten in der Weltstadt Zürich ist hier mit der Edition Moderne der älteste unabhängige Comic Verlag des deutschsprachigen Raumes und der einzige der Deutschschweiz zu Hause. Ein Verlag der sich mit Haut und Haar der narrativen Zeichnung verschrieben hat und mit seinem Programm weltbekannte und preisgekrönte Comic- und Graphic Novel-Autor:innen ebenso wie spannende Newcomer:innen vertritt.
In der Radetzkystrasse 1 berichtet Julia Marti, die den Verlag gemeinsam mit Marie-France Lombardo leitet, über das Glück und die Herausforderungen der Verlagsführung in der Comicbranche, über Buchgestaltung und die Zusammenarbeit mit Autor:innen, über Panels und Gutter und über ein Crowdfunding, das als Liebeserklärung verstanden werden darf.
Vielen Dank für das feine Gespräch, Julia Marti!
www.editionmoderne.ch
Lika Nüssli: Starkes Ding
Lucas Harari: Der Magnet
Matthias Gnehm: Gläserne Gedanken
Rina Jost: Weg
Jaques Tardi: Ich, René Tardi, Kriegsgefangener im Stalag IIB
Sheree Domingo, Patrick Spät: Madame Choi und die Monster
Marjane Satrapi: Persepolis
Nando von Arb: Fürchten lernen
Hier geht’s zu Julias exklusiven Graphic Novel-Tipp!
Foto Anne Morgenstern
In der Radetzkystrasse 1 berichtet Julia Marti, die den Verlag gemeinsam mit Marie-France Lombardo leitet, über das Glück und die Herausforderungen der Verlagsführung in der Comicbranche, über Buchgestaltung und die Zusammenarbeit mit Autor:innen, über Panels und Gutter und über ein Crowdfunding, das als Liebeserklärung verstanden werden darf.
Vielen Dank für das feine Gespräch, Julia Marti!
www.editionmoderne.ch
Lika Nüssli: Starkes Ding
Lucas Harari: Der Magnet
Matthias Gnehm: Gläserne Gedanken
Rina Jost: Weg
Jaques Tardi: Ich, René Tardi, Kriegsgefangener im Stalag IIB
Sheree Domingo, Patrick Spät: Madame Choi und die Monster
Marjane Satrapi: Persepolis
Nando von Arb: Fürchten lernen
Hier geht’s zu Julias exklusiven Graphic Novel-Tipp!
Foto Anne Morgenstern
42 Minuten
Die Radetzkystrasse 1 ist zurück und macht gleich zum Auftakt einen Ausflug in die Schweiz! Wir sind zu Gast in St. Gallen und treffen die Schweizer Künstlerin Lika Nüssli in ihrem Atelier. Frauke spricht mit der preisgekrönten, leidenschaftlichen Grenzgängerin zwischen verschiedensten Kultursparten. Neben ihrer Aktions- und Videokunst, der Malerei oder einem Daumenkino für das Literaturhaus Vorarlberg, lässt sie auch als Autorin in ihren Graphic Novels Bild und Text auf eindrückliche Weise aufeinandertreffen.
Nachdem ihr Comic ‘Vergiss dich nicht’ intensive Bilder für ihre an Demenz erkrankte Mutter und damit für das Erinnern und Vergessen schafft, erzählt ihre aktuelle Graphic Novel ‘Starkes Ding’ die Kindheits- und Jugendjahre ihres Vaters in der Schweiz. Mit 11 Jahren wird Ernst Nüssli als Kinderknecht, als Verdingkind gegen Bezahlung auf den Hof eines fremden Bauern gegeben. Es folgen entbehrungsreiche Jahre, die sich tief in die Biographie und das Wesen des Vaters eingeschrieben haben. Mitten im Lockdown, hunderte Kilometer voneinander entfernt, kommen Lika und ihr Vater am Telefon über seine Vergangenheit ins Gespräch. Es entspinnt sich ein langandauernder intensiver Dialog, aus dem die Idee für das ‘Starke Ding’ entspringt und in dem die Tochter ihrem Vater als Junge und schließlich sich selbst nachspürt.
Vielen Dank Lika Nüssli für das bewegende Gespräch!
Die Radetzkystrasse 1 erscheint jetzt für euch alle zwei Wochen, dafür aber mit längeren Gesprächen. Einverstanden?
https://likanuessli.ch
https://www.editionmoderne.ch
https://www.editionmoderne.ch/buch/starkes-ding/
https://vexer.ch/products/vergiss-dich-nicht
https://literatur.ist/event/daumenkino-sich-und-der-sprache-begegnen/
Nachdem ihr Comic ‘Vergiss dich nicht’ intensive Bilder für ihre an Demenz erkrankte Mutter und damit für das Erinnern und Vergessen schafft, erzählt ihre aktuelle Graphic Novel ‘Starkes Ding’ die Kindheits- und Jugendjahre ihres Vaters in der Schweiz. Mit 11 Jahren wird Ernst Nüssli als Kinderknecht, als Verdingkind gegen Bezahlung auf den Hof eines fremden Bauern gegeben. Es folgen entbehrungsreiche Jahre, die sich tief in die Biographie und das Wesen des Vaters eingeschrieben haben. Mitten im Lockdown, hunderte Kilometer voneinander entfernt, kommen Lika und ihr Vater am Telefon über seine Vergangenheit ins Gespräch. Es entspinnt sich ein langandauernder intensiver Dialog, aus dem die Idee für das ‘Starke Ding’ entspringt und in dem die Tochter ihrem Vater als Junge und schließlich sich selbst nachspürt.
Vielen Dank Lika Nüssli für das bewegende Gespräch!
Die Radetzkystrasse 1 erscheint jetzt für euch alle zwei Wochen, dafür aber mit längeren Gesprächen. Einverstanden?
https://likanuessli.ch
https://www.editionmoderne.ch
https://www.editionmoderne.ch/buch/starkes-ding/
https://vexer.ch/products/vergiss-dich-nicht
https://literatur.ist/event/daumenkino-sich-und-der-sprache-begegnen/
25 Minuten
Für Ingrid Maria Kloser liegt die Faszination im Dazwischen, in dem, was zwischen den Zeilen passiert, in der Stille, die sich in einem Gespräch ausbreiten kann, bevor ein Wort – die Sprache - die Lücke wieder füllt. Mit einem feinen Gespür für dieses Zwischenmenschliche und die stillen Übergänge des Alltäglichen hat sie ihre Erzählung “Jakob geht Heim” (2022, Kollektiv Verlag) verfasst und spricht mit Jenny Spiegel über Geschichten, die im Verborgenen liegen, wie die Niemandskinder – Kinder marokkanischer Soldaten – die auch in Vorarlberg existierten und dennoch tabuisiert wurden.
Danke, Ingrid Maria Kloser, für das feine Gespräch!
Wir verabschieden uns mit dieser Folge in die Weihnachtspause und freuen uns auf ein Wiederhören mit euch in 2024!
Danke, Ingrid Maria Kloser, für das feine Gespräch!
Wir verabschieden uns mit dieser Folge in die Weihnachtspause und freuen uns auf ein Wiederhören mit euch in 2024!
31 Minuten
Er hatte nie die Absicht, Moderator oder Radiostimme zu werden, und kann auch nicht genau sagen, wie es eigentlich dazu gekommen ist. Aber Dominic Dapré kann genau erklären, warum Podcasts so erfolgreich sind und worauf es bei einem guten Podcast ankommt. Er ist eine der Stimmen des "Guten Morgen"-Teams von ORF Radio Vorarlberg und unterhält wöchentlich zusammen mit seinem Kollegen Christian Suter die Zuhörer:innen im sogenannten Laber-Podcast "Kaktuskuscheln". In dieser Folge plaudert er auch mit Jenny Spiegel über Authentizität, die Freude am Zuhören und die "writers:class on air" an der HAK Lustenau, bei der er als Referent tätig sein durfte und die ihn schon mehr als einmal überrascht hat.
Vielen Dank für das unterhaltsame Gespräch, Dominic Dapré!
Vielen Dank für das unterhaltsame Gespräch, Dominic Dapré!
28 Minuten
Als eine von 100 Autor:innen publiziert Nora Bendzko in dem Wörterbuch “Vielfalt. Das andere Wörterbuch” (Duden, 2023). Ihr Wort ist “Mischling”. Ein Begriff mit dem sie sich als junge deutsche Frau mit marokkanischen Wurzeln nur schwer identifizieren kann. Nora Bendzko ist Autorin, Sängerin und Lektorin mit dem Schwerpunkt sensitivity reading. Hierbei durchleuchtet sie Texte mit Blick auf rassistische Formulierungen oder kulturelle Vorbehalte, die zu einem negativen Menschenbild führen, beleidigen und ausgrenzen können. “Ich fühle mich in meiner Arbeit oft missverstanden”, gesteht sie im Gespräch mit Jenny Spiegel und spielt damit auf die feindlichen Reaktionen an, die sie als sensitivity reader durchaus zu spüren bekommt. In der Radetzkystrasse 1 spricht sie über eine zeitgemäße Sprache, wann kulturelle Aneignung geschieht und ob die künstlerische Freiheit durch eine progressive Sprache eingeschränkt wird.
Vielen Dank für das schöne Gespräch, Nora Bendzko!
Vielen Dank für das schöne Gespräch, Nora Bendzko!
25 Minuten
Die Nische rettet ihr Überleben, erklärt Anna Kindermann im Gespräch mit Jenny Spiegel. Nächstes Jahr feiert der Kindermann Verlag das 30-jährige Bestehen und blickt auf eine spannende Geschichte im Kinderbuchsektor zurück. Verlagsgründerin Barbara Kindermann wollte Weltliteratur für Kinder zugänglich machen. Ausschlaggebend für die Idee war damals ihre Tochter Anna Kindermann, die den Verlag vor drei Jahren übernommen und um die Reihen "Sagen für Kinder", "modernes Bilderbuch" und "Kinder entdecken berühmte Leute" erweitert hat. Anna Kindermann erzählt in der Radetzkystrasse 1, wie es ihr gelingt, Klassiker der Weltliteratur wie E.T.A. Hoffmanns "Der Sandmann", William Shakespeares "Der Sturm" oder Johann Wolfgang von Goethes "Der Zauberlehrling" kindgerecht umzuschreiben und Sagen wie "Der gehörnte Siegfried" von Gustav Schwab neu zu erzählen ("Siegfried, der Drachentöter", 2023, Kindermann Verlag).
Vielen Dank für das schöne Gespräch, Anna Kindermann!
Vielen Dank für das schöne Gespräch, Anna Kindermann!
21 Minuten
Großes Heimweh hat Marlene Kilga dazu gebracht in Kanada Kriminalgeschichten über einen Feldkircher Inspektor zu schreiben. „Es war, wie ein kleiner Heimatbesuch“, erklärt sie im Gespräch mit Jenny Spiegel. Chefinspektor Finster, Inspektor Schwärzler , Abteilungsinspektorin Fleur Günther und Martha, die Figur, die große Parallelen zu Marlenes Welt aufzeigt, sind die Hauptfiguren der Kriminalromane, die in und um Feldkirch spielen. Meistens sind die Fälle mit einem lokalen Mythos, einer Sage oder einer ungeklärten Begebenheit verknüpft und machen die Geschichten mythisch-schaurig, trotz dem für das Genre typischen Spiel mit Fakten. In der Radetzkystrasse 1 lässt Marlene Kilga einen Blick hinter die Kulissen ihres Schreibprozesses blicken, erzählt davon, wie die Einsamkeit im Ausland sie zum Schreiben gebracht hat und lässt uns spüren, wie spannend der Weg für angehende Autor:innen sein kann.
Vielen Dank für das schöne Gespräch, Marlene Kilga!
Vielen Dank für das schöne Gespräch, Marlene Kilga!
26 Minuten
Mit dem Wunsch, einem geschriebenen Text mehr Aufmerksamkeit zu schenken, startete Doris Büchel die 'Edition: Onepage' – das Magazin, das auch ein Plakat ist. „Am besten eine Seite, ein Text, ein Gedicht“, sagt sie im Gespräch mit Jenny Spiegel in der Radetzkystrasse 1. Sie ist eine Schreiberin, die auf ihrem Weg schon durch mehrere Zimmer gegangen ist, um auf das Format zu stoßen, das sie am liebsten bedient: Das Memoir. Außerdem bietet sie würdezentrierte Therapie im Hospiz Werdenberg an. Bei dieser Methode verfasst sie Briefe und Geschichten für Menschen, die schwer krank sind und das Bedürfnis haben, ihre eigene Geschichte festzuhalten. Doris Büchel hört zu, stellt Fragen und dokumentiert auf eine sensible und respektvolle Art und Weise die Worte und Geschichten von schwerkranken Patient:innen. Im Podcast erzählt Doris, wann sich die eigentliche Magie der eigenen Geschichte entfaltet und welche Kraft Sprache in dem Moment für sie und für alle Zuhörenden hat.
Vielen Dank für das nette und offene Gespräch, liebe Doris.
Vielen Dank für das nette und offene Gespräch, liebe Doris.
35 Minuten
Die Kinder machen Matura, werden flügge und verlassen die Familienwohnung. Damit beginnt nicht nur ein neuer Lebensabschnitt für die Heranwachsenden, sondern auch für ihre Mutter, die nun aus der zu großen Wohnung in eine kleinere umziehen muss. Es gilt die Habseligkeiten und damit auch die Erinnerungen auszusortieren. Was darf mit umziehen? Was wird verkauft? Was verschenkt? Was entsorgt?
Mit ihrem aktuellen Buch 'Eine vollständige Liste aller Dinge, die ich vergessen habe' fügt die Autorin Doris Knecht ihrer Werkliste nicht nur ganz sicher einen weiteren Beststeller hinzu, sondern auch einen Buchtitel, der irritiert und in Erinnerung bleibt. In der Radetzkystrasse 1 spricht die bekannte Falter-Kolumnistin mit Frauke Kühn über das Vergessen und das Verzeihen, darüber, wie man Erinnerungen auf die Waage legt, welchen wunderbaren Einfluss Hunde auf nestflüchtige Kinder haben können und darüber, was es für den Schreibprozess bedeutet, wenn biographische mit fiktionalen Momenten in Berührung gehen.
Vielen Dank für das nette Gespräch, Doris Knecht!
Mit ihrem aktuellen Buch 'Eine vollständige Liste aller Dinge, die ich vergessen habe' fügt die Autorin Doris Knecht ihrer Werkliste nicht nur ganz sicher einen weiteren Beststeller hinzu, sondern auch einen Buchtitel, der irritiert und in Erinnerung bleibt. In der Radetzkystrasse 1 spricht die bekannte Falter-Kolumnistin mit Frauke Kühn über das Vergessen und das Verzeihen, darüber, wie man Erinnerungen auf die Waage legt, welchen wunderbaren Einfluss Hunde auf nestflüchtige Kinder haben können und darüber, was es für den Schreibprozess bedeutet, wenn biographische mit fiktionalen Momenten in Berührung gehen.
Vielen Dank für das nette Gespräch, Doris Knecht!
42 Minuten
Der Hohenemser Künstler Lorenz Helfer hält in seinen Werken immer wieder die scheinbar flüchtige Bewegung an. Vor allem mit Öl, aber auch mit Dispersionsfarbe begibt er sich auf die andauernde ruhige Suche nach dem Neuen, der Herausforderung. Stets in der Andeutung verbleibend lässt er Darstellungen mit detailpräziser Wirkung entstehen. Er reduziert das Gesehene auf wenige Striche, malt das Licht, pointiert mit Farbe, malt und übermalt.
Für das Literaturhaus Vorarlberg hat sich Lorenz Helfer im Rahmen der Daumenkino-Kollektion ‚Großes kleines Kino‘ zu einer Miniatur einladen lassen. Mit Kugelschreiber und rotem Buntstift spürt Lorenz Helfer in den 50 Bildern seines Daumenkinos ‘Wortgefecht’ dem Moment nach, in dem Sprache Menschen in die Begegnung führt und Raum für Berührung schafft.
In der Radetzkystrasse 1 spricht Lorenz Helfer gemeinsam mit Frauke über seine überdimensionale Hausfassadenkunst und über die Herausforderungen des Mikroformats Daumenkino, mit dem er erste Erfahrungen bereits zu Schulzeiten im Religionsunterricht sammelte.
Er erzählt, welche der Charaktereigenschaften von Sprüh-, Dispersions- und Ölfarbe ihn faszinieren, wo man in Vorarlberg heute noch ein echtes Helfer-Graffiti sehen kann und von der Einschränkung, die ihm immer wieder die größte Inspiration ist.
Danke für das schöne Gespräch, Lorenz!
Für das Literaturhaus Vorarlberg hat sich Lorenz Helfer im Rahmen der Daumenkino-Kollektion ‚Großes kleines Kino‘ zu einer Miniatur einladen lassen. Mit Kugelschreiber und rotem Buntstift spürt Lorenz Helfer in den 50 Bildern seines Daumenkinos ‘Wortgefecht’ dem Moment nach, in dem Sprache Menschen in die Begegnung führt und Raum für Berührung schafft.
In der Radetzkystrasse 1 spricht Lorenz Helfer gemeinsam mit Frauke über seine überdimensionale Hausfassadenkunst und über die Herausforderungen des Mikroformats Daumenkino, mit dem er erste Erfahrungen bereits zu Schulzeiten im Religionsunterricht sammelte.
Er erzählt, welche der Charaktereigenschaften von Sprüh-, Dispersions- und Ölfarbe ihn faszinieren, wo man in Vorarlberg heute noch ein echtes Helfer-Graffiti sehen kann und von der Einschränkung, die ihm immer wieder die größte Inspiration ist.
Danke für das schöne Gespräch, Lorenz!
24 Minuten
Es ist klein, quirlig, flauschig, frech, neugierig, fast immer hungrig und verfügt über phantastische Fähigkeiten – wenn es sich denn richtig gut ernährt. Die Rede ist vom kleinen Schmeck. Seit Sommer 2023 fliegt, hüpft, rennt und turnt es durch die Schulklassen der Vorarlberger Volksschulen. Erdacht von der Kinderbuchautorin Jenny Dietrich und illustriert von Lisa Althaus, hat es im Rahmen eines Hörspielprojektes des aks Gesundheit Bregenz nicht nur das Licht der Welt erblickt, sondern blitzschnell die Herzen der Kinder und ihrer Eltern im Sturm erobert. In der Radetzkystrasse 1 erzählt Marlene Brettenhofer, Projektleiterin des aks Gesundheit Bregenz, wie es zu diese außergewöhnliche Kooperation mit dem Literaturhaus Vorarlberg kam, die nicht nur Literatur und Gesundheit verbindet, sondern vor allem darauf zielt, Kinder auf spielerische Weise in das Thema ‚gesunde Ernährung‘ eintauchen zu lassen. Außerdem blickt sie zurück auf die Entstehungsphase und berichtet, wie viele Köpfe, Hände, Kinderstimmen, Profisprecher:innen und Herzen es gebraucht hat, um ein Hörspiel für Kinder zu produzieren. Am Ende kommt dann auch die wichtigste Person, das kleine Schmeck, endlich zu Wort! Freut euch auf ein unterhaltsames und interessantes Gespräch und eine leckere Kostprobe des Hörspiels ‚Das kleine Schmeck‘!
Danke, Marlene, für das schöne Gespräch!
Mehr Infos zum kleinen Schmeck!
Ihr möchtet mehr vom kleinen Schmeck hören? Dann schnell zu YouTube!
Danke, Marlene, für das schöne Gespräch!
Mehr Infos zum kleinen Schmeck!
Ihr möchtet mehr vom kleinen Schmeck hören? Dann schnell zu YouTube!