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Die Börsenminute Archiv

670 Episoden
2 Minuten
Heute ist großer Verfallstag. Man spricht auch vom mehrfachen Hexensabbat, da gleich alle Derivatetypen zugleich an einem Tag verfallen. Was so viel heißt wie, dass heute die Abrechnungspreise für Optionen und Futures auf Einzelaktien und Indizes festgelegt werden, was im Vorfeld Anlass für Spekulationen gibt.  Trends an den Börsen können sich noch beschleunigen, aber normalerweise nur dann, wenn´s schon turbulent zugeht, eine Situation die wir gerade nicht haben.  Bei der Terminbörse Eurex werden beispielsweise von 11:50 bis 12 Uhr die Preise für auslaufende EuroStoxx und Stoxx 50 festgelegt, um 13 Uhr für Dax und TecDax, um 13.05 für für MDax und Xetra-Mittagsauktion und um 17:30 für die Xetra-Schlussauktionen. Ein Hexensabbat findet vier mal im Jahr statt und zwar jeweils am dritten Freitag der Monate März, Juni, September und Dezember. Solche Tage markieren immer wieder Trendwenden an den Börsen. Die Schwankungen sind nicht mehr so stark wie früher. Privatanleger sollten jedenfalls Ruhe bewahren.


#Hexensabbat #Verfallstage #Trendwende #Volatilität #Derivate


Disclaimer:  Alles Gesagte ist nur die persönliche Meinung von Julia Kistner und  daher keine Anlageempfehlung und keine Rechts- noch Steuerberatung. Für  Verluste, die aufgrund von getroffenen Aussagen entstehen, übernimmt die  Autorin, Julia Kistner keine Haftung.


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87 Sekunden
… das gilt meiner Meinung natürlich nicht für die Veranlagung, denn mein Vermögen reduzieren kann ich auch auf angenehmerer Weise als es negativ verzinst auf dem Sparbuch liegen zu lassen. Dennoch bin ich ein großer Verfechter von Bargeld und unterstütze voll und ganz Volksbegehren wie das österreichische für uneingeschränkte Nutzung von Bargeld, das angeblich zwei Wochen nach Auflage bereits über 73.000 Unterschriften einsammeln konnte. Nicht weil ich Schwarzgeld loswerden will oder über sonstige kriminelle Energien verfüge, sondern einfach weil ich noch kein vollständige Vertrauen in die Digitalisierung habe und auch nicht in die Banken. Wenn nur noch Digitalzahlungen möglich sind,  heißt das im Unkehrschluss, dass ich mich kaum gegen Transaktionsgebühren und sonstige Spesen für den Zahlungsverkehr wehren kann, ebenso wenig wie gegen Negativzinsen. Ich kann mein Cashreserven dann nicht mehr, wenn ich wollte in den Sparstrumpf stecken. Oder beim Bauer das Geld für Pferdekarotten abgezählt einfach auf dem Fensterbrett liegen lassen. Gut auf mein Karottengeld zielt die der neue Vorstoß der EU-Kommisarin Maired McGuiness, eine Barzahlungs-Obergrenze von 10.000 Euro einzuführen nicht ab. Aber wehret den Anfängen .....


#Barzahlungs-Obergrenze, #Sparstrumpf, #Maired McGuiness #Cashreserven, #Schwarzgeld


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2 Minuten
In Österreich bekommen Frauen 39 Prozent weniger Pension als die Männer, in der Schweiz liegt die Lücke bei 32 Prozent. Das ist zum einen kein schönes Bild für den rot-weiß-roten Arbeitsmarkt, aber hat auch damit zu tun, dass die erwerbstätige Zeit , in der man Pensionsansprüche sammelt, in Österreich deutlich kürzer ist. Das gesetzliche Pensionsalter der Frau wird in Österreich zwar langsam angepasst und erreicht von derzet 60 im Jahr 2032 dann jenes der Männer von 65 Jahren. In Deutschland liegt das gesetzliche Rentenantrittsalter aber jetzt schon für Männlein und Weiblein bei 67 Jahren. Laut Think Tank Agenda Austria sind Österreichs Frauen daher im Schnitt 26,1 Jahre in Pension, Schweizer Frauen 23,8 Jahre und deutsche Frauen nur 21 Jahre. Fazit: Gerade für Frauen ist es immens wichtig, frühzeitig auch mit Aktieninvestments für sich persönlich vorzusorgen, um ein Leben lang gut zu leben. Ich wünsche mir daher noch mehr Podcast-HörerInnen bei der Bösenminute und Geldmeisterin. Viel Hörvergnügen!


#Frauenpensionen, #Pensionsalter, #Private Vorsorge


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2 Minuten
Weltweit stieg im Pandemiejahr 2020 das private Finanzvermögen um acht Prozent auf den Rekordwert von 250 Billionen Dollar, das sind 205 Billionen Euro, meldet der  Unternehmensberater Boston Consulting. Dazu verhalfen die wachsenden Ersparnisse und steigende Börsenkurse. Auch wurden erstmals Sachwerte wie Grundbesitz oder Gold berücksichtigt. Der Club der Reichen und Superreichen profitierte, Arme wurden ärmer. Nicht zuletzt die Staaten: Laut den Veröffentlichungen des Janus Henderson Sovereign Debt Index stieg die weltweite Staatsverschuldung im Vorjahr um mehr als ein Sechstel ebenfalls auf einen Rekordwert von 62,5 Billionen US-Dollar. Weltweit nahmen die Staaten so viel Schulden auf wie in den vorhergehenden acht Jahren zusammen. Die Wohlhabendsten Bürger dieser Welt könnte sich demnach die Staatsschulden vier Mal leisten.  Bleibt zu hoffen, dass es nicht alle Reichen mit dem Fußballstar Marko Anautovich halten, der zu einem Beamten gesagt haben soll: „Ich verdiene so viel, ich kann dein Leben kaufen.“


#Staatsschulden #Boston Consulting Group #Janus Henderson Sovereign Debt Index #Finanzvermögen #Anautovich


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2 Minuten
Von niedrigem Niveau aus kann man leichter große Sprünge machen. So zählten Energie- und Finanzwerte 2020 zu den Performance-Schlusslichtern und in den ersten beiden Monaten 2021 zu den Gewinnern. Das der Technologie-Index Nasdaq 100 zwar positiv, aber nicht mehr als Überflieger ins neue Jahr startete, ist nach einem Perfomance-Zuwachs auf Eurobasis von 37 Prozent im Jahr 2020 nicht weiter verwunderlich. Hingegen konnten Energie-Titel, die 2020 mit einem Minus von 39 % die größten Verlierer waren in den ersten zwei Monaten 2021 über 31% zulegen. Das Dumme ist nur: Um nach einem Verlust von 39 Prozent das Ausgangsniveau wieder zu erreichen, muss der Kurs schon um 64 Prozent steigen. Auf meiner persönlichen Shopping-Liste stehen jedenfalls Gesundheitstitel. Schließlich werden wir alle älter: Jeder zweite Säugling in den USA wird seinen 100.ten Geburtstag erleben. Und: Pandemie hin oder her, Gesundheitsaktien sind bis data nicht abgehoben, wenn ich etwa an Glaxo Smith Kline denke. 


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83 Sekunden
Die Gewinnsaison in den USA ist zu Ende und sie war sonnig. Laut dem Finanzanalysehaus FactSet konnten 86 Prozent der Firmen im Börsenbarometer S&P 500 die Gewinnerwartungen übertreffen. Der S&P beinhaltet die 500 größten US-Titel nach der Marktkapitalisierung. Laut Factset wurden seit Erhebung 2008 die Unternehmen von den Analysten noch nie so unterschätzt. Allerdings waren die börsennotierten Konzern mit einem durchschnittlichen Kurs-Gewinn-Verhältnis von 21,2 auch noch nie so hoch bewertet. Das Durchschnitts-KGV im S&P liegt damit über dem 5-Jahres-Schnitt von 18 und auch über dem 10-Jahres-Durchschnitt von 16. Die Betonung liegt auf Durchschnitt. Den haben Amazon, Alphabet, Apple, Microsoft, Facebook und nicht zuletzt Tesla ganz schon in die Höhe getrieben. Teuer ist bei vielen anderen Unternehmen daher relativ.


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#Gewinnsaison


#Kurs-Gewinn-Verhältnis 
2 Minuten
Die G7-Mitgliedstaaten haben sich auf einen globalen Mindeststeuersatz für Multis wie Facebook, Apple oder Alphabet von 15 Prozent geeinigt. Das ist einigen EU-Staaten noch zu wenig, da 15 Prozent nur marginal über den aktuellen irischen Unternehmenssteuersatz von 12,5 % liegt und ansonsten nur die Schweiz den Satz unterschreitet.  Die Regelung zielt nur auf internationale, nicht auf inländische Gewinne ab. Und nur auf jene Unternehmen, die Gewinnmargen von 10 Prozent und mehr haben. Damit sind laut GAM-Investments rund 50% der Internetkonzerne betroffen, nicht aber Amazon. Denn die Vorsteuermarge des Packerlboten liegt bei sieben Prozent nach GAAP.Der Vermögensverwalter GAM-Investment rechnet mit minimalen Auswirkungen. Der Gewinn je Aktie könnte durch die Mindeststeuer zwei bis drei Prozent sinken. Auch haben die Konzerne bis zur Umsetzung Zeit, Forschung & Entwicklung und sonstige Kostenfaktoren in die entsprechenden Länder zu verlagern, um ihre steuerpflichtigen Gewinne zu schmälern. Laut Bank of America ist nicht der Mindeststeuersatz die Steuerkeule die erbarmungslos zuschlägt, sondern Joe Biden, der in den USA die Körperschaftssteuer von 21 auf 28 Prozent erhöhen will.


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2 Minuten
Wer gerade baut, der weiß wovon ich spreche. Laut Währungsfonds sind die Industriemetallpreise auf ihrem Neun-Jahres-Hoch und outperformen sogar die Agrar- und Energiepreise. Dafür gibt es vier Gründe: Erstens wurde die Industrie von der Pandemie nicht so stark getroffen wie der Dienstleistungs- oder Logistiksektor. Sie brummte vor allem in China weiter, dem Hauptabnehmer von Metallen.  Zweitens schlagen sich die explodierenden Transport- und Energiepreise in den Metallpreisen nieder. Drittens bedeutet der Umstieg auf Akku-betriebenen E-Fahrzeuge laut Internationaler Energie Agentur einen Anstieg des Bedarfs an Grafit, Kobald und Nickel um das 20- bis 25-fache, an Lithium gar um das Vierzig-fache. Auch ist die durch die Konjunkturpakete in den USA und Europa angefachte Bauwirtschaft hungrig auf Eisen und Kupfer. Ist die Metall-Rally schon gelaufen? Den Future-Märkten zufolge sollten Industriemetalle 2021 in Summe rund 50 Prozent steigen, 2022 dann um vier Prozent korrigieren. Nett für kurzfristige Trades, nichts für die langfristige Geldanlage.


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2 Minuten
Bei der österreichischen Nationalbank ist man weniger wegen der bevorstehenden Europäischen Zentralbanksitzung am Donnerstag nervös, sondern vielmehr wegen der enormen Immobilienkreditvolumina und der laxen Vergabepraktiken mancher Banken. Eigentlich sollte ein Kreditnehmer ja mindestens 20 Prozent Eigenmittel mitbringen und die Tilgung des Kredits keinesfalls 40 Prozent des verfügbaren Einkommens übersteigen. Die OeNB warnt jedoch, dass mehr als die Hälfte der neuen Immo-Kredite mit weniger als 20 Prozent Eigenmittel finanziert werden und bei jedem fünften die Tilgung mehr als 40 Prozent des Nettoeinkommens ausmacht. Schon der geringste Zinsanstieg wirft solche Kreditnehmer aus der Bahn. Wobei man nicht so schnell mit einer Zinsanhebung in der EU rechnen muss Und auch wenn die US-Notenbank FED am 16. Juni womöglich ankündigt, dass sie die Anleihekäufe drosselt, muss man meiner Meinung nach auch dort mit keiner Zinserhöhung rechnen. Wie auch immer: Kredite müssen zurückbezahlt werden.


Übrigens: Mehr über Immobilien als Investments erfährst Du in der nächsten Podcast-Folge der GELDMEISTERIN kommenden Sonntag.


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2 Minuten
Wiener Börse-Chef Christoph Boschan hat schon recht. Man kann nicht die Performance des deutschen #DAX-Index mit jener des  Wiener ATX vergleichen. Der #ATX ist ein reiner Preisindex, der nur  Kurssteigerungen wiedergibt. Der DAX hingegen beinhaltet noch die Dividenden-Erträge womit er schon per Definition besser performen sollte. Man sollte dem DAX da eher den ATX Total Return gegenüberstellen, der ebenfalls die Dividenden berücksichtigt. Wenn man diese beiden Börsenbarometer seit dem Bestehen des ATX, also seit 1991 vergleicht, hat der Dax dennoch um rund ein Drittel stärker zugelegt. Auch im Pandemiejahr 2020 stieg der Dax über 17 Prozent, während der ATX um 12 Prozent abstürzte.  Seit Jahresbeginn schaut das Match für Österreich aber viel besser aus. Der ATX legte um 26 Prozent zu, der DAX nur um 14,3 Prozent. Vielleicht wiederholt sich ja das Wunder von Cordoba auf dem Börsenparket. Eine erfolgreiche Handelswoche und viel Vorfreude auf die Fussball EM ab 11. Juni wünscht Julia Kistner, die Dir als Podcast-Tipp die aktuelle GELDMEISTERIN ans Herz legen möchte. Fritz Mostböck analysiert hier die aktuellen Chancen und Risken der größten Wiener Werte.


Viel Anlageerfolg wünscht Julia Kistner


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80 Sekunden
Sind wir Investoren nicht alle ein bisschen scheinheilig? Da fährt etwa Joe Biden alle möglichen politischen Geschütze gegen China auf, lässt untersuchen, ob Covid nicht doch im Labor von Wuan gezüchtet wurde. Währenddessen positionieren sich westliche Investoren auf den chinesischen Kapitalmärkten, wo es im nächsten Jahrzehnt viel zu holen gibt. Anleihen-Experten schwören auf die chinesischen Bondmärkte, die sich gerade öffnen. Goldman Sachs gründet eine Vermögensverwaltung mit der staatlichen Chinesischen Handels- und Regierungsbank und erhofft sich einen Zugang zu den Spareinlagen von hunderten Millionen Chinesen. Black Rock kooperiert mit der China Construction Bank so der Economist. JP Morgan Asset Management investiert 415 Millionen Dollar in die China Merchant Bank. Auch die europäischen Fondshäuser Amundi und Schroders und japanische Investmenthäuser bringen sich in Stellung. Geld regiert die chinesische Welt!


Viel Anlageerfolg wünscht Julia Kistner


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83 Sekunden
Wer hätte das gedacht. Es braucht erst eine Pandemie, damit die Unternehmen wieder Gusto am Investieren haben, statt nur die eigenen Aktien zurückzukaufen. Analysten von Morgan Stanley rechnen, dass die weltweiten Investments bis Ende 2022 um 121 Prozent über Vor-Rezessionsniveaus ansteigen werden. Das Deutsche Analyse-Haus IHS Markit erwartet heuer einen weltweiten realen Anstieg der Unternehmensinvestitionen um mehr als sechs Prozent.


Und das ist alles andere als selbstverständlich. Nach der Finanzkrise dauerte es fast drei Jahre, bis man bei den Investitionstätigkeiten auf ein Vorkrisenniveau zurückkehrte. Die Stimmung ist gut, nutze wir das doch! Allerdings sollten sich die Unternehmen die Investitionen auch bei steigenden Zinsen leisten können, spricht gut mit Eigenkapital gepolstert sein, wo ich gerne auf die Podcastfolge der Geldmeisterin „Keine Angst vor Inflation“ verweisen möchte. Frohes Investieren!


Viel Anlageerfolg wünscht Julia Kistner


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86 Sekunden
Wie alles schwappen jetzt auch die Billigstbroker von den USA über Deutschland nach Österreich. Darunter der Berliner Online-Broker Trade Republic, der, kaum auf dem Markt, schon 4,3 Milliarden Euro wert ist. Das Verrechnungskonto ist bei den Neobrokern meist kostenlos, ebenso die Depotgebühren. Auch die Tradingspesen sind moderat, das macht bei Vieltradern mit den Anlageerfolg aus. Nur, trade ich tatsächlich so viel? Und kann ich auf Telefon- und Chatsupport verzichten? Ist mir egal, dass Trade Republik nur an einen Handelsplatz angeschlossen ist, Scalable Capital beispielsweise nur an zwei? Wird es allerdings eng, weil viele Aktionäre aus einem Titel gleichzeitig raus oder rein wollen, können Aufträge womöglich nicht entgegengenommen werden, weil die Deep-Discount-Broker keine m alternative Börsenplätze anbieten. Und wenn eine Order nicht zeitgerecht ausgeführt wird, kann auch das teuer kommen. Konkurrenz belebt jedenfalls die Märkte. Ich hoffe, ich habe meiner Hörerin Isabella aus Wien damit weiterhelfen können.


Viel Anlageerfolg wünscht Julia Kistner


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90 Sekunden
Eigentlich ein Wunder, dass man sich wundert das alles knapp wird, wenn es weltweit wieder all gleichzeitig krachen lassen, nach über einem Jahr Entbehrung. Hippe Kühlschränke und andere Haushaltswaren, Wohnmobile und viele Autos haben lange Wartezeiten. Wer gerade baut, meint er kauft Elfenbein statt Eichenholz ein. Selbst die Klopapier-Produktion könnten wieder durch die Knappheit von Holz ins Stocken geraten. Güter werden wieder in Säcken verschifft, weil es an Containern fehlt.


Die Frage ist, wie lange hält diese Güter-Knappheit an. Bis zum Sommer? Sommer  2021 oder 2022? Man weiß es nicht genau.  Was bei Aktien jedenfalls mehr denn je zählt sind funktionierende Lieferketten. Just in time war gestern. Der Mangel an Chips kostet Apple 3 bis 4 Milliarden Dollar Umsatz bei den Ipads und Mac-Pcs. Ford kostet die Chip-Knappheit heuer rund 2,5 Milliarden Dollar Gewinn, nicht Umsatz. Die Logistikketten werden in den nächsten Monaten also mehr und mehr zum Aktien-Kriterium....


Viel Anlageerfolg wünscht Julia Kistner


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Kein Investment um jeden Preis, das gilt für Immobilienkäufe ebenso wie für Aktien. So viel Zeit muss sein, um den ersten Hype abzuwarten. Der nächste Podcast-Gast der GELDMEISTERIN, Bank Gutmann-Vorstand Christoph Olbrich nutzt für seine Aktienselektion ein geniales Konzept aus der IT-Beratung: Den Hype-Zyklus. Demnach wird die Wirkung einer neue Technologien zuerst über- und langfristig unterschätzt. Der Hype-Zyklus hat fünf Phasen: In Phase Eins, „Technologischer Auslöser“ steigen Trittbrettfahrer auf ein neues Investmentthema wie Wasserstoff auf. In Phase zwei, dem „Gipfel der überzogenen Erwartungen“ sind die Erwartungen völlig überzogen. Viele Firmen bleiben in den Kinderschuhen stecken, es folgt Phase Drei „Tal der Enttäuschungen“ und  danach Phase vier, der „Pfad der Erleuchtung“. Die Technologie ist gereift, die Berichterstattung abgeebbt - ein guter Einstiegszeitpunkt, findet Olbrich, derzeit etwa bei Cloud-Computing. Anschließend profitiert man dann von Phase fünf, dem Erreichen des Plateau der Produktivität.  Auf ein Wiederhören am Sonntag mir Aktienstrategen Christoph Olbrich und mir bei der GELDMEISTERIN.


Viel Anlageerfolg wünscht Julia Kistner 


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