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Hallo Angst Archiv

30 Episoden
1 Stunde 1 Minute
In dieser Folge geht es um die „Angst der Ängste“: Die Angst vor dem Tod. Eine Angst, die sehr existenziell ist und uns alle angeht. Aus dem einfachen Grund: Weil wir alle sterben werden. Irgendwann. Die Angst vor dem Tod – ist sicher auch eine Angst, die vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie und dem Krieg gegen die Ukraine und den dazugehörigen Bildern des Grauens mehr denn je in den Fokus der Aufmerksamkeit aller Menschen gerückt ist.  

Eine Angst, die mit einer Angststörung, um die es hier ja meistens geht erstmal nichts zu tun. Im Gegenteil: Die Angst vor dem Tod kann eine motivierende Energie im Leben sein. Das sagt Hans Morschitzky, Klinischer Psychologe, Psychotherapeut und Autor etlicher Bücher. Genauer gesagt sind es 16 Bücher, die Hans Morschitzky geschrieben hat, die meisten davon über Aspekte von Angst bzw. Angststörungen. Sein aktuelles Buch heißt: "Die Angst vor dem Tod. Existenzielle Ängste wahrnehmen und als Chance nutzen." Ich habe es gelesen und fand es sehr gut, weswegen ich ihn als Gast in meinen Podcast eingeladen habe.

Von ihm wollte ich wissen, ob er denkt, dass eigentlich hinter jeder Angststörung die Angst vor dem Tod steckt – was ja oft behauptet wird. Wir machen uns Gedanken über die unterschiedlichen Arten von Ängsten, die mit dem Tod bzw mit dem Sterben verbunden sind und wir sprechen darüber, was denn helfen könnte, um einen guten Umgang mit dem Thema Tod zu leben.

Weiterführende Links:

Die Webseite von Hans Morschitzky mit Infos zur Selbsthilfe von bestimmten Angststörungen, Infos zu seiner Praxis in Linz (A) und seinen Therapieangeboten und seinen Büchern:

www.panikattacken.at
36 Minuten
Dies ist eine Sonderausgabe von HALLO ANGST: Denn genau vor einem Jahr ging die erste Folge von HALLO ANGST on air. Und wer hätte das gedacht – ich jedenfalls nicht: In ein paar Wochen erscheint mein erstes Buch im dtv Verlag, das in Anlehnung an meinen Podcast auch HALLO ANGST heißt. Darin geht es - oh Wunder! - um meine persönliche Angstgeschichte, aber auch um Fakten zum Thema und um Ideen und Gedanken, wie man seine Angst integrieren kann, um MIT ihr zu leben – anstatt gegen sie zu kämpfen. 

Dieses heutige Jubiläum nehme ich zum Anlass, einen kleinen Abstecher zu machen. Warum? Weil die aktuelle politische Situation, der Krieg gegen die Ukraine und die damit einhergehenden unterschiedlichsten Formen von Angst es nahelegen, mal einen anderen, einen gesamtheitlicheren Blick auf das Thema zu werfen. Weg vom Fokus der psychiatrischen Störung einzelner Menschen – hin zu einer gesamtgesellschaftlichen Gefühlslage. 

Denn in diesen Tagen braucht man keine Angststörung zu haben, um unter Ängsten zu leiden, um sich bedroht oder verunsichert zu fühlen, schlecht zu schlafen oder sich einfach unruhig zu fühlen. Die Ängste, mit denen viele im Kontext des Krieges zu tun haben, sind real. Am realsten sind sie für die Menschen, die direkt betroffen sind. Da geht es ums Überleben, darum, zu fliehen, es zu schaffen, in Sicherheit zu kommen und dabei geliebte Menschen zurückzulassen. 

Doch auch hier, im an sich so sicheren Deutschland sind die Ängste der Menschen realer geworden. Vor einem dritten Weltkrieg, einem Atomkrieg, vor weiter steigenden Preisen und daraus resultierenden Existenznöten.   

Das alles – zusätzlich zu der never ending Corona Pandemie, dem Klimawandel, enormen Veränderungen in der Arbeitswelt und anderen Krisen im Privaten. Leben wir in einem Klima kollektiver Angst? Und wenn ja, wie halten wir das aus? Darüber mache ich mir gemeinsam mit meiner Kollegin Sandra Klinger Gedanken. Sie ist systemische Beraterin und Therapeutin, lebt und arbeitet in Berlin und ist viel in internationalen Kontexten unterwegs und arbeitet dabei besonders viel mit Gruppen.

Mit ihr habe ich ein neues Format entwickelt, um das es natürlich auch in dieser Folge gehen wird. So viel sei schon an dieser Stelle verraten: Es geht um ein Gruppencoaching, das Sandra und ich begleiten werden – online und offen für jede/jeden und das kostenlos. Der Name: TogetherTalks.

Together Talks wird ab dem 7. April 2022 alle zwei Wochen von 19 - 20.30 Uhr stattfinden. Online, kostenfrei und begleitet von mir und Sandra Klinger. Eingeladen sind alle, die das Bedürfnis haben, sich über belastende, verunsichernde oder auch über schöne Gefühle in diesen herausfordernden Zeiten gemeinsam auszutauschen.

Wer teilnehmen möchte, schickt mir oder Sandra eine E-Mail und bekommt dann einen Zoom-Link von uns zugeschickt:

post@katharinaaltemeier.de

sandra@sandraklinger.com

Mehr Informationen über uns:

Katharina auf Instagram: https://www.instagram.com/katharinaaltemeier/

Katharina auf Facebook: https://www.facebook.com/katharina.altemeier.1

Katharinas Webseite: https://www.katharinaaltemeier.de

Sandra auf LinkedIn:
52 Minuten
Mein heutiger Gast heißt Chris Gust, sie ist Autorin, Künstlerin, Coachin, Gründerin und wie sie sagt Mental-Health Aktivistin, das heißt, sie setzt sich dafür ein, dass Themen die die mentale Gesundheit betreffen nicht länger stigmatisiert werden. 

Sie hatte lange eine Panikstörung und sie ist die erste und einzige Person, die ich kenne, die sich gegen eine Psychotherapie entschieden hat. Ob das nun gut oder schlecht ist, möchte ich und kann ich nicht bewerten. Fest steht: Chris ist eine unglaublich entschlossene und tatkräftige Frau und deswegen hat sie damals auch entschieden, sich selber zu heilen – indem sie entsprechende Bücher gelesen hat, im Internet recherchierte und sich über ihre Kunst mit dem Thema Angst in die Öffentlichkeit traute.     

Heute, sagt sie, würde sie sich Hilfe holen, um nicht so viele Umwege gehen zu müssen. Hilfe bietet sie auch anderen Angstbetroffenen an mit einem Projekt, dass ich unglaublich klasse finde: Mutruf – heißt es und dabei handelt es sich um eine Telefon-Hotline, extra für Menschen mit Angst- und Panikstörungen, die von Betroffenen oder ehemals Betroffenen betrieben wird – initiiert von Chris Gust. 

Darüber sprechen wir und über vieles mehr.

Mutruf: 04191 - 27 49 28 0 ; Montag - Donnerstag: 10:00 - 18:00 Uhr, Freitag - Sonntag: 10:00 - 12:00 Uhr

Folge Chris auf Instagram: https://www.instagram.com/chris_gust/?hl=de

Folge Chris auf Facebook: https://de-de.facebook.com/christiane.gust.7

Buch "Du bis so viel mehr als Deine Angst" von Chris Gust: www.thalia.de

Buch "Wie Du Deiner Angst den Schrecken nimmst" von Chris Gust: www.thalia.de

Webseite von Chris Gust: www.soulcarecoachin.de
40 Minuten
In Deutschland wartet eine Kassenpatient:in im Schnitt sechs Monate auf einen ambulanten Therapieplatz. Warum das so lange dauert? Die Gründe hierfür sind unterschiedlich: Zum einen gibt es zu wenig Kassensitze, zu wenig Therapeut:innen - gleichzeitig aber steigenden Therapiebedarf. Auch das hat wiederum mehrere Gründe: Zum Einen trauen sich mehr Menschen zum Psycho-Doc als noch vor ein paar Jahren, was das Ergebnis einer Mitgliederumfrage des Verbands der psychologischen Psychotherapeut:innen und Psychotherapeuten ist. Zum Anderen hat sich die eh schon angespannte Situation durch die Corona-Pandemie zusätzlich verschärft, da Praxen zum Teil keine neuen Patient:innen aufnehmen und Präsenztermine nicht stattfinden können.

Was sollen jetzt aber all die Therapiewilligen in der Zwischenzeit machen? Eine Möglichkeit: Sie lassen sich eine App auf Rezept verschreiben und fangen mit der Therapie schon Mal ein bisschen an.

In dieser Folge von HALLO ANGST spreche ich mit einer Frau, die so eine App mitentwickelt hat. MINDABLE, so heißt die verhaltenstherapeutische App, die bei Panikstörung und Agoraphobie helfen soll, die ganz offiziell vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte als Digitale Gesundheitsanwendung, kurz DIGA zugelassen worden ist und die auf Rezept, also kostenfrei erhältlich ist. Wie das alles konkret funktioniert, für wen es geeignet ist und für wen auch nicht und was für eine Rolle digitale Tools für die Behandlung von psychischen Erkrankungen in der Zukunft spielen werden, darum geht es in meinem Gespräch mit Linda Weber, Psychologin, User Experience Designerin, Gründerin und CEO von Mindable.

Weiterführende Links:

Mindable-Webseite: https://www.mindable.health/

Mindable auf Instagram: https://www.instagram.com/mindable.health/

Mindable auf Facebook: https://www.facebook.com/mindable.health/

Mindable auf Twitter: https://twitter.com/mindable_health

Hier findest Du weitere Apps und/oder Online-Therapien bei Angststörungen:

Verzeichnis der vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte bewerteten DIGAs:

https://diga.bfarm.de/de 

Stiftung Warentest (11/21):

9 Apps gegen Angststörungen im Test

DIGA in den Medien

MDR, April 2021: Die digitale Couch - Apps für die Psychotherapie

Kritik der Psychotherapeut:innen an DIGAs, April 2021: Apps auf Rezept - Psychotherapeuten schießen gegen DIGA

Digitale Gesdundheitsanwendungen (DIGA): Apps auf Rezept, September 2021:

https://gesund.bund.de/digitale-gesundheitsanwendungen-diga

Mehr über mich:
53 Minuten
"Für viele Therapieansätze war ich zu sensibel", sagt Ulrike Parthen. Heute weiß sie das. Doch vor 38 Jahren, als sie eine Teenagerin war und ihre Angstattacken sich zum ersten Mal bemerkbar machten, war sie einfach nur verunsichert und hilflos. Zunächst tauchte Übelkeit auf. In der Schule oder bei Veranstaltungen. Doch daraus wurde dann im Laufe der Zeit eine Emetophobie, panische Angst vor dem Erbrechen. Irgendwann ging Ulrike Parthen kaum noch aus dem Haus. Parties, Ausgehen, Tanzen? Für Ulrike Parthen undenkbar.

Ihre Eltern fühlten sich überfordert und auch die Ärzt:innen und Psycholog:innen in den 80er Jahren wussten nicht so recht, was mit Ulrike Parthen los sein wollte. "Die Pubertät sei Schuld", fanden sie. Irgendwann ging Ulrike Parthen zu einer Beratungsstelle, weil sie irgendwie ahnte, dass ihr komisches Gefühl eine psychische Ursache haben könnte. Die Diagnose: "Angststörung". Von da an begann ihre Odyssee von Couch zu Couch. "Die Expositionen in der Verhaltentherapie haben mich zusätzlich gestresst, so dass ich das immer wieder abbrach", erzählt Ulrike Parthen.

Heute lebt Ulrike Parthen so gut es geht mit ihrere Angststörung, die sie Hilde nennt. Und sie hat eine Methode für sich gefunden, die ihr - neben ihrem Humor - hilft, besser mit Hilde klaruzkommen: Intuitives Schreiben. Wie das funktioniert, erzählt sie in der Podcastfolge.

Ulrike Parthens Webseite: https://ulrikeparthen.de/

Ulrike Parthen Kontakt: uli@ulrikeparthen.de

Ulrike Parthen auf Instagram: https://www.instagram.com/ulrikeparthen.autorin/

SWR Nachtcafé vom 27. September 2016, "Leben mit der Angst" : https://youtu.be/FVVAJNnVjIc

Leseprobe "Angenehm verwirrt": https://ulrikeparthen.de/wp-content/uploads/2021/09/Leseprobe-Angenehm-verwirrt.pdf

Leseprobe "Die Wahrheit will ans Licht": https://ulrikeparthen.de/wp-content/uploads/2021/09/Leseprobe-Irmi.pdf

Webseite von Katharina Altemeier: https://www.katharinaaltemeier.de/

Katharina Altemeier auf Instagram: https://www.instagram.com/katharinaaltemeier/

Podcast "Hallo Angst" auf Instagram: https://www.instagram.com/halloangst_podcast/
58 Minuten
PSYCHEDELISCHE THERAPIE - THERAPIE DER ZUKUNFT? In diesem Special geht es um eine Alternative zu den üblichen Therapieansätzen bei psychischen Erkrankungen. Es geht um die Psychedelische Therapie, bei der psychedelische Drogen wie zum Beispiel LSD oder Psylocibin, Bestandteil der sogenannten Magic Mushrooms,  in legalem, sicherem und therapeutisch begleitetem Rahmen verabreicht werden. Derzeit laufen weltweit viele klinische Studien dazu. In Harvard, Yale, an der John Hopkins University, in Tel Aviv, am Imperial College in London, in Zürich und jetzt auch in Deutschland an der Charité und in Mannheim.  

Ein Zeichen dafür, dass auf diesem Gebiet etwas in Bewegung ist. Außerdem erscheinen Bücher zu dem Thema, Zeitungsartikel und auch in Fernsehserien werden Psychedelika als Tool bei psychischen Problemen thematisiert – wie jüngst in der Netflix-Serie "Nine Perfect Strangers". Nicht umsonst ist die Rede von einer „Psychedelischen Reniassance“. Wiedergeburt deswegen, weil das alles nicht wirklich neu ist. Denn schon in den 1950er Jahren hat man geforscht und geschaut, wie man aus diesen Substanzen einen medizinischen bzw. therapeutischen Nutzen ziehen könnte. Die Hippies und ihr exzessiver Konsum psychedelischer Drogen haben dann dafür gesorgt, dass das Ganze gestoppt wurde, weil US-Präsident Nixon ja dann bekanntlich seinen WAR ON DRUGS ausrief. Aus dieser Zeit stammt auch der schlechte Ruf, den diese Drogen bis heute haben. Dennoch könnten die zahlreichen Studien in ein paar Jahren die Psychotherapie revolutionieren – denn wie sich schon jetzt abzeichnet, wirken die Psychedelika in vielen Fällen schneller und nachhaltiger als die gängigen Psychopharmaka.

In Folge 09 von „Hallo Angst“ spreche ich mit Anne Philippi. Gründerin und Host des Podcasts „The New Health Club“, den ich nur empfehlen kann, wenn man sich für das Thema interessiert. Darin kommt das internationale Who is Who der psychedelischen Szene zu Wort. Deswegen ist Anne bzw ihr Podcast für mich sowas wie die Stimme der Psychedelika und ich wollte von ihr zunächst Mal einen kleinen Überblick über das Thema.

Anne erzählt in der Folge aber auch sehr offen von ihrer eigenen Erfahrung mit Psychedelika im therapeutischen Rahmen. "Ohne psychedelische Therapie wäre ich meinem Trauma nicht auf die Spur gekommen, hätte keine Firma gegründet und keine Zukunftsvision für mich gehabt", sagt sie.

In der zweiten Folge ('#10) spreche ich mit Katrin Preller, Neuropsychologin in Zürich und in Yale. Sie ist in zwei Studien mit Psychedelika involviert und wird erzählen, wie das genau von statten geht.

Link zur Webseite von THE NEW HEALTH CLUB: www.thenewhealthclub.de

Link zum Podcast The New Health Club: www.thenewhealthclub.de/show

Bücher:

Michael Pollan "Verändere Dein Bewußtsein"

Brian Muraresku: "The Immortality Key: The Secret History of the Religion with No Name”

Wer Kontakt zu Anne Philippi aufnehmen möchte, kann das hier tun:

Mail an Anne

Weitere Informationen über mich findest Du hier:

www.katharinaaltemeier.de

Oder folge mir auf Instagram: www.instagram.com/katharinaaltemeier/

Oder...
33 Minuten
PSYCHEDELISCHE THERAPIE - THERAPIE DER ZUKUNFT? Psychedelische Drogen stellen unser Gehirn auf den Kopf: Sie haben - wie Katrin Preller es ausdrückt - die Wirkung eines Schlüssels, der die Tür zu einem Bereich öffnet, den wir ansonsten nicht betreten könnten. Hier schlummern Bilder, verborgene Gefühle und Gedanken, die uns Aufschluss geben können über Traumata. Sie können auch Zusammenhänge zu bestimmten Themen herstellen, auf die wir sonst nicht gekommen wären. Klingt gut!? Trotzdem haben psychedelische Drogen einen schlechten Ruf, was auch an der Hippie-Ära und Nixons "War on Drugs" liegt.

Seit ein paar Jahren wird wieder mit psychedelischen Drogen in wissenschaftlichem Rahmen geforscht. Das Interesse an Psychedelika sei laut Kathrin Preller wieder aufgekommen, weil viele Patient:innen mit den gängigen Psychopharmaka unzufrieden seien. Aufgrund der Nebenwirkungen einerseits und der langen Dauer, bis sie Wirkung zeigten andererseits.

Katrin Preller begleitet an der Uni Zürich zwei klinische Studien, in denen Menschen Psylocibin verabreicht wird, in der Hoffnung, dass es ihnen mit ihrer Depressione bzw. Alkoholsucht dann besser geht. Die Depressionsstudie ist mittlerweile beendet und Katrin Preller kann schon jetzt sagen, dass es so aussieht, als würden die Psychedelika schneller und nachhaltiger wirken als herkömmliche Psychopharmaka. Die Auswertung der Studie folgt in den kommenden Monaten.

Mit Katrin Preller habe ich über den schlechten Ruf vpn psychedelischen Drogen gesprochen, ob man in der Studie vor einem Horrotrip gefeit ist, wie so eine Studie überhaupt abläuft, für wen sie geeignet ist, was Psylocibin im menschlichen Gehirn bewirkt, warum ausgerechnet jetzt eine psychedelische Renaissance stattfindet und wo die Reise in Sachen Psychedelika hingehen könnte.

Dr. Katrin Preller: Biografie

Katrin Preller: Mitglied der MIND Foundation

Wissenschaftlicher Artikel von der Psychiatrischen Klinik der Uniklinik Zürich:

Psyclocibin und andere Psychedelika - Therapie der Zukunft?
58 Minuten
Ich habe eine gute Nachricht und die geht so: Angst ist dynamisch und was dynamisch ist, ist auch veränderbar. Darauf bin nicht ich gekommen, sondern Angstforscher*innen, die sich mit genetischen und epigenetischen Aspekten von Angst beschäftigen.  Wie auch mein heutiger Gast: Professor Dr. Angelika Erhardt – Psychiaterin, Psychotherapeutin und Angstforscherin aus München. Tja, und wenn Angst dynamisch ist und aus vielen Bausteinen zusammengesetzt ist, bedeutet das auch so viel wie: Keine Panik vor den Genen! Die sind nicht alles – im Gegenteil. Sie sind nur rund 40 – 50 Prozent an der Entstehung einer Angststörung beteiligt. Der Rest ist beeinflussbar.

Und was dieser Rest genau beinhaltet und wie man ihn gestalten kann, darüber spreche ich heute mit Professor Angelika Erhardt. Es geht um Genetik, die sogenannte Epigenetik, wir sprechen darüber, was im Gehirn eigentlich genau passiert, wenn wir akute Angst haben, über Stress, Medikamente und Therapiemöglichkeiten.

Professor Erhardt kenne ich selber als Patientin, denn vor ungefähr sieben Jahren kam ich zu ihr in die Angst-Ambulanz am Max Planck Institut für Psychiatrie in München, die sie leitet und sie hat mir damals sehr geholfen. Seit einiger Zeit ist sie auch am Universitätsklinikum Würzburg in der Angstforschung tätig. In diesem Sinne ist Professor Angelika Erhardt die perfekte Gesprächspartnerin für „Hallo Angst“.

Kontakt: post@katharinaaltemeier.de

Webseite: www.katharinaaltemeier.de

Instagram: www.instagram.com/katharinaaltemeier/

Facebook: www.facebook.com/katharina.altemeier.1

Max Planck Institut für Psychiatrie: www.psych.mpg.de
53 Minuten
Wann und wie macht ein Coming-out im Job Sinn? Was ist "mentale Diversität"? Und: Was macht eine mutiges Unternehmen aus? Über Angst und andere mentale Themen im Job-Kontext spreche ich mit Dr. Simone Burel. Sie ist promovierte Sprachwissenschaftlerin, Gründerin, Mentorin und Autorin. Simone Burel hat die LUB gegründet, die Linguistische Unternehmensberatung Mannheim - außerdem die sogenannte Fatale University, eine Onlineplattform mit Tipps für introvertierte oder mental diverse Frauen und wie sie sich beruflich positionieren können; wissenschaftlich fundiert und auf dem Know-how und den Erfahrungen von rund 3.000 Frauen basierend.

Simone Burel ist Angstspezialistin: Zum einen weil sie selber seit ihrer frühen Jugend mit einer Panikstörung ("Hallo Angst #04) lebt, zum anderen weil sie Führungskräfte auch dahingehend berät, wie Angst und andere mentale Themen im Business-Kontext Raum gegeben werden kann. So dass sich die Mitarbeiter*innen sicher fühlen. Simones These: "Je diverser ein Team aufgestellt ist, desto weniger sind mentale Themen ein Problem." Denn in einem diversen Team ist die Andersartigkeit schon akzeptierter als in einem homogenen Umfeld, so Burel.

Kontakt: post@katharinaaltemeier.de

Webseite: www.katharinaaltemeier.de

Instagram: www.instagram.com/katharinaaltemeier/

Facebook: www.facebook.com/katharina.altemeier.1

Fatale University: drfemfatale.de/fatale-university/

Linguistische Unternehmensberatung LUB Mannheim: www.lub-mannheim.de

 

 
54 Minuten
Alles könnte so schön sein! Nach einer problemlosen Schwangerschaft hatte sich Jana-Maria das Wochenbett mit dem neugeborenen Baby und ihrem Partner geborgen vorgestellt. Doch es kommt anders. Die Geburt muss Jana Maria Hartmann - anders als geplant - alleine bewältigen und als das Baby da ist, schaut sie es erstmal an und denkt sich: "Wer bist Du? Ich kenne Dich gar nicht." Der Schlafmangel, das übermäßig häufige Schreien ihres Babys, ein Todesfall in der Familie und die Pandemie tun ihr Übriges: Jana- Maria Hartmann ist körperlich und mental erschöpft. So erschöpft, dass sich immer öfters diffuse Ängste in ihr Leben einschleichen, sie das Gefühl hat, ihr Kind nie aus den Augen lassen zu können. Und dann diese dunklen Fantasien, gegen die sie nichts machen kann: "Mein Baby ist jeden Tag ums Leben gekommen auf die fürchterlichsten Arten", erzählt die Literaturagentin aus Chicago.

Heute ist ihre Tochter 16 Monate alt und es ist schon besser geworden. Allerdings hat Jana-Maria erst sehr spät überhaupt verstanden, dass sie an einer postpartalen Angststörung leidet, die der postpartalen Depression zwar sehr ähnlich ist, aber doch anders ist. In der neuen "Hallo Angst"-Folge erzählt sie, wie es ihr damit geht und was ihr hilft.

Kontakt: post@katharinaaltemeier.de

Webseite: www.katharinaaltemeier.de

Instagram: www.instagram.com/katharinaaltemeier/

Facebook: www.facebook.com/katharina.altemeier.1

Jana-Maria Hartmann, Literaturagentur: www.jmhscouting.com
55 Minuten
Die Sozialpädagogin Kerstin Schäffer sagt, dass sie erst Dank einer Selbsthilfegruppe ihre Angststörung so richtig verstanden habe. Heute leitet sie selber eine Betroffeneninitiative - die M.A.S.H. (Münchner Angstselbsthilfe).

Wir sprechen über Kerstins persönliche Angstgeschichte, wie schwierig es seinerzeit für sie war, als professionelle Helfende selber Hilfe in Anspruch zu nehmen. Ein Tabu! Es geht um Vorurteile, die jede/r hat, die/der noch nie in einer Selbsthilfegruppe war, darum, was Selbsthilfe kann (sehr viel!) und wie so ein Treffen unter Gleichgbetroffenen abläuft, welche Regeln und No-Gos es gibt.

Einer der großen Vorteile von Selbsthilfe: Man kann auch nach einer längeren Pause wieder kommen, wenn es einem schlechter geht. Ohne Anträge und Gutachten. Letztlich kommt sowieso keine/r Betroffene/r an Selbsthilfe vorbei, denn jede Therapie, jeder stationäre Aufenthalt oder jede endet irgendwann und dann sollten wir in der Lage sein, unseren Alltag mit der Angst zu leben. Und eins ist klar und auch belegt: Reden hilft!

Nach meinem Gespräch mit Kerstin bin ich so überzeugt von den Vorteilen der Selbsthilfe, dass ich es jederzeit ausprobieren würde, wenn ich mal wieder das Gefühl haben sollte, dass meine Angst sich ausweitet. Und ich war skeptisch, was Selbsthilfe angeht...hatte immer die Idee, dass die Stimmung gedrückt ist, dort nur gejammert wird und einen alle runterziehen. "Das kann auch mal sein", sagt Kerstin, "es wird aber eben auch viel gelacht."

Kontakt: post@katharinaaltemeier.de

Webseite: www.katharinaaltemeier.de

M.A.S.H.: www.angstselbsthilfe-muenchen.de

D.A.S.H.: www.angstselbsthilfe.de/dash/
53 Minuten
In der vierten Folge spreche ich mit einer Frau, die so facettenreich und interessant ist, dass eine Folge gar nicht ausreicht, um ihr gerecht zu werden. Sie sagt, dass sie nur Dank ihrer Angststörung den Mut gehabt hat, ihr eigenes Unternehmen zu gründen. Denn wer es seit der Kindheit gewohnt ist, mit immer wieder kehrender Todesangst zu kämpfen, hat vor sowas wie einer Gründung keine Angst mehr. Die Frau, die sowas sagt, ist Simone Burel, 34, promovierte Linguistin, also Sprachwissenschaftlerin, Autorin, Mentorin und Unternehmerin.

Vor 6 Jahren rief sie ihre erste und mittlerweile vielfach ausgezeichnete Firma ins Leben: Die LUB Mannheim – das ist die erste linguistische Unternehmensberatung, die auf der Basis von moderner Sprachforschung Organisationen in den Bereichen Leadership, Gender & Diversity oder Nachhaltigkeit berät. Und natürlich bleibt es bei einer Frau wie Simone nicht bei einer Firma: Erst vor Kurzem hat sie - auch in Folge der Corona-Pandemie - die „Fatale University“ erfunden – das ist ein Online-Coaching-Programm, das in 10 wesentlichen Schritten Frauen in ihrer Karriere unterstützt. Auch schon ausgezeichnet…mit dem Impact of Diversity Award. Von mir bekommt Simone Burel  auch einen Award, den „Hallo Angst“-Award, denn sie macht keinen Hehl aus ihrer Panikstörung und macht sich für das Thema auch in der Öffentlichkeit stark.

Mit Simone spreche ich über ihre Todesangst, die sie schon als Kind in ausgeprägter Form hatte, über ihre Hypochondrie und wie sich daraus schließlich eine Panikstörung entwickelte. Es geht um Simones ambivalentes Verhältnis zu ihrer Angst, denn einerseits dient sie ihr als kreative Impulsgeberin, andererseits passt sie auf Simone auf, wenn sie sich mal wieder zu viel aufgehalst hat. Wir sprechen über ihr Angstmanagement, wie sie es nennt, und wie sie dazu kam, ihre Angst zu akzeptieren. Vor allem ist Simone Burel aber ein Beispiel dafür, dass Angst und Mut ganz nah zusammen liegen können.

www.katharinaaltemeier.de
49 Minuten
Einige Hörer*innen möchten mehr über meine persönliche Angstgeschichte erfahren. Das macht Sinn, dachte ich mir, denn nur weil ich selber betroffen bin, mache ich ja diesen Podcast. Und weil ich dazu beitragen möchte, dass das Thema Angst mehr Raum bekommt.

Also habe ich in der dritten Folge eine Frau eingeladen, die mich schon lange kennt, mit der ich auch viele Krisen durchgemacht habe, die meine beste Freundin ist: Verena Richter. Verena ist Journalistin und arbeitet als Textchefin bei SALON, schreibt für HÄUSER und das Manager Magazin. Wir haben uns vor über 20 Jahren in der Redaktion einer Frauenzeitschrift kennen und mögen gelernt. Seitdem wohnen wir zwar immer wieder in unterschiedlichen Städten, sind uns aber dennoch sehr nah.

Als ich Verena fragte, ob sie Lust hätte, mit mir über meine Angst zu sprechen sagte sie sofort zu. Dann viel ihr auf, dass wir bisher gar nicht oft darüber gesprochen haben - und das, obwohl wir über alles miteinander sprechen. Dass meine Angst keine große Rolle in unserer Freundschaft spielt, zeigt doch, dass sie eben nur ein Teil von mir ist. In meiner Freundschaft mit Verena fühlte und fühle ich mich immer so sicher, dass es viel Raum für andere Aspekte gab und gibt. Und so ist unsere Freundschaft ein Beispiel dafür, dass die Angst keine Hauptrolle spielen muss - auch wenn sie da ist.

www.katharinaaltemeier.de
47 Minuten
Der Systemische Therapeut Bernd Schumacher ist davon überzeugt: "Es gibt kein Mittel gegen Angst." Weil man über den Körper und die eigenen Gedanken letztlich keine Kontrolle haben kann und eine Angststörung für Schumacher aber in erster Linie mit dem Thema Kontrolle zu tun hat. "Ich kann mich nicht anstrengen, nicht an etwas Bestimmtes zu denken", so Schumacher. "Kontrolle funktioniert erst recht nicht über aktive Negation, denn unser Gehirn kennt keine aktive Negation."

Wenn es kein Mittel gegen Angst gibt: Wie therapiert er dann seine Patient*innen? Das erzählt er mir in der zweiten Folge "Hallo Angst". Schumacher beschreibt sich selber als Integrationshelfer, der Menschen mit Angststörungen dabei hilft, ihre Angst zu integrieren, sie nicht länger als etwas, das von außen über einen kommt, zu begreifen. Das Besondere an dem von ihm entwickelten Ansatz: In den meisten Fällen gelingt es ihm, das Mindset seiner Klient*innen in einer vierstündigen Sitzung neu zu sortieren, so dass diese im Anschluss befreiter mit ihrer Angst leben können.

Internationale Gesellschaft für Systemische Therapie
1 Stunde 7 Minuten
Mit der Journalistin, Bloggerin und Autorin Antonia Wille spreche ich über ihre persönliche Angstgeschichte, die sie in ihrem Buch "Angstphase" von der frühen Jugend bis heute eindringlich beschreibt. Antonia hat einen charmanten Trick, um mit ihrer Angst besser klarzukommen: Sie hat ihr einen Namen gegeben. Und zwar Katja. Warum es helfen kann, der Angst eine Gestalt zu geben und warum ihre ausgerechnet Katja heißt, erfahrt ihr in der ersten Folge von Hallo Angst. Außerdem sprechen wir über Angst in Corona-Zeiten, über das Phänomen High Functioning Anxiety, über verschiedene Therapieformen und was man als Angsthäsin vom Partner und von Freund*innen eigentlich verlangen kann und was nicht. www.antoniawille.com
Hallo Angst

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Der Podcast über ein verdrängtes Gefühl