China ungeschminkt Archiv
63 Episoden
46 Minuten
Schon im 16. Jahrhundert floss Silber aus den Minen von Potosí über Acapulco und Manila nach China. Heute liefert Lateinamerika Soja, Kupfer und Lithium, und chinesische Unternehmen betreiben Häfen, Stromnetze und Autowerke in der Region.
Julia und Klaus sprechen über die lange Geschichte dieser Beziehung, über den Hafen Chancay in Peru, BYD in Brasilien und den Streit um die Häfen am Panamakanal. Sie fragen, ob Lateinamerika gegenüber China mit einer Stimme spricht, wie der Druck aus Washington wirkt und was das EU-Mercosur-Abkommen ändert. Zum Schluss geht es darum, was das für deutsche Unternehmen heißt, die in Brasilien, Chile oder Mexiko auf chinesische Wettbewerber treffen.
Links:
EU-Kommission: Vorläufige Anwendung des EU-Mercosur-Abkommens: policy.trade.ec.europa.eu/eu-trade-relationships-country-and-region/…/factsheet-provisional-a…t-goods-and-services_en
Folge 31 (Neue Seidenstraße) und Folge 61 (Sonderwirtschaftszonen): https://www.cidw.de/podcast
Fragen und Themenvorschläge: china-ungeschminkt@cidw.de
Julia und Klaus sprechen über die lange Geschichte dieser Beziehung, über den Hafen Chancay in Peru, BYD in Brasilien und den Streit um die Häfen am Panamakanal. Sie fragen, ob Lateinamerika gegenüber China mit einer Stimme spricht, wie der Druck aus Washington wirkt und was das EU-Mercosur-Abkommen ändert. Zum Schluss geht es darum, was das für deutsche Unternehmen heißt, die in Brasilien, Chile oder Mexiko auf chinesische Wettbewerber treffen.
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EU-Kommission: Vorläufige Anwendung des EU-Mercosur-Abkommens: policy.trade.ec.europa.eu/eu-trade-relationships-country-and-region/…/factsheet-provisional-a…t-goods-and-services_en
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47 Minuten
Deutsche Unternehmen in China planen für 2027 mit Lohnerhöhungen von unter drei Prozent. 2016 waren es noch über sieben.
Julia spricht mit Oliver Oehms von der Deutschen Handelskammer in China (AHK Greater China) über den neuen Labor Market & Salary Report der Kammer. Sie diskutieren unter anderem: Warum beschäftigen immer weniger deutsche Unternehmen in China überhaupt noch Deutsche, und was bedeutet das für die Zentralen zu Hause? Warum verändert KI in deutschen Fabriken in China bisher kaum Stellen? Und wie lange wird dort wirklich gearbeitet? Von „996" ist jedenfalls wenig zu sehen.
Links:
Labor Market & Salary Report 2026/27: Labor Market & Salary Report 2026/27
AHK Greater China: https://china.ahk.de
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Julia spricht mit Oliver Oehms von der Deutschen Handelskammer in China (AHK Greater China) über den neuen Labor Market & Salary Report der Kammer. Sie diskutieren unter anderem: Warum beschäftigen immer weniger deutsche Unternehmen in China überhaupt noch Deutsche, und was bedeutet das für die Zentralen zu Hause? Warum verändert KI in deutschen Fabriken in China bisher kaum Stellen? Und wie lange wird dort wirklich gearbeitet? Von „996" ist jedenfalls wenig zu sehen.
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50 Minuten
In dieser Folge nehmen Klaus und Julia Chinas Sonderwirtschaftszonen unter die Lupe. Sie analysieren, wie aus vier Experimentierzonen 1980 der Aufstieg von Shenzhen wurde, warum die Nachbarstadt Shantou mit denselben Privilegien bis heute arm blieb, und was das Zwei-Linien-Modell in Hainan bedeutet. Am Ende die praktische Frage: Lohnt sich Hainan für deutsche Unternehmen – oder ist es vor allem ein politisches Schaufenster?
38 Minuten
Julia und Klaus sprechen über (Natur-)Katastrophen und die Frage, wie der chinesische Staat damit umgeht. Zunächst zeigen sie, warum Katastrophenschutz in China seit dem „Mandat des Himmels" immer auch eine Machtfrage ist. Vom Erdbeben in Tangshan 1976 spannen sie den Bogen zum Beben von Wenchuan 2008 – dem Wendepunkt, der offenlegte, warum das System umgebaut werden musste. Mit dem neuen Katastrophenschutz-Ministerium von 2018 wurde die Wende von der Rettung zur Vorsorge, zu Frühwarnsystemen, Zielwerten und KI vollzogen. Anschließend fragen sie kritisch, wo es hakt: zwischen Zentrale und Provinz, bei Transparenz und vertuschten Opferzahlen wie bei der Flut in Zhengzhou 2021. Abschließend geht es um Chinas Rolle im internationalen Katastrophenschutz.
32 Minuten
In dieser Folge spricht Julia über die Privatwirtschaft in China, das oft unterschätzte Rückgrat der zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt. Über 58 Millionen private Unternehmen erwirtschaften mehr als 60 Prozent des Bruttoinlandsprodukts und stellen rund 80 Prozent der städtischen Beschäftigung. Dabei gab es vor 45 Jahren de facto noch gar keine Privatwirtschaft.
Sie zeichnet zunächst nach, wie diese Dynamik überhaupt entstanden ist: von der Enteignung nach 1949 über Deng Xiaopings Reformpolitik und das „Wenzhou-Modell" bis zum heutigen Spannungsverhältnis zwischen Staat und Privatwirtschaft unter Xi Jinping. Im zweiten Teil analysiert sie anhand von vier Unternehmen – JD.com, Hengli Group, Luckin Coffee und Transsion – die vier Muster, nach denen chinesische Privatunternehmen geführt werden: Marktnähe, Geschwindigkeit, Wettbewerb und Systemverständnis. Anschließend wirft sie einen Blick auf das Selbstverständnis chinesischer Führungskräfte und ihre Lektüre. Abschließend stellt sie vor, was deutsche Unternehmen, insbesondere KMU, konkret daraus lernen können.
Sie zeichnet zunächst nach, wie diese Dynamik überhaupt entstanden ist: von der Enteignung nach 1949 über Deng Xiaopings Reformpolitik und das „Wenzhou-Modell" bis zum heutigen Spannungsverhältnis zwischen Staat und Privatwirtschaft unter Xi Jinping. Im zweiten Teil analysiert sie anhand von vier Unternehmen – JD.com, Hengli Group, Luckin Coffee und Transsion – die vier Muster, nach denen chinesische Privatunternehmen geführt werden: Marktnähe, Geschwindigkeit, Wettbewerb und Systemverständnis. Anschließend wirft sie einen Blick auf das Selbstverständnis chinesischer Führungskräfte und ihre Lektüre. Abschließend stellt sie vor, was deutsche Unternehmen, insbesondere KMU, konkret daraus lernen können.
35 Minuten
In dieser Folge sprechen Julia und Klaus über ein Dokument, über das zwar weltweit gesprochen wurde, das vermutlich aber die wenigsten selbst gelesen haben: den 15. Fünfjahresplan. Er ist gültig von 2026 bis 2030 und dürfte die Weltwirtschaft der nächsten fünf Jahre prägen.
Sie ordnen ein, was die Fünfjahrespläne eigentlich sind und wodurch der aktuelle Plan sich von seinen Vorgängern unterscheidet. Dann schauen sie sich die aktuelle Lage an – die vier strukturellen Treiber, die Peking zum Kurswechsel zwingen, von der Immobilienkrise bis zur Demografie. Im dritten Teil analysieren sie den Plan genauer und beleuchten die zwei strategischen Säulen und die sechs Schlüsselbranchen. Abschließend besprechen sie, wo das neue Modell auf Widerstand stoßen könnte, und was drei mögliche Szenarien für 2030 sein könnten.
Sie ordnen ein, was die Fünfjahrespläne eigentlich sind und wodurch der aktuelle Plan sich von seinen Vorgängern unterscheidet. Dann schauen sie sich die aktuelle Lage an – die vier strukturellen Treiber, die Peking zum Kurswechsel zwingen, von der Immobilienkrise bis zur Demografie. Im dritten Teil analysieren sie den Plan genauer und beleuchten die zwei strategischen Säulen und die sechs Schlüsselbranchen. Abschließend besprechen sie, wo das neue Modell auf Widerstand stoßen könnte, und was drei mögliche Szenarien für 2030 sein könnten.
1 Minute
Chinesische Kunst ist mehr als Porzellan und Kalligraphie. Sie ist seit Jahrtausenden eng mit Politik, Macht und nationaler Identität verwoben. Klaus und Julia sprechen in dieser Folge über die Wurzeln der chinesischen Kunst von den Ritualbronzen der Shang-Zeit bis zur Porzellanhauptstadt Jingdezhen, über die feinen Grenzen zwischen Kopie und Fälschung und über ein Kapitel, das bis heute tief in der Psyche des chinesischen Volks verankert ist: den systematischen Kunstraub im 19. und frühen 20. Jahrhundert.
Die Plünderung des Alten Sommerpalasts, die geraubten Schätze von Dunhuang und die Kunstschätze, die während des Boxeraufstands versteigert wurden, prägen Chinas heutige Rückführungsdiplomatie.
In China hat sich heute ein lebendiger Kunstmarkt mit unzähligen Museen entwickelt. China nutzt die Kunst, um seine Soft Power zu stärken. Zum Gesamtbild gehört aber auch der Umgang des Staates mit kritischen Künstlern wie Ai Weiwei.
Die Plünderung des Alten Sommerpalasts, die geraubten Schätze von Dunhuang und die Kunstschätze, die während des Boxeraufstands versteigert wurden, prägen Chinas heutige Rückführungsdiplomatie.
In China hat sich heute ein lebendiger Kunstmarkt mit unzähligen Museen entwickelt. China nutzt die Kunst, um seine Soft Power zu stärken. Zum Gesamtbild gehört aber auch der Umgang des Staates mit kritischen Künstlern wie Ai Weiwei.
37 Minuten
In dieser Folge sprechen Klaus Mühlhahn und Anja Blanke über die aktuelle Situation in der taiwanischen Politik, welche sich in den letzten Monaten überaus turbulent gestaltete.
Sie sprechen darüber, was es mit den Abwahlkampagnen auf sich hat, welche Rolle historische Dokumente aus der Zeit des Zweiten Weltkriegs spielen und wie sich die Situation wieder beruhigen könnte.
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45 Minuten
In der 55. Folge sprechen Julia Haes und Anja Blanke über das chinesische Bildungssystem. Sie schauen sich an, wie sich das chinesische Bildungssystem entwickelt hat und was die Besonderheiten, aber auch die Schwierigkeiten sind.
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51 Minuten
In dieser Folge sprechen Julia Haes und Kaus Mühlhahn über chinesische soziale Medien. Die beiden analysieren, wie sich die sozialen Medien in China entwickelt haben, was aktuell die beliebtesten Plattformen sind und wie die chinesischen „Netizens“ diese Plattformen nutzen.
Außerdem sprechen sie darüber, wie auf den chinesischen Social-Media-Apps Geld verdient wird und wie deutsche Unternehmen oder Einzelpersonen auf den chinesischen sozialen Medien mitmachen können. Julia Haes und Klaus Mühlhahn haben dazu einen Experten eingeladen, der täglich mit chinesischen sozialen Medien zu tun hat: Lorenz Beringer.
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Außerdem sprechen sie darüber, wie auf den chinesischen Social-Media-Apps Geld verdient wird und wie deutsche Unternehmen oder Einzelpersonen auf den chinesischen sozialen Medien mitmachen können. Julia Haes und Klaus Mühlhahn haben dazu einen Experten eingeladen, der täglich mit chinesischen sozialen Medien zu tun hat: Lorenz Beringer.
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49 Minuten
In dieser Folge beschäftigen sich Anja und Klaus mit einem Mann, der häufig als einer der einflussreichsten Intellektuellen Chinas beschrieben wird: Wang Huning, Mitglied des siebenköpfigen Ständigen Ausschusses des Politbüros.
Wang hat sich über drei Jahrzehnte hinweg als oberster Theoretiker der Partei etabliert. Anja und Klaus diskutieren, wie er Xi Jinpings politische Konzepte und Slogans zur Durchsetzung chinesischer Interessen und der Stärkung der Kommunistischen Partei beeinflusst hat.
Zudem gehen die beiden im Laufe der Folge auch der Frage auf den Grund, wie einflussreich Wang Huning wirklich ist und ob er in der medialen Berichterstattung nicht sogar überschätzt wird.
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44 Minuten
Der Tourismus in China boomt – besonders im Inland. Doch er ist weit mehr als nur ein Wirtschaftsfaktor: In kaum einem anderen Land ist Tourismus so eng mit Politik verknüpft. Anja Blanke und Julia Haes sprechen über die Geschichte des chinesischen Reisens, die aktuelle Erholung nach der Pandemie und über Phänomene wie den „Roten Tourismus“ und die „Shangrilarisierung“ Tibets.
Link zum YouTube-Video "Vlog: Exploring Tibetan Buddhism in Lhasa with monks from 12 countries": https://www.youtube.com/watch?v=CHlm5G1AiAI
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46 Minuten
In dieser Folge sprechen Klaus Mühlhahn und Julia Haes mit dem Wirtschaftsanwalt Richard Hoffmann (Ecovis) über das neue chinesische Gesellschaftsrecht. Was ändert sich konkret für Vorstände, Geschäftsführer und Gesellschafter – und wie betrifft das deutsche Unternehmen, die in China tätig sind?
Richard Hoffmann erklärt unter anderem, was sich beim Thema Haftung ändert, wie man sich absichern kann – und welche typischen Fallstricke es in der Praxis gibt. Eine Folge für alle, die in China investieren oder mit chinesischen Partnern zusammenarbeiten.
Shownotes:
Überblick zur Reform des chinesischen Gesellschaftsrechts (Ecovis Whitepaper)
Links zum chinesischen Gesellschaftsrecht:
Chinesisch: https://zh.wikisource.org/wiki/%E4%B8%AD%E5%8D%8E%E4%BA%BA%E6%B0%91%E5%85%B1%E5%92%8C%E5%9B%BD%E5%85%AC%E5%8F%B8%E6%B3%95
Englisch:
Compliance-Checkliste für Joint Ventures und WFOEs
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Richard Hoffmann erklärt unter anderem, was sich beim Thema Haftung ändert, wie man sich absichern kann – und welche typischen Fallstricke es in der Praxis gibt. Eine Folge für alle, die in China investieren oder mit chinesischen Partnern zusammenarbeiten.
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Überblick zur Reform des chinesischen Gesellschaftsrechts (Ecovis Whitepaper)
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40 Minuten
Indien und China feiern in diesem Jahr den 75. Jahrestag ihrer diplomatischen Beziehungen. Klaus und Anja dachten, das wäre nun der perfekte Anlass, sich diesem spannenden Thema mal etwas ausführlicher zu widmen. Anja und Klaus diskutieren in dieser Folge, warum die Beziehungen zwischen den beiden Großmächten seit einigen Jahrzehnten von einem Gefühl des Misstrauens geprägt sind und warum Peking und Neu-Delhi in den letzten Jahren trotzdem eine Reihe von Kooperationen initiiert haben.
Außerdem setzen die beiden sich mit der Frage auseinander, ob Indien China eines Tages als unseren wichtigsten Handelspartner ablösen kann.
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38 Minuten
In der aktuellen Folge widmen sich Julia und Anja den „Zwei Sitzungen“, die vom 04. bis 11. März in Peking abgehalten worden sind. Julia und Anja diskutieren, welche wichtigen Beschlüsse in den Bereichen Wirtschafts-, Innen- und Außenpolitik verkündet worden sind und ob in diesen Bereichen eine bedeutende Neuausrichtung zu erwarten ist.
Link zum YouTube-Video "China’s National People’s Congress opening ceremony": https://www.youtube.com/watch?v=RL2ZFDPSQOw
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