SchönerDenken FilmPodcast Archiv
313 Episoden
17 Minuten
Mein Problem mit diesem Film ist, dass sich Scrosese für etwas anders interessiert als ich: Scrosese interessiert sich ausschließlich für zwei weiße Kriminelle: Einen älteren, zynischen Intriganten, der Freundschaft heuchelt zu Menschen, für die er schon Mordaufträge gegeben hat und einen jüngeren, manipulierbaren Idioten, der die Familie, in die er geheiratet hat, ans Messer liefert. Dabei handelt es sich um die wahre Geschichte von Osage County – hier waren die Ureinwohner in ihrem unwirtlichen Reservat auf Öl gestoßen und enorm reich geworden. Der Reichtum lockte Scharen von falschen Freunden, Betrügern und Killern an. Sehr viele reiche Osage sterben, auch in der Familie von Molly, die Ernest, den Neffen des einflußreichen William Hale heiratet. Scorsese verpasst die Chance, die Geschichte aus Mollys Perspektive – und damit aus Sicht der Indigenen – zu erzählen. Wir erfahren wenig über die Osage und ihre Kultur, wenig über die historischen Hintergründe. Wir erfahren hingegen sehr viel darüber, wie zwei weiße Kriminelle mit ihren Komplizen Morde planen und ausführen. Das war Scorsese wichtig. Mir nicht.
Man kann diesen im Mittelteil überraschend konventionell erzählten Film auch sehr viel positiver sehen: Scorsese lenkt die Aufmerksamkeit auf ein Kapitel der US-amerikanischen Geschichte, das viel zu wenig beachtet worden war. Es ist zu loben, dass Scorsese hier die Dämlichkeit und die Gewalttätigkeit weißer Männer vorführt. Und grundsätzlich ist es ein großes Epos – 3,5 Stunden Film mit viel Landschaft, viel Kulissen, Requisiten und Kostümen. Das werden wir in Zukunft nicht mehr so oft – und vor allem nicht mehr so oft auf der Leinwand sehen. Man kann sich auch an der Schauspielkunst von Robert De Niros und Leonardo DiCaprios erfreuen. Hier teile ich die Begeisterung nicht, vielleicht habe ich mich einfach auch nur satt gesehen an den beiden. An der starken Präsenz von Lily Gladstone als Molly kann es allerdings keinen Zweifel geben – ein Blick von ihr stellt zwei Seiten Dialog von Leonardo DiCaprio in den Schatten.
Im Podcast direkt nach dem Kino sind wir ganz unterschiedlicher Meinung, Johanna und Heidi diskutieren mit mir über Beginn und Ende des Films, über ein fettes Jubiläum (1250 Folgen!) und über das Capitol-Kino. Denn es war die letzte Vorstellung in diesem hervorragend kuratierten, preisgekrönten und sehr erfolgreichen Programmkino Capitol&Palatin. Nach einem Gebäudekauf durch ein großes Immobilienunternehmen wurden neue Räume für das Palatin gebraucht – ein Versagen der Stadt Mainz, dass hier keine Lösung gefunden wurde. Wir möchten uns bei den beiden Programmmachern und allen Mitarbeiter:innen für ihre großartige Arbeit danken! Wir haben in Capitol&Palatin sehr viele großartige Filme gesehen, sehr viele SchönerDenken-Episoden zu anspruchsvolleren Filmen sind vor diesem Programmkino aufgezeichnet worden. Capitol&Palatin waren die Grundlage der Kinokultur in Mainz: Wir werden diese Kinos vermissen.
Man kann diesen im Mittelteil überraschend konventionell erzählten Film auch sehr viel positiver sehen: Scorsese lenkt die Aufmerksamkeit auf ein Kapitel der US-amerikanischen Geschichte, das viel zu wenig beachtet worden war. Es ist zu loben, dass Scorsese hier die Dämlichkeit und die Gewalttätigkeit weißer Männer vorführt. Und grundsätzlich ist es ein großes Epos – 3,5 Stunden Film mit viel Landschaft, viel Kulissen, Requisiten und Kostümen. Das werden wir in Zukunft nicht mehr so oft – und vor allem nicht mehr so oft auf der Leinwand sehen. Man kann sich auch an der Schauspielkunst von Robert De Niros und Leonardo DiCaprios erfreuen. Hier teile ich die Begeisterung nicht, vielleicht habe ich mich einfach auch nur satt gesehen an den beiden. An der starken Präsenz von Lily Gladstone als Molly kann es allerdings keinen Zweifel geben – ein Blick von ihr stellt zwei Seiten Dialog von Leonardo DiCaprio in den Schatten.
Im Podcast direkt nach dem Kino sind wir ganz unterschiedlicher Meinung, Johanna und Heidi diskutieren mit mir über Beginn und Ende des Films, über ein fettes Jubiläum (1250 Folgen!) und über das Capitol-Kino. Denn es war die letzte Vorstellung in diesem hervorragend kuratierten, preisgekrönten und sehr erfolgreichen Programmkino Capitol&Palatin. Nach einem Gebäudekauf durch ein großes Immobilienunternehmen wurden neue Räume für das Palatin gebraucht – ein Versagen der Stadt Mainz, dass hier keine Lösung gefunden wurde. Wir möchten uns bei den beiden Programmmachern und allen Mitarbeiter:innen für ihre großartige Arbeit danken! Wir haben in Capitol&Palatin sehr viele großartige Filme gesehen, sehr viele SchönerDenken-Episoden zu anspruchsvolleren Filmen sind vor diesem Programmkino aufgezeichnet worden. Capitol&Palatin waren die Grundlage der Kinokultur in Mainz: Wir werden diese Kinos vermissen.
17 Minuten
Wim Wenders liebt offenbar die Kunst von Anselm Kiefer, das Monumentale, Pathetische, das Irrationale, das Mythische. Dass es auf uns wirkt, ist uns unheimlich. Die Bewunderung bringt den Regisseurs ganz nah an die Kunst – und an den Künstler. Die fehlende Distanz droht den Künstler Kiefer zu überhöhen, aber erlaubt auch besondere Einblicke. Wenders erkennt die cineastische Dimension und bringt sie auf die Leinwand. Auch ohne 3D sehr beeindruckend. Die Kamera fährt um die Skulpturen, erkundet die Räume, gerade am Ende in Südfrankreich zeigt er die Rauminstallationen als Filmsets unserer (Alb-)Träume.
Es ist alles andere als eine gewöhnliche Doku: Darsteller übernehmen den Part von Anselm Kiefer als Junge und als junger Erwachsener und schließlich wird Kiefer auch in seine eigenen Werke hineininszeniert. Das ist dann auch manchmal etwas viel Wenders im Kiefer, aber dennoch: eine großartige Einführung in Anselm Kiefers Werk, eine beeindruckende filmische Annäherung.
Das ist diesmal nicht nur der allererste Eindruck vom Film, dieses Mal ist es für mich auch der erste Eindruck von Anselm Kiefer. Denn im Gegensatz zu Katharina, die sich als Künstlerin natürlich mit Anselm Kiefer sehr gut auskennt, war ich noch gar nicht in Berührung mit Kiefers Werk gekommen. Und wie sich herausstellt, funktioniert Wenders Film für beide. Am Mikrofon: Katharina und Thomas.
Es ist alles andere als eine gewöhnliche Doku: Darsteller übernehmen den Part von Anselm Kiefer als Junge und als junger Erwachsener und schließlich wird Kiefer auch in seine eigenen Werke hineininszeniert. Das ist dann auch manchmal etwas viel Wenders im Kiefer, aber dennoch: eine großartige Einführung in Anselm Kiefers Werk, eine beeindruckende filmische Annäherung.
Das ist diesmal nicht nur der allererste Eindruck vom Film, dieses Mal ist es für mich auch der erste Eindruck von Anselm Kiefer. Denn im Gegensatz zu Katharina, die sich als Künstlerin natürlich mit Anselm Kiefer sehr gut auskennt, war ich noch gar nicht in Berührung mit Kiefers Werk gekommen. Und wie sich herausstellt, funktioniert Wenders Film für beide. Am Mikrofon: Katharina und Thomas.
13 Minuten
In meiner japanophilen Filmblase gilt Sabus Debütfilm DANGAN RUNNER als Kultfilm. Dem Label Rapid Eye Movies sei Dank ist eine restaurierte Fassung des Films in ausgewählten Kinos zu sehen. Das konnten wir uns nicht entgehen lassen.
Sabu zeigt uns einen jungen Mann, der eine Bank überfallen will, aber bereits davor als Ladendieb scheitert und fliehen muss, der Verkäufer verfolgt ihn durch die Straßen von Tokio, aber auch der Verkäufer wird bald verfolgt – von einem Yakuza, der mit ihm eine Rechnung offen hat. Alle drei Männer sind jeder auf seine Weise gescheitert. Die merkwürdige Verfolgungsjagd der drei Männer gerät zwischen die Fronten, als zwei Yakuzabanden und die Polizei gegeneinander antreten.
Taxi-Driver-Zitate, spannungstreibende Musik und eine kreative Kamera fallen positiv auf, auch, dass die Verfolgungsjagd am Ende transzendiert und ihren eigenen Sinn aufhebt. Anstrengend – wie immer, wenn Yakuza im Spiel sind – ist das ständige, sinnlose Anbrüllen und das unvermeidliche gegenseitige Abschlachten der Männer. Das Beste an DANGAN RUNNER ist, wie Sabu diese toxische Männlichkeit vorführt und wirklich allen Männern in diesem Film die Hosen der fragilen Männlichkeit herunterlässt. Im Podcast direkt nach dem Kino mit unterschiedlicher Filmeinschätzung am Mikrofon: Johanna und Thomas.
Sabu zeigt uns einen jungen Mann, der eine Bank überfallen will, aber bereits davor als Ladendieb scheitert und fliehen muss, der Verkäufer verfolgt ihn durch die Straßen von Tokio, aber auch der Verkäufer wird bald verfolgt – von einem Yakuza, der mit ihm eine Rechnung offen hat. Alle drei Männer sind jeder auf seine Weise gescheitert. Die merkwürdige Verfolgungsjagd der drei Männer gerät zwischen die Fronten, als zwei Yakuzabanden und die Polizei gegeneinander antreten.
Taxi-Driver-Zitate, spannungstreibende Musik und eine kreative Kamera fallen positiv auf, auch, dass die Verfolgungsjagd am Ende transzendiert und ihren eigenen Sinn aufhebt. Anstrengend – wie immer, wenn Yakuza im Spiel sind – ist das ständige, sinnlose Anbrüllen und das unvermeidliche gegenseitige Abschlachten der Männer. Das Beste an DANGAN RUNNER ist, wie Sabu diese toxische Männlichkeit vorführt und wirklich allen Männern in diesem Film die Hosen der fragilen Männlichkeit herunterlässt. Im Podcast direkt nach dem Kino mit unterschiedlicher Filmeinschätzung am Mikrofon: Johanna und Thomas.
9 Minuten
Die Jagd auf Serienmörder ist ein eigenes Genre, ZODIAC und SCHWEIGEN DER LÄMMER sind hier der Goldstandard. Dieses Niveau erreicht CATCH THE KILLER (im Original TO CATCH A KILLER) nicht. Dennoch ein sehr sehenswerter Film mit einer wirklich beeindruckenden und sehr stark inszenierten ersten großen Szene in Baltimore und später einer exzellent inszenierten und sehr spannenden Schießerei in einem Ladengeschäft. Im Mittelpunkt steht ein erfahrener, aber auch etwas selbstverliebter Ermittler (Ben Mendelsohn), der sich eine labile, aber kluge Polizistin in sein Team holt. Eine großartige Rolle für Shailene Woodley, die eine Frau verkörpert, der es mühsam gelingt, ihre eigenen Dämonen zu kontrollieren. Immer wieder halten politische Intrigen die Ermittlungen (und den Film) auf. Am Ende verliert CATCH THE KILLER sein Pacing und etwas auch seine bis dahin empfundene Authentizität. Trotz einiger Schwächen ein überdurchschnittlicher, sehr solider und optisch beeindruckender Genre-Film. Im Podcast nach dem Film sprechen wir darüber, was das alles mit dem Weissen Hai zu tun hat, ob die verschiedenen Teile des Films am Ende zusammen passen, über Intensität und ikonische Bilder. Am Mikrofon direkt nach dem Kino: Heidi und Thomas.
15 Minuten
Erst einmal Respekt für den Mut, einen großformatigen Science-Fiction-Film zu machen, der nicht unter dem Schutzschirm eines großen Franchises oder zumindest einer populären Literatur- oder Gamevorlage steht. THE CREATOR erfindet das Genre nicht neu, ganz im Gegenteil – die Story kommt einem aus TERMINATOR und anderen Filmen sehr vertraut vor: KI-gesteuerte Systeme und Roboter dienen den Menschen, bis sich eine KI gegen die Menschen wendet und eine Atombombe auf Los Angeles wirft. Die USA verbieten und vernichten alle KI und führen einen Krieg gegen Asien, wo die Menschen mit den Robotern zusammenleben. Joshua, der seine Familie bei dem Atomschlag von Los Angeles verloren hat, infiltriert eine Gruppe, die der KI zu Sieg verhelfen will …
Den Preis für die originellste Idee wird THE CREATOR nicht gewinnen, er ist auch nicht so subtil und klug wie die modernen SF-Klassiker MOON, ARRIVAL und EX MACHINA. Aber er ist spannend, lässt uns mit den Protagonisten mitfühlen und sieht atemberaubend gut aus. Die Gestaltung der Fahrzeuge, der Waffen, der Robotertechnik, der Panzer und der Flugzeuge, die Kleidung, die Städte – alles so kreativ und stimmig, wie es seit BLADE RUNNER nicht mehr auf der Leinwand zu sehen war. Und die Inszenierung von Gareth Edwards setzt dieses beeindruckende Design ins richtige Licht, in Schatten und Dunst. THE CREATOR ist der optisch der beste Science-Fiction-Film seit sehr, sehr langer Zeit.
Im Podcast direkt nach dem Kino stehen wir vor dem Capitol und diskutieren über den Realismus von Actionszenen, ob THE CREATOR Stellung für die KI bezieht, über John David Washington und über Evolution. Am Mikrofon: Kathrin, Johanna und Thomas.
Den Preis für die originellste Idee wird THE CREATOR nicht gewinnen, er ist auch nicht so subtil und klug wie die modernen SF-Klassiker MOON, ARRIVAL und EX MACHINA. Aber er ist spannend, lässt uns mit den Protagonisten mitfühlen und sieht atemberaubend gut aus. Die Gestaltung der Fahrzeuge, der Waffen, der Robotertechnik, der Panzer und der Flugzeuge, die Kleidung, die Städte – alles so kreativ und stimmig, wie es seit BLADE RUNNER nicht mehr auf der Leinwand zu sehen war. Und die Inszenierung von Gareth Edwards setzt dieses beeindruckende Design ins richtige Licht, in Schatten und Dunst. THE CREATOR ist der optisch der beste Science-Fiction-Film seit sehr, sehr langer Zeit.
Im Podcast direkt nach dem Kino stehen wir vor dem Capitol und diskutieren über den Realismus von Actionszenen, ob THE CREATOR Stellung für die KI bezieht, über John David Washington und über Evolution. Am Mikrofon: Kathrin, Johanna und Thomas.
10 Minuten
Transplantation ist ein Element in Body-Horror-Filmen, das alte Ängste in uns wach ruft. Übernehmen wir mit dem Körperteil die Eigenschaften des "Vorbesitzers"? ORLAC'S HÄNDE ist der erste dieser Filme, unübersehbar spätexpressionistisch, große Bauten, große Gesten, große Augen. Die Geschichte nach einem Roman von Maurice Renard erzählt vom Pianisten Paul Orlac, der bei einem Unfall seine Hände verliert. Der Arzt entscheidet sich, ihm die Hände eines gerade hingerichteten Mörders anzunähen. Die Operation gelingt, aber Orlac erträgt den Gedanken nicht, mit den Mörderhänden wieder Klavier zu spielen oder seine geliebte Frau zu berühren. Und dann geschieht ein Mord. Haben die Hände des Mörders wieder zugeschlagen?
Der Film stellt Orlacs psychischen Zustand in den Mittelpunkt, die expressionistische Bildsprache spiegelt intensiv Orlacs Ängste. Seine Hände wirken tatsächlich wie Fremdkörper, als hätten sie einen eigenen Willen. Im Podcast direkt nach dem Film sprechen wir über die Hände der liebenden Ehefrau, über die beeindruckende Live-Klavierbegleitung von Uwe Oberg, über den drei Jahre später kommenden Tonfilm, über Handlungswendungen - und über nicht sehr stumme Betrunkene und Mäuse. Direkt nach dem Film vor dem Caligari am Mikrofon: Kristin und Thomas.
Der Film stellt Orlacs psychischen Zustand in den Mittelpunkt, die expressionistische Bildsprache spiegelt intensiv Orlacs Ängste. Seine Hände wirken tatsächlich wie Fremdkörper, als hätten sie einen eigenen Willen. Im Podcast direkt nach dem Film sprechen wir über die Hände der liebenden Ehefrau, über die beeindruckende Live-Klavierbegleitung von Uwe Oberg, über den drei Jahre später kommenden Tonfilm, über Handlungswendungen - und über nicht sehr stumme Betrunkene und Mäuse. Direkt nach dem Film vor dem Caligari am Mikrofon: Kristin und Thomas.
10 Minuten
Wenn wir in der ersten halben Stunde gegangen wären, hätten wir das Geld für die Kinokarten zurückbekommen, denn das Cinestar hatte einen technischen Defekt und konnte das Saallicht nicht löschen. Im Rückblick war das ein gutes Angebot, denn zum einen hat es ein Gruselfilm schwer zu wirken, wenn man nicht im Dunkeln sitzt und zum anderen hätten wir uns so diesen Film erspart.
Branagh will uns einen Agatha-Christie-Mystery-Thriller präsentieren. Mysteriös ist dabei aber nur, warum Branagh den Film so prätentiös inszeniert. Er verlagert die Handlung nach Venedig und hat so einen stimmungsvollen Palazzo als Kulisse. Leider ist dieser Palazzo voller Figuren, die uns völlig gleichgültig bleiben, nein – schlimmer noch – uns nerven mit künstlichen Dialogen. Statt echter Spannung gibt es wieder einige prächtige Nahaufnahmen eines prächtigen Schnurrbarts. Und das ist einfach nicht genug.
Am Mikrofon direkt nach dem Kino: Heidi, Katharina, Hendrik, Tom und Thomas.
Branagh will uns einen Agatha-Christie-Mystery-Thriller präsentieren. Mysteriös ist dabei aber nur, warum Branagh den Film so prätentiös inszeniert. Er verlagert die Handlung nach Venedig und hat so einen stimmungsvollen Palazzo als Kulisse. Leider ist dieser Palazzo voller Figuren, die uns völlig gleichgültig bleiben, nein – schlimmer noch – uns nerven mit künstlichen Dialogen. Statt echter Spannung gibt es wieder einige prächtige Nahaufnahmen eines prächtigen Schnurrbarts. Und das ist einfach nicht genug.
Am Mikrofon direkt nach dem Kino: Heidi, Katharina, Hendrik, Tom und Thomas.
11 Minuten
THE MATRIX RESURRECTIONS hatten wir im Kino verpasst und jetzt im Heimkino nachgeholt – und waren sehr überrascht vom Schwung, der Spannung, dem Spektakel, und der augenzwinkernden Selbstironie dieses vierten Teils. Die Rückkehr zum eigenen Kinomythos kann ja schnell mehr oder weniger krachend scheitern – hier gelingt es den Charme des ersten Films wieder aufschimmern zu lassen und gleichzeitig den eigenen Mythos auf den Arm zu nehmen: „Warner Bros. will unbedingt einen vierten Teil – ob wir mitmachen oder nicht.“
Im Mittelpunkt steht die Liebe, die Anziehungskräfte zwischen Neo und Trinity bringen alle Computerpläne durcheinander, während die Grenzen zwischen Menschen und Maschinen durchlässig werden. Thomas Anderson muss auf jeden Fall eine Menge blaue Pillen schlucken, bevor es endlich wieder zur Entscheidung zwischen der blauen Pille und der roten Pille kommt …
Im Podcast direkt nach dem Heimkino reden wir über die stark inszenierte, aber dosierte eingesetzte Action, über zombieartige Massenszenen, über Sense Eight und über den immer noch ungebrochenen Zauber, wenn Keanu Reeves und Carrie-Anne Moss aufeinandertreffen. Direkt nach dem Film am Mikrofon: Tom und Thomas.
Im Mittelpunkt steht die Liebe, die Anziehungskräfte zwischen Neo und Trinity bringen alle Computerpläne durcheinander, während die Grenzen zwischen Menschen und Maschinen durchlässig werden. Thomas Anderson muss auf jeden Fall eine Menge blaue Pillen schlucken, bevor es endlich wieder zur Entscheidung zwischen der blauen Pille und der roten Pille kommt …
Im Podcast direkt nach dem Heimkino reden wir über die stark inszenierte, aber dosierte eingesetzte Action, über zombieartige Massenszenen, über Sense Eight und über den immer noch ungebrochenen Zauber, wenn Keanu Reeves und Carrie-Anne Moss aufeinandertreffen. Direkt nach dem Film am Mikrofon: Tom und Thomas.
16 Minuten
Gnadenlos ist der Einstieg in den dritten und letzten EQUALIZER: Ein Mann kehrt in sein Haus in Sizilien zurück, überall liegen erstochene, erschossene, erschlagene Männer. Eine blutige Szenerie, die ein blutiges Ende nimmt. Danach nimmt Fuqua erst einmal die Fahrt aus seinem Film, zeigt einen Protagonisten, der schwer angeschlagen, ganz langsam wieder auf die Füße kommt (die Treppen als show don’t tell!), der ankommt und eine neue Heimat an der Amalfiküste findet. Und der dann als Equalizer diese neue Heimat und diese neue Familie gegen Feinde (diesmal die Mafia) verteidigt.
Der dritte EQUALIZER ist sehr schön gefilmtes Genre-Kino, dass uns die Gelegenheit gibt, die Menschen ins Herz zu schließen, die in Gefahr sind. Und Denzel Washington spielt den harten Robert McCall großartig zwischen warmherziger Freundlichkeit, irritierenden Ticks und ebenso effizienter wie sadistischer Brutalität. Im Podcast direkt nach dem Kino diskutieren wir über das zwischendurch ruhige Tempo, über den Sadismus des Protagonisten, über cineastische Amnesie und warum wir uns Filme mit Gewalt anschauen. Wir sind uns einig: Ein würdiges Finale und deutlich gelungener als der zweite Teil. Am Mikrofon direkt nach dem Kino: Hendrik, Tom und Thomas.
P.S. Wer sich für Uhren in Filmen interessiert: Robert McCall stoppt die neun Sekunden mit einer Suunto 9 Peak.
Der dritte EQUALIZER ist sehr schön gefilmtes Genre-Kino, dass uns die Gelegenheit gibt, die Menschen ins Herz zu schließen, die in Gefahr sind. Und Denzel Washington spielt den harten Robert McCall großartig zwischen warmherziger Freundlichkeit, irritierenden Ticks und ebenso effizienter wie sadistischer Brutalität. Im Podcast direkt nach dem Kino diskutieren wir über das zwischendurch ruhige Tempo, über den Sadismus des Protagonisten, über cineastische Amnesie und warum wir uns Filme mit Gewalt anschauen. Wir sind uns einig: Ein würdiges Finale und deutlich gelungener als der zweite Teil. Am Mikrofon direkt nach dem Kino: Hendrik, Tom und Thomas.
P.S. Wer sich für Uhren in Filmen interessiert: Robert McCall stoppt die neun Sekunden mit einer Suunto 9 Peak.
57 Minuten
Marina (Ariane Labed) kommt mit den Menschen nicht zurecht, ausgenommen ihren Vater Spyros (Vangelis Mourikis) und ihre einzige Freundin Bella (Evangelia Randou). Während sie sich um ihren sterbenden Vater kümmert, möchte sie mit 23 Jahren endlich erste sexuelle Erfahrungen machen. Ausgesucht hat sie sich dafür einen Ingenieur (Giorgos Lanthimos). Aber ATTENBERG ist viel mehr als verspätetes Coming of Age. Regisseurin Athina Rachel Tsangari zeigt ein Griechenland, dessen Modernisierung offenbar ins Leere gelaufen ist, zeigt eine junge Frau, die ein Leben zu ihren eigenen Bedingungen lebt, integriert Elemente der griechischen Tragödie (Ex, Tod, Tanz). Im Podcast erklärt Lucas die weird greek new wave und diskutiert mit Thomas über den silly walk der beiden Frauen, über Komik und griechische Bestattungsgesetze.
13 Minuten
Natalie, eine verheiratete Frau, bricht aus ihrer Ehe und aus ihrem Leben aus, sie erträgt die Enge und die verlorene Selbstbestimmung nicht mehr. Sie setzt sich ans Steuer und fährt quer durch die Vereinigten Staaten. Auf ihrem Trip liest sie „Killer“ auf, einen jungen Mann, dessen strahlende Footballkarriere nach einer schweren Kopfverletzung zuende ist. Killer ist beeinträchtigt und versteht im wahrsten Sinne des Wortes die Welt nicht mehr. Natalie will die gesellschaftlichen Normen nicht mehr akzeptieren, Killer kann die gesellschaftlichen Normen nicht mehr erkennen. Auf ihrem Weg durch die ungeschönte Realität der USA fragt sich Natalie, ob sie die Verantwortung für Killer übernehmen will. Als sie einen Polizisten kennenlernt, eskaliert die Situation.
THE RAIN PEOPLE von 1969 gehört zu Coppolas unbekannteren Werken. Als Road-Movie wurde der Film mit kleinem Budget und kleiner Crew auf der Fahrt durch die USA zum Teil improvisiert. Das Spiel von Shirley Knight und James Caan (und später auch Robert Duvall) ist sehr intensiv, Coppola findet für die Konflikte der Protagonisten starke Bilder: Wenn Killer im Hotelzimmer alle Befehle von Natalie befolgt und damit die gesellschaftlichen Konventionen auf den Kopf gestellt werden, wenn beide durch eine Parade stolpern, wenn Killer auf Tiere in Käfigen stößt oder bereits ganz am Anfang, wenn Natalie angewidert sich vom Arm ihres schlafenden Mannes löst und sich aus dem Schlafzimmer schleicht. Den Ehemann lässt Coppola nicht vor die Kamera. Auch wenn Natalie später mit ihrem Ehemann telefoniert, ist immer nur sie zu sehen. Denn das ist Natalies Geschichte, daran lässt Coppola keinen Zweifel.
Im Podcast direkt nach dem Film sprechen wir darüber, dass der Film mit seinen Themen Selbstbestimmung, Gleichberechtigung, Verhältnis der Geschlechter und Umgang mit beeinträchtigten Menschen sehr modern und relevant geblieben ist. Wir diskutieren über die beeindruckend inszenierten Flashbacks aus dem Leben der Protagonisten, über ein Amerika der Verlierer, das Filmende und die Bedeutung des Titels. Wir sind uns einig: sehr sehenswert. Am Mikrofon direkt nach dem Film: Birgit, Heidi, Katharina, Peter und Thomas. THE RAIN PEOPLE ist auf DVD in der Originalsprache erhältlich.
THE RAIN PEOPLE von 1969 gehört zu Coppolas unbekannteren Werken. Als Road-Movie wurde der Film mit kleinem Budget und kleiner Crew auf der Fahrt durch die USA zum Teil improvisiert. Das Spiel von Shirley Knight und James Caan (und später auch Robert Duvall) ist sehr intensiv, Coppola findet für die Konflikte der Protagonisten starke Bilder: Wenn Killer im Hotelzimmer alle Befehle von Natalie befolgt und damit die gesellschaftlichen Konventionen auf den Kopf gestellt werden, wenn beide durch eine Parade stolpern, wenn Killer auf Tiere in Käfigen stößt oder bereits ganz am Anfang, wenn Natalie angewidert sich vom Arm ihres schlafenden Mannes löst und sich aus dem Schlafzimmer schleicht. Den Ehemann lässt Coppola nicht vor die Kamera. Auch wenn Natalie später mit ihrem Ehemann telefoniert, ist immer nur sie zu sehen. Denn das ist Natalies Geschichte, daran lässt Coppola keinen Zweifel.
Im Podcast direkt nach dem Film sprechen wir darüber, dass der Film mit seinen Themen Selbstbestimmung, Gleichberechtigung, Verhältnis der Geschlechter und Umgang mit beeinträchtigten Menschen sehr modern und relevant geblieben ist. Wir diskutieren über die beeindruckend inszenierten Flashbacks aus dem Leben der Protagonisten, über ein Amerika der Verlierer, das Filmende und die Bedeutung des Titels. Wir sind uns einig: sehr sehenswert. Am Mikrofon direkt nach dem Film: Birgit, Heidi, Katharina, Peter und Thomas. THE RAIN PEOPLE ist auf DVD in der Originalsprache erhältlich.
13 Minuten
Ich hatte mich sehr auf einen klassischen Grusel gefreut – der Teaser sah nach hochwertiger Produktion aus. Man konnte das Schlagen der Segel und das Knarzen der Schiffsdielen spüren. Ein Schiff, eine Crew, ein Monster, wie einst an Bord der Nostromo. Die Kulissen, das Schauspielensemble (Aisling Franciosi!), alles perfekt. Aber dramaturgisch schlingert der Film durch seine Laufzeit: In den ersten Minuten verschenkt er seine Pointe, in den letzten zehn Minuten erleidet der Film Schiffbruch – nach dem Schiffbruch. Dazwischen spult der Film brav seine erwartbaren Stationen ab, ohne in seinem Genre selbst zu überzeugen.
Der Film hätte als „elevated horror“ ein anspruchsvolles Kammerspiel werden können und die Geschichte erzählen können vom Kampf der Aufklärung und Wissenschaft gegen die schwarze Magie des Vampirismus. Oder er hätte einfach ein solider, einfallsreicher Genrefilm sein können, der die Zuschauer überrascht, erschreckt oder zumindest ordentlich gruselt. DIE LETZTE FAHRT DER DEMETER macht von beiden ein kleines bisschen und nichts davon richtig. Für das gleiche Geld hätte man einen sehr viel besseren Film machen können. Am Mikrofon direkt nach dem Kino: Kathrin, Hendrik, Tom und Thomas.
Der Film hätte als „elevated horror“ ein anspruchsvolles Kammerspiel werden können und die Geschichte erzählen können vom Kampf der Aufklärung und Wissenschaft gegen die schwarze Magie des Vampirismus. Oder er hätte einfach ein solider, einfallsreicher Genrefilm sein können, der die Zuschauer überrascht, erschreckt oder zumindest ordentlich gruselt. DIE LETZTE FAHRT DER DEMETER macht von beiden ein kleines bisschen und nichts davon richtig. Für das gleiche Geld hätte man einen sehr viel besseren Film machen können. Am Mikrofon direkt nach dem Kino: Kathrin, Hendrik, Tom und Thomas.
1 Stunde 7 Minuten
Ernst, manchmal traurig blicken die jungen Menschen immer wieder in die Kamera, nachdem sie die über ihre Zukunft gesprochen haben. Alice Rohrwacher, Pietro Marcello, Francesco Munzi sind durch Italien gefahren und haben Jugendliche nach ihren Hoffnungen und Erwartungen befragt. Damit beziehen sie sich auf Pier Paolo Pasolinis Dokumentation GASTMAHL DER LIEBE aus dem Jahr 1963. Kurze Ausschnitte daraus sind in FUTURA zu sehen. Lucas und Thomas sind beeindruckt von diesen jungen Menschen, von denen einige einen sehr klaren Blick auf ihr Leben und ihre Gesellschaft haben.
Fast alle sind der Überzeugung, dass sie Italien verlassen müssen, wenn sie etwas erreichen wollen. Eine enorme Distanz liegt zwischen den Jugendlichen und den Politikern: Sie haben jede Hoffnung verloren, dass sich die politische Klasse von Scheinproblemen abwenden und sich den Jugendlichen zuwenden könnten. Selbst in Genau erinnern sich die Jugendlichen fast gar nicht an die Proteste beim G8-Gipfel 2001. Ihre eigenen Proteste während der Pandemie stehen nicht in dieser Tradition, wirken fast unpolitisch. Ganz im Gegensatz zu zwei jugendlichen Gefängnisinsassen, die darüber philosophieren, ob eine bessere Gesellschaft ohne Geld möglich wäre.
Im Podcast diskutieren Lucas und Thomas über die Abwesenheit von Themen (Sexualität, Klimakatastrophe), über Bildung, über ein leeres Venedig, über Steuerreformen und Konformismus, über Gesichter wie aus einem Renaissance-Gemälde und unerwartete Worte aus dem Mund junger Italiener: „Die Zukunft verblasst und fällt auseinander“. Tief eingeprägt haben sich uns die Blicke der jungen Menschen, die uns anschauen, ohne Illusionen aber nicht ohne Hoffnung.
Fast alle sind der Überzeugung, dass sie Italien verlassen müssen, wenn sie etwas erreichen wollen. Eine enorme Distanz liegt zwischen den Jugendlichen und den Politikern: Sie haben jede Hoffnung verloren, dass sich die politische Klasse von Scheinproblemen abwenden und sich den Jugendlichen zuwenden könnten. Selbst in Genau erinnern sich die Jugendlichen fast gar nicht an die Proteste beim G8-Gipfel 2001. Ihre eigenen Proteste während der Pandemie stehen nicht in dieser Tradition, wirken fast unpolitisch. Ganz im Gegensatz zu zwei jugendlichen Gefängnisinsassen, die darüber philosophieren, ob eine bessere Gesellschaft ohne Geld möglich wäre.
Im Podcast diskutieren Lucas und Thomas über die Abwesenheit von Themen (Sexualität, Klimakatastrophe), über Bildung, über ein leeres Venedig, über Steuerreformen und Konformismus, über Gesichter wie aus einem Renaissance-Gemälde und unerwartete Worte aus dem Mund junger Italiener: „Die Zukunft verblasst und fällt auseinander“. Tief eingeprägt haben sich uns die Blicke der jungen Menschen, die uns anschauen, ohne Illusionen aber nicht ohne Hoffnung.
23 Minuten
In den panischen Gesichtern der Verbrecher wird Batman eingeführt, wir sehen die Angst seiner Feinde, bevor wir den Mann in der Maske selbst sehen können, im Dunkeln, in einer Stadt, die aussieht, als hätte man die Kulissen verlassen und hätte endlich in der realen Stadt Gotham drehen dürfen. Immer wieder wird die Stadt als Protagonist inszeniert, mit weiten Einstellungen und besonderen Perspektiven. Batman ist hier kein Superheld: Wenig Gadgets, wenig Licht, viel Stimmung, viel Atmosphäre – THE BATMAN von Matt Reeves ist viel näher an Fincher als an Nolan. Reeves Batman ermittelt, er ist tatsächlich ein dark detective.
Im Podcast sind wir uns einig: Noch nie hat sich ein Batman-Film so real angefühlt, die Motive der Figuren sind nachvollziehbar, Batman/Bruce Wayne als Charakter entwickelt sich, statt kaltem Zynismus oder quasifaschistischer Gewaltverherrlichung gibt es am Ende sogar Hoffnung. Vielleicht auch für das Knistern zwischen Catwoman (Zoe Kravitz) und Batman (Robert Pattinson). Ein Film, der Schatten und Dunkelheit ebenso großartig in Szene setzt wie das Morgengrauen vor der Skyline Gothams. Kürzer hätte der Film sein können, aber wir sind uns nicht einig, wie eine kürzere Version aussehen sollte. Am Mikrofon direkt nach dem Film im Heimkino: Johanna, Tom und Thomas.
Im Podcast sind wir uns einig: Noch nie hat sich ein Batman-Film so real angefühlt, die Motive der Figuren sind nachvollziehbar, Batman/Bruce Wayne als Charakter entwickelt sich, statt kaltem Zynismus oder quasifaschistischer Gewaltverherrlichung gibt es am Ende sogar Hoffnung. Vielleicht auch für das Knistern zwischen Catwoman (Zoe Kravitz) und Batman (Robert Pattinson). Ein Film, der Schatten und Dunkelheit ebenso großartig in Szene setzt wie das Morgengrauen vor der Skyline Gothams. Kürzer hätte der Film sein können, aber wir sind uns nicht einig, wie eine kürzere Version aussehen sollte. Am Mikrofon direkt nach dem Film im Heimkino: Johanna, Tom und Thomas.
10 Minuten
Spät in der Jubiläumsnacht des Mainzer Capitol-Kinos haben wir als Überraschungsfilm David Lynchs THE STRAIGHT STORY gesehen: Die wahre Geschichte von Alvin Straight, großartig gespielt vom damals sehr schwer kranken Richard Farnsworth. Er will unbedingt seinen Bruder (Harry Dean Stanton) noch einmal besuchen und sich mit ihm versöhnen. Er entschließt sich die lange Reise mit seinem Aufsitzrasenmäher zu machen – mit 8 Stundenkilometern. Er verabschiedet sich von seiner Tochter Rose (Sissy Spacek in einer ergreifenden Rolle) und bricht zu einer Reise mit vielen Begegnungen auf. Er trifft Menschen, denen er helfen kann, und Menschen, die ihm helfen. Die Episoden halten die feine Balance zwischen Sentimentalität und Ernst, zeigen das Beste an den Menschen im Mittleren Westen, zeigen Hoffnung, Verzweiflung, Kriegstraumata. Im Podcast direkt nach dem Film sprechen wir über die genaue Charakterzeichnung in kurzen Dialogen, über starke Bilder und Szenen, die in Erinnerung bleiben werden und über einen gemeinsamen Blick in die Sterne. Am Mikrofon spät in der Nacht vor dem Capitol: Kathrin, Johanna und Thomas.