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Foto-Dialog. Deutsche Fotografische Akademie Archiv

36 Episoden
33 Minuten
Der Schweizer Fotograf Meinrad Schade befasst sich seit vielen Jahren mit seinem Projekt „Krieg ohne Krieg“ – eine Beobachtung von Gesellschaften und Regionen, die durch Gewalterfahrungen geprägt sind,  vor allem vor allem in der Ex-UdSSR und  in Israel/Palästina.

Dabei zeigt sich, dass die heißen Konflikte der Gegenwart, von der Ukraine bis zum Nahen Osten, nur die extremen Ausschläge politischer Prozesse sind, die schon seit langem Gewalt anwenden, um Machtverteilung in ihrem Sinne zu organisieren. De facto scheitern sie damit auf der fundamentalsten Ebene, nämlich daran, das Zusammenleben von Menschen dauerhaft und gut zu ermöglichen.

Mit Andreas Langen spricht Meinrad Schade über Blumen, das Erstarren zur Statue und Annäherungen an die Absurdität des Lebens.

https://www.meinradschade.ch/

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55 Minuten
Der Fotograf Dr. Otto Lossen (1875 - 1938) ist bekannt, aber im Grunde ein Rätsel. 1927 fotografierte er als einziger die legendäre Weißenhofsiedlung in Stuttgart. Sie ist eine Ikone der Architekturmoderne und damit sind auch Otto Lossens Fotos weltweit berühmt. Über den Fotografen hingegen wusste man bisher fast nichts. 1929 wurde Otto Lossen Mitglied der Gesellschaft Deutscher Lichtbildner.

Zwei Forscher, die in mühevoller Kleinstarbeit zu Otto Karl Klaus Hermann Josef Maria Lossen geforscht haben, bringen nun erstaunliches Licht ins Dunkel. Beide sind Mitglied des Deutschen Werkbunds, der damals die Weißenhof-Bauausstellung initiierte.

Der Architekturfotograf Wolfram Janzer (auch Mitglied der Deutschen Fotografischen Akademie) spricht im Podcast mit Corinna Weidner über Lossens Weg von der Fotochemie zur Fotografie und sein fotografisches Wirken in Baden-Württemberg.

Inken Gaukel, Architekturhistorikerin und Ausstellungsmacherin, legt dar, wie sich Lossens Fotografien, die berühmten Architekturen und der Denkmalschutz zueinander verhalten.

Die Ausstellung „Dr. Otto Lossen – Der Fotograf der Weißenhofsiedlung 1927“ ist noch kurze Zeit zu sehen: bis zum 19. Juli 2026, Weißenhofwerkstatt im Haus Mies van der Rohe, Stuttgart

https://weissenhofmuseum.de/

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1 minute
Der Stuttgarter Fotograf Wolfgang Gscheidle hat weite Wege zurückgelegt: Vom linken Aktivisten der Arbeiterfotografie und der frühen FH Pforzheim in den späten 60ern zum erfolgreichen Still-Lifer im Umkreis von Branchengrößen wie Dietmar Henneka im Werbebusiness der 80er und 90er Jahre. Erst heute widmet sich Wolfgang Gscheidle auch intensiver seinen Freien Arbeiten, vor allem ironischen Selbstporträt-Inszenierungen.

Im Podcast mit Andreas Langen spricht er über Fluch und Segen einer Glatze, die Begeisterung für farbiges Licht, die Modistin von Hanns-Martin Schleyer und was das Verschwinden der analogen Fotografie mit Schokoladen-Nikoläusen in Stuttgarter Treppenhäusern zu tun hat.

Ausstellung „Hauptsachen“ von Wolfgang Gscheidle bis 25.3.2026 im Kulturhaus Osterfeld, Pforzheim.

https://kulturhaus-osterfeld.de/events/4432_4748-fotoausstellung-wolfgang-gscheidle

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51 Minuten
In der zeitgenössischen Architekturfotografie ist Wolfram Janzer eine Klasse für sich. „Delikat“ nennen Fachleute sein ausgeklügeltes Spiel mit Flächen und Perspektiven. Selber Architekt, hat er früh die Fotografie als sein Medium entdeckt. Konsequent entstand eine fotokünstlerische Handschrift, in der er Architektur und Raumkörper bis in die Abstraktion treibt. Nicht unwichtig auf diesem Weg war die Deutsche Fotografische Akademie, deren Mitglied er seit 40 Jahren ist.

Neugier, Forschergeist, ein immenses kulturhistorisches Wissen, eine Portion Unbequemlichkeit und die Lust am Bild zeichnen den Fotokünstler aus.

Anlässlich seines 80sten Geburtstages spricht Wolfram Janzer im Podcast mit Corinna Weidner über seine Entwicklung. Der prägende Spirit des Bodensees, wie Reduktion gelingt und man sich mit der Kamera von störenden Dingen trennen kann; Die Wiederentdeckung von Bomarzo zusammen mit Horst Bredekamp; Raumtranskriptionen in der Staatsgalerie Stuttgart, das Elmar-Daucher-Mahnmal in der Nahaufnahme und die Spuren des Krieges.

https://www.wolfram-janzer.de/

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1 Stunde 2 Minuten
Ruth Hallensleben (1898-1977) ist eine hochinteressante Fotografin des 20. Jahrhunderts. Sie ist Deutschlands bekannteste Industriefotografin, tätig ab Mitte der 1930er Jahre. Das Ruhr Museum zeigt aktuell eine Ausstellung, in der Hallenslebens gesamtes Schaffen unter dem Aspekt der Auftragsfotografie betrachtet wird.

Hallensleben, die erst im Alter von 32 Jahren zur Fotografie fand, war eine immens erfolgreiche Berufsfotografin, die von Auftrag zu Auftrag eilte und neben der Schwerindustrie für verschiedenste Wirtschaftsunternehmen, Verlage und Bildagenturen tätig war. Unabhängig, erfolgreich, geschäftstüchtig und im fotografischen Handwerk nahezu perfekt. 1936 wurde sie Mitglied der Gesellschaft Deutscher Lichtbildner, heute Deutsche Fotografische Akademie.

Im Podcast mit Corinna Weidner diskutiert die Leiterin der Fotografischen Sammlung am Ruhr Museum, Stefanie Grebe, Werk, Werdegang und Persönlichkeit von Hallensleben im Kontext des Nationalsozialismus. Ein Gespräch auch über das Inszenieren von Bildern, den Vergleich zu Albert Renger-Patzsch und das Glück gelungener Fachtagungen. 

Das Ruhr Museum in Essen zeigt noch bis zum 24. August 2025 die Ausstellung „Bilder im Auftrag. Fotografien von Ruth Hallensleben 1931-1973“.

https://ruhrmuseum.de/ausstellungen/aktuell/bilder-im-auftrag-fotografien-von-ruth-hallensleben-1931-1973

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54 Minuten
Die Fotokünstlerin Annegret Soltau erlebt gerade große internationale Anerkennung und Würdigung ihres 50-jährigen Schaffens. Seit 1988 ist sie Mitglied der Deutschen Fotografischen Akademie.

Einzigartig ist Annegret Soltaus künstlerische Handschrift. In den „Foto-Vernähungen“ collagiert sie zerrissene Stücke aus Fotos zu neunen, sinnhaften Bildern und vernäht diese mit einem Faden. Treffsicher sind ihre Themen: existenzielle menschliche Ich-Zustände, Lebenszyklen wie Alter und Geburt, Körper, Geschlecht und Identität. All dies setzt Annegret Soltau aus Frauenperspektive um und in Bezug zur Gesellschaft: Risse und was sie heilen kann.

Im Gespräch mit Corinna Weidner spricht die Pionierin der feministischen Fotografie über:

ihren eigenwilligen Weg, bahnbrechende Performances und das Spüren des Fadens; Hürden und Zensur (u.a. durch Siegfried Unseld / Suhrkamp Verlag), durchhalten und weitermachen; die Relevanz des Körpers und die Prägung des Kriegs. Und warum die Fotos „Generativ“ auch für ihre Mutter und Großmutter eine Befreiung darstellten.

Das Städel-Museum in Frankfurt am Main widmet Annegret Soltau vom 7.5. - 17.8. 2025 eine umfassende Retrospektive.

https://dfa.photography/portfolios?search=soltau

https://www.annegret-soltau.de/

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43 Minuten
Michael Jochum ist in vieler Hinsicht ein außergewöhnlicher Fotograf innerhalb der DFA. Er ist Autodidakt, arbeitet nur in Schwarzweiß, nur analog und ausschließlich frei. Mit retro-romantisierenden Ideen der Analogfotografie hat er jedoch nichts am Hut. Michael Jochum hat beim Fotokünstler Michael Schmidt gelernt, dem Begründer der legendären „Werkstatt für Photographie“ in Berlin-Kreuzberg.

Künstler durch und durch, beschäftigt sich Michael Jochum mit den existenziellen Fragen des Lebens und genauso durchdringt er auch die Fotografie, dazu auf sehr experimentelle Weise: Fotografieren ohne Sucher, immer ohne Stativ, re-fotografierend und oft wie in einer Performance.   

Im Podcast mit Corinna Weidner spricht Michael Jochum über seine Lebensentscheidung für die Fotografie, warum ihn Bilder, die er im Kopf hat, nicht mehr interessieren, das Arbeiten in der Dunkelkammer und natürlich auch über Michael Schmidt. In dessen Werkstatt-Erbe steht Michael Jochum mit seinem „Projekt Fotografie“, das er seit 35 Jahren an der VHS München leitet.

http://www.michael-jochum.de/

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33 Minuten
Der Fotograf Hans Schreiner gründete 1948 in München das „Institut für Bildjournalismus“. Eine zentrale Ausbildungsstätte für Fotoreporter und Fotojournalistinnen in der boomenden Illustriertenlandschaft der Nachkriegszeit. Bekannte Schülerinnen des Instituts sind Barbara Niggel und Karin Székessy.

Parallel unterrichtete Hans Schreiner das Fach auch an der Münchner Fotoschule, wo er selber in den 1920er Jahren gelernt und ab den 1930ern gelehrt hatte. Hier war Peter Keetman sein Schüler.

Hans Schreiner war durch das Neue Sehen geprägt und vermittelte höchst präzise Grundsätze der unverstellten, direkten Fotografie. Sein moderner Lehrstil öffnete für die Schüler die Türen in die internationale Welt der Fotografie.

Im Podcast mit Corinna Weidner erinnert sich der Fotograf Dieter Hinrichs an seinen Lieblingslehrer, den viel zu jung verstorbenen und zu Unrecht in Vergessenheit geratenen Hans Schreiner (1905-1961, Mitglied der Gesellschaft Deutscher Lichtbildner ab 1951). 

http://www.dieter-hinrichs.com/

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42 Minuten
Künstliche Intelligenz, die fotorealistische Bilder erzeugt: Was im künstlerischen Anwendungsbereich eine fantastische Erweiterung bisheriger Möglichkeiten darstellt, ist ökonomisch ein Terrain, in dem es zugeht wie dermaleinst im Wilden Westen. KI wird hier gesellschaftlich eine Faktenvernichtungsmaschine mit unabsehbarem Bedrohungspotential.

Jürgen Scriba leitet im Deutschen Fotorat die Arbeitsgruppe „Technischer Fortschritt“ und hat federführend daran mitgewirkt, wie sich der Fotorat Ende 2023 öffentlich zu KI-generierenden Technologien positioniert hat. Andreas Langen spricht im DFA-Podcast mit Jürgen Scriba über die vielschichtigen Auswirkungen von KI im Bildbereich.

Scriba analysiert irreführende KI-Bilder und KI-Bildmaterial ohne Kennzeichnung in Stockagenturen sowie dysfunktionale Bilderkennungstools. Und er erläutert, warum das Warten auf gesetzgebende Maßnahmen der Realität hinterherhinkt und welche Handlungsoptionen FotografInnen und BildproduzentInnen haben.    

https://deutscher-fotorat.de/arbeitsgruppe-technischer-fortschritt/

https://wirsing.info/

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41 Minuten
Die Fotografin Ingrid Autenrieth (1926-2023) hat bereits kurz nach dem Krieg als junge Frau Karriere gemacht. 1952 wurde sie Mitglied der Gesellschaft Deutscher Lichtbildner.

Ingrid Autenrieth fotografierte die Trümmer der Nachkriegszeit, war als Werbefotografin für die Fotofirma ADOX tätig, portraitierte Künstler und feilte mit am Frauenbild der Emanzipation.

Seit den 1960ern in ihrer Themenwahl völlig frei, interessierte sich die versierte Architekturfotografin immer wieder für avantgardistische Bauten des Brutalismus wie von Herbert Dörr und Carlfried Mutschler, dessen polymorphe Multihalle in Mannheim sie 1975 ebenfalls fotografierte. 

Weltreisen ab den 1980ern, Umstieg auf Farbe, fotografische Abstraktionen und viel Engagement für Künstlerinnen: Die Kunsthistorikerin Susanne Meier-Faust beleuchtet im Podcast Werk und Werdegang einer Fotografin, in dem sich die Bundesrepublik im 20. Jahrhundert spiegelt. Sie kannte Ingrid Wieland-Autenrieth sehr gut und weiß nicht nur um ihre Gastfreundschaft, sondern auch um die explosiven Hintergründe des Adenauer-Portraits.

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60 Minuten
Willy Zielke (1902 - 1989) ist ein bedeutender Fotograf und Filmavantgardist der 20er und 30er Jahre. Er wurde 1929 Mitglied der Gesellschaft Deutscher Lichtbildner, heute Deutsche Fotografische Akademie.

Im zweiten Teil des Podcasts zu Willy Zielke geht es zuerst um seine bahnbrechenden Fotografien sowie seine Teilnahme an der FiFo, der legendären Werkbund Ausstellung Film und Fotografie in Stuttgart 1929.

Im Anschluss widmet sich Corinna Weidner im Gespräch mit Dieter Hinrichs dem Schicksal Zielkes in den Mühlen der NS-Psychiatrie, wie seine Kunst ihm beim Überleben half und wie Leni Riefenstahl Zielkes Genialität sogar noch nach seinem Tod für ihren Ruhm ausbeutete.

Der Fotograf Dieter Hinrichs hat vor 40 Jahren die Wiederentdeckung von Willy Zielke in Deutschland initiiert. Dieser vermachte ihm posthum seine bisher unveröffentlichten Memoiren. Für diesen Podcast hat Hinrichs Passagen daraus zur Verfügung gestellt, sie tragen den Titel ANGST.

http://www.dieter-hinrichs.com/

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33 Minuten
Simone Demandt ist über die Kunst zur Fotografie gekommen. Ihre Arbeiten sind immer seriell angelegt und reichen von fast sozial-dokumentarischen Porträts bis hin zu völlig abstrakten Kompositionen.

Gleichzeitig ist der Auslöser oft ein konkreter biografischer Anlass - sich nachts in einem dunklen Gebäude zu verirren, oder die plötzliche Sorge um ein Kind.

„Ich reagiere auf das Leben um mich herum. Ich bin neugierig darauf, wie Objekte, Räume und Gegenstände widerspiegeln, was wir uns unter unserem Leben vorstellen“, sagt Simone Demandt. 

Im Podcast mit Andreas Langen spricht die DFA-Fotografin über die Balance von Zufall und Steuerung, Madonnen aus Sprengstoff und darüber, warum abstrakte Bilder entlastend sind.

https://simonedemandt.de/

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40 Minuten
Willy Zielke ist ein bedeutender Fotograf und Filmavantgardist der 20er und 30er Jahre in Deutschland. 1902 geboren in Lodz, studiert er ab 1923 an der Münchner Fotoschule und wird 1929 Mitglied der Gesellschaft Deutscher Lichtbildner, heute Deutsche Fotografische Akademie.

Zielke ist ein künstlerisches Multitalent, den die Dynamik der Zeit in einen Schaffensrausch versetzt, bevor er in den Mühlen der NS-Psychiatrie kalt gestellt wird.

Seine Biografie und auch sein Schaffen ist geprägt von den Umwälzungen der Russischen Revolution, der Weimarer Republik und des Nationalsozialismus. Sie lassen stellvertretend die Verwerfungen dieser Zeit nachvollziehen, wie avantgardistische Ästhetik zurückgedrängt wurde und Künstler sich auf Druck oder durch für sie als notwendig erachtete Kompromisse den NS-propagandistischen Produktionen unterordneten.

Der Fotograf Dieter Hinrichs hat Willy Zielke gut gekannt und viel zu ihm geforscht. Im Gespräch mit Corinna Weidner spricht er über Zielkes Filme „Arbeitslos“, „Das Stahltier“, den Prolog zu Leni Riefenstahls „Olympia“ sowie die autobiografischen Aufzeichnungen des Künstlers.

http://www.dieter-hinrichs.com/

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38 Minuten
Die Fotografin Annemarie Heinrich (1912-2005) emigrierte im Alter von 14 Jahren von Berlin nach Argentinien. Nahezu aus dem Nichts heraus startete sie in den 1930er Jahren mit großem künstlerischen Talent und preußischer Disziplin eine bedeutende Karriere. Annemarie Heinrich und ihre Mitarbeiterinnen trugen immer Hosen, Heinrich fotografierte weibliche Akte und nahm die Arbeit der Frauen in den Blick. In der vom Machismo geprägten Gesellschaft sprach man von der Foto-Feministin.

Mitte der 1950er wurde sie Mitglied der Gesellschaft Deutscher Lichtbildner, in Argentinien gab sie der Fotografie durch ihr breites Engagement nachhaltige Impulse, u.a. als Mitglied der La Carpeta de los Diez.

Lutz Matschke und Renata Jonic erzählen vom Werdegang einer selbstbewussten Fotografin mit hohem Anspruch, Retusche mit Rasierklingen, verbotenen Fotos von Eva Perón und Nachtschichten für die ganze Familie.

Gemeinsam mit Annemarie Heinrichs Kindern erarbeiten beide eine Retrospektive der Fotografin, die 2024 in Deutschland zu sehen sein wird: Ausstellung im Willy Brandt Haus Berlin vom 19. Juli bis 29. September 2024.

www.annemarieheinrich.com

www.lutzmatschke.de

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20 Minuten
Hendrik Faure ist einer von vermutlich drei Lichtbildnern in Europa, die noch Heliogravüren von der Kupferplatte herstellen – und da das Medium bekanntlich die Message ist, hat Faure auch sonst keine Scheu vor radikalen Minderheiten-Positionen. Er verschenkt seine wertvollen Prints nach dem Zufallsprinzip („..um ein bisschen Kommerz rauszunehmen“), deren Herstellung zwei volle Arbeitstage benötigt und deren Auflagen bei acht bis zehn Exemplaren endet, wegen Abnutzung der Druckplatte. DFA-Mitglied Hendrik Faure betreibt eine Galerie im ländlichen Abseits der ehemaligen Zonengrenze, unbekümmert von Besucherzahlen. Und über die gängigen Verfahren von Foto-Erzeugung und -verarbeitung sagt er: „Digitale Technik ist ein guter Informationsträger, aber ein erbärmlicher Bildträger. Der Digitalismus tötet die Kunst und er ist eine staatlich geförderte Droge.“

https://dfa.photography/mitglied/hendrik-faure

https://www.reiffenhausen.de/wirtschaft/zentralfenster.html

https://de-de.facebook.com/hendrik.faure.3/

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