Foto-Dialog. Deutsche Fotografische Akademie Archiv
36 Episoden
43 Minuten
Hanna Seewald (geboren 1899) war nicht nur Fotopionierin der Weimarer Zeit, sondern auch als Direktorin der Münchner Fotoschule / Lehr- und Versuchsanstalt für Photographie eine Vorreiterin. 40 Jahre lang prägte sie die bedeutende Fotoschule: ab 1925 als Lehrerin, direkt nach dem Krieg als kommissarische Leiterin und ab 1953 als Direktorin.
Handwerklich wie künstlerisch versiert im Pictorialismus, dem Neuen Sehen und der Industriefotografie, konnte die Portraitfotografin Hanna Seewald sich nach dem Krieg an der Spitze der Institution etablieren.
Der Fotograf Dieter Hinrichs hat Mitte der 50er Jahre bei Hanna Seewald studiert. Später war er selber Lehrer an der Münchner Fotoschule und hat sich mit Hanna Seewald bis zu ihrem Tod 1992 über ihr Wirken an der Fotoschule ausgetauscht. Im Gespräch mit Corinna Weidner taucht er in ihre pädagogisch-organisatorischen Qualitäten und ihren kritischen Geist ein, reflektiert über die komplizierte Phase der NS-Zeit und wie Hanna Seewald ihren eigenen Weg ging. Auch über Hinrichs Engagement für die Aufarbeitung der Historie der Münchner Fotoschule sprechen wir sowie über seine Innovationen in der Ausbildung. Schüler von Dieter Hinrichs waren u.a. Juergen Teller und Anna Gripp.
Für diesen Podcast hat Dieter Hinrichs aus seinem Archiv eine Ton-Aufnahme von Hanna Seewald im Bayerischen Rundfunk aus dem Jahr 1958 zur Verfügung gestellt – eine echte Perle.
http://www.dieter-hinrichs.com/
Die Akademie, ihre Mitglieder und alle Digitalen Dialoge der DFA: https://dfa.photography/
Die DFA auf Youtube: youtube.com/@deutschefotografischeakademie
Handwerklich wie künstlerisch versiert im Pictorialismus, dem Neuen Sehen und der Industriefotografie, konnte die Portraitfotografin Hanna Seewald sich nach dem Krieg an der Spitze der Institution etablieren.
Der Fotograf Dieter Hinrichs hat Mitte der 50er Jahre bei Hanna Seewald studiert. Später war er selber Lehrer an der Münchner Fotoschule und hat sich mit Hanna Seewald bis zu ihrem Tod 1992 über ihr Wirken an der Fotoschule ausgetauscht. Im Gespräch mit Corinna Weidner taucht er in ihre pädagogisch-organisatorischen Qualitäten und ihren kritischen Geist ein, reflektiert über die komplizierte Phase der NS-Zeit und wie Hanna Seewald ihren eigenen Weg ging. Auch über Hinrichs Engagement für die Aufarbeitung der Historie der Münchner Fotoschule sprechen wir sowie über seine Innovationen in der Ausbildung. Schüler von Dieter Hinrichs waren u.a. Juergen Teller und Anna Gripp.
Für diesen Podcast hat Dieter Hinrichs aus seinem Archiv eine Ton-Aufnahme von Hanna Seewald im Bayerischen Rundfunk aus dem Jahr 1958 zur Verfügung gestellt – eine echte Perle.
http://www.dieter-hinrichs.com/
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38 Minuten
Die Berliner Filmerin und Fotografin Johanna Jackie Baier ist eine Chronistin der Dunkelheit. Wenn das Klischee von Sex & Drugs & Rock´n´Roll irgendwo passt, dann hier: Johanna Jackie Baier zeigt Sexualität, Nachtleben, Partypeople und -geschehen in einer Intensität und aus einer Nähe, die nur einer Insiderin möglich ist. Als Transsexuelle hat Baier einen Zugang zu gesellschaftlichen Rand- und Tabuzonen, der weit über die Konventionen klassischer Dokumentarfotografie hinausgeht. Passend dazu ist auch ihr fotografischer Gestus leidenschaftlich expressiv, mit grobem Korn, abgrundtiefen Schwärzen und analoger Street Credibility – eine Schwester im Geiste von Ed van der Elsken, aber im 21. Jahrhundert.
Im Gespräch mit Andreas Langen spricht DFA-Mitglied Johanna Jackie Baier über Liebe als Lebenselixier, kameraaffine Sexarbeiterinnen, Erinnerung über den Tod hinaus und Geschlechterfragen als Machtfragen. Das alles auf dem Erfahrungshintergrund eines Menschen, der sexuelle Selbstbestimmung noch gegen sehr harte Widerstände durchkämpfen musste. „Auf der Straße darfst du froh sein, wenn dich niemand totschlägt. Und in der Firma sagte man mir: `Du warst mal ein begabter junger Regisseur. Jetzt bist du nur noch eine Frau.´“
http://fotografie.jackiebaier.de/
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Im Gespräch mit Andreas Langen spricht DFA-Mitglied Johanna Jackie Baier über Liebe als Lebenselixier, kameraaffine Sexarbeiterinnen, Erinnerung über den Tod hinaus und Geschlechterfragen als Machtfragen. Das alles auf dem Erfahrungshintergrund eines Menschen, der sexuelle Selbstbestimmung noch gegen sehr harte Widerstände durchkämpfen musste. „Auf der Straße darfst du froh sein, wenn dich niemand totschlägt. Und in der Firma sagte man mir: `Du warst mal ein begabter junger Regisseur. Jetzt bist du nur noch eine Frau.´“
http://fotografie.jackiebaier.de/
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46 Minuten
Die Kunsthistorikerin Dr. Petra Bopp über Fotografien, Kriege und die Grenzen des Abbildbaren: „Für mich ist jedes Bild nur eine Annäherung“
Die Hamburger Kunsthistorikerin Dr. Petra Bopp ist DFA-Mitglied und befasst sich seit Jahrzehnten mit Zusammenhängen von Fotografie und Krieg. Bei der hoch umstrittenen, so genannten „Wehrmachts-Ausstellung“ in den neunziger Jahren erlebte sie als damalige Mitarbeiterin des Hamburger Instituts für Sozialforschung die Brisanz des Mediums Kriegsfotografie: Wegen einiger unzureichenden Bildunterschriften wurde die gesamte Ausstellung abgebrochen und völlig neu erarbeitet. Gleichwohl hatte das Projekt weit reichende Folgen für das nationale Selbstverständnis – die Mitverantwortung der Wehrmacht an Holocaust und Völkermord ist seither unbestreitbar.
Im DFA-Podcast spricht Petra Bopp mit Andreas Langen über ihr eigenes Projekt zu privaten Fotos deutscher Soldaten im Zweiten Weltkrieg, „Fremde im Visier“, über schreiende Ausstellungsbesucher, Kriegsbilder aus der Ukraine und die Grenzen des Zeigbaren.
http://www.fremde-im-visier.de/
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Die Hamburger Kunsthistorikerin Dr. Petra Bopp ist DFA-Mitglied und befasst sich seit Jahrzehnten mit Zusammenhängen von Fotografie und Krieg. Bei der hoch umstrittenen, so genannten „Wehrmachts-Ausstellung“ in den neunziger Jahren erlebte sie als damalige Mitarbeiterin des Hamburger Instituts für Sozialforschung die Brisanz des Mediums Kriegsfotografie: Wegen einiger unzureichenden Bildunterschriften wurde die gesamte Ausstellung abgebrochen und völlig neu erarbeitet. Gleichwohl hatte das Projekt weit reichende Folgen für das nationale Selbstverständnis – die Mitverantwortung der Wehrmacht an Holocaust und Völkermord ist seither unbestreitbar.
Im DFA-Podcast spricht Petra Bopp mit Andreas Langen über ihr eigenes Projekt zu privaten Fotos deutscher Soldaten im Zweiten Weltkrieg, „Fremde im Visier“, über schreiende Ausstellungsbesucher, Kriegsbilder aus der Ukraine und die Grenzen des Zeigbaren.
http://www.fremde-im-visier.de/
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24 Minuten
Eine eigentümliche Verwechselung der beiden Fotografen Friedrich Klinsky und Josef-Emil Klinsky ist Ausgangspunkt dieses Podcasts.
Alexander Klinsky hat die Biografie seines Vaters, dem Wiener Pressefotografen Friedrich (Fritz) Klinsky erforscht und aufgearbeitet. Warum dieser nicht der Fotograf, Journalist und Verleger Emil-Josef (Smetanic) Klinsky ist und was er auch über diesen herausgefunden hat, erzählt er im Gespräch mit Corinna Weidner.
Eine Reise von Wien über Moskau bis in die USA und durch die österreichische Pressefotografie von den 1940er bis 1980er Jahren: mit schillernden Figuren wie Curt Ponger und Fotoagenturen wie Schostal und der CEP-Bilderdienst inmitten des Wiener Zeitungskriegs.
Alexander Klinskys Recherche ist ein motivierendes Beispiel für alle Privatforscher, die sich auf die Spuren ihrer Familien begeben wollen. Das Ergebnis ist hier zu sehen:
https://visual-history.de/2022/03/21/klinsky-friedrich-klinsky-1925-2002-pressefotograf/
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Alexander Klinsky hat die Biografie seines Vaters, dem Wiener Pressefotografen Friedrich (Fritz) Klinsky erforscht und aufgearbeitet. Warum dieser nicht der Fotograf, Journalist und Verleger Emil-Josef (Smetanic) Klinsky ist und was er auch über diesen herausgefunden hat, erzählt er im Gespräch mit Corinna Weidner.
Eine Reise von Wien über Moskau bis in die USA und durch die österreichische Pressefotografie von den 1940er bis 1980er Jahren: mit schillernden Figuren wie Curt Ponger und Fotoagenturen wie Schostal und der CEP-Bilderdienst inmitten des Wiener Zeitungskriegs.
Alexander Klinskys Recherche ist ein motivierendes Beispiel für alle Privatforscher, die sich auf die Spuren ihrer Familien begeben wollen. Das Ergebnis ist hier zu sehen:
https://visual-history.de/2022/03/21/klinsky-friedrich-klinsky-1925-2002-pressefotograf/
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25 Minuten
Der Fotograf und spätere Laser-Künstler Horst H. Baumann hat wie kein anderer die Gestaltungskraft der Farbfotografie in Deutschland verstanden und genutzt. Sein Kultbuch „Die Matadore“ erschien 1965, sein fotografisches Werk wird nun bei ZEPHYR in Mannheim ausgestellt.
Christoph Wieland hat den Baumann-Nachlass wissenschaftlich erforscht. Im Gespräch mit Corinna Weidner spricht er über die Magie der Farbenfotografie und das Erlernen des Farbensehens in den 1950ern und in Zeiten von Color Grading auf dem Smartphone.
Wie wirken sich die Archivwissenschaften auf das Baumann-Archiv aus, warum sind Lücken des Archivs ein Erkenntnisgewinn, wie lassen sich gegenüberstehende Interessen in Archiven vereinen und warum entfalten Archive ihre Kraft in der Vernetzung? Die Antworten darauf gibt dieser Podcast.
https://www.rem-mannheim.de/ausstellungen/sonderausstellungen/horst-h-baumann/
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Christoph Wieland hat den Baumann-Nachlass wissenschaftlich erforscht. Im Gespräch mit Corinna Weidner spricht er über die Magie der Farbenfotografie und das Erlernen des Farbensehens in den 1950ern und in Zeiten von Color Grading auf dem Smartphone.
Wie wirken sich die Archivwissenschaften auf das Baumann-Archiv aus, warum sind Lücken des Archivs ein Erkenntnisgewinn, wie lassen sich gegenüberstehende Interessen in Archiven vereinen und warum entfalten Archive ihre Kraft in der Vernetzung? Die Antworten darauf gibt dieser Podcast.
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30 Minuten
In Teil 2 des Gesprächs mit dem Leiter der Sammlung Fotografie am Münchner Stadtmuseum spricht Ulrich Pohlmann über seinen Abschied vom Fotomuseum und resümiert 30 Jahre seines Wirkens.
Das Fotomuseum als Bastion gegen die Bilderflut, die Relevanz eines umfassenden Blicks auf das Medium Fotografie, die enge Verbindung der Fotografie zur Kunst, ihre fundamentale Funktion der Erinnerung und die Atemlosigkeit der Arbeit an einem Fotomuseum.
Ulrich Pohlmanns berichtet auch, wo aus seiner Sicht die Reise für die Fotografie in München am Stadtmuseum hingehen kann, und was ihn mit dem Kunsthistoriker Schmoll gen. Eisenwerth verbindet.
Teil 1 des Podcasts: Ulrich Pohlmann über den zentralen Wandel der Institution ab den 1970er Jahren unter seinem Vorgänger Ditmar Albert.
https://www.muenchner-stadtmuseum.de/sammlungen/fotografie
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Das Fotomuseum als Bastion gegen die Bilderflut, die Relevanz eines umfassenden Blicks auf das Medium Fotografie, die enge Verbindung der Fotografie zur Kunst, ihre fundamentale Funktion der Erinnerung und die Atemlosigkeit der Arbeit an einem Fotomuseum.
Ulrich Pohlmanns berichtet auch, wo aus seiner Sicht die Reise für die Fotografie in München am Stadtmuseum hingehen kann, und was ihn mit dem Kunsthistoriker Schmoll gen. Eisenwerth verbindet.
Teil 1 des Podcasts: Ulrich Pohlmann über den zentralen Wandel der Institution ab den 1970er Jahren unter seinem Vorgänger Ditmar Albert.
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25 Minuten
Dr. Ulrich Pohlmann ist Leiter der Sammlung Fotografie des Münchner Stadtmuseums, dem früheren Fotomuseum im Münchner Stadtmuseum. Er scheidet Ende 2022 aus dem Amt aus.
In Teil 1 des Podcasts spricht er mit Corinna Weidner über seinen Amtsvorgänger Ditmar Albert, langjähriges Mitglied der Gesellschaft Deutscher Lichtbildner. Albert war 1976-91 Direktor des Fotomuseums und mit seinem Amtsantritt erfolgte ein grundlegender Wandel in der Betrachtung, Präsentation und Bewertung der Fotografie in München.
Ulrich Pohlmann beschreibt Alberts Anwerbungen für die Sammlung (u.a. die Sammlung Breitenbach) und die damit neu entstehende Tektonik des Museumsbestands, Alberts Verständnis der Fotografie als breit aufgestellte Kulturgeschichte, seine Skepsis gegenüber dem Kunstmarkt und wie die Verdrängung der NS-Geschichte die Generation von Albert bestimmte.
In 2 Teil geht es dann um Pohlmanns eigenes, langjähriges Wirken für und mit der Fotografie - und um den Kunsthistoriker Schmoll genannt Eisenwerth.
https://www.muenchner-stadtmuseum.de/sammlungen/fotografie
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In Teil 1 des Podcasts spricht er mit Corinna Weidner über seinen Amtsvorgänger Ditmar Albert, langjähriges Mitglied der Gesellschaft Deutscher Lichtbildner. Albert war 1976-91 Direktor des Fotomuseums und mit seinem Amtsantritt erfolgte ein grundlegender Wandel in der Betrachtung, Präsentation und Bewertung der Fotografie in München.
Ulrich Pohlmann beschreibt Alberts Anwerbungen für die Sammlung (u.a. die Sammlung Breitenbach) und die damit neu entstehende Tektonik des Museumsbestands, Alberts Verständnis der Fotografie als breit aufgestellte Kulturgeschichte, seine Skepsis gegenüber dem Kunstmarkt und wie die Verdrängung der NS-Geschichte die Generation von Albert bestimmte.
In 2 Teil geht es dann um Pohlmanns eigenes, langjähriges Wirken für und mit der Fotografie - und um den Kunsthistoriker Schmoll genannt Eisenwerth.
https://www.muenchner-stadtmuseum.de/sammlungen/fotografie
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32 Minuten
Der Kölner Fotograf und DFA-Mitglied Achim Mohné ist vor allem für seine künstlerischen Arbeiten zu Phänomenen des Digitalen bekannt, etwa großflächige Botschaften auf Dächern und Plätzen, die von Satelliten aufgenommen und in Google Earth wiedergegeben werden. Er verknüpft derartige Medienkritik aber auch mit physischer Performance – zum Beispiel beim Scannen von Pflanzen, die anschließend zu vegetarischen Speisen verarbeitet und vom Publikum verzehrt wurden.
Im Gespräch mit Andreas Langen skizziert Achim Mohné seinen weiten Weg vom Folkwang-Studium über journalistische Auftragsarbeit bis zu aktuellen Projekten mit Augmented Reality. Seine Experimentierfreude macht auch vor den guten alten Musikkassetten keinen Halt. Dazu gibt es im Podcast eine exklusive Hörprobe!
https://www.achimmohné.net
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Im Gespräch mit Andreas Langen skizziert Achim Mohné seinen weiten Weg vom Folkwang-Studium über journalistische Auftragsarbeit bis zu aktuellen Projekten mit Augmented Reality. Seine Experimentierfreude macht auch vor den guten alten Musikkassetten keinen Halt. Dazu gibt es im Podcast eine exklusive Hörprobe!
https://www.achimmohné.net
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30 Minuten
Menschen mit Behinderung fotografieren. Warum ist das eine Nische? Wer stellt sich diesem Thema, welche Motivation braucht es und was drückt sich in der Wahl der formalästhetischen Mittel aus?
Im DFA-Podcast mit Corinna Weidner spricht Christoph Linzbach über die notwendige Haltung, die FotografInnen dazu einnehmen müssen, um gelingende Fotos und eine gesellschaftliche Breitendimension zu erreichen.
Neben dem fotografischen Werk von Günter Hildenhagen erläutert Christoph Linzbach den Eindruck, den die Arbeiten von Hermine Oberück, Nancy Ludwig, Carsten Büll und Christopher Mavrič auf ihn gemacht haben. Er spricht über Bildagenturen wie gesellschaftsbilder.de und die Kunst als Möglichkeit der Interpretation des Lebens mit Einschränkung und Behinderung.
„Die eigentliche Herausforderung beim Fotografieren sind die Menschen“ sagt Carsten Büll zu seinen Arbeiten. Mehr Selbstverständlichkeit für das Thema ist gefordert. Deswegen ist dieser Podcast Pflicht.
Die Akademie, ihre Mitglieder und alle Digitalen Dialoge der DFA: https://dfa.photography/
Die DFA auf Youtube: youtube.com/@deutschefotografischeakademie
https://oberueck.com/
https://www.nancyludwig.de/arbeiten/in-den-augen-alle-zeit/
https://www.carstenbuell.de/
https://www.c-mavric.at/cms/portfolio/weilesmichgibt/
Im DFA-Podcast mit Corinna Weidner spricht Christoph Linzbach über die notwendige Haltung, die FotografInnen dazu einnehmen müssen, um gelingende Fotos und eine gesellschaftliche Breitendimension zu erreichen.
Neben dem fotografischen Werk von Günter Hildenhagen erläutert Christoph Linzbach den Eindruck, den die Arbeiten von Hermine Oberück, Nancy Ludwig, Carsten Büll und Christopher Mavrič auf ihn gemacht haben. Er spricht über Bildagenturen wie gesellschaftsbilder.de und die Kunst als Möglichkeit der Interpretation des Lebens mit Einschränkung und Behinderung.
„Die eigentliche Herausforderung beim Fotografieren sind die Menschen“ sagt Carsten Büll zu seinen Arbeiten. Mehr Selbstverständlichkeit für das Thema ist gefordert. Deswegen ist dieser Podcast Pflicht.
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41 Minuten
Günter Hildenhagen hat sich als Fotograf ausschließlich sozialen Themen gewidmet. Und das bereits ab den 1960er Jahren, als seine langjährige Arbeit für die Diakonie und später auch die Caritas begann.
In Heimen für Menschen mit körperlicher und geistiger Behinderung, auf Pflege- und Sterbestationen zu fotografieren, nennt er selbst „Arbeit in geschlossenen Räumen“. Was seinen Bildern einmalige Ausdruckskraft verleiht, sind die mitgefangenen Schwingungen und Gesten menschlicher Zuwendung.
Im Podcast mit Corinna Weidner spricht der 86-jährige über seinen Weg vom Postbeamten zum Fotojournalisten. Über seine Motivation zu den sozialen Themen, seine Auftraggeber und die Diskussionen um Euthanasie in den 1960/70er Jahren. Wieso er keine anklagende Sozialfotografie macht und wie Augenhöhe gelingt.
Und natürlich über seine aktive Zeit in der Gesellschaft Deutscher Lichtbildner, die Bedeutung von Pan Walther und Otto Steinert für seine Arbeit und warum er einen Willy-Moegle-Preises initiieren wollte.
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In Heimen für Menschen mit körperlicher und geistiger Behinderung, auf Pflege- und Sterbestationen zu fotografieren, nennt er selbst „Arbeit in geschlossenen Räumen“. Was seinen Bildern einmalige Ausdruckskraft verleiht, sind die mitgefangenen Schwingungen und Gesten menschlicher Zuwendung.
Im Podcast mit Corinna Weidner spricht der 86-jährige über seinen Weg vom Postbeamten zum Fotojournalisten. Über seine Motivation zu den sozialen Themen, seine Auftraggeber und die Diskussionen um Euthanasie in den 1960/70er Jahren. Wieso er keine anklagende Sozialfotografie macht und wie Augenhöhe gelingt.
Und natürlich über seine aktive Zeit in der Gesellschaft Deutscher Lichtbildner, die Bedeutung von Pan Walther und Otto Steinert für seine Arbeit und warum er einen Willy-Moegle-Preises initiieren wollte.
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21 Minuten
Der Fotograf Claudio Hils, seit 1999 Mitglied der Deutschen Fotografischen Akademie, hält in seinen künstlerisch-dokumentarischen Langzeitprojekten fest, wie sich Wandlungsprozesse in landschaftlichen Räumen niederschlagen.
Dorfstrukturen, die von Globalisierungsprozessen gesprengt werden, zeigt Hils ganz aktuell in einer (von ihm auch kuratierten) Gemeinschaftsausstellung im Bauernhausmuseum Wolfegg. Die Unaufhaltsamkeit der Wucht der Veränderung wird hier in Oberschwaben gezeigt, wo sich in eine scheinbare Postkartenidylle die Spuren der Verstädterung, Flurbereinigung und Technisierung einschreiben.
Im Podcast mit Andreas Langen spricht Claudio Hils über intendierte Entidealisierungen, die prägenden Farblabor-Erfahrungen während seines Studiums an der GHS Universität Essen und den Weg vom bildjournalistischen Arbeiten zur Autorenfotografie im Ausstellungs- und Publikationsbereich.
Ausstellung „Menschengemacht. Fotografische Blicke auf die Landschaften unserer Zeit“ bis 3. Oktober 2022: https://www.bauernhausmuseum-wolfegg.de/
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https://www.claudio-hils.com/
Dorfstrukturen, die von Globalisierungsprozessen gesprengt werden, zeigt Hils ganz aktuell in einer (von ihm auch kuratierten) Gemeinschaftsausstellung im Bauernhausmuseum Wolfegg. Die Unaufhaltsamkeit der Wucht der Veränderung wird hier in Oberschwaben gezeigt, wo sich in eine scheinbare Postkartenidylle die Spuren der Verstädterung, Flurbereinigung und Technisierung einschreiben.
Im Podcast mit Andreas Langen spricht Claudio Hils über intendierte Entidealisierungen, die prägenden Farblabor-Erfahrungen während seines Studiums an der GHS Universität Essen und den Weg vom bildjournalistischen Arbeiten zur Autorenfotografie im Ausstellungs- und Publikationsbereich.
Ausstellung „Menschengemacht. Fotografische Blicke auf die Landschaften unserer Zeit“ bis 3. Oktober 2022: https://www.bauernhausmuseum-wolfegg.de/
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22 Minuten
Fragen stellen, die nicht beantwortet werden können. Die Berliner Fotografin Johanna Diehl, seit 2018 Mitglied der Deutschen Fotografischen Akademie, untersucht komplexe gesellschaftliche Zustände mit verblüffenden künstlerischen Mitteln.
Im Podcast mit Andreas Langen spricht sie über die Tagebücher ihrer Großmutter, die sie zu einer Serie komplett abstrakter Farbflächen anregten, sowie über die Verwicklungen ihrer Familie in die Geschichte des 20. Jahrhunderts: Von NS-Gefolgschaft über Wirtschaftswunder und Gründung der „documenta“ durch ihren Großonkel Arnold Bode.
All dies spiegelt sich in kühlen Stillleben sowie alten Urlaubsdias, wobei die Zertrümmerung gutbürgerlicher Harmonieverhältnisse in einem Musikvideo mündet, bei dem Aschenbecher, Zuckerzangen und Cocktailspieße einen Konzertflügel rocken.
http://www.johannadiehl.com/
http://www.johannadiehl.com/FILM-Johanna-Diehl-BROKEN-REPERTOIRE-Raphael-Sbrzesny-Kunsthalle
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All dies spiegelt sich in kühlen Stillleben sowie alten Urlaubsdias, wobei die Zertrümmerung gutbürgerlicher Harmonieverhältnisse in einem Musikvideo mündet, bei dem Aschenbecher, Zuckerzangen und Cocktailspieße einen Konzertflügel rocken.
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27 Minuten
Der renommierte Bildhauer und Fotograf Peter Jacobi stammt aus Siebenbürgen. 1970 hat er Rumänien verlassen und lebt seitdem in Deutschland.
Nach der Wende hat er in Rumänien historische Fotografien aus Privatbesitz gesammelt und sich darüber intensiv mit dem Erbe seiner Heimat befasst.
Mit Corinna Weidner spricht DFA-Mitglied Jacobi über den Umgang mit dieser Foto-Sammlung, seine eigenen vielfältigen Ansätze in der Fotografie und wie sich beides biografisch verbindet.
Eine Zeitreise durch das rumänische Königreich und die Volksrepublik: warum Königin Elisabeth zu Wied rumänische Trachten trug, kaum Fotos von Diktator Ceauşescus zu finden waren und Jacobi eine Karriere im Sozialismus hinter sich ließ. Und eine Zeitreise durch die Fotogeschichte: vom Informationsgehalt scheinbar nostalgischer Bilder zur willkommenen Gegenwart der Digitalfotografie.
http://www.peterhjacobi.de/
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Nach der Wende hat er in Rumänien historische Fotografien aus Privatbesitz gesammelt und sich darüber intensiv mit dem Erbe seiner Heimat befasst.
Mit Corinna Weidner spricht DFA-Mitglied Jacobi über den Umgang mit dieser Foto-Sammlung, seine eigenen vielfältigen Ansätze in der Fotografie und wie sich beides biografisch verbindet.
Eine Zeitreise durch das rumänische Königreich und die Volksrepublik: warum Königin Elisabeth zu Wied rumänische Trachten trug, kaum Fotos von Diktator Ceauşescus zu finden waren und Jacobi eine Karriere im Sozialismus hinter sich ließ. Und eine Zeitreise durch die Fotogeschichte: vom Informationsgehalt scheinbar nostalgischer Bilder zur willkommenen Gegenwart der Digitalfotografie.
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26 Minuten
Lois Hechenblaikner ist scharfsichtiger Dokumentarist und Kritiker der Deformationen des Massentourismus in seiner Heimat, sowohl bild- als auch wortgewaltig.
In Teil 2 dieses Podcasts spricht der DFA-Fotograf mit Andreas Langen über die Motive und Mechanismen der fatalen Zweckpartnerschaft von Gästen und Gastgebern. Knallharte Geschäftsinteressen beantworten die Sehnsüchte nach der heilen Welt mit verklärenden Fassaden und Kulissen, die im Hintergrund kaufmännisch durchdekliniert sind.
In seinen Langzeit-Studien nimmt Hechenblaikner touristische Erfolgsmodelle in den Blick. Die Volksmusik mutiert zur schmerzfreien Zone einer akustisch verklärten Alpenwelt und im Après-Ski wird die Almhütte als Kulisse vereinnahmt, ein „Zweckbau des Tragischen mit Unterleibs-Bewirtschaftung“.
Welch hohen Preis Lois Hechenblaikner für seine kritische Arbeit zahlt, wie der gute Geist die Fotografie trägt und welche Kameraformate in welcher Situation zum Einsatz kommen, ist in diesem Podcast zu erfahren.
https://www.hechenblaikner.at
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In Teil 2 dieses Podcasts spricht der DFA-Fotograf mit Andreas Langen über die Motive und Mechanismen der fatalen Zweckpartnerschaft von Gästen und Gastgebern. Knallharte Geschäftsinteressen beantworten die Sehnsüchte nach der heilen Welt mit verklärenden Fassaden und Kulissen, die im Hintergrund kaufmännisch durchdekliniert sind.
In seinen Langzeit-Studien nimmt Hechenblaikner touristische Erfolgsmodelle in den Blick. Die Volksmusik mutiert zur schmerzfreien Zone einer akustisch verklärten Alpenwelt und im Après-Ski wird die Almhütte als Kulisse vereinnahmt, ein „Zweckbau des Tragischen mit Unterleibs-Bewirtschaftung“.
Welch hohen Preis Lois Hechenblaikner für seine kritische Arbeit zahlt, wie der gute Geist die Fotografie trägt und welche Kameraformate in welcher Situation zum Einsatz kommen, ist in diesem Podcast zu erfahren.
https://www.hechenblaikner.at
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19 Minuten
Bereits seit Mitte der 1990er Jahre widmet sich DFA-Fotograf Lois Hechenblaikner den Auswüchsen des Massentourismus in Tirol, sein Bildband „Ischgl“ erschien ungeplant treffgenau im Corona-Jahr 2020.
Mit Schauspieler Tobias Moretti und Dramatiker Felix Mitterer (Piefke-Saga) gehört Hechenblaikner zu den wenigen Tirolern, die den Finger in die Wunde der Deformation ihrer Heimat legen und dafür heftig angefeindet werden.
Die dystopischen Entwicklungen des Ballermann-Tourismus in den Hotspots und die Zerstörung der Natur für die Ski-Gaudi werden von Hechenblaikner in präzisen Fotoserien manifest, die „Gletscherpathologie“ oder „Intensivstationen“ heißen.
Mit Andreas Langen spricht Lois Hechenblaikner in Teil 1 dieses Podcasts über die emotionale Erfahrung und tiefe Wertschätzung für das Leben der Landwirtschaft, die Prägung durch den Heißhunger der deutschen Feriengäste und über seine künstlerische Arbeit: Welche Bilder Massentourismus produziert, Ski-Skulpturen und warum seine Fotografien in den Kunstkontext gehören.
https://www.hechenblaikner.at
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Mit Schauspieler Tobias Moretti und Dramatiker Felix Mitterer (Piefke-Saga) gehört Hechenblaikner zu den wenigen Tirolern, die den Finger in die Wunde der Deformation ihrer Heimat legen und dafür heftig angefeindet werden.
Die dystopischen Entwicklungen des Ballermann-Tourismus in den Hotspots und die Zerstörung der Natur für die Ski-Gaudi werden von Hechenblaikner in präzisen Fotoserien manifest, die „Gletscherpathologie“ oder „Intensivstationen“ heißen.
Mit Andreas Langen spricht Lois Hechenblaikner in Teil 1 dieses Podcasts über die emotionale Erfahrung und tiefe Wertschätzung für das Leben der Landwirtschaft, die Prägung durch den Heißhunger der deutschen Feriengäste und über seine künstlerische Arbeit: Welche Bilder Massentourismus produziert, Ski-Skulpturen und warum seine Fotografien in den Kunstkontext gehören.
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