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Inside Austria Archiv

261 Episoden
27 Minuten
Am 24. Februar beginnt der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine. Ganz Europa wacht auf und blickt entsetzt auf die Bilder zerbombter Städte, toter und verwundeter Zivilisten. Auch Österreichs Regierung findet klare Worte gegen den Aggressor Wladimir Putin: Für diesen Krieg gibt es keinerlei Rechtfertigung und wird es auch in Zukunft keinerlei geben. Dabei hat Österreich einen besonderen Status in der Europäischen Union. Denn es ist ein neutrales Land und damit kein Mitglied des westlichen Verteidigungsbündnisses Nato. "Österreich bekennt sich zu dem Neutralitätsgesetz, auch zu seiner immerwährenden Neutralität so, wie sie im Verfassungsrang festgehalten ist", wie Bundeskanzler Karl Nehammer (ÖVP) betont. Doch was genau bedeutet diese Neutralität – politisch, wirtschaftlich, militärisch? Was heißt es, neutral zu sein, wenn unweit des eigenen Landes ein brutaler Krieg die ganze Welt in eine schwere Krise zu stürzen droht? Während alle EU-Staaten nun gezwungen sind, Sicherheitsfragen völlig neu zu verhandeln? In dieser Folge von "Inside Austria" betrachten wir den Beginn dieser neuen, unsicheren Zeit aus österreichischer Sicht, da sich nun auch Österreich mit seiner Rolle in Europa intensiv befassen muss. Wir sprechen mit STANDARD-Redakteur Conrad Seidl und dem Historiker Manfried Rauchensteiner darüber, wie der Krieg in der Ukraine unsere Neutralität aufs Neue definiert und gleichzeitig auf die Probe stellt. Wir reden über die großen sicherheitspolitischen Versäumnisse der vergangenen Jahre – die Konsequenzen eines kleingesparten Bundesheers. Wir fragen, wer uns im Ernstfall schützt, wenn wir selbst nicht dazu in der Lage sind. Und wir überlegen, was eine Nato-Mitgliedschaft für Österreich bedeuten würde.
38 Minuten
Der Selfmade-Milliardär René Benko wittert wieder einmal eine Chance: 2017 steht das österreichische Möbelhaus Kika/Leiner vor der Insolvenz. Auf dem Spiel stehen nicht nur tausende Jobs, sondern auch Immobilien in Bestlage. Benko schmiedet einen Plan, um sowohl die Konkurrenz auszustehen, als auch die frisch angelobte türkis-blaue Regierung auf seine Seite zu bekommen. Parallel dazu nimmt die Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft Ermittlungen gegen den Tiroler Immobilienmogul auf. Die Nähe zu einem ehemaligen Gemeinderat der Grünen, Christoph Chorherr, droht ihm Jahre später zum Verhängnis zu werden. Doch Benko kennt kein Halten und hat nach Immobilien und Warenhäusern bereits die nächste Branche im Visier: Medien. Mit der "Kronen Zeitung" will er wortwörtlich seine steile Karriere krönen, doch es läuft nicht alles nach Plan. In dieser dritten und vorerst letzten Folge unserer Serie "René Benko: Der wundersame Erfolg des Immobilienmoguls" blicken wir darauf, wie weit die Macht des schillernden Unternehmers reicht und welchen Einfluss Politikerinnen und Politiker auf seine Deals nehmen. Wir fragen, ob Benko bei seinen Deals rechtliche Grenzen überschreitet und wieso er bei der größten Tageszeitung Österreichs einsteigt.
47 Minuten
Das Immobilienreich von René Benko wächst und wächst. Bereits Anfang der 2010er-Jahre zählt der einstige Schulabbrecher aus einfachen Verhältnissen in Innsbruck zu den reichsten Männern Österreichs. Mit Bürogebäuden, Luxushotels und Kaufhäusern erobert er mit seiner Signa Schritt für Schritt die Innenstädte. Und jetzt greift er nach Deutschland und noch mehr: Mit der Übernahme und Fusion der Ketten Karstadt und Kaufhof wird er in nur wenigen Jahren zum größten Warenhausbetreiber Europas. Es ist ein riesiges, krisengebeuteltes Geschäft mit zehntausenden Angestellten. Ein Geschäft, das mit mehreren Hundert Millionen Euro an Steuergeldern gestützt wird. Benko verspricht die Rettung dieser Traditionshäuser, doch es gibt Zweifel an seinen Motiven und Methoden. Und es gibt dabei nicht nur Kritik für sein knallhartes Geschäftsgebahren – auch das undurchsichtige Konstrukt seiner Firma und enge Verstrickungen mit der Politik werfen Fragen auf. In dieser zweiten Folge der Serie "René Benko: Der wundersame Erfolg des Immobilienmoguls" sehen wir uns die Warenhaus-Unternehmungen genau an, blicken in das verworrene Geflecht der Signa und darauf, wie ein Netzwerk aus Politikern und Geschäftsleuten den Erfolg von René Benko beschleunigt.
26 Minuten
Luxusgebäude, Kaufhäuser, Hotels, die schönsten Immobilien in den Innenstädten – von Wien über Berlin bis nach New York. Ein riesiges Imperium, das einem Österreicher gehört: René Benko. Die Zahlen, die sein Immobilien- und Handelsunternehmen Signa schreibt, sind gigantisch: 46.000 Angestellte, eine Umsatzbilanz von 25 Milliarden Euro. Dabei ist der Self-Made-Milliardär gerade mal 44 Jahre alt. Und es gibt nur wenige Größen in Politik und Wirtschaft, die sich nicht um ihn scharren. Sei es aus finanziellem Interesse oder weil man in diesen Sphären immer seltener um Benkos Einflussbereich herum kommt. Aber die Geschichte vom genialen Investor hat auch Risse. Beinhartes Geschäftsgebaren und auch Korruptionsvorwürfe legen einen Schatten über seinen Werdegang. Und hinter all dem steht die große Frage: Woher kommt das viele Geld, das Benko für seine Megaprojekte einsetzt? Denn hinter dem unglaublichen Erfolg von René Benko stecken nicht nur ausgefeilte Deals, sondern auch ein schier undurchsichtiges Firmengeflecht. In den nächsten drei Folgen von Inside Austria blicken wir wieder auf einen Österreicher, der als geniales Wunderkind gilt. Aber diesmal geht es nicht um einen ehrgeizigen Politiker, sondern um einen mindestens so ehrgeizigen Unternehmer, der ein internationales Immobilienreich erschaffen hat. Wir zeigen in der ersten Episode, wo René Benko herkommt und wer ihm auf dem steilen Weg nach oben geholfen hat. Wir rekonstruieren, wo die Grundsteine seines Erfolges gelegt wurden und wo die Fassade seines Imperiums zu bröckeln droht.
29 Minuten
Sommer 2017: Bei einem Betriebsaussflug des von der ÖVP geführten Innenministeriums fallen Handys ins Wasser. Beamte im Verfassungsschutz retten – und stehlen die Daten. Mit gestohlenen Chats stellen sie ihre eigenen Vorgesetzten bloß und zeigen: Das Innenministerium ist zum schwarzen Selbstbedienungsladen verkommen. Doch wie Ermittlungen heute zeigen, hatte es diese Gruppe abtrünniger Verfassungsschützer nicht bei Enthüllungen belassen. Illegale Geschäfte mit geheimen Informationen stehen im Raum, die offenbar auch den flüchtigen Wirecard-Vorstand Jan Marsalek involvieren. Wie schwer die Vorwürfe gegen die ÖVP wiegen, wie ihre Gegenspielerinnen und Gegenspieler vorgegangen sind und wieso die Staatsanwaltschaft heute noch einen größeren Coup dahinter vermutet, rekonstruieren wir in der heutigen Folge von Inside Austria.
28 Minuten
Die Pandemie und eine Reihe von Korruptionsaffären haben das Vertrauen der Wählerschaft in Österreichs Regierung massiv erschüttert. Zwei Krisen, die den Bürgerinnen und Bürgern die Ungleichheit vor Augen führen. Und erstmals seit Jahren liegt die SPÖ in den Umfragen wieder ganz vorn. Ihre Parteichefin Pamela Rendi-Wagner ist umstritten. Doch trotz interner Machtkämpfe und öffentlicher Ausrutscher hat sie eine historische Chance: Sie könnte Österreichs erste gewählte Kanzlerin werden. Aber steht die SPÖ wirklich vor ihrem Comeback, und hat Rendi-Wagner überhaupt das Zeug zur Kanzlerin? Und was können sie und ihre Partei vom Wahlerfolg der SPD in Deutschland lernen? Über all das sprechen wir in der heutigen Interviewfolge mit Katharina Mittelstaedt vom STANDARD und Christian Teevs vom SPIEGEL.
41 Minuten
Bis zu 15 Jahre Haft: Das droht Julian Hessenthaler, dem Regisseur des Ibiza-Videos. Noch im Februar wird das Urteil erwartet. Es wird ihm Drogenhandel vorgeworfen, nicht die Bloßstellung des Ex-FPÖ-Chefs Heinz-Christian Strache. Die Verteidigung ist überzeugt: Die Vorwürfe der Staatsanwaltschaft sind fingiert, um den Mann, dessen Werk weitreichende Korruptionsermittlungen ausgelöst hat, mundtot zu machen. In dieser Folge von "Inside Austria" erzählen wir, wie der Drahtzieher des Ibiza-Videos hinter Gittern landete. Wir rekonstruieren die Ermittlungen, besuchen Hessenthaler im Gefängnis und sprechen mit einstigen Weggefährten. Wir sehen uns die vielen Ungereimtheiten in diesem Fall an und erklären, wieso es so schwierig ist, festzustellen, wer die Wahrheit sagt. Das ist Teil 2 unserer Geschichte über Julian Hessenthaler. Falls Sie den ersten Teil verpasst haben, empfehlen wir Ihnen, damit zu beginnen.
45 Minuten
Die Ibiza-Affäre hat die österreichische Politik in ihren Grundfesten erschüttert. Sie hat 2019 zum Zusammenbruch der türkis-blauen Regierung geführt und Korruptionsermittlungen ausgelöst, die zwei Jahre später auch Sebastian Kurz zum Rücktritt als Bundeskanzler gezwungen haben. Der einzige Beteiligte in dieser Causa, der heute im Gefängnis sitzt ist der Privatermittler Julian Hessenthaler – er ist einer der beiden Drahtzieher des Ibiza-Videos. In dieser und der nächsten Folge von "Inside Austria" besuchen wir Hessenthaler im Gefängnis. Wir treffen frühere Wegbegleiter und erzählen seine Geschichte. Wie er zum Ibiza-Drahtzieher wird und ins Visier der Polizei gerät. Wir rekonstruieren jenen verhängnisvollen Abend auf Ibiza und sprechen mit Personen, die dabei waren. Und wir finden heraus, wieso Julian Hessenthaler hinter Gittern ist.
28 Minuten
6. Dezember 2021: Bundespräsident Alexander Van der Bellen ernennt den neuen Bundeskanzler von Österreich. Nach Sebastian Kurz und Alexander Schallenberg ist Karl Nehammer der dritte Kanzler in nur 60 Tagen. Und das Land fragt sich, ob mit ihm jetzt endlich Ruhe eingekehrt ist? Doch für Ruhe ist keine Zeit. Die Pandemie wütet. Ein Teil der Bevölkerung radikalisiert sich zunehmend. Große Vorhaben wie die Klimawende und die Bildungsreform müssen vorangetrieben werden. Und all das, während die Korruptionsermittlungen gegen Nehammers eigene Regierungspartei, die ÖVP, in vollem Gange sind. In dieser Folge von "Inside Austria" wollen wir herausfinden, wie Österreichs neuer Mann an der Spitze tickt. Ob er den Kurs seines Vorvorgängers fortführen oder eigene Akzente als Bundeskanzler setzen will. Denn viele im Land haben nach den Skandalen rund um Sebastian Kurz das Vertrauen in die Regierung verloren. Wie will Nehammer dieses Vertrauen zurückgewinnen? Und was ist sein Plan für Österreich?
30 Minuten
Dezember 2020 – bei Hausdurchsuchungen in Niederösterreich werden dutzende voll- und halbautomatische Waffen sichergestellt – und rund 100.000 Schuss Munition. Im Zentrum der Verdächtigen: Der mehrfach verurteilte Neonazi Peter Binder. Es ist einer der bisher größten Waffenfunde in Österreich, doch bei weitem kein Einzelfall. Allein seit Sommer 2019 wurden 20 solcher Lager ausgehoben. Die Politik ist alarmiert. Rüstet sich eine Miliz an Rechtsextremen auf? Wurde die Gefahr all die Jahre massiv unterschätzt? In dieser Folge von "Inside Austria" sprechen wir über die Bedrohung, die von schwer bewaffneten Neonazis ausgeht und wie sich die Netzwerke über Österreich und Deutschland hinaus erstrecken. Und wir wollen herausfinden, wieso es Behörden im Kampf gegen militante Rechtsextreme oft an Schlagkraft fehlt.
40 Minuten
Die Spitäler laufen mit Corona-Erkrankten über, und die Intensivstationen müssen jetzt Triage anwenden: Ärztinnen und Ärzte müssen entscheiden, wer einen Platz bekommt und wem nicht geholfen werden kann. Und all das, während das Pflegepersonal nach fast zwei Jahren der Pandemie am psychischen und physischen Limit angelangt ist. Die vierte Welle im Herbst 2021 entwickelt sich rasend schnell zum medizinischen Albtraum – Österreichs Gesundheitssystem steht vor dem Kollaps. In dieser zweiten Folge zum Regierungsversagen in der Corona-Krise sehen wir uns die Folgen der verpatzten Impfkampagne des Sommers und des seit Jahrzehnten schwelenden Pflegenotstands an. Wir rekonstruieren, wie die Regierung und die Politik bis heute durch intransparente Maßnahmen und falsche Versprechen weiter an Vertrauen verlieren. Und wir berichten auch, welches rechtliche Nachspiel das alles haben könnte. "Inside Austria" ist am 15. Jänner 2022 wieder zurück. Wir wünschen bis dahin frohe und erholsame Feiertage. Bleiben Sie gesund!
34 Minuten
Der Sommer 2021 in Österreich steht unter einem großen Versprechen der türkis-grünen Regierung: Die Pandemie ist vorbei – zumindest für alle, die geimpft sind. Wenige Monate später ist das Gegenteil der Fall: Eine verheerende vierte Welle wirft die Österreicherinnen und Österreicher zurück in einen Lockdown. Die Intensivstationen sind überlastet, das Gesundheitssystem droht zu kollabieren. Wie konnte das passieren? In dieser Folge von "Inside Austria" gehen wir zurück zu den entscheidenden Momenten des Sommers und Herbst. Wir rekonstruieren, welche Fehler die Regierung bei der Impfkampagne und beim Pandemiemanagement gemacht hat. Wir beleuchten, wie zahlreiche Menschen im Land das Vertrauen in die Maßnahmen der Regierung verloren haben und wie Rechtspopulisten daraus Kapital schlagen. Und wir zeigen auf, wie politische Interessen Österreich in eine Katastrophe schlittern ließen.
20 Minuten
Sebastian Kurz ist weg. Also diesmal wirklich. Am Donnerstag dieser Woche hat der doppelte Altkanzler von Österreich seinen Rückzug aus der Politik verkündet. Der einstige Hoffnungsträger der europäischen Konservativen eroberte Österreich im Sturm – mit dem Versprechen der großen Erneuerung. Was von diesem Versprechen und dem türkisen neuen Stil bleibt und wie es jetzt für ihn weitergeht, darüber sprechen wir mit Petra Stuiber. Sie ist stellvertretende Chefredakteurin beim STANDARD. "Inside Austria" von STANDARD und SPIEGEL geht am 11. Dezember mit einer neuen Miniserie weiter. Es wartet ein Regierungsversagen, das ganz Österreich in Atem hält.
44 Minuten
Nach dem Ibiza-Skandal schafft es Sebastian Kurz' Volkspartei sich an dem Ex-Regierungspartner FPÖ und Strache abzuputzen. Doch während der neuen Koalition mit den Grünen rücken die türkisen Machenschaften immer stärker in den Fokus der Wirtschafts- und Korruptionsanwaltschaft. Schwere Korruptionsvorwürfe und mutmaßlicher Postenschacher drohen die beispiellose Karriere des konservativen Politwunderkindes zu zerstören. Jetzt wehrt sich Kurz mit allen Mitteln und bläst zum Angriff auf die Justiz. Das ist die sechste und letzte Folge unserer Podcast-Serie zum Aufstieg und Fall von Sebastian Kurz. Damit sind wir aber nicht am Ende unserer Arbeit angelangt. "Inside Austria" vom STANDARD und vom SPIEGEL geht nach einer kurzen Pause am 11. Dezember weiter – und zwar mit einem Regierungsversagen, das ganz Österreich in Atem hält. Und auch darüber hinaus werden wir weiterhin die wichtigsten Themen, Skandale und Abgründe Österreichs aufarbeiten.
40 Minuten
Sebastian Kurz ist am Höhepunkt seiner Karriere angelangt. Sein türkises System und die Rechtspopulisten der FPÖ haben ihn zum Bundeskanzler gemacht. Zusammen bauen sie den Staat nach ihren Regeln um. Und dabei wird nichts dem Zufall überlassen. Doch die Fassade soll schon bald bröckeln: "Einzelfälle" stören die Message Control, unqualifiziertes Personal durchkreuzt mutmaßliche Postenschacher und die Opposition wittert Gesetzes-Geschenke für Großspender. Zusammen mit unseren Kolleginnen und Kollegen vom STANDARD und vom SPIEGEL rekonstruieren wir in der fünften Folge von Inside Austria Kurz' erste Kanzlerschaft – bis zu dem Zeitpunkt, an dem alles zerbricht.
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Der Podcast über die großen und kleinen Skandale Österreichs