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Geschichten aus der Geschichte Archiv

612 Episoden
51 Minuten
Der Alltag hat uns wieder. Auf die Jubiläumsepisode folgt in gewohntem Rhythmus die nächste Geschichte. Es geht diesmal um Leon Theremin, den Erfinder des Theremins. Den musikalischen Aspekt streifen wir aber nur, auch wenn das Theremin den Beginn der elektronischen Musik markiert, denn vor allem sprechen wir über das wechselhafte und faszinierende Leben von Theremin. Nachdem er – in St. Petersburg geboren – einige Jahre in New York ein teilweise glamouröses Leben hatte, ging er zurück in die Sowjetunion und galt im Westen als verschollen. Was nicht zuletzt daran lag, dass Theremin seine Erfindungen nun für einen anderen Anwendungsfall einsetzte und für den Geheimdienst arbeitete. Und so kommt es, dass Theremin nicht nur das erste elektronische Instrument gebaut hat, sondern auch die erste passive Wanze – the Great Sealbug oder auch The Thing. Ein besonderer Dank für diese Episode geht an Lothar Bodingbauer und Albert Glinsky für ihre Expertise, und an Thomas für die Idee.
49 Minuten
Und hier ist sie: Episode 100! Bevor wir in die Geschichte dieser Woche eintauchen, sprechen wir noch ein bisschen über die letzten 100 Wochen und warum wir das alles überhaupt so gern machen. An dieser Stelle sei aber zuerst mal ein Dank an alle, die uns während der letzten 99 Episoden unterstützt haben, ausgesprochen. Jede Episode, die ihr anhört, jedes Feedback, jeder Tweet und Retweet, all dies freut uns wahnsinnig und ist der Grund, warum wir das Ganze so gern und seit 100 Wochen machen! Für die eigentliche Geschichte sei – selten kommt es vor, aber wenn, dann berechtigt – eine Inhaltswarnung vorangeschickt: es ist vor allem eine tragische Geschichte, und neben einem Mord geht es auch um das Tabuthema schlechthin: Kannibalismus. Wir springen also ans Ende des 19. Jahrhunderts und sprechen über eine Jacht, die Kapitän Tom Dudley und seine dreiköpfige Crew von Southampton in England nach Sydney überführen sollen. Was im Zuge dieser transatlantischen Reise passiert, wird nicht nur weitreichende Folgen für die vier Männer, sondern auch für die internationale Seefahrt und die englische Rechtssprechung haben.
38 Minuten
Wir beschäftigen uns diesmal mit Medizingeschichte und springen in die Mitte des 19. Jahrhunderts. Ignaz Semmelweis entdeckt 1847 an der Wiener Geburtsklinik den Grund, warum so viele Frauen nach der Geburt an Kindbettfieber sterben. Als Pionier der Handdesinfektion und evidenzbasierten Medizin schlägt er vor, die Hände mit einer Chlorkalklösung zu waschen, statt weiterhin die Gänge zu räuchern (Miasmen!). Seine Lösung funktioniert, doch wird sie von der Ärzteschaft nicht anerkannt. Semmelweis muss schließlich die Klinik verlassen und geht nach Budapest. Die dubiosen Umstände seines Todes sind bis heute nicht geklärt und liefern Stoff für diverse Verschwörungstheorien.
38 Minuten
Wir springen diesmal hauptsächlich ins Mittelalter und sprechen über vermeintlich nutzlose aber dann doch ganz sinnvolle Wesen: Haustiere, und zwar die kleinen. Obwohl nicht als Wachtiere oder zur Jagd geeignet, hatten vor allem Aristokraten und Aristokratinnen durch die Jahrhunderte stattliche Sammlungen unterschiedlicher Tiere. Wir unterhalten uns darüber, welche das waren, warum sie gehalten wurden und auch was manchmal nach deren Tod geschah.
35 Minuten
Wir beschäftigen uns diesmal mit einer geopolitischen Besonderheit: Neutral-Moresnet. Mehr als 100 Jahre lag zwischen Preußen und den Niederlanden bzw. Belgien ein 3,4 km² großes Niemandsland in Form eines Tortenstücks. Wir sprechen darüber, wie es zu dieser Mikronation kam und welche kuriosen Konsequenzen diese Grenzziehung hatte.
42 Minuten
Wir springen in dieser Episode wie wild zwischen den Zeiten hin und her, was allerdings gleich bleibt, sind die Objekte unseres Gesprächs: Nahrungsmittel! Aber nicht irgendwelche Nahrungsmittel, sondern solche, um die sich Mythen der Entstehung ranken. Wir sprechen nämlich über kulinarische Mythologie, mit einigen wenigen Beispielen, so viele eben in 45 Minuten passen. Mit von der Partie: Marco Polo, das Croissant, nicht so verdorbenes Fleisch und die Brezel.
45 Minuten
Wir springen in dieser Episode in die Zeit um 1500 und beschäftigen uns mit Jakob Fugger. Er hat auch den Beinamen „der Reiche“, und das nicht ganz zufällig. Es gibt Berechnungen nach denen er die vermögendste Privatperson der Geschichte war. Das Vermögen nutzte Jakob Fugger nicht nur, um die älteste Sozialsiedlung der Welt zu stiften – die auch heute noch existiert –, sondern vor allem auch für politische Einflussnahme. Gerade die Habsburger profitierten vom Geld der Fugger, das diese mit Handel, als Montanunternehmer und Bankiers verdienten.
40 Minuten
Wir springen in dieser Episode ins 18. Jahrhundert Englands und beleuchten eine kurze Phase im Frühjahr 1712, in der eine brutale Bande die Stadt London in Atem hielt.
48 Minuten
Wir springen in die 1950er Jahre und sprechen über eine der wichtigsten wissenschaftlichen Entdeckungen der Nachkriegszeit: James Watson und Francis Crick entwarfen als erste das Doppelhelixmodell der DNA. Ein großer Schritt, dem Geheimnis des Lebens auf die Spur zu kommen, jedoch läuft ihre Forschung zunächst nicht ganz so erfolgreich. In dieser Folge werden wir von zwei Experten unterstützt, die uns die Geschichte erzählen: Helga Hofmann-Sieber und Timo Sieber. Die beiden haben nicht nur in Biologie promoviert, sondern sich auch mit Biologiegeschichte beschäftigt – in ihrem Buch "Wilde Gene. Vom verborgenen Leben in uns". Wir sprechen über die Vorgeschichte der Entdeckung und das berühmte Foto 51 von Rosalind Franklin, das auch Episodenbild ist und wesentlichen Anteil am Modell von Watson und Crick hatte.
36 Minuten
Wir springen in dieser Episode ins frühe 20. Jahrhundert. Ort ist New York City, und Fokus unserer Geschichte sind die Köchin Mary Mallon und zahlreiche Typhuserkrankungen. Es geht um Bakteriologie, zweifelhafte Methoden einer Gesundheitsbehörde und eine Frau, die schlussendlich wohl zur falschen Zeit am falschen Ort war. Vielen Dank an Jakob Riedl, der nicht nur Hinweisgeber für diese Geschichte war, sondern auch gleich mit medizinischem Fachwissen als Experte fungiert hat.
31 Minuten
Wir springen in dieser Episode mal wieder in die Niederlande: Dort wird um 1430 das Gemälde (neu) erfunden und die Ölmalerei setzt sich durch. Nicht nur das: Künstler, wie Jan van Eyck, sorgen dafür, dass sich Kunst und ihr Selbstverständnis radikal ändert.
1 Stunde 1 Minute
In dieser Episode springen wir zurück ans Ende des 19. Jahrhunderts und sprechen über eine außergewöhnliche Person, die maßgeblich am Erstarken der Menschenrechtsbewegung und später der irischen Freiheitsbewegung beteiligt war. Es geht um Kolonialismus, Nationalismus und schließlich ein verräterisches Tagebuch. Verstärkung hatten wir für diese Folge in Form von Angus Mitchell, Professor an der Limerick University in Irland und Experte für Roger Casement. Vielen Dank nochmals an ihn! Das von ihm in der Episode erwähnte Buch über Casement heißt "Roger Casment: 16 Lives". Das Episodenbild wurde von der National Library of Ireland über Flickr Commons zur Verfügung gestellt.
46 Minuten
Wir springen diesmal wieder in die Frühe Neuzeit und schauen uns die Anfänge eines staatlichen Großprojektes an: die Volkszählung. 1753/54 wurde in der Habsburger Monarchie begonnen, die Bevölkerung zu erfassen. Wir reden über die Gründe und darüber, was erfasst wurde und wie die Seelenkonskriptionen in der Habsburger Monarchie umgesetzt wurden. Ein Effekt ist dabei jedenfalls besonders bemerkenswert: die Einführung der Hausnummerierung.
45 Minuten
Wir springen in dieser Episode zurück ins Mittelalter und auch ein bisschen in die frühe Neuzeit. Über die Jahrhunderte hinweg berichten Quellen immer wieder von Menschengruppen, die über Tage, Wochen und Monate hinweg wie rasend tanzen, anscheinend ohne ersichtlichen Grund. Wir sprechen über mögliche Gründe, von Bissen diverser Tiere bis zum Versuch der göttlichen Erlösung näherzukommen.
38 Minuten
Wir springen zurück in die 1930er Jahre und beschäftigen uns mit einem Währungsexperiment, das nationale und internationale Aufmerksamkeit erregte und das bald als Wunder von Wörgl bezeichnet wurde. Während der Wirtschaftskrise und der staatlichen Deflationspolitik versuchte der "Zufallsbürgermeister" Michael Unterguggenberger mit der Einführung von Freigeld/Schwundgeld nach Silvio Gesell, die wirtschaftliche und finanzielle Notlage zu bekämpfen.
Geschichten aus der Geschichte

Geschichten aus der Geschichte

Seit über zehn Jahren erzählen sich die Historiker Daniel Meßner und Richard Hemmer Woche für Woche eine Geschichte aus der Geschichte.