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Geschichten aus der Geschichte Archiv

612 Episoden
34 Minuten
Erst im Jahr 2015 wird auf Island ein Gesetz offiziell für ungültig erklärt, das es allen Isländern erlaubt hatte, jeden Basken zu töten, der Fuß auf die Insel setzt. Wir sprechen in dieser Episode darüber, warum es zu diesem Gesetz kam, und springen dafür 400 Jahre in die Vergangenheit. Es geht um Basken, Walfang und einen folgenschweren Sommer in den Westfjorden Islands.
39 Minuten
Wir springen mal wieder etwas weiter zurück: Es geht diesmal um die Geschichte der Hanse, deren Anfänge im 12. Jahrhundert liegen. Wir sprechen darüber, wie die Hanse entstand, wie und warum sie wieder an Bedeutung verlor und warum die britischen Kronjuwelen für einige Jahre in Dortmund waren und Lübeck für Schotten ein besonderer Ort ist.
34 Minuten
Wir springen zurück in die 30er Jahre des 20. Jahrhunderts. Auf der entlegenen schottischen Insel Scarp wird ein außergewöhnliches Experiment gewagt, in dessen Zentrum ein Mann steht: Gerhard Zucker, deutscher Geschäftsmann und Visionär. Wir sprechen darüber, was gerade ihn auf diese Insel verschlägt und was sich nicht nur er, sondern die britische Regierung von diesem Experiment erwarten.
33 Minuten
Wir springen diesmal in die Zeit kurz nach dem Wiener Kongress: 1819 wird mit den Karlsbader Beschlüssen ein großes staatliches Überwachungspaket verabschiedet, auf das heute noch manchmal Bezug genommen wird, wenn von Metternich 2.0 die Rede ist. Fürst von Metternich war während der Phase der Restauration (vom Wiener Kongress 1815 bis zur Märzrevolution 1848) einer der federführenden Politiker. Als Auslöser für die Karlsbader Beschlüsse gilt die Ermordung von August von Kotzebue. Ein unmittelbarer Grund für die Durchsetzung des Überwachungspakets ist erstaunlicherweise weniger bekannt: die Hep-Hep-Unruhen oder Hep-Hep-Krawalle – die ersten überregionalen antisemitischen Verfolgungen seit dem Mittelalter.
45 Minuten
Wir springen diesmal zurück ins 19. Jahrhundert, der Ort des Verbrechens ist München. Und ja, es geht tatsächlich um ein Verbrechen. Denn um 1870 herum, baut die arbeitslose Schauspielerin Adele Spitzeder eine Privatbank auf, die als einer der größten Betrugsfälle Bayerns des 19. Jahrhunderts in die Geschichte eingehen wird.
47 Minuten
Wir springen diesmal wieder in die zweite Hälfte des 19. Jahrhunderts und beschäftigen uns mit Plansprachen. Vor allem geht es um die Anfänge des Esperanto und wie die Sprache die ersten Reformkrisen überstand: Ludoviko Lazaro Zamenhof, der Initiator der Sprache, stellte bereits wenige Jahre nach Veröffentlichung von Esperanto Reformen zur Abstimmung. 1907/1908 kam es dann zur Ido-Krise nachdem der Reformvorschlag eines unbekannten Autors namens Ido („Abkömmling“ auf Esperanto) abgelehnt wurde und sich ein führender Esperantist – mit gefälschtem Adels-Stammbaum – als Ido outete. Was aber vermutlich auch nicht stimmt. Aber wie wir wissen, sind Krisen nur dornige Chancen und so führten die Debatten zur Stabilisierung der Sprache und zur Bildung von Institutionen, die es heute noch gibt, wie den Esperanto-Weltbund (Universala Esperanto-Asocio, UEA).
44 Minuten
Pünktlich zur 110. Episode beleuchten wir diesmal die Geschichte des Notrufs. Heute selbstverständlich, waren Feuerwehr, Rettung oder Polizei nicht immer so einfach zu erreichen. Damit das Ganze auch in etwas Kontext eingebettet wird, gibt's anfangs auch noch eine kleine Geschichte der Feuerwehr und Rettung.
48 Minuten
Wir springen in dieser Episode nur wenige Jahre zurück und sprechen über die Folgen des Zusammenbruchs von Pyramidensystemen 1996/97 in Albanien. In der Folge kam es zu Massenprotesten und die Regierung um Präsident Sali Berisha verlor zunehmend die Kontrolle über das Land, das kurzzeitig am Rande eines Bürgerkriegs stand.
37 Minuten
Eine Geschichte über Kaffee und was ein Verbot dessen auslösen kann
35 Minuten
Wir springen diesmal in die Zeit der Französischen Revolution und beschäftigen uns mit der Frage, wie sich das Strafen zu dieser Zeit veränderte. Denn die Guillotine wird innerhalb kurzer Zeit von einer gefeierten Methode des humanen Tötens zum Symbol einer Schreckensherrschaft. Wir sprechen auch über den Namensgeber, Joseph-Ignace Guillotin, der allerdings gar nicht für die Entwicklung der Guillotine verantwortlich war.
46 Minuten
Wir springen in dieser Episode ins späte 17. Jahrhundert und beleuchten eine unrühmliche Episode Schottlands. Mit der Absicht, sich ebenso wie England an der äußerst lukrativen Kolonialisierung durch Europa zu beteiligen, bricht eine Expedition in die neue Welt auf, um dort eine Handelskolonie aufzubauen. Wir sprechen darüber, wie es dazu kam, was passierte und weshalb die Folgen für Schottland bis in die heutige Zeit reichen.
31 Minuten
Wir springen diesmal ins späte Mittelalter und beschäftigen uns mit der Geschichte Albaniens und vor allem mit der Biographie eines Mannes: Georg Kastriota, besser bekannt als Skanderbeg. Er wächst als Janitschar am Hof des Sultans auf, konvertiert zum Islam und wendet sich dann gegen die Osmanen. Er bekennt sich wieder zum Katholizismus und wird für den Rest seines Lebens der erfolgreichste Militärführer seiner Zeit im Kampf gegen das osmanische Heer auf dem Balkan. Er selbst stellt sich in Tradition Alexanders des Großen und ist heute noch ein entscheidender Bezugspunkt für das Selbstverständnis Albaniens und gilt dort als Nationalheld.
49 Minuten
Wir springen in dieser Episode wieder ins europäische Mittelalter. Genauer an den Anfang eines Konflikts zwischen England und Frankreich, der schlussendlich über 100 Jahre dauern sollte. Fokus der Geschichte ist die erste große kriegerische Auseinandersetzung zwischen Edward III. von England und Philip VI. von Frankreich – die Schlacht von Crécy. Wir sprechen darüber, wie eine Kombination aus Arroganz, Fortschrittfeindlichkeit und Beratungsresistenz zu einem Lehrstück militärischen Versagens wurde.
52 Minuten
Wir springen diesmal ins 20. Jahrhundert zurück und beschäftigen uns mit der Geschichte der politischen Umfrage. Gerade in Wahlkampfzeiten ist Meinungsforschung nicht nur besonders gefragt, sondern steht ebenso in der Kritik: Inwiefern verändern Sonntagsfragen Wahlentscheidungen? Wenn es um die Geschichte der Umfragen geht, wird häufig von einer Wette erzählt. George Gallup sagte 1936 mit Hilfe einer repräsentativen Umfrage das Wahlergebnis der US-Präsidentschaftswahl richtig voraus. Ist das tatsächlich der Beginn der modernen Meinungsforschung, oder doch eher ein Mythos? In Deutschland etablierte sich die Meinungsforschung jedenfalls nach dem 2. Weltkrieg als amerikanische bzw. demokratische Wissenschaft.
34 Minuten
Wir springen diesmal nicht sehr weit in die Vergangenheit zurück. Das Jahr ist 1989, der Ort ist die österreichisch-ungarische Grenze. Mitglieder der ungarischen Opposition planen ein Picknick am Eisernen Vorhang, bei welchem Delegationen der beiden Länder – symbolisch – dabei helfen sollen, den Vorhang abzutragen. Was dann allerdings geschieht, wird dieses Picknick zu einem Katalysator des schlussendlichen Vorhang- und Mauerfalls machen.
Geschichten aus der Geschichte

Geschichten aus der Geschichte

Seit über zehn Jahren erzählen sich die Historiker Daniel Meßner und Richard Hemmer Woche für Woche eine Geschichte aus der Geschichte.