Geschichten aus der Geschichte Archiv
612 Episoden
1 Stunde 11 Minuten
Wir beschäftigen uns in dieser Folge mit dem Leben des Alexander von Humboldt. Es geht um zwei Lebensabschnitte des berühmten Naturforschers: Zuerst springen wir nach Südamerika und begleiten ihn auf eine seiner Forschungsreisen, dann nach Berlin, wo er in seinen späteren Jahren als wohl einer der ersten großen Wissenschaftskommunikatoren gewirkt hat. Dies ist eine Spezialfolge, denn nicht wir erzählen uns die Geschichte, sondern Jasmin (@lavievagabonde) und Lorenz (@lorenzadlung) haben sie uns mitgebracht. Die beiden erzählen sich sonst jede Woche Geschichten aus der (Bio-)Wissenschaft in ihrem Podcast Bugtales.fm. Vielen Dank dafür!
40 Minuten
Wir springen in die Schweiz und beschäftigen uns mit den Anfängen der Alten Eidgenossenschaft im Mittelalter. Warum wird in der Schweiz der 1. August 1291 als Gründungstag gefeiert und hat Wilhelm Tell tatsächlich einen Apfel vom Kopf seines Sohnes geschossen und den tyrannischen Landvogt Gessler ermordet? Wie bei vielen Nationalgeschichten mischen sich auch in diesem Fall Ereignisse und Mythen wild durcheinander. In dieser Episode beschäftigen wir uns mit einigen der Schweizer Nationalmythen und schauen uns an, was dahintersteckt und wir aus den Quellen darüber wissen.
59 Minuten
Wir springen in dieser Folge ins Japan des sehr frühen 18. Jahrhunderts. Im Jahr 1703 überfallen 47 herrenlose Samurai – sogenannte Ronin – das Haus eines hohen Beamten des Shogunats. Das daraus resultierende Blutvergießen wird in die japanische Geschichte als Nationalmythos Einzug finden. Wir sprechen darüber, was wahrscheinlich geschah, warum diese Geschichte solch eine Faszination auf die Menschen zu jener Zeit ausübte und warum sie auch heute noch gern erzählt wird – trotz historischer Ungereimtheiten.
50 Minuten
Wir beschäftigen uns dieser Folge mit Kautschuk und seiner zentralen Bedeutung für die Industrialisierung und Kolonialisierung Anfang des 20. Jahrhunderts: Der zunehmende Bedarf an Gummi sorgte für einen Kautschuk-Boom in Brasilien, wo im Amazonasgebiet der Kautschukbaum Hevea brasiliensis wächst. Der Boom dort war aber bald vorbei, nachdem Henry Wickham 70.000 Samen des Baumes nach London schmuggelte und kurze Zeit später in Südostasien die ersten Kautschuk-Plantagen angelegt wurden.
54 Minuten
Wir springen in die zweite Hälfte des 16. Jahrhunderts. England, unter Elizabeth I., ist zwar eine wichtige Macht in Europa, doch was koloniale und auch wirtschaftliche Bestrebungen angeht, hinken sie den Seefahrernationen Spanien und Portugal ziemlich hinterher. Wir sprechen in dieser Folge über Martin Frobisher, eigentlich Freibeuter, der einen Plan ausheckt, auch England am Kuchen der Globalisierung mitnaschen zu lassen. Allerdings wird sich bald rausstellen, dass das alles gar nicht so einfach ist.
54 Minuten
Wir springen in dieser Folge nach Harvard in die USA an die Sternwarte, das Harvard College Observatory. Der langjährige Direktor dort, Edward Pickering, setzte auf eine neue Technik, mit der in der Astronomie eine neue Ära eingeläutet wurde: die Fotografie. Die Auswertung der vielen Fotoplatten übernahm eine Gruppe Frauen, die heute als Harvard Computers bekannt ist. Diese Pionierinnen haben wegweisende Arbeiten gemacht und die Astrophysik auf ein neues Level gehoben, in einer Zeit, in der Frauen die wissenschaftliche Anerkennung verwehrt wurde. Vielen Dank an Karl Urban, der uns nicht nur auf das Thema hingewiesen hat, sondern in dieser Folge als Experte zur Verfügung stand und uns die damals entdeckten astronomischen Erkenntnisse genauer erklärt hat. Karl macht neben seinen journalistischen Arbeiten auch seit vielen Jahren einen Podcast über Sterne und Steine: AstroGeo.
1 Stunde
Wir springen diesmal in die 2. Hälfte des 18. Jahrhunderts. Automaten, also mechanische Konstrukte, die selbständig jene Dinge tun, die eigentlich lebenden Wesen vorbehalten waren, sind gerade der große Renner. Und auch in Wien konstruiert der Beamte Wolfgang von Kempelen einen solchen Automaten um die Kaiserin zu beeindrucken. Wir sprechen über diesen Automaten – den Schachtürken – und die Erfolge die er bald darauf in ganz Europa feiern wird. Doch der faszinierende Automat birgt ein Geheimnis, das die Menschen selbst lang nach dem Ableben seines Erschaffers beschäftigen wird.
42 Minuten
Hier ist sie, die 250. Folge! Seit 250 Wochen podcasten wir nun schon ohne Pause und erzählen uns Geschichten aus der Geschichte. Wir freuen uns, dass wir bis hierhin gekommen sind! Aber ohne euch, wäre das nicht passiert: Ein großer Dank an alle, die uns Zuhören, Feedback geben, kommentieren, Themenvorschläge schicken oder uns finanziell unterstützen! Aber Jubiläum hin oder her, wir sind ja zusammengekommen, um Geschichten zu erzählen und das machen wir daher auch in dieser Woche, so wie das hier üblich ist. Wir springen an das Ende des 19. Jahrhunderts und beschäftigen uns mit einem Thema aus der Medizingeschichte: Ein deutscher Arzt löste mit einer Bluttransfusion 1873 einen Hype aus. Er übertrug das Blut eines Lammes und heilte damit angeblich eine schwerkranke Patientin. In der Folge schauen wir uns an, seit wann eigentlich Bluttransfusionen gemacht werden und wie die Lammbluttransfusion schließlich aus dem Repertoire der Humanmedizin wieder verschwand.
42 Minuten
Wir springen in dieser Folge ins Mittelalter. Allerdings nicht wie so oft ins europäische, sondern ins afrikanische Mittelalter. Im westafrikanischen Malireich regiert im 14. Jahrhundert Mansa Musa, und wir sprechen über ihn, sein Reich und seine Pilgerreise nach Mekka, die weitreichende Folgen haben sollte.
51 Minuten
Im Jahr 1761 fand eines der seltensten vorhersehbaren Ereignisse der Astronomie statt: Ein Venustransit. Das Ereignis wollten die bekanntesten Astronomen ihrer Zeit nutzen, um unser Planetensystem zu vermessen und den Abstand der Erde von der Sonne zu bestimmen. Zahlreiche astronomische Expeditionen starteten daraufhin in alle Himmelsrichtungen und nutzten die kolonialen Handelsrouten. Als erster zog der französische Astronom Guillaume Le Gentil los, um den Transit in Indien zu beobachten – doch für ihn kam es anders als geplant.
44 Minuten
Wir springen in dieser Folge ins Jahr 1932, der Ort des Geschehens ist Westaustralien. Die im Rahmen eines Regierungsprogrammes dort angesiedelten Veteranen des 1. Weltkrieges haben neben den Auswirkungen der Weltwirtschaftskrise mit einem tierischen Problem zu kämpfen: Emus. Um das Problem in den Griff zu bekommen, beschließen die Veteranen die Regierung um Hilfe zu bitten. Was folgt ist einer der wohl kuriosesten militärischen Einsätze der Geschichte.
39 Minuten
Nach dem Tod des Sonnenkönigs, Ludwig XIV., 1715 muss sich sein Nachfolger dringend um den hochverschuldeten Staatshaushalt kümmern. Der Regent, Herzog von Orléans, bringt dafür John Law ins Spiel. Ein Schotte, der sein Geld mit Glücksspiel verdiente und aus einem englischen Gefängnis geflüchtet war, weil er bei einem Duell sein Gegenüber getötet hatte. Law reformiert die französische Finanzpolitik recht umfassend und führt dabei erstmals in Frankreich Papiergeld ein. Um mehr Kredite und Geld in Umlauf zu bekommen, gibt er Anleihen aus, um den Handel mit der Kolonie Louisiana auszubauen. Diese Anleihen verkauften sich schnell und stiegen rasant im Wert. Doch statt Gold, Silber und Tabak kamen aus der Neuen Welt bald schlechte Nachrichten: Viele der Siedler und Siedlerinnen starben an Gelbfieber und die Böden waren zu sumpfig für eine landwirtschaftliche Nutzung.
41 Minuten
Wir springen in dieser Folge ins Jahr 1976. In der sogenannten DMZ – der demilitarisierten Zone zwischen Nord- und Südkorea – eskaliert die Beschneidung eines Baumes mit tragischem Ausgang. Allerdings bleibt es nicht dabei, denn die darauffolgende Aktion – Operation Paul Bunyan – hat Potential den Begriff der Eskalation neu zu definieren.
44 Minuten
Wir springen zum Ausgang des Mittelalters ins frühe 16. Jahrhundert. Der französische König Franz I. sieht seine Monarchie umringt von den Habsburgern unter Karl V., seit 1519 Kaiser des Heiligen Römischen Reichs. Es beginnt eine Reihe von Konflikten zwischen den beiden Monarchien um die Vorherrschaft in Westeuropa. 1536 startet der Kaiser mit einem riesigen Heer eine Invasion der Provence. Ziel ist es, den französischen König vom Thron zu stürzen. Doch wenige Monate später ziehen sich die habsburgischen Truppen geschlagen zurück nach Italien – ohne auch nur in einer einzigen Schlacht gekämpft zu haben. Großen Anteil daran hatte die Zerstörung einer Mühle in Auriol, die die Versorgung des kaiserlichen Heeres zusammenbrechen ließ.
51 Minuten
Wir springen in dieser Woche ins Irland des 19. Jahrhunderts, wo der Steuerbeamte Aeneas Coffey im Jahr 1831 ein Patent anmeldet, das die zu jener Zeit florierende irische Whiskeyindustrie für immer verändern sollte. Wir sprechen darüber, warum irischer Whiskey so beliebt war, wie sich das im Laufe weniger Jahrzehnte veränderte und warum heutzutage nicht irischer, sondern schottischer Whisky den Weltmarkt dominiert.
Geschichten aus der Geschichte
Seit über zehn Jahren erzählen sich die Historiker Daniel Meßner und Richard Hemmer Woche für Woche eine Geschichte aus der Geschichte.