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112 Episoden
26 Minuten
Episode 3 von „Zink, Molybdän, Beryllium, Uran. Bergbau und Zeitgeschichte in Nord- und Südtirol 1935 bis 1955“ Ein gemeinsamer Podcast des Gemeindemuseums Absam und des Südtiroler Landesmuseum Bergbau im Euregio-Museumsjahr 2021. 1945 verhaftet die US-Army den deutschen Raketentechniker Wernher von Braun in Nordtirol. Dass ab Herbst 1944 Beryllium in der Maul-Schlucht bei Schenna in Südtirol wahrscheinlich für Wernher von Brauns Raketenwaffe V2 abgebaut wurde, ist heute kaum bekannt. Gelesen haben Rainer Egger und Johann Nikolussi. Musik Matthias Legner.
25 Minuten
Zwei Fahrradexkursionen des Gemeindemuseums Absam haben die Reste von Aulandschaften zum Ziel gehabt: die Gaisau bei Inzing und die Völser Innau. Im Gespräch mit dem Biologen und Käferspezialisten Mag. Gregor Degasperi geht es um die Bedeutung des letzten Prozents, das von den ehemals ausgedehnten Augebieten am Inn übrig geblieben ist ... und am Rand geht es auch um eine Sozialgeschichte der Aulandschaft. Gelesen haben Rainer Egger und Johann Nikolussi.
27 Minuten
Zwei Geheimberichte aus den 1780er Jahren lassen tief in den Tiroler Alltag rund um die Französische Revolution blicken: weit entfernt von lederbehostem Hollaroditum und wehrstutziger Kampfeslust geht es um die harten Lebensbedingungen in Tirol, um die Arbeitsmigration aus Tirol, um die Gesundheit im Land, um die Schulden u. v. m. … Gelesen haben Rainer Egger und Johann Nikolussi.
18 Minuten
125 Jahre nach seiner Entstehung ein Blick hinter die Leinwand des Riesenrundgemäldes "Schlacht am Berg Isel 1809": Der Tiroler Landeshauptmann und Gouverneur Wenzel Graf Sauer von und zu Ankenstein machte sich im Jahr 1790 große Sorgen um die Zustände in Tirol. Die junge Französische Revolution würde die Ruhe und Ordnung im Land bedrohen, aufrührerische Lieder und Blätter würden ins Land gebracht. Er verfasst einen Geheimbericht … Gelesen haben Rainer Egger und Johann Nikolussi.
40 Minuten
Wie 1973 mit der Entlassung einer Lehrerin die sittlich Sauberkeit in Absam für ganz Tirol gerettet wurde. Am 6. Juni 1973 ist Dr. Agnes Larcher innerhalb von 48 Stunden ihre Stelle als Vertragslehrerin an der Hauptschule Absam los. Sie wollte mit ihren 36 Schülerinnen das Theaterstück „Stallerhof“ von Franz Xaver Kroetz lesen. Diese „Auflösung eines Dienstverhältnisses mit sofortiger Wirkung“ an der Hauptschule Absam innerhalb kürzester Zeit zuerst in Tirol, dann in Österreich und schließlich auch in Deutschland als „Fall Larcher“ bekannt sein. Der Spiegel und Die Zeit beschäftigen sich damit. 33 Gutachten werden geschrieben … Gelesen haben Elke Hartmann, Rainer Egger, Johann Nikolussi und Hannah Schwaiger.
36 Minuten
Alte Tiroler Karten wie die von Carl Urban aus dem Jahr 1840 zeigen im Absamer Ortsteil Eichat vor allem eines: Wald. Eichat wurde damals noch „Eichet“ oder „Aichet“ geschrieben. Einhundert Jahre später, auf der Alpenvereinskarte vom „Karwendelgebirge Mitte“ im Jahr 1935, ist auch noch vom „Absamer Aichat“ die Rede. Im weitläufigen Gebiet zwischen der Salzbergstraße Richtung Halltal und dem Weißenbach aus dem Halltal – oberhalb der heutigen Volksschule Absam-Eichat – sieht man nur das „Aichat-Holz“ auf der Karte eingetragen. Eichat also ein „geschichtsloses“ Neubaugebiet? Keineswegs … Gelesen haben Rainer Egger und Johann Nikolussi.
30 Minuten
Vor 60 Jahren, im April 1961, begann in Jerusalem der Prozess gegen Adolf Eichmann. Anfangs war vor Gericht nicht klar, ob Eichmann Österreicher oder Deutscher sei, ist er doch in Oberösterreich aufgewachsen, wurde dort politisch sozialisiert und ist in Österreich NSDAP-Mitglied geworden. Und auch bei seiner Flucht 1950 spielten Österreicher eine wichtige Rolle. Univ. Prof. Dr. Gerald Steinacher beschäftigt sich seit zwei Jahrzehnten mit den Fluchthelfern der NS-Täter. Gelesen hat Johann Nikolussi.
26 Minuten
Episode 2 von „Zink, Molybdän, Beryllium, Uran. Bergbau und Zeitgeschichte in Nord- und Südtirol 1935 bis 1955“ Ein gemeinsames Projekt des Gemeindemuseums Absam und des Südtiroler Landesmuseum Bergbau im Euregio-Museumsjahr 2021. Gelesen haben Rainer Egger, Elke Hartmann und Johann Nikolussi. Musik Matthias Legner.
22 Minuten
Episode 1 von „Zink, Molybdän, Beryllium, Uran. Bergbau und Zeitgeschichte in Nord- und Südtirol 1935 bis 1955“ Ein gemeinsames Projekt des Gemeindemuseums Absam und des Südtiroler Landesmuseum Bergbau im Euregio-Museumsjahr 2021. Gelesen haben Rainer Egger und Johann Nikolussi. Musik Matthias Legner.
24 Minuten
Im Interview mit der Vorarlberger Wirtschafts- und Sozialhistorikerin Barbara Motter zeigt sich, dass sich vieles, was sie für ihr Buch „Orte – Fabriken – Geschichten. 188 historische Industriebauten“ in Vorarlberger Industriedörfern dokumentiert hat, auch auf Absam, Telfs, Matrei und andere Tiroler Orte übertragen ließe: Industriegeschichte ist in Tirol aber noch ein dunkles Kapitel. Gelesen hat Rainer Egger.
22 Minuten
In einem Gespräch mit dem Tonholzhändler Georg Fuchs geht es um die Besonderheiten des Tonholzes und das Handels damit. Georg Fuchs erläutert von einem Bauteil der Violine zum nächsten die speziellen Holzarten, ihre Eigenschaften, ihren Einfluss auf den Klang und die Vorlieben von Geigenbauern, die bei ihm einkaufen. Gelesen hat Johann Nikolussi. Musik Bert Breit.
36 Minuten
Der Schnaps hat Karriere gemacht, er ist in den besseren Kreisen angekommen. Das war aber nicht immer so. Vor 125 Jahren stand die Schnapswelt aus heutiger Sicht Kopf. Nicht der edle Tropfen, sondern der billige Fusel regierte. „Die Weiber kommen in den Laden und bringen die Schnapsflasche im Sacke mit, dem Bauer wird der Schnaps als Mehl aufgerechnet. Die Kinder kommen, um Süßigkeiten zu kaufen, und werden durch den Branntwein angelockt.“ So wird der christlichsoziale Tiroler Landtagsabgeordnete Dr. Aemilian Schöpfer in den Innsbrucker Nachrichten am 28. Jänner 1896 zitiert. Mehr zu diesem Bedeutungswandel vom Fusel zum Kulturgut erfahren Sie hier. Gelesen haben Rainer Egger und Johann Nikolussi. Musik Bert Breit
38 Minuten
Walter Winterberg aus Wien berichtet über das Gestapo-Lager Innsbruck-Reichenau, wo er von Jänner bis April 1944 inhaftiert war. Ein Podcast zum Internationalen Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus am 27. Jänner. Über die Gewalt, die Tötungen, den Hunger, die Häftlingsgruppen und den Lageralltag am Stadtrand von Innsbruck 1942 bis 1945 hat Walter Winterberg im Jahr 2007 in mehreren Interviews berichtet. Er gibt ein eindrucksvolles Bild dieses Lagers der Gestapo-Innsbruck für Zwangsarbeiter, politische Häftlinge und deportierte italienische Jüdinnen und Juden.
15 Minuten
Im Sommer 1896, vor 125 Jahren, war das von Münchner Spezialisten der Dekorationsmalerei im Eilzugstempo hergestellte „Collosal Rundgemälde: Schlacht am Berg Isel“ fertig. // Im März 2011 wurde am Berg Isel das Tirol-Panorama eröffnet. // 1917 war in Wien die Stunde für das "Schlachten-Panorama Berg Isel" gekommen. Es wurde zur Kriegsausstellung verfrachtet. Alfred Polgar schrieb darüber eine bis heute gültige Glosse. Gelesen haben Rainer Egger und Johann Nikolussi. Musik von Bert Breit.
40 Minuten
Fast 95.000 Männer wurden zwischen 1938 und 1945 im Gau Tirol-Vorarlberg zum Militärdienst einberufen. Nur ganz wenige von ihnen desertierten und entzogen sich so dem rassistischen Vernichtungskrieg der Wehrmacht. Nach der Befreiung 1945 berief sich die politische Klasse nur kurze Zeit auch auf diese Form des Widerstands: Von „heimattreuen österreichischen Soldaten, die sich vom Hitler-Krieg losgesagt hatten“ war z. B. in Tirol die Rede. Der Zweite Weltkrieg wurde eindeutig als „sinnloser Eroberungskrieg“ qualifiziert. Aber die Zweite Republik machte in kürzester Zeit ihren Frieden mit den fast 700.000 NSDAP-Mitgliedern und den rund 1,2 Millionen Wehrmachtssoldaten. Nach den Deserteuren hat niemand mehr gefragt. Erinnerung und Wissen darüber sind in einem abgeschotteten Kreis verblieben. So erging es auch den Deserteuren im Tiroler Vomperloch. Davon berichten Greta Zimmermann, Peter Pirker, Richard Eder und Josef Ampferer. Gelesen haben Rainer Egger und Johann Nikolussi. Musik Bert Breit.
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Der Podcast aus dem Gemeindemuseum Absam in Tirol.