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112 Episoden
22 Minuten
Franziska Zahn aus Reutlingen bei Stuttgart hat sich für ihre Masterarbeit über ein Jahr lang intensiv mit den baulichen Überresten des Salzbergbaus im Absamer Halltal beschäftigt. Im Zentrum der Recherchen für ihre Masterarbeit stand das Herrenhaus. Mit der Studie „Das Herrenhaus im Halltal – Funktionale Neuinterpretation eines bedeutsamen historischen Ortes“ hat sie unlängst ihr Architekturstudium an der Universität Innsbruck erfolgreich abgeschlossen. Im September haben wir mit Franzsika Zahn ein Interview geführt: Über die Baugeschichte im Halltal und über ihre Vorschläge für eine zukünftige Nutzung des Herrenhauses. Gelesen hat Rainer Egger. Musik Bert Breit.
3 Minuten
Doris Linser singt ein altes französisches Weihnachtslied, das Bert Breit musikalisch bearbeitet hat.
3 Minuten
Doris Linser singt ein altes französisches Weihnachtslied, das Bert Breit musikalisch bearbeitet hat.
24 Minuten
Die in Wien geborene Ruth Klüger (1931–2020) wurde in den USA zu einer der wichtigsten feministischen Literaturwissenschafterinnen, die erst spät als Autorin bekannt wurde. Ihr autobiografisches Werk „weiter leben. Eine Jugend“ erschien 1992 auf Deutsch und wurde ein Bestseller. Das aus feministischer Perspektive geschriebene Buch betont, dass auch weibliche Holocaust-Opfer ein Recht auf Erinnerung haben. Es steht heute neben den bedeutenden literarischen Zeugnissen des Holocausts von männlichen Kollegen wie Primo Levi und Imre Kértesz. Das Interesse vor allem vieler jüngerer Menschen an ihrer Person und ihrem Werk waren schließlich ausschlaggebend dafür, dass ihr literarischer und wissenschaftlicher Vorlass nach Wien kam, wo er seit 2018 am Literaturarchiv der Österreichischen Nationalbibliothek aufgearbeitet und im Literaturmuseum ausgestellt wird. 2006 hat Ruth Klüger (1931–2020) den Aufsatz „Mißbrauch der Erinnerung: KZ-Kitsch“ veröffentlich. Sie erinnert vehement daran, dass das Erinnern kein kategorischer Imperativ ist, kein Sollen oder Wollen, schon gar kein Verdienst, sondern Erinnern ist ein psychologischer Normalzustand. Eine gekürzte Fassung dieses Textes war am 9. November 2020 im Ferdinandeum in Innsbruck als Teil 3 des Abends mit der Klaviersonate „27. April 1927“ von Karl Amadeus Hartmann vorgesehen. Gelesen hat Rainer Egger. Musik Bert Breit.
27 Minuten
Sie hören Teil 1 einer für den 9. November 2020 zusammen mit dem Ferdinandeum geplanten Veranstaltung mit der österreichischen Erstaufführung von Karl Amadeus Hartmanns Klaviersonate "27. April 1945". Es spielt Michael Schöch. Das Ziel der Todesmärsche aus dem KZ Dachau Ende April 1945 war Tirol und der Komponist Karl Amadeus Hartmann war ein Augenzeuge davon. Am 27. April 1945 sieht er unmittelbar vor seinem Haus in Kempfenhausen am Starnberger See, wie SS-Männer hunderte entkräftete und ausgehungerte Häftlinge Richtung Alpen treiben. Hartmann, der sich zwischen 1933 und 1945 dem NS-Regime verweigert und daher nicht aufgeführt wird, versucht in den letzten Tagen des Nazismus dem Vergessen der Todesmärsche mit der Komposition einer Klaviersonate entgegenzutreten. Sie erhält den Titel "27. April 1945".
33 Minuten
Sie hören Teil 2 einer für den 9. November 2020 zusammen mit dem Ferdinandeum geplanten Veranstaltung mit der österreichischen Erstaufführung von Karl Amadeus Hartmanns Klaviersonate "27. April 1945". Am Montag, 23. April wurde im KZ Dachau die Bildung eines Häftlingszuges befohlen. Dieses „Kommando Ötztal“, bestehend aus jüdischen, sowjetischen und deutschen Gefangenen, sollte vermutlich die Errichtung eines Großwindkanals im Ötztal vorantreiben. Karl Amadeus Hartmann war ein Augenzeuge dieser ausgehungerten Marschkolonnen aus Dachau: Am 27. April 1945 sieht er unmittelbar vor seinem Haus in Kempfenhausen am Starnberger See, wie SS-Männer hunderte entkräftete und ausgehungerte Häftlinge mit Kampfhunden Richtung Alpen treiben. Albert Knoll von der KZ-Gedenkstätte in Dachau berichtet davon.
30 Minuten
Über Hall und Umgebung war schon 1899 zu lesen: “Was nun die Propaganda zu gunsten des Fremdenverkehrswesens betrifft, so ist in dieser Hinsicht bis in die allerletzte Zeit wohl entschieden viel zu wenig im Vergleiche mit der anderwärts inszenierten Reklame geschehen. Auf Annoncierung und sonstige Pressreklame hat man in Hall von jeher fast gar keinen Wert gelegt, die Broschüren des mittlerweile verstorbenen Herrn P. R. Stolzissi waren bald vergriffen, ein Prospekt von Hall, wie man derartige kleinere Informations- und Propagandaschriften in Innsbruck, Schwaz, Kufstein, Kitzbühel, Rattenberg-Brixlegg, Igls, Steinach etc. sowie auch in den Dörfern des Oetz- und Zillerthales massenweise gratis abgibt und versendet, ein solcher Prospekt besteht über Hall ebenfalls nicht …“ (Fremden-Zeitung) Vor diesem Hintergrund lohnt sich ein Blick in die erwähnte Broschüre über Hall aus dem Jahr 1889, verfasst von P. R. Stolzissi. Gelesen hat Johann Nikolussi. Musik von Bert Breit.
31 Minuten
Die Geschichte der Musikkapellen reicht weit zurück und verliert sich mitunter in Legenden und Mythen. Musikkapellen sind – jenseits der Musikgeschichte – aber auch als Teil einer obrigkeitlich geförderten Öffentlichkeit von Interesse: Ihre große Zahl, ihre flächendeckende Verbreitung und ihre Sozialstruktur sind einerseits ein Spiegelbild der regionalen Gesellschaft. Andererseits bilden ihre Musik, ihr Auftreten und die den Musikkapellen zugeordnete symbolische Bedeutung eine zentrale kulturelle Dimension von Macht ... nicht nur in Tirol.
11 Minuten
Ob die Nonnen aus St. Magdalena im Halltal im 16. Jahrhundert oder die halbfertige Kaserne nach der Befreiung vom Nazismus in der Mitte des 20. Jahrhunderts – es gibt einige historische Verbindungen zwischen der Geschichte der Heimerziehung in Tirol, die 1990 zu Ende ging, und der Absamer Geschichte. Die Informationen stammen aus: Heimkindheiten. Geschichte der Jugendfürsorge und Heimerziehung in Tirol und Vorarlberg von Michaela Ralser, Nora Bischoff, Flavia Guerrini, Christine Jost, Ulrich Leitner und Martina Reiterer aus dem Jahr 2017.
19 Minuten
Zum Ende der Heimerziehung in Tirol vor 30 Jahren: In einer Reportage über Heimerziehung hat der Absamer Journalist Bert Breit Ende der 1970er, Anfang der 1980er Jahre die Dimensionen der physischen und psychischen Gewalt in der öffentlichen Heimerziehung dokumentiert. Sie hören Ausschnitte dieser Reportage. Gelesen haben Johann Nikolussi und Rainer Egger. Musik von Bert Breit.
26 Minuten
Tirol 1526: Michael Gaismair, der sich am 7. Oktober 1525 durch Flucht aus der Gefangenschaft Ferdinands befreit hatte, brütete während der Wintermonate 1525/26 über einer Landesordnung, die zu jenen Texten des Bauernkrieges gehört, die am meisten Interesse auf sich gezogen haben. Das war Republikanismustheorie pragmatischen, nicht utopischen Zuschnitts. Das Kopfgeld, das Ferdinand 1526 auf ihn ausgesetzt hat, führt allerdings erst sechs Jahre später zur Ermordung Gaismaiers in Padua. Es lesen Rainer Egger und Johann Nikolussi. Musik von Bert Breit.
33 Minuten
Systemkonflikt in Tirol vor 500 Jahren. Die Zeitgenossen, städtische wie klösterliche Chronisten, adelige wie geistliche Herren, sie alle bezeichneten die Ereignisse von 1525 als „Puren-Krieg“, als Bauernkrieg. Sie formulierten damit aber nur die Außenansicht dieser Revolution, deren Bild in der Tat von bäuerlichen Haufen geprägt wurde. Ob der Begriff „Bauernkrieg“ jedoch alle diejenigen, die sich vor 500 gegen zahlreiche Formen der Herrschaft aufzulehnen beginnen, zutreffend definiert, muß bezweifelt werden. Es lesen Rainer Egger und Johann Nikolussi. Musik von Bert Breit.
28 Minuten
Vor 500 Jahren, im Jahr 1520 im Südtiroler Pustertal, beginnt eine Systemkrise, die nach fünf Jahren 1525 in den Tiroler Bauernkrieg mündet. Nicht nur in Tirol lehnen sich immer mehr Menschen gegen Justiz, Glaubenspraxis, Besitzverhältnisse, Jagdwesen etc. auf. Es geht ihnen um nichts weniger als um grundlegende ökonomische, politische und soziale Veränderungen. Selbst die Herrschaft der Habsburger wird auf dem Spiel stehen. Es lesen Rainer Egger und Johann Nikolussi.

Rückkehr 1945

37 Minuten
Ein Hörbild mit Heinz Mayer (1917–1999), der 1945 aus dem KZ Buchenwald nach Tirol zurückgekehrt ist. Als Halbjude und aktiver Gegner des NS war er bereits im Herbst 1938 von der Gestapo verhaftet worden. Als Vollinvalide hat er nach 1945 über Jahrzehnte die sozialen Interessen der Opfer und Gegner des Nazismus in zahlreichen Gremien vertreten. Er arbeitet unter anderem an der komplexen gesetzlichen Regelung der Opferfürsorge mit und wird in den Vorstand des Dokumentationsarchivs des Österreichischen Widerstandes berufen. 1999 ist Heinz Mayer in Innsbruck gestorben. Gelesen hat Rainer Egger.
2 Minuten
Die Maultrommel-Heavy-Metal-Version eines der 2016 mit Kindern und Jugendlichen aufgenommenen Maultrommelstücke.
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Der Podcast aus dem Gemeindemuseum Absam in Tirol.