Entscheider treffen Haider - die Erfolgsgeheimnisse der Macher Archiv
451 Episoden
55 Minuten
Vier Jahrzehnte war „Rindchens Weinkontor“ sein Leben: 15 Geschäfte, rund 100 Mitarbeiter, 20 Millionen Euro Jahresumsatz – und ein Gesicht: Gerd Rindchen. Jetzt ist Hamburgs bekanntester und ungewöhnlichster Weinhändler endgültig aus dem Unternehmen ausgestiegen, dass er 2017 an den Sekthersteller Schloss Wachenheim verkauft und für das er zuletzt noch als Berater gearbeitet hatte. Mit Lars Haider spricht Rindchen über seine aufregenden Zeiten als Unternehmer, das verpfändete Reihenhaus seiner Eltern, Zahlungsziele von mehr als 150 Tagen, schnelle Verse und Versicherungen – und eine Therapeutin, die die Wende brachte.
53 Minuten
Sie wollte immer etwas mit Theatern zu tun haben, aber nie selbst auf der Bühne stehen: Uschi Neuss ist Chefin des Musicalkonzerns Stage Entertainment (1700 Mitarbeiter, 330 Millionen Euro Jahresumsatz). Bei „Entscheider treffen Haider“ spricht sie über ihren ersten Job beim „Phantom der Oper“ (den sie abgelehnt hat), über ein weiteres Musicaltheater für Hamburg – und über das Jahr 2020, das eigentlich das beste in der Geschichte des Unternehmens werden sollte. Nun muss Stage wegen Corona das Programm „in die Zukunft verschieben“, 300.000 Karten umbuchen und hoffen, dass die Abstandsregel nicht auch für Musicals gilt...
47 Minuten
Die Geschäfte in der Hamburger Innenstadt gehörten zu den ersten, die nach dem Lockdown in der Corona-Krise wieder öffnen durften – wenn sie die Zeit ohne jegliche Umsätze überhaupt durchgestanden haben. In der neuen Folge von „Entscheider treffen Haider“ spricht Hamburgs City-Managerin Brigitte Engler über die Wochen, in denen die Innen- eine Geisterstadt war, über das neue Shoppingverhalten der Menschen und über Touristen, die Hamburg besser heute als morgen braucht. Immerhin: Die Geschäfte könnten die Hygieneregeln so gut umsetzen, dass sich Engler sicher ist, dass es dort nicht zu weiteren Ansteckungen mit dem Virus kommt. Auch, wenn viele Verkäuferinnen und Verkäufer darüber stöhnen würden, wie schwierig ein Arbeitstag mit Maske ist.
59 Minuten
Er ist einer der wenigen Barkeeper, dem es gelungen ist, einen Cocktail zu erfinden, der überall auf der Welt getrunken wird: den Gin Basil Smash. Seine Bar Le Lion in der Nähe des Hamburger Rathauses wurde 2008 zur besten Neueröffnung der Welt gewählt und ist bis heute eine Top-Adresse – nur öffnen darf sie im Moment leider nicht. Jörg Meyer betreibt auch die Boilerman Bar in Hamburg-Eppendorf, entwickelt Barkonzepte für die Hotels der 25hours-Gruppe in verschiedenen Ländern Europas und eröffnete kurz vor der Corona-Krise den „Erdbeerfressenden Drachen“. In unserer Reihe „Entscheider treffen Haider“ spricht Abendblatt-Chefredakteur Lars Haider mit Jörg Meyer darüber, wie man ein Weltstar in der Bar-Szene wird, wie viele Gin Basil Smash er normalerweise in einem Jahr verkauft – und wieso er den Politikern vorwirft, Lack getrunken zu haben.
48 Minuten
Vor drei Jahren hat Norbert Aust, zusammen mit Corny Littmann Eigentümer der Schmidt-Theater auf der Reeperbahn, die Geschäftsführung an seine Tochter Tessa, ältestes von sechs Kindern, und seinen Schwiegersohn Hannes Vater übergeben. Die beiden machten das Privattheater noch erfolgreicher als es schon war – und wissen wegen Corona jetzt trotzdem nicht, wie es weitergeht. Dieser Podcast ist ein Gespräch in zwei Teilen: Mit Tessa Aust über Kurzarbeit, tolle Gäste und Plexiglas im Theatersaal. Mit Norbert Aust über Kompetenz in der Krise, seine neue Rolle als Präses der Handelskammer und ein Wort, das furchtbar ist.
48 Minuten
Wohnungsbesichtigungen werden nur noch mit einer Person oder erstmal per Facetime gemacht, Notartermine könnten auch digital werden – vor allem ändern sich aber die Ansprüche, die die Menschen in Hamburg an ihre Immobilien haben. Das erzählt Lars Seidel, Geschäftsführer von Grossmann & Berger. Einer der größten Immobilienmakler der Stadt sagt voraus, dass dank des aktuellen Siegeszug des Homeoffice das Interesse an Wohnungen und Häusern im Hamburger Umland stark steigen wird: „Wenn Menschen merken, dass sie gut von zu Hause arbeiten können, spielt es keine Rolle mehr, ob sie nah bei ihrem Arbeitgeber und mitten in der Stadt leben“, sagt Seidel. Außerdem sei im Umland eine Immobilie mit einem Arbeitszimmer und Garten einfacher finanzierbar - und wie wichtig beides sein kann, würde die Coronakrise zeigen. Weitere Themen: Der Ansturm auf Ferienwohnungen, die Preisentwicklung für Immobilien in Hamburg nach der Krise und die Frage, wie viele Wohnungen die Stadt noch braucht.
43 Minuten
Er ist ein „Vorzeige-Migrant“, ein echter „Hamburger Jung“ – und wurde trotzdem zum Hass-Objekt der Rechten. Der Journalist und Moderator Michel Abdollahi hat diese Rolle nicht nur angenommen, er schlägt zurück und lässt sich selbst von Drohmails nicht einschüchtern. Lars Haider spricht in der neuen Folge seines Podcasts „Entscheider treffen Haider“ mit Abdollahi nicht nur über den richtigen Umgang mit AfD-Politikern, über hustende Chinesen und Vorurteile – sondern auch über Rassismus zwischen Hamburgern und Schleswig-Holsteinern.
38 Minuten
"… und sind trotzdem die Verlierer." Das sagt Till Walz, Chef von Jump House, in der neuen Folge von "Entscheider treffen Haider". Seine Geschichte ist beispielhaft für viele Zehntausende Unternehmer, die wegen des Coronavirus um ihr Lebenswerk fürchten müssen. Walz hat 2014 den ersten Trampolinpark in Deutschland gegründet, inzwischen betreibt er sieben Anlagen in sechs großen deutschen Städten. Die sind inzwischen alle geschlossen, ein Teil der 360 Mitarbeiter ist in Kurzarbeit, den Rest bezahlt Walz aus eigener Tasche. Im Podcast erzählt er von seinen täglichen Verhandlungen mit Vermietern, Anwälten und Banken, aber vor allem von der Ohnmacht, die so viele Firmenchefs jetzt empfinden: "Du fühlst dich wie ein Fußballtrainer, der 5:0 mit seiner Mannschaft im Champions-League-Finale geführt hat. Doch auf einmal kippt das Spiel, dir werden die Hände auf dem Rücken zusammen gebunden und im Gesicht trägst du eine Maske, durch die kein Ton nach draußen dringt. Und du musst zusehen, wie das Spiel sich dreht, ohne dass du irgendetwas dagegen machen kann."
31 Minuten
Wenn einer weiß, was in der Coronakrise zu tun ist, dann ist es Frank Roselieb. Der Leiter des Instituts für Krisenforschung aus Kiel befasst sich seit mehr als zwei Jahrzehnten auch mit der Bekämpfung von Pandemien. Im Gespräch mit Lars Haider erzählt er, dass die Kommunikation in Krisen wie der aktuellen in acht Phasen verläuft („wir sind in Phase fünf“) und warum Virologen dabei die Rolle der bad guys haben, während Politiker die good guys geben dürfen. Roselieb hat auch erforscht, wie lange man eine Gesellschaft einsperren kann, nämlich „vier bis sechs Wochen“, und er sagt in der dieser Episode von „Entscheider treffen Haider“, was danach passieren muss. Das „Drehbuch für eine Krise wie die Coronakrise“ sei übrigens längst bekannt und geschrieben. Deutschland hätte in den vergangenen Jahren mehrfach entsprechende Katastrophenszenarien durchgeprobt, „zum Beispiel mit 400.000 Einweisungen ins Krankenhaus, wovon wir zum Glück noch weit entfernt sind“. Wichtig sei in der Krise, Geduld zu haben – die Krisenstäbe würden rund neun Monate im Einsatz bleiben müssen.
1 Stunde 1 Minute
Die Coronakrise diktiert ihren Alltag, Besprechungen im Senat, Telefonkonferenzen mit dem Krisenstab, Sitzungen mit Epidemiologen, Verhandlungen auf Länder- und auf Bundesebene. Und dennoch hat sich Bürgermeister Peter Tschentscher die Zeit genommen, die Fragen der Abendblatt-Leserinnen und -leser zu beantworten. Das Interesse an der Aktion war überwältigend. Um die 150 Leserinnen und Leser haben sich per Mail oder am Telefon gemeldet, haben Fragen zur Bekämpfung der Pandemie geschickt. Es ging um die Folgen für die Hamburger Wirtschaft, um die Frage, warum die Abiturprüfungen dennoch stattfinden sollen, wann die Kontaktsperre wohl wieder aufgehoben wird — aber auch um ganz individuelle Probleme. Das Interesse an der Aktion war so groß, dass wir bei weitem nicht alle Fragen unserer Leserinnen und Leser stellen und beantworten lassen konnten. Dafür waren es einfach viel zu viele. Wir haben Fragen, die ein ähnliches Thema behandeln, zusammengefasst. Wir haben die Original-Fragen gekürzt, um möglichst viele Fragen und Antworten veröffentlichen zu können.
58 Minuten
Er hatte etwas Geld gespart, fand dafür keine passende Anlagemöglichkeit - und kam so auf die Geschäftsidee seines Lebens. Tim Sievers gründete Deposition Solutions, eine Firma, die inzwischen 20 Milliarden Euro von mehr als 30 Millionen Kunden angelegt hat - und die selbst mehr als eine Milliarde Euro wert ist. Was das alles mit der Deutschen Bank und Investorenlegende Peter Thiel zu hat, erzählt Tim Sievers in der neuen Episode von Entscheider treffen Haider.
57 Minuten
Entscheider treffen Haider – heute mit Christian Heymann. Ein Gespräch über stolze Autoren, aussterbende Lexika und die Lehren aus der Digitalisierung.
59 Minuten
Sie hatte kein Geld und wollte trotzdem Verlegerin werden: Wie das geht, erzählt Kasia Mol-Wolf („Emotion“, „Hohe Luft“) in dieser Folge von „Entscheider treffen Haider“. Und noch viel mehr: Mol-Wolf verrät, warum es wichtig für ein glückliches Familienleben ist, dass Vater und Mutter auch im Beruf glücklich sind. Und sie zitiert den weisen Satz eines guten Freundes, der lautet: „Die guten Zeiten sind jetzt.“ Soll heißen: „Wir müssen uns immer bewusst machen, dass jetzt und heute genau die Zeiten sind, die wir in ein paar Jahren oder Jahrzehnten als die guten, alten Zeiten bezeichnen werden.“
59 Minuten
Sie gehören zu den jüngsten Gesichtern und den größten Hoffnungsträgern der CDU: Die Bundestagsabgeordneten Philipp Amthor (27) und Christoph Ploß (34) sprechen mit Abendblatt-Chefredakteur Lars Haider in der neuen Folge von „Entscheider treffen Haider“ über den Kampf gegen die AfD, den richtigen Parteivorsitzenden beziehungsweise Kanzlerkandidaten, über Krawatten, die Grünen und Humor. Und es geht auch darum, was Friedrich Merz und Co. von dem jungen Amthor lernen können: Der ist bei Instagram inzwischen nach der Bundeskanzlerin der CDU-Politiker mit den meisten Followern – und hat in seinem Wahlkreis in Vorpommern der AfD das Direktmandat für den Bundestag entrissen. Während Ploß ankündigt, beim Bundesparteitag im April auf jeden Fall Friedrich Merz zum neuen CDU-Vorsitzenden wählen zu wollen, sagt Amthor: „Merz hat gezeigt, dass er die Parteibasis elektrisieren kann.“ Die CDU brauche einen Kandidaten, mit dem sie bei der nächsten Wahl auf 35 Prozent komme. Angst vor den Grünen hat Amthor nicht: „Man darf nicht vergessen: Die sind nicht alle so wie Robert Habeck. Die meisten sind eher das Modell Jürgen Trittin oder Anton Hofreiter.“
58 Minuten
Sie ist die Chefin von Plan International in Deutschland: Maike Röttger steht einer Organisation vor, in der Menschen allein hierzulande 340.000 Patenschaften für Kinder auf der ganzen Welt übernommen haben. Im vergangenen Jahr konnte Plan über Spenden von 190 Millionen Euro verfügen. Wie das Geld ausgegeben wird und warum Maike Röttger jeden Euro zweimal umdrehen lässt, erzählt sie im Gespräch mit Abendblatt-Chefredakteur Lars Haider. Der hat zu der Hamburgerin übrigens eine besondere Beziehung: Denn vor ihrer Zeit bei Plan war Maike Röttger zwei Jahrzehnte Redakteurin beim Abendblatt – und wollte eigentlich „nur“ als Kommunikationschefin zum Kinderhilfswerk wechseln. Wie sie dann dort Vorsitzende der Geschäftsführung wurde und was das mit einem Treffen in einer Kaffeeküche zu tun hat – anhören!
Entscheider treffen Haider - die Erfolgsgeheimnisse der Macher
Erfolgreiche Menschen aus Hamburg erzählen, wie sie geworden sind, was sie geworden sind.