Alter, was geht? Archiv
57 Episoden
36 Minuten
Viele Menschen bekommen Schnappatmung, wenn sie von Seniorität am Arbeitsplatz hören. Mehr Geld bei gleicher Leistung, nur weil jemand älter ist? Wo ist da der gleiche Lohn für gleiche Arbeit? Wir werden sehen, dass Bezahlung nach Seniorität in der Tat viele Vorteile hat und idealerweise eine Win-Win-Situation ist. Nur sind diese Idealbedingungen häufig nicht gegeben - in der Zukunft immer weniger und in der Praxis vor allem nicht für Frauen. Wohl nirgends lässt sich dieses ambivalente Konzept besser illustrieren als am japanischen Arbeitsmarkt, der für europäische Ohren ähnlich kurios ist wie manche japanische Popkulturimporte. Kompetente Unterstützung erfahren wir in dieser Folge von Prof. Dr. Thomas Zwick von der Universität Würzburg.
Ausgewählte Quellen:
Arakawa et al. (2007): Present Situation and Problems (...) of Older Workers
Araki (2015): Age Discrimination and Labor Law in Japan.
Freedland (2016): The Contract of Employment and the Paradoxes of Precarity.
Fujimoto (2017): What is the Japanese Long-Term Employment System? Has it Vanished?
Hamaguchi (2017): Job Changes for Re-employed Retirees.
Jolls (1996): Hands-Tying and the Age Discrimination in Employment Act
Lazear (1979): Why is there Mandatory Retirement?
Neumark (2006): Productivity, Compensation and Retirement.
Tahara (2017): Elderly Employment in a Society of Population Decline.
Watanabe et al. (2016): Employment of Youth, Older Persons, Women and Foreign Workers.
Zwick (2012): Consequences of Seniority Wages on the Employment Structure.
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Ausgewählte Quellen:
Arakawa et al. (2007): Present Situation and Problems (...) of Older Workers
Araki (2015): Age Discrimination and Labor Law in Japan.
Freedland (2016): The Contract of Employment and the Paradoxes of Precarity.
Fujimoto (2017): What is the Japanese Long-Term Employment System? Has it Vanished?
Hamaguchi (2017): Job Changes for Re-employed Retirees.
Jolls (1996): Hands-Tying and the Age Discrimination in Employment Act
Lazear (1979): Why is there Mandatory Retirement?
Neumark (2006): Productivity, Compensation and Retirement.
Tahara (2017): Elderly Employment in a Society of Population Decline.
Watanabe et al. (2016): Employment of Youth, Older Persons, Women and Foreign Workers.
Zwick (2012): Consequences of Seniority Wages on the Employment Structure.
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33 Minuten
Kaum ein Land gilt so sehr als Inbegriff einer umfassenden Alterskultur als Alltagskultur wie Japan. Gemeinsam mit dem Autor Felix Lill schauen wir uns an, welche Rolle das Alter im Land der aufgehenden Sonne wirklich spielt. Die Reise führt uns zu den fließenden Grenzen zwischen Respekt vor dem Alter und allgemeiner Höflichkeit, zu einem Arbeitsmarkt der streng nach Seniorität geregelt ist und zu einer vielfältigen Freizeitgestaltung alter Menschen. Womöglich ist es sogar eine Reise in die eigene Zukunft, da Japan bereits demografisch das erlebt, was vielen europäischen Ländern noch bevorsteht. Die Alterung heißt aber nicht, dass das Land ergraut und an Farbe verliert. Rote Unterwäsche ist der Schlüssel zu einer Alterskultur, die sexy ist.
Für alle, die den Podcast finanziell unterstützen wollen: https://paypal.me/alterwasgeht bzw. @alterwasgeht - vielen Dank! :-)
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31 Minuten
Auch wenn der Krieg der Vater aller Dinge ist, kann er dem Alter nicht entkommen: Die Altersverteilung einer Bevölkerung ist ein wichtiger Faktor für die Gewaltneigung einer Bevölkerung, so die These vom Jugendüberhang. Und je weniger junge Leute es gibt, desto weniger möchten die Menschen deren Leben aufs Spiel setzen. Friedlicher ist es, Konflikte im Parlament auszutragen und die Jugend dort einzubinden. Das klappt nicht in allen Ländern gleich gut, aber von vielen kann man mit Sicherheit lernen. A propos: Welches unserer Lebensjahre ist eigentlich das sicherste?
Ausgewählte Quellen:
Bouthoul (1972): Kindermord aus Staatsräson.
Ebeling (2018): How Has the Lower Boundary of Human Mortality Evolved, and Has It Already Stopped Decreasing?
Heinsohn (2011): Gesellschaftkliche Kriegstheorien: Demografische Faktoren
Kröhnert (2006): Demografische Faktoren bei der Entstehung gewaltsamer Konflikte.
Leonhard (2016): Die postheroische Gesellschaft und ihr Militär.
Münkler (2006): Der Wandel des Krieges und (2007): Heroische und postheroische Gesellschaften.
Paypal: https://paypal.me/alterwasgeht
Vielen Dank fürs Zuhören :-)
Ausgewählte Quellen:
Bouthoul (1972): Kindermord aus Staatsräson.
Ebeling (2018): How Has the Lower Boundary of Human Mortality Evolved, and Has It Already Stopped Decreasing?
Heinsohn (2011): Gesellschaftkliche Kriegstheorien: Demografische Faktoren
Kröhnert (2006): Demografische Faktoren bei der Entstehung gewaltsamer Konflikte.
Leonhard (2016): Die postheroische Gesellschaft und ihr Militär.
Münkler (2006): Der Wandel des Krieges und (2007): Heroische und postheroische Gesellschaften.
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29 Minuten
Die ganze Welt altert, auch Deutschland. Was heißt das für die demokratische Teilhabe im Land? Löst eine steigende Anzahl von Rentnerinnen und Rentner einen Boom im Ehrenamt aus? Und wer sind eigentlich diese Alten, deren Interessen in den Fokus rücken? Spoiler: sie sind nicht repräsentativ. Falls jemand in naher Zukunft aber mit einer Seniorenherrschaft rechnet, dem sei ein Vergleich mit einer wirklichen Gerontokratie empfohlen, nämlich der im antiken Sparta. Demgegenüber läuft das Leben zwischen Alt und Jung heutzutage gleichberechtigt und harmonisch ab. Der Frieden hört aber auf, wenn man die eine Frage in den Raum wirft: Wie gehen wir mit gesetzlichen Feiertagen, die auf einen Sonntag fallen, um?
Weiterführende Quellen:
Der deutsche Freiwilligensurvey 2019.
Richter (2020): Seniorendemokratie.
Rohwetter (2022): "Vom Kalender betrogen", in die ZEIT 1/2022.
Todd (1996): Athens and Sparta.
Timmer (2008): Altersgrenzen politischer Partizipation in antiken Gesellschaften.
Wagner-Hasel (2012): Alter in der Antike.
Wer mich finanziell unterstützen möchte, kann das über Paypal an https://paypal.me/alterwasgeht gerne tun (-:
Weiterführende Quellen:
Der deutsche Freiwilligensurvey 2019.
Richter (2020): Seniorendemokratie.
Rohwetter (2022): "Vom Kalender betrogen", in die ZEIT 1/2022.
Todd (1996): Athens and Sparta.
Timmer (2008): Altersgrenzen politischer Partizipation in antiken Gesellschaften.
Wagner-Hasel (2012): Alter in der Antike.
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31 Minuten
Gerade in einer alternden Gesellschaft ist das Alter eine Frage der Fairness. Gesellschaftliche Ressourcen wie Geld und Zeit müssen zwischen Rente und Schulen abgewogen werden und insbesondere im Gesundheitswesen schwelen Verteilungskonflikte. Zwar sind verschiedene Entscheidungskriterien entlang des Alters plausibel, doch keines gänzlich überzeugend. Das liegt auch an unserer Perspektive auf die Zeit. Wenngleich wir nämlich drei unterschiedliche im Alltag nutzen, entspricht nur eine den verfassungsgemäßen Grundrechten. Aber kein Grund zur Panik auf der Titanic: unser ethischer Kompass führt häufig zum Guten.
Falls ihr mich unterstützen wollt, könnt ihr das gerne über Paypal https://paypal.me/alterwasgeht oder über Patreon.com https://www.patreon.com/alterwasgeht machen :-)
Ausgewählte Literatur:
Shafik, M. (2021): Was wir einander schulden (Kapitel 4 zum Gesundheitwesen).
Rogge/Kittel (2016): Who shall not be treated.
Bidadanure, J. (2016): Making sense of age-group justice.
McKerlie, D. (2012): Justice between the Young and the Old.
Temkin, L. (1993): Inequality (S. 233 zu den Perspektiven auf die Zeit).
Harris, J. (1985): The value of life.
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Ausgewählte Literatur:
Shafik, M. (2021): Was wir einander schulden (Kapitel 4 zum Gesundheitwesen).
Rogge/Kittel (2016): Who shall not be treated.
Bidadanure, J. (2016): Making sense of age-group justice.
McKerlie, D. (2012): Justice between the Young and the Old.
Temkin, L. (1993): Inequality (S. 233 zu den Perspektiven auf die Zeit).
Harris, J. (1985): The value of life.
30 Minuten
Nicht einmal auf die einfache Frage "Wie alt bist du?" gibt es eine einfache Antwort, sondern viele verschiedene. Selbst das kalendarische Alter verhält sich nicht so einfach, wie wir denken. Es ist absolut und unbestreitbar - und doch in gewisser Hinsicht eine Frage der eigenen Wahrnehmung. Auch das existenzielle Alter ist eine höchstpersönliche Angelegenheit, über die wir dringend nachdenken und reden sollten. Das beschäftigt nicht nur euch in diesem Podcast, sondern auch die Gerichte: ist das Alter ein objektiver Fakt oder eine Konvention?
Ausgewählte Literatur:
Nowotny (1993): Eigenzeit.
Blumenberg (2001): Lebenszeit und Weltzeit.
Lang/Carstensen (2002): Time counts. Future time perspective, goals, and social relationships.
Knell/Weber (2009): Länger Leben? Philosophische und biowissenschaftliche Perspektiven.
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Ausgewählte Literatur:
Nowotny (1993): Eigenzeit.
Blumenberg (2001): Lebenszeit und Weltzeit.
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Knell/Weber (2009): Länger Leben? Philosophische und biowissenschaftliche Perspektiven.
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31 Minuten
Alt und Jung war um 1900 eine scharfe Debatte, bei der die Jugend mal Aufbruch, mal Ausbruch war - der fortschrittliche Aufbruch in die Zukunft oder der romantische Ausbruch aus der Zivilisation. Wir hören von einem Protagonisten der Weihnachtsgeschichte, der neben der Entmachtung der Alten noch das Ende des Patriarchats einleitete, und sprechen darüber, warum das Kaffeekränzchen der Kitt sein könnte, den die Nation braucht - über alle Generationen hinweg.
Ausgewählte Quellen:
Göckenjan, Gerd (2000): Das Alter würdigen.
Gutsfeld, Andreas (2009): Das schwache Alter - die Alten in den Rechtsquellen der Prinzipatszeit.
Heine, Mathias (2021): Krass: 500 Jahre deutsche Jugendsprache.
Trentmann, Frank (2018): Herrschaft der Dinge.
Wagner-Hasel, Beate (2012): Alter in der Antike. Eine Kulturgeschichte.
Ausgewählte Quellen:
Göckenjan, Gerd (2000): Das Alter würdigen.
Gutsfeld, Andreas (2009): Das schwache Alter - die Alten in den Rechtsquellen der Prinzipatszeit.
Heine, Mathias (2021): Krass: 500 Jahre deutsche Jugendsprache.
Trentmann, Frank (2018): Herrschaft der Dinge.
Wagner-Hasel, Beate (2012): Alter in der Antike. Eine Kulturgeschichte.
28 Minuten
Wer gehört zu einer Generation? Menschen einer Altersgruppe oder Menschen bestimmter Geburtsjahrgänge? Ihr erfahrt, warum das nicht das Gleiche ist, und anhand bekannter Beispiele warum nicht immer ein Generationenkonflikt drinsteckt, wenn Generationenkonflikt draufsteht. Auf der Suche nach nach den verlorenen Vorfahren in jedem unserer Stammbäume müssen wir einsehen, dass wir alle stärker miteinander verwandt sind, als uns bewusst und vielleicht angenehm ist.
23 Minuten
Heute geht es um das Alter von Tieren - was ist ihr Geheimnis für ein langes Leben und wie gehen sie mit dem Alter und ihren alten Artgenossen um? Das Herz am rechten Fleck und vor allem im rechten Takt ist ein wichtiger Schritt. Ihr erfahrt auch, warum man sich lieber eine Möwe als eine Katze zulegen sollte, was alte Schimpansinnen besonders attraktiv macht und warum wir uns - auch vom Alter - besser nicht aus der Ruhe bringen lassen sollten.
Die Grafiken zur Mondlandung findet ihr hier: https://www.latimes.com/projects/la-sci-apollo-11-mission-as-measured-by-heartbeats/
Andere wichtige Quellen:
Dagg, A. (2009): The Social Behaviour of Older Animals.
Rensing / Rippe (2014): Altern.
Jensen et al. (2013): Elevated resting heart rate, physical fitness and all-cause mortality: a 16-year follow-up in the Copenhagen Male Study
Die Grafiken zur Mondlandung findet ihr hier: https://www.latimes.com/projects/la-sci-apollo-11-mission-as-measured-by-heartbeats/
Andere wichtige Quellen:
Dagg, A. (2009): The Social Behaviour of Older Animals.
Rensing / Rippe (2014): Altern.
Jensen et al. (2013): Elevated resting heart rate, physical fitness and all-cause mortality: a 16-year follow-up in the Copenhagen Male Study
21 Minuten
Heute geht es um Göttliches und um Komödien: ihr erfahrt, worauf man bei der Arbeit als Seher achten sollte und ob ein hohes Alter eine notwendige Qualifikation ist. Außerdem entlocken wir den Komödien Informationen über den Lebensalltag alter Menschen und widmen uns einem zeitlosen Thema: der Lust.
Wichtige Quellen:
Fischer, Josef (2020): Im nutzlosen Abschnitt des Lebens?, in: Antike Welt 2/20.
Garland, Robert (1993): The Greek way of life. From conception to old age. Cornell Univ. Press.
Timmer, Jan (2008): Altersgrenzen politischer Partizipation in antiken Gesellschaften. Berlin: Verl. Antike.
Wichtige Quellen:
Fischer, Josef (2020): Im nutzlosen Abschnitt des Lebens?, in: Antike Welt 2/20.
Garland, Robert (1993): The Greek way of life. From conception to old age. Cornell Univ. Press.
Timmer, Jan (2008): Altersgrenzen politischer Partizipation in antiken Gesellschaften. Berlin: Verl. Antike.
24 Minuten
Heute erhaltet ihr Tipps und Tricks, wie man seinen Geburtstag feiert, wenn es keinen Kalender gibt, und erfahrt, warum man nicht so alt ist, wie man sich fühlt, sondern wie man funktioniert. Mit dem Alter wurde Politik gemacht und mit der Politik das Alter: Männer und Frauen alterten nicht gleich und es ist eher zweifelhaft, ob dieser Podcast mit dem alternativen Titel „Alte, was geht?“ zum heißen Gesprächsthema auf der antiken Agora geworden wäre. Doch immerhin: das Alter selbst ist unparteiischer, als man denkt.
26 Minuten
Die erste Folge von "Alter, was geht?" führt euch an einen sonnigen Ort der Vergangenheit, der als hervorragende Altersresidenz gilt. Ihr werdet aber auch sehen, warum ihr älteren Verwandten oder Freunden - zumindest wenn ihr sie mögt - die Zeitreise nur sehr eingeschränkt empfehlen könnt. Ihr erfahrt, warum das Verhältnis der Menschen zum Alter nicht erst in der Moderne, sondern wirklich von Anfang konfliktbeladen war, und warum die alten Griechen auf die Anrede "Ey Alter" sicherlich gereizt reagiert hätten.
Ausgewählte wichtige Quellen:
Baltrusch (2009): An den Rand gedrängt. [insbesondere für die Grundpositionen]
Brandt, Hartwin (2002): Wird silbern auch mein Haar.
Göckenjan, Gerd (2000): Das Alter würdigen.
Gutsfeld/Schmitz (2009): Altersbilder in der Antike.
Wagner-Hasel (2012): Alter in der Antike.
Ausgewählte wichtige Quellen:
Baltrusch (2009): An den Rand gedrängt. [insbesondere für die Grundpositionen]
Brandt, Hartwin (2002): Wird silbern auch mein Haar.
Göckenjan, Gerd (2000): Das Alter würdigen.
Gutsfeld/Schmitz (2009): Altersbilder in der Antike.
Wagner-Hasel (2012): Alter in der Antike.
Alter, was geht?
- ein Streifzug durch Kultur, Geschichte, Politik und Philosophie und alles außer Anti-Ageing