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BR24 Reportage Archiv

104 Episoden
21 Minuten
Ezana Morina, 18, gefällt es sehr in Trostberg. Seit Monaten schon ist die oberbayerische Kleinstadt ihr Zuhause, denn sie arbeitet im dortigen Klinikum als Pflegekraft auf der Akut-Geriatrie-Station. Die junge Frau stammt aus dem Kosovo, wo viel mehr Pflegekräfte ausgebildet werden, als das kleine Land selbst braucht. Ernst-Ludwig von Aster hat für seine BR24 Radio Reportage diese Win-Win-Situation recherchiert, auch dass die DEKRA vor Ort in Pristina Ausbildung plus Deutschkurse zertifiziert.
27 Minuten
Italien tut sich schwer mit der Erinnerung an seine Männer und Frauen, die im zweiten Weltkrieg als Partisanen ihr Leben einsetzten, um die deutschen Nazi-Truppen zu bekämpfen. Viele fühlten sich nach 1945 enttäuscht, weil ihre Leistung bei der Befreiung lange nicht anerkannt wurde. Auch heute noch verhält sich die Politik zwiespältig.
27 Minuten
Ecuador war einst ein eher unaufgeregtes Land, bekannt für die Galapagos-Inseln und schöne Kolonialstädte. Mittlerweile jedoch ist es zum Hub im internationalen Drogenhandel geworden. Kokain aus den Nachbarstaaten Kolumbien und Peru wird über Ecuadors Häfen verschifft - vor allem nach Europa. Und Kartelle und Drogenbanden haben die Kontrolle über ganze Landstriche übernommen, Gewalt und Korruption sind explodiert. Wie ein "Phönix aus der Asche" sollte das Land auferstehen - so zumindest lautete der Plan des Präsidenten Daniel Noboa, als er vor 18 Monaten an die Macht kam. Er erklärte den "Narco-Terroristen", wie er sie nannte, den Krieg, schickte das Militär auf die Straßen und in die Gefängnisse und regierte im Ausnahmezustand. Seine Politik der "harten Hand" hat viele Fans - doch die Kritik wächst. Denn zunehmend werden die Soldaten auch selbst mit Verbrechen und Korruption in Verbindung gebracht. Unschuldige oder Kleinkriminelle werden nun Opfer von Gewalt staatlicher Sicherheitskräfte.Bei der vergangenen Präsidentenwahl jedenfalls, die Noboa hoffte, im ersten Durchgang für sich entscheiden zu können, konnte er weniger Stimmen holen als erhofft und muss sich nun am 13. April bei einer Stichwahl gegen die linke Politikerin Luisa Gonzalez durchsetzen. ARD-Südamerika-Korrespondentin Anne Herrberg über ein Land, in dem die Gewalt den sozialen Zusammenhalt zerfrisst.
22 Minuten
Bundespräsident Frank Walter Steinmeier ist noch bis Mittwoch in Armenien und Aserbaidschan. Es ist überhaupt der erste Besuch eines Bundespräsidenten in diesen Ländern. Steinmeier trifft dort die jeweiligen Staatsspitzen. Auch geht es ihm um wirtschaftliche und wissenschaftliche Projekte - und um die reichhaltige Kultur in Armenien und Aserbaidschan. Das große Ziel der Reise aber ist, Frieden und Stabilität im Südkaukasus zu stärken. Denn die Region wird seit langem von Kriegen und Vertreibungen erschüttert. Vor allem dreht sich der blutige Konflikt um das Gebiet Bergkarabach, das zwischen Armenien und Aserbaidschan liegt. Christoph Kersting war für die BR24-Reportage dort. Er traf Menschen, die trotz des Traumas von Vertreibung und Gewalt nicht aufgeben wollen.
24 Minuten
Wenn es um den deutschen Beitrag zur Verteidigungsfähigkeit der NATO geht, dann sind sie zentral: Die Männer und Frauen der 10. Panzerdivision. Erstmals seit vielen Jahren stellt Deutschland wieder einen kompletten Großverband des Heeres, um Bündnisgebiet zu verteidigen. Seit dem 1. Januar sind dafür rund 30.000 deutsche Soldaten vorgesehen. Unter dem Projekttitel "Division 25" wurde der Verband fit gemacht für die NATO-Verpflichtungen. Ist das gelungen? Was treibt die Männer und Frauen um? Was erlebt der Kommandeur in der Zusammenarbeit mit der US-Armee? Kilian Neuwert war in den vergangenen drei Jahren mit der Truppe unterwegs und blickt in seiner Reportage auf ein Großprojekt der deutschen Verteidigungspolitik. Der Division unterstehen zahlreiche Einheiten in Bayern, in anderen Bundesländern und auch im Ausland.
22 Minuten
Ende 2023 zog die Bundeswehr aus Mali ab, als die UN-Mission Minusma beendet wurde. Für humanitäre Hilfe in dem Bürgerkriegsland war das eine Katastrophe. Auch für Ortskräfte aus Mali, wie Übersetzer. Sie fürchten nach wie vor um ihr Leben.
21 Minuten
Nina Winters Familie, die im Haßfurter Neubaugebiet ein Haus besitzt, hat nach Beginn des Ukraine-Krieges nichts von dramatischen Energiepreissteigerungen mitbekommen. Ihre gesamte Technik ist umweltfreundlich und überaus sparsam. Der frühere, ambitionierte CSU-Bürgermeister Rudi Eck und Norbert Zösch, ehemaliger Leiter der Stadtwerk GmbH, waren die Paten des Energiewunders in Unterfranken: 13 Windkraftanlagen, mehrere große Photovoltaik-Anlagen, ein Biogaskraftwerk sowie ein Elektrolyseur komplettieren die Autarkie der Stadt. Finanziell lohnt sich dieses Engagement für die Bürgerinnen und Bürger auf jeden Fall, hat Reporter Wolfram Hanke in seiner BR24 Reportage herausgefunden.
26 Minuten
Der Dalai Lama wird im Juli 90. Noch immer ist er das geistige Oberhaupt der Tibeter. Aus dem indischen Exil heraus haben seine Worte in der Welt noch immer Gewicht. Doch wie sieht die Situation für sein Volk der Tibeter heute aus? Seit der blutigen chinesischen Invasion 1950 und der Flucht des Dalai Lama 1959 leben viele Tibeter in Indien. Die Sehnsucht nach der Heimat hat sie nie verlassen.
22 Minuten
Norditalien war vor fünf Jahren der Corona-Hotspot mit erschütternden Bildern: Die Särge von Bergamo hat wohl noch jeder in Erinnerung. Die italienischen Corona-Maßnahmen zählten zu den strengsten in Europa. Wie blicken Betroffene auf diese Zeit zurück? Hat sich Italien durch Corona verändert? Lisa Weiß und Verena Schälter mit einer Spurensuche
21 Minuten
ARD-Reporterinnen und Reporter haben in Rom, Paris und Warschau wissen wollen, wie die Menschen die BUndestagswahl sehen. Für die wenigsten ist es zwar ein großes Ereignis, aber überall fürchtet man ein instabiles und wirtschaftlich schwaches Deutschland. Überall ist man verwundert, wie sich die Lage in Deutschland verändert hat.
22 Minuten
Das Ergebnis der Bundestagswahl am 23. Februar hängt sehr davon ab, wie viele Menschen sich noch in der demokratischen Mitte verorten und auch so wählen. Dementsprechend heftig konkurrieren SPD, Union, FDP und Grüne um diese kleiner werdende Mitte. Wie positionieren sich diese Parteien, wie und mit welchen Themen werben sie? Susanne Betz, Tim Aßmann und Jasper Ruppert haben Wahlkämpferinnen, Direktkandidaten und Spitzenkandidaten begleitet und beobachtet.
22 Minuten
Ein wenig Schwarzmalerei: Bei dieser Bundestagswahl entscheiden die Alten über das Schicksal der Jungen. Mehr als 40 Prozent der Wahlberechtigten sind 60 Jahre oder älter, nicht einmal jeder Siebte jünger als 30. Viele junge Menschen blicken skeptisch in die Zukunft. Die Klimakrise droht ihre Freiheiten einzuschränken, sie könnten wohl wesentlich höhere Rentenbeiträge zahlen und länger arbeiten und in Städten wie München und Hamburg tun sie sich schwer, Wohnungen zu finden, während Senioren im Durschnitt auf viel größeren Flächen leben und oft Eigentum besitzen. In dieser Reportage begleiten wir junge Menschen beim Protest für mehr Klimaschutz und auf ihrer Wohnungssuche, sprechen mit ehemaligen Lehrern über ihre Pension und zeigen, wie Jung und Alt sich im besten Fall ergänzen können.
22 Minuten
Der 28-jährige Ahmad Alahmad Alkadrow, der 2015 aus Syrien floh, betreibt in Hof inzwischen erfolgreich ein Restaurant. Zuvor hatte er eine Ausbildung in der Gastronomie absolviert, heute beschäftigt er Mitarbeiter. Aleksandra Khyshniak aus der Ukraine hat sich in Nürnberg mit einer Kombination aus Fotostudio und Buchladen selbstständig gemacht, und ein syrisches Ehepaar expandiert mit seiner Manufaktur für Dattel-Süßigkeiten. Deutsche Buchhaltung und Finanzierung bedeuten für alle eine Hürde, hat Eleonore Birkenstock für ihre BR24 Reportage recherchiert.
22 Minuten
Es war ein überraschendes Treffen bei seiner Pekingreise, mit dem Franz Josef Strauß überhaupt nicht rechnen konnte. Chinas Staats- und Parteichef Mao Zedong wollte mit ihm sprechen. Der lautstarke Gegner der Kommunisten beim kommunistischen Herrscher? Klingt nur auf's erste Hören seltsam: Beide verband der gemeinsame Feind - die UdSSR. Sah Strauß schon den großen Markt China? Das kommunistische Land war noch völlig verschlossen, es tobte die blutige Kulturrevolution. Strauß reiste in den 80ern erneut in die Volksrepublik, wobei wirtschaftliche Beziehungen immer wichtiger wurden. Die Menschenrechtslage war schon damals Thema. Heute ist China die zweitgrößte Volkswirtschaft und für Bayern der wichtigste Handelspartner. Technologisch und geopolitisch geraten wir aber mittlerweile unter Druck. 50 Jahre nach der Strauß-Reise: Was ist für Bayern geblieben vom Mythos China?
22 Minuten
Polen ist längst zu einer gigantischen Drehscheibe für das internationale Transportgeschäft und Arbeitsmigration geworden. Deutlich sichtbar wird das unter anderem auf dem Tankstellen-Parkplatz in Katy Wroclawskie. Nur Heiligabend und Sylvester ruht der Verkehr auf dem riesigen Parkplatz unweit von Breslau. Von hier aus starten an den restlichen 363 Tagen im Jahr Tausende zu ihren Jobs nach Westeuropa. Darunter auch sehr viele LKW-Fahrer aus nicht EU-Staaten. Gerade sie werden oft zu Dumping-Löhnen angestellt. Gewerkschafter sehen mittlerweile Anzeichen von - wie es heißt - "krimineller Ausbeutung". Anja Schrum und Ernst-Ludwig von Aster haben sich an der Tankstelle unweit von Breslau umgesehen.