Neues vom Ballaballa-Balkan Archiv
179 Episoden
1 Stunde 9 Minuten
Um eines gleich klarzustellen: Nein, wir sind nicht schuld daran, dass kurz nach unserer letzten Slowenien-Sendung die Regierung in Ljubljana zerbrach und den Weg frei machte für den Mann, um den es diesmal geht. Seit gut einem Jahr ist Janez Janša (mal wieder) Premierminister Sloweniens. Und in den vergangenen zwölf Monaten hat er sich mit seinem autoritären Gehabe, seinen Verbalinjurieren und seinen Angriffen auf die Pressefreiheit über die Grenzen seines kleinen Landes hinaus einen Namen gemacht. Also eigentlich mehr als einen: Mini-Trump, Alpen-Orbán, Maršal Tvito. Doch wer ist dieser Mann, der im Sommer die Präsidentschaft im Rat der Europäischen Union übernehmen wird? Und warum wird er immer wieder an die Spitze gespült, obwohl er schon mehrfach vor den Trümmern seiner Politik stand? Und glaubt er den ganzen rechten Unsinn, den er da von sich gibt? Diesen und anderen Fragen gehen Krsto und Danijel in dieser Episode nach. Nebenbei erfahrt ihr, warum man in Deutschland nicht "Korruption" sagt, wieso Kroatiens Präsident Zoran Milanović wieder gut in Form ist, und wie ihr bei uns ein paar Bücher gewinnen könnt.
41 Minuten
Nach dem großen Interesse unserer Literaturfolge im März 2020 starten wir nun den Piloten für unser zweites Format: Ballaballa-Balkan liest. Wir stellen drei Bücher vor und es geht um Männer. Männer die keine guten Väter sind, Männer die von ihren Frauen wenig schmeichelhaft beschrieben werden und einen bekannten Mann, der nicht gut schlafen konnte.
1 Stunde 17 Minuten
Wir haben uns schon öfter anhören müssen, dass der Balkan ja nicht nur aus Ex-Jugoslawien besteht. Bislang hielten wir das für ein Gerücht. Doch nun haben wir uns mal Bulgarien etwas näher angeschaut. Und was sollen wir sagen? Wir haben uns geirrt: Dieses Land ist die Definition von Ballaballa-Balkan. Seien es korrupte Politiker, die mit einer Pistole auf dem Nachttisch übernachten, seien Kneipen in denen man Ermittlungen gegen politische Konkurrenten bestellen kann. Bulgarien hat einfach alles. Und dazu mit Bojko Borissow den vermutlich männlichsten Politiker ganz Europas - und das ist nicht als Kompliment gemeint. Darüber reden Krsto und Danijel mit einer echten Expertin. Rayna Breuer berichtet als Journalistin über Südosteuropa, stammt selbst aus Bulgarien und hat sich im Gegensatz zu ihren Gastgebern auch vorbereitet. Nebenbei erfahrt ihr, warum Raynas Oma schockiert wäre, wenn man ihr auf Kroatisch "Guten Appetit" wünschen würde, was es mit Draža Miyagović auf sich hat und welche Songs von Đorđe Balašević die Jungs und Rayna am liebsten hören.
9 Minuten
Lange versprochen, jetzt endlich umgesetzt. Neues vom Ballaballa-Balkan startet ein neues Format: Was hat es auf sich mit...? Darin nehmen sich Danijel oder Krsto (oder beide) ein Thema vor, für das in einer regulären Sendung nicht genug Zeit gewesen oder das bestenfalls am Rande erwähnt worden wäre. Kurz und knapp erläutern sie Hintergründe und Fakten. In dieser ersten Testepisode geht es um die kroatischstämmige Schauspielerin Mira Furlan, die am 20. Januar 2021 überraschend verstorben ist. Viele kennen sie als Darstellerin aus den US-Serien "Babylon 5" und "Lost". Doch schon lange davor hatte Furlan eine beachtenswerte Karriere in Jugoslawien. Warum das kaum jemand außerhalb der Jugo-Bubble weiß und warum ihre Karriere abrupt endete, das erfahrt Ihr hier.
1 Stunde 13 Minuten
Es wissen ja alle: Wir Jugos sind verdammt gut im Basketball. Also alle. Von Geburt an. Oder zumindest waren wir es eine ganze Zeit lang. Ja, in dieser Episode geht es mal wieder um Sport. Den mit dem Korb: Košarka. Und welcher Fan hört nicht genau hin, wenn Namen wie Vlade Diva, Dražen Petrović oder Luka Dončić fallen. Jugoslawien hat hervorragende Spieler hervorgebracht und auch die Nachfolgestaaten gehören nach wie vor zu den führenden Basketballnationen auf diesem Planeten. Doch woher kommt das? Warum ist Basketball auf dem Balkan so ein großes Ding? Und warum spielen die Top-Klubs immer noch in einer gemeinsamen Liga. Das alles erörtern Danijel und Krsto zusammen mit dem großartigen Fachmann und Lieblings-Nafri-Jugo Aleksandar Živanović. Nebenbei erfahrt ihr, wieso sich die Zustände im Flüchtlingslager Lipa immer noch nicht verbessert haben, wieso ein Videogruß einen Bundestagsabgeordneten in die Bredouille gebracht hat und wie es Krsto und Danijel schaffen, auf dem Boden zu bleiben.
44 Minuten
Weihnachten, Jahresende... welche Zeit ist besser geeignet für Nostalgie als diese. Vor allem wenn wir alle die Feiertage in weitestgehender Isolation verbringen müssen. Danijel und Krsto jedenfalls hatten vor Kurzem noch einmal die Gelegenheit, beisammen zu sitzen und in Erinnerungen an gute alte Zeiten zu schwelgen. Also vielleicht rein technisch nicht ganz so gute alte Zeiten. Denn beide haben die Gelegenheit genutzt, sich nochmal die Nullnummer von "Neues vom Ballaballa-Balkan" anzuhören. Und was soll man sagen? Der Podcast hat in vier Jahren einen weiten Weg zurückgelegt. Also blicken wir zurück! Und blicken wir nach vorn! Was hat der Podcast erreicht und wo soll es hingehen. Was wurde aus dem versprochenen zweiten Format? Und wie viel Alkohol vertragen die beiden Moderatoren eigentlich, ehe sie den roten Faden endgültig verlieren? Das alles erfahrt Ihr in unserem Weihnachtsspecial.
52 Minuten
Keiner hat mehr Bock auf Corona, doch es ist nunmal das alles bestimmende Thema – auch auf dem Balkan. Deswegen widmen sich Danijel und Krsto in einer weiteren Folge den aktuellen Entwicklungen in der Region und sprechen darüber, wie es in den Staaten des Westbalkan läuft, warum der serbische Präsident nicht will, dass Jens Spahn seine Schwestern mitnimmt, und was das ganze eigentlich mit einer möglichen Legalisierung von Cannabis zu tun hat. Auch außerhalb von Corona sind die News nicht toll, aber wenigstens haben Alexis Tsipras und Zoran Zaev den hessischen Friedenspreis bekommen – blöd nur, dass nun Bulgarien statt Griechenland die EU-Annäherung von Fyro… pardon Nordmazedonien torpediert. In diesem Sinne: Alles Gute für 2021. Möge es besser werden als 2020.
1 Stunde 3 Minuten
Bismillah, Geschwister im Islam! Dass der Balkan ein Pulverfass ist, ist ja allenthalben bekannt. Aber wusstet Ihr auch, dass er ein islamistisches Pulverfass ist? Nein? Wir auch nicht. Aber Emanuel Macron weiß es. Und neben ihm auch noch zahlreiche andere Ferndiagnostiker, denen spätestens nach dem islamistischen Anschlag in Wien aufgegangen ist, dass es in Südosteuropa tatsächlich Länder mit muslimischer Bevölkerungsmehrheit gibt. In dieser Folge machen sich Krsto und Danijel daher auf Spurensuche. Gibt es radikale Islamisten auf dem Balkan? Wie stark ist das Phänomen? Und welchen Raum nimmt es in der Berichterstattung ein. Darüber und über weitere Fragen sprechen sie mit Nedad Memić, gebürtig aus Sarajevo und jetzt in Wien ansässig. Außerdem erfahrt Ihr endlich die ganze Wahrheit über die US-Wahlen - sowie Sloweniens Premier Janez Jansa, die Ergebnisse der Kommunalwahlen in Bosnien, und die neuesten Corona-Hygienie-Tipps der serbisch-othodoxen Kirche.
1 Stunde 21 Minuten
Mutter Teresa, Xherdan Shaqiri und ursprünglich sogar Borat – allesamt Albanerinnen und Albaner, die aber gar nicht aus Albanien kommen. Die albanische Diaspora ist größer als die Bevölkerung Albaniens selbst. Der Economist-Journalist Tim Judah prägte den Begriff der Albanosphäre als Sprach- und Kulturraum. Was haben Albanien und der Kosovo gemeinsam und was trennt sie? Was verbindet und unterscheidet die Dijaspora-Communities und warum ist es ein großes Thema wenn Dua Lipa ein Foto von Großalbanien auf Instagram verbreitet? Diesen und andere Fragen gehen wir in dieser Folge nach. Und weil Danijel und Krsto echt keine Experten für das Thema sind, haben sie die österreichische Journalistin Franziska Tschinderle und die kosovo-albanische Politikberaterin Fëllanza Podrimja eingeladen. Außerdem erfahrt ihr warum sich in Kroatien Staatspräsident und Premierminister wüst beschimpfen, wie in Serbien versucht wird einen antinationalistischen Schriftsteller mundtot zu machen und warum nun auch Bulgarien ein Problem mit einem möglichen EU-Beitritts Nordmazedoniens hat.
56 Minuten
Jetzt ist es soweit. In dieser Sendung, müssen Mütter, Väter, andere Familienmitglieder, die Nation und sogar Gott daran glauben. Eins steht fest: Wenn auf dem Balkan geflucht und geschimpft wird, dann gibt es keine Grenzen. Merkwürdig. Sonst stehen die doch so da drauf. Wie dem auch sei. Jeder der einen Jugo in seiner Klasse hatte, kennt die beiden kleinen Wörter „Jebem ti“. Und wahrscheinlich wisst ihr sogar was das bedeutet. Doch da hört die Sache noch nicht auf. Kraftausdrücke aus dem Genitalbereich gehören in den meisten Balkan-Ländern zur Umgangssprache. Soll heißen: Nicht immer wenn dem Gegenüber Geschlechtsverkehr mit einem ihm nahen Verwandten angekündigt wird, ist das auch wirklich böse gemeint. Und schmerzende Penisse haben nicht zwangsläufig etwas mit Geschlechtskrankheiten zu tun. Darüber und über weitere Feinheiten der Vulgärsprache unterhalten sich Krsto und Danijel in dieser Sendung mit niemand geringerem als Danko Rabrenović, dem Balkanizer. Gemeinsam gehen sie unter anderem der Frage nach, warum in Deutschland mit Vorliebe anal und in Südosteuropa genital geflucht wird. Nebenbei erfahrt ihr, was genau da eigentlich in Montenegro gerade abgeht, wie es um die Flüchtlinge an der bosnisch-kroatischen Grenze steht und warum Aleksandar Vučić seit Neuestem die Schlüssel zum Weißen Haus in den Händen hält.
1 Stunde 12 Minuten
2020 begeht die Republik Kroatien zum 25. Mal den "Tag des Sieges und der heimatlichen Dankbarkeit". Erinnert wird an die Militäroperation "Sturm" (Oluja), mit der die kroatische Armee 1995 binnen weniger Tage die sogenannten Republik Serbische Krajina zurückeroberte. Aus Sicht des offiziellen Kroatiens handelte es sich dabei um die legitime Rückeroberung der von aufständischen Serben besetzten Gebiete, mit der die Unabhängigkeit endgültig abgesichert wurde. Für die Krajina-Serben markiert dieses Datum eine Katastrophe: die Vertreibung von 200.000 Menschen und das Ende von mehr als vier Jahrhunderten serbischen Lebens in der Region. Im Westen ist man mit Urteilen schnell bei der Hand. Dass sich die Geschichte der jugoslawischen Sezessionskriege auch hier nicht einfach in Gut und Böse einteilen lässt, versuchen Krsto und Danijel zu erklären. Dazu zählen die Vorgeschichte von der Gründung der "Serbischen Autonomen Oblast Krajina" bis zu ihrem Ende. Außerdem erklären sie, warum in diesem Jahr die Gedenkfeiern etwas anders abliefen, als in den vergangenen Jahren. Daneben erfahrt ihr, warum Fascho-Rocker Thompson nicht mehr so gut auf die FAZ zu sprechen ist, warum sich der Start der slowenischen Fußballliga verschiebt und warum in Serbien unter Vucic auf einmal gegen investigative Journalistennetzwerke ermittelt wird.
40 Minuten
In Episode 39 von Neues vom Ballaballa-Balkan ging es um den Völkermord von Srebrenica, der sich in diesem Jahre zum 25. Mal jährt. Zu hören waren auch Ausschnitte unserer Gesprächs mit Selma Jahić, die heute in Wien lebt, die Belagerung und Eroberung Srebrenicas jedoch als Kind dreieinhalb Jahre miterlebt hat. Hier veröffentlichen wir das Interview in Gänze.
1 Stunde 5 Minuten
Am 11. Juli 1995 eroberten bosnisch-serbische Truppen unter dem Oberkommando von Ratko Mladić die bis dahin von Bosniaken gehaltene ostbosnische Enklave Srebrenica. 37.000 Menschen hatten dort einer eine dreieinhalbjährige Belagerung erduldet - inklusive Hunger, Krankheiten und ständingem Beschuss. Offiziell handelte es sich bei Srebrenica um eine Schutzzone - einen vermeintlich sicheren Zufluchtsort unter dem Schutz der UN. Doch darum scherten sich die Erober nicht sonderlich. Die UN ihrerseits beschloss , nicht einzugreifen. Und so nahm das größte Verbrechen auf europäischem Boden nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs seinen Lauf: Der Völkermord von Srebrenica, dem mehr als 8.000 Menschen zum Opfer fielen. In dieser Episode geht es ausschließlich um Srebrenica. Krsto und Danijel versuchen einen Überblick über die Geschehnisse vor, während und nach dem Völkermord zu geben. Vor allem aber kommen zwei Überlebende zu Wort: Selma Jahić, die das Grauen von Srebrenica als Kind miterlebte, und Emir Suljagić, der überlebte, weil er als Dolmetscher für die UN arbeitete und der heute das Srebrenica Genocide Memorial Center leitet.
43 Minuten
Es ist bereits das zweite Mal, dass wir uns in unserem Podcast mit Serbiens Präsidenten Aleksandar Vučić befassen müssen. Aber kann man überhaupt zu viel über Aleksandar Vučić sprechen? Nach Ansicht von Aleksandar Vučić vermutlich nicht. Und wenn man in Serbien das Fernsehen einschaltet, dann merkt man schnell, dass das auch viele Medienschaffende dort so zu sehen scheinen. Nun aber ist dem Dauerpräsidenten in Belgrad ein echtes Bravour-Stück gelungen: Er hat eine Wahl gewonnen, bei der eigentlich gar nicht angetreten ist. Die Parlamentswahlen um genau zu sein. So ist der Vučić Aleksander, ein Tausendsassa. "Zar Aleksandar" oder "Aleksandar der Große", darüber streiten wir noch. Vermutlich beides. Nebenbei erfahrt Ihr noch, wie Tennislegende Novak Đoković zur Ausbreitung von Corona in Kroatien beigetragten (und das obwohl er gar nicht an Corona glaubt), warum das wiederum die Regierung Plenković in Bedrängnis bringt, und warum "Nole" trotzdem die Welt retten wird... zusammen mit Dennis Rodman.
1 Stunde 19 Minuten
Auf diese Episode hat Krsto lange gewartet und viele unserer Zuhörer sicherlich auch. Endlich widmet sich "Neues vom Ballaballa-Balkan" der alternativen Musik-Szene in Jugoslawien in den 70er und 80er Jahren. Und das heißt: Rock, Punk und Yu-Wave. Wie kam der Punk nach Jugoslawien? Wieso konnte er sich in einem sozialistischen Land vergleichsweise ungestört entwickeln? Und wie standen diese Punks eigentlich zum jugoslawischen Staat? Fragen über Fragen, für deren Beantwortung sich unsere beiden Moderatoren mal wieder einen Stargast in die Sendung geholt haben: Rüdiger Rossig. Man könnte ihn als "Experten" bezeichnen, aber das wäre ungefähr so, als würde man Tito nur als einen "jugoslawischen Politiker" bezeichnen. Dieser Mann weiß nicht einfach nur alles über die Yu-Wave-Szene, dieser Mann war schlicht dabei...bei allem. Und wenn es dann gerade nicht um Musik geht erfahrt ihr, warum es in Kroatien nach wie vor kein Problem ist, faschistische Grußformeln zu verwenden, warum in Belgrad wieder Fußball vor großem Publikum stattfindet und was Ostern mit der wieder auflammenden Corona-Krise in Nord-Mazedonien zu tun hat.