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Neues vom Ballaballa-Balkan Archiv

179 Episoden
1 Stunde 3 Minuten
Mitte Mai steht schon fast traditionell der jährliche Ballaballa-Ausflug nach Bleiburg zum großen Ustascha-Gedenken an. Doch diesmal ist dank Corona auch für Krsto und Danijel alles anders: kein Klassentreffen der Tito-Jugend, keine Konfrontation mit Koks-Nazis, kein Abstecher nach Wien. Doch das ist natürlich kein Grund, nicht über Bleiburg zu reden. Und nicht nur darüber. In dieser Sendung weiten wir den Blick und befassen uns etwas grundsätzlicher mit den Formen des Geschichtsrevisionismus in Kroatien und Serbien. Warum auch nicht? Schließlich haben sich auch Ustascha und Tschetniks besser verstanden, als man glauben sollte. Und eigentlich darf man den einen Geschichtsrevisionismus nicht beklagen, ohne auch den anderen zu erwähnen, wie unser Studiogast, Politologin Ljiljana Radonić erklärt. Nebenbei erfahrt Ihr, warum jetzt auch in Sarajevo Messen für Ustascha gelesen werden, warum in Kroatien die Parlamentswahlen nun noch früher kommen als erwartet und wie man es anstellt, dass serbische Popen Bodyguard spielen.
1 Stunde 3 Minuten
Kommen wir zu einem Thema, das anzusprechen uns nicht leicht fällt. Es geht um die politische Linke in Deutschland. Und wie man es dreht und wendet, in den 90ern hat sich diese in Sachen Jugoslawien nicht gerade mit Ruhm bekleckert. Ob einseitige Parteinahme für Milošević oder das Schweigen zu Srebrenica. Natürlich kann man nicht die ganze Linke über einen Kamm scheren. Trotzdem haben Krsto und Danijel da noch ein paar Fragen. Und die diskutieren sie mit jemandem, der die innerlinken Diskussionen zu Jugoslawien seinerzeit hautnah miterlebt hat. Doris Akrap von der Taz (Beste Doris, wo gibt) berichtet als Zeitzeugin – auch wenn sie mit dem Begriff nicht so ganz warm zu werden scheint. Nebenbei erfahrt Ihr, wie Krsto sein orthodoxes Ostern in der Corona-Quarantäne verbracht hat. Warum goldene Löffel in Belgrad für Aufregung sorgen und warum es leider, leider, leider dieses Jahr wohl kein Ballaballa-Extra aus Bleiburg geben wird.
58 Minuten
Corona, Corona, Corona.... nein, nach Singen derzeit niemandem auf dem Balkan zu Mute. Denn natürlich geht auch dort die Angst vor Covid-19 um. Vielleicht sogar etwas stärker als im Rest Europas, denn hier trifft der Virus auf Gesundheitssysteme, die mit äußerst knappen Ressourcen hantieren, die in den letzten Jahren ein teils bedrohlichen Brain drain erleben mussten und in denen, medizinische Kompetenz nicht immer das ausschlaggebende Kriterium zu sein scheint, nachdem Posten vergeben werden. Krsto und Danijel schauen sich an, wie die einzelnen Länder mit der Pandemie umgehen. Soviel sei verraten - die Reaktionen reichen von vernünftig bis total wahnwitzig. Und ganz nebenbei schein der eine oder andere Politiker, die Corona-Panik mal wieder für seine ganz eigenen Zwecke nutzen zu wollen. Nebenbei erfahrt Ihr noch, wie sich Krsto einen fulminanten Sieg im Déja-Vu-Geschichtsquiz erreicht hat, wie die beiden Moderatoren mit der Arbeit im Home Office zurecht kommen und warum Nordmazedonien und Albanien jetzt doch auf den baldigen Beginn von EU-Beitrittsgesprächen hoffen dürfen. Und in einer neuen Kolumne gibt es wertvolle Tipps für den Umgang mit Corona - vom großartigen Doktor hc. Ante Kvazić.
1 Stunde 37 Minuten
Kultur auf dem Balkan? Blechblasmusik, Emir Kusturica und eine Menge Kitsch? Das lassen wir heute mal links liegen und befassen und mit Namen wie Slavenka Drakulić, Ivo Andrić und David Albahari. Großartige Autorinnen und Autoren, die auch im sogenannten Westen ihr Publikum gefunden haben. Wir reden in dieser Episode über Literatur aus dem ehemaligen Jugoslawien. Und damit meinen wir nicht nur unsere beiden Moderatoren. Wir haben neun Menschen mit dem einen oder anderen Bezug zum Balkan gefragt, welche Bücher Sie empfehlen würden. Dabei herausgekommen ist eine Folge von knapp 100 Minuten, in der 50 Bücher erwähnt werden. Also jede Menge Tipps für die Corona-Quarantäne. Nebenbei erfahrt ihr, wie Krsto und Danijel mit dem Home-Office zurechtkommen, wie in den Staaten Ex-Jugoslawiens mit der Corona-Krise umgegangen wird und wie man wo richtig einen Kaffee bestellt.
54 Minuten
Vor nicht ganz 25 Jahren wurde das kleine Städtchen Dayton im US-Bundesstaat Ohio plötzlich weltbekannt, als dort nach dreieinhalb Jahren endlich mit einem Abkommen der blutigste aller jugoslawischen Sezessionskriege beendet wurde: der Bosnienkrieg. 2020 hält dieses Abkommen - noch muss man wohl sagen. Denn diversen Politikern in Bosnien, geht dieser Vertrag gegen den Strich. Vor allem denjenigen, deren Macht er zumindest ansatzweise im Zaum hält. Und so sind Forderungen nach einer Revision von Dayton, dem Ende von Dayton oder im Gegenteil der Rückkehr zum ursprünglichen Dayton oft zu vernehmen - manchmal sogar aus dem Munde ein- und desselben Politikers. Krsto und Danijel schauen sich in dieser Episode an, was es mit diesem Dayton-Vertrag auf sich hat, wer sich daran stört und warum. Sie haben sich dazu etwas Hilfe geholt von Aleksandar Brezar vom "Sarajevo Calling"-Podcast. Nebenbei geht es heute auch noch in die Karibik, was etwas mit dem Kosovo zu tun hat - klingt merkwürdig und ist es auch. Außerdem feiern die beiden Moderatoren sich selbst und zeigen nebenbei noch ein bisschen Mitleid für Kroatiens Rechte. Ein ganz klein bisschen.
1 Stunde 4 Minuten
Es lässt sich nicht vermeiden. Wer mit dem Auto an die kroatische, bosnische oder montenegrinische Adriaküste fahren will, der kann es nur mit reichlich Aufwand vermeiden, durch Slowenien zu fahren. Dieses kleine "Land" mit eigener "Sprache" und unverschämt teueren "Autobahn"-Gebühren. Ein "Land", zu dessen Beschreibung man ständig auf "Anführungzeichen" zurückgreifen muss. Und dennoch vermutlich das einzige Land aus dem Ex-Jugo-Raum, das zumindest bei oberflächlicher Betrachtung einen halbwegs vernünftigen "Staat" darstellt. In dieser Episode beschäftigen sich Danijel und Krsto ausführlich mit der Geschichte dieses "Landes", das nicht ganz so in das Schema passen will. Es geht um "Geschichte", "Sprache" und den herausragenden wirtschaftlichen Erfolg dieses 2 Millionen Einwohner zählenden "Staates". Und warum der Rest Ex-Jugoslawiens es trotzdem nicht so recht mag. Nebenbei erfahrt Ihr, warum in Montenegro auf einmal über Religion gestritten wird, was der Heimat-Horst von der kroatischen Grenzpolizei hält und wie man demnächst komfortabel die 250 Kilometer zwischen Belgrad und Priština überwinden kann. Und außerdem erklärt euch Olivera Stajić endlich den Unterschied zwischen ć und č.
1 Stunde 1 Minute
Stille Nacht...aber nicht mit uns. Pünktlich zu Weihnachten befassen sich Krsto und Danijel mit einem weiteren großen Streitthema auf dem Balkan: Religion. Den die ist - wie so vieles - im ehemaligen Jugoslawien alles andere als nur eine "Frage des Glaubens". Seit den Sezessionskriegen der 1990er Jahre hat die politische Macht der Kirchen und anderen Religionsgemeinschaften enorm zugenommen. Vor allem aber determiniert die Religionszugehörigkeit im Ex-Yu-Raum mehr als sonst wo in Europa die Zugehörigkeit zu einer bestimmten Nation... wobei es da durchaus auch Ausnahmen gibt. Darüber hinaus erklären Euch Krsto und Danijel, was eigentlich der Unterschied zwischen katholischen und orthodoxen Weihnachten ist, wie die Präsidentschaftswahlen in Kroatien ausgegangen sind und was sich im berüchtigten Flüchtlingslager Vučjak getan hat. Und schließlich erfahrt Ihr wie Krsto wirklich, wirklich, wirklich in einer echten Kirche getauft wurde.
1 Stunde 3 Minuten
Kaum ein Thema mit Balkan-Bezug dürfte in den letzten zwei Monate derart kontrovers diskutiert worden sein wie die anstehende Auszeichnung des österreichischen Schriftstellers Peter Handke mit dem Literatur-Nobelpreis. Handke, der in seinen Jugoslawien- bzw. Serbien-Schriften immer wieder Partei für die "serbische Sache" oder besser gesagt für das, was er dafür hält, ergriffen hat, ist ein Reizthema. Den einen gilt er als Apologet des serbischen Nationalismus, als Verharmloser des Völkermordes von Srebrenica und als Milošević-Fanboy. Die anderen verteidigen sein Recht auf einen "anderen Blickwinkel" auf die Geschehnisse im ehemaligen Jugoslawien, betonen seine literarischen Qualitäten und unterstellen seinen Kritikern teilweise sogar einen Hang zum "Totalitarismus". In dieser Extra-Ausgabe von "Neues vom Ballaballa-Balkan" diskutieren wir die Causa Handke. Und damit nicht alle die gleiche Meinung vertreten, haben sich Krsto und Danijel zwei kompetente GesprächspartnerInnen zugeschaltet: Alida Bremer, Autorin und Übersetzerin und Mladen Gladić, Kulturredakteur bei der Wochenzeitung "der Freitag"
50 Minuten
Monsieur Macron sagt NON. Die maßgeblich auf die Weigerung Frankreichs zurückzuführende Nichtaufnahme von Beitrittsgesprächen mit Nordmazedonien und Albanien hat den gesamten Westbalkan vor den Kopf gestoßen. Vor allem in Skopje, wo die Regierung Zoran Zaevs in den vergangenen Jahren enorme Reformanstrengungen unternommen hat, um die Bedingungen für den Beginn der Gespräche zu erfüllen, sorgt die Entscheidung für blankes Entsetzen. Doch die möglichen Folgen weisen weit über Nordmazedonien hinaus. Krsto und Danijel gehen der Frage nach, was hinter dem Veto Frankreichs stecken mag, welche geopolitischen Folgen diese Entscheidung zeitigen könnte und was das für die einzelnen Westbalkan-Staaten bedeutet. Nebenbei erfahrt ihr, was es mit dem Begriff „Regija“ auf sich hat, welche Absurditäten den kroatischen Präsidentschaftswahlkampf begleiten und warum Montenegro nächstes Jahr nicht am Eurovision Song Contest teilnimmt.
1 Stunde 39 Minuten
Den Kampf der jugoslawischen Partisanen gegen die Nazis haben wir das eine oder andere Mal schon in unserem Podcast erwähnt. Aber wusstet ihr auch, dass es in Jugoslawien ein ganzes Filmgenre gab, dass sich nur damit befasst hat? Und dass dieses durchaus erfolgreich war? Und zwar nicht nur im Inland? Kein Wunder, wenn Genosse Tito selbst am Drehbuch mitschreibt ... oder zumindest darauf herumkritzelt. Krsto und Danijel haben sich für diese Episode FÜNF sehr bekannte jugoslawische Partisanenfilme angesehen und versuchen sich an einer Analyse. Welche Botschaften transportierten diese Filme? Wie taten sie das? Und machen sie eigentlich auch Spaß? Um all diese Fragen zu beantworten, bedarf es Zeit. Und so ist die bislang LÄNGSTE FOLGE ALLER ZEITEN dabei herausgekommen. Profi-Tipp: Man kann Podcasts auch stückchenweise hören. Daneben erfahrt wie die Wahlen im Kosovo ausgegangen sind, warum sich vor allem Nordmazedonien von der EU verarscht führt und wie man den Namen des diesjährigen Trägers des Deutschen Buchpreises ausspricht. Letztere in einer neuen Rubrik: Bečka škola von Olivera Stajić.
1 Stunde 6 Minuten
Das Kosovo ist... ja was denn eigentlich? Ein Staat wie jeder andere? Ein Para-Staat? Ein Mafia-Staat? Jedenfalls ein Land mit langer, komplizierter Geschichte und genau genommen einer noch komplizierteren Gegenwart. Schließlich hat nicht jedes Land einen Premierminister, der schon mehrfach wegen Kriegsverbrechen angeklagt wurde oder eine Opposition, die im Parlament mit Tränengas hantiert. Manche behaupten nach wie vor, das Kosovo sei Serbien. Aber das können Krsto und Danijel natürlich so nicht stehen lassen. Außerdem verteilen die beiden in dieser Episode ein paar (vorerst nur verbale) Schellen an die Versager Jan Böhmermann und Olli Schulz, weil die es gewagt haben, in ihrem Billo-Podcast über den Balkan zu labern. Und ihr erfahrt mehr über die Gay-Pride in Sarajevo, Krstos Kroatientour und den jüngsten Ärger mit dem slowenischen Atomkraftwerk Krško.
46 Minuten
Bereits Anfang 2019 berichteten wir über die Lage an der bosnisch-kroatischen Grenze, wo tausende Geflüchtete im Kanton Una-Sana gestrandet sind. Während die kroatische Polizei durch illegale Push-Back sicherstellt, dass diese Menschen keinen Asylantrag in der EU stellen können, sind die lokalen bosnischen Behörden mit der Situation heillos überfordert. Wie überfordert sie wirklich sind, zeigt sich nun seit Mitte Juni in aller Deutlichkeit. Hunderte Menschen wurden auf die ehemalige Mülldeponie Vučjak verfrachtet und quasi sich selbst überlassen. Freiwillige Helfer bemühen sich, zumindest rudimentäre humanitäre Hilfe zu leisten... und müssen dabei oft Menschen versorgen, die von der kroatischen Polizei bei der "robusten" Verteidigung der EU-Außengrenze misshandelt wurden. Krsto war vor Ort und berichtet, was er dort zu sehen bekam. Außerdem sprachen wir mit Helfen und Aktivisten über die Situation in Vučjak. Nebenbei erfahrt Ihr, warum die kroatische Staatspräsidentin einem rechtsradikalen Hetzblatt ein ausgiebiges Interview gibt, warum der Ministerpräsident des Kosovo (schon wieder) zurückgetreten ist und warum Ursula von der Leyen Hoffnung auf dem Balkan verbreitet. Ja, richtig gelesen. Ursula von der Leyen verbreitet Hoffnung auf dem Balkan... oder so etwas ähnliches. Foto: Felie Zernack
56 Minuten
Größenwahnsinnige Projekte gehörten irgendwie schon immer zur Politik. Aber es finden sich wenige Beispiele bei denen Ambition und Realität so weit auseinanderklaffen wie im Falle "Großserbiens". Beim Hamburger SV vielleicht noch, aber das ist ein anderes Themenfeld. Mal im Ernst. Großserbien, das ist mehr als ein Stichwort - es ist ein Projekt. Eines das seit mehr als 200 Jahren immer wieder reaktiviert wird. Sei es von vermeintlichen Panslawisten, Nationalromantikern oder Ultranationalisten. Und das immer wieder fatale Folgen zeitigt - wie zuletzt in den jugoslawischen Erbfolgekriegen zu beobachten. Krsto und Danijel untersuchen in dieser Episode die historischen und ideologischen Wurzeln der "Großserbischen Sache" und gehen der Frage nach, wie virulent diese Idee heute in Serbien und anderswo noch ist. Nebenbei erfahrt ihr, wieso es jetzt auch ein slowenisches "Kettensägenmassaker" gibt, warum die kroatische Präsidentschaftswahl in diesem Jahr immer mehr zum Wettlauf skurriller Gestalten mutiert und wer von den beiden Moderatoren eigentlich wirklich "Großserbe" ist.
1 Stunde 3 Minuten
Ihr habt immer geglaubt, die beiden würden nur Scherze machen. Doch jetzt haben Sie es tatsächlich getan. Krsto und Danijel reden eine ganze Episode lang nur über Ibiza... äh...Österreich. Berge wie in Slowenien, Boulevardblätter, die ähnlich kritisch über die Regierung Kurz berichten wie serbische Tabloids über Aleksandar Vučić, Politiker, die das Land an russische "Investoren" verscherbeln wollen und grassierender Nationalismus. Wer möchte da ernsthaft bestreiten, dass Österreich im tiefsten Innern ein Balkanstaat ist? Natürlich stellen sich da aber doch noch ein paar Fragen. Und die lassen wir lieber von Experten beantworten. Etwa von der Rechtsextremismusexpertin Judith Goetz und dem ARD-Korrespondenten Srđan Govedarica. Am Ende - so viel sei verraten - haben wir Austrija ja doch lieb...irgendwie. Nebenbei erfahrt Ihr wie es Krsto & Danijel zusammen mit weiteren KollegInnen auf das Titelblatt eines kroatischen Fascho-Magazins gebracht haben, warum in Kroatien ein Wahlerfolg zur Spaltung einer Oppositionspartei führt und warum die serbische Premierministerin Kosovaren für Waldmenschen oder so etwas ähnliches hält.
41 Minuten
Krsto und Danijel waren dieses Jahr wieder in Bleiburg, um sich das sogenannte "Ustascha-Gedenken" erneut vor Ort anzuschauen. Dieses Jahr lief die Veranstaltung erstmals ohne den Segen der österreichischen Kirche ab. Und das merkte man. Dummerweise ist Danijel auch noch Velimir Bujanec begegnet. WIe das ausgegangen ist, erfahrt hier ebenso, wie die Hintergründe der Veranstaltung und wie sie sich in diesem Jahr dargestellt hat. Was soll man sagen? Es war die volle Dröhnung! Ballaball-Bleiburg Total!
Neues vom Ballaballa-Balkan

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Podcast by Krsto Lazarevic und Danijel Majic