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Wiener Börse Podcast Archiv

698 Episoden
15 Minuten
Manuel Schleifer von der Raiffeisenbank International analysiert die aktuelle Marktphase und erklärt, warum er die Seitwärtsbewegung als respektabel bewertet. Er sieht Chancen in stabilen Unternehmensgewinnen, hebt die Stärke der Wiener Börse hervor und warnt vor der Abhängigkeit der US-Märkte von Tech-Werten. Auch China und Gold kommen zur Sprache. Zum Jahresende setzt Schleifer auf eine mögliche Weihnachtsrally und rät zu mehr Industrie- und Konsumwerten.
15 Minuten
IPO Spotlight – gemeinsam mit Trending Topics beleuchten wir das Thema Börsengang aus unterschiedlichen Perspektiven. Investorinnen und Investoren, Unternehmen und Kapitalmarkt-Profis sprechen über ihre jeweiligen Motive, Erwartungen und Entscheidungskriterien, die ersten Schritte der Vorbereitung sowie Erfolgsfaktoren des Börsengangs. 2019 in Wien gegründet, hat sich das Tech-Unternehmen fiskaly zu den führenden Anbietern für die Fiskalisierung in der Cloud aufgeschwungen. Das ermöglicht unter anderem, papierlose Alternativen zu gedruckten Belegen im Handel. Nach einer großen Finanzierungsrunde 2024 ist fiskaly nun auf Europaexpansion – wo geht die Reise hin, und ist die Börse dabei eine Station? Darüber sprechen wir heute bei IPO Spotlight mit dem CEO und Mitgründer des Unternehmens, Johannes Ferner. Die Themen: Unternehmensvorstellung fiskaly Regulatorische Herausforderungen & Marktpositionierung Geschäftsmodell & aktuelle Marktposition Internationale Expansion & Wachstumsstrategie IPO-Pläne & Voraussetzungen Strategische Vorteile eines Börsengangs Marktumfeld, Positionierung und Zukunftsaussichten Mehr zum Thema Börsengang und Listing an der Wiener Börse: https://www.wienerborse.at/listing/boersegang-ipo/ https://www.wienerborse.at/ipo-spotlight/
31 Minuten
Gregor Rosinger, Generaldirektor der Rosinger Group, erörtert im Interview die Lage im Immobiliensektor, Tourismus und der Rüstungsindustrie. Er beleuchtet den Rückgang von Immobilienaktien wie Vonovia und die Folgen überhöhter Preise sowie politische Vergesellschaftungsforderungen. Im Tourismus thematisiert er den Rückgang deutscher Reisen in traditionelle Urlaubsziele und die Notwendigkeit der Digitalisierung. Zur Rüstungsindustrie betont er die Wichtigkeit von Verteidigungsausgaben in Zeiten geopolitischer Spannungen und empfiehlt Investitionen in europäische Rüstungsunternehmen. Das Interview bietet prägnante Einblicke in aktuelle wirtschaftliche Herausforderungen.
17 Minuten
Fed-Chef Jerome Powell wird die Zinsen senken - bei gleichzeitiger Wahrung der Deutungshoheit und Unabhängigkeit. Und wer bekommt am 10. Oktober den Friedensnobelpreis? Noch bleibt den (selbst ernannten) Kandidaten ein klein wenig Zeit, die Krisen und Kriege in der Ukraine oder im Nahen Osten zu beenden. Vielleicht aber auch egal, denn das "geopolitische Momentum" ist für die Märkte ohnehin geringer geworden, so Fondsmanager Wolfgang Matejka. Die Probleme konzentrieren sich auf Kontinente oder Länder, wie die Staatskrise in Frankreich beweist. "Viel Spaß kann man sich nicht mehr erlauben. Sparen ist angesagt. Das französische Bild ist ein europäisches." Impulse und Favoriten finden Börsenanleger im Finanzsektor. Darüber hinaus erwartet Matejka - auch dank KI - ein "Revival fossiler Energien".
11 Minuten
Das Q1 2025/26 entwickelte sich wie erwartet: Die Umsatzerlöse sanken im ersten Quartal um 7,8 % auf 266,4 Mio. Euro. Das Periodenergebnis lag bei -4,0 Mio. Euro infolge negativer Sondereffekte. Mag. Thomas Erath (CFO): Zitat: "Leider ist der Start des Geschäftsjahres weiterhin sehr schwach verlaufen, da keine Belebung im Baumarkt zu erkennen ist. Was uns positiv stimmt, ist, dass die Bauunternehmen, die Infrastrukturprojekte abwickeln, hervorragende Auftragsbücher haben. Wir sind da spät im Zyklus. Das heißt, etwas verzögert - ein Jahr, vielleicht etwas länger – wird dieser Trend dann schlussendlich auch bei uns ankommen. Unsere Sondereffekte, die Sie angesprochen haben, betrafen die Schließung eines Werks, was den größten Teil des Sondereffektes ausmacht. Wir haben ein defizitäres Werk in den USA geschlossen. Wir müssen sicherstellen, dass wir uns für den Aufschwung richtig aufstellen und unsere Kostenbasis in Ordnung bringen, damit wir dann auch voll vom Aufschwung profitieren können."
16 Minuten
Kapsch TrafficCom ist ein globaler Anbieter von Maut- und Verkehrsmanagementlösungen. Im 1. Quartal 2025/26 erzielte Kapsch 100 Mio. € Umsatz (-28 %) bei einem EBIT von +21,7 Mio. € (Vorjahr -3,4 Mio. €). Der Umsatz fehlt in Belarus und in Südafrika. Das positive EBIT kommt aus Effizienzmaßnahmen und aus dem Schiedsverfahren mit Deutschland. Somit kommt die Diskrepanz aus Deutschland, in Zahlen: 560 Mio. Klagesumme, am Ende musste der Bund 234 Mio. zahlen. Die Hälfte davon bekommt CTS Eventim. Im Q1-Bericht tauchen aufgrund von Zahlungen an die Tochter MTS nur 27 Mio auf. Das "Verkehrsmanagement" teilt Kapsch in den "städtischen" und "außerstädtischen" Bereich: "Wir liefern die Hardware (z.B. Ampeln)", so IR Marcus Handl. Darüber hinaus verdient das Unternehmen an Wartungsverträgen und Feld-Services. "Wir erwarten, dass Mautdienstleistungen und Verkehrsmanagement in Zukunft noch stärker kooperieren und zu integrierten Verkehrslösungen zusammenwachsen." Nicht nur im Rahmen der Hamburger Investorentage möchte Kapsch wieder verstärkt mit Investoren in Kontakt treten.
16 Minuten
ACC hat ein "breit gestreutes Produktiportfolio", das "Industriewachstum bleibt ungebrochen". Das österreichische Unternehmen entwickelt und produziert Leichtbaukomponenten für die zivile Luftfahrt. Der Umsatz stieg im H1 2025 um 11 % - Ziel für 2025: erstmals 1 Mrd. Euro Umsatz. EBIT-Marge: rund 6 %. Kunden sind Airbus, Boeing, Rolls-Royce und weitere OEMs.
15 Minuten
UNIQA-CEO Andreas Brandstetter spricht über Wachstum in Österreich und Osteuropa, den Boom in der Gesundheitsversicherung und Chancen in Polen. Er erklärt, warum UNIQA schneller als große Wettbewerber agiert, wie Kapital freigesetzt und in neue Projekte gelenkt wird und weshalb die Börsennotiz ein starkes Signal ist. Dazu Themen wie Vermögensverwaltung, Schadensquote und Innovationen in der Produktpalette.
11 Minuten
POLYTEC Group: Das positive Nettoergebnis im 1. Halbjahr 2025 wurde trotz herausforderndem Umfeld bestätigt. Der Konzernumsatz betrug im ersten Halbjahr 2025 357,6 Mio. Euro und lag damit 2,3 % über dem Vergleichszeitraum des Vorjahres. Der Anstieg ist überwiegend auf erhöhte Werkzeug- und Entwicklungsumsätze zurückzuführen. Das EBIT stieg von 3,5 Mio. im ersten Halbjahr 2024 auf 5,6 Mio. im Halbjahr 2025. Die EBIT-Marge erhöhte im Vergleich zur Vorjahresperiode um 0,6 Prozentpunkte von 1,0% auf 1,6 %. Das Ergebnis nach Steuern des ersten Halbjahres 2025: 1,4 Mio., dies entspricht einem Ergebnis je Aktie von 0,06. Hierzu CEO Markus Huemer: "Extrem schwieriges Marktumfeld, der europäische Markt ist rückläufig." Polytec setzt und hofft auf das extrem große Wachstumsfeld "Smart Plastic", worin es um nachhaltige Plastikprodukte in der Kreislaufwirtschaft geht, wie zum Beispiel Gemüse- oder Obstkörbe, die vom Feld in den Supermarkt führen - und auch wieder zurück.
15 Minuten
Neubauten bleiben aus - und das nicht nur im Wohnungsbau. Wienerberger-CEO Heimo Scheuch sieht klare Wettbewerbsnachteile und appelliert an die Politik: "Bitte unterschätzt dieses Thema nicht!" Trotz schwacher Baukonjunktur steigert Wienerberger den Umsatz um 6 % auf 2,3 Mrd. Euro. Operatives EBITDA leicht rückläufig, Jahresziel bleibt. Ergebnis je Aktie steigt auf 1 Euro.
16 Minuten
Infrastruktur boomt – und Frequentis profitiert. CEO Norbert Haslacher sieht alle Geschäftssegmente auf Wachstumskurs: Civil, Defence, Public Safety, Public Transport, Maritime und Flugsicherung. Umsatz plus 15 % auf 236,8 Mio. Euro, Rekord-Auftragslage – und trotz Halbjahresverlust optimistische Jahresprognose. Warum ein Minus jetzt den Jahresgewinn befeuern könnte, hörst du im Podcast.
11 Minuten
Optimismus, aber keine große Erwartung. Europa eingekesselt zwischen Trump-Disruption und "Zar" Putin. Das Vakuum bleibt, keine Lösung in Sicht. "Wir sehen überraschend wenig Schaden für die Konjunktur. Also: keine Panik", meint Alois Wögerbauer von der 3 Banken Generali. Welche Börsen haben derzeit im Rennen die Nase vorn? " 1. Griechenland +51,30 %, 2. Polen +43,82 %, 3. Österreich +34,47 %, 4. Spanien +31,53 %, 5. Vietnam +29,58 %, 6. Südkorea +27,56 % 7. Italien +26,21 %, 8. Südafrika +22,83 %, 9. Deutschland +20,93 %, 10. Mexiko +19,50 %. Erfreulich: auch Österreich ist heuer mit dabei." Einziger Wermutstropfen ist der abgewertete Dollar. Aufholeffekte beflügeln den ATX. "Ein zweiter Grund ist die Indexzusammensetzung. 10 % des Anstieges ist der ERSTE Bank zu verdanken." Porr und Frequentis konnten sich verdoppeln. "In Summe gesehen war die Berichtssaison in Europa sehr solide."
16 Minuten
Gelöschte Covid-Brandherde wie Lieferschwierigkeiten und (fast keine) Zollsorgen: Der Rosenbauer-Konzern produziert auch in den USA und konnte seinen Umsatz im ersten Halbjahr um 13,1 % auf über 604 Mio. Euro deutlich steigern. Einmalige Sonderbelastungen drücken auf das operative Ergebnis, EBITDA bei 28,2 Mio. und EBIT bei 7,4 Mio. Das Umsatzziel von ca. 1,5 Mrd. hat auch weiterhin Bestand. Nicht nur der neue CEO, Robert Ottel, freut sich über einen historisch hohen Auftragsbestand (2,4 Mrd.): "Die Feuerwehrbranche profitiert von einem wachsenden Markt." Ganz gleich, ob es sich um die dörfliche freiwillige Feuerwehr oder Großaufträge von Bundesländern handelt. Die Welt der "Löschfahrzeuge" ist komplexer geworden: der Schutz vor Cyberangriffen ist ein Thema, und auch die Elektromobilität beschäftigt Rosenbauer. So ist der PANTHER 6x6 ideal für den Einsatz an Flughäfen, die einen emissionsfreien Betrieb anstreben.
14 Minuten
Luxusuhren, Börse, Vespa: Die MWB AG ist seit Juli 2024 börsennotiert und mischt den Markt auf. Robin Haas und Leon Schelske sprechen über Kursziele, Kundenvertrauen und warum ihre schlanke Struktur ein Wettbewerbsvorteil ist. Der Umsatz bleibt stabil, doch rund 400.000 Euro an Einmalkosten für den Börsengang belasten das Ergebnis. 2025 soll die Profitabilität zurückkehren – mit Tempo, Service und Stil.
18 Minuten
OMV-Finanzvorstand Reinhard Florey spricht Klartext: Warum Umsatz kein Maßstab mehr ist, wie sich die OMV strategisch neu aufstellt und welche Rolle Recycling, grüner Wasserstoff und die neue Chemie-Großgruppe dabei spielen. Zudem erklärt er, wie sich die OMV von russischem Gas unabhängig gemacht hat und was er vom Energiepakt zwischen EU und USA hält. Ein Gespräch über Wandel, Verantwortung und Weitblick.