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Wiener Börse Podcast Archiv

699 Episoden
12 Minuten
Zumtobel CFO Thomas Erath: "Wir haben zwei gegenläufig Effekte, das eine ist auf unserer Umsatzseite, dass wir eine verstärkte Nachfrage nach energieeffizienten Systemen haben. Das insbesondere, wenn Gebäude renoviert werden. Hier macht es auch Sinn, diese Lichtanlagen so schnell wie möglich zu sanieren, denn es kann sein, dass sich die ganze Neuinstallation von einer Lichtanlage von 1 bis 1 ½ Jahre amortisiert. Weil bei den Energiepreisen der Payback enorm ist! Denn sie brauchen nur noch 15 % der Energie. - Auf der anderen Seite sind wir natürlich auch mit hohen Energiepreisen für unsere Produktion konfrontiert. Wenn man sich anschaut, wie erratisch sich die Energiepreise entwickeln, dann kann man kaum planen und hat eine Vervielfachung der Stromkosten. - Auf der anderen Seite werden Neubauprojekte nach hinten geschoben, weil die Preise für Zement, Stahl, Ziegel um 30 %, 40 % oder 50 % erhöht haben und somit sind viele Bauprojekte nicht mehr leistbar". In Q1 2022/23 hat Zumtobel den Umsatz um 8,4 % auf 313,7 Mio. Euro gesteigert. Der Quartalsgewinn lag angesichts deutlich gestiegener Kosten mit rund 11 Mio. Euro spürbar unter dem Vergleichsquartal des Vorjahres (Minus 19 %).
13 Minuten
Die Warimpex Finanz- und Beteiligungsgesellschaft ist ein Immobilienunternehmen und ist spezialisiert auf Errichtung und den Betrieb von Hotels in Zentral- und Osteuropa. Darüber hinaus entwickelt Warimpex auch Bürohäuser und andere Immobilien. 13,4 Mio. Euro Gewinn erste HJ 2022 (VJ 1,7 Mio.). Mieteinnahmen ebenfalls deutlich gesteigert: Büro 52 %, Hotel 77 %. "Wir haben die Mehrheit erworben an dem Objekt Airportcity in St. Petersburg" St. Petersburg? Russland? Was ist mit den Sanktionen? "Wir haben vermietet an eine Firma, die nicht von den Sanktionen betroffen ist, die zahlen pünktlich und in Rubel. Dazu haben wir einige Objekte gewinnbringend verkauft." Mieteinnahmen bei den Hotels nahezu verdoppelt? "Das ist das Cappuccino-Prinzip!" Die Flucht von 3,5 Mio. Menschen aus der Ukraine hat auf dem Markt in Polen positive Auswirkungen gezeigt. Sowohl im Wohnungsmarkt als auch im Co-working Bereich.
18 Minuten
Das Notenbankertreffen in Jackson Hole hat dem Markt überhaupt nicht gefallen, das gilt auch für Wolfgang Matejka. Dabei hat die Notenbank doch genau die Preisstabilität als Aufgabe, dass der Fokus dann auf der Inflation liegt, ist doch eigentlich richtig? "Der schnellste Segler der Welt, wird in einem Formel 1 Auto auch nicht glücklich. Es sind die darunter liegenden Grundlagen unterschiedlich. Die Inflation kannst du nur bekämpfen, wenn du Einfluss nehmen kannst. Und das kann die Notenbank derzeit mit ihren Zinsen nicht. Man muss erkennen, dass man diesbezüglich nur wenig Pfeile im Köcher hat, die auch treffen können." Also steuern wir auf gleichzeitig steigende Zinsen und Rezession – Was spricht denn dann noch für Aktieninvestments?
16 Minuten
Es gibt durchaus "überlappende Interessenslagen" in den Bereichen Wohnen, Shoppingcenter und Hotel von S Immo und CPI Property, die das Unternehmen übernommen haben. Bleiben S Immo und Immofinanz unter dem neuen Dach eigenständige Unternehmen? "Eines der größten Hindernisse bei einer Fusionierung ist derzeit die deutsche Grunderwerbssteuer. Man wird vor allem rechnen müssen", so der CEO Bruno Ettenauer. Die Halbjahreszahlen 2022: Der Umsatz wurde auf 120 Mio. Euro gesteigert. Die Gründe: Mieterhöhungen, drei Zukäufe sowie rentable Qualitätshotels. Das Periodenergebnis liegt mit 62 Mio. deutlich unter dem Vorjahreswert von 137 Mio. Der FFOI dagegen steigt von 25 auf 29 Mio. Central Eastern Europe (CEE) hat bei den Mieteinahmen den größten Anteil. Ob die Aktien in absehbarer Zeit von der Börse genommen werden, entscheidet der Käufer CPI Property
18 Minuten
UBM Devolpment ist der größte Holzbau-Developer in Europa. CEO Thomas Winkler: "Wir werden voraussichtlich 2022 mit einem Gewinn um 30 % weniger abschließen, wir leiden eben unter dem, was wir den perfekten Sturm nennen. Es gibt eine gewisse Schockstarre im Investmentmarkt im 2. Quartal, von der wir auch glauben, dass es sich im 3. und 4. Quartal noch nicht auflöst. Im Moment ist es lustigerweise weder ein Verkäufer- noch Käufermarkt. Beide haben so eine Art Abwarten und Teetrinken-Strategie eingenommen. Was fest steht, ist, dass Käufer höhere Renditen erwarten. ... So gab es zum Beispiel im Münchner Büromarkt einen Einbruch um 90 %." - Das Wohn- und Büroprojekt "Kaufmannshof" im Zollhafen Mainz wurde für knapp 48,5 Mio. Euro verkauft. UBM entwickelt im gleichen Zollhafen auch ein 40 Meter und 12 Stockwerke hohes Holz-Hybrid-Hochhaus. - Der EBT Ausblick für GJ 22 in Höhe von 38–42 Mio. Euro liegt unter den Vorjahren und Markterwartungen, so Analysten.
13 Minuten
Bettina Schragl IR: "Wir sind jetzt Bestandteil der CPI Property Group, einer der größten europäischen Player am Immobilienmarkt mit einem Immobilienvermögen von 18 Mrd. Euro. Die CPI hält nach Ablauf des Übernahmeangebots einen Anteil von rund 77 % an der Immofinanz." Die Immofinanz hat 4 Marken: "VIVO" = Einkaufszentren, "Stop Shop" = Fachmarktzentren, "myhive" = Bürolösungen und "on Top Living" = nachhaltiges Wohnen. Welche Marken wollen Sie jetzt mit der neuen Strategie ausbauen? Und von welchen Immobilien im Wert von einer Milliarde Euro will sich Immofinanz trennen. H1-Zahlen 2022: Die Mieterlöse sind auf Vorjahresniveau mit 144 Mio. Euro. Das Konzernergebnis belief sich auf 162,7 Mio. Euro nach 228 Mio. Euro, hier gab es vor einem Jahr eine deutliche Aufwertung der Anteile an der S IMMO. "myhive kommt von der Idee und Namen des Bienenstocks der beehive, der steht für das lebendige miteinander, für das Zusammenarbeiten."
14 Minuten
"Wir sind sehr zufrieden mit dem ersten Halbjahr", sagt CA Immo Vorstandsvorsitzende Silvia Schmitten-Walgenbach, "die Nachfrage nach Premium Büros ist sehr hoch." Die CA Immo hat ihr Konzernergebnis im ersten Halbjahr 2022 um knapp 30 % gesteigert auf 220,1 Mio. Euro. Die in der Immobilienbranche wichtige Ertragskennzahl FFO 1 stieg um 7,9 % auf 73,9 Mio. Euro. Die Mieteinnahmen stiegen leicht um 1,0 % auf 121,1 Mio. Euro. Bereinigt um Portfolioveränderungen (4 Mietobjekte verkauft, eines gekauft) hat CA Immo die Mieteinnahmen um 4 % gesteigert. "Neue Mieter sind bereit, für Qualität auch Inflations-angepasste Mietverträge zu akzeptieren. Indexmieten sind ohnehin Standard im Geschäftsmodell der Gewerbeimmobilien." Auch bis zum Jahresende geht CA Immo weiter davon aus, "gut vermieten zu können" und rechnet mit einem FFO von 125 Mio. in 2022.
16 Minuten
Im ersten Halbjahr des Jahres 2022 gab es bei Marinomed einen Umsatzanstieg über 50 % auf 4,9 Mio. Euro, den CEO Andreas Grassauer als "postpandemisch" wertet. Das Periodenergebnis ist mit 3,9 Mio negativ, trotz Verbesserung zum Vorjahr (4,4 Mio.). Ebenso negativ ist das Eigenkapital mit knapp 2 Mio. Die Rotalgen sind das geringste Problem, eher noch schlagen die Produktionskosten sowie die Verpackung aus Glas zu Buche. Ist Marinomed noch solvent? Könnte es eine Kapitalerhöhung geben? Grassauer schließt das nicht aus, sagt aber: "Wir könnten auch ohne Kapitalerhöhung unser Ziel erreichen, profitabel zu werden. Kurzfristig muss man sich über die Marinomed keine Sorgen machen."
13 Minuten
Die Sommerrallye brachte dem DAX eine 13-prozentige Markterholung. Auch der österreichische Markt hat sich erholt. Dabei zeigen Finanzwerte und zyklische Unternehmen die stärksten Bewegungen, darunter befinden sich die Raiffeisenbank International und Wienerberger. "Die Aufwertung des US-Dollar tut dem österreichischen Markt gut", so Bernd Maurer von Raiffeisen Research. Die Q2-Ergebnisse der Öl- und Gas- sowie Energieunternehmen sind in aller Munde: OMV verdoppelte den Umsatz und SBO hat den Gewinn sogar verachtfacht. Das Reiseaufkommen in Europa ist zwischen Februar und Mitte Juli um 19 % gestiegen. Das bestätigt auch Robert Machtlinger von der FACC im Interview vom 17. August. Die Telekom Austria hat zum wiederholten Male ein starkes Ergebnis eingefahren. "Gut wie immer! Die anhaltende Digitalisierungswelle hat die Nachfrage des gesamten Sektors verbessert."
16 Minuten
"Schwierig, die vergangenen sechs Monate waren für uns schadensmäßig sehr belastend in der Größenordnung von 130 Mio. Euro. Das liegt über dem langjährigen Durchschnitt", sagt Uniqa CEO Dr. Andreas Brandstetter, "diese Schäden passierten in 18 Ländern, überwiegend aber in Österreich. Das drückt auf die Schadenquote." Insgesamt ist Brandstetter aber zufrieden und beschreibt das Geschäft als solide. "Die Schaden-Kosten-Quote ist gestiegen, und liegt mit 95 % über unserem Ziel von 94 %. Ich bin zuversichtlich, dass wir das bis zum Jahresende aufholen werden." Auch Abschreibungen auf russische Anleihen und die RBI belasten das Ergebnis. Langfristige Chancen sieht Brandstetter im Bereich Nachhaltigkeit: "Es gibt wohl keine Industrie, die so stark vom Klimawandel betroffen ist, wie Versicherungen." Ebenfalls Aussagen zum Pflichtangebot für Strabag Aktien und zu neuen Klagen aus der Thematik Insolvenz der Infinus AG.
10 Minuten
Lieferketten-Probleme, hohe Inflation, hohe Energiepreise, hohe Kosten, aber trotzdem hohe Börsenkurse? Wir hatten jetzt an der Börse eine Sommerrallye. Die Sommerrallye hat den Dow Jones vom Juni-Tief um gut 13 %, den S&P um 17 % und den Nasdaq sogar gar um mehr als 23 % nach oben getrieben. Auch der DAX konnte auf ein Plus von fast 13 % zurückblicken. Fritz Mostböck: "Jetzt nur rein auf die Wiener Börse und den ATX zurückkommend, wir haben aktuell ein KGV von um die 6,5, das ist schon sehr, sehr niedrig und sehr, sehr historisch attraktiv bewertet. Ich kann mich nicht erinnern, dass es jemals eine Bewertung im KGV von 6 gegeben hat!"
13 Minuten
"Die Solidarität ist einfach großartig", so Liane Hirner (CFO Vienne Insurance Group) über die Mitarbeiter in der Ukraine, die im ersten Halbjahr 2022 ein Prämienplus von 23 % erreicht haben. Der VIG-Family-Fund hilft unterdessen den Kriegsopfern im Team. Das Prämienvolumen konnte in H1/2022 um 11,6 % auf 6,44 Mrd. Euro gesteigert werden. Der Gewinn vor Steuern stieg um 10,3 % auf 277,3 Mio. Euro. Die höheren Umsätze und Gewinne kommen aus allen Sparten, insbesondere deutlich zu sehen aber in den Lebensversicherungen. Die Zinsen könnten von der EZB weiter angehoben werden, dies habe jedoch "eine positive Wirkung" auf das Versicherungsgeschäft. "Wir forcieren schrittweise unsere Investitionen in Erneuerbare Energien und Green Bonds." Weitere Informationen erhalten Sie in den Nachhaltigkeitspodcasts des Börsenradio: https://go.brn-ag.de/209
11 Minuten
Der Auftragseingang von Schoeller-Bleckmann Oilfield hat sich im ersten Halbjahr 2022 auf 271 Mio. Euro verdoppelt, der Umsatz klettert um zwei Drittel auf 223 Mio., der Gewinn hat sich verachtfacht. "Seit dem Q4 2020 haben wir jedes Quartal zugelegt", so CEO Gerald Grohmann. In der Zukunft möchte sich das Unternehmen verstärkt dem neuen Segment "Energy Transition und Green Tech" widmen. Grohmann erklärt, warum sich Energiesicherheit (Öl und Gas) und Nachhaltigkeit nicht ausschließen. "Grüner Wasserstoff wird eine große Rolle spielen." Beim Thema "Green Tech" möchte die SBO bis 2030 ein gutes Stück vorankommen. Die annähernd 300 Mio. Euro liquide Mittel in den Büchern werden bei diesem Vorhaben sicher nicht schaden. "Der Kapitalmarkt steht uns ebenfalls offen."
18 Minuten
CEO Robert Machtlinger: "Die A320 ist für den Luftfahrt-Zulieferer FACC AG die wichtigste Plattform, 35 % des Gesamtumsatzes der FACC erwirtschaften wir mit der A320-Familie. Und das ist derzeit das erfolgreichste Flugzeug am Markt. - Derzeit rechnen wir mit höheren Energiekosten von monatlich 250.000 bis 350.000 Euro, als vor der Energiekrise, das ist im überschaubaren Bereich und für uns zu managen. Wir bestätigen das 10 %-ige Wachstum im Jahr 2022." FACC steigerte in H1/2022 den Umsatz um 12,5 % auf 270 Mio. Euro und hat das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) verdoppelt auf 6,1 Mio. Euro. Nach Steuern drehte das Ergebnis aber von 3,2 Mio. auf -0,5 Mio. Euro ins Minus. United Airlines hat bereits 100 Modelle bestellt, von der eVTOL-Drohne von Archer für die Anbindung des Flughafens mit der City.
12 Minuten
"Das gibt uns Sicherheit", sagt Frequentis CEO Norbert Haslacher, "eine halbe Mrd. Euro Auftragsbestand. Und wir sind lieferfähig, auch kurzfristig. Wir haben unser Lager etwas aufgebaut." Frequentis arbeitet im der Regel für Behörden in sicherheitsrelevanten Bereichen. "Da gibt es Megatrends, die intakt sind. Wir sind krisenresistent." Die Eckdaten zum 1 HJ 2022: Umsatz +16 % auf 167 Mio., Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen positiv 8,4 Mio., nach Abschreibungen leicht negativ. "Das ist saisonal bedingt und vollkommen normal, das holen wir regelmäßig wieder auf." Der Markt honoriert das krisenresistente Geschäft mit einem Kursplus YTD von 20 %. Und auch die Börse Wien honoriert das. Der 1. Platz beim Wiener Börse Preis in der Kategorie Mid Cap ging an: Frequentis