Wiener Börse Podcast Archiv
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14 Minuten
Die Mutter aller Shopping-Wochen ist angebrochen und nun es wird sich zeigen, ob die Tage um den Black Friday wieder die Kassen der Einzelhändler füllen, oder ob diesmal durch Inflation und Rezession alles anders ist? "Die meisten denken daran, das Geld flach zuhalten und es erst dann auszugeben, wenn mehr Transparenz im eigenen Börsl stattfindet. - Eine der Überraschungen österreichischer Aktien war die Resilienz, die Widerstandskraft, die viele Aktien entwickelt haben. Beispielgebend für viele andere die Voestalpine oder die AMAG, die für mich 2 herausragende gemanagte Companies sind. Die auch unabhängig von Energie-Staatsunterstützungen es auf die Beine gestellt haben und gesagt haben: Nein, nein, das müssen wir selbst machen und es wirklich gut gemacht haben und auch Rekordergebnisse einfahren haben. Und von der Börse so langsam belohnt werden. Es gab noch 2 andere, die Andritz AG, die ein Großanlagenbauer im Umfeld der Wasserkraft ist. Und ein Underdog, der hat so langsam begonnen, die Hülle abzustreifen und als Schwan hervorzutreten, das ist die Agrana."
12 Minuten
"Viel spannender kann es gar nicht mehr werden", sagt Uniqa CEO Andreas Brandstetter. Gemeint sind die großen Herausforderungen der Stunde: Krieg, Inflation, Rezession, Zinsen. "Die Inflation ist neben der Volatilität an den Kapitalmärkten derzeit die größte Challenge." Uniqa versucht den höheren Kosten gegenzusparen und auch einen Teil der Kosten an die Kunden weiterzuverrechnen. Mit Erfolg. Die Combined Ratio bei 93,3 % und das Vorsteuerergebnis bei 106 Mio. Euro. "Q3 war versicherungstechnisch ein hervorragendes Ergebnis! Wir werden Schwung auch spüren in Q4. Zurückhaltender sind wir beim Kapitalergebnis." Und: Steigende Zinsen sorgen für die Wiederbelebung der Lebensversicherung
14 Minuten
Die aktuelle Geschäftsentwicklung der Flughafen Wien AG: weniger Corona, mehr Urlaub und Business-Bewegungen, mehr Passagiere, mehr Umsatz (plus 85 %, 508 Mio. Euro) sowie Gewinn (Nettoergebnis klettert auf 109 Mio. nach Null). "Das Reisefieber ist wieder gestiegen", sagt CFO Günther Ofner, "das gilt in erster Linie für den touristischen Verkehr." Ofner hofft auf ein Ende des Krieges in der Ukraine und der strikten Coronapolitik in Asien. "Die Air India hat ihr Kommen angekündigt. Und der Verkehr nach China sollte auch wieder steigen." Das Kostenfieberthermometer geht auch in Wien kräftig nach oben. "Wir müssen mit höheren Lohnkosten rechnen. Es gibt einen drastischen Anstieg bei Fernwärme und Strom." Deshalb setzt das Unternehmen auf Photovoltaik und führt den Betrieb CO2-neutral. Synthetische Kraftstoffe sind zwar Zukunftsmusik, die aber bald schon auch in Wien aufgeführt wird. Ofner ist sich da sicher.
11 Minuten
Die Vienna Insurance Group hat in den ersten neun Monaten 2022 weiter zugelegt. Das Gesamtprämienvolumen beläuft sich auf 9,5 Mrd. Euro, der Gewinn vor Steuern hat sich um 10 % auf 413,4 Mio. Euro verbessert. Das Nettoergebnis ist mit 302,4 Mio. ebenso um 10 % höher als im Vorjahr. CFRO Liane Hirner: "Wir haben unser Ziel erreicht, in Ungarn zum Marktführer aufzusteigen." Welchen Einfluss hat die Inflation auf das Versicherungsgeschäft? „Wir spüren erhöhte Schadenaufwendungen. Das macht sich vor allem im Sachversicherungsgeschäft bemerkbar, insbesondere bei Kfz-Versicherungen, weil Material- und Ersatzkosten sowie Stundenlöhne gestiegen sind. Bisher konnten wir aber in unseren Märkten das Inflationsrisiko wirksam steuern.“
17 Minuten
Kostad produziert eine der wichtigsten Steckdosen unserer Infrastruktur: "Ladesäulen für Elektrofahrzeuge". Kostad ist ein Spezialist im Bereich DC-Ladesäulen (Schnell-Laden). CEO Günther Köstenberger: "Die Elektroautos entwickeln sich weiter, wir haben jetzt eine maximale Ladeleistung bei E-Autos von 360 KW. Es kommt ein neuer Standard auf dem Markt, das nennt sich Megawatt Charging System (MCS). Das bedeutet: Bei CD-Schnell-Laden für eine Reichweite von 300 Kilometern sind wir hier bei 15-20 Minuten. Und diese Zeit wird sich bei MCS noch einmal um die Hälfte reduzieren. - Bei der Kostad AG ist eine Kapitalerhöhung für 6-7 Mio. Euro in Arbeit, der Prospekt wurde dazu beauftragt. - Die Kostad Steuerungsbau GmbH wird voraussichtlich 10-12 Mio. Euro erzielen, was sehr von den Lieferbedingungen abhängig sein wird. - "Die gesamte Industrie greift auf genau drei Chiphersteller zu. Wir als Ladestation-Hersteller benötigen die selben Chips wie die Automobilindustrie und deren Steuerungen. Hier gibt es eine extreme Verknappung am Markt."
11 Minuten
Viele Fragen heute an Robert Halver: DAX bleibt auf Kurs - Hoffnung auf positive Impulse von Biden-Xi-Treffen, bringt das die Entspannung an den Börsen? Die Pleite der Kryptobörse FTX, hat ein Showdown in der Kryptowelt begonnen? "Der Zins ist der natürliche Feind der Aktien, ich bin positiv geläutert, dass es weiter nach oben geht. - Wichtig ist, dass auch eine Bundesregierung begreift, dass Wohlstand für alle eine wichtige Größe ist und dass Ideologie in den Mülleimer gehört, in solchen Fragen auch, was die Energiesicherheit betrifft. - Die Firmen haben ja die Welt als Auswahl, die können schauen, wohin sie investieren."
10 Minuten
Die Polytec Group ist ein österreichischer Automobilzulieferer und Kunststoffverarbeiter. Polytec erzielte im 3. Quartal 2022 einen Umsatz von 145,7 Mio. Euro (+17 %), ein EBITDA von 7,4 Mio. (+85 %), ein EBIT von minus 1,1 Mio. (nach plus 0,1 Mio.) und einen Überschuss von minus 2,0 Mio. Euro (nach minus 3,2 Mio.). CEO Markus Huemer: "Die Mengen werden leider weniger und sind extrem schwer zu prognostizieren. Wir wissen teilweise nicht, was der Umsatz in der kommenden Woche sein wird." Der Auftragseingang insgesamt allerdings ist zufriedenstellend. "Wir sind nicht unzufrieden!" Preisverhandlungen laufen schleppend, sind oft schnell überholt und Kunden lassen sich viel Zeit, zu bezahlen. Trotzdem: "Schlussendlich rechnen wir mit einem positiven Jahresergebnis!"
12 Minuten
Die Post ist auf dem Weg, ihre Flotte CO2-neutral zu bringen. Harald Hagenauer, Leiter IR Österreichische Post: "Das Paketvolumen in Österreich war fast wieder auf den lockdownbedingt starken Mengen des Vorjahres. Das EBITDA reduzierte sich in den ersten drei Quartalen 2022 um 3,1 % auf 258 Mio. Euro und das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) entwickelte sich von 144 Mio. Euro auf 125,3 Mio. Euro (-13 %). - Die Division Filiale & Bank erzielte ein EBIT von minus 24,8 Mio. Euro in den ersten drei Quartalen 2022 nach minus 33,9 Mio. im Jahr zuvor und zeigte somit eine Ergebnisverbesserung von 26,8 %. Positiv wirkte der Hochlauf des Finanzdienstleistungsgeschäfts durch die Übernahme des Privatkundengeschäfts der ING, negativ wirkten höhere Kosten durch Integrations- sowie IT-Aufwendungen."
11 Minuten
Rekordjahr für die Wienerberger AG - ohne Understatement. Das Unternehmen wächst stärker als der Markt. Eine Milliarde mehr Umsatz, das operative Ergebnis verdoppelt. Die EBITDA Guidance 2022 hob die Wienerberger an auf 950 - 970 Mio. Euro. Das Ziegelwerk Reetzerhütten in Brandenburg läuft saisonal bedingt bis Jahresende auf Sparflamme. "Die Krise am Bau hat damit nichts zu tun", versichert CEO Heimo Scheuch. Der Umsatz im Segment "Wassermanagement" beläuft sich auf 1,5 Mrd. Euro - für die Wienerberger ein Markt der Zukunft. Vom Gas möchte sich das Unternehmen nach und nach verabschieden. "Deshalb haben wir einen Green Electricity Standard eingeführt."
10 Minuten
Die Gute Nachricht: die Welt fliegt wieder, die Luftfahrtbranche hat Aufwind bekommen. In vielen Teilen der Welt hat sich das Flugaufkommen auf das Niveau von vor der Corona-Krise eingependelt. FACC Finanzvorstand Ales Starek: "Das merken wir auch in unserer Fertigung. Und an den Zahlen." Nach den ersten drei Quartalen 2022 steht ein Umsatz von 420 Mio. Euro in den Büchern (+17 %), ein EBITDA von 34 Mio. (+22 %) und ein EBIT von 4,2 Mio. (+45 %). Das Nachsteuerergebnis allerdings liegt mit 10,1 Mio. Euro deutlich im Minus. "Das liegt an einer Wertberichtigung auf unsere Währungsabsicherungen!" Also nicht cashwirksam. Den Ausblick bestätigt FACC und sieht auch in Zukunft weiter Wachstum. "Das Streben nach CO2 freiem Fliegen ist für uns mehr Chance als Risiko."
15 Minuten
"Wir mussten reagieren", sagt Lenzing CEO Stephan Sielaff, "zu den bekannten Problemen auf der Kostenseite kam im Q3/2022 auch noch eine schwache Nachfrage!" Mit einem Einsparprogramm will Lenzing 70 Mio. Euro heben. "Wir werden nicht umhinkommen, uns als Organisation schlanker aufzustellen. Wir werden fit werden, um schnell reagieren zu können, wenn der Markt wieder anzieht!" Gespart werden soll im Einkauf, Prozesseffizienz und Personal. "Wir werden um Personalabbau nicht herumkommen!" Welche Größenordnung das ist und welchen Preis das Sparprogramm haben wird, wird derzeit noch evaluiert. Positiv: Die z.T. Milliardenprojekte Brasilien, Thailand, Indonesien und China sind im vorgegeben Zeit- und Kostenrahmen geblieben. Im Januar kommt der neue Finanzvorstand und EcoVadis verleiht erneut den Premium-Platinstandard verliehen.
15 Minuten
Volatilität auch im Chip-Markt. Ist bald schon eine Entspannung zu erwarten? Und wie ist die Lage bei den mobilen Endgeräten und 5G? "Alles, was consumerrelevant ist, zeigt einige Schwächen. Mittel- und langfristig gehen wir aber von sehr stabilen Trends aus", sagt Andreas Gerstenmayer, CEO bei der AT&S Austria Technologie & Systemtechnik Aktiengesellschaft. Der Bedarf in den verschiedenen Applikationen wird deutlich steigen. "Digitalisierung und Elektrifizierung werden die Branche auch in Zukunft dominieren." Zum Stichwort "Repatriierung - European Chip Act" erklärt Gerstenmayer: "Eine vollkommene Abhängigkeit der einzelnen Wirtschaftszentren im Bereich Lieferkettenentkoppelung ist unrealistisch. Europa und die USA müssen sich genau überlegen, in welche Schlüsseltechnologien die Investitionen fließen." AT&S erstmals mit über einer Milliarde Halbjahresumsatz. Der Umsatz steigt im 1. Halbjahr 2022/23 um 53 % auf 1.070 Mio. Euro. Bereinigtes EBITDA mit 335 Mio. € um 139 % über dem Vorjahr.
18 Minuten
Die OMV konnte als Öl-, Gas- und Petrochemiekonzern den Gewinn in Q3 2022 auf 3,3 Mrd. Euro mehr als verdreifachen. Vor allem der starke Anstieg der Gaspreise hat geholfen. Nun soll eine Sonderdividende von 2,25 je Aktie gezahlt werden. CFO Reinhard Florey: "Das ist ein Vorbote für die Anpassung der Dividendenpolitik." Was bedeutet das für Themen wie Übergewinnsteuer und Zufallsgewinne? "Ich halte mich an den Begriff Solidaritätsabgabe, bei den anderen Begriffen bekommen ich Gänsehaut." Ist die Gasversorgung gesichert? "Wir können die Gasversorgung für unsere Kundenbasis wirklich sicherstellen. Ich glaube, dass dieser Winter kein wesentliches Problem darstellen wird. Wir werden sehen, wie es im nächsten Winter ist." Eine Rückkehr zum Russlandgeschäft scheint momentan nicht denkbar, stattdessen werden neue Partner gesucht.
9 Minuten
Das Interview zum Anlass der Q3-Zahlen wurde mit CFO Felix Strohbichler live von der bauma 2022 (Weltleitmesse für Baumaschinen, Baustoffmaschinen, Bergbaumaschinen, Baufahrzeuge und Baugeräte) geführt: "Die bauma ist für uns weltweit die wichtigste Messe. Wir haben hier den fünften Tag, der absolut voll ist, d. h. man spürt hier nichts von einer bevorstehenden Rezession. Wir haben einen enormen Kundenzuspruch und eine extrem erfolgreiche Messe für Palfinger. Naturgemäß spüren wir in EMEA, auch Asien und insbesondere in China, dass die Baukonjunktur rückläufig ist. Aber zum einen haben wir einen sehr hohen Auftragsbestand, der uns bis ins 3. Quartal 2023 Auslastung sicherstellt. Und zum anderen sind wir nicht nur von der Baubranche abhängig, wir sind auch vielen anderen Wachstumsbranchen tätig, wie beispielsweise Recycling." Palfinger erreichte in den ersten drei Quartalen 2022 einen Rekordumsatz von 1,58 Mrd. Euro und ein EBIT von 112,5 Mio. Euro. Besonders gut läuft es auf den amerikanischen Kontinenten (NAM und LATAM). "Wir haben auch das Ziel, zukünftig 1/3 unseres Umsatzes dort zu generieren."
15 Minuten
Die Telekom Austria AG konnte sich in den ersten 9 Monaten und auch in Q3 2022 steigern: 7,2 % Umsatzplus auf rund 1,3 Mrd. Euro in Q3, das ist überproportionales Wachstum zum 9-Monatsplus von 4,6 %. Geholfen hat das resiliente Geschäftsmodell, die gängigen Krisen schlagen sich nicht so sehr nieder. CEO Thomas Arnoldner: "Resilienz zeichnet unser Geschäftsmodell aus." Stark gestiegene Energiekosten werden aber dennoch spürbar. Aber auch der Gewinn ist gestiegen: Das EBIT steigt 11,9 % in Q3 auf 273 Mio. Euro. Das Periodenergebnis steigt 13,4 % auf 205 Mio. Euro. Die Prognose für 2022 wurde bestätigt. Wir sprechen im Interview über Notfallpläne für Blackouts, kritische Infrastruktur und den geplanten Verkauf der Funktürme.