Wiener Börse Podcast Archiv
698 Episoden
7 Minuten
Die Raiffeisen Bank International ist die zweitgrößte Bank Österreichs mit einer Bilanzsumme von deutlich über 200 Milliarden Euro. Risikomanager Hannes Mösenbacher auf der Gewinnmesse Wien: "Die RBI schreibt in allen Märkten Gewinne. Inklusive der Ukraine. Holprig sieht also anders aus." Wie passt das mit der Außenwahrnehmung des Russlandkrieges zusammen? RBI musste abschreiben ohne Ende. "In Summe liegen wir sehr gut." Von einem "besten Geschäftsjahr" möchte Mösenbacher allerdings noch nichts wissen: "Das wäre zu weit gegriffen."
8 Minuten
Seit 22 Jahren steht Gerald Grohmann an der Spitze von Schoeller-Bleckmann Oilfield Equipment. Jetzt geht er mit 70 in Rente. "Es waren 22 schöne Jahre. Wir haben das Haus SBO sehr, sehr gut bestellt haben. Wir sind ein zyklisches Unternehmen, das heißt Auf und Ab gehört zu unserem täglichen Brot. Wir werden nicht größenwahnsinnig, wenn es bergauf geht und werden nicht depressiv, wenn es bergab geht. Und momentan erfreuen wir uns eigentlich einer durchaus guten Zeit." Nachfolger wird Klaus Mader, derzeit CFO und Campbell MacPherson wird COO. SBO wandelt sich mit der Zeit. Wasserstoff rückt in den Fokus. "Unsere DNA wird sich ändern, von Öl und Gas auf Energy is our Business." Wasserstoff wird an Bedeutung gewinnen, wird Fahrt aufnehmen und "wir wollen da von Beginn an dabei sein."
10 Minuten
Ansätze von Gesprächen über den Verkauf von Warimpex-Hotels in Zentral- und Osteuropa (Schwerpunkt: Büroimmobilien) aufgrund des Krieges in der Ukraine und weniger Tourismus in Russland hätten sich nicht verdichtet. "Alles ist finanziert von russischen Banken, wir haben russische Mieter", sagt CEO Franz Jurkowitsch, der die Immobilien nicht als Mühlsteine betrachtet, sondern als Chancen. "Wir haben sehr viele Entwicklungsprojekte. Zwei in Krakau, wo wir für eines die Baugenehmigung dieses Jahr bekommen haben. Dort werden wir ein Co-Living-Konzept machen." Warum die Warimpex-Aktie? "Wir sind relativ stark abgewertet. Unsere Strategie: Wir haben gute Immobilien in guten Lagen, wir halten sie, bevor wir sie zu einem schlechten Preis verkaufen."
10 Minuten
Die Agrana Beteiligungs-AG setzt auf Vorschau und Risikomanagement in Zeiten höherer Volatilitäten, die ja insbesondere in der landwirtschaftlichen Produktion zu spüren sind. Dennoch hat Agrana einen Gewinn erwirtschaftet, der sich in der Aktie aber kaum widerspiegelt. CFO Stefan Büttner hält die Aktie auf der Wiener Gewinnmesse für unterbewertet: "Zucker ist momentan nicht das attraktivste Investment. Und auch die Nähe zum osteuropäischen Markt sowie die Liquidität spielen eine große Rolle."
6 Minuten
"Das Geschäft brummt trotz der globalen Eintrübungen im marktökonomischen und politischen Bereich sowohl im Heimmarkt Österreich als auch im Wachstumsmarkt Osteuropa", sagt Andreas Brandstetter, CEO der Uniqa AG. Auf der Gewinnmesse Wien betont er, wie wichtig das Ökosystem Gesundheit für das Versicherungsunternehmen ist. Darüber hinaus stellt er einen Blut- und Stuhltest für zu Hause vor, der einen Anreiz zur Selbstverantwortung und Vorsorge geben soll.
5 Minuten
"Wir sind immer noch im Ramp-Up. Corona ist vorbei, die Lieferkettenprobleme sind noch da. Der Trend geht zu langsam in die richtige Richtung", erklärt FACC-CFO Ales Starek auf der Gewinnmesse. Ebenso verhält es sich mit dem Steigflug des Unternehmens, wobei die Zahlen gut performen: deutliche Umsatz- und Ergebnissteigerung im 1. Halbjahr 2023. Das EBIT steigt von 6,1 Mio. auf 14,9 Mio. Euro. "Der Markt läuft, das Problem liegt auf der operativen Seite." FACC zählt zu den stärksten Marken Österreichs, trotzdem muss das Unternehmen im industriegeprägten Innviertel um Fachkräfte buhlen.
11 Minuten
Porr ist der älteste Titel an der Wiener Börse. Das traditionsreiche Unternehmen zeichnet heute verantwortlich für identitätsstiftende Bauwerke, Building Information Modelling, recycelte Baustoffe und tatkräftige Roboter. "Wir haben 30 Leute, die an Digitalisierung und Robotern auf der Baustelle arbeiten", so CFO Klemens Eiter auf der Gewinnmesse in Wien. Die Infrastruktur ist das Kerngeschäft (alleine in Deutschland gibt es 16.000 sanierungsbedürftige Autobahnbrücken, und in Polen und Rumänien wächst der Bedarf an Straßen und Bahnen). "Wir haben dort im Moment Wachstumsraten von 30 bis 40 Prozent." Ein großer Teil der Auftragspipeline stammt aus der Kreislaufwirtschaft. Gute Perspektiven, die sich jedoch nicht im Aktienkurs niederschlagen. "Leider werden wir an der Börse in die Kaste mit den Immobilien geschmissen ..."
8 Minuten
Es gibt genug zu tun und zu verdienen im wachsenden "Husten-, Schnupfen-, Heiserkeits- und Allergiemarkt". Und auch die Pandemien kommen und gehen. "Wir und unsere Produkte werden da sein", verspricht Andreas Grassauer, CEO der Marinomed Biotech AG, auf der Wiener Gewinnmesse. Eine neue Partnerschaft mit Procter & Gamble soll das Unternehmen in den USA größer machen, und auch in Japan und China möchte Marinomed alsbald Fuß fassen. Ein Wiedersehen gibt es mit dem Nice & Green Wandelanleihenprogramm: "Im Prinzip eine Kapitalerhöhung auf Zeit. Und ein Signal an potenzielle Verhandlungspartner."
6 Minuten
Stefan Dörfler (CFO Erste Group) spricht auf der Wiener Gewinnmesse über den Krieg in der Ukraine, der das Unternehmen wegen des osteuropäischen Geschäfts zumindest indirekt trifft, sowie über die KI-Sandbox. Eine ganz andere "Artificial-Geschichte" ist die Zinspolitik der Notenbanken. Dörfler bezweifelt, dass die EZB die Negativzinspolitik wiederholen wird. "Die große Frage wird sein, ob die höheren Zinsen zu höheren Kreditausfällen führen. Wir sehen das aufgrund unserer exzellenten Assetqualität weder heute noch für die Zukunft in größerem Ausmaß gegeben." Gute Nachrichten für die Anleger: ein Anstieg der Dividende ist in Sicht. Anfang übernächster Woche folgen die Q3-2023 Zahlen.
24 Minuten
"IPO Success Stories" – gemeinsam mit Trending Topics sprechen wir mit einigen der angesehensten und wichtigsten Unternehmerinnen und Unternehmern Österreichs über den Weg ihrer Firmen an die Börse. In dieser Ausgabe sprechen wir mit Andreas Grassauer, CEO und Mitgründer des Wiener BioTech-Unternehmens Marinomed. Seit 2019 an der Wiener Börse, hat sich das Biotech-Unternehmen stark entwickelt. Nach dem IPO gab es für Investoren bedeutende Teil-Exits, und zuletzt von wachsenden Umsätzen zu berichten. Die Themen: Gründungs-Story von Marinomed Umwandlung zur AG Wandelanleihe vor dem IPO Börsengang und der Ausbau danach Entscheidung für den Börseplatz Wien Teil-Exits für Investoren nach dem IPO Ausblick auf BioTech an der Börse Mehr Infos zur Aktie: https://www.wienerborse.at/aktien-prime-market/marinomed-biotech-ag-ATMARINOMED6/unternehmensprofil/ Weiter IPO Success Stories: https://www.wienerborse.at/listing/boersegang-ipo/success-stories/
12 Minuten
Corona, Krieg, Klima - die Flugbranche braucht eine Krisenbewältigungsstrategie. "Ich glaube, dass die Luftverkehrswirtschaft trotz aller Krisen wachsen wird", erklärt Günther Ofner, CFO Flughafen Wien, auf der Gewinnmesse. Erstmals seit Jahrzehnten ist das Unternehmen schuldenfrei. Das Geld wird in die Zukunft investiert. So startet der Flughafen Wien zum Beispiel ein großes Terminalentwicklungsprojekt, das die Reisenden nicht nur zum Fliegen, sondern auch zum Verweilen einladen soll.
7 Minuten
"Die Zinslandschaft hat sich verändert. Wir sind aufgefordert, spannende Sparprodukte anzubieten", so Dr. Georg Pölzl, CEO der Österreichischen Post, auf der Gewinnmesse in Wien. Bank- und Postgeschäfte können österreichische Kunden zum Beispiel auch in Tankstellen tätigen, wo Filialen der Bank 99 zu finden sind. "Wo Post drauf steht, da ist auch die Bank 99 drin. So werden wir den Kundenbedürfnissen gerecht." Seit 2011 ist das Unternehmen CO2-neutral, und das als erste Postgesellschaft weltweit.
8 Minuten
"Der Strom ist ein Schlüssel für die Dekarbonisierung", so Michael Strugl, CEO der Verbund AG, auf der Gewinnmesse in Wien. "Wenn wir die Klimazeile erreichen wollen, brauchen wir mehr grünen Strom." In den nächsten drei Jahren möchte das Unternehmen rund 4,6 Mrd. Euro in das Netz, die Wasserkraft sowie in Wind und Sonne investieren. "Die Unruhe auf den Energiemärkten ist das neue Normal", so Strugl, aber der größte Grünstromerzeuger Österreichs scheint bestens vorbereitet zu sein.
10 Minuten
Solide Zahlen und ein stabiles Glasfasernetz präsentiert die A1 Telekom Austria Group auf der Wiener Gewinnmesse. CEO Thomas Arnoldner: "Circa 4 % Service-Revenue-Wachstum im dritten Quartal mit einem leichten EBITDA-Anstieg." Der Gewinn fiel um rund 2 % auf 201 Mio. Euro. Die Abspaltung des A1-Turmgeschäftes EuroTeleSites AG verlief erfolgreich. "Das Funkturmgeschäft ist eher ein Immobiliengeschäftsmodell." Die österreichische Netzinfrastruktur funktioniert: "Mach deine Emails bis zur deutschen Grenze, dann lade dir alles runter, was du offline lesen kannst."
7 Minuten
Frequentis beliefert 150 Länder mit Flugsicherungssystemen und hat damit eine Exportquote von 98 %. "Die Infrastruktur muss immer laufen, egal wie viele Flugbewegungen in der Luft sind", so CEO Norbert Haslacher auf der Gewinnmesse in Wien. In Singapur und Hongkong entstehen neue Projekte. Alleine in Asien werden Hunderte von Millionen in neue Airports investiert. Zur Flugsicherung gehört auch die Verteidigung. Mit dem Sky Shield, einem europäischen Luftverteidigungssystem, stattet Frequentis die deutsche Bundeswehr aus. Angesichts des Krieges in der Ukraine und des Terrors im Nahen Osten leider kein Nischen-, sondern ein veritabler Wachstumsmarkt.