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Wiener Börse Podcast Archiv

698 Episoden
14 Minuten
2023 sollte das Comeback-Jahr werden für Lenzing, aber der Markt kam nicht zurück. Schon im September hatte Lenzing entsprechend informiert. "Die Lager unserer Kunden im Bekleidungsmarkt waren auch 2023 noch voll und leerten sich nur allmählich. Mit neuen Bestellungen hielten sie sich zurück, um nicht den gleichen Fehler zu machen, wie vorher." Jahreszahlen 2023: Umsatz geht leicht zurück auf 2,5 Mrd. Euro, EBITDA 303 Mio., das ist zwar eine deutliche Steigerung, allerdings drücken Abschreibungen das Ergebnis stark ins Minus. Unterm Strich steht ein Verlust von 593 Mio. Euro. Sielaff verweist auf erste Erfolge des Performance-Programmes. Außerdem ist Lenzing nach der Kapitalerhöhung von 400 Mio. Euro solide finanziert. "Die richtige Maßnahme, in richtiger Höhe zur richtigen Zeit." Trotzdem reduziert Lenzing auch Personalkosten und baut 500 Vollzeitstellen ab. Für 2024 erwartet Sielaff ein EBITDA über 2023. Der Start in das neue Jahr macht vorsichtig zuversichtlich. "Wir sind mit dem Absatz sehr einverstanden. Der Trend und die Tendenz gehen in die richtige Richtung. Das war schon mal ein guter Start ins Jahr."
13 Minuten
Mit einem Gewinn von rund 2,3 Mrd. Euro übertrifft Verbund 2023 seine eigene Prognose, der Umsatz lag bei 10,5 Mrd. Euro. Die Dividende wird um 40 % erhöht! CEO Michael Strugl: "Wir gehen davon aus, dass sich der Strombedarf massiv erhöhen wird über die nächsten Dekaden. Der Grund ist ganz einfach, die Dekarbonisierung aller Sektoren. Wenn in der Industrie dekarbonisiert wird, dann sehr stark durch Elektrifizierung. Wenn in der Mobilität dekarbonisiert wird, dann durch Elektromobilität. Wenn in der Raumwärme dekarbonisiert wird, dann durch Wärmepumpen. Das heißt, Strom ist ein Energieträger, der ein Schlüssel in der Dekarbonisierung ist und daher werden die Bedarfe massiv steigen. Wir gehen beispielsweise in Österreich aus von einer Verdoppelung der Menge, die gebraucht wird, bis zum Jahr 2040. Das heißt, es wird einen massiven Ausbau der Erzeugung geben, aber auch der Netze, sowohl der Verteilnetze als auch der Übertragungsnetze."
12 Minuten
Im Jahr 2023 verbesserte sich der bei der Österreichischen Post der Umsatz um rund 9 %. Dabei zeigte die Division Paket & Logistik einen starken Umsatzzuwachs von 16,6 % auf 1,42 Mrd. Euro. - Die Dividende steigt von 1,75 auf 1,78 Euro. Harald Hagenauer, IR: "Viele Investoren sind klassische Dividenden-Aktionäre und Dividenden-Fonds. Und das ist unser USP und das wollen wir liefern. Wir wollen ein berechenbarer Dividenden-Partner sein. - Mittelfristig ist der Ausbau des Elektrofuhrparks das Wichtigste. Wir wollen um die Ecke surren und nicht um die Ecke dieseln. - Die Marge im türkischen Paketmarkt (ist trotz hoher Inflation von 70 %) besser als die Marge in anderen Märkten, in denen wir pakettechnisch tätig sind. Walter Oblin, der jetzige CFO wird Generaldirektor Georg Pölzl, der in den Ruhestand geht, als CEO nachfolgen."
14 Minuten
773 Mio. Euro Ergebnis vor Steuern, ein Plus von knapp einem Drittel. Schaden-Kosten-Quote verbessert sich auf 92,6 %. Anleger bekommen 8 % mehr Dividende (1,40 Euro). CFRO Liane Hirner: "2023 wirklich ein gutes Jahr, obwohl die Schadenshöhe steigt aufgrund von Naturkatastrophen. Insbesondere in Österreich, Tschechien und Polen gab es Überschwemmungen." Als Grund für die größere Anzahl von Naturkatastrophen nennt Hirner den Klimawandel. Die Lebensversicherung profitiert von steigenden Zinsen und wird als Vorsorgeprodukt wieder attraktiver. Auch das Kapitalanlageergebnis entwickelt sich erfreulich und stieg um 250 Mio. Euro, hauptsächlich durch höhere Renditen aus Anleihen. Für die Zukunft ist Hirner zuversichtlich: "Wir sind wirklich in den richtigen Märkten tätig. Das bestätigt sich jetzt wieder einmal."
6 Minuten
Das Konzernergebnis bei Palfinger erhöht sich 2023 von 71 Mio. auf rund 108 Mio. Euro. Der Umsatz erreichte 2,45 Mrd. Euro. Felix Strohbichler CFO: "Natürlich ist die Konsequenz dieses Rekordjahr auch eine Rekorddividende, wir werden für das Jahr 2023 von 1,05 Euro schütten." Zuletzt zahlte Palfinger 77 Cent. 2027 soll ein Umsatz von 3,0 Mrd. Euro bei einer Ebit-Marge von 10 % ohne Übernahmen erreicht werden. In Kurzform bezeichnet man Palfinger gerne als Kranhersteller, das aber das Leistungsspektrum von Palfinger nicht richtig darstellt. Palfinger ist ein Experte für Lifting-Systeme, das sieht man zum Beispiel auch im kleinen und wichtigen Segment bei Kreuzfahrtschiffen, so Strohbichler. "Hier geht es nicht nur um Kräne, sondern auch um die großen Rettungsboote, um die Tender-Boote bei den Kreuzfahrtschiffen, auch das produziert Palfinger."
9 Minuten
Zitat Andreas Brandstetter, CEO Uniqa: "Die Entscheidung für Uniqa ist die Entscheidung für ein besseres Leben" Gilt das auch für die Aktionäre? 2023 erreichte der Versicherer 10 % höhere Prämien mit 7,2 Mrd. Das Ergebnis vor Steuern lag mit 426,4 Mio. Euro über den Erwartungen. (Vorjahr bei 272 Mio.). Zu dieser Verbesserung trugen alle Sparten der Versicherung bei. So legte die Schaden- und Unfallversicherung im Vergleich zum Vorjahr um 12,9 Prozent, die Krankenversicherung um 8,3 % und die Lebensversicherung um 14,2 % zu. Jetzt gibt es einen höheren Dividendenvorschlag. An ihre Aktionäre will die Uniqa Insurance Group AG für 2023 0,57 Euro je Aktie ausschütten.
12 Minuten
Die Light + Building ist die wichtigste Messe weltweit der Beleuchtungsindustrie. Zumtobel hat doch mit einem Rekord auf sich aufmerksam gemacht. Die Lichtdecke Cieluma ist mit 200 Quadratmetern die größte ihrer Art. CFO Thomas Erath gerät ins Schwärmen: "Wenn man hineinkommt, ist man schon richtig geflasht von der Riesendecke. Die ist einfach eine Attraktion hier auf der Messe. Man ist emotional berührt von verschiedenen Dingen, die man mit dieser Lichtdecke machen kann. Mit 45 Metern ist das wirklich eine Sensation!" Die Stimmung in der gesamten Branche allerdings deutlich eingetrübt. Das zeigt sich auch in den Zahlen nach drei Quartalen des Geschäftsjahres 2023/24 (endet am 30.4.). Die Zumtobel Group verzeichnet einen Umsatzrückgang von 8 % auf 840 Mio. Euro. Unterm Strich bleiben 21,4 Mio. Euro nach zuletzt 43,4 Mio. Euro. "Nach jeder Nacht kommt wieder ein Tag. Wir gehen davon aus, dass sich die wirtschaftliche Situation bald wieder einmal normalisieren wird."
13 Minuten
Seit 1. März gibt es eine wichtige Neuerung an der Wiener Börse: Österreichische Bundesanleihen sind wieder in fortlaufender Auktion verfügbar – transparent und tagesaktuell. Für gute Preise und die nötige Liquidität sorgen zwei sogenannte Market Maker: Erste Group und Raiffeisen Bank International. "Wir sind das Treasury der Republik mit einem Schuldenportfolio von 300 Mrd. Euro", so Markus Stix, Geschäftsführer der Österreichischen Bundesfinanzierungsagentur. Was macht österreichische Bundesanleihen auch für Privatanleger interessant? Zum einen die sehr hohe Sicherheit als Emittent. "Weil die Republik Österreich mit ihrem kompletten Vermögen hinter dieser Rückzahlung steht." Weiters attraktiv sind eine Vielzahl möglicher Laufzeiten von 1 bis 100 Jahre in Kombination mit aktuellen Verzinsungen zwischen 2,2 und 3,6 %. Plus: "Wir werden auch heuer wieder über 6 Mrd. EUR an grünen Finanzierungen tätigen, hier unterstützen die Investoren die grüne Transformation Österreichs."
15 Minuten
Es gibt wieder Zinsen! Und damit Alternativen zu Aktien: Anleihen sind auch für private Investoren interessant. Bundesanleihen spielen eine besondere Rolle. Bislang waren sie meist außerbörslich gehandelt und daher von Großinvestoren gezeichnet. Die beiden Market Maker Raiffeisen Bank International und Erste Group Bank sorgen in Österreich gemeinsam für Kapitalmarktfähigkeit und den besten Preis am Markt. "Wir stellen engstmögliche Preise für die Investoren", so Thomas Einramhof von der Erste Group. Was ist der Unterschied zum Aktienhandel? Michael Kuen (Raiffeisen Bank International): "Bei der Aktie gibt es eine ISIN pro Emittent, bei den Staatsanleihen betreuen wir 31."
13 Minuten
Sprechen wir über Geld. Über Ihr Geld. Genauer, wie legen Sie ihr Geld an? Sind Sie schon dabei bei Wertpapieren? Aktien, Fonds, Anleihen? Oder haben Sie das vor? Das wollte die Wiener Börse von Ihnen wissen, und hat gemeinsam mit der Industriellenvereinigung und dem Aktienforum das Aktienbarometer erstellt. Und das zum 2. Mal. Christoph Boschan, der CEO der Wien Prager Börsengruppe, stellt die erfreulichen Ergebnisse vor. "Wertpapiere sind in der Mitte der Bevölkerung angekommen", 27 % der Österreicher besitzen Wertpapiere, also deutlich mehr als 2 Mio. Favorisiert sind Investmentfonds und Aktien. Gibt es den "typischen" Anleger? "Ja. Und der ist tatsächlich männlich. Nur etwa die Hälfte der Anleger sind Frauen." Hat der Börsenchef Tipps für Einsteiger? "Finanzbildung, Finanzbildung, Finanzbildung! Das zahlt sich aus und ist der beste Anlegerschutz!"
15 Minuten
Günther Ofner, CFO der Flughafen Wien AG, kann sich nach einem starken Jahr 2023 den Seitenhieb kaum verkneifen. "Wir haben unsere Mitarbeiter bei Sicherheitskontrolle und Abfertigung nicht outgesourct wie andere, sondern mit dem Mittel der Kurzarbeit durch die Corona-Pandemie gebracht. Daher konnten wir sofort erfolgreich durchstarten und mussten nicht nach guten Mitarbeitern suchen." Im Geschäftsjahr 2023 ein Drittel mehr Umsatz, 50 % mehr Gewinn. Anleger bekommen 70 % mehr Dividende. "Damit ist Corona abgehakt!", auch wenn es bei Business und Cargo noch Luft nach oben gibt. Mit zahlreichen Projekten und Erweiterungen macht Ofner den Flughafen Wien (VIE) fit für die Zukunft. "Das alles ohne Schulden, alles bezahlen wir aus dem laufenden Cashflow. Wir wollen ein 5-Sterne-Flughafen werden!"
15 Minuten
"Ausnahmslos sehr zufrieden" ist der Wienerberger-CEO Heimo Scheuch mit dem zweitbesten Ergebnis in der Unternehmensgeschichte - und das trotz schwierigen Umfelds im Wohnungsneubau in Europa und Nordamerika. Das Geschäft der Wienerberger ist auch in rückläufigen Märkten stark geworden. Scheuch geht davon aus, dass das "sehr tiefe Niveau" beim Wohnungsneubau nicht länger andauern kann. Was die Zinsen angeht, erwartet Scheuch Pragmatismus statt Schockzustand: "Die Akteure wissen mit der Thematik umzugehen." Zudem sinkt das Inflationsniveau. Die Jahreszahlen 2023 im Überblick: Umsatz 4,2 Mrd. (Rückgang 15 %), operatives EBITDA 811 Mio. (Minus 20 %), Ergebnis nach Steuern 334 (Rückgang 40 %) und Free Cash Flow 257 Mio. (Rückgang 57 %).
21 Minuten
Wolfgang Matejkas österreichische "Aktie der Stunde": Das Catering-Unternehmen Do & Co war mit Top-Zahlen ein Höhepunkt vergangener Woche. Matejka spricht von einer "forefront of fun experience". Ein weiterer wichtiger Markt ist die Energiebranche, prominent vertreten durch OMV. Trump ist fast omnipräsent und greift bereits in die Weltpolitik ein - ohne überhaupt als Präsidentschaftskandidat aufgestellt zu sein. Trump, so Matejka, funktioniere wie Copy-and-Paste: "Das machen die Börsen akzentuiert. Ein spannendes Spiel, wie ein Boxkampf. Bleiben die Demokraten, dann bleibt Europa der Wurmfortsatz." Wie wichtig werden Rüstungsfirmen in den Depots? Wird Deutschland deindustrialisiert? Matejka warnt: "Mehr als 50 % der Wirtschaftsleistung besteht in Deutschland aus Bürokratie."
18 Minuten
"Trotz unserer Abspaltung hat sich der Aktienkurs von A1 weiterentwickelt", so Telesites-CFO Lars Mosdorf, "die Marktkapitalisierung bei A1 ist um eine Milliarde gestiegen." Die EuroTeleSites AG befindet sich nach dem Börsengang im letzten Jahr nun vor dem ersten vollständigen Geschäftsjahr. Der drittgrößte börsennotierte Funkturmbetreiber Europas freut sich über einen Umsatz von 72 Mio. Euro mit einem EBITDA von 40 Mio. Unterm Strich: 7,9 Mio. Euro. Für das Geschäftsjahr 2024 gibt Mosdorf diese Marschrichtung aus: "Wollen A1-Wachstum mitnehmen. So werden wir den 5G-Ausbau fortsetzen. Und 20 % unserer Umsätze fließen in Zukunftsprojekte."
17 Minuten
Deutlich mehr Umsatz und Gewinn im Jahr 2023, Anleger bekommen 12 % mehr Dividende, dazu die Wertsteigerung nach dem Börsengang des Towergeschäftes. Umsatz steigt 5 % auf 5,3 Mrd. Euro, EBITDA 1,9 Mrd. Euro. Unterm Strich bleiben 646 Mio. oder knapp 13 % Marge. Deputy CEO Thomas Arnoldner ist zufrieden und sieht auch im laufenden Jahr gutes Wachstum. "Wir sind in sieben Märkten tätig und können noch viel mehr an Aktivitäten bündeln. Es gibt immer noch viele Dinge, die wir siebenmal machen, anstatt einmal. An Herausforderungen wird es auch im Jahr 2024 nicht fehlen, und wir sind sehr gut gerüstet." Das Turmgeschäft an die Börse zu bringen, war die richtige Entscheidung. "In Summe sind beide Unternehmen jetzt mehr wert als davor." Anleger bekommen 36 Cent Dividende, nach zuletzt 32 Cent. "In Summe eine sehr attraktive Kombination aus solider Dividendenrendite und einer Bewertung des Unternehmens, die viele Analysten als sehr attraktiv ansehen."