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Wiener Börse Podcast Archiv

698 Episoden
10 Minuten
"Das Geschäftsjahr 2023-2024 war schwierig", sagt Thomas Erath, CFO der Zumtobel-Gruppe, "die Lichtbranche hängt an der Baukonjunktur. Und hohe Zinsen sind Gift für die Bauwirtschaft." Das hatte bereits nach dem ersten Quartal zu einer Gewinnwarnung geführt. Letztendlich war das "Lichtgeschäft" relativ zufriedenstellend; Probleme gab es im Bereich "Komponenten". Für Zumtobel bedeutet das: 7 % weniger Umsatz, ein Drittel weniger Ebit, unterm Strich fast schon magere 25 Mio. Euro. Das Geschäft hat sich bereits stabilisiert. "Bald ist Jetzt! Wir erwarten im laufenden Geschäftsjahr leichten Rückenwind, aber keinen Jetstream." Neue Märkte wie IoT und Datenschatz zeigen Potenzial, sind aber noch nicht entwickelt. "Man hat uns schon als die Google des Lichts bezeichnet." Trotz der gedimmten Zahlen bekommen Anleger eine Dividende von 25 ct (nach 40 ct). "Wir sind solide finanziert und können uns diese Dividende auch leisten."
15 Minuten
Von Fälschungsdetektiven zu Händlern von Luxusuhren: Die beiden Vorstände Leon Schelske und Robin Haas haben ihr Münchner Unternehmen MWB Watches nun an die Wiener Börse gebracht. Was macht eine Luxusuhr als Anlageobjekt so interessant? Robin Haas: "Wenn man sich Uhren auf lange Sicht anschaut, dann haben sie so gut wie alles übertroffen. Sie sind wahnsinnig wertbeständig." CEO Leon Schelske: "Wir sind die Anlaufstelle für das gesamte Thema rund um die Uhr bei An- und Verkauf." Der Umsatz verdoppelte sich auf 10 Mio. Euro im Jahr 2023. Wie genau verdient MWB Geld? "Ein Großteil liegt im Kommissionsgeschäft und bei den Suchaufträgen." Das Unternehmen generiert ebenso Geld mit Reparaturaufträgen und Keramikversiegelungen. Der Gang an die Wiener Börse im Segment direct market plus zum 1. Juli 2024 bringt Cash für weitere Investitionen (Marketing, IT, z.B. KI-Erkennung von Fälschungen). "Wir rechnen damit, auch weiter profitabel zu sein."
6 Minuten
Cleared for Takeoff am Flughafen Wien. Die Passagierzahlen liegen bereits wieder im Bereich von vor der Corona-Krise. CFO Günther Ofner: "Möglicherweise erreichen wir das Rekordniveau schon in diesem Jahr. Geplant ist es für 2025." Rückenwind kommt von der Tourismusindustrie. "Umfragen zeigen, dass 2024 eines der besten Reisejahre Österreichs wird." Noch spürt Ofner in den Zahlen die Auswirkungen der Kriege in Nahost und in der Ukraine. Auch die zögerliche Rückkehr des chinesischen Marktes schlägt sich nieder. Für die Jury des Wiener Börse Preises ist der Flughafen Wien „MidCap of the Year.“ Und ganz nebenbei feiert VIE ein kleines Jubiläum: 5 Jahre erfolgreiche Digitalisierung mit Plug & Play
4 Minuten
Die Post ist da beim Wiener Börse Preis 2024! "Palais Niederösterreich, Herrengasse, mitten in der Stadt. Einer der schönsten Plätze in Wien - obwohl Wien viele schöne Ecken hat." Georg Pölzl, CEO Österreichische Post, spricht über die Postwelt, die sich drastisch verändert hat. Pölzl überrascht etwas, wenn er sagt: "Unser größtes und profitabelstes Geschäft ist nach wie vor das Briefgeschäft. Ein Ausnahmefall im internationalen Konzert." Das Paketgeschäft ist Wachstumsgeschäft. Ebenso "hochprofitabel" läuft es für das Unternehmen mittlerweile in der Türkei.
7 Minuten
"Die Palfinger ist eine echte Wachstumsstory", sagt Fritz Mostböck, der Chefanalyst der Erste Group Bank. Er belegt diese Aussage mit Zahlen aus den vergangenen 25 Jahren seit dem Börsengang. Umsatz 900 % gestiegen, Mitarbeiter 800 %, Ergebnis 550 %, Dividende 650 %, Kurs 460 %. "Damit kommt Palfinger auf einen Total Return von 7,8 % - das schlägt alles!" Beim Wiener Börsenpreis holt sich Palfinger den 3. Platz in der Mid-Cap-Kategorie. Unternehmenssprecher Hannes Roither: "Diese Auszeichnung freut uns sehr, Analysten und Investoren honorieren unsere Arbeit." Die Zahlen für das Q2 / 24 liegen zwar noch nicht vor, aber Roither ist zuversichtlich. "2024 wird wahrscheinlich das zweitbeste Jahr der Firmengeschichte."
20 Minuten
"Und der Mensch heißt Mensch, weil er vergisst, weil er verdrängt" … Börsencrash 1987, Mauerfall, zweiter Golfkrieg, Dotcom-Blase, Finanzkrise, Pandemie, Kriege in Osteuropa und im Nahen Osten … das Börsenleben des selbst ernannten "Contrarian" Herbert Schmarl von Erste Asset Management ist auch geschichtlich betrachtet äußerst spannend - und soll mit seiner Pensionierung in vier Monaten noch lange nicht enden: "Ich bleibe dem Markt erhalten." (Gefühlte) Krisen und noch tiefere Tiefpunkte … entscheidend sind die Ergebnisse in den Unternehmen. "Und die Erwartung, dass die Zinsen in den nächsten Jahren nur noch eine Richtung kennen. Der Contrarian würde jetzt sagen: Verkaufen." Seinen Nachfolgern unter den Fondsmanagern rät Schmarl zu mehr Gelassenheit und Meinungsstärke: "Schaut euch auch die Börsenhistorie und die relativen Bewertungen von Assetklassen an."
5 Minuten
Die A1 Telekom Austria AG gewinnt gemeinsam mit Lenzing und Erste Group den diesjährigen VÖNIX-Nachhaltigkeitspreis im Wiener Palais Niederösterreich. "Der Nachhaltigkeitspreis ist mit Sicherheit der nachhaltigste", so stellv. CEO Thomas Arnoldner. Das erste Quartal im Jahr Eins nach dem Verkauf des Turmgeschäfts verlief trotz steigender Personalkosten solide. Die Abspaltung der Telekom-Funkturmtochter EuroTeleSites war ein richtiges Brett. "Es gibt durchaus ein paar weitere Bretter, an denen wir arbeiten. Das Wichtigste aber ist, dass wir in unserem Kerngeschäft gut performen. Alles andere ist Kategorie Sahnehäubchen."
4 Minuten
Auch Wien wurde nicht an einem Tag erbaut, aber viele Bauwerke in der österreichischen Hauptstadt stammen zweifelsfrei von der Porr AG. Das Traditionsunternehmen hat den Kaiser und beide Weltkriege überlebt. Keine Atempause, Geschichte wird auch weiterhin gemacht, es geht voran. CEO und Mehrheitseigentümer Karl-Heinz Strauss im Palais Niederösterreich: "Es gibt Baustellen quer durch Europa: Wir machen zum Beispiel den Brennerbasistunnel, Pumpspeicherkraftwerke und das erste Nordseekabel Richtung Bayern. Ich liebe alle Baustellen. Ich genieße sie wirklich dann, wenn ich mit meinen Porrianern über jede Baustelle gehen und ich in stolze Gesichter schauen kann."
7 Minuten
Gute Stimmung allerorten, und nicht zuletzt im Palais Niederösterreich, wo auch in diesem Jahr der Wiener Börse Preis verliehen wurde. Mit dabei: Christoph Boschan, CEO der Wien Prager Börsengruppe. "Der ATX hat derzeit eine Dividendenrendite um die 6 %. Österreich war schon immer ein eher moderat bewerteter Markt, ist aber jetzt im Konzert der Märkte besonders interessant." Ebenso bei den Anlegern: "Jeder vierte Österreicher besitzt mittlerweile Aktien." Und das trotz rekordverdächtiger Kapitalertragssteuer.
4 Minuten
Jurymitglied Alois Wögerbauer (3 Banken Generali) über die Gewinner beim heurigen Wiener Börse Preis. "Das Gesamtbild ist klarerweise stimmig." Hier ein Auszug der Sieger im Palais Niederösterreich: ATX-Preis - 1. Platz: Erste Group Bank AG. 2. Platz: Wienerberger AG. 3. Platz: CA Immobilien Anlagen AG. Mid Cap-Preis: 1. Platz: Flughafen Wien AG. 2. Platz: STRABAG SE. 3. Platz: Palfinger AG. "Wien ist ein schöner Markt", so Wögerbauer, "aber im globalen Kontext haben wir in Österreich überwiegend Mid-Caps." Entscheidender als die Marktkapitalisierung sei der Streubesitz.
5 Minuten
Die Erste Group Bank AG ist der Gewinner des Abends beim Wiener Börse Preis und gewinnt den ATX-, Journalisten- und Nachhaltigkeits-Preis. Weitere Auszeichnungen gingen an die Wienerberger AG (Corporate Bond-Preis) und an die Flughafen Wien AG (1. Platz bei Mid Cap-Preis). Erste-CEO Willibald Cernko im Palais Niederösterreich in der Herrengasse: "Wir haben seit dem IPO voll auf die Wachstumsregion Zentral- und Osteuropa gesetzt. Als ausländischer Investor sind wir willkommen. Banking of the future is digital, aber der Mensch wird trotzdem den Unterschied machen." Cernko hofft auf viele Übernahmemeldungen in den nächsten 25 Jahren.
13 Minuten
UBM Development will 2025 wieder in die Gewinnzone kommen. UBM Development meldet für das Q1/2023 einen Verlust. Das Periodenergebnis liegt bei 8 Mio. Euro nach einem Gewinn von 0,9 Mio. Euro im Vorjahresquartal. Der Umsatz stieg von 17,9 Mio. Euro auf 20,4 Mio. Euro. CEO Thomas Winkler UMB: "Wir haben auch im Wohnungsverkauf eine erhebliche Steigerung, mehr als eine Verdoppelung der Verkaufszahlen im 1. Quartal gesehen. Liquidität geht vor Profitabilität – davon gehe ich aus, wird die vorherrschende Überschrift für 2024 sein. Sie haben ja heute die schwierige Entscheidung zu treffen, um Ihre Liquidität sicherzustellen, zu welchem Preis Sie bereit sind, auch Transaktionen abzuschließen. Dabei ist der Buchwert die maßgebliche Größe, die bestimmt, ob Sie ausschließlich über dem Buchwert verkaufen möchten, um einen Gewinn zu erzielen, oder ob Sie auch bereit wären, zum Buchwert oder sogar darunter zu verkaufen. Und wir haben uns eben jetzt mit den Verkaufserfolgen im ersten Quartal am Buchwert orientiert und konnten damit auch einiges an Liquidität generieren."
18 Minuten
Der KI-Konzern Nvidia übertrifft wieder einmal die Erwartungen, die Aktie notiert auf Rekordniveau. Was sind denn die Begleitinstrumente für diesen KI-Boom? Wolfgang Matejka: "KI-Chips verbrauchen zehnmal mehr Strom als normale Chips. Eine Aktie, die davon profitieren wird, ist Verbund. Andritz ist diesbezüglich ein Anlagenbauer der edlen Art. Das OMV-Problem: Der Import des russischen Gases wird massiv abnehmen. Besonders kommt der Rat wegen der Sanktionen von den USA, die den Advice geben: hört auf damit! Was ebenfalls zuletzt den Deal mit Raiffeisen und Strabag ins Schaufenster stellt. - Zwei Aktien, die positiv auffallen, sind AMAG und Frequentis. Die Frequentis bekommt Aufträge von Kunden, wo du dir denkst, unglaublich. Also wenn die amerikanische Flugsicherung beispielsweise einer österreichischen Firma den Auftrag gibt, das gesamte amerikanische Flugnetz neu zu adaptieren und auf neuen Standards zu setzen, dann ist das ein Adelsprädikat, das du normalerweise nur einer heimischen Firma übergibst."
15 Minuten
Uniqas CEO Andreas Brandstetter macht mit uns in diesem Podcast ein "Teach-in" zu IFRS 9/17: "Es sind drei große Neuigkeiten. Ich beginne mit der Bad News. Die Bad News für Investoren ist, dass entgegen den ursprünglichen Hoffnungen die Performance von in den P&A der Versicherungen derzeit, ich betone derzeit, noch wieder finden. Wir hoffen, dass das im Laufe der nächsten Jahre sich besser wird, damit Investoren und Analysten eine bessere Vergleichbarkeit hier erhalten. Das Zweite, das ist gut für Investoren, für Analysten, aber auch für das Management. Wir sind gezwungen, die künftige Ertragsfähigkeit der Geschäftssegmente in allen Bereichen besser abzuschätzen und uns mehr um das eigene Versicherungsportfolio zu kümmern. Das ist eine gute Nachricht. Und die dritte Message bei den Kapitalanlagen ist der Fair Value Approach, der sozusagen jeweils relevante, zum Bilanzstichtag relevante Marktwert, auch etwas, was viel stärker in die P&L einfließt. Also insgesamt finden Sie mich immer noch positiv für IFRS 9/17. Wenn auch der erste Punkt, den ich erwähnt hatte, im Laufe der nächsten Jahre geklärt wird, nämlich die Harmonisierung über ganz Europa oder die ganze Welt hinweg. Was heißt geklärt wird: nämlich die Harmonisierung über ganz Europa oder die ganze Welt hinweg." Gute Q1-Zahlen 2024: Wenig Schäden, Umsatz +14 % 1,6 Mrd. Euro. Das Ergebnis vor Steuern +17 %. Das Konzernergebnis erhöhte sich um 5 % auf 107 Millionen Euro.
14 Minuten
"Der negative Trend wurde gestoppt." Polytec spricht im 1. Quartal 2024 von einer "Bodenbildung": Der Konzernumsatz betrug 172,3 Mio. Euro (Q1 2023: 167,8 Mio.), das Ergebnis nach Steuern -1,4 Mio. Euro (Q1 2023: -1,3 Mio.), das EBIT ist wieder positiv und betrug 1,4 Mio. Euro. (Q1 2023: 0,2 Mio.). CEO und COO Markus Huemer: "Es ist generell in der Industrie, dass die Vorhersehbarkeit der Umsätze sehr, sehr schwierig ist. Es hat sich das Gesamtniveau etwas stabilisiert, was aber unberechenbar ist, ist die Verteilung der Umsätze. Und was wir jetzt gerade sehen, ist eine deutliche Untererfüllung in der Elektromobilität, also sehr, sehr deutlich! Gleichzeitig gibt es einige Verbrenner, die wieder sehr gut laufen. Es gibt eine deutliche Verschiebung zwischen an Antriebsarten. Die Elektromobilität erfüllt die Erwartungen momentan bei weitem nicht."