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Wiener Börse Podcast Archiv

698 Episoden
16 Minuten
Florian Heindl, der neue CFO der FACC AG, besucht Airbus, den wichtigsten Kunden des Unternehmens. "Die Wahrheit liegt in der Brieftasche", betont Heindl und hebt die Notwendigkeit hervor, effizienter zu werden und Kosten im Griff zu behalten. Die FACC liefert seit über 30 Jahren Flugzeugteile wie Sharklets an Airbus und feiert die Auslieferung des 2000. Airbus-Flugzeugs mit FACC-Komponenten als Meilenstein.Florian Heindl konzentriert sich auf Kostenkontrolle und die Verbesserung der Liquidität. "Wachstum werden wir haben", sagt Heindl, "müssen aber aufpassen, dass uns die Kosten nicht davonlaufen." Eine Taskforce soll Prozesse optimieren und den Cashflow verbessern, um blockierte Liquidität freizusetzen. Trotz 25 % Umsatzwachstum und 50 % Ergebnisanstieg im ersten Halbjahr bleibt der Jahresausblick stabil. Die FACC setzt auf die zivile Luftfahrt und erweitert ihre Produktion nach Kroatien, um Kosten zu senken. Die Botschaft: FACC zielt durch Effizienz und strategische Expansion auf nachhaltiges Wachstum in der zivilen Luftfahrt.
14 Minuten
Nur ein Krieg macht Sinn. Der gegen den Klimawandel. Deshalb geht UNIQA seit Juli den Weg des ESG-Beratungshauses mit Sustainable Business Solutions und möchte die eigene Wertschöpfungskette entsprechend ausdehnen. "Wachstum ist möglich." Warum nicht in Bosnien-Herzegowina? "Osteuropa zieht deutlich kräftiger an als Österreich", so Uniqa-CEO Andreas Brandstetter, der zurzeit in Sarajevo weilt. Bei der Gesundheitsvorsorge (Corporate Health) wächst die Ukraine am stärksten. "Das zeigt auch, wie Osteuropa generell mit Krisen umgeht." Zu den H1-Zahlen: Das Ergebnis vor Steuern steigt um fast 20 % auf gerundete 277 Mio. Euro. Die Prämien klettern auf über 4 Mrd. Euro. Ein starkes Wachstum mit über 10 % verzeichnet das Unternehmen im Bereich der Schaden- und Unfallversicherungen sowie Krankenversicherung.
17 Minuten
Frequentis AG, ein Wiener Hightech-Unternehmen und Global Player für Flugsicherungssysteme und Software für Sicherheitsbehörden, verzeichnete im ersten Halbjahr 2024 einen Anstieg von 10 % beim Auftragseingang und Umsatz. Erfreulich auch der Auftragsbestand mit einem Plus von fast 20 %. CEO Norbert Haslacher: "Wir wachsen in allen Bereichen und in allen Regionen. Wir hatten ein sehr gutes Jahr 2023. Den Weg konnten wir auch im ersten Halbjahr 2024 fortsetzen." Das Ergebnis ist wie erwartet rückläufig - typisch für Frequentis. "Das ist aufgrund der Saisonalität im Public Sector. Wir zeigen bis zur Kundenabnahme nur Kosten. Die Projekte werden im zweiten Halbjahr abgeschlossen. Dann erst fließt Umsatz. An unserer Guidance für 2024 hat sich aber nichts geändert." Außerdem hat Frequentis kürzlich die österreichische Firma Groiss Informatics erworben, um deren Workflow-Management-Tool in die eigenen Produkte zu integrieren. Darüber hinaus gibt es eine neue Partnerschaft mit der neuseeländischen Firma Tate, um im öffentlichen Sicherheitsbereich in den USA Fuß zu fassen, da dort das Vertriebsmodell anders als in Europa ist.
16 Minuten
Ob Elektromobilität oder Verbrenner: die Polytec Group kann mit beiden Antriebsformen gut leben, wünscht sich aber mehr Planbarkeit. CEO Markus Huemer: "Der Trend bei den Nutzfahrzeugen ist rückläufig, gut hingegen läuft es bei Smart Plastics (intelligente Kunststofflösungen). Das kompensiert das eine oder andere aus dem Automotive-Geschäft." Das Q1 hatte den Turnaround gebracht für Polytec - das Q2 hat diesen bestätigt. Auf Jahressicht will Polytec wieder profitabel sein, auch unterm Strich. Der Konzernumsatz steigt in H1 um 3 % auf 349,6 Mio. Das EBIT kletterte auf 3,5 Mio. Euro. Der Gesamtverlust reduziert sich auf 2,7 Mio. "Mit einem negativen Nettoergebnis können wir nicht zufrieden sein", so Huemer, "die Planbarkeit in einem hohen Zinsumfeld macht uns Kopfzerbrechen."
9 Minuten
Harald Hagenauer, Head of Investor Relations der Österreichischen Post, über Georg Pölzl, der nach 15 Jahren als CEO in den Ruhestand. "Er hat eine große Transformation vom Briefgeschäft hin zum lukrativen Paketgeschäft vorangetrieben." Trotz Inflationsherausforderungen verzeichnete die Post im zweiten Quartal 2024 das beste Quartal ihrer Geschichte, begünstigt durch die Europawahlen und die steigende Briefwahl-Nachfrage. Hagenauer betont, dass Preisanpassungen nötig sind, um wettbewerbsfähig zu bleiben. Die Diskussion dreht sich um Herausforderungen bei der Briefwahl, die Inflation in der Türkei und die Dominanz von Online-Händlern wie Amazon auf dem österreichischen Paketmarkt. Mit Walter Oblin als neuem CEO wird Stabilität signalisiert, das Geschäftsmodell bleibt weitgehend unverändert. Investoren können weiterhin auf attraktive Dividenden setzen. "Der neue CEO wird Zeit benötigen, seine Strategie zu schärfen, die Grundausrichtung bleibt jedoch bestehen."
28 Minuten
IPO Spotlight – gemeinsam mit Trending Topics beleuchten wir das Thema Börsengang aus unterschiedlichen Perspektiven. Investorinnen und Investoren, Unternehmen und Kapitalmarkt-Profis sprechen über ihre jeweiligen Motive, Erwartungen und Entscheidungskriterien, die ersten Schritte der Vorbereitung sowie Erfolgsfaktoren des Börsengangs. In dieser Ausgabe begrüßen wir Dr. Martin Steinbach, Head of IPO and Listing Services beim Unternehmensberater EY in Deutschland. Mit ihm sprechen wir darüber, was es braucht, um an die Börse zu gehen und wie echte „IPO-Readniness“ aussieht. Die Themen: EY Listing Service vs. Investment-Banken Welche Eigenschaften (Größe, Strategie, Industrie) ein Unternehmen idealerweise zum IPO mitbringt Die Auswahl des Börsenplatzes IPO Fenster Rolle des EY Listing Services nach dem IPO technologische Entwicklungen des IPO-Prozess regulatorische Herausforderungen Nachhaltigkeit und ESG-Kriterien Risiken minimieren Trends für die IPO-Märkte Mehr zum Thema Börsengang und Listing an der Wiener Börse: https://www.wienerborse.at/listing/boersegang-ipo/ https://www.wienerborse.at/ipo-spotlight/
11 Minuten
Beim Wiener Börse Preis im Juni hatte Palfinger gepunktet. 3. Platz in der Mid-Cap-Kategorie. Fritz Mostböck, der Chefanalyst der Erste Group Bank. Sprach begeistert von der "echten Wachstumsstory Palfinger". Sprecher Hannes Roiter deutete an, 2024 könnte das zweitbeste Jahr für Palfinger werden. Jetzt sind die HJ Zahlen da: Starkes erstes Halbjahr: Umsatz: EUR 1.175,4 Mio., EBIT: EUR 112,2 Mio. - und eine sehr gute EBIT-Marge von 9,5 %. CFO Felix Strohbichler: "Wir werden dieses Rekordniveau nicht über das ganze Jahr halten können. Aber wir gehen davon aus, dass wir 2024 als zweitbestes Jahr für Palfinger abliefern, was das EBIT betrifft." Weltweit läuft es, mit Abstrichen in Europa und China, insbesondere wegen einer schwachen Baukonjunktur: "Kapazitätsanpassungen sind notwendig." In Spanien hingegen baut das Unternehmen die Profitabilität aus.
12 Minuten
Keine Vernichtungsanlagen für Müll ohne nachhaltigen Nutzen - also TURN WASTE INTO ENERGY. Die VAS Holding baut Anlagen, beginnend bei der Konzeptionierung bis zur schlüsselfertigen Fertigstellung. Das Kern-Know-how liegt in der Verbrennung und in der Abgastechnologie. "Eine saubere Energieerzeugung beginnt schon in der Verbrennung", so Lukas Thurner, CEO der VAS Holding. Auf der Hauptversammlung Anfang Juli 2024 wurde beschlossen, die Ausschüttungsquote zu erhöhen (0,06 Euro). "Beinahe 90 % des entsprechenden Bilanzgewinnes können über die Dividende ausbezahlt werden." Die Auftragsbücher innerhalb der AG sind voll.
24 Minuten
IPO Spotlight – gemeinsam mit Trending Topics beleuchten wir das Thema Börsengang aus unterschielichen Perspektiven. Investorinnen und Investoren, Unternehmen und Kapitalmarkt-Profis sprechen über ihre jeweiligen Motive, Erwartungen und Entscheidungskriterien, die ersten Schritte der Vorbereitung, sowie Erfolgsfaktoren des Börsengangs. In dieser Ausgabe begrüßen wir CFO Philipp Lobnig und Patrick Freier, Director Corporate Investments, die beim oberösterreichischen Scale-up neoom in Sachen Finanzen und Investoren die Hebel in der Hand haben. neoom, das ist das CleanTech-Scale-up, das als potenzieller Kandidat für einen IPO gilt. Die Themen: - Die 4 Säulen des neoom Geschäftsmodelle - Finanzierungslösungen für PV-Anlagen und Co. - Eigenkapital vs. Fremdkapital - Die Exit-Frage und die IPO-Möglichkeit - Anforderungen an den Börsenplatz - Vorteile der Wiener Börse - Vorbereitung für den IPO - Ausbaupläne bis 2030 Mehr zum Thema Börsengang und Listing an der Wiener Börse: https://www.wienerborse.at/listing/boersegang-ipo/ https://www.wienerborse.at/ipo-spotlight/
22 Minuten
IPO Spotlight – gemeinsam mit Trending Topics beleuchten wir das Thema Börsengang aus unterschiedlichen Perspektiven. Investorinnen und Investoren, Unternehmen und Kapitalmarkt-Profis sprechen über ihre jeweiligen Motive, Erwartungen und Entscheidungskriterien, die ersten Schritte der Vorbereitung sowie Erfolgsfaktoren des Börsengangs. In dieser Ausgabe begrüßen wir Julia Reilinger, Geschäftsführerin der B&C Innovation Investments. Dabei handelt es sich um den Venture-Arm der B&C-Gruppe, der Beteiligungen an IndustrialTech-Scale-ups macht und unter anderem neoom, TTTech, ParityQC oder Trilite im Portfolio hat. Die Themen: - Zum Stand der Startup-, Scale-up- und Tech-Märkte - IndustrialTech & die Investment-Strategie - Voraussetzungen für Scale-ups - Portfolio-Scale-ups am Weg an die Börse - IPO-Fenster - Kapitalmarkt & Wirtschaftsstandort - Zukunft des österreichischen IPO-Geschehens Mehr zum Thema Börsengang und Listing an der Wiener Börse: https://www.wienerborse.at/listing/boersegang-ipo/
14 Minuten
Thomas Arnoldner, Deputy CEO der Telekom Austria AG, äußert sich zufrieden mit dem zweiten Quartal. Der Umsatz steigt zwar nur leicht, das EBITDA dagegen mit knapp 4 % deutlicher. Der Nettogewinn allerdings geht zurück. "Das Netto-Ergebnis ist sehr stark getrieben durch Änderungen in den Abschreibungen, die sich aufgrund der Abspaltung der Funktürme ergeben haben." Trotz Herausforderungen aufgrund der Inflation und Abschreibungen verzeichnete A1 Telekom Austria Wachstum im Service-Umsatz und beim Free Cashflow. Der Free Cashflow stieg um 42 % aufgrund geringerer Capex und besserer operativer Performance. In Österreich konnten sowohl die Kundenzahlen als auch der Revenue Market Share im Festnetz und Mobilfunk gesteigert werden. Der österreichische Markt ist gekennzeichnet durch einen Verdrängungswettbewerb, aber es gibt weiterhin steigenden Bedarf an Bandbreite, Datenvolumen und neuen Dienstleistungen. Den Jahresausblick bestätigt Arnoldner mit einem Umsatzwachstum von 3- 4 %, Capex von rund 800 Mio. Euro.
12 Minuten
"Die Märkte sind jetzt in einer gesunden Konsolidierungsphase nach einem starken ersten Halbjahr", sagt Fondsmanager Alois Wögerbauer von der 3-Banken-Generali in Linz. Das Sommerloch steht bevor, aber die langfristige Aussicht bleibt stabil. Die bevorstehende Gewinnberichtssaison wird wichtig sein, insbesondere für große Unternehmen wie Microsoft, Apple, Amazon und Nvidia. "Egal, was die Berichtsaison bringen wird, der strategische Aktienblick ist nach wie vor intakt! Es liegt unglaublich viel Geld am Rand, das investiert werden möchte." Es wird immer noch über Rezessionen geredet, die aber nicht stattfinden. "Die Weltwirtschaft wächst stabil. Was in Österreich und Deutschland passiert, ist für die Weltwirtschaft völlig unerheblich und auch für die Geldanlage." Weiter ein global ausgerichtetes Aktienportfolio mit Schwerpunkt USA. "Auch im Bereich der Unternehmensanleihen gab und gibt es interessante Möglichkeiten."
12 Minuten
Eher bitter als süß, die Q1-Bilanz bei Agrana (1. März - 31. Mai 2024). Zu viel Zucker aus der Ukraine drücken die Preise. Das drückt den Gewinn von Agrana im 1. Quartal 24/25. Das Ebit halbierte sich fast auf 32 Mio. Euro und das Konzernergebnis lag bei 16,1 Mio. Euro (-57,6 %; Vorjahr: 38,0 Mio.Euro). CEO Stephan Büttner: "Es wird ein herausforderndes Jahr werden. Wir brauchen aber auch nicht in eine Weltuntergangsstimmung zu verfallen. Also, wir haben die Dinge, glaube ich, gut im Griff. Wir werden dieses Jahr auch dafür nutzen, um unsere Hausaufgaben zu machen, an unserer Konzernstrategie weiterzuarbeiten und uns für die Zukunft gut aufzustellen. Zucker wird sicher das herausforderndste Segment sein in diesem Jahr. Aber in Summe denke ich schon, dass wir die Ziele, die wir uns gesetzt haben, dann auch erreichen werden."
21 Minuten
Der VÖNIX Nachhaltigkeitsindex ist seit fast 20 Jahren die Benchmark des österreichischen Aktienmarktes. Da die Nachhaltigkeit "ein dynamisches Gebilde" ist, ist die Messbarkeit schwierig, aber nicht unmöglich. "Das objektive Maß gibt es jedoch nicht", so Reinhard Friesenbichler. Der Gründer der rfu research GmbH setzt auf Vielfalt statt Standards, wobei die ESG-Kriterien für ihn noch immer das "klassische Konzept" darstellen. "Als Kapitalmarktakteur kommt man daran nicht mehr vorbei. Aber es gibt noch modische Überlagerungen." Vielleicht ist Katjes in diesem Zusammenhang ein gutes Beispiel: Der BGH prüft derzeit, ob das Süßwarenunternehmen tatsächlich klimaneutral produziert. "Die Nachhaltigkeit ist mittlerweile ein anerkannter ökonomischer Erfolgsfaktor."
17 Minuten
Unabhängig und stabil: "Die österreichischen Unternehmen behaupten sich im globalen Markt teilweise ausgezeichnet", sagt Fondsmanager Wolfgang Matejka und nennt Beispiele, "FACC, Andritz oder die Addiko Bank sind in ihren Nischen jeweils hervorragend positioniert." Die Unabhängigkeit und Fokussierung auf eigene Strategien werden als Erfolgsfaktoren hervorgehoben. "Die Gemeinsamkeit der Unternehmen in Österreich besteht darin, dass sie unabhängig agieren und sich auf ihre eigene Geschäftsstrategie konzentrieren, ohne sich von externen Einflüssen leiten zu lassen." Die Wirtschaft und Industrie passen sich Krisen an, lernen daraus und handeln eigen initiativ. "Politiker halten oft nicht ihre Versprechen, deshalb übernehmen Unternehmen mehr Verantwortung." Der Aktienmarkt in den USA ist sehr hoch bewertet, zugleich wird die Wirtschaft schwächer. Die europäischen Unternehmen sind solider, jedoch weniger auf Profit ausgerichtet als die in den USA. "In Europa bist du mit 25 % Ebitmarge der Superstar. In Amerika schwimmst du grad so mit."