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Auto Hell Dunkel
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ring frei! Archiv

53 Episoden
53 Minuten
In der neuesten Episode von "Ring Frei" begrüßen wir einen ganz besonderen Gast: Christoph Golbeck, Prokurist des Berliner Autohauses Golbeck und leidenschaftlicher Verfechter nachhaltiger Mobilität. Doch was macht diese Folge so faszinierend? Christoph Golbeck geht nicht nur auf seine berufliche Rolle ein, sondern auch auf seine vielfältigen persönlichen Facetten, angefangen von seiner Rolle als Familienvater bis hin zu seinem Engagement für den Fahrradverkehr.

Aber das ist nicht alles. Golbeck hat in den letzten Jahren sein Autohaus mit Standorten in Friedrichshain und Buch radikal verändert. Anstatt Autos zu verkaufen, zeigt er, wie Mobilität anders gestaltet werden kann. Golbeck glaubt, dass die Verkehrswende gerade in einem Autohaus Sinn macht, da immer mehr Kunden nach Alternativen zum herkömmlichen Auto fragen. Die ideologiefreie Beratung nach echten Bedürfnissen steht im Mittelpunkt: Echte Mobilität statt leerer Verkehrsversprechen!

Golbeck sieht die Zukunft der Mobilität im intermodalen Verkehr, wobei verschiedene Transportmittel je nach Bedarf kombiniert werden. Er visualisiert sein Autohaus als ein "Reisebüro für den Verkehr", das E-Bikes, Auto- und Fahrradreparaturen sowie Zug- und U-Bahnkarten anbietet – und wo immer möglich steht die Leihe vor dem Bedarf an Privatbesitz. Das Auto selbst soll nur noch in Ausnahmefällen ausgeliehen werden.

In dieser spannenden Podcast-Episode erfahren Sie mehr darüber, wie Christoph Golbeck die Verkehrswende in der Praxis umsetzt und welche Hürden es auf dem Weg zur nachhaltigeren Mobilität in Berlin gibt. Es ist eine Episode voller inspirierender Ideen und Einblicke in die Mobilität der Zukunft. Bleiben Sie dran und lassen Sie sich von dieser innovativen Herangehensweise an Mobilität begeistern!

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Ring frei! live im Radio:

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Link zum Autohaus Golbeck bzw. zum Mobilitätshaus:

https://www.autohaus-golbeck.de/

https://mobilitaetshaus.eu/
58 Minuten
In der 21. Folge von "Ring frei!" tauchen wir tief in die Geschichte und die Auswirkungen der "autogerechten Stadt" ein. Unser Gast, Prof. Christoph Bernhardt, Historiker und Seniorwissenschaftler am Leibniz-Institut für Raumbezogene Sozialforschung (IRS) in Erkner, nimmt uns mit auf eine faszinierende Reise durch die Jahrzehnte der städtischen Entwicklung.

Schon in den 1920er Jahren begannen die Planungen für eine Stadt, die dem Automobil gewidmet war. Doch wie weit reichen diese Pläne zurück? War die "Charta von Athen" von 1933 ein Wegweiser? Und wurden die Ideen des US-Highwaysystems eins zu eins übernommen oder modifiziert?

Der Siegeszug des motorisierten Individualverkehrs nach 1945 war global zu beobachten, aber in West-Berlin spielte der Kalte Krieg eine einzigartige Rolle in der Verkehrsentwicklung. Warum wurden breite Straßen und Autobahnen in Ost-Berlin gebaut, obwohl die Anzahl der Autos geringer war?

Und welche Folgen hatte die autogerechte Stadt auf die Gesellschaft, die Wirtschaft und die soziale Struktur? Gibt es ähnliche segregierende Effekte wie in vielen US-Städten? Und was hat es mit dem Konzept des "induced demand" auf sich?

Wir werfen auch einen Blick auf den Widerstand gegen die Ausrichtung der Städte auf den Autoverkehr. War West-Berlin ein Vorreiter oder ein Nachzügler?

Interessanterweise wird das Konzept der "autogerechten Stadt" heute selbst vom ADAC nicht mehr vertreten, aber sie scheint dennoch zu überleben. Wie passt das zusammen? Und welche Entwicklungen gibt es, die scheinbar in die entgegengesetzte Richtung gehen?

Schließlich werfen wir einen Blick in die Zukunft. Müssen wir uns mit der autogerechten Stadt abfinden, oder gibt es Alternativen? Von "Superblocks" über autofreie Inseln bis hin zur 15-Minutenstadt – welche Ideen können wir aus anderen Städten auf der ganzen Welt lernen?

Begleiten Sie uns auf dieser fesselnden Reise durch die Geschichte und die Zukunft der Stadtplanung.

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https://leibniz-irs.de/personen-karriere/mitarbeiterinnen/person/christoph-bernhardt-0508
1 Stunde 7 Minuten
Bei „Ring frei!“ heute über den Kampf, den es bedarf, damit alle Menschen sicher mobil sein können.

Heute sprechen Caroline Siegers und Florian Kobler mit dem renommierten Sozialwissenschaftler Oliver Schwedes. Er leitete in der letzten Dekade als Gastprofessor das Fachgebiet Integrierte Verkehrsplanung am Institut für Land- und Seeverkehr der TU Berlin. Er ist Autor mehrerer Publikationen, darunter "Mobilität und soziale Exklusion" und "Transport in Capitalism: Transport Policy as Social Policy".

In dieser Folge tauchen wir ein in die faszinierende, leider in weiten Teilen auch korrupte Welt der Verkehrsplanung und diskutieren mit Oliver Schwedes die Herausforderungen einer inklusiven und nachhaltigen Mobilität. Wie können wir sicherstellen, dass jeder Mensch Zugang zu sicheren und zuverlässigen Verkehrsmitteln hat? Welche sozialen Auswirkungen hat unser derzeitiges Verkehrssystem und wie können wir es verbessern? Denn der Forscher sagt: „Mobilität bemisst sich am Grad der öffentlichen Teilhabe.“ Und weiter: „Jede Nutzung eines PKWs, also immer wenn ich 2 Tonnen erst mal in Bewegung setzen muss, bevor ich meinen zarten Hintern von A nach B bewege, ist das erst mal Luxus. Es ist nicht wirtschaftlich, es ist nicht ökologisch, und es ist schon gar nicht sozial.“

Oliver Schwedes teilt seine Erkenntnisse und Erfahrungen aus seiner langjährigen Forschung und gibt uns spannende Einblicke in die sozialen Aspekte des Verkehrs: „Die unteren Einkommensschichten sind doppelt von diesem in jeder Hinsicht nicht nachhaltigen Verkehrssystem benachteiligt: nicht nur bei der gesellschaftlichen Teilhabe, sondern auch gesundheitlich, weil sie auf niedrige Mieten angewiesen sind, weswegen sie häufig an stark befahrenen Straßen wohnen müssen.“

Erfahren Sie mehr über die Bedeutung von Verkehrsplanung als soziale Politik und wie wir durch geeignete Maßnahmen eine inklusive Mobilität für alle erreichen können: „[Verkehrswende] ist Kampf, sozialer Kampf! Es ist eine naive Vorstellung, dass nur weil wir in einer Demokratie leben, keine sozialen Kämpfe mehr austragen.“

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Homepage Oliver Schwedes: https://oliver-schwedes.de

BIKEYGEES e. V.: https://bikeygees.org/

Die fLotte: Freie Lastenräder für Berlin: https://flotte-berlin.de/

Städteinitiative "Lebenswerte Städte durch angemessene Geschwindigkeiten": http://lebenswerte-staedte.de/de/
51 Minuten
Bei „Ring frei!“ wird heute ein Traum wahr: endlich einmal ungestört mit einem Busfahrer plaudern!

Heute sprechen Caroline Siegers und Florian Kobler mit Erik Kormann von den Berliner Verkehrsbetrieben (BVG). 

Erik Kormann ist Spätberufener und Quereinsteiger: Der Kulturwissenschaftler und Buchautor, ursprünglich in der ehemaligen DDR als Tischler ausgebildet und danach unter anderem als archäologischer Ausgrabungstechniker, Kameraassistent sowie Bildjournalist tätig, hat erst über 50-jährig zum Busfahrer umgeschult. Heute fährt er täglich hunderte Fahrgäste in und um Köpenick sicher von A nach B.

Ganz wichtig ist Erik Kormann bei seinem Bus die Vorsilbe „Omni-“: er sieht die Zukunft im Ausbau des ÖPNV und wünscht sich deutlich weniger private KFZ in der Stadt. Damit einher geht auch ein feines Gespür für die Bedürfnisse eines gemeinschaftlichen Verkehrssystems, bei dem der Hauptaugenmerk auf Sicherheit, Verlässlichkeit und Komfort liegt, auf pünktliches an- und friedliches Auskommen miteinander.

Wir sprechen mit Erik darüber, wie sich durch die Tätigkeit seine Sicht auf den Berliner Straßenverkehr gewandelt hat und auch sein eigenes Nutzerverhalten: er fährt seither bedeutend weniger mit seinem Kleinwagen, benutzt verstärkt selbst den ÖPNV und fährt zum Ausgleich viel mehr Fahrrad. Insgesamt fährt er auch in vielen Situationen deutlich defensiver, die Rolle am Steuer mit der großen Verantwortung für Dutzende Menschen schärft den Sinn für Sicherheit und ein geregeltes entspanntes Miteinander.

Er setzt sich aber nach wie vor auch ab und zu ins Auto und fährt nach Brandenburg, um mit seinem Esel Narcisse spazieren zu gehen, der dort sein glückliches Eselleben lebt. „Der Esel steht“ – Eriks erstes Buch über eine Wanderung mit Narcisse durch Südfrankreich setzt einen angenehmen Kontrapunkt zur täglichen Gehetztheit in der Großstadt. Ein Vorgeschmack auf den Charme des gemächlichen Ankommens, auf die Ruhe und Kraft der Beständigkeit und den Genuss, gemeinsam und achtsam unterwegs zu sein.

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Erik Kormanns Verlagsseite: https://www.thalia.de/autor/erik+kormann-10171522/
54 Minuten
„Ring frei!“ denkt heute das Konzept Straße neu.

Heute sprechen Caroline Siegers und Florian Kobler mit den Transformationsforschenden Martina Dreßelt und Milan Siegers. 

Martina Dreßelt ist Dipl.-Ing. für Architektur sowie transformative Forscherin mit dem Fokus auf bewusster Mobilität und Raumnutzung, und leitet Conscious Berlin – eine internationale, transdiziplinäre Denkfabrik, die dem Conscious Cities Movement angehört und sich mit bewusstem Design in Berlin auseinandersetzt.

Der Frage „Wie werden wir uns zukünftig in unseren Städten bewusst bewegen?“ geht sie ganzheitlich im urbanen Raum mit den diversen Raumnutzenden nach. Sie plädiert dafür, „Above the Ground“, und „Underground“, sowie mit einem kreativen Blick den Grund und Boden umzudenken und auf eine autofreie urbane Zukunft zu blicken – und das im Hier und Jetzt, im eigenen Wohnumfeld, ganzheitlich und nicht nur in der Mitte von Berlin. Doch davon hängt ab – inwiefern wir uns öffnen, „outside-the-box“ denken, uns bewusst bewegen und lernen, bewusst hinzusehen, was überall bereits da ist sowie zu reflektieren, was hinzukommen soll – um so gemeinsam neue Marketingstrategien für die urbane Zukunft Aller zu entwickeln.

Product Designer und Transformationsdesigner Milan Alexis Siegers stellt im Podcast seine Masterarbeit vor, in der er seine ehemalige Berliner Wohnstraße, die Kremmener Straße in Mitte zur „Kremmener Kurve“ umkonzipiert, indem er zum einen den Autoverkehr durch meandernde Spurführung in der Geschwindigkeit drosselt, und die Anzahl der Parkplätze zugunsten von Aufenthaltsflächen und Stadtmöbeln reduziert, um insgesamt die Aufenthaltsqualität der Wohnstraße deutlich zu erhöhen.

 

 

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Alle Informationen zur Kremmener Kurve: https://www.dropbox.com/s/44rligrnu47q0fx/KREMMENER_KURVE_Milan_Siegers_Doku_kompri_%C2%A9.pdf?dl=0

Website von Coscious Berlin, The Centre for Conscious Design (CCD): http://www.theccd.org/
50 Minuten
Heute sprechen Caroline Siegers, Yan Minagawa und Florian Kobler im Rahmen der Berliner Runde mit Michaela Zimmermann von Klimaneustart Berlin.

Michaela ist Politikwissenschaftlerin und Demokratieexpertin. Aktuell ist sie Sprecherin für Klimaneustart Berlin und arbeitet mit zahlreichen Berliner Bürgerinnen und Bürgern daran, die Hauptstadt bis 2030 klimaneutral zu machen, um die Vorgaben des Pariser Klimaschutzabkommens einzuhalten.

Sie spricht mit uns über den Volksentscheid am 26. März, über das Vorhaben Berlin 2030 Klimaneutral, und über die Zusammenhänge und Gepflogenheiten im politischen Betrieb.

Warum ist es so wichtig, dass Initiativen sich in die Politik mit einbringen? Michaela sagt: „Beteiligung fördert Akzeptanz für Maßnahmen, das ermöglicht einen nachhaltigen Wandel. Es kommt dabei auch zur Geltung, dass Demokratie eine Haltungsfrage ist.“

Woran hakt es in unserer repräsentativen Demokratie?

„Wir stehen vor dem Problem: wir haben Mehrheiten, aber sie kommen nicht zum Tragen, denn die Menschen werden nicht gefragt. Es wird alles in der Parlaments-Bubble ausgehandelt, wo Lobbyisten Zutritt haben, aber die Zivilgesellschaft nicht.“

Wie könnte man das ändern?

„Es gibt für mich noch einen viel wirksameren Hebel, nämlich wirklich allen Menschen in der Stadt das Wahlrecht zu geben… Die [Berliner:innen], die keine Wahlberechtigung haben, die Zahl ist größer als die Stimmen für Grüne, Linke und SPD zusammen.

Kommen wir da irgendwann hin?

„Es gab eine Mehrheit für eine Verfassungsänderung, dass Menschen ab 16 wählen dürfen – das hat man verschlafen.“

Warum ist das eigentlich so schwierig?

„Tatsächlich tun sich Politiker:innen sehr schwer damit, anzuerkennen, dass sie die Menschen mitreden lassen müssen. Es ist schwer für sie, ein bisschen Macht abzugeben. Aber in Anbetracht der multiplen Krisen müssen wir einfach anerkennen, dass die Menschen Expert:innen sind in eigener Sache und ihnen mehr Möglichkeiten geben, ihre eigene Lebenswirklichkeit zu gestalten.“

Und wie geht es jetzt weiter?

Ich glaube, wenn Politik der Zivilgesellschaft mehr auf Augenhöhe begegnet und das ein bisschen auch als Serviceleistung versteht – man muss sich ja vor Augen führen, früher hat man einfach Forderungen gestellt, heute schreiben wir Gesetzentwürfe! – eigentlich muss die Politik nur noch sagen ‚Geil! Das machen wir vielleicht, das machen wir vielleicht nicht‘. Aber das passiert ja nicht. Das ist natürlich frustrierend.“

Aber so kann es ja nicht ewig weitergehen. Deswegen lasst uns gemeinsam Berlin in eine lebenswerte Stadt verwandeln.

Michaelas Empfehlung dafür: „Am 26. März beim Volksentscheid mit „Ja!“ stimmen, oder vorher schon Briefwahl beantragen!“

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Alle Informationen zum Volksentscheid und zur Briefwahl: https://www.berlin2030.org/
57 Minuten
„Ring frei!“ macht euch Lust aufs Leben ohne Auto. 

Heute sprechen Caroline Siegers, Yan Minagawa und Florian Kobler im Rahmen der Berliner Runde mit Simon Wöhr, Stadtraumentwickler beim gemeinnützigen Forschungslabor Paper Planes e.V., mit dem er u.a. den Fahrradstreifen „Reallabor Radbahn“ unter der Hochbahn entwickelt hat. Die Runde komplettiert Dr. Alexander Grevel, Aktivist der Klimagerechtigkeitsbewegung und unter anderem bei der Letzten Generation aktiv. 

Simon Wöhr ist Autor von „Das Manifest der freien Straße“, das gerade im Jovis-Verlag erschienen ist. Er nimmt uns mit in die spannende Zukunft des Berliner Straßenraums, in der wir Straßen wieder als „unser erweitertes Wohnzimmer“ begreifen, denn: „Die Straße war ein Ort, wo man sich austauscht, auch ein Wirtschafts- und Handelsraum – inzwischen ist es durch die Dominanz des Autos nur noch ein Ort, um von A nach B zu kommen.“ Als Planer und Autor ist Simons Weg dabei der Versuch, durch Inspiration zum Bewusstseinswandel für ein humaneres Miteinander und mit kreativem Design zur Transformation der Stadt beizutragen. 

Konfrontativer geht Alexander vor: Er bringt uns auf Tuchfühlung mit den Straßenklebern der Letzten Generation, mit seinen Erfahrungen bei den Aktionen, der Organisationsstruktur und den Erwägungen, die ihn dazu bewegt haben, seinen Körper „dem fossilen Alltag in den Weg zu stellen“. Gemeinsam überlegen wir, wie sich Berlin in eine lebenswerte Stadt verwandeln kann. In Simons Worten: „Ich glaube, es kann beides geben. Wir [Paper Planes] gehen über die Lust, Ihr [Letzte Generation] eher über den Schmerz oder das Leid – und beides kann bewegen und ergänzt sich.“ 

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https://www.strassen-befreien.de/

http://berlin.imwandel.net/seite/paper-planes-e-v/

https://www.radbahn.berlin/de

https://www.jovis.de/de/events/manifest-der-freien-strasse-kopie.html

https://letztegeneration.de 

Timecodes 

00:25: Intro

00:58: Begrüßung

01:27: Vorstellung Simon Wöhr

01:50: Die Radbahn Berlin

07:42: Paper Planes e.V.

09:35: Quartiersbezug

11:41: Festkleben als radikaler Gegenentwurf

11:50: Vorstellung Dr. Alexander Grevel

14:27: Letzte Generation

15:48: Etappenerfolg beim „Containern“

16:19: Autogipfel

17:11: Protestform und Wirkung

18:20: Die Praxis des „Klimaklebens“

21:02: Aufbau der LG

22:29: Ablauf des zivilen Widerstands

26:45: Der Weg und die Sprache von Paper Planes

28:30: Das Manifest der freien Straße

32:00: Cross-Marketinghinweis für den Jovis-Verlag

32:45: Interaktionen mit Betroffenen

34:25: Zuspruch und Unterstützung

37:43: Umsetzung der freien Straße

40:20: Problembär StVO bzw. BMVI

41:12: Bezirkspolitik: der persönliche Beitrag

42:20: Im Herzen Aktivisten

42:50: Der Wille ist da – Beteiligung schwierig

44:05: Ästhetik der Prototypisierung

45:53: Internationaler Vergleich

47:35: Fünf Thesen der freien Straße

48:16: Straße und Austausch

50:55: „Unter der Straße liegt der Sand“

53:28: Booklaunch

53:50: Einladung zum Perspektivwechsel

55:30: Wahlaufruf

55:45: Outro
57 Minuten
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Am 13.12.22 diskutierten Caroline Siegers, Christoph Jahr und Florian Kobler im Rahmen der Berliner Runde (immer am zweiten Dienstag im Monat um 18 Uhr, live auf UKW 88,4, aus der Raumfahrtagentur in Berlin Wedding).

Im Mittelpunkt steht heute der besorgniserregende Zustand unserer Gesellschaft angesichts des russischen Angriffskriegs in der Ukraine, der Energiekrise, und der tödlichen Liebe der Deutschen zur autozentrierten Mobilität.

Wir räumen auf mit einigen Legenden des autozentrischen Denkens, verlieren angesichts der schreienden Ungerechtigkeit auf unseren Straßen einige Male beinahe die Contenance, und zeigen immer wieder Wege auf, wie es anders gehen könnte und andernorts bereits auch besser klappt.

Ob wir es schaffen, den Teufelskreis zu durchbrechen aus Selbstzurichtung unserer Körper und Seelen und dem kollektiven Verdrängen unseres Schmerzes? Macht Euch selbst ein Bild und hört rein!

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Dir fehlen noch ein paar passende Weihnachtsgeschenke? Verschenke an deine Liebsten ein symbolisches Stück autoreduzierte Stadt, eine Brise frische Luft zum Atmen und Platz, um sicher zu Fuß gehen, Rad zu fahren und zu spielen. Dafür kannst Du eine Spende bei uns hinterlassen und ein liebevoll gestaltetes Geschenkzertifikat (auf Deutsch oder Englisch) herunterladen, ausdrucken, einrahmen… und verschenken.  

Mitmachen! Wir freuen uns immer über neue motivierte Leute! Am einfachsten ist es, du kommst zu unserem nächsten Online-Onboarding, immer jeden 4. Donnerstag im Monat um 19:00 Uhr über Zoom (Zugangslink hier), nächster Termin: 22.12.2022.  

Wir wünschen euch allen Gesundheit, schöne Feiertage und einen guten Rutsch ins neue Jahr!

Autofreie Grüße 

Euer Volksentscheid-Team

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Timecodes

00:18: Intro

00:47: Begrüßung

01:09: Bericht vom Plenum

04:05: Die Initiative Klimaneustart Berlin

05:57: Ziele der beiden Volksentscheide

06:50: Klimagerechtigkeitsinitiative Basel2030

08:12: Fehlender politischer Wille

09:42: Unser Ansatz

12:19: Lokalpolitik – der VCD

14:50: Initiative „Lebenswerte Städte durch angemessene Geschwindigkeiten“

17:23: Die FDP blockiert bis heute die Reform der StVO

18:55: KFZ und Straftat

20:54: Pflicht zur Schöpfungsbewahrung

23:56: Lebenswirklichkeit in Berlin

28:35: Prioritäten der Polizei Berlin

31:22: 30 vs. 50 km/h

33:45: Strategie der Verkapselung

35:04: Schmerz, Zorn und Hass – und Sündenböcke

37:30: Verkehrsgewalt: blinde Statistik

37:59: LKW-Kollisionsopfer

39:50: Der Preis, den wir alle zahlen

40:40: Wir steigern das BIP!

44:00: Wir unterstützen die „Letzte Generation“

45:55: „Wir brauchen Öko-Punks“

48:10: Deprimiert oder beflügelt?

51:16: 400 Milliarden zum Erhalt des Status Quo

52:26: Sehenden Auges ans Auto angekettet

54:08: „Hauptstadt des Autoverzichts“

56:27: Danksagung

56:53: Outro
54 Minuten
„Ring frei!“ macht euch Lust aufs Leben ohne Auto.

Am 08.11.22 sprachen Yan Minagawa, Caroline Siegers, Christoph Jahr und Florian Kobler im Rahmen der Berliner Runde (immer am zweiten Dienstag im Monat um 18 Uhr, live auf UKW 88,4, aus der Raumfahrtagentur in Berlin Wedding).

Das Thema Verkehrsgewalt erhitzt in den letzten Monaten die Gemüter in Berlin, aber auch in der ganzen Republik.

Wir zeichnen heute die Geschehnisse nach rund um eine fatale Kollision auf der Berliner Bundesallee Ende Oktober, und beleuchten, was wann bei dem tödlichen Crash mit dem Betonmischer vor Ort und darum herum passiert ist, und was die Presse zu verschiedenen Zeitpunkten darüber berichtet hat.

Wir fragen uns gemeinsam: Wie funktioniert unsere Aufmerksamkeitsökonomie bei solchen Fällen von Verkehrsgewalt? Werden die ursächlichen Faktoren in den Blick genommen, oder werden wir Zeuge von kollektiven Verdrängungsprozessen und sogar gezielter Ablenkung durch politisch motivierte Akteure? Welche Schlussfolgerungen lässt das zu – welchen Blutzoll wir für Automobilität hinzunehmen bereit sind und mit welchen Strategien versuchen wir, uns das Leid sprichwörtlich vom Leib zu halten?

Was sind unsere Schlüsse aus der Berichterstattung und welche positiven Beispiele gibt es, um Menschen Mut zu machen für eine menschenwürdige Mobilität? Was sind Optionen, um diese auch umzusetzen?

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Wir wünschen euch allen Gesundheit, schöne Feiertage und einen guten Rutsch ins neue Jahr!

Autofreie Grüße

Euer Volksentscheid-Team

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Timecodes

00:18: Intro

00:58: Begrüßung und Einleitung

08:07: Rekonstruktion der tödlichen Kollision auf der Bundesallee vom 31.10.22

10:30: Unbeteiligte Klimaaktivisten – Rekonstruktion der Protestaktion

13:04: Folgen der Kollision

15:40: Konstruierter Zusammenhang

16:15: Die eigentliche Geschichte – tödliche Verkehrsgewalt auf Kosten Schwächerer

17:30: Spuren der menschenfeindlichen „autogerechten Stadt“ der 1950er Jahre

21:18: Der Täter

22:16: Vorverurteilende Presseberichterstattung

24:25: Die Rolle der Behördensprecher

27:35: Atempause mit Rainer Wendt

31:48: Die politische Dimension

35:40: verzögerte Verkehrswende – warum eigentlich?

42:05: Planungskultur

44:17: Protestform: Kunstprotest ist Kunst

51:32: Unser Hauptanliegen: Verkehrsgewalt nicht aus dem Blick verlieren!

52:00: Die Frage nach Radikalität neu stellen

53:34: Outro
26 Minuten
„Ring frei!“ macht euch Lust aufs Leben ohne Auto. 

Einen behutsamen Schritt hin zu einer inklusiven, rücksichtsvollen und gerechten Stadt machen wir heute gemeinsam mit Jonas Karpa.

Jonas Karpa ist Journalist, Autor, Podcaster und Mitarbeiter beim Verein Sozialhelden in Berlin, der seit über 15 Jahren an Lösungen für mehr Teilhabe und Barrierefreiheit arbeitet. Als konstruktive Aktivist:innen setzen sich die Mitglieder mittels moderner Kommunikation und Technologien für eine bessere Welt für alle ein.

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Mehr Infos über Sozialhelden e.V.: 

https://sozialhelden.de/blog/die-sozialhelden-feiern-vielfalt-und-starten-die-neue-norm/

https://dieneuenorm.de/author/jonas-karpa/

Timecodes

00:11: Intro

00:59: Verkehrskontrolle

03:55: Begrüßung

04:16: Wie bewegt man sich fort in Berlin mit Sehbehinderung?

05:14: Wie funktioniert die Mobilität zu Fuß für Dich? 

06:33: Wie ist Dein Verhältnis zum Auto?

07:57: Wie gehst Du mit der Lärmbelastung um?

09:50: Gibt’s mögliche Innovationen, die die Mobilität für Menschen mit Bewegungseinschränkung erhöhen helfen könnten?

11:20: Weswegen werden mobilitätseingeschränkte Menschen nicht von vornherein bei Verkehrsplanung berücksichtigt?

12:50: Worum geht es für Menschen mit Behinderungen in der Mobilität?

13:53: Was fordert Ihr zur Stärkung der individuellen Mobilität?

15:57: Warum gibt es so wenig Mobilitätsservice von öffentlichen Stellen für behinderte Menschen?

18:02: Gibt es Erfindungen und Hilfsmittel, die mobilitätseingeschränkten Menschen helfen könnten?

20:30: Was kann jeder Einzelne tun für mehr Inklusivität im Straßenverkehr?

23:20: Träume vom autofreien Berlin

25:16: Danksagung

25:43: Outro

Quotes:

· „Die Mobilität der Einen produziert die Barrieren für mich.“

· „In der ganzen Mobilitätsdebatte sind wir einfach nicht konsequent genug.“

· „Berlin wird in dieser Zwischenphase gerade überschüttet mit E-Scootern und allen anderen Mobilitätsmöglichkeiten, aber der Raum ist dafür gar nicht geschaffen.“  

· „Barrierefreiheit ist der entscheidende Punkt für Menschen mit Behinderung.“

· „Erfindungen, die Menschen mit Behinderung zu Supermännern und -Frauen machen, das wird der Sache nicht gerecht. Wir müssen nicht probieren, Hilfsmittel zu schaffen, sondern wir müssen die Barrieren abbrechen.“ 

· „Wir wollen, dass die Treppen wegfallen und es stattdessen Rampen gibt.“

· „Rücksicht ist mit das Wichtigste bei der individuellen Mobilität“
20 Minuten
Ring frei!“ macht euch Lust aufs Leben ohne Auto.

wortwörtlich per direkter Demokratie – mit Demonstrationen, Mahnwachen, Radentscheiden machen Aktivisten wie wir Druck, damit sich unsere Städte wandeln hin zu lebenswerten, gerechten, sicheren und vor allem gesunden Orten. Heute machen wir diesen Schritt gemeinsam mit Ragnhild Sørensen, Pressesprecherin bei Changing Cities.

WIr lernen unter anderem, warum es am Geld liegt, dass Kopenhagen und weitere dänische Städte so fahrradfreundlich gebaut sind. Woran es liegt, dass dort sogar siebenjährige Kinder bedenkenlos Fahrradfahren können. Welche großen und kleinen Gesten der Wertschätzung die Kopenhagener motivieren täglich auch bei Wind und Wetter aufs Rad zu steigen. Wir hören auch, was die Kiezblocks-Kampagne in Berlin bewirkt und wir bekommen konkrete Zahlen, wie ungerecht der Platz im Berliner Straßenraum bislang noch verteilt ist.

Seid Ihr neugierig, wie sich auch Berlin in eine lebenswerte Stadt verwandeln kann? Dann bitte hier einsteigen!

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Mehr Infos über Changing Cities e.V.: https://changing-cities.org

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00:11: Intro

00:30: Verkehrskontrolle

04:33: Begrüßung

05:12: Was macht eine lebenswerte Stadt aus?

06:27: Was macht eine Stadt unattraktiv? 

08:11: Was sind die Erfahrungen in Dänemark?

11:30: Was Straßen in Berlin sind eigentlich keine Wohnstraßen? Was, wenn wir die Innenstadt endlich auch so begreifen?

13:41: Lernen Dänische Kinder wirklich Fahrradfahren, bevor sie laufen können?

14:35: Was macht eine der besten Fahrradstädte der Welt aus, was ist das Geheimnis von Kopenhagen?

16:26: Was können wir von der Zufriedenheit der Kopenhagener mitnehmen und für Berlin lernen?

18:12: Träume vom autofreien Berlin

19:17: Danksagung

19:35: Outro

Quotes:

· „Es ist das A und O, dass wir die Ungleichheit bei der Mobilität aufheben.“

· „Die Menschen fangen ganz anders an, miteinander zu kommunizieren, wenn Autos reduziert werden.“

· „Dänische Stadtplaner sind ganz neidisch auf Berlin, wie viel Platz es dort gibt. Was man dort nicht alles machen könnte!“

· „Mit dem Auto in Kopenhagen zu fahren macht überhaupt keinen Spaß, es ist extrem teuer und man ist extrem langsam im Vergleich zum Fahrrad.“

· „Die Stadt (Kopenhagen) hatte auf die Radwege hingestempelt "Danke, dass Du radfährst!". Wenn Du diese Wertschätzung jeden Tag erlebst in der Infrastruktur, dann machst Du das auch.“
26 Minuten
„Ring frei!“ macht euch Lust aufs Leben ohne Auto.

wortwörtlich per Pedes – machen wir heute einen vehementen Schritt hin zu einer lebenswerten, gerechten, sicheren und vor allem gesunden Stadt. Und zwar gemeinsam mit Roland Stimpel, Geschäftsführender Bundesvorstand vom FUSS e.V. – dem Fachverband Fußverkehr Deutschland.

Ohne Gehen ginge gar nichts, etwa 27% aller Wege in Berlin – mehr als mit allen anderen Verkehrsformen – werden zu Fuß zurückgelegt. Von Roland Stimpel lernen wir heute, weswegen es großen Sinn macht, Straßen von den Haustüren aus zu planen und was das für Veränderungen mit sich bringt, gerade in puncto Gerechtigkeit für die schwächsten Verkehrsteilnehmer. Es ist nämlich ein „stiller Skandal“, dass wir die persönliche Freiheit von unseren Kindern und zunehmend auch von alten und mobilitätseingeschränkten Menschen opfern, weil der Straßenraum schlicht zu gefährlich und einschüchternd ist.

Seid Ihr neugierig, wie sich Berlin in eine menschengerechte Stadt verwandeln kann? Dann bitte hier einsteigen!

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Instagram: https://www.instagram.com/vberlinautofrei 

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Mehr Infos über FUSS e.V.: https://fuss-ev.de/

Homepage von Roland Stimpel: https://www.roland-stimpel.de/

Timecodes

00:11: Intro

00:51: Verkehrskontrolle

03:45: Begrüßung

03:50: Warum braucht es Aktivisten für Fußverkehr?

05:00: Wer geht alles zu Fuß, und welche Strecken?

06:35: Welche Unterschiede zwischen Frauen und Männern?

08:15: Was hat Gehen mit Gerechtigkeit zu tun?

09:55: Welche Forderungen haben Sie bei der Platzverteilung?

12:35: Was tun beim Konflikt in sogenannten Shared Spaces?

15:50: Zugeparkte Kreuzungsbereiche – was tun?

19:05: Warum kommt man als Fußgänger nie bei Grün über Ampeln?

21:35: Was kann man tun bei Aggression im Straßenverkehr?

23:32: Träume vom autofreien Berlin

25:15: Danksagung

25:45: Outro
33 Minuten
„Ring frei!“ macht euch Lust aufs Leben ohne Auto.

Einen regelrechten Satz hin zu einer lebenswerten, gerechten, sicheren und vor allem gesunden Stadt machen wir heute gemeinsam mit Dirk von Schneidemesser. Dirk ist Sozialwissenschaftler und wissenschaftlicher Mitarbeiter im Projekt "Co-Creation and Contemporary Policy Advice" am IASS Potsdam. Er ist Teil der in Berlin ansässigen Initiative Changing Cities e.V., die für die Mitgestaltung des 2018 verabschiedeten ersten deutschen Fahrradgesetzes verantwortlich ist.

Dirk von Schneidemesser erklärt uns, warum es sinnvoll ist, wenn wir von "Verkehrsgewalt" statt von "Unfällen" sprechen, ebenso wie von "Autolagerflächen" statt von "Parkpkätzen". Er lehrt uns, dass eine andere Stadt und ein anderer Austausch im öffentlichen Raum möglich sind, wenn wir bei der Sprache beginnen und die Dinge beim Namen nennen, mit denen wir uns in der autozentrierten Stadt selbst entmenschlichen.

Er macht drei wichtige Vorschläge zur Berichterstattung über Verkehrsgewalt, die alle Journalist:innen beherzigen sollten. Erstens, Opfer sollten nicht als Protagonisten geframed werden, weil Leser:innen oder Zuhörer:innen ihnen sonst automatisch Schuld zuweisen. Die Handlungsmacht der Autofahrer muss aktiv gekennzeichnet werden, um Verharmlosung von Verkehrsgewalt zu durchbrechen. Drittens, es ist wichtig, Verkehrsgewalt immer zu kontextualisieren, zum Beispiel durch Statistiken oder Faktoren aus der Umgebung, wie zum Beispiel unzureichenden Schutz von Fußgängern oder Radfahrenden am Ort einer Kollision. 

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Infos über Dirk von Schneidemesser und seine Forschung: https://www.iass-potsdam.de/de/menschen/dirk-von-schneidemesser

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00:11: Intro

00:43: Verkehrskontrolle

02:30: Begrüßung

03:00: Was haben Sprache und Verkehrserziehung miteinander zu tun?

04:30: Wie kam es zur autozentrierten Stadt und wie prägt das unser Bewusstsein?

06:45: Was sind Sprachbeispiele von autozentriertem Denken?

09:00: Warum sollten wir nicht von "Unfällen" sprechen?

11:35: Warum ist der Begriff "Freiheit" in Verbindung mit dem Auto unpassend? 

14:10: Warum sollte Mobilität unter dem Aspekt des Zugangs betrachtet werden?

15:40: Woran krankt die Berichterstattung von Polizei und Presse?

20:27: Werden Elektroautos uns retten, und was haben sie mit Demokratie zu tun?

22:18: Kleine Übung zum Belegen von öffentlichem Raum als Privatbesitz

23:32: Wie können wir im Straßenraum besser miteinander sprechen?

27:30: Welche sprachlichen Umwidmungen sollten wir vornehmen? 

29:45: Träume vom autofreien Berlin

31:55: Danksagung

32:25: Outro
23 Minuten
„Ring frei!“ macht euch Lust aufs Leben ohne Auto.

Auf dem Weg hin zu einer Stadt mit einer gerechteren und wirklich freien Mobilität sprechen wir in dieser Folge mit Carolin Kruse. Sie ist Verkehrswissenschaftlerin und Betriebswirtin. Tätig ist sie als Mobilitätsberaterin, politische Aktivistin und Netzwerkerin. Sie hat an der TU Berlin in dem Projekt MobilBericht gearbeitet, mit dem Ziel nachhaltige Mobilität strategisch und bedürfnisorientiert in Berlin-Pankow zu gestalten. Carolin arbeitet seit mehreren Jahren in der Förderung von aktiver Mobilität und ist hier für verschiedene Kommunen und Interessensverbände tätig. Zunächst als freie Beraterin und seit Ende 2020 für das AEM Institute welches sie mit Ines Kawgan-Kagan gemeinsam leitet. Sie ist seit der Gründung in 2015 beim Netzwerk Fahrradfreundliches Neukölln aktiv und war von 2014 bis 2019 in dem Verein GreenBuzz Berlin tätig, um Netzwerkveranstaltungen im Bereich der Nachhaltigkeit durchzuführen. Derzeit arbeitet sie gemeinsam mit Anwohner*innen in ihrem Kiez ein Konzept aus, um den motorisierten Durchgangsverkehr nachhaltig herauszuhalten und den Kiez für die Menschen zu öffnen.

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Infos über Carolin Kruse und ihre AEM Accessible Equitable Mobility GmbH: https://www.aem-institute.de

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00:11: Intro

00:43: Verkehrskontrolle

03:15: Begrüßung Carolin Kruse

03:55: Umweltgerechtigkeit – was bedeutet das für Berlin?

07:25: Interview- und Umfrageergebnisse

09:11: Wie lässt sich Fahrradkultur fördern?

10:30: Wie lässt sich Fußverkehr unterstützen?

12:15: Warum ist der Zugang zur Stadt nicht fair geregelt?

13:38: Was geht verloren, wenn wir uns auf Autoverkehr konzentrieren?

14:51: Was haben Grünflächen mit der Umweltgerechtigkeit zu tun?

16:37: Mutmachende Beispiele aus Europa

18:05: Genderunterschiede im Verkehr

19:11: Wie könnte weibliche Mobilität unterstützt werden?

21:27: Träume vom autofreien Berlin

22:30: Danksagung

23:00: Outro
37 Minuten
„Ring frei!“ macht euch Lust auf Mobilität ohne Auto.

In dieser Folge mit unserem Gast Michael Cramer geht es darum, wie die Politik unser Verkehrsverhalten prägt – also die Frage, welche politischen Vorgaben auf lokaler, nationaler und europäischer Ebene die Art und Weise beeinflussen, in der wir uns fortbewegen. Er zeigt an vielen Beispielen auf, wie und warum der Autoverkehr einseitig gefördert wird. Und wie zugleich das Zufußgehen, das Fahrradfahren und der öffentliche Nah- und Fernverkehr vielfach behindert werden. Wie wir das verändern können, dafür präsentiert Michael Cramer viele Ideen aus seiner jahrzehntelangen parlamentarischen Arbeit.

Michael Cramer war von 1989 bis 2004 Mitglied des Abgeordnetenhauses von Berlin, zeitweise als verkehrspolitischer Sprecher der Grünen-Fraktion und Vorsitzender des Ausschusses für Verkehr und Betriebe. 2004 bis 2019 war er dann Mitglied des Europäischen Parlaments, unter anderem Mitglied im Ausschuss für Verkehr und Fremdenverkehr und verkehrspolitischer Sprecher der Fraktion Die Grünen/Europäische Freie Allianz. Bekannt ist er auch als unermüdlicher Vorkämpfer des Mauerradwegs um West-Berlin herum und des Europa-Radwegs entlang des ehemaligen Eisernen Vorhangs. Ein politischer Praktiker und Aktivist für eine menschenfreundlichere Verkehrspolitik auf lokaler wie international-europäischer Ebene also, an dessen reichem Erfahrungsschatz wir teilhaben dürfen.

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Website: https://team-berlin-autofrei.de/mitmachen/

Twitter: https://twitter.com/VBerlinautofrei

Instagram: https://www.instagram.com/vberlinautofrei/

Facebook: https://www.facebook.com/VBerlinautofrei

Infos über Michael Cramer:

https://www.michael-cramer.eu/aktuelles/

https://www.europarl.europa.eu/meps/de/28238/MICHAEL_CRAMER/history/8

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00:11: Intro

00:39: Verkehrskontrolle

04:06: Begrüßung Michael Cramer

05:05: Massenmotorisierung nach 1945, Mobilität als Freiheitsversprechen, Entscheidung für Mobilität ohne Auto

08:43: Scheiternde Verkehrswende, Benachteiligung der Bahn, Privilegierung des KfZ- und Flugverkehrs durch Steuern und Abgaben

10:32: Autokonzerne verpassen es, sich in breit aufgestellte Mobilitätsdienstleister weiter zu entwickeln

12:32: Unsinnige Großprojekte, Vernachlässigung des regionalen und transnationalen Bahnverkehrs, Bahn als Staatsunternehmen

15:10: Verkehrspolitik in der EU

17:19: Versäumnisse der Berliner Verkehrspolitik seit der Wende, Interessen der Baulobby

21:28: Finanzpolitische Privilegierung des Autoverkehrs

23:31: Vorbilder für eine menschenfreundlichere Verkehrspolitik in Europa: Pontevedra, Graz, Amsterdam

25:35: Verkehrswende und soziale Gerechtigkeit

27:50: Verkehrswende und soziale Milieus

29:43: Träume vom autofreien Berlin

33:13: Fußgängerfreundliches Berlin, Friedrichstraße. Vorbilder Wien, Kopenhagen

35:30: Danksagung

35:47: Outro
ring frei!

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