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Tierärztliche Fakultät - Digitale Hochschulschriften der LMU - Teil 04/07 Archiv

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Idiopathic epilepsy (IE) is a common breed-related neurological disorder in contemporary small animal medicine. The number of Border Collies (BCs) with epileptic seizures is increasing while there is a lack of data of IE in this breed. Hypothesis of this study was that IE occurs in BCs and manifests often with severe clinical signs and poor response to medical treatment. IE was diagnosed by recurrent seizures, normal physical, neurological and laboratory examination. MRI and CSF analysis were requested if age at seizure onset was < 6 months or > 5 years of age. Dogs that failed to meet all inclusion criteria were only considered if a first- or second-degree relative was afflicted by IE or if seizures had occurred for at least 2 years without interictal neurological abnormalities. Owners fulfilled a detailed questionnaire. Subsequent phenotypic case classification was performed by evaluation of seizure history and treatment data. Pedigrees were sampled and matched for the appearance of common ancestors. Ninety BCs with a reported seizure history were collected retrospectively and prospectively. Forty-nine of them were diagnosed with IE and were included in the present study. Clinical manifestations were dominated by moderate (33 %) and severe clinical courses (49 %) defined by the occurrence of cluster seizures or status epilepticus, respectively. Pharmacoresistance was apparent in 71 % of 24 dogs treated with ≥ 2 antiepileptic drugs. So far, no predictors for the occurrence of pharmacoresistance were identified in the present study. The epilepsy remission rate was 18 %. Dogs in remission showed a significantly higher median age at onset and a significantly lower initial seizure frequency compared to dogs with active epilepsy (p < 0.05). Survival time was significantly reduced in dogs aged < 2 years at seizure onset and in dogs with severe clinical courses (p < 0.05). Family- and pedigree analyses indicated a strong genetic founder effect in the appearance of epilepsy, resembling autosomal recessive inheritance. Yet, complex inheritance could not be excluded. In conclusion, IE occurs in BCs and is frequently associated with severe clinical signs and pharmacoresistance. While further genetic research is required, the results of this study suggest a substantial hereditary (disease) component.
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Im Rahmen der hier vorliegenden Arbeit wurde die aktuelle wissenschaftliche Literatur zur Pyometra der Hündin dargestellt. In zweiten Teil der Arbeit wurden zwei interaktive Lernfälle über die Pyometra erstellt und anschließend von Studenten der Tiermedizinischen Fakultät der Ludwig Maximilian Universität München bearbeitet und evaluiert. Zur Pathogenese der Pyometra gibt es nach wie vor keine einheitliche, in allen Einzelheiten übereinstimmende, wissenschaftliche Meinung. Einigkeit besteht darin, dass neben einer bakteriellen Infektion des Uterus auch hormonelle Einflussfaktoren für das Krankheitsgeschehen ursächlich sind. Ob im Vorfeld einer Pyometra zwingend eine glandulär-zystische Hyperplasie des Endometriums vorliegen muss, wird unterschiedlich diskutiert. Als gesichert wird dagegen angesehen, dass es durch den wiederholten Hormoneinfluss zu Veränderungen des Endometriums kommt, die wiederum die Manifestation der bakteriellen Infektion und somit die Entstehung einer Pyometra begünstigen. Die chirurgische Therapie der Pyometra ist nicht mehr die einzige Therapiemethode. Durch die Verabreichung von Progesteronrezeptorblockern ist eine erfolgreiche konservative Therapie sowohl der offenen als auch der geschlossenen Form der Pyometra möglich. Voraussetzung für den Therapieerfolg ist, dass die Patientinnen zum Zeitpunkt der Behandlung noch unter dem Einfluss der körpereigenen Progesterons stehen und die ovarielle Funktion ungestört ist. Der Einsatz der Progesteronrezeptorblocker in der Behandlung der Pyometra hat im Vergleich zu den bisher eingesetzten Prostaglandinen kaum Nebenwirkungen. Im zweiten Teil der hier vorliegenden Arbeit wurden zwei Lernfälle zum Thema Pyometra der Hündin mit dem Casus und Lern- und Autorensystem erstellt. Der inhaltliche Schwerpunkt des ersten Lernfalles ist die diagnostische Vorgehensweise im Falle der geschlossenen Form der Pyometra. Der zweite im Rahmen dieser Arbeit erstellte Lernfall beschäftigt sich in erster Linie mit der konservativen Therapie der offenen Pyometra. Nach der Bearbeitung wurden die beiden Lernfälle mittels eines Fragebogens von Studenten der Tiermedizinischen Fakultät der Ludwig Maximilian Universität München bewertet. Die Evaluierung ergab, dass die grosse Mehrheit der Studenten Freude an der Bearbeitung der Lernfälle hatte, diese als eine sinnvolle Ergänzung zur Vorlesung ansieht und Interesse daran hat, weitere derartige Lernfälle zur Verfügung gestellt zu bekommen. Die überwiegend positive Bewertung der Lernfälle durch die Studenten zeigt, dass solche E-Learning Programme in Zukunft eine sinnvolle Ergänzung zu den traditionellen Lehr- und Lernmethoden darstellen könnten. Die Frage nach dem tatsächlichen Lernerfolg, der mit der Bearbeitung der Fälle verbunden ist, muss durch weitere Untersuchungen geklärt werden.
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Die Künstliche Besamung (KB) besitzt beim Nutztier schon lange Zeit eine große Bedeutung. Beim Hund hat sich die KB bis jetzt noch nicht durchgesetzt. Dies liegt zum Teil an dem Reglement der nationalen Hundezuchtverbänden und Vereinen, die den Einsatz der Besamung ablehnen oder stark reglementieren. Aus der Erfahrung mit anderen Tierarten kann man aber erwarten, dass sich langfristig auch beim Hund die KB durchsetzten wird. \\ Ziel dieser Arbeit war es, den momentanen Stand der Wissenschaft auf allen Teilgebieten der KB beim Hund aufzuzeigen. Dazu zählen die Spermagewinnung und- untersuchung, die Möglichkeiten der Samenkonservierung, die Bestimmung des optimalen Besamungszeitpunktes bei der Hündin und die Techniken der Sameneinführung. \\ Im zweiten Teil der Arbeit werden zwei Lernfälle als CASUS-Programm zur Aus-, Fort- und Weiterbildung von Studenten der Tiermedizin und praktischen Tierärzten präsentiert. CASUS-Lernfälle stellen eine Form des E-Learnings dar, das der reinen Wissensvermittlung und Wissensüberprüfung dient. Hier sollte ein Lernfall die Teilschritte der KB auf der männlichen Seite (Spermagewinnung, -untersuchung und -konservierung) erklären, der zweite Lernfall beschäftigt sich mit der Bestimmung des optimalen Besamungszeitpunktes und der Technik der Sameneinführung beim weiblichen Tieren.
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Die equine rezidivierende Uveitis (ERU) ist eine spontane, periodisch wiederkehrende Erkrankung und ist die häufigste Ursache von Erblindung bei adulten Pferden. Sie betrifft weltweit bis zu 10% der Pferdepopulation und ist das einzige spontane Modell für die autoimmun-mediierte Uveitis des Menschen. Ziel dieser Arbeit war es, mittels vergleichender Proteomanalyse Unterschiede in der Proteinexpression zwischen Leukozyten gesunder und an ERU erkrankter Pferde zu detektieren und durch massenspektrometrische Identifizierung dieser differenziell exprimierten Proteine die Pathogenese der ERU weiter zu charakterisieren. In diesem Zusammenhang wurden in dieser Studie Leukozyten aus dem peripheren Blut von insgesamt 37 augengesunden und 33 an ERU erkrankten Pferden untersucht. Mittels zweidimensionaler Difference-gel-electrophoresis (2D-DIGE) wurden in einem ersten, lymphozytären Experiment 50 differenziell exprimierte Proteine detektiert. Von diesen Proteinen konnten insgesamt neun massenspektrometrisch eindeutig identifiziert werden, unter anderem Septin 7. Die Expressionsstärke von Septin 7 in Lymphozyten von an ERU erkrankten Pferden ist im Vergleich zu gesunden Tieren um 30% verringert. Zudem ist die Septin 7-Expression in T-Zellen der bei ERU intraokulär gebildeten Lymphfollikel niedriger als in den Zellen des als Kontrollgewebe eingesetzten Mandibularlymphknotens. Nachdem Septin 7 eine Rolle bei der Funktion und Migration von T-Zellen zugesprochen wird, soll in weiteren Untersuchungen geklärt werden, wie die verringerte Septin 7-Expression mit der Pathologie der ERU zusammenhängen könnte. Im zweiten Experiment wurden auch die Granulozyten in die Analyse mit einbezogen. Aus den hier ebenfalls 50 unterschiedlich abundanten Proteinen konnten 20 eindeutig identifiziert werden, darunter Talin 1, das in den ERU-Proben zu 89% niedriger exprimiert war als in den Kontrollen. Talin 1 wird auf equinen PBL zum Teil mit mehreren Integrinen (CD11a, CD11b, CD29 und CD49a) ko-exprimiert und war auf den intraokulären Zellen zu nahezu 100% exprimiert im Vergleich zum Kontroll-Lymphknoten (ca. 40%). Da Talin 1 ebenfalls eine Rolle bei der Zellmigration zugeschrieben wird, sollen weitere funktionelle Analysen klären, welche Bedeutung die veränderte Talin 1-Expression in den PBL und den intraokulären Leukozyten der an ERU erkrankten Pferde hat. Weitere interessante Kandidaten aus beiden Experimenten, die unserer Meinung nach nähere Untersuchungen rechtfertigen, sind Scaffold attachment Faktor B, Superoxid Dismutase und Triosephosphat Isomerase (überexprimiert bei ERU) sowie Programmed cell death 6-interagierendes Protein, NCK Adapter Protein 1 und Ezrin (niedriger exprimiert bei ERU).
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In dieser Studie soll über den Verlauf der Serumcortisolkonzentration die neuroendokrine Stressreaktion bei zwei praxisrelevanten Methoden des Schwanzkupierens (Seitenschneider und Thermokauter) untersucht werden, sowie die Möglichkeit der postoperativen Schmerzreduzierung durch die präoperative Applikation verschiedener NSAIDs. Der Wundheilungsverlauf wird ebenfalls evaluiert. 30 und 60 Minuten nach dem Schwanzkupieren liegen die Cortisolkonzentrationen der Gruppen, deren Schwanz ohne Analgesie kupiert wurde, signifikant höher als der Kontrollgruppe, der weder der Schwanz kupiert, noch ein NSAID appliziert wurde. Die Cortisolkonzentrationen der NSAID-Gruppen liegen signifikant niederer als ihrer entsprechenden Vergleichsgruppen. Die Wundheilung verläuft bei den Tieren, deren Schwanz mit dem Seitenschneider kupiert wurde, signifikant schneller als bei den Tieren, deren Schwanz mit dem Thermokauter kupiert wurde.
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The purpose of the present study was to evaluate the use of topical vapocoolant, local anesthetics (LA) and fixation of the spermatic cord with a clamp during piglet castration. Based on serum cortisol measurements, the impact of various castration-methods on pain and stress was examined. Additionally, the wound healing process was assessed. A total of 221 male suckling piglets, three to five days old, were randomly assigned to eight different treatments and groups: Group 1: fixation, no castration; Group 2: fixation, cryogen spray, no castration; Group 3: fixation, castration; Group 4: fixation, cryogen spray, castration; Group 5: fixation, castration, LA dropped into the wound Group 6: fixation, cryogen spray, castration, LA dropped into the wound; Group 7: intratesticular (i.t.) LA, fixation, castration; Group 8: fixation, cryogen spray, castration, fixation of the spermatic cord with a clamp, LA dropped on the fixed cord. The cryogen spray (ethyl chloride) was applied from a distance of 10 cm to the scrotum until a skin temperature up to -12 °C was achieved. The local anesthetic (40 mg procainehydrochloride with 0.05 mg epinephrine) was either dropped into the wound after removal of the testes (Group 5 and 6), injected into the testes 10 minutes prior to castration (Group 7) or dropped on the spermatic cord after removal of the testes (Group 8). The concentration of cortisol in the serum of the piglets was measured 30 minutes before and 30 minutes, one hour, four hours and one day after castration/fixation. Wound healing was evaluated one day, four days, seven days, 14 days and 21 days after castration. The results of the cortisol measurements indicated that handling has a minor impact on the neuroendocrine stress response compared to castration. None of the examined castration methods (Groups 4-8) induced a significant minor stress reaction than the conventional method of castration (Group 3). Fixation of the piglet and application of cryogen spray caused significantly higher average cortisol concentrations than fixation alone half an hour after treatment(Group 2 vs. Group 1). A minimizing effect on castration induced stress using a cryogen spray prior to castration was not evident (Group 4 vs. Group 3). After dropping a local anesthetic into the wound (Group 5), the average cortisol levels of the piglets were by trend lower than those of conventionally castrated piglets (Group 3) half an hour after castration. Four hours after castration, the average cortisol concentration of piglets of Group 5 and 6 were significantly higher than that of Group 3. The preoperative intratesticular application of the local anesthetic had no significant effect on pain induced stress half an hour and one hour after castration compared to the average cortisol concentration of conventionally castrated piglets (Group 3). Four hours after castration, the cortisol levels of the animals of Group 7 were significantly higher than the cortisol levels of Group 3 piglets. The application of cryogen spray combined with the use of a clamp to fix the spermatic cord (Group 8) led to a significant increase in serum cortisol concentration one hour after castration compared with the serum cortisol concentration of conventionally castrated piglets (Group 3). The wound healing was not affected by using the cryogen spray or by intratesticular application of the local anesthetic. When local anesthetics were dropped into the wound and when the spermatic cord was fixed with a clamp, the wound healing was significantly impaired.