Allein in schlechter Gesellschaft Archiv
300 Episoden
15 Minuten
Wir verharren in manchen Situationen oft und überlegen, dann grübeln wir und wägen ab. Wir grübeln oft und gerne, wir Deutschen. Wir sind auch gerne skeptisch und haben doch auch Vorbehalte. Wenn wir dann mehr in unserem Leben möchten, mehr Freizeit, mehr Karriere, mehr Kinder, sind wir wieder in der Spirale des Grübelns verhaftet. Wie kommen wir dann aber wieder in Aktion? Wie macht man den Sprung in die Selbständigkeit, raus aus den verschiedenen Jobfallen oder rein in die Beziehung? Es ist leicht gesagt, dass man den Mut zusammennehmen solle und es einfach tun. Eine Sicht aufs Grübeln und Zweifeln.
22 Minuten
Es ist nicht immer Sonnenschein als Selbständiger, nicht immer ist Sommer als Digital-kreativer Wissensarbeiter. Es gibt auch Momente des Einschlags und des Schmerzes, wenn mal alles nicht funktioniert wie man sich so denkt. Oder wenn einen die Vergangenheit wieder einholt und unsanft in Form eines Gerichtsvollziehers an die Tür klopft. Man sollte ja immer in seiner Mitte sein um alles abzufedern, quasi der dynamische Part bei allem stabilen außen rum. Nur ist die Realität oft anders. Man hat ja Verpflichtungen, Ausgaben, man muss Unterhalt oder Raten fürs Haus abzahlen. Manche müssen ihren letzten Urlaub bei der Onlinebank mitsamt neuem 4K Smart-TV abstottern. Wie soll man da noch kreativ und zielgerichtet arbeiten? Kann man da überhaupt arbeiten?
18 Minuten
Wieso das Bundesverfassungsgericht heute für die Freiheit entschieden hat Die Tagesschau meldete es heute schon recht früh und Phönix als TV Sender meiner Wahl lieferte auch promt nach: Das NPD Verbot ist beim Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe gescheitert. Und ich finde das super! Ja, es mag nun auf einmal seltsam klingen, dass der Sozi sich ins rechte Lager schlägt, mag man vermuten. Nein ich sehe das alles nur aus einer anderen Perspektive. Das Bundesverfassungsgericht schreibt: Auf Einschüchterung und Bedrohung sowie den Aufbau von Gewaltpotentialen muss mit den Mitteln des präventiven Polizeirechts und des repressiven Strafrechts rechtzeitig und umfassend reagiert werden, um die Freiheit des politischen Prozesses ebenso wie einzelne vom Verhalten der NPD Betroffene wirkungsvoll zu schützen. Ich glaube an diese Demokratie, auch wenn mich die Bürokratie zum Wahnsinn treibt. Ich glaube daran auch wenn sie mich machmal enttäuscht. Und ich glaube daran "für" etwas zu
37 Minuten
Es ist eine andere Welt in Marakesch, der Millionenstadt im Herzen Marokkos. So habe ich die 13 Tage Reise in dieses Land erlebt. Voller Widersprüche, Neuigkeiten, Armut, Lehmziegelhäusern, der immer wehenden Staatsflagge und eines omnipräsenten Königs. Es ist ein Land am hinteren Ende der Weltweiten Rangliste der menschlichen Entwicklung, ein Land voller Toleranz und Offenheit, ein Land voller Tradition und dem Willen der Modernisierung. König Mohammed VI ist einer der reichsten monarchen der Erde und wird doch König der Armen genannt. Es ist ein Land ohne sichtbare Unruhen und überall aus dem Boden sprießenden Sozial- und Gesundheitsprojekten. Es ist ein lautes Land, ein weiteres Land voller Einwanderer und Füchtlinge. Es ist ein Land ohne Kehrwoche und Kässpätzle, ein Land mit Würde und Stolz ohne gleich den rechten Arm zu heben. Es ist ein Land voller Kraft, leider viel ungenutze Kraft.
20 Minuten
Es ist vielleicht nicht die feine englische Art mit der ersten Episode im neuen Jahr gleich wieder pessimistisch zu starten. Stimmt, das dachte ich auch. Ich bin auf die Suche gegangen, wieso die ganzen tollen Vorsätze immer wieder in die Hose gehen. Woran liegt es wenn wir die coolen neuen Methoden und Modelle aus unseren Arbeitsalltag nun anwenden sollen und irgendwie alles nicht so geht? Smarte Ziele? Visionboards und Mindmaps und für die ganz sogar ein Set Canvas scheint uns manchmal doch nicht zu reichen. Was fehlt ist das Gefühl, das Spüren, die Emotion. Dann sollten wir da mal genauer hinschauen!
19 Minuten
Nach dem Sozialpodcasterrückblick hatte ich die Idee doch noch eine ausführlichere Version des 2016 Rückblicks aufzusprechen. Es war ein turbulentes Jahr. Ein Jahr von stetigem Wachstum und permanenten Hürden. Es war ein Jahr von neuen Erfahrungen und neuen Sichtweisen. Es war ein Jahr voller finanzieller Schwierigkeiten, gesundheitlicher Wendepunkte und fröhlicher Grillabende. Es war ein Jahr voller Coachings, als Coach und als Klient gleichzeitig. Spannend und fruchtbar. Danke an Alle Menschen die mich begleitet haben, die an mich gedacht und mir vertraut haben. Danke
40 Minuten
Sozialpodcaster Jahresrückblick 2016 Es war neulich eine spontane Aktion, ich stöberte durch meine Webstatistiken und stieß auf eine Erwähnung von SoziFon auf Matthias Palm von sozial.audio. Ich bedankte mich standesgemäß via Facebook Messenger ohne Freundschaftsanfrage. Wir chatteten ne Weile und kamen im Laufe des Gesprächs auf Benedik Geyer und Christian Müller. Kurzerhand überlegten wir ob die vier Sozialpodcaster Deutschlands nichtmal einen gemeinsamen Jahresrückblick wagen möchten. So mit einleitenden Worten eines von uns bestimmten Sprechers (wir waren einstimmig für Christian). Es ist der erste Rückblick aus der jungfräulich-sozialpädagogischen deutschen Podcasterszene. Wir sind alle Sozialpädagogen, arbeiten in unterschiedlichsten Konstellationen in unterschiedlichen Bundesländern. Und so ist auch dieser Rückblick entstanden, an vier Standorten, ohne Skype :) , mit viel Spaß und in erstklassiger Audioqualität. Digitale Soziale Arbeit zum Jahresende Shownotes Matth
11 Minuten
Frohe Weihnachten Es ist die letzte Sendung vor Weihnachten und ich möchte Danke sagen. Danke an all die Menschen die für und mit Menschen arbeiten. Danke an die Soziale Arbeit, danke an die Menschen im Gesundheitswesen, danke an die vielen Lehrerinnen und Lehrer, Hochschuldozenten, Professoren und Geburtshelferinnen. Danke an die Hebammen, die Ärzte, die Streetworker, Altenpflegerinnen und Heilerziehungspfler. Danke an die Pfarrer, Mönche, Zen-Buddhisten und Esotherikerinnen. Danke an die Psychotherapeuten, Erotherapeutinnen und Logoädinnen. Danke an die Ehrenamtlichen Flüchtlingshelfer, den Bufdis und FSJlerinnen, Danke an die Praktikanten, Studenten und Auszubildende. Danke für die vielen Stunden für eine gute Welt. Schöne Weihnachten Euch!
16 Minuten
Besonders jetzt vor Weihnachten wird der Erwartungsdruck auf uns immer höher. Jahresabschluss vorbereiten, letzte Rechnungen schreiben und die allerletzten Geschenke besorgen. Das ist allerdings nicht alles, es sind auch noch die richtigen Entscheidungen zu treffen, die passgenauen Geschenke zu besorgen und auch der Weihnachtsbraten muss nach den Erwartungen der 17 Gäste gemacht sein. Erwartungen, besonders die unausgesprochene Variante, fügt uns tägliches Leid zu, es unterjocht uns quasi und doch praktizieren wir diese subtile Machttechnik bei all unseren Mitmenschen, besonders bei denen die wir lieben. Was sind denn diese unausgesprochenen Erwartungen eigentlich? Wieso fügen wir abends auf dem Sofa mit ebendieser Methode unserer Partnerin einen unsichtbaren Stich zu, der schwer zuheilt. Wir inszenieren Streits und Kriege wegen eben diesen Erwartungen. Wir erwarten von einem 14 jährigen Syrer das er die Kultur hier schätzt und lernt und sogar aneignet, wir erwarten von Politikern die
30 Minuten
Seit Jahren verfolge ich die hiesigen Stellenanzeigen des Sozialen Bereichs Sozialpädagogen scheint man immer zu brauchen, scheint es, wenn man das Jobcenter Portal besucht. Ungeachtet des scheinbaren Fachkräftemangels scheint auch ein Mangel an Kreativität in den Sozialen Einrichtungen eingezogen zu sein. Man wirbt nicht mehr um die zukünftigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, man erwartet dies und das und als Dank bekommt man bei Dienstfahrten das Privileg eingeräumt mit dem eignen PKW fahren zu dürfen. Auf eigene Kosten versteht sich. Nein mal im Ernst, was sind denn das für sinnentleerte Stellenanzeigen in Zeiten von Leanmanagement und Innovation Camps? Was wollen wir mit dieser Kommunikationsart der nüchternen Anzeige als Soziale Einrichtung denn kommunizieren? Ihr habt uns gar nicht verdient liebe Organisationen, so mein Fazit.
19 Minuten
Die Welt wird zunehmend digitaler, das dürfte wohl auch der oder die Letzte im Schwarzwald oder dem Allgäu mitbekommen haben. Nicht nur in der Freizeit sondern auch in der Arbeitswelt lebt der digitale Geist langsam auf. Es soll sogar Menschen geben, die eine Firma rein im Internet haben und außer digitalen Daten nichts generieren. Nicht mal Freude oder Nutzen. Nun seis drum, wie digital darf ein Sozialarbeiter, Coach oder sonst wer sein der eigentlich die Menschenrechtsflagge hochhält und eigentlich den Ausgegrenzten der Gesellschaft helfen sollte?. Wie digital ist so ein Alltag und ist es erstrebenswert? Manchmal fragen mich die Leute wie und was ich eigentlich arbeite. Wenn ich es ihnen schlussendlich erzähle, wundern sie sich meistens über den hohen analogen Anteil des Digitalen Sozialarbeiters.
20 Minuten
Besinnliche Weihnachtszeit wünschen wir zur Zeit immer wieder lieben Menschen in unserem Umfeld. Sie sollen sich also besinnen und es ist ein Appell? Ein Appell zur Besinnung auf irgendwas. Mich machen solchen Zustände immer halb wild. Wenn ich dann nicht weiß auf was ich mich besinnen sollte. Ich hatte auch lange keinen Sinn auf den ich mich besinnen hätte können. Sollten wir uns auf die christlichen Tugenden besinnen und Glaube, Nächstenliebe und Hoffnung unter die Lupe nehmen oder falls wir anderem Glaube zuträglicher sind, sollen wir da die Grundethik wieder in Erinnerung rufen? Es ist so leicht das Sinnsuchen auszurufen, das Sinnbeleuchten oder auch das Sinnschaffen. In einer immer komplexer werdenden Welt, in einer Gesellschaft die bunter kaum sein kann brauchen wir wieder neue Bedeutungen für die Dinge. Sinn, Besinnung, Besinnungslos, Sinnfrei, Sinnentleert, Sinnlos sind die Worte die ich leider oft höre, öfters als "besinnliche Weihnachtszeit".
15 Minuten
Um Hilfe zu bitten ist eine unangenehme Sache. Wir bitten nicht gerne um Hilfe und doch müssen wir uns mit diesen Situationen immer wieder auseinandersetzen. Wenn es uns nicht gut geht, gehen wir zum Arzt und bitten um seine / Ihre medizinische Hilfe. Wenn wir eine Firma gründen wollen oder ein Haus bauen möchten, gehen viele Menschen zur Bank und bitten da um finanzielle Hilfe. Was geht aber bei der Person innerlich ab, die um Hilfe bittet? Was ist mit den vielen Hartz4 Empfängern, die immer wieder mit dem Gang zum Jobcenter um Hilfe bitten? Wir sehen es oft als selbstverständlich an, dass unser Gegenüber selbst die Motivation besitzt um entsprechende Hilfe zu bitten. In einer Situation die oft von Scham begleitet ist, es nicht alleine geschafft zu haben, ist die Innenwelt oft auf den Kopf gestellt. Wir erwarten von Bittstellern klaren Fokus. Ist das überhaupt möglich?
18 Minuten
Es ist als Dozent nicht leicht das Zepter aus der Hand zu geben, schließlich hat man für das Zepter ja lange geschuftet. Das Zepter ist oft der Frontalunterricht, die Vorlesung oder das Seminar das man gestaltet. Da hält man das Wissen, das Zuvermittelnde in den eignen Händen und kann mit Tafelkreide oder Whiteboardmarker die Erkenntnisse den jungen Novizen erklären. Ich habe versucht die ganze Vorlesung mal neu zu denken als ich vor knapp einem Jahr frustriert vor den Klausuren saß. Neben dem Konzepts des Invertes Learnings kam auch noch eine weitere Sache dazu, das Präsentieren von Erkenntnissen oder Ergebnissen. Auch hier halten Dozenten und Professoren das Zepter in der Hand, oft jeden Falls. Was und wie zu recherchieren ist, wie zusammenzufassen gestaltet sein soll und wie schlussendlich präsentiert wird, unterliegt doch häufig den Vorgaben des Lehrenden. Was aber wenn sie freigelassen? Was aber wenn alles an Lehre umgeschmissen wird was bisher so traditionell war?
15 Minuten
SoziFon #40 Debbie Ford Die dunkle Seite der Lichtjäger