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Medizinische Fakultät - Digitale Hochschulschriften der LMU - Teil 01/19 Archiv

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Die Erkennung bakterieller DNA, die Unterschiede zur vertebralen DNA aufweist, durch spezifische Rezeptoren ist ein wichtiger Bestandteil des angeborenen Immunsystems. Wie bakterielle DNA werden dieser nachempfundene CpG-Oligonukleotide (CpG-ODN) vom Immunsystem als fremd erkannt und dienen antigenpräsentierenden Zellen als Gefahrensignal. In dieser Arbeit wurde an einem murinen Modell des Kolonkarzinoms die therapeutische Wirksamkeit von CpG-ODN getestet und durch die Kombination mit Dendritischen Zellen eine Optimierung der CpG-ODN-basierten Therapie erreicht. Bei einem Einsatz einer kombinierten Therapie von mit Tumorantigen beladenen Dendritischen Zellen und CpG-ODN kam es zu einer vollständigen Tumorregression von etablierten subkutanen Tumoren mit einem Durchmesser von bis zu einem Zentimeter.
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UROTrainer – an endoscopic simulator for virtual diagnosis and therapy in the bladder BACKGROUND With respect to stimulate training operation procedures an European project named MISSIMU (Minimally Invasive Surgery SIMUlator) set an objective to develop a prototype of a cystoscopic virtual simulator based on real images data. METHODS On the base of 350 video documented cystoscopies with its diagnostic and therapeutic interventions, the observations of these procedures and in discussion with the operating surgeons two major training priorities were extracted to implement into a simulator. Together with physical and geometric parameters selected images data formed the database for the development of the virtual reality bladder simulator. The first prototype was evaluated by 20 urologists of the university clinic Grosshadern, Munich by a questionnaire. RESULTS Two major training priorities were realized. The first step included the inspection of the whole bladder wall and second the most utilized intervention the resection with the resection loop. With every training session various tumours on different parts of the bladder wall are posed, so that every new training session creates a new virtual patient. For intervention the user can choose either a resection loop or a laser fibre. The training feedback includes the percentage of the inspected bladder surface, of the resected tumour mass and the time needed for cystoscopy. As a result of this evaluation can be stated, that the basic procedures of cystoscopy can be well trained on a very realistic operation background. CONCLUSIONS The simulator is a suitable link between the surgical theory and the treatment on patients. This tool can increase the learning curve of residents and students on a virtual simulator without any risk for patients.
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Verschiedene Transkriptionsfaktoren spielen eine Rolle in der Entwicklung myeloischer Zellen. PU.1, ein Transkriptionsfaktor aus der ETS-Familie, ist sowohl für die Entwicklung lymphatischer als auch für die Entwicklung myeloischer Zellen von Bedeutung. Der Transkriptions faktor C/EBPalpha, ein an den CCAAT-Enhancer bindendes Protein, ist hingegen wesentlich verantwortlich für die Entwicklung von Granulozyten. Wir stellen hier den ersten Nachweis dafür vor, dass C/EBPalpha die Funktion von PU.1 blockiert. PU.1 und C/EBPalpha können einander binden und sind in myeloischen Zellen kolokalisiert. Wenn C/EBPalpha PU.1 bindet, kann PU.1 einen minimalen Promotor mit Bindungsstelle für PU.1 nicht mehr aktivieren. Wir zeigen, dass der Leuzin-Zipper in der DNA-bindenden Domäne von C/EBPalpha mit der beta3/beta4-Region in der DNA-bindenden Domäne von PU.1 interagieren kann. Dadurch wird der Koaktivator von PU.1, c-jun, aus seiner Bindung mit PU.1 verdrängt. C/EBPalpha hemmt PU.1 nicht, indem es Korepressoren rekrutiert. Vielmehr vermindert C/EBPalpha die Expression von PU.1 in U-937-Zellen mit induzierbarem C/EBPalpha, indem es den autoregulatorischen Effekt PU.1 auf den PU.1-Promotor hemmt. Ausserdem blockiert C/EBPalpha die durch PU.1 bedingte Entwicklung dendritischer Zellen aus CD34+ menschlichen Nabel blutzellen. Diese funktionelle Blockade von PU.1 durch C/EBPalpha könnte einer der Mechanismen sein, mit denen C/EBPalpha den durch PU.1 determinierten Weg der Zelldifferenzierung hemmt und sich Zellen unter dem Einfluss von C/EBPalpha zu Granulozyten entwickeln.
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Die klinische Unterscheidung des latenten Autoimmundiabetes (LADA) vom Typ 2 Diabetes ist oft problematisch. Deshalb wurde die mögliche Korrelation zwischen klinischen Kriterien und dem Vorkommen von Diabetes-Autoimmunantikörpern untersucht. Von 133 erwachsenen Diabetikern waren 17 (=12,8%) positiv für die Antikörper GAD, ICA oder IA-2. Auf einen LADA Diabetes wiesen folgende klinischen Kriterien hin: Normnaher Body-Mass-Index, positive Typ 1 Familienanamnese, starke Hypoglykämieneigung, Manifestation mit den Symptomen ungewollte Gewichtsabnahme und Polydipsie bzw. -urie, niedriger C-Peptid-Spiegel.
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Patienten mit chronischer Niereninsuffizienz sind einem erhöhten Infektionsrisiko ausgesetzt. Durch unterschiedliche Entzümndungsreaktionen im Organismus (durch Hämodialyse, Autoimmunerkrankung, Abstossungsreaktion) kann es schwierig sein, eine bakterielle Infektion von einem anderen Entzündungszustand abzugrenzen. Procalcitonin (PCT), ein neuer Parameter zur Diagnostik bakterieller Infektionen, zeigte sich in der vorliegenden Studie durch eine eingeschränkte Nierenfunkton nicht beeinfliusst. Lediglich die Hämodialyse bewirkte einen leichten Anstieg des Parametes. Bei systemischer bakterieller Infektion liess sich, unabhängig von der Grunderkrankung der Patienten, eine vermehrte Freisetzung von PCT nachweisen. Bei Patienten mit Autoimmunerkrankung wurden erhöhte PCT-Werte nur gefunden, wenn zusätzlich eine bakterielle Infektion bestand. Im Gegensatz dazu konnte bei autoimmunerkrankten Patienten ein kontinuierlich erhöhtes CRP beobachtet werden. PCT erwies sich als ein nützlicher Parameter für eine frühzeitige Diagnose und die Verlaufskontrolle von bakteriellen Infektionen und deren Therapie bei Patienen mit renalen Erkrankungen.
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In den vergangenen zehn Jahren wurden große Fortschritte hinsichtlich einer möglichen Gentherapie angeborener Lungenerkrankungen wie Mukoviszidose oder a1-Antitrypsinmangel erzielt. Dabei spielt die Gentherapie mittels nichtviraler Genvektoren zunehmend eine größere Rolle. Doch trotz ermutigender Ergebnisse aus einer Reihe von klinischen Studien ist die Effizienz des nichtviralen Gentransfers über eine topische Applikation in die Atemwege bis heute zu gering. Ziel dieser Arbeit war es, zu untersuchen, welchen Wechselwirkungen nichtvirale Genvektorkomplexe im Milieu der Atemwege unterliegen. Dabei konnten Veränderungen der inneren Struktur nichtviraler Genvektorkomplexe unter Einfluss von Surfactant bzw. bronchoalveolärer Lavageflüssigkeit mit Hilfe von Fluoreszenz-Quenching-Assays und Fluoreszenz-Resonanz-Energietransfer (FRET) nachgewiesen werden. Auch die Oberflächenladung der kationischen Genvektorkomplexe wurde beeinflusst, wobei in Anwesenheit hoher Konzentrationen von Surfactant eine Ladungsumkehr hin zu negativen Werten gemessen wurde. In Bezug auf die äußere Struktur der kationischen Genvektorkomplexe konnte gezeigt werden, dass in Anwesenheit von Surfactant bei Lipoplexen eine starke Zunahme der Größe beobachtet wurde, während die Größe von Polyplexen sogar leicht abnahm. Ebenfalls konnte gezeigt werden, dass die An- oder Abwesenheit von Salz in physiologischen Konzentrationen bei der Herstellung der Genvektorkomplexe einen Einfluss hat auf die Interaktion von Surfactant mit den Genvektorkomplexen. Um zu ermitteln, inwieweit die Veränderung biophysikalischer Parameter die Funktion der Genvektorkomplexe beeinflusst, wurden das Adhäsionsverhalten der Genvektorkomplexe an der Zelloberfläche und ihre Transfektionseffizienz untersucht. Auch hier waren die Folgen der Interaktion mit Surfactant sehr unterschiedlich ausgeprägt, je nach dem, ob kationische Liposomen oder kationische Polymere als Genvektorsystem verwendet wurden. Um die Effizienz des nichtviralen Gentransfers in die Lunge zu erhöhen, gibt es eine Reihe unterschiedlicher Ansätze. Im Rahmen der vorliegenden Arbeit wurde die Anwendbarkeit der Magnetofektion auf die Transfektion von Atemwegsepithelien untersucht. Die Magnetofektion beruht auf dem Prinzip der Anreicherung von Genvektorkomplexen am Zielgewebe mit Hilfe magnetischer Anziehungskräfte. Es konnte eine deutlich bessere Dosis-Wirkungs-Beziehung der über kationische Polymere vermittelten Magnetofektion verglichen mit dem konventionellen über kationische Polymere vermittelten Gentransfer nachgewiesen werden. Hierfür waren sowohl eine stärkere als auch eine schnellere Anreicherung der Genvektorkomplexe an der Zelloberfläche verantwortlich. Die Effizienz der Magnetofektion war bei gegebener Inkubationszeit der Transfektionseffizienz konventioneller nichtviraler Gentransfersysteme deutlich überlegen. In elektronenmikroskopischen Untersuchungen konnte eine Aufnahme der Genvektorkomplexe in Zellen intakter Atemwegsepithelien mit Hilfe der Magnetofektion nachgewiesen werden.