EINSICHTEN 2010 Archiv
21 Episoden
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Geistes- und Kulturwissenschaften:
Islamische Sternenkunde im Reich der Mitte
Auch wenn es das moderne Schlagwort von der Scientific Community suggeriert -
der Austausch wissenschaftlicher Erkenntnisse über Ländergrenzen und
Kontinente hinweg ist keine Erfindung unserer Zeit. Bereits im Mittelalter
existierten rege Kontakte zwischen Orient, Asien und Europa. Ein durch
LMUexcellent gefördertes Projekt spürt diesem vielfältigen Wissenstransfer
nach. Der Mathematiker Dr. Benno van Dalen nimmt dabei insbesondere die
Verbindungen muslimischer Astronomen mit chinesischen Wissenschaftlern im 13.
Jahrhundert ins Visier. Von China aus gelangten die astronomischen Kenntnisse
dann nach auch Europa.
Von Ortrun Huber
Islamische Sternenkunde im Reich der Mitte
Auch wenn es das moderne Schlagwort von der Scientific Community suggeriert -
der Austausch wissenschaftlicher Erkenntnisse über Ländergrenzen und
Kontinente hinweg ist keine Erfindung unserer Zeit. Bereits im Mittelalter
existierten rege Kontakte zwischen Orient, Asien und Europa. Ein durch
LMUexcellent gefördertes Projekt spürt diesem vielfältigen Wissenstransfer
nach. Der Mathematiker Dr. Benno van Dalen nimmt dabei insbesondere die
Verbindungen muslimischer Astronomen mit chinesischen Wissenschaftlern im 13.
Jahrhundert ins Visier. Von China aus gelangten die astronomischen Kenntnisse
dann nach auch Europa.
Von Ortrun Huber
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Von Lehrerinnen und Lehrern werden heute in immer stärkerem Maße soziale Fähigkeiten erwartet. Das stellt auch die Ausbildung an den Universitäten vor neue Herausforderungen. Daher setzt sich das Lehrerbildungszentrum der LMU dafür ein, dass die zukünftigen Lehrkräfte neben einer guten fachlichen Ausbildung auch besondere psychosoziale und pädagogische Kompetenzen entwickeln, um den pädagogischen Herausforderungen in einer sich rasch wandelnden Gesellschaft gerecht werden zu können. Der Bildungsauftrag von Schule reicht weit über die Vermittlung von Wissen und Können hinaus. Es gehe darum, den Kindern und Jugendlichen das "Kerncurriculum für Demokratie und Kultur" erfahrbar zu machen, so Professor Joachim Kahlert, Leiter des Lehrerbildungszentrums.
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Rund zehn Prozent aller Krebspatienten entwickeln Metastasen im Gehirn – oft auch lange nach einer erfolgreichen Behandlung des Ursprungstumors. Dann aber ist die Prognose meist schlecht. Bislang war weitgehend unklar, welche Mechanismen Gehirnmetastasen entstehen lassen. Nun haben Forscher um die LMU-Mediziner Dr. Frank Winkler und Professor Jochen Herms in Echtzeit verfolgen können, welche Schritte zur Bildung dieser Tumoren zwingend erforderlich sind – und welche die Krebszellen in eine "Sackgasse" führen, sodass keine Metastasen entstehen.
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Die Fantasie der Urzeitfans beflügelt wohl kaum ein Dinosaurier mehr als der Tyrannosaurus rex. Das Bild von der perfekten "Mordmaschine" könnte sich nun aber dank Dr. Oliver Rauhut wandeln. Der Paläontologe konnte zeigen, dass auch die Tyrannosaurier einmal klein anfingen – und anstatt riesigen Pflanzenfressern wohl eher harmlosen Jungtieren auflauerten.
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Die Theaterwissenschaft ist dabei, sich neu zu erfinden. Sie sei die eigentliche Medienwissenschaft, betont Professor Jürgen Schläder im Gespräch mit den "Einsichten". Außer dem Theater gebe es keine andere dreidimensionale Kunstform. Dabei verwischen die Genregrenzen zwischen Schauspiel, Musiktheater, Tanztheater, Performance, Film und digitale Medien zusehends. In dem durch LMUexcellent geförderten Forschungszentrum "Sound and Movement" gehen die Wissenschaftler davon aus, dass das wesentliche Merkmal der experimentellen, neuen, zeitgenössischen Theaterszene der Zusammenhang von Klang und Bewegung ist.
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Enge Verflechtungen zwischen Religion und Politik haben in Europa eine lange Tradition. Mit religiösen Argumenten lässt sich der Status quo ebenso rechtfertigen, wie man ihn in Frage stellen kann. Beides ist in der christlich-jüdischen Tradition angelegt. Lange Zeit war die Erforschung dieser Verbindung weitgehend von nationalen Sichtweisen geprägt. Der Historiker Professor Martin Schulze Wessel dagegen ist davon überzeugt, dass eine Religionsgeschichte Europas nur angemessen geschrieben werden kann, wenn eine multipolare Perspektive eingenommen wird. Er plädiert insbesondere dafür, die religionsgeschichtlichen Entwicklungen im östlichen und südöstlichen Europa stärker zu berücksichtigen.